Churchill: Mehr Mythos als Legende

Von Patrick Foy, übersetzt von Deep Roots. Das Original Churchill: More Myth Than Legend erschien am 2. Februar 2011 in Taki’s Magazine.

Letzte Woche gab mir ein republikanischer Freund aus dem Country Club in Palm Beach ein Exemplar von „The Weekly Standard“ und drängte mich, „A World in Crisis: What the thirties tell us about today“ von Matthew Continetti zu lesen. Der Artikel möchte den Leser glauben machen, daß das Schicksal des Universums von einem wenig bekannten Verkehrsunfall in Manhattan 1931 abgehangen sei, in den Winston Churchill verwickelt war.

Churchill hatte am späten Abend des 13. Dezember 1931 auf dem Weg zu einer Besprechung in Bernard Baruchs Wohnung die Fifth Avenue bei der 76th Street überquert, als er in die falsche Richtung schaute, gegen das Licht über die Straße ging und von einem Auto gestreift wurde, das mit 30 mph (knapp 50 km/h) fuhr. Der unglückliche Staatsmann verbrachte über eine Woche im Lenox Hill Hospital, während er sich von einer verstauchten Schulter, Platzwunden im Gesicht und einer leichten Gehirnerschütterung erholte, wofür ihm der Arzt „alkoholische Getränke zu jeder Mahlzeit“ verschrieb. Continetti erwähnt „die Körnigkeit der Geschichte“, was immer das heißt: „Wenn das Auto nur ein wenig schneller gefahren wäre, dann wäre die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts unwiderruflich verändert worden.“ Das stimmt schon, aber zum Besseren oder zum Schlechteren?

Continetti argumentiert, daß dieses zufällige Mißgeschick noch gut ausgegangen ist. Seine Prämisse ist, daß die 1930er eine gefährliche Zeit wie unsere eigene waren und daß es des scharfsinnigen Winston Churchill bedurft hätte, um die Menschheit zu retten und die Dinge ins Lot zu bringen: „Wenige Menschen erkannten 1931 die wachsende Gefahr. Der Patient im Lenox Hill Hospital war einer davon.“ Oje. Was für ein Quatsch.

Der „Weekly Standard“ wie auch „National Review Online“ und „Commentary Magazine“ gehören alle zu derselben scheinkonservativen Neocon-Bruderschaft, die Washington gekapert hat, angefangen mit H. W. Bush nach dem Kalten Krieg, und die seither jede Hoffnung auf eine „Friedensdividende“ ruiniert hat.

Feuer mit Benzin zu löschen, ist gemeinhin keine gute Idee, und der islamische Extremismus ist ein Nebenprodukt der Allianz zwischen Tel Aviv und Washington. Deshalb steht uns jetzt der Zeitlupenverfall der „unverzichtbaren Nation“ der Welt bevor. Es erinnert mich an den traurigen Zustand von Little England in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, alles dank Sir Winstons kurzsichtiger Führung.

Die Neocon-Opportunisten haben sich Churchill als einen der ihren geschnappt. Er wird immer mit dem angeblichen “guten Krieg” in Verbindung gebracht und ist infolgedessen in den Himmel gelobt worden. Aber was, wenn das Auto 1931 schneller die Fifth Avenue entlanggefahren wäre und die britische Bulldogge in die nächste Welt katapultiert hätte? Hätte der Zweite Weltkrieg gänzlich vermieden werden können?

Der „gute Krieg“ hatte weltweit annähend fünfzig Millionen Todesopfer zur Folge, hinterließ Europa als hungernden und zerbombten Kontinent, zerstörte die ausgedehnten Imperien der Briten und Franzosen, brachte die Sowjets für mehr als vierzig Jahre ins Herz Europas und überließ China Mao Tse-tung.

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Was wäre wenn…? WikiLeaks, 1941

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Von Srdja Trifkovic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original What If… erschien am 7. Dezember 2010 bei „Gates of Vienna“.

Vorwort von Baron Bodissey:

Es gibt zwei Hauptströmungen in den heutigen Nachrichten.

Die erste hat mit den fortdauernden Beben infolge der von WikiLeaks veröffentlichten diplomatischen Telegrammen zu tun, die weiterhin politische Führer überall auf der Welt durchrütteln. Die zweite ist der neunundsechzigste Jahrestag des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor.

Beide Strömungen sind von Srdja Trifkovic in einem denkwürdigen Essay für „Chronicles“ zusammengeführt worden. Nachfolgend einige Auszüge:

WikiLeaks 1941, von Srdja Trifkovic

7. Dezember 2010

Über zweitausendvierhundert amerikanische Seeleute, Soldaten und Flieger wurden heute vor 69 Jahren in Pearl Harbor getötet. Hätten wir damals 1941 ein Äquivalent zu WikiLeaks gehabt, dann hätte der Lauf der Geschichte jedoch sehr unterschiedlich sein können. Es wäre für Franklin Delano Roosevelt viel schwieriger gewesen, das Land dahin zu manövrieren, daß es im Pazifik angegriffen wird, um es ihm zu ermöglichen, den Krieg in Europa zu führen, was die ganze Zeit sein leidenschaftlicher Wunsch gewesen war.

Ein Infoleck – nur eines! – hätte Roosevelts großen Plan beinahe torpediert. Mitte 1941 bezog er die Kriegspläne des Heeres-, Marine- und Luftwaffenstabes in eine Politik ein, die er „Victory Program“ nannte und mittels der er Amerika auf den Krieg gegen Deutschland und Japan vorbereitete, ungeachtet der Opposition im Kongreß und des Volkswillens. Seine Absicht war es, die öffentliche Meinung zur Unterstützung des Programms zu verleiten, weil die versprochene Steigerung der Waffenproduktion mehr Arbeitsplätze und eine gesündere Wirtschaft bedeutete. Ein Unterstützer des America First Committee, Senator Burton K. Wheeler, erhielt von einer Quelle innerhalb des Air Corps ein Exemplar des als geheim eingestuften Victory Program und leitete es am 4. Dezember 1941 an zwei Zeitungen weiter, die Chicago Tribune (damals eine seriöse Tageszeitung) und den Washington Times-Herald (der schon lange eingestellt ist). Sofort brach lautstarke öffentliche Opposition gegen den Plan los, hörte aber drei Tage später, am 7. Dezember 1941, auf. Der Kongreß beschloß bald das Victory Program mit wenigen Änderungen. Die Japaner waren auf Stichwort aufgetreten.

Stellen Sie sich die Konsequenzen vor, wenn die Chicago Tribune und der Washington Times-Herald während der vorhergehenden paar Monate eine Serie weiterer „Leaks“ veröffentlicht hätten, einschließlich des Folgenden:

Berlin, 27. September 1940. Die US-Botschaft meldet die Unterzeichnung des Dreimächtepakts, des Abkommens auf gegenseitige Unterstützung zwischen Deutschland, Italien und Japan: „Er bietet die Möglichkeit, daß Deutschland Amerika den Krieg erklärt, wenn Amerika in den Krieg gegen Japan eintreten sollte, was bedeutende Auswirkungen auf die US-Politik gegenüber Japan haben könnte.

Washington, 7. Oktober 1940: Nachdem er die Implikationen des Dreimächtepakts überdacht hat, schlägt Lt.Cdr. Arthur McCollum, USN, vom Office of Naval Intelligence (Marinegeheimdienst, ONI) eine Strategie vor, mit der Japan zum Angriff gegen die USA provoziert werden soll, wodurch die Bestimmungen des Dreimächtepakts hinsichtlich gegenseitiger Unterstützung in Kraft treten und Amerika endlich in den Krieg in Europa bringen. Der Vorschlag sah acht spezifische Schritte vor, die darauf abzielten, Japan zu provozieren. Sein Kernstück war, die US-Flotte als Lockmittel für einen japanischen Angriff in Hawaii zu halten und ein Ölembargo gegen Japan einzuführen. „Wenn Japan durch diese Mittel dazu verleitet werden kann, eine offene Kriegshandlung zu begehen, umso besser,“ schloß das Memo.

Washington, 23. Juni 1941: Einen Tag nach Hitlers Angriff auf Sowjetrußland schrieb Harold Ickes, der Innenminister und Berater von FDR ein Memo für den Präsidenten, in dem es hieß, daß „sich aus dem Ölembargo gegen Japan solch eine Situation entwickeln könnte, die es nicht nur möglich, sondern leicht machen würde, in effektiver Weise in diesen Krieg einzutreten. Und wenn wir solcherart indirekt hineingezogen werden, würden wir die Kritik vermeiden, daß wir als Verbündeter des kommunistischen Rußland darin eingetreten sind.“

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(Baron Bodissey):Mr.Trifkovic listet eine Anzahl weiterer Telegramme auf, die zu diesem schändlichen Tag führten. Gehen Sie rüber zu Chronicles, um den Rest zu lesen – der, wie der Autor hervorhebt, Geschichte ist.

Und genau das habe ich (Deep Roots) getan und diesen Rest hier für euch übersetzt (Bilder von mir eingefügt):

Washington, 22. Juli 1941: Admiral Richmond Turners Bericht besagt, daß „die Unterbrechung des amerikanischen Ölnachschubs an Japan prompt zur Invasion Niederländisch-Ostindiens führen wird: Es scheint gewiß, daß Japan auch militärische Aktionen gegen die Philippinen durchführen wird, was uns unmittelbar in einen pazifischen Krieg hineinziehen würde.“

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Ostwind, Regen: Verrat in Pearl Harbor

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Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots.

Das Original East Wind, Rain: Treason at Pearl Harbor erschien am 6. Oktober 2008 bei Kevin Alfred Stroms Essays (sein erster!)

[Anm. v. Lucifex: ich habe heute festgestellt, dass es das Original dieses Artikels auf Kevin Stroms Seite nicht mehr gibt, obwohl er in einer kleinen Meldung in der rechten Randspalte, wo er darauf hinweist, dass der Beitrag von “As der Schwerter” übersetzt worden ist, noch darauf verlinkt.]

WENN SIE VERSTEHEN WOLLEN, warum die amerikanische Regierung Kommunisten in Haiti und Südafrika unterstützt – wenn Sie verstehen wollen, warum weder Demokraten noch Republikaner unsere Grenzen gegen fremde Invasionen schützen werden – und wenn Sie verstehen wollen, warum wir unsere Freiheiten rapide verlieren, für deren Verteidigung unsere Väter und deren Väter kämpften – dann müssen Sie ein Verständnis der Ereignisse gewinnen, die im Zeitraum von ein paar Tagen vor mehr als einem halben Jahrhundert stattfanden.

Die Wahrheit über diesen Fall von Verrat am amerikanischen Volk und von Verrat an unseren kämpfenden Männern ist so schockierend – und so aufschlußreich – daß sie, wenn man sie einmal gehört hat, Ihre Sicht auf unsere Welt und auf die Kräfte, die sie gestalten, für immer verändern wird. Nachdem Sie diese Sendung gehört haben, werden Sie den kontrollierten Medien nie mehr vertrauen können, und Sie werden mit kristallener Klarheit die Hand von Amerikas Feinden sehen, wie sie unsere Regierung von einem Desaster zum anderen führen.

Am frühen Morgen des 4. Dezember 1941 kam Oberfunker Ralph Briggs gerade zum Dienst in einer Kurzwellenfunküberwachungsstation der US Navy in Cheltenham, Maryland, eine halbe Autostunde südöstlich von Washington DC. Briggs war 27 Jahre alt, war seit dem Alter von 20 Jahren bei der Navy gewesen und hatte seit vier Jahren für den Marinegeheimdienst ausländische Kurzwellensendungen überwacht. Er war ein Amateurfunker gewesen (Rufzeichen W9NCM), seit er ein Teenager gewesen war.

Es schien ein gewöhnlicher Morgen zu sein, als er seinen Empfänger auf die Station abstimmte und zu transkribieren begann, was er hörte. Um 8 Uhr morgens empfing er die Nachricht, auf die er gewartet hatte. Es schien nichts weiter als eine regionale Wettervorhersage zu sein, wie die Stationen, die er überwachte, sie jeden Tag während ihrer Nachrichtensendungen brachten. Aber Briggs wusste als einziger unter den Funkern in Cheltenham, was die vier Worte bedeuteten. Sie bedeuteten, daß die Welt sich in unvorhersehbarer, aber kataklysmischer Weise verändern würde. Sie bedeuteten, daß viele seiner Freunde und Landsleute bald tot sein würden. Sie bedeuteten, daß Amerika nie wieder dasselbe sein würde. Die vier Worte wurden beiläufig im Rahmen der regulären Nachrichten- und Wettersendung von Radio Tokio in Japan ausgesprochen. Die Worte waren: „Higashi no kaze ame“ – „Ostwind, Regen.“ Briggs übermittelte die Nachricht sofort per Fernschreiber nach Washington.

„Ostwind, Regen“ war eine von drei möglichen „Ausführungs“-Botschaften, nach denen zu horchen japanische Diplomaten überall auf der Welt am 19. November angewiesen worden waren. Man hatte ihnen gesagt, sie sollten die regelmäßigen Nachrichten- und Wettersendungen aus Tokio abhören, wie sie es immer taten, aber dabei besonders auf die Ausdrucksweise zu achten, mit der das Wetter beschrieben wurde.

Falls sie die Worte „Nordwind, bewölkt“ hörten, so bedeutete das Krieg gegen die Sowjetunion.

Falls sie die Worte „Westwind, klar“ hörten, so bedeutete dies Krieg gegen das britische Empire.

Und falls sie die Worte „Ostwind, Regen“ hörten, so bedeutete dies Krieg gegen die Vereinigten Staaten.

Nur ein paar Meilen von Cheltenham entfernt, in der japanischen Botschaft in Washington DC, hörte Stabsbootsmann Kenichi Ogemoto ebenfalls den Wetterbericht. Als er diese schicksalhaften Worte hörte, eilte er sofort ins Büro des Marineattachés Kapitän Yuzuru Sanematsu und rief: „Die Winde wehen!“ Sanematsu rannte mit Ogemoto zurück in den Funkraum und kam gerade rechtzeitig, um den Sprecher von Radio Tokio die Wettervorhersage wiederholen zu hören: „Higashi no kaze ame“ – „Ostwind, Regen.“ Sofort begannen Arbeiter der Botschaft, ihre kryptographische Ausrüstung und ihre Codebücher zu vernichten, während andere die geheimen Dokumente aus ihren Aktenordnern nahmen, sie in riesigen Häufen im Garten aufstapelten und verbrannten. Die japanischen Diplomaten wussten, daß ihre Botschaften und Konsulate in den Vereinigten Staaten und deren Territorien bald besetzt werden würden, und daß sie selbst bald als feindliche Ausländer interniert werden würden, bis sie gegen amerikanische Diplomaten in Japan ausgetauscht werden würden. All ihre Hardware und Software zur Erstellung und Entschlüsselung von Codes und all ihre Geheimpapiere mussten sofort vernichtet werden.

Das Regime, das die Vereinigten Staaten zu der Zeit regierte, war das von Franklin Roosevelt. Es war die erste Präsidentenadministration in den Vereinigten Staaten, von der man definitiv sagen kann, daß sie voll unter fremder Kontrolle stand. Nie zuvor waren so viele subversive Fremde und Verräter, viele davon eingefleischte Kommunisten, in mächtigen Positionen versteckt; nie zuvor hatte die Bundesregierung ihre Macht über die Bundesstaaten und das Volk in solch einem Ausmaß erweitert; nie zuvor, aber oft seither.

Um Ihnen eine Vorstellung von der wahren Atmosphäre jener Zeit zu vermitteln, die von Historikern des Establishments beflissen vor Ihnen verborgen wird und die von den kontrollierten Medien jener Zeit verschleiert wurde, lassen Sie mich einen kleinen Vorfall erzählen, der in John T. Flynns Buch „The Roosevelt Myth“ berichtet wird.

Eleanor Roosevelt

Eleanor Roosevelt

1939 wurde vom Komitee gegen unamerikanische Aktivitäten (House Un-American Activities Committee) unter der Leitung des Kongreßabgeordneten Martin Dies gegen eine kommunistische Jugendgruppe ermittelt, die sich „American Youth Congress“ nannte. Eine Gruppe von Kommunisten aus dem „Congress“, einschließlich dessen Führers Joseph P. Lash, Joe Cadden und Abbot Simon, inszenierte eine Reihe von Protesten gegen die Ermittlung, wobei sie einmal in den Raum des Komitees marschierten und die Verfahren zu stören versuchten. Sie sprangen über Tische, schrien die Kongreßabgeordneten an, warfen mit kommunistischen Pamphleten um sich, und einmal begann Joseph Lash sogar ein übles und beleidigendes Lied gegen Dies zu singen. Wer dort zugegen war und die versammelten Kommunisten in ihrem Protest anführte, war niemand anders als die Ehefrau des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Eleanor Roosevelt. Nicht nur das, sondern die Kommunisten waren in offiziellen Autos des Weißen Hauses zu ihrer Demonstration chauffiert worden, und einer von ihnen, Lash, wohnte ständig im Weißen Haus, während Cadden und Simon oft als Untermieter dort waren.

Ein Kongreßabgeordneter, der ein leidenschaftlicher Unterstützer von Roosevelt war, besuchte eines Morgens das Weiße Haus. Während er dort war, sah er erstaunt, wie Abbot Simon, ein Vorstandsmitglied einer bekannten kommunistischen Tarnorganisation, aus einem der Schlafzimmer kam. Er fragte den Zeremonienmeister des Weißen Hauses, ob er wirklich gesehen hatte, was er zu sehen glaubte. Der Zeremonienmeister versicherte ihm, daß er das tatsächlich hätte, und daß Simon das Schlafzimmer seit zwei Wochen bewohnt hatte, wobei er jede Nacht in einem Bett geschlafen hatte, das einst von Abraham Lincoln benutzt worden war.

In solch einer Atmosphäre überrascht es nicht, daß die Regierung Roosevelt bestrebt war, an der Seite der Sowjetunion in den Krieg einzutreten. Genausowenig überrascht es, daß jüdische Interessen, die im Roosevelt-Regime ebenfalls einen großen Stellenwert hatten (und in allen Administrationen seither), ebenfalls eifrig in ihren Anstrengungen waren, die Vereinigten Staaten in den Krieg gegen Deutschland zu verwickeln, das zu der Zeit organisierte jüdische Interessen aus ihren ehemaligen Machtpositionen in dem Land entfernt hatte. Es sollte auch angemerkt werden, daß in den 1930ern und 1940ern die jüdischen und kommunistischen Machtstrukturen weitgehend deckungsgleich waren, wobei eine große Zahl von Individuen beiden Gruppen gleichzeitig angehörten. Zwei sich überlappende Interessengruppen, beide sehr einflußreich im Weißen Haus, drängten zum Krieg.

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Was wir unseren Parasiten schulden

Revilo Pendleton Oliver, 1908 – 1994

Revilo Pendleton Oliver, 1908 – 1994

Von Professor Revilo Pendleton Oliver, übersetzt von Deep Roots.

Rede vom Juni 1968, Original: What We Owe Our Parasites

(Free Speech, Oktober/November 1995)

 

Einführung von Kevin Alfred Strom:

Dr. Revilo Pendleton Oliver wird von jenen wenigen, die glücklich genug sind, mit seiner Arbeit vertraut zu sein, zu Recht als einer der größten Amerikaner dieses Jahrhunderts betrachtet. Geboren 1908, stieg er schnell durch die Reihen der akademischen Welt auf, um einer der führenden Philologen und klassischen Gelehrten seiner Zeit zu werden. Er war 32 Jahre lang Professor der alten Sprachen an der Universität von Illinois, Urbana Campus. Er hätte mit Leichtigkeit sein Leben in seine Studien zurückgezogen verbringen und tun können, was er am meisten liebte: Die von seinem brillanten Geist fokussierte Linse des Gelehrtentums  auf die staubigen Folianten und Manuskripte der Vergangenheit zu richten. Aber er wählte einen anderen Pfad. Er sah klar und lange vor den meisten seiner Landsleute, wohin die subversiven und fremden Elemente sein Volk führten, und er entschied sich dafür, seinen Ruf und seine gesellschaftliche Stellung zu riskieren, indem er seine Stimme erhob. Von 1954 bis zu seinem Tod im August 1994 arbeitete er fast ohne Unterlaß für das Erwachen der Amerikaner europäischer Abstammung gegenüber ihrer Gefahr und ihrer möglichen großen Bestimmung.

Dr. Oliver hielt diese Rede vor einer deutschamerikanischen Gruppe, die sich am 9. Juni 1968 im Lorelei Club in Hamburg, New York, nahe Buffalo versammelt hatte.

Die Niederschrift ging 1990 bei einer Überschwemmung in Dr. Olivers Heim verloren, aber sie wurde von Ihrem Redakteur [Kevin A. Strom] auf Basis der von Mr. Everett Weibert angefertigten Tonbandaufzeichnung wieder in Druckform gebracht. Jeder Fehler, der in den Artikel geraten sein mag, ist natürlich der des Redakteurs und nicht der von Dr. Oliver.

Dies ist eine von Dr. Olivers besten Reden, und sie ist sicherlich seine umfassendste kurze Arbeit. Sie erscheint hier zum ersten Mal in gedruckter Form. – Kevin Alfred Strom.

 

Was wir unseren Parasiten schulden

Von Dr. Revilo Pendleton Oliver

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich Ihnen zuallererst für die Ehre Ihrer Einladung danken, und für das Vergnügen, heute bei Ihnen zu sein. Im letzten Dutzend Jahre habe ich vor vielen konservativen und patriotischen Organisationen gesprochen, aber dies ist das erste Mal, daß ich vor einer Gesellschaft aufgetreten bin, die spezifisch deutsch ist: das heißt, die aus den Nachkommen jenes Teils unserer Rasse besteht, der im fünften Jahrhundert zu Hause blieb, während ihre Verwandtschaft all die westlichen Territorien des weitgehend bastardisierten und todgeweihten Römischen Reiches eroberte und besetzte, welches ihre entferntere Verwandtschaft mehr als tausend Jahre zuvor gegründet hatte.

So wie ich es verstehe, spreche ich zu einer geschlossenen Versammlung Ihrer Mitglieder und Gäste, zu denen sie Vertrauen haben. Ich glaube, es ist vereinbart, daß das, was heute hier gesagt wird, inoffiziell und nicht zur Veröffentlichung in irgendeiner Form bestimmt ist, und daß keine Reporter anwesend sind. Unter dieser Voraussetzung werde ich Ihnen freimütig und ohne Umschweife die beste Einschätzung unserer gegenwärtigen Misere geben, die ich zu treffen in der Lage war.

Manche von Ihnen werden sich an die alte Geschichte von der College-Schülerin erinnern, die eines Abends zu Bett ging und schließlich in den Schlaf sank, aber in den frühen Morgenstunden hörte sie die Uhr zwei Uhr schlagen, und sie fühlte, wie die Tür ihres Zimmers sich langsam öffnete. Erschrocken versuchte sie im Dunkeln zu schreien, aber ein Taschentuch wurde über ihren Mund geworfen, und sie fühlte, wie starke Arme sie vom Bett hoben. Sie wurde die Treppe hinuntergetragen und in den Fond eines großen und luxuriösen Rolls Royce geworfen, der mit hoher Geschwindigkeit losfuhr. Nach einer langen Fahrt wurde sie herausgehoben und in die weite Halle eines großen und palastartigen Herrenhauses getragen, über Marmortreppen hinauf und in ein elegant eingerichtetes Zimmer, wo sie aufs Bett geworfen wurde. Erst da sah sie ihren Entführer deutlich. Er war ein starker und gutaussehender Mann, der in einen makellosen Abendanzug gekleidet war. Er stand am Bett und schaute stumm und spekulativ auf sie hernieder. Sie versuchte zu sprechen und konnte endlich kläglich sagen: „Was, oh, was werden Sie mit mir machen?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Wie soll ich das wissen?“ sagte er. „Dies ist Ihr Traum.“

Die Geschichte ist natürlich absurd, aber die verdankt das bißchen Humor, das sie besitzt, ihrem mehrdeutigen Spiel mit dem Mysterium unseres eigenen Bewußtseins. Ein Traum ist definitionsgemäß eine Abfolge von Empfindungen, die im Gehirn stattfinden, wenn sowohl unsere Wahrnehmungssinne als auch unsere Willenskraft und Vernunft ruhen, sodaß wir keine Kontrolle über diesen Fluß von Empfindungen haben. Aber es ist natürlich ein wohlbekanntes Phänomen, daß, wenn wir träumen, daß wir träumen, der Traum endet und wir erwachen. Dann übernimmt der bewußte Geist, und wir sind wieder für unsere Gedanken verantwortlich und müssen uns einem Tag stellen, indem wir für unsere Handlungen verantwortlich sein müssen, die durch ihre Weisheit oder Torheit den Rest unseres Lebens bestimmen mögen. Unsere Träume mögen unseren unterbewußten Wünschen oder Ängsten auf angenehme oder schmerzliche Weise Ausdruck verleihen. Aber in unseren wachen Stunden müssen wir, wenn wir rational sind, unsere Entscheidungen auf der Basis der objektivsten und kaltblütigsten Einschätzungen treffen, die wir machen können: Einschätzungen der Kräfte und Tendenzen in der Welt um uns herum, Einschätzungen der Realitäten, mit denen wir uns befassen müssen, immer daran denkend, daß nichts wahrscheinlich passieren wird, weil wir es für gut halten, oder unwahrscheinlich passiert, weil wir es für böse halten.

Wenn wir es je nötig hatten, sorgfältig und rational unsere Position und unsere Möglichkeiten zu zu beurteilen, so ist diese Zeit jetzt. Im äußeren Kolleghof von Brasenose in Oxford gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, in der Mitte der Grünfläche eine einsame Sonnenuhr, deren Bronzeplatte die erschreckende Inschrift trägt: „Es ist später als du denkst.“ Ich versichere Ihnen, meine amerikanischen Landsleute, daß es jetzt später – viel später – ist, als Sie denken. Es ist natürlich möglich, daß es jetzt vielleicht zu spät ist, und daß unsere Sache, wie ein langjähriger Beobachter und besonderer Freund mir kürzlich versicherte, nun so hoffnungslos ist, wie es die des Südens nach dem Fall von Richmond und nahe dem tragischen Abschluß des zweiten Unabhängigkeitskrieges war, der auf unserem Boden ausgetragen wurde. Ich glaube jedoch ehrlich, daß wir noch immer eine gewisse Überlebenschance haben. Wenn ich das nicht glauben würde, dann würde ich heute bestimmt nicht zu Ihnen sprechen oder Sie ersuchen, zusammen mit mir über unsere Chancen nachzudenken.

Ich mag mich irren, ich habe keine hellseherischen oder prophetischen Kräfte. Und ich kenne gewiß nicht die geheimen Pläne unserer Feinde oder auch nur die innere Struktur ihrer Organisation. Ich kann über das wahrscheinliche Ausmaß ihrer Macht und die wahrscheinliche Wirksamkeit ihrer Strategie nur Vermutungen anstellen durch Extrapolation dessen, was sie soweit erreicht haben. Ich kann Ihnen nur meine beste Schätzung geben, die nach langem und bemühtem Nachdenken erstellt wurde, aber ich gebe mich nicht als Experten in diesen Angelegenheiten aus, und nachdem ich versprochen habe, freimütig zu sein, werde ich Ihnen freimütig sagen, daß meine Einschätzungen in der Vergangenheit sich als allzu optimistisch erwiesen haben.

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