Lagerfeuer richtig: Die zündende Idee

Aus GEO August 2015: „Kuriose Forschung – Die zündende Idee“

Adrian Bejan, Materialforscher an der Duke University in Durham, North Carolina, hat den perfekten Bauplan für ein Lagerfeuer berechnet.

GEO: Prof. Bejan, wie sieht Ihrem Modell zufolge das ideale Feuer aus?

So, wie Sie ein Grill- oder Kaminfeuer wahrscheinlich ohnehin aufbauen: Es brennt dann am besten, wenn der Stapel aus Holz oder Kohle ungefähr so hoch reicht, wie sein Durchmesser am Boden weit ist. Ein solches Feuer erreicht die höchste Temperatur für eine gegebene Menge Brennstoff.

Warum ist das so?

Ein Feuer ist ein poröses Medium voller heißer Gase. Sie steigen im Inneren des Holz- oder Kohlestapels nach oben und hinterlassen dabei ein partielles Vakuum. Dieses saugt neue Luft von den Seiten des Feuers an und hält es in Gang. Je höher der Stapel, desto besser entweichen die heißen Gase nach oben. Ein zu flacher, pfannkuchenartiger Aufbau erzeugt zu wenig Unterdruck, um die optimale Menge Luft anzusaugen. Eine zu hohe, säulenartige Konstruktion wiederum erzeugt so viel Unterdruck, dass die angesaugte Luft das Brennmaterial auskühlt. Das ideale Verhältnis beträgt ungefähr eins zu eins.

Und das hat noch niemand erforscht?

Es sind ja oft die einfachen Fragen, die schwer zu entdecken sind. Ich finde es aber keineswegs banal, dass Menschen seit Tausenden von Jahren gleichsam intuitiv ideale Feuer aufbauen. Ich sehe hier ein Naturgesetz am Werk, das ich „Konstruktionsgesetz“ genannt habe: Demnach formt die Natur, ob belebt oder nicht, mit der Zeit immer solche Systeme aus, die einen idealen Durchfluss von Strömungen erlauben – in diesem Fall Luftströmungen. Und gute Feuer zu bauen hat es wiederum dem Menschen erleichtert, sich über den Planeten zu verbreiten.

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Hannus Bootswerft: Warum eigentlich Bootfahren?

Von Hannu Vartiala aus Finnland, der auf seiner englischsprachigen Webseite Hannu’s Boatyard praktische Anleitungen zum Holzbootbau (einschließlich Plänen) gibt und dabei auch immer wieder einen trockenen Humor spielen lässt. Original: Why boating in the first place?, übersetzt von Cernunnos.

Warum Bootfahren? Auf der Suche nach den verborgenen Schätzen von Mutter Natur.
Veröffentlicht am 9. September 2003; zuletzt aktualisiert am 10. September 2003.

Die Welt ist voll von wunderbaren Mirakeln und Schätzen. Von denen ihr keines sehen werdet, wenn ihr nur auf eurem Sofa liegt. Viele davon werdet ihr sehen, wenn ihr über trockenes Land geht. Aber die größten scheinen immer hinter offenem Wasser zu liegen.

So geht es…

Hey, was ist das?

Mossala fjarden (Mossala-Öffnung, N 60 18, O 21 23). Aber es sieht sicherlich wie ein Krater aus.

Aber es befindet sich nicht auf der Karte bekannter Einschlagkrater. Es wäre östlich von Nummer 1, Lumparn, etwa auf halbem Weg zum Kontinent. Genauso wenig befindet es sich auf der Liste möglicher Krater.

Sehen wir uns an, wie das aussieht!

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Leuchtpistolen und ihre Wirkungen

Der Autor Siegfried F. Hübner beim Leuchtkugelschuß in der damals gerade aktuellen Schießhaltung „Combat crouch“.

Von Siegfried F. Hübner, erstveröffentlicht in dessen „Internationalem Waffen-Spiegel“, Ausgabe 42 Nov./Dez. 1986 (Bilder und Tabellen ebenfalls aus diesem Artikel). Hier mit einem ergänzenden Anhang von Deep Roots.

Leuchtpistolen oder Leuchtkugelabschußvorrichtungen sind als Notsignale für Bergsteiger, Sportflieger und Wassersportler unentbehrlich geworden. Leuchtkugeln sind weithin bei Tag und vor allem bei Nacht sichtbar, um das Auffinden von Verunglückten zu erleichtern.

Signalpistolen

Für das Militär und die Polizei wird aus Leuchtpistolen (SIG P2) sowohl Leucht- als auch Signalmunition verschossen (mit den Kampfpistolen wurden Sprengladungen verschossen). Mit verschiedenen Leuchtfarben, Leuchtsternen und Rauch oder Knall wird signalisiert oder das Kampfgelände erleuchtet. Mit den Signalpistolen können aber auch Spezialpatronen, z. B. Tränengas usw., verschossen werden. Die SIG P2 hat keinen Sicherungshebel, der Hammer wird deshalb erst vor Schußabgabe gespannt. Die militärischen Leuchtpistolen sind großkalibrig, 26,5 mm = Kal. 4, und einschüssig.

Notsignalgerät

Die Firma Heckler & Koch hat ein Notsignalgerät entwickelt, das kleinere Kal. 19 mm Leuchtspurpatronen verschießt, dafür aber 5 Patronen in einem Magazin hat. Vor jedem Schuß muß der Hammer mit dem Daumen gespannt werden. Der Abschuß geschieht halbautomatisch aus dem Magazin. Das Gerät hat einen Sicherungshebel und eine automatische Fallsicherung. Dieses Gerät hat keinen Lauf, die Leuchtrakete wird aus dem Magazin verschossen.

Das Notsignalgerät von Heckler & Koch (links, daneben das Magazin) und die Leuchtpistole SIG/HK P2 A1).

Nico-Signal

Das Nico-Signalgerät ähnelt einer Taschenlampe. Es hat eine von Hand drehbare Trommel, in der sich 6 Leuchtpatronen vom 16-mm-Kaliber befinden. Die geladene Trommel kann ausgewechselt werden. Gezündet wird die Leuchtpatrone, die sich unter einem Pfeil befindet. Dazu muß erst entsichert werden (Schieber von „S“ auf „F“), dann kann durch Eindrücken des Griffes wie bei einem DA-Abzug die Leuchtpatrone gezündet werden.

Das 6-schüssige Nico-Notsignalgerät.

Schreckschuß-Pistolen und -revolver

Mit Schreckschuß- und Gasrevolvern oder –pistolen können aus einem Schießbecher kleine Leuchtsterne einzeln verschossen werden. Dabei zündet eine Platzpatrone den Leuchtstern in verschiedenen Farben des Kalibers 14 mm. Er werden hier auch Knaller oder Pfeifpatronen verschossen.

Der Revolver Erma EGR 66 von Erma mit Schießbecher und Leuchtkugelmunition.

Als funktionssicher und unempfindlich gegen Verschmutzung hat sich der Erma-Revolver EGR 66 aus Stainless steel  erwiesen, der dem S&W M60 täuschend ähnlich sieht. Es können hintereinander 5 von vorn eingeführte Leuchtkugeln verschossen werden.

Signalstifte

Zudem gibt es noch Abschußgeräte in Stiftform, mit denen einschraubbar 15-mm-Leuchtsterne der verschiedensten Farben verschossen werden können, indem ein Hebel mit dem Daumen gespannt und dann losgelassen wird.

Vorsicht mit allen Leuchtkugelwerfern

Die aus Schreckschußwaffen und von Signalstiften abgefeuerten Signalsterne haben nur eine geringe Steighöhe und Leuchtkraft. Trotzdem können sie gefährlich werden, wenn sie nicht senkrecht nach oben, sondern waagrecht verschossen werden. Dann kann es nämlich passieren, daß sie Häuser, trockene Wiesen oder Wälder in Brand setzen können. Am gefährlichsten sind Leuchtkugeln in geschlossenen Räumen, da sie von Wänden und Decken reflektiert überall brennbare Stoffe anzünden können.

Leuchtpistole SIG P2

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Kampfeinsatz-Tips von Andy McNab aus „Die Männer von Bravo Two Zero“

Von Cernunnos

Der ehemalige britische SAS-Soldat Andy McNab beschreibt in seinem Buch „Die Männer von Bravo Two Zero“ (Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-12281-1) seine Erlebnisse als Kommandant eines achtköpfigen SAS-Stoßtruppunternehmens im Irakkrieg von 1991. Das Ziel dieses Unternehmens war die Ortung und Zerstörung eines Überlandkabels nahe einer irakischen Hauptversorgungsroute sowie der mobilen Scud-Raketen Saddam Husseins.

Ich habe mir vor etlichen Jahren aus diesem Buch eine Anzahl von Praxistips für Kampfeinsätze und Überlebenssituationen herausdestilliert und in einer Liste von vierzehn Punkten zusammengeschrieben, die ich hier zunächst wiedergebe, ehe ich anschließend noch eine Darstellung eines Feuergefechts aus diesem Buch zitiere:

1) Einschätzung Sturmgewehr M16:
Besser als Enfield SA-80, leichter und sehr leicht zu reinigen und zu warten.
Gute, praktische Waffe, alles ist schlicht und einfach, keine kleinen Teile, die hervorstehen oder verlorengehen können. Keine Teile, die leicht Rost ansetzen.
Sehr leiser Sicherungshebel, die Sicherung ist sehr einfach und kann mit dem Daumen betätigt werden (im Gegensatz zum SA-80, wo das mit dem Abzugsfinger geschieht, was nach McNabs Einschätzung Wahnsinn ist).

2) Gewehrriemen
McNabs Trupp hatte keine Trageriemen an den M16. Begründung: Ein Riemen ist für die Trageweise über der Schulter, was im Einsatz nicht angebracht ist. Auf Streife wird die Waffe mit beiden Händen gehalten, den Kolben an der Schulter.
Diese Praxis wird durch Peter MacDonalds „SAS im Einsatz“ bestätigt; auf den Fotos sind keine Riemen an den M16 und SA-80. Der australische SAS verwendet ebenfalls keine Riemen, Spetsnaz und Navy-SEALS aber schon.

3) Magazine:
Bei McNabs Einsatz im Irak führte jeder Schütze zehn 30er-Magazine mit, fertig geladen mit je 29 Schuß (= insgesamt 290). Die Magazine sind genauso wichtig wie die Waffe selbst, denn wenn die Federn die Patronen nicht in Position drücken, kann der Verschluß sie nicht richtig in den Lauf einführen. Das Magazin des Armalite M16 faßt normalerweise 30 Patronen, aber es es ist sicherer, sie nur mit 29 zu bestücken, damit die Federn etwas mehr Druck auf die Patronen ausüben und auch weniger leicht erlahmen. Es ist leichter und schneller, ein leeres Magazin gegen ein neues auszutauschen, als eine Ladehemmung zu beheben.

4) Gürtelbestückung:
Munition und Grundstock an Überlebensrationen (Wasser, Essen, Erste-Hilfe-Ausrüstung) am Gürtel, der im Einsatz nur abgelegt wird, wenn es unbedingt sein muß; selbst dann darf er höchstens eine Armlänge entfernt liegen.
Nachts in Körpernähe halten; falls man ihn überhaupt ablegt, schläft man darauf. Das gleiche gilt für die Waffen.

5) Anfertigung von Tarnmaterial:
Jute-Quadrate, ca. 2 x 2 m, mit Maschinenöl eindrecken, in eine Schlammlacke legen und mit einer Bürste bearbeiten, wenden und Prozedur wiederholen.
Ausschütteln, trocknen lassen, fertig.

6) Messerattacken auf Wachtposten:
Die Chance, mit einem glatten Stich ins Herz zu treffen, ist sehr gering und nicht einmal den Versuch wert. Vielleicht hat der Gegner einen dicken Mantel an und trägt noch Tarnzeug darunter. Und wenn man ihm die Halsschlagader durchtrennt, hört man immer noch eine volle Minute das Schreien.
In Wirklichkeit muß man den Kopf zurückreißen wie bei einem Schaf und so weit schneiden, bis die Luftröhre durchtrennt ist und der Kopf fast abfällt. So kann das Opfer nicht mehr atmen oder schreien.

7) Körper-T:
K.O.-Trefferzone; imaginäre Linie von einer Schläfe zur anderen über die Augenbrauen und von dieser Linie abwärts durch die Gesichtsmitte vom Nasensattel bis zum Brustbein. Wenn man irgendwo um dieses „T“ herum mit einer Schußwaffe trifft, fällt der Mann. [Dazu wird wohl ein Gewehr erforderlich sein; bei Faustfeuerwaffen dürfte von einer weniger sicheren oder schnellen Wirkung auszugehen sein.]

8) Bewegung auf Streife:
Kein Gerenne und keine Hast! Körperkonturen, Aufglänzen, Schatten, Silhouetten, Bewegung und Geräusche sind verräterisch. Eine langsame Bewegung ist leise und fällt nicht so leicht ins Auge. Daher bewegt man sich auf Streife immer sehr langsam. Wenn man rennt und hinfällt und sich verletzt, reißt man alle anderen mit rein.
Man muß sich immer wieder fragen: Was wäre wenn? Angriff von vorne, hinten, links, rechts? Wo wäre eine Deckung, wo eine gute Stelle für einen Hinterhalt? Wo war der letzte Nottreffpunkt? Wer ist hinter mir?
Immer Kontakt mit den anderen halten, abgesehen davon alles rundum im Auge behalten und auf alle Geräusche achten.

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Orkspalter: Äxte, Beile, Tomahawks

Ray Mears Gränsfors Wilderness Axe

Ray Mears Gränsfors Wilderness Axe

Von Deep Roots, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“ (Links für „Morgenwacht“ angepasst).

 

Axtzeit, Schwertzeit,

Schilde bersten,

Sturmzeit, Wolfzeit

vor dem Weltenende.

Nicht Schonung will geben

ein Mann dem anderen.

(Aus der Völuspa, dem „Gesicht der Seherin“, das von Ragnarök handelt)

Fjordman hat uns vor kurzem zur Vorbereitung auf Ragnarök gemahnt, und Baron Bodissey hat in Heerlager der Heiligen: Eine Strategie für die Kapitulation geschildert, wie das EU-Regime vor der Völkerwanderung aus Afrika kapituliert, noch bevor diese richtig in Gang gekommen ist. Der Zukunftsforscher Gerald Celente meint sogar, daß die Apokalypse schon 2011 nicht mehr abzuwenden ist. Er prognostiziert den Beginn des militärischen Überlebenskampfes direkt vor unseren Haustüren schon für dieses Jahr – in den Vereinigten Staaten ebenso wie in Europa, und er fordert seine zivilen Leser jetzt ganz offen dazu auf, sich zu bewaffnen („Lebensmittelvorräte, Gold, Waffen und die Ausarbeitung von Fluchtplänen“). Man kann gegenüber seinen Prognosen zwar skeptisch sein, aber wenn man sich die frechen Forderungen der türkischen Freiheitlich Demokratischen Partei Türkland („Freiheitsfalken“) nach einer unabhängigen Türkenrepublik „Kuzey-Ren-Vestfalya“ auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen (mit „Yeni-Kolonya“ als Hauptstadt) ansieht, dann erscheinen solche Szenarien immer plausibler. Wenn dann noch das abzusehende Euro-Finanzdesaster voll ausbricht und die Ruhigstellung all der moslemischen Parasiten in Europa mittels Sozialleistungen nicht mehr möglich ist, dann wird es wirklich ernst mit dem „Zeitalter der Eisens und der Stürme.“ Dies ist nun der erste einer geplanten Reihe von Beiträgen, die sich mit den Vorbereitungen für die kommenden Krisen befassen.

Für diejenigen, die nicht schon ein „schießendes Schäfchen im Trockenen“ haben, wird es (vor allem in Deutschland) in Zukunft schwierig sein, sich noch ein solches zu besorgen. Außerdem wird nicht jeder unserer Leser geneigt sein, große Investitionen zu tätigen für eine Krise, die seiner Meinung nach vielleicht gar nicht kommt. Daher ist es geboten, sich nach noch verfügbaren, erschwinglichen Alternativen umzusehen. Zwei solcher Alternativen für eine preisgünstige Volksbewaffnung aus dem Baumarkt sind die Axt und das Beil. Sicher, gegen mit Schußwaffen ausgerüstete Gegner wird man damit nichts reißen, und man kann davon ausgehen, daß unter den schon im Lande befindlichen Morgenländern einiges an (natürlich illegalen) Handfeuerwaffen im Umlauf ist. Allerdings wird dennoch die Mehrheit der Kolonisatoren keine Schußwaffe besitzen, und von den nun heraufdrängenden Massen aus Afrika und dem Nahen Osten, die gerade noch die Schleppergebühren zusammenkratzen können, ist im Krisenfall großteils nur eine Bewaffnung mit Holzlatten, Eisenstangen und Metallrohren zu erwarten. Hier hat man mit einer Hieb- oder Schlagwaffe durchaus Chancen, und außerdem sind Äxte und Beile Werkzeuge, die man in einer Krisenzeit auch für „konstruktive“ Zwecke verwenden kann und für die im unwahrscheinlichen Fall des Ausbleibens der Krise Abnehmer gefunden werden können. Sie werden nie verboten oder erlaubnispflichtig werden, und als Werkzeuge sind sie auch unverdächtig, wenn man sie bei einer Polizeikontrolle im Kofferraum hat.

Für die Verwendung einer Axt als Waffe gilt dasselbe, was historisch für die Streitaxt gegolten hat: sie war die Waffe des Kriegers, der sich kein Schwert leisten konnte. Die Vorteile der Streitaxt gegenüber dem Schwert sind höhere Robustheit, niedrigere Kosten und die höhere Durchschlagskraft – damals durch Rüstungen, heute durch diverse Deckungsmaterialien. Um eine Ermüdung des Kämpfers durch die Vorderlastigkeit zu vermeiden, empfiehlt es sich, eine Axt mit leichtem Kopf zu wählen, was auch für die Verwendung als Werkzeug vorteilhaft ist, sofern man sie nicht hauptsächlich zum Spalten von Holz braucht. Spaltäxte oder gar Spalthämmer scheiden daher für unsere Zwecke aus.

Axt, Spaltaxt und Beil

beil-spaltaxt-axt

Was ist nun der Unterschied zwischen einer Axt und einem Beil? Eine Axt hat einen langen Stiel, eine schmälere Schneide und ein höheres Gewicht. Beile haben einen kurzen Stiel und sind für die rein einhändige Verwendung bestimmt. Befassen wir uns nun als erstes ausführlich mit der Axt, wozu ich auch zwei Bücher von Carsten Bothe aus dem Venatus Verlag empfehle, aus denen wesentliche Teile dieses Artikels stammen (die Teile, die sich auf den Waffenaspekt der Axt beziehen, sind aber rein von mir):

„Draußen leben wie die Trapper“, ISBN 3-932848-15-2:

„Das Messerbuch“, ISBN 3-932848-12-8

Die richtige Axt

Eine vernünftige Axt ist nicht leicht zu bekommen. Meist sind die Eisen zu schwer. Eine gute Axt kann ein langes Messer ersetzen, und man kann damit beispielsweise Nägel einschlagen – das ist der Vorteil gegenüber einem langen Messer. Die Axt erzielt ihre Wirkung durch die Geschwindigkeit des Schlages, nicht so sehr durch das Gewicht des Eisens. Das Gewicht des Eisens der Axt sollte für die Verwendung als universelles Werkzeug zwischen 600 und 1000 Gramm liegen, der Stiel jedoch so lang wie der Arm des Benutzers sein. Um das zu testen, legt man den Knauf der Axt in die Achselhöhle und faßt das Eisen mit der Hand. Ist der Arm dabei ausgestreckt, und ruht das Eisen in der Hand, dann ist der Stiel gerade richtig. Mit einer solchen Axt kann man einerseits schnelle Schläge ausführen, weil der lange Stiel ordentlich „Zug“ hat, andererseits läßt sich die Axt sehr kurz hinter dem Eisen fassen, und der lange Stiel balanciert das Werkzeug aus. Auf diese Weise ist die Axt auch für sehr genaues Arbeiten geeignet.

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