Rezension von „Nothing Sacred: The Truth about Judaism“

Von Alex Fontana, übersetzt von Lucifex. Das Original Review of Nothing Sacred: The Truth about Judaism erschien am 9. März 2018 auf The Occidental Observer.

Ich hatte seit einiger Zeit von Douglas Rushkoffs Abhandlung über den Judaismus, Nothing Sacred: The Truth about Judaism, gewußt und hatte immer vorgehabt, sie zu lesen und zu rezensieren. [i] Ein Video von Rushkoff, in dem er seine Interpretation des Judaismus diskutiert, ist online in einer Diskussion über den berüchtigten ‘Barbara Spectre moment’ aufgetaucht – das ist ein politischer Ausrutscher aus dem Mund des Stammes. Wir können sagen, daß diese „Spectre moments“ stattfinden, wenn ein jüdischer Aktivist freimütig den jüdischen Kulturaktivismus gegenüber Nichtjuden und deren Nationen diskutiert. Hier ist Rushkoffs Barbara-Spectre-Moment:

Das, was den Judaismus so gefährlich macht für alle, für jede Rasse, für jede Nation, für jede Idee, ist, daß wir Dinge zerschlagen, die nicht wahr sind, daß wir nicht an die Grenzen des Nationalstaates glauben, daß wir nicht an die Vorstellungen von diesen einzelnen Göttern glauben, die einzelne Gruppen von Menschen beschützen; dies sind alles künstliche Konstruktionen, und der Judaismus lehrt uns wirklich, wie das zu sehen ist. In einem gewissen Sinne verstehen unsere Kritiker uns richtig: indem wir eine korrosive Kraft sind, demolieren wir die falschen Götter aller Nationen und aller Völker, weil sie nicht wirklich sind und das ist für die Menschen sehr ärgerlich.

Der zentrale Grund, warum Juden wie Rushkoff und Barbara Spectre sich erlauben, freimütig über jüdische Gesellschaftsklempnerei zu sprechen ist, daß sie glauben, mit der Manipulation vorwiegend nichtjüdischer Gesellschaften würden sie der Welt einen Dienst erweisen – daß sie in Wirklichkeit Gottes Werk tun. Indem sie ihre Wirtsnationen untergraben, um Zustände der Uneinigkeit herbeizuführen, glauben Juden wie Rushkoff und Spectre, daß sie in der Ausübung dieser Rolle „einer korrosiven Kraft“, die „die falschen Götter aller Nationen und aller Völker demoliert“, eine Mitzwa als Teil ihrer gottgewollten Aufgabe des tikkun olam erfüllen. Eine Mitzwa wird als „Gebot“ übersetzt, bedeutet aber häufiger eine aus religiöser Pflicht vollbrachte gute Tat. Rushkoff beschreibt tikkun olam als „eine poetische Art, die Verantwortung auszudrücken, die die Juden zur „Heilung der Erde“ haben. [ii] In meinem zweiteiligen Essay über die Rassenintegration, „Manspreading for Lebensraum“, diskutiere ich die HBO-Serie Show me a Hero, die auf einem Buch der jüdischen Autorin Lisa Belkin von der New York Times über den Integrationskampf in Yonkers zwischen der NAACP samt ihren jüdischen Anwälten und den ethnischen Weißen von Yonkers beruht. Wiederum erkennen wir dieselbe zugrundeliegende Selbstrechtfertigung:

Belkin sucht die Frage der Integration im Sinne einer progressiven jüdischen Lösung für das Judenproblem zu formulieren, während sie ihre jüdische Identität voll beibehält. Auf die Frage nach der offenen jüdischen Rolle in der Integration bestreitet Belkin die jüdische Rolle weder, noch spielt sie sie herunter. Stattdessen beschwört sie das jüdische religiöse Prinzip des Tikkun Olam, einer hebräischen Phrase, die „die Welt reparieren“ bedeutet. Tikkun Olam wurde von Rabbi Samson Raphael Hirsch im Sinne einer Kehilla (Gemeinschaft) von Juden in der Galut (Diaspora) beschrieben, die erfolgreich ihre nichtjüdischen Nachbarn beeinflußt. [iii]

Was Juden wie Rushkoff, Spectre und Belkin bekräftigen, ist das, was „Antisemiten“ behaupten: daß die jüdische Manipulation und ihre korrosiven Wirkungen real sind; sie stimmen zu, daß Juden verschiedene Dinge beeinflussen, aber sie geben dem eine harmlose Interpretation; der „Antisemit“ ist einfach ein Nichtjude mit der falschen Interpretation dazu, warum Juden tun, was sie tun. Juden wissen es besser. „Die einzigartige Position der Juden als ewige Außenseiter führte sie dazu, ein breites Spektrum kosmopolitischer und offener Wirtschaftsstrategien und ethischer Standards anzunehmen.“ [iv] Somit streben in Wirtsnationen lebende Diaspora-Juden danach, ihre nichtjüdischen Nachbarn in einer Weise zu „beeinflussen“, die nachweislich schädlich für ihre Wirte ist, indem sie gegen die authentischen Bindungen einer organischen Gesellschaft handeln – Tonnies’ Totale Gesellschaft. Zufälligerweise sind diese Handlungen vorteilhaft für Juden, wie Rushkoff zugibt. Eine jüdische Einstellung wie „Eine fließende Gesellschaft mit ständig veränderlichen Grenzen diente ihnen besser als eine geschlossene oder statische, in der Außenseiter und neue Ideen gefürchtet wurden“ [v] wird von Juden als ein Geschenk oder ein Dienst für ihre nichtjüdischen Nachbarn betrachtet.

Rushkoff und Belkin machen aus der jüdischen Gesellschaftsklempnerei einen fundamentalen religiösen Grundsatz, der dem Judaismus innewohnt, statt, wie manchmal teilweise zugegeben, eine soziopolitische Strategie der Diaspora zur Schwächung des Wirts: „Es ist nicht nur unsere Tradition, sondern unsere ausdrückliche Verpflichtung, als Betreuer der breiteren Gesellschaft zu handeln.“[vi] Zu diesem Zweck diskutiert Rushkoff die weithin bekannte jüdische Rolle in der Aufhebung der Rassentrennung und in der Integration: „1952 arbeitete der American Jewish Congress mit der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) darauf hin, die unfaire Wohnungspolitik aufs Korn zu nehmen. Durch eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten beendeten Anwälte des American Jewish Congress die ‚Nur für Weiße‘-Politik von Stuyvesant Town in New York City und schufen damit einen wichtigen Präzedenzfall gegen Diskriminierung in Wohnbauprojekten, die irgendeine öffentliche Unterstützung bekamen.“[vii]

Das Interessante ist, daß Rushkoff die eigennützige strategische Grundlage solcher Praktiken in subtiler Weise zugibt, etwas, das Karl Popper, der jüdische Philosoph der „Offenen Gesellschaft“, nie konnte. Popper drückte in seinem Werk Die offene Gesellschaft und ihre Feinde dieselben Wünsche nach einer universalistischen, kosmopolitischen, pluralistischen, liberalen Gesellschaft aus, doch Popper kam richtigerweise zu dem Schluß, daß diese Werte großteils das Gegenteil der jüdischen Religion waren, die laut Popper [viii] und fast allen Studenten der vergleichenden Religionswissenschaft (z. B. Hegel) eine stammesorientierte, nach Vorherrschaft strebende „geschlossene Gesellschaft“ ist. Auf der anderen Seite wird sie in Rushkoffs dekonstruktivistischer, eigennütziger Interpretation des Judaismus zur Quelle, aus der die Werte der „offenen Gesellschaft“ entspringen. Während Popper die sehr jüdische strategische Grundlage seines Standpunktes bestritt, verweist der konservative Jude Malachi Haim Hacohen, der ein vorrangiger Popper-Experte und -kritiker ist, auf Poppers assimiliertes aschkenasisches Judentum als Hauptquelle seines politischen Standpunktes: Der Kosmopolitismus war für Popper und liberale Juden genau wegen ihres Lebens zwischen Kulturen und ihrer unbestimmten Identität reizvoll. Indem er die Mitgliedschaft in einer imaginären kosmopolitischen Gemeinschaft beanspruchte, wies Popper die jüdische Identität zurück. „Ich betrachte mich nicht als ‚assimilierten deutschen Juden‘“, sagte er einem Kritiker seiner Autobiographie, „so würde ‚der Führer‘ mich betrachtet haben.“[ix]

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Dialog auf der Nebukadnezar – reloaded

Von Kairos, ursprünglich am 8. Juni 2011 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht; hier wiedergegeben mitsamt den Kommentaren aus dem AdS-Originalstrang. „Osimandias“ ist natürlich Osimandia (damals noch unter „männlicher“ Tarnung), und Kairos („Neo“) zeichnet hier seinen Entwicklungsweg vom individualistischen, liberalen Islamkritiker nach, bei dem ihm „Morpheus“ Osimandia wesentlich geholfen hat.

 

Dramatis Personae:

Neo: Islamkritiker, Liberaler, Individualist, Suchender

Morpheus: Konspirationalist, Antiglobalist, meistgesuchter Terrorist der Welt

Prolog:

In einer Höhle sitzen auf Hockern angekettete Menschen. Sie sind so fest verzurrt, dass sie nicht einmal nach hinten sehen können, nur den Nachbarn können sie aus dem Augenwinkel erkennen. Hinter ihnen lodert ein Feuer, zwischen ihnen und dem Feuer tragen Narren Gegenstände herum. Die Schatten dieser Dinge sehen die Gefangenen als Schattenspiel an der Höhlenwand.

Befreite man einen Gefangenen, dann würde er kaum glauben, was er sieht: Nämlich, dass die Schatten, die er für die Realität hielt, nicht etwa echte Dinge, sondern nur Abbilder gewesen sind. Das Feuer würde ihn blenden, er würde zurück wollen auf seinen Platz, wo er alles kennt und das Licht ihn nicht blendet. Führte man ihn gar aus der Höhle hinaus zur Sonne, würde der Schmerz fast unerträglich werden.

Der Befreite würde sich zuerst nur bei Nacht trauen, die Dinge anzusehen, bei Tag wären ihm die Schatten vertrauter, so dass er zunächst die Schatten und erst später die Dinge, die sie werfen, ansehen würde. Käme er schließlich zurück in die Höhle, würde man ihn wieder anketten, welch grausames Los wäre das für ihn! Wie dumm kämen ihm seine Kollegen vor, die darum wetten würden, wann welcher Gegenstand als Schattenspiel an der Wand erscheint. Und wie würde er selbst auf die Mitgefangenen wirken, jetzt, wo er die Schatten kaum noch erkennen könnte, weil er noch ganz geblendet von der richtigen Welt wäre? Würden sie ihn nicht auslachen, weil er die Schatten nicht mehr richtig zuordnen könnte, und spotten und ihn für den allerdümmsten der Menschen halten?

Wir alle kennen dieses Gefühl, dieses Gefühl, das wir nicht beschreiben können, dass etwas nicht stimmt mit der Welt.

Und egal, ob wir wissen, dass die Umweltapokalypse droht, ob wir wissen, dass er Islam den Westen überrennen wird, wir wissen, dass der Kapitalismus untergeht, oder wir wissen, dass Gott schon bald Gericht halten wird, allein die Tatsache, zu den Auserwählten zu gehören, die wissen, ist vielen schon genug der Ehre.

Nun ist nicht jede Ideologie falsch, nur weil sie eben eine solche ist. Aber wir müssen uns hüten, nicht in einen blinden Elitismus zu verfallen und den Menschen unsere Sicht der Dinge aufzwingen zu wollen, wie all die Utopisten da draußen, links wie rechts, religiös wie säkular.

Wer aus der Höhle befreit wurde, hat ein Privileg erhalten, aber so wie Menschen, die Reichtum erben oder Schönheit oder Intelligenz, hat er dieses Gut, dieses Wissen, für das Gute einzusetzen. Statt sein Wissen im Elfenbeinturm zu verschließen und den Schlüssel wegzuwerfen – oder zumindest das Tor eifersüchtig zu bewachen – hat er andere aus der Höhle zu befreien!

Dies ist der Imperativ für die aus der Höhle Befreiten. Wer sich fragt, warum er seine Kraft dem Guten widmen sollte, warum er seinen Egoismus aufzugeben hat, der sitzt noch in der Höhle. Sein Weg hinaus wird hart und steinig sein, aber wahrscheinlich die Mühe wert. Die Wahrheit wird uns im Normalfall nicht gefallen, aber ihr Wert bemisst sich nicht danach, ob sie uns glücklich macht.

Die Wahrheit ist ein Wert für sich.

I. Exposition:

Neo:

Nach dem, was Du bisher erzählt hast, bist Du Anhänger einer Verschwörungstheorie, die ich gerne mit Dir diskutieren würde. Ich bin grundsätzlich kein Fan von Verschwörungstheorien, aber die Tatsache, dass die meisten Verschwörungstheorien Blödsinn sind, bedeutet ja nicht, dass es keine Verschwörungen gibt.

Du bemerkst ja ganz richtig, dass die Handlungen z.B. unserer neuen Familienministerin oder unseres Außenministers schlicht nicht rational erklärbar sind, verwendet man das in den MSM verbreitete Weltbild als Hintergrund derselben.

Schon seit Schröders Zeiten frage ich mich immer: Was wissen die, was die uns nicht sagen?

Nun ist es sicherlich sehr schwierig Dinge geheimzuhalten (auch das Weiße Haus soll ja in dieser Hinsicht recht durchlässig sein), aber es gibt eine Möglichkeit, dass Dinge trotzdem nicht beim Volk ankommen: Eine Meldung ist noch keine Nachricht. Bei der Flut an Nachrichten, die wir tagtäglich ertragen müssen, merken wir uns selektiv nur die Dinge, die wir wichtig finden (oder weißt du noch die Fußballergebnisse der letzten Saison?) und nur das, was in den MSM „breitgetreten“ wird bleibt im Langzeitspeicher.

Durch Verschweigen, bzw. herunterspielen, lässt sich also ein gewisser Grad von Geheimhaltung erreichen.

Ein anderes Manko vieler Verschwörungstheorien ist die Vorstellung einer hochpotenten Regierung. Den Mächtigen wird oft eine Macht zugeschrieben, die diese gar nicht besitzen. Ein deutscher Minister z.B. wirkt auf uns kleine Leute vielleicht wie ein hohes Tier, im global poker dagegen ist er eher ein kleines Licht. Schon national gesehen haben unsere „demokratischen“ Politiker relativ wenig Einfluss (So gab Seehofer, als er noch Verbraucherschutzminister war, mal zu, dass gegen die Pharmaindustrie nicht anzukommen ist.). Viele der „Moonfake“- Theorien oder die 9/11-Verschwörungs- phantasien bedienen sich solch eines Bildes.

Nach diesen Vorbemerkungen nun zu Deiner Theorie. Ich fasse sie so zusammen, wie ich Dich verstanden habe:

Es gibt einen durch postmarxistische Theorien (Frankfurter Schule) vorgedachten Plan unserer „Eliten“, eine „Neue Weltordnung“ zu etablieren. Hierbei geht es vor allem um die Zerstörung der Nationalstaaten. Die Masseneinwanderung nach Europa gehört genauso zu diesem Plan wie die pseudosozialistische Volkserziehung in MSM und öffentlichen Schulen. Für uns unverständliche Handlungen von Politikern können mit Rückgriff auf die NWO erklärt werden.

Ein paar Fragen: Was ist Deiner Meinung nach das Ziel dieser Bestrebungen (ein rassisch gemischtes androgynes (gegendertes) sozialistisches „Freiheits“wesen ist ja an sich noch kein Ziel, oder?)

Wer steckt dahinter, wer hat das angefangen (ich kann mir schwer vorstellen, dass ein paar jüdische Intellektuelle einen so großen Einfluss auf das Weltgeschehen seit 45 haben sollen)?

Zuletzt: Ist es eher ein kapitalistisches Projekt (Globalisierung), oder ein marxistisches (auch Marx wollte ja den weltweiten Kommunismus – „Proletarier aller Länder…“)?

Morpheus:

Ich kann Deine Fragen leider nicht beantworten, ich habe auch keine Informationen, die andere nicht haben. Im Grunde haben ”Verschwörungstheoretiker” nur einen anderen Blick auf die Realität. Es ist als ob man gemeinsam einen Film ansieht und der eine denkt: “Oh, nein, warum rennt die blöde Kuh die Treppe hoch, da oben sitzt sie doch in der Falle?!” während der andere denkt: “Jetzt lässt der Regisseur die Schauspielerin die Treppe hochrennen, damit es da oben zum Showdown mit dem Monster kommen kann”.

Ja, ich bin überzeugt, es gibt einen Regisseur, natürlich ist es nicht eine einzige Person und ich weiß auch nicht, wer es ist, ich habe da nur Spekulationen. Man fängt mit den Bilderbergern an (zunächst habe ich geglaubt, es gäbe die gar nicht und war dann überrascht, dass es sie doch gibt), dem Council on Foreign Relations, Trilateral Commission, Club of Rome, Freimaurer, Skulls and Bones, Bohemian Grove, Gorbatschow Foundation usw. Es gibt jede Menge solcher Clubs, wo sich sehr reiche, aber namentlich ziemlich unbekannte Personen mit politischen Frontmännern und – frauen treffen und alles ist untereinander vernetzt.

Gut, die Antikonspirationisten behaupten, die würden da nichts von Bedeutung reden, aber ich halte das nicht für sehr glaubwürdig, dass die nur Smalltalk machen, zumal in allen westlichen Ländern exakt das gleiche abläuft. Manchmal passieren ihnen sogar dumme Fehler und fleißige “Verschwörungstheoretiker” merken es. Zum Beispiel haben die Premiers von Kanada und Australien zum Auftakt des Irakkriegs exakt Wort für Wort dieselbe Rede gehalten.

Auch hier könnte man sagen: Okay, hat der eine vom anderen abgekupfert. Aber würde ein Politiker dann nicht wenigstens die Worte ein bisschen umstellen? Tun das nicht sogar Schüler, wenn sie abschreiben? Aber das ist nur ein Detail. Es gibt so viele und, wenn man nur eines oder ein paar sieht, kann man es immer als Zufall wegerklären.

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Libertarianismus und weißer rassischer Nationalismus

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Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original Libertarianism and White Racial Nationalism erschien am 17. Mai 2011 in The Occidental Quarterly.

 

Anmerkung der Redaktion [von TOQ; d. Ü.]: Dies ist der Einleitungsartikel der Frühjahrsausgabe 2011 von The Occidental Quarterly. Um die ganze Ausgabe zu lesen, kaufen Sie bitte ein Abonnement.

Greg Johnson, der vorherige Chefredakteur von TOQ, hatte die wunderbare Idee einer Ausgabe darüber, wie sich der Libertarianismus mit Fragen des weißen rassischen Nationalismus überschneidet. Dies ist ein wichtiges Thema. Anders als ausdrückliche Behauptungen weißer Identität und Interessen wird der Libertarianismus als Teil des konservativen Mainstreams betrachtet. Er verärgert die multikulturellen Machthaber nicht. Tatsächlich ist der Libertarianismus, wie in mehreren der Artikel hier diskutiert – besonders im Artikel von Simon Krejsa -, eine Ideologie der nationalen Auflösung, die die aus der Einwanderung resultierenden Probleme sehr verschärfen würde.

 

IGNORIEREN DER REALEN WELT: LIBERTARIANISMUS ALS UTOPISCHE METAPHYSIK

Mehrere prominente Libertäre haben offene Grenzen befürwortet, außer für Einwanderer, die eindeutig darauf aus sind, persönliche oder Eigentumsrechte zu verletzen. Wie Krejsa anmerkt, ignorieren Libertäre die Realität, daß die Völker, die unsere Küsten bedrängen, oft starke ethnische Bindungen haben, und daß sie typischerweise in gut finanzierten, aggressiven ethnischen Organisationen organisiert sind. Diese ethnischen Organisationen haben ein vitales Interesse an einer starken Zentralregierung, die in der Lage ist, ihre Interessen in einem weiten Bereich von Gebieten zu fördern, von Wohlfahrtszahlungen bis zur Außenpolitik. In anderen Worten, sie handeln weit mehr als gemeinsame Einheit, als es eine Anzahl isolierter Individuen tun würde. Weiters ignoriert die von den Libertären befürwortete Einwanderungspolitik die Realität rassischer und ethnischer Unterschiede in einem breiten Spektrum von Eigenschaften, die für den Erfolg in zeitgenössischen Gesellschaften entscheidend sind, insbesondere IQ, Kriminalität und Impulsivität. Gesellschaftlicher Nutzen bildet keinen Teil des Denkens des Libertarianismus.

Beim Lesen dieser Artikel fällt einem auf, daß der Libertarianismus im Endeffekt eine Metaphysik ist. Das heißt, er postuliert einfach eine minimale Anzahl von Rechten (auf das Eigentum am eigenen Körper, auf das Eigentum am Privatbesitz und die Freiheit, Verträge einzugehen) und folgt diesem Konzept unnachgiebig bis zu seinem logischen Schluß. Der einzige Zweck einer Regierung ist es, den „physischen Übergriff“ gegen die Person oder das Eigentum eines anderen zu unterbinden. Es ist eine utopische Philosophie, die auf dem beruht, was sein sollte, anstatt auf einem nüchternen Verständnis dessen, wie Menschen sich wirklich verhalten. Es überrascht nicht, wie Simon Lote und Farnham O’Reilly hervorheben, daß es niemals irgendwelche reinen libertären Gesellschaften gegeben hat. Dafür gibt es starke Gründe.

In der Tat erinnert mich die Philosophie des Libertarianismus an Kants kategorischen Imperativ, der besagt: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Der Imperativ definiert ein Konzept moralischer Verpflichtung, aber daraus folgt bestimmt nicht, daß andere sich auf moralische Weise verhalten werden. Man wäre in der Tat naiv anzunehmen, daß eine Philosophie moralischer Verpflichtungen die Menschen netter machen würde. Kant hätte nie gesagt, daß wir die Gesellschaft nach der Annahme arrangieren sollten, daß Menschen sich nach dem verhalten werden, wozu sie moralisch verpflichtet sind.

In ähnlicher Weise ist die libertäre Idee, daß wir die Regierung so verändern sollten, als ob die Regierten ein atomistisches Universum von Individuen wären, sich der Tatsache nicht bewußt, daß sehr viele Menschen sich weiterhin auf der Grundlage ihrer Gruppenidentität verhalten werden, ob diese nun auf Volkszugehörigkeit oder einer freiwilligen Vereinigung wie einer Firma beruht. Sie werden weiterhin Netzwerkerei betreiben (oft mit Volksangehörigen), und sie werden Maßnahmen verfolgen, die auf die Förderung ihres Eigeninteresses abzielen, wie es durch die Gruppenzugehörigkeit bedingt ist. Wenn sie Zugang zu den Medien haben, werden sie Medienbotschaften gestalten, die auf die Bekehrung anderer zu ihrer Sichtweise abzielen – Botschaften, die die wahrscheinlichen Ergebnisse politischer Entscheidungen nicht akkurat darzustellen brauchen. Medienmächtige Gruppen könnten auch Botschaften gestalten, die die natürliche Neigung der Menschen hin zu ihrem eigenen Profit ohne Rücksicht auf die Schwächen anderer ausnutzen – eine Form der Freisetzung Darwin’scher Konkurrenz wie nachfolgend beschrieben.

Diese Minimalliste menschlicher Interessen begründet sich weder in Theologie noch Naturwissenschaft. Ein Schwerpunkt von Trudie Perts Essay ist der Konflikt zwischen der libertären Philosophie und dem traditionellen katholischen Kollektivismus mit seiner Funktion des Gruppenschutzes, die auf dem Konzept des Naturrechts beruht. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie würde eine Gesellschaft, die nach der libertären Ideologie konstruiert ist, einen Darwin’schen Konkurrenzkampf zwischen Individuen und Gruppen entfesseln. Nachdem es, wie Vitman Tänka anmerkt, in der libertären Ideologie nichts gibt, das freiwillige Vereinigungen verhindert, würden die Menschen sich in einer libertären Gesellschaft natürlicherweise zusammenschließen, um ihre Interessen zu fördern. Solche Gruppen würden ihre eigenen Interessen am besten durch eine starke Regierung befriedigt sehen, die auf ihrer Seite ist.

Das libertäre Utopia wäre daher chronisch instabil. Tatsächlich zitiert Krejsa Peter Brimelow, der anmerkt, daß eine libertäre Gesellschaft mit völlig offenen Grenzen einen enormen Druck hin zu starker staatlicher Kontrolle zur Folge hätte – Einwanderung als „Viagra des Staates“: „Einwanderer, vor allem Einwanderer, die sich rassisch und kulturell von der Gastgeberpopulation unterscheiden, sind wandelnde Werbeanzeigen für Sozialarbeiter und Regierungsprogramme und für die Regulierung der politischen Rede – soll heißen, die Unterdrückung der völlig natürlichen Einwände der Gastgeberpopulation.“

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