Juden und Schußwaffenkontrolle: Eine Reprise

König Edward I. von England, der im Jahr 1290 auf Druck seiner Barone die Juden aus England vertrieb.

König Edward I. von England, der im Jahr 1290 auf Druck seiner Barone die Juden aus England vertrieb.

Von Andrew Joyce, übersetzt von Deep Roots. Das Original Jews and Gun Control: A Reprise erschien am 2. August 2014 im Occidental Observer. (Bild vom Übersetzer eingefügt.)

 

Das dornige Thema der jüdischen Unterstützung für Schußwaffenkontrolle hat einmal mehr ihr Haupt erhoben, diesmal im Bundesstaat Washington. Die Jewish Federation of Greater Seattle hat den Rücktritt von Brian Judy gefordert, eines Lobbyisten der National Rifle Association, der angeblich die Schußwaffenkontrolle mit jener unantastbaren Ikone des jüdischen Opferstatus, dem Holocaust, in Verbindung gebracht hat. Bei einer Nachrichtenkonferenz im Hauptquartier der Federation sagte Präsident Keith Dvorchik, Judy sollte zurücktreten, weil der eine Wählerinitiative gegen Schußwaffen mit politischen Maßnahmen in Verbindung brachte, die von Nazideutschland betrieben wurden. Dvorchik forderte weiters, das nationale Büro der NRA solle „klarstellen, daß es seinen ignoranten und unproduktiven Dialog ablehne.“

Judys Bemerkungen tauchten zuerst auf dem linken Blog Horseass.org auf. Eine Audioaufnahme ist einem Standbild von einer Versammlung unterlegt, in der Judy über Juden spricht, die Schußwaffenkontrolle unterstützen. Die Bemerkungen wurden bei einer Versammlung in Silverdale gegen I-594 gemacht, einer in diesem Herbst zur Abstimmung stehende Maßnahme, die die Hintergrundüberprüfungen für Waffenkäufer weiter ausdehnen würde. In der Aufnahme nimmt Judy auf Nick Hanauer Bezug, einen Juden aus Seattle, der mehr als 300.000 Dollar für eine unabhängig finanzierte Gruppe gespendet hat, die I-594 unterstützt, zusätzlich zu einer früheren Zusage über 1 Million Dollar. Andere bedeutende Mittel sind vom jüdischen Milliardär und ehemaligen Microsoft-Generaldirektor Steve Ballmer gekommen, der zusammen mit seiner Frau Connie ein Großspender für die von Hanauer gegründete Organisation Washington Alliance for Gun Responsibility ist. Hanauer schrieb kürzlich in Politico darüber, wie seine Familie aus Nazideutschland floh. Der Redner auf der Aufnahme nimmt Bezug auf Hanauers Text: „Nun gibt Hanauer Geld, er hat eine halbe Million Dollar in diese Politik gesteckt, dieselbe Politik, die dazu geführt hat, daß seine Familie von den Nazis aus Deutschland verjagt wurde. Wissen Sie, da bin ich baff, es ist einfach, sowas kann man nicht erfinden. Daß diese Leute, es ist wie bei allen Juden, denen ich begegnet bin, die gegen Waffen sind, ich denke, ‚Meinen Sie das ernst? Erinnern Sie sich nicht, was geschehen ist?’ Und warum ist das geschehen? Weil sie Schußwaffen registriert haben und sie dann weggenommen haben. Warum mußtet ihr überhaupt aus diesem Land fliehen? Hallo! Irgend jemand zu Hause?“

Dvorchik unterläßt bei seiner Forderung nach Judys Rücktritt die Erwähnung breiterer jüdischer Interessen an der Entwaffnung der Zivilbevölkerung (die ich weiter unten behandeln werde) und behauptet statt dessen, daß die Jewish Federation of Greater Seattle ein Interesse an der Sache hätte wegen einer Schießerei, die vor acht Jahren stattfand. Naveed Haq, ein anscheinend gestörter Moslem, bahnte sich mit einer Faustfeuerwaffe gewaltsam einen Weg in die Büros der Federation, wobei er einen Angestellten tötete und fünf weitere verletzte. Dvorchik hat verlangt, daß das nationale Büro der NRA sich von Judys Bemerkungen und der „idiotischen, simplistischen und einfach falschen“ Vorstellung distanziert, daß die Behandlung der Juden in Nazideutschland irgend etwas mit einer Wählerinitiative zu tun hat, die Hintergrundüberprüfungen für Schußwaffenkäufer fordert. Er fügte hinzu, die Frage, ob die Juden „die Geschichte nicht verstehen, ist die abscheulichste rhetorische Frage, die je gestellt worden ist.“ Dvorchik haben sich die waffenfeindlichen jüdischen Politiker Reuven Carlyle und David Frockt angeschlossen, die gesagt haben, Judys Äußerungen trügen „dunkle, häßliche und subtile Untertöne von Antisemitismus.“ Zusätzlich berichtet Hanauers Washington Alliance for Gun Responsibility auf ihrer Webseite, daß die folgenden jüdischen Organisationen nun I-594 entsprechend ihren Grundsätzen unterstützen: Die Anti-Defamation League, Bet Alef, Congregation Beth Shalom, Jewish Council for Public Affairs, Jewish Family Service, Jewish Federation of Greater Seattle, Kavana Cooperative, Kol HaNeshamah, National Council of Jewish Women, Stroum Jewish Community Center, Temple Beth Am, Temple Beth Hatfiloh, Temple Beth Or, Temple B’Nai Torah, Temple De Hirsch Sinai, Tikvah Chadashah, Herzl Ner Tamid, Temple Beth El und das Washington State Holocaust Education Resource Center.

Prominente Juden haben eine widerliche Gewohnheit, mit der NRA aneinanderzugeraten. Der Fall Judy ist beinahe Kopie des Fiaskos von 2013 unter Beteiligung des jüdischen Bürgermeisters von Jersey City, Steve Fulop. Im November kündigte Fulop an, daß er die Kaufkraft der Waffenbeschaffungen seiner Polizeitruppe benutzen würde, um Waffenanbieter im Grunde zu erpressen, den Waffenkauf für gewöhnliche Kunden schwieriger zu machen. Kurz nachdem Fulop seine Absichten öffentlich machte, sagte Scott L. Bach, ein Vorstandsmitglied der NRA und Geschäftsführer der Association of New Jersey Rifle and Pistol Clubs, angeblich vor Publikum: „Seine (Fulops) Großeltern waren laut Wikipedia Holocaust-Überlebende. Daher muß man sich fragen, warum er es nicht kapiert.“ Der oberste Hexenjäger der ADL, Abe Foxman, reagierte seinerseits und verurteilte Bachs Bemerkungen nicht nur dafür, den Holocaust zu beschwören, um politisch zu punkten (vermutlich ist dieses Privileg nur Juden gewährt), sondern fügte auch hinzu, daß Bachs Beschwörung von Fulops persönlicher Familiengeschichte „das alles nur noch anstößiger macht.“

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Charlton Heston über Waffenbesitz und Political Correctness

Charlton Heston

Vortrag von Charlton Heston am 16. Februar 1999 vor dem Harvard Law School Forum:

Ich erinnere mich an meinen Sohn, als er im Alter von fünf Jahren im Kindergarten erklärte, welchen Beruf sein Vater hat: „Mein Vater tut so, als ob er andere Leute wäre.“

Und da waren einige, die ich als Schauspieler verkörpert habe… Propheten des Alten und Neuen Testaments, christliche Heilige, Generäle unterschiedlicher Nationalität und aus verschiedenen Jahrhunderten, Könige, drei amerikanische Präsidenten, ein französischer Kardinal und zwei Genies, eines davon Michelangelo. Also, wenn Sie die Decke neu gestrichen haben wollen, werde ich mein Bestes tun. Tja, es scheint, als ob eine ganze Menge Jungs hier oben stehen. Ich bin mir auch nie ganz sicher, welcher von ihnen das Wort ergreift. Aber jetzt denke ich, bin ich selbst an der Reihe.

Als ich über den heutigen Abend nachdachte, ging es mir durch den Kopf: Wenn mir mein Schöpfer die Gabe geschenkt hat, Ihnen Herz und Verstand dieser großen Männer näherzubringen, dann möchte ich diese Gabe jetzt dazu benutzen, Sie zurückzuführen zu Ihrem eigenen Gefühl für Freiheit… Ihrer eigenen geistigen Freiheit… Ihrem eigenen Empfinden für das Richtige.

Während der Einweihung des Denkmals in Gettysburg sagte Abraham Lincoln über Amerika: „Wir sind jetzt in einen großen Bürgerkrieg verwickelt und fragen uns, wie lange diese oder irgendeine andere zivilisierte Nation das ertragen kann.“

Diese Worte gelten jetzt wieder. Ich glaube, daß wir wieder in einen großen Bürgerkrieg verwickelt sind, einen Kulturkampf, der Ihnen gerade Ihr Geburtsrecht raubt, zu denken und zu sagen, was Sie bewegt. Ich befürchte, daß Sie Ihr Vertrauen in die treibende Lebenskraft der Freiheit in Ihnen selbst verlieren… an die Eigenschaft, die dieses Land aus der Wildnis zu dem Wunderbaren machte, das es heute ist.

Lassen Sie mich etwas weiter ausholen: Vor etwa einem Jahr wurde ich Präsident der National Rifle Association, die das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen, verteidigt. Ich kandidierte, ich wurde gewählt, und jetzt diene ich… Ich diene den Medien als wandelnde Zielscheibe, die mich alles nannten, von „lächerlich“ und „Gimpel“ bis zu „Gehirngeschädigtem“, „senilem“ und „verrücktem alten Mann“. Ich weiß, daß ich recht alt bin, aber bei Gott, sicher nicht senil.

Als ich im Kreuzfeuer derjenigen stand, die den 2. Verfassungszusatz aufs Korn nehmen, wurde mir klar, daß es nicht nur um Schußwaffen geht. Nein, es ist viel, viel mehr als das. Ich bin zu der Überzeugung gekommen, daß ein Kulturkampf über unser Land fegt, in dem mit Orwellschem Verfolgungswahn ein ganz bestimmtes, allein akzeptiertes Gedankengut und ein bestimmter Sprachgebrauch vorgeschrieben werden.

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