Über Europa und „den Glauben“

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Von Dr. Andrew Joyce; Original: On Europe and „the Faith” , erschienen am 7. Oktober 2016 auf „The Occidental Observer“ (erstmalige Veröffentlichung am 1. Mai 2016).

Übersetzung: Lucifex

„Zu oft seid ihr nicht willkommen geheißen worden… Verzeiht die Engstirnigkeit und Gleichgültigkeit unserer Gesellschaften, die die Veränderung des Lebensstils und der Mentalität fürchten, die eure Anwesenheit erfordert.“

Papst Franziskus, 2016.

„Europa ist der Glauben, und der Glauben ist Europa… Ich sage noch einmal unter Erneuerung der Begriffe: Die Kirche ist Europa, und Europa ist die Kirche.“

Hillaire Belloc, 1920.

Im Laufe der Jahre haben mich meine Einstellungen zu Rasse und Religion leider in Konflikt mit vielen Christen gebracht, von denen mir einige sehr nahestanden. Am nächsten meine Ehefrau, die eine evangelikale Christin ist. Wie viele ihrer Glaubensgenossen glaubt sie vieles von dem, was ihr in der Kirche gesagt wird, nicht nur hinsichtlich dessen, was in der Bibel steht, sondern auch in den sozialen Anweisungen, die ihre Kirche gibt, um ihre Herde zu einem „guten“ und „moralischen“ christlichen Leben hinzulenken.

Meine Frau und ich sind in vieler Hinsicht Gegensätze. Sie ist sich meines eigenen Agnostikertums voll bewusst und weiß gleichermaßen von meinen Positionen in rassischen, religiösen und politischen Angelegenheiten. Nachdem sie reichlich gute Eigenschaften als Ehefrau und Mutter besitzt, denke ich nicht, dass ich ihr schrecklich Unrecht tue, wenn ich erkläre, dass sie die Komplexitäten des Themas, das ich routinemäßig erforsche, nicht völlig versteht. Für sie ist das, was am meisten zählt, dass meine Einstellungen „gut“ sind. Es ist der „moralische“ Wert meiner Positionen, der sie am meisten interessiert, und weil sie eine Christin ist, hängt die Frage, wie „moralisch“ meine Meinungen sind, gänzlich davon ab, wie weit sie zur christlichen moralischen Weltsicht passen – wie sie ihr von ihrer Kirche beigebracht wurde. Wenn wir also diesen oder jenen Gesichtspunkt der Nachrichten diskutieren, fragt sie zu meinen Meinungen oft: „Ja, aber ist das eine gute Einstellung? Ist das Vergebungsbereitschaft? Ist dein Herz nicht zu hart?“ Wenn die Diskussion weitergeht, entwickelt sie sich häufig zu einer Debatte zwischen (meinen) Tatsachen und (ihren) moralischen Gefühlen.

Um der häuslichen Harmonie willen lasse ich mich selten auf Debatten mit meiner Frau über Religion und Politik ein, so sehr es auch hundert Antworten gibt, die ich auf ihre Fragen geben könnte. Es hat jedoch Momente gegeben, wo die Abweichung zwischen meiner Frau und mir über Religion und Rasse akut geworden ist. Ich begleite sie nur in extrem seltenen Fällen in die Kirche, und das letzte und wahrscheinlich allerletzte Mal war im letzten Herbst. Es fing wie jeder andere Gottesdienst an. Während wir das ultramoderne Kirchengebäude betraten, gab es ein Crescendo von pulserhöhender Wohlfühlmusik, und es gab Schwärme von Leuten mit Prozac-Lächeln. Schüsseln mit Süßigkeiten wurden angeboten. Als der Gottesdienst begann, wetteiferten einige Individuen miteinander darin, vorne herumzuhüpfen, zu schreien und zu lächeln und ihre Arme hochzuwerfen, um ihre Einheit mit Gott zu demonstrieren. Schließlich erschien der Pastor unter riesigem Applaus und Fanfarenklängen und sagte allen, dass sie geliebt würden und dass Gott mit ihnen in dem Raum sei. Dies schien der kunterbunten Gruppe von ehemaligen Alkoholikern, Drogensüchtigen und Missbrauchsopfern Trost zu geben, die – wie ich aus früheren Besuchen wusste – einen guten Anteil der Population der Kirche ausmachten. Manche begannen sich emotional hin- und herzuwiegen, zu seinen Worten zu nicken und sie zu bekräftigen.

So weit, so vertraut. Aber als wir Platz nahmen und die Predigt begann, wurde langsam offensichtlich, dass ich die „Lehren“ noch weniger genießen würde als üblich.

Das Thema war die „Flüchtlingskrise“. Bei einer kurz zuvor stattgefundenen Sitzung der Lokalregierung war darüber abgestimmt worden, ob man formell eine Einladung und Begrüßung an künftige „Flüchtlings-Siedler“ abgeben sollte. Die Abstimmung war von einer linken Politikerin vorgeschlagen worden, die Probleme mit ihrer geistigen Gesundheit hat. (Sie ist eine Bekannte meiner Frau, und ich weiß mehr über ihr Privatleben, als ich wahrscheinlich sollte.) Nachdem ich von der Abstimmung gehört hatte, mobilisierte ich einige meiner politischen Partner in der örtlichen Gemeinde, und wir machten uns daran, Lobbying bei einigen entscheidenden Politikern zu machen. Unsere Bemühungen halfen sicherzustellen, dass die Abstimmung definitiv mit dem Beschluss endete, dass es keine Einladung und Begrüßung geben würde.

Ich betrachtete dies als einen kleinen, aber bedeutenden persönlichen Erfolg angesichts des migrantenfreundlichen Klimas zu der Zeit, und hatte ein Hochgefühl bis zu diesem folgenden Sonntag. Ich saß nun da und hörte zu, während der Pastor, der in der realen Welt nichts von Bedeutung geleistet hatte, sich stark gegen die Politiker hinter der Abstimmung aussprach. Sie seien „unchristlich“ und unmoralisch. Es sei in Wirklichkeit unsere „Pflicht“ als Christen, diese Leute in unsere Gemeinden kommen zu lassen und unsere Ressourcen mit ihnen zu teilen. Eine Fixierung auf „Wirtschaft“ zeige einen Mangel an Glauben und Moral, weil Gott für zusätzliche Arbeitsplätze für die zusätzlichen Leute sorgen würde, genauso wie er für Brot und Fische gesorgt hatte, und es würde immer genug Geld und Ressourcen geben, wenn wir nur genug Glauben zeigten. Es war sogar egal, dass diese armen „Flüchtlinge“ keine Christen waren, denn nach nur ein paar Tagen unter uns würden sie vom Heiligen Geist überkommen werden und ihre eigene christliche Reise beginnen. Eine glorreiche gemeinsame Zukunft läge vor uns; die Aufnahme von Flüchtlingen zu verweigern, sei „rassistisch“, und Rassismus sei eine „böse Sünde.“

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Libertarianismus und weißer rassischer Nationalismus

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Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original Libertarianism and White Racial Nationalism erschien am 17. Mai 2011 in The Occidental Quarterly.

 

Anmerkung der Redaktion [von TOQ; d. Ü.]: Dies ist der Einleitungsartikel der Frühjahrsausgabe 2011 von The Occidental Quarterly. Um die ganze Ausgabe zu lesen, kaufen Sie bitte ein Abonnement.

Greg Johnson, der vorherige Chefredakteur von TOQ, hatte die wunderbare Idee einer Ausgabe darüber, wie sich der Libertarianismus mit Fragen des weißen rassischen Nationalismus überschneidet. Dies ist ein wichtiges Thema. Anders als ausdrückliche Behauptungen weißer Identität und Interessen wird der Libertarianismus als Teil des konservativen Mainstreams betrachtet. Er verärgert die multikulturellen Machthaber nicht. Tatsächlich ist der Libertarianismus, wie in mehreren der Artikel hier diskutiert – besonders im Artikel von Simon Krejsa -, eine Ideologie der nationalen Auflösung, die die aus der Einwanderung resultierenden Probleme sehr verschärfen würde.

 

IGNORIEREN DER REALEN WELT: LIBERTARIANISMUS ALS UTOPISCHE METAPHYSIK

Mehrere prominente Libertäre haben offene Grenzen befürwortet, außer für Einwanderer, die eindeutig darauf aus sind, persönliche oder Eigentumsrechte zu verletzen. Wie Krejsa anmerkt, ignorieren Libertäre die Realität, daß die Völker, die unsere Küsten bedrängen, oft starke ethnische Bindungen haben, und daß sie typischerweise in gut finanzierten, aggressiven ethnischen Organisationen organisiert sind. Diese ethnischen Organisationen haben ein vitales Interesse an einer starken Zentralregierung, die in der Lage ist, ihre Interessen in einem weiten Bereich von Gebieten zu fördern, von Wohlfahrtszahlungen bis zur Außenpolitik. In anderen Worten, sie handeln weit mehr als gemeinsame Einheit, als es eine Anzahl isolierter Individuen tun würde. Weiters ignoriert die von den Libertären befürwortete Einwanderungspolitik die Realität rassischer und ethnischer Unterschiede in einem breiten Spektrum von Eigenschaften, die für den Erfolg in zeitgenössischen Gesellschaften entscheidend sind, insbesondere IQ, Kriminalität und Impulsivität. Gesellschaftlicher Nutzen bildet keinen Teil des Denkens des Libertarianismus.

Beim Lesen dieser Artikel fällt einem auf, daß der Libertarianismus im Endeffekt eine Metaphysik ist. Das heißt, er postuliert einfach eine minimale Anzahl von Rechten (auf das Eigentum am eigenen Körper, auf das Eigentum am Privatbesitz und die Freiheit, Verträge einzugehen) und folgt diesem Konzept unnachgiebig bis zu seinem logischen Schluß. Der einzige Zweck einer Regierung ist es, den „physischen Übergriff“ gegen die Person oder das Eigentum eines anderen zu unterbinden. Es ist eine utopische Philosophie, die auf dem beruht, was sein sollte, anstatt auf einem nüchternen Verständnis dessen, wie Menschen sich wirklich verhalten. Es überrascht nicht, wie Simon Lote und Farnham O’Reilly hervorheben, daß es niemals irgendwelche reinen libertären Gesellschaften gegeben hat. Dafür gibt es starke Gründe.

In der Tat erinnert mich die Philosophie des Libertarianismus an Kants kategorischen Imperativ, der besagt: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Der Imperativ definiert ein Konzept moralischer Verpflichtung, aber daraus folgt bestimmt nicht, daß andere sich auf moralische Weise verhalten werden. Man wäre in der Tat naiv anzunehmen, daß eine Philosophie moralischer Verpflichtungen die Menschen netter machen würde. Kant hätte nie gesagt, daß wir die Gesellschaft nach der Annahme arrangieren sollten, daß Menschen sich nach dem verhalten werden, wozu sie moralisch verpflichtet sind.

In ähnlicher Weise ist die libertäre Idee, daß wir die Regierung so verändern sollten, als ob die Regierten ein atomistisches Universum von Individuen wären, sich der Tatsache nicht bewußt, daß sehr viele Menschen sich weiterhin auf der Grundlage ihrer Gruppenidentität verhalten werden, ob diese nun auf Volkszugehörigkeit oder einer freiwilligen Vereinigung wie einer Firma beruht. Sie werden weiterhin Netzwerkerei betreiben (oft mit Volksangehörigen), und sie werden Maßnahmen verfolgen, die auf die Förderung ihres Eigeninteresses abzielen, wie es durch die Gruppenzugehörigkeit bedingt ist. Wenn sie Zugang zu den Medien haben, werden sie Medienbotschaften gestalten, die auf die Bekehrung anderer zu ihrer Sichtweise abzielen – Botschaften, die die wahrscheinlichen Ergebnisse politischer Entscheidungen nicht akkurat darzustellen brauchen. Medienmächtige Gruppen könnten auch Botschaften gestalten, die die natürliche Neigung der Menschen hin zu ihrem eigenen Profit ohne Rücksicht auf die Schwächen anderer ausnutzen – eine Form der Freisetzung Darwin’scher Konkurrenz wie nachfolgend beschrieben.

Diese Minimalliste menschlicher Interessen begründet sich weder in Theologie noch Naturwissenschaft. Ein Schwerpunkt von Trudie Perts Essay ist der Konflikt zwischen der libertären Philosophie und dem traditionellen katholischen Kollektivismus mit seiner Funktion des Gruppenschutzes, die auf dem Konzept des Naturrechts beruht. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie würde eine Gesellschaft, die nach der libertären Ideologie konstruiert ist, einen Darwin’schen Konkurrenzkampf zwischen Individuen und Gruppen entfesseln. Nachdem es, wie Vitman Tänka anmerkt, in der libertären Ideologie nichts gibt, das freiwillige Vereinigungen verhindert, würden die Menschen sich in einer libertären Gesellschaft natürlicherweise zusammenschließen, um ihre Interessen zu fördern. Solche Gruppen würden ihre eigenen Interessen am besten durch eine starke Regierung befriedigt sehen, die auf ihrer Seite ist.

Das libertäre Utopia wäre daher chronisch instabil. Tatsächlich zitiert Krejsa Peter Brimelow, der anmerkt, daß eine libertäre Gesellschaft mit völlig offenen Grenzen einen enormen Druck hin zu starker staatlicher Kontrolle zur Folge hätte – Einwanderung als „Viagra des Staates“: „Einwanderer, vor allem Einwanderer, die sich rassisch und kulturell von der Gastgeberpopulation unterscheiden, sind wandelnde Werbeanzeigen für Sozialarbeiter und Regierungsprogramme und für die Regulierung der politischen Rede – soll heißen, die Unterdrückung der völlig natürlichen Einwände der Gastgeberpopulation.“

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Rassische Zivilreligion

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Von Greg Johnson, übersetzt von zippelmütz. Das Original Racial Civil Religion erschien am 2. August 2013 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Andere Übersetzungen: Estnisch, Französisch, Polnisch, Spanisch.

 

Für meinen Zweck werde ich Religion als gemeinschaftliche Praxis zur Ehrung des Heiligen definieren. Mit dem Heiligen meine ich nicht notwendig einen Gott oder Götter oder irgendwelche übernatürlichen Wesen, ob immanent oder transzendent. Was ich meine ist das höchste Gut in einem Glaubenssystem, für das alle niedrigeren Werte weichen und, in einem Konflikt, geopfert werden müssen.

Man kann entweder ordnungsgemäß den höchsten Wert ehren, oder man kann ihn ignorieren, verunglimpfen, und entweihen. Die Religion ehrt ihn. Aber es ist nicht genug, den höchsten Wert nur in Gedanken zu ehren. Man muß es mit Taten tun. Aber selbst das ist noch nicht Religion. Tatkräftig das höchste Gut individuell zu ehren, heißt, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Das höchste Gut kollektiv zu ehren, in Gemeinschaft mit anderen, das ist Religion. Solche kollektiven Ehrungen des höchsten Gutes sind Rituale.

Religion ist in dieser Sichtweise inhärent gemeinschaftlich und inhärent ritualistisch. Aber sie ist nicht inhärent theistisch oder übernatürlich. Eine Gemeinschaft könnte sich selbst – ihre Ursprünge, ihre Existenz, ihr Schicksal – das höchste Gut sein und sich selbst zum Objekt einer Zivilreligion machen, mit gemeinschaftlichen Ritualen des Selbsterinnerns und Selbstverewigens: die Helden und Vorfahren ehrend, die Ehe und das Familienleben heiligend, Erziehung und Erwachsenwerden sakralisierend, feierlich große geschichtliche Ereignisse erinnernd, Feinde dämonisierend, Verräter verdammend, und so weiter.

Ich glaube, daß es ein höchstes Gut für jede Gemeinschaft gibt, das über die Zeit besteht. Denn eine Religion – eine gemeinsame Hierarchie von Werten kombiniert mit einem Mittel, um diese kollektiv zu ehren und zu bewahren – ist die primäre Bewahrerin der Einheit. Eine Gemeinschaft mit vielen höchsten Gütern und Religionen mag in einem historischen Standbild aufscheinen, aber ich meine, wenn man den Film laufen ließe, würde man sehen, daß eine solche Gesellschaft bereits im Auflösungsprozeß ist. Da sind viele Werte und Kräfte, die die Gesellschaft auseinanderziehen. Eine Gesellschaft wird deshalb zugrunde gehen, wenn ihre fortdauernde Einheit nicht wertgeschätzt wird, und wenn dieser Wert nicht in eine tatsächliche kohäsive Kraft umgesetzt wird, indem er kollektiv durch eine Zivilreligion geehrt wird. Bloße äußerliche, gesetzliche Macht reicht dazu nicht, wenn ihre Ziele nicht im Bewußtsein des Volkes als legitim angesehen werden.

Was eine Gemeinschaft erzeugt, braucht nichts mit Religion zu tun zu haben. Eine Gemeinschaft kann einfach aufgrund geographischer Isolation und gemeinsamem Blut, gemeinsamer Sprache, und gemeinsamen Sitten zustande kommen. Aber was die Gemeinschaft als eine solche über die Zeit erhält, hat alles mit Religion zu tun. Es gibt natürlich die tiefsitzenden, völlig naturgemäßen Neigungen, die Seinen zu lieben und Fremden zu mißtrauen. Aber diese allein reichen nicht aus, um eine bestimmte Gemeinschaft zu erhalten.

Gemeinschaften können zugrunde gehen, indem sie sich aufspalten oder indem sie mit anderen verschmelzen. Manchmal teilen sich Gemeinschaften mit gemeinsamen Werten auf, weil sie wegen Mangels in Streit geraten. Manchmal verschmelzen radikal verschiedene Gemeinschaften und Rassen und vermischen sich aus Habgier und Lust. Damit Gemeinschaften zusammenhalten, müssen sie ihrer Einheit einen höheren Wert beimessen als der Familien- und Fraktionenloyalität und individueller Habgier, Lust und Ambition. Solche Prioritäten zu befestigen, ist eine Sache der Religion.

Natürlich kann die Einheit einer Gemeinschaft immer noch bedroht sein, wenn es darüber noch höhere Werte gibt, zum Beispiel universale Brüderlichkeit, kapitalistische Wohlstandsakkumulation, oder kommunistische Wohlstandsverteilung. Deswegen ist der beste Weg, eine Gemeinschaft zu erhalten, sie als den höchsten Wert einzusetzen, d.h. eine Zivilreligion zu errichten.

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Unsere Schuld?

Am Donauufer in Dürnstein

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots (Titelbild vom Übersetzer eingefügt). Das Original Our Fault? erschien am 12. April 2012 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Schwedische Übersetzung hier.)

 

Das existierende amerikanische System hat die weißen Geburtenraten unter das Erhaltungsniveau getrieben, während es das Land mit sich schnell vermehrenden, legalen wie illegalen nichtweißen Einwanderern füllte; es fördert rassische Integration, Rassenvermischung, anti-weiße Diskriminierung, Multikulturalismus und Diversity-Anbetung; es macht weiße Errungenschaften schlecht und pathologisiert weißen Stolz und Ethnozentrismus, während es unter Nichtweißen Ressentiments, Anspruchsdenken und Aufsässigkeit schürt; und es hat anscheinend keine Bremsen.

Wenn diese Zustände fortbestehen, wird unsere Rasse aussterben. Und nachdem Genozid nicht bloß als offenes Töten eines Volkes definiert wird, sondern auch als Schaffen von Bedingungen, die seinem langfristigen Überleben feindlich sind, ist das gegenwärtige System nicht bloß anti-weiß, sondern in völkermörderischer Weise anti-weiß.

Eine häufige Behauptung unter rassebewußten Konservativen und weißen Nationalisten ist die, daß dieser anti-weiße Zeitlupengenozid „unsere Schuld“ sei, manchmal sogar „nur unsere Schuld“. Um nur zwei jüngere Beispiele anzuführen, Patrick Buchanan betitelte sein neuestes Buch über den Niedergang des weißen Amerika mit Suicide of a Superpower [Selbstmord einer Supermacht]. Alex Kurtagic sagte Berichten zufolge vor der Jahreskonferenz 2012 von American Renaissance: „Der westliche Mensch hat die Katastrophe über sich gebracht… Der westliche Mensch ist zu seinem eigenen schlimmsten Feind geworden, hat seine Grenzen dem Rest der Welt geöffnet und somit ‚seinen eigenen Niedergang gefördert’“. [„Western man has brought catastrophe on himself . . . . Western man has become his own worst enemy, opening his borders to the rest of the world and thus ‘sponsoring his own decline.“] (Für weitere Beispiele siehe Tanstaafls Diskussionen zu Wirklich Selbstmord? auf Age of Treason.)

1) Die Behauptung, daß die Enteignung der Weißen gänzlich unsere Schuld sei, ist auf den ersten Blick absurd, nachdem sie verleugnet, daß andere Gruppen irgendeine Handlungsmacht ausüben und überhaupt irgendeine Verantwortlichkeit haben. Sie entschuldigt die Nichtweißen, die in weiße Länder strömen, uns aus unserem Zuhause vertreiben, unsere Kulturen zerstören und unsere Nachkommenschaft verdrängen.

Aber sie ist mehr als absurd. Sie ist widerlich. Sie impliziert, daß weiße Opfer nichtweißer Vergewaltiger, Räuber und Mörder für ihre Notlage verantwortlich sind, ihre Angreifer aber nicht. Sie impliziert, daß Christopher Newsom und Channon Christian für ihre eigene Folterung und Ermordung durch eine Bande von Schwarzen verantwortlich waren, nicht die Schwarzen selbst.

Weiße finden solche grandiosen Behauptungen jedoch unwiderstehlich, denn selbst wenn wir uns dafür geißeln, für all die Übel in der Welt verantwortlich zu sein, genießen wir es insgeheim, daß wir die Herren der Welt sind, die einzigen, die zählen, die einzigen, die Geschichte machen.

Aber letztendlich, wenn es hart auf hart kommt, werden Leute, die sich für alle Übel der Welt schuldig halten, der Kraft von Leuten weichen, die sich für moralisch im Recht halten. „White guilt“ wird gefördert, um den Weg zur Enteignung der Weißen und zum Genozid an ihnen zu erleichtern.

2) Wann immer Sie darüber reden hören, was „wir“ uns „selbst“ antun, sollten Sie argwöhnisch sein. Denn Kollektive handeln nicht. Individuen und kleine, gleichgesinnte Eliten handeln in ihrem Namen. In jeder Gesellschaft gibt es die, die herrschen, und die, die beherrscht werden. Es gibt diejenigen, die Dinge tun, und diejenigen, mit denen Dinge gemacht werden.

Daher begeht „Amerika“ nicht Selbstmord. Manche Amerikaner zerstören das Land für uns andere, weil es zu ihrem Vorteil ist. Und wenn man sich diejenigen ansieht, die Amerikas Niedergang fördern und davon profitieren, so sind Juden unter ihnen massiv überrepräsentiert, obwohl es auch weiße Täter gibt.

3) Bevor wir abwägen, in welchem Sinne wir Weißen für unsere eigene mißliche Lage verantwortlich sind, müssen wir klar sagen, daß in 90 % der Fälle die Behauptung, daß es „unsere Schuld“ ist, nicht als ernsthafte, aufrichtige Position geäußert wird. Daher wäre man ein Narr, wenn man sie als solche analysieren würde. Meistens bedeutet die Behauptung, daß die Enteignung der Weißen „unsere Schuld“ ist, in Wirklichkeit nur eines: daß es nicht die Schuld der organisierten jüdischen Gemeinde ist. Der Hauptzweck der Schuldzuweisung an Weiße ist bloß, die Schuldzuweisung an die Juden zu vermeiden. Von der Plausibilität abgesehen, könnte man genausogut Gott, Hexen oder Außerirdischen die Schuld geben, solange die Aufmerksamkeit von den Juden weggelenkt wird.

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„Die weiße Rasse verdient nicht zu überleben“ (weiße Version)

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Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original „The White Race Does Not Deserve to Survive“ (White Version) erschien am 31. Januar 2014 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Französische Übersetzung hier.

Es ist heute ein Gemeinplatz, daß die weiße Rasse nicht zu überleben verdient. Das und der Philosemitismus sind die zwei Hauptsäulen der Mainstream-Ideologie [1] und der öffentlichen Politik. Es gibt viele Gründe für die Behauptung des Gegenteils, aber im Grunde ist, wie William Pierce, der Gründer der National Alliance, hinsichtlich einer etwas anderen, als Frage formulierten Version sagte, die Frage „Warum sollten wir überleben?“, wie wenn man fragen würde „Warum ist das Gute besser als das Böse?“

Ich werde mich zu irgendeinem anderen Zeitpunkt mit dieser quasi-offiziellen Doktrin der Juden/Eliten/Regierung befassen. Heute möchte ich mich auf dieselbe Aussage konzentrieren, wie sie von frustrierten weißen Rasseorientierten geäußert wird – in anderen Worten, von Personen, die nicht von Hass und einer Entschlossenheit zum Genozid motiviert sind, sondern sich unser Überleben zum Ziel gesetzt haben.

Ich habe nicht katalogisiert, wie oft ich diese bestimmte Erklärung von Weißen gesehen habe, aber sie wiederholt sich häufig. Hier ist ein Beispiel aus dem realen Leben: „Jede Bevölkerungsgruppe, die nicht überleben will, verdient zu sterben.“

Dieses häufig anzutreffende Argument sollte rundweg zurückgewiesen werden. Im Grunde ist es eine nicht unterstützbare Art von „Selbstgeißelung“ (d. h. „die Weißen sind schuld“), die viele Formen annimmt und extrem populär ist. Ein weiteres Beispiel dieses Impulses ist das weitverbreitete Beharren darauf, man den Juden keinen Vorwurf machen könne, obwohl selbst die rudimentärste Beobachtung das fordert.

Die Behauptung scheint auch sehr mit einem starken Glauben an die Darwin’sche Evolution oder an den Sozialdarwinismus korreliert zu sein.

Daher verkündet Glenn Miller, 73, ein sehr fähiger und mutiger Straßenaktivist: „Falls es unser selbstauferlegtes Schicksal ist, unabänderlich Feiglinge zu bleiben, dann verdient unsere Rasse nicht zu überleben.“

In seinem Fall ist die Verbindung zu evolutionärem Denken explizit:

In ihrer göttlichen Weisheit fordert Mutter Natur, daß feige Spezies aussterben. Selbst Ratten und Wanzen kämpfen zur Verteidigung ihres Raumes und für ihr Recht, das fortzupflanzen, was sie sind. Aber so, wie wir jetzt sind, wird diese Welt umso besser dran sein, je früher wir aussterben, eine unbestreitbare Tatsache der Natur, die durch die ganze diesem Planeten auferlegte natürliche Ordnung bewiesen wird – der natürlichen Ordnung, die feige Spezies immer früher oder später durch Aussterben ausgemerzt hat, zum Nutzen der Fittesten.

Man beachte, wie tief von normativen Urteilen durchtränkt („göttliche Weisheit“, „Mutter Natur fordert“, „feige Spezies“, „je früher wir aussterben, desto besser wird diese Welt dran sein“, „zum Nutzen der Fittesten“ – bei seinen Überzeugungen muß er Juden, Neger und andere Nichtweiße meinen) sowie über-beharrlich Millers evolutionäre Aussage ist („eine unbestreitbare Tatsache der Natur, die durch die ganze diesem Planeten auferlegte natürliche Ordnung bewiesen wird“, „die feige Spezies immer früher oder später durch Aussterben ausgemerzt hat“).

Miller ist hoffnungslos verwirrt, denn er behauptet gleichzeitig:

Den Weißen die Schuld zu geben, heißt, den Opfern die Schuld zu geben. Verachtet statt dessen die Seuchenverbreiter, nicht diejenigen, die die Seuchen krank machen. Verachtet die jüdischen Parasiten! Nicht die Körper, Köpfe und Seelen, an die diese jüdischen Parasiten sich heften, die ihren arglosen Opfern das Lebensblut aussaugen, ihren Saft, ihre Stärke und ihren ganzen Widerstandswillen entziehen.

Die zweite Aussage, wenngleich grundsätzlich korrekt (Kollaborateure haben natürlich ebenfalls eine unabdingbare Rolle beim Genozid gespielt), ist mit der evolutionären logisch inkonsistent.

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Traditionelle jüdische Ethik

Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original Traditional Jewish Ethics erschien am 8. Juli 2012 im Occidental Observer.

*   *   *

Ein wiederkehrendes Thema hier ist der Gegensatz zwischen dem moralischen Universalismus des Westens und dem jüdischen moralischen Partikularismus. Moralischer Universalismus ist eine Begleiterscheinung des Individualismus: Gruppen haben keinen moralischen Stellenwert. Stehlen wird nicht richtig abhängig davon, welcher Gruppe das Opfer angehört.

Aber die jüdische Ethik beruht grundsätzlich auf dem Gruppenstatus von Täter und Opfer. Es ist okay, wenn das Opfer einer anderen Gruppe angehört. Und innerhalb der Gruppe ist die Ethik so strukturiert, daß die Gruppe als Ganzes profitiert: Was gut ist für die Juden.

Dennis Praeger hat eine hübsche Kolumne über den traditionellen jüdischen moralischen Partikularismus („Can Halachah ever be wrong? “ [„Kann die Halachah jemals falsch sein?“]):

Vor vielen Jahren erzählte mir einer der angesehensten orthodoxen Rabbis unserer Generation, Rabbi Shlomo Riskin, der Oberrabbiner von Efrat, die folgende Geschichte – und gab mir natürlich die Erlaubnis, sie in seinem Namen zu erzählen.

Er lebte noch immer in den Vereinigten Staaten und suchte nach einem rosh yeshiva (einem Dekan) für eine yeshiva, die er gründete. Als der Auswahlprozeß die Bewerber auf 10 hochgebildete junge talmidei chachamim (Gelehrte) reduziert hatte, führte er mit jedem von ihnen ein Bewerbungsgespräch. Zuerst ließ er sie einen besonders schwierigen Abschnitt des Talmud lesen und erläutern. Jeder bestand diesen Teil des Bewerbungsgesprächs mit Leichtigkeit.

Dann stellte er ihnen eine Frage: Angenommen, Sie haben einen Elektrorasierer von einem Geschäft bestellt, das Nichtjuden gehört, und das Geschäft hat Ihnen versehentlich zwei Rasierer geschickt. Würden Sie den zweiten Rasierer zurückschicken?

Neun sagten, daß sie ihn nicht zurückschicken würden. Einer sagte, daß er es tun würde.

Entscheidend dabei ist, zu verstehen, warum sie so antworteten, wie sie es taten. Die neun, die den zweiten Rasierer nicht zurückgeben würden, waren keine Gauner. Sie erklärten, daß die Halachah (das jüdische Gesetz) ihnen verbieten würde, den anderen Rasierer zurückzugeben. Laut der Halachah, wie sie ihnen gelehrt worden war, ist es einem Juden verboten, einem Nichtjuden einen verlorenen Gegenstand zurückzugeben. Die einzige Ausnahme ist, wenn der Nichtjude weiß, daß ein Jude den Gegenstand gefunden hat und eine Nichtrückgabe Antisemitismus oder Khilul Hashem (Entweihung von Gottes Namen) verursachen würde. Der eine, der sagte, daß er den Rasierer zurückgeben würde, führte genau diesen Grund an – daß es ein Khilul Hashem wäre, wenn er ihn nicht zurückgäbe, und ein Kiddush Hashem (Heiligung von Gottes Namen) sein könnte, wenn er ihn zurückgäbe. Aber auch er glaubte nicht, daß er den Rasierer gemäß der Halachah zurückgeben müßte.

Die neun irrten sich nicht, und sie waren nicht falsch unterrichtet worden. Das ist die Halachah. Rambam (Maimonides) entschied, daß es einem Juden erlaubt ist, vom geschäftlichen Irrtum eines Nichtjuden zu profitieren.

Dasselbe Thema kam kürzlich im Gespräch mit einem rosh yeshiva einer „black hat“-yeshiva zur Sprache, einem guten und anständigen Mann, der diese Halachah verteidigte, um anzumerken, daß es die Halachah ist – nicht „Menschlichkeit“, wie er es nannte, oder der Hausverstand, oder das Gewissen – die bestimmt, was richtig ist.

Im traditionellen jüdischen Recht gab es unterschiedliche Strafen für eine Vielzahl von Verbrechen – Diebstahl, Ausnutzung geschäftlicher Irrtümer, Vergewaltigung und Mord (in Kap. 6 von „A People That Shall Dwell Alone“, S. 148ff behandelt). Selbst Proselyten, die zum Judentum konvertiert waren, hatten eine niedrigere moralische Stellung als andere Juden – eine Tatsache, die für Konvertierungswillige zweifellos schwer wog.

Jetzt, wo wir in einem aufgeklärten Zeitalter im Westen der Diaspora leben, ist es doch sicherlich Zeit, das Gesetz des Talmud zu ändern. Aber wie Praeger anmerkt, „haben wir lange in einer Zeit gelebt, in der sich die rabbinische, das heißt menschengemachte Halachah einfach nicht ändern kann“, obwohl das Gesetz über die Aneignung der Resultate eines geschäftlichen Irrtums eines Nichtjuden unmoralisch erscheint.

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Moral und abstraktes Denken

Wie Afrikaner sich von Westlern unterscheiden mögen

von Gedaliah Braun, übersetzt von Osimandia (erstmals erschienen auf As der Schwerter).

Original erschienen in American Renaissance Februar 2009 unter dem Titel Morality and Abstract Thinking – How Africans may differ from Westerners. Der englische Originaltext findet sich unter anderem auf dem Blog Whitelocust.

Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister.

Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister.

Ich bin Amerikaner und habe zwischen 1976 und 1988 in mehreren afrikanischen Universitäten Philosophie gelehrt und seither in Südafrika gelebt. Als ich das erste Mal nach Afrika kam, wusste ich praktisch nichts über den Kontinent oder seine Menschen, aber ich lernte schnell. Mir fiel zum Beispiel auf, dass Afrikaner nur selten Versprechen hielten und auch keinen Anlass sahen, sich zu entschuldigen, wenn sie eines brachen. Es war, als ob ihnen nicht bewusst wäre, dass sie irgendetwas getan hatten, für das man sich entschuldigen müsse.

Ich brauchte viele Jahre, um zu verstehen, warum Afrikaner sich so verhalten, aber ich denke, dass ich jetzt in der Lage bin, das und andere für Afrika typische Verhaltensweisen zu erklären. Ich glaube, dass Moral abstraktes Denkvermögen voraussetzt – wie es auch Zukunftsplanung tut – und dass ein relativer Mangel an abstraktem Denkvermögen vieles erklären könnte, was typisch afrikanisch ist.

Das Nachfolgende sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es könnte auch alternative Erklärungen für meine Beobachtungen geben, aber meine Schlussfolgerungen sind aus mehr als 30 Jahren des Lebens unter Afrikanern gezogen.

Meine ersten Ahnungen über einen Mangel an abstraktem Denkvermögen speisten sich aus dem, was ich über afrikanische Sprachen zu lernen begann. In einem Gespräch mit Studenten in Nigeria fragte ich, wie man in ihrer lokalen Sprache ausdrückt, dass sich eine Kokosnuss auf halber Höhe des Baumes befindet. „Das können Sie nicht ausdrücken“ erklärten sie. „Alles, was Sie ausdrücken können, ist, dass sie ‚oben‘ ist.“ „Ganz oben an der Spitze?“ „Nein, einfach nur ‚oben‘.“ In anderen Worten schien da keine Möglichkeit zu bestehen, Abstufungen auszudrücken.

Ein paar Jahre später lernte ich in Nairobi etwas Weiteres über afrikanische Sprachen, als zwei Frauen sich wegen meines Englischwörterbuchs erstaunt zeigten. „Ist Englisch nicht Ihre Muttersprache?“ fragten sie. „Doch“ sagte ich „Es ist meine einzige Sprache.“ „Aber wozu brauchen Sie dann ein Wörterbuch?“

Sie waren verwirrt darüber, dass ich ein Wörterbuch brauchte, und ich war über ihre Verwirrung verwirrt. Ich erklärte, dass man manchmal ein Wort hört und sich nicht sicher über seine Bedeutung ist und es dann eben nachschlägt. „Aber wenn Englisch Ihre Muttersprache ist,“ fragten sie „wie kann es dann englische Wörter geben, die Sie nicht kennen?“ „Was?“ sagte ich „Kein Mensch kennt alle Wörter seiner Muttersprache.“

„Doch, wir kennen alle Wörter in Kikuyu, und jeder Kikuyu tut das,“ antworteten sie. Ich war noch überraschter, aber so langsam dämmerte mir, dass ihre Sprache, da sie vollkommen mündlich ist, ausschließlich in den Köpfen von Kikuyusprechern existiert. Weil es eine Obergrenze dessen gibt, was sich das menschliche Gehirn merken kann, bleibt der Gesamtumfang der Sprache mehr oder weniger konstant. Eine Schriftsprache hingegen, die in Millionen von Seiten des geschriebenen Wortes existiert, wächst weit über die Grenzen der Kapazität hinaus, die sich irgendjemand in Gänze merken kann. Aber wenn der Umfang der Sprache begrenzt ist, folgt daraus, dass die Zahl der in ihr enthaltenen Konzepte ebenfalls begrenzt ist, und daher sowohl die Sprache als auch das Denken verarmt.

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Jef Costello: Mein Kodex, Fortsetzung

Aristoteles vor der Universität von Thessaloniki, Griechenland.

Aristoteles vor der Universität von Thessaloniki, Griechenland.

Von Jef Costello, übersetzt von Deep Roots. Das Original My Code, Continued erschien am 28. April 2014 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

In einem früheren Essay teilte ich zehn Aphorismen aus „meinem Kodex“ mit. Falls euch dieser Essay entgangen ist, sage ich nur, daß ich vor ein paar Jahren beschloß, einen Kodex zu erstellen, um danach zu leben. Wie die meisten Dinge, die ich tue, verwandelte sich das in ein größeres Projekt, und ich sammelte schließlich Nuggets „praktischer Weisheit“ aus allen möglichen Quellen: Aristoteles, die Stoiker und Epikureer, die Eddas und Sagas, das mittelalterliche Rittertum, japanisches Bushido, Tyler Durden, G. I. Gurdjieff und sogar den indischen Schiwaismus. Zusätzlich nahm ich darin verschiedene von mir selbst erdachte Aphorismen auf, die in den bitteren (und manchmal nicht so bitteren) Erfahrungen des Lebens geschmiedet wurden. Insgesamt besteht mein Kodex aus etwa 50 Punkten.

Eine Anzahl von Lesern ersuchte mich darum, mehr meiner „Aphorismen“ mitzuteilen; also dann los:

  1. Halte deinen Körper rein und in gutem Zustand.

Ethik gilt nicht ausschließlich dafür, wie wir andere behandeln; wie wir uns selbst behandeln, ist ebenfalls eine Sache von ethischer Bedeutung. Die Scholastiker (die zweimal pro Tag recht haben) lehrten uns, daß der Körper das Fahrzeug der Seele ist. Aber die meisten Menschen würden ihr Auto nie so behandeln, wie sie ihren Körper behandeln. Ich kann kein Junk Food zu mir nehmen, ohne Anfälle von Schuldgefühl zu erleiden, die St. Augustinus grüner werden lassen würden als diese Perlen, die er stahl. Wenn ich eine Woche lang nicht ins Fitneßstudio gehe, habe ich das Gefühl, als würde ich mich in das Bildnis des Dorian Gray verwandeln. Wie ich in anderen Essays hervorgehoben habe, ist unsere Weltsicht eine, die mit der Natur in Einklang steht. Und ich kann meinen Körper genausowenig so verkommen lassen oder vernachlässigen, wie es die meisten modernen Menschen tun, als ich meine Seele durch Popmusik, Fernsehen und moderne „Moral“ korrumpieren lassen kann.

Meine Leser wissen, daß ich kein Christ bin, aber Weisheit findet man überall. Nehmt also den Korintherbrief 6:19-20 zur Kenntnis: „Wißt ihr nicht, daß eure Körper Tempel des Heiligen Geistes sind, der in euch ist, den ihr von Gott empfangen habt? Ihr gehört nicht euch selbst; ihr wurdet für einen Preis gekauft. Ehret daher Gott mit euren Körpern.“ Erhebt euch, ihr Sünder! Steht von der Couch auf und geht ins Fitneßstudio. Wir müssen so weit wie möglich danach streben, uns selbst äußerlich und innerlich schön zu machen. Betet zu St. Leni und St. Arno um Anleitung. Und geht zur Paläo-Ernährung über. Ihr werdet mir danken.

  1. Lebe in Freundschaft mit Tieren.

Dies kommt aus dem Schiwaismus, wie er dem Westen von Alain Daniélou übermittelt wurde. Meine Katze ist mein bester Freund. Zumindest mein bester Freund, der am Ort wohnt. (Meine besten menschlichen Freunde wohnen Hunderte, in manchen Fällen Tausende Meilen entfernt.) Für mich sind Tiere recht nah dran, Leute zu sein. Ich habe in meinem Leben tiefe Bindungen zu meinen Hunden und Katzen gebildet, und sie zu mir. (Ich möchte jeden buchgescheiten modernen Materialistentrottel hauen, der mir sagt, daß meine Katze nur wegen der Wärme auf meinem Schoß sitzt – im Juli.) Menschen wurden dafür geschaffen, zu symbiotischen Beziehungen zu anderen Tieren fähig zu sein. Es heißt oft, daß Hunde die besten Freunde des Menschen sind, weil wir sie im Laufe Tausender Jahre gezüchtet und angepaßt haben. Aber wir mußten uns genauso an die Hunde anpassen. Die Wahrheit ist, daß wir uns gemeinsam entwickelt haben. Und während wir Baumfrösche und Kugelfische nicht ganz in derselben Weise lieben (weil sie einfach nicht niedlich sind), sind wir trotzdem von allem Lebenden fasziniert. Anständige Leute empfinden eine Verantwortung, für die natürliche Welt zu sorgen und sie zu bewahren. Dies ist keine „linke“ Position. Sie ist so rechts wie es nur geht. Fragt Göring, oder Savitri Devi.

  1. Ehre deine Vorfahren und ihre Gebräuche.

Eure Vorfahren zu ehren, heißt, euch selbst zu ehren, weil ihr sie seid. Wir wissen aus Studien an identischen Zwillingen (diesmal in Minnesota durchgeführt, nicht in Polen), daß Temperamente, Meinungen, Einstellungen, emotionale Reaktionen, Bewältigungsmechanismen, Hobbies, Talente, Interessen und Reaktionen auf bestimmte Stimuli alle eine genetische Basis haben. So wie ich älter werde, sehe ich meinen Vater immer mehr in mir selbst – in der Art, wie ich denke, und in meinen Emotionen. Und ich sehe meinen Großvater in ihm. Ich frage mich oft, ob wir nicht alle irgendeine urtümliche Szene ausleben, die mit irgendeinem fernen Vorfahren von mir begann, vielleicht dem Burschen, der mit Wilhelm dem Eroberer 1066 an Britanniens Küsten landete. Ich frage mich, ob die Männer in meiner Familie nicht sowohl gesegnet als auch verflucht sind mit Verhaltensmustern und Charakterzügen, die viele Jahrhunderte zurückreichen.

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Was wir unseren Parasiten schulden

Revilo Pendleton Oliver, 1908 – 1994

Revilo Pendleton Oliver, 1908 – 1994

Von Professor Revilo Pendleton Oliver, übersetzt von Deep Roots.

Rede vom Juni 1968, Original: What We Owe Our Parasites

(Free Speech, Oktober/November 1995)

 

Einführung von Kevin Alfred Strom:

Dr. Revilo Pendleton Oliver wird von jenen wenigen, die glücklich genug sind, mit seiner Arbeit vertraut zu sein, zu Recht als einer der größten Amerikaner dieses Jahrhunderts betrachtet. Geboren 1908, stieg er schnell durch die Reihen der akademischen Welt auf, um einer der führenden Philologen und klassischen Gelehrten seiner Zeit zu werden. Er war 32 Jahre lang Professor der alten Sprachen an der Universität von Illinois, Urbana Campus. Er hätte mit Leichtigkeit sein Leben in seine Studien zurückgezogen verbringen und tun können, was er am meisten liebte: Die von seinem brillanten Geist fokussierte Linse des Gelehrtentums  auf die staubigen Folianten und Manuskripte der Vergangenheit zu richten. Aber er wählte einen anderen Pfad. Er sah klar und lange vor den meisten seiner Landsleute, wohin die subversiven und fremden Elemente sein Volk führten, und er entschied sich dafür, seinen Ruf und seine gesellschaftliche Stellung zu riskieren, indem er seine Stimme erhob. Von 1954 bis zu seinem Tod im August 1994 arbeitete er fast ohne Unterlaß für das Erwachen der Amerikaner europäischer Abstammung gegenüber ihrer Gefahr und ihrer möglichen großen Bestimmung.

Dr. Oliver hielt diese Rede vor einer deutschamerikanischen Gruppe, die sich am 9. Juni 1968 im Lorelei Club in Hamburg, New York, nahe Buffalo versammelt hatte.

Die Niederschrift ging 1990 bei einer Überschwemmung in Dr. Olivers Heim verloren, aber sie wurde von Ihrem Redakteur [Kevin A. Strom] auf Basis der von Mr. Everett Weibert angefertigten Tonbandaufzeichnung wieder in Druckform gebracht. Jeder Fehler, der in den Artikel geraten sein mag, ist natürlich der des Redakteurs und nicht der von Dr. Oliver.

Dies ist eine von Dr. Olivers besten Reden, und sie ist sicherlich seine umfassendste kurze Arbeit. Sie erscheint hier zum ersten Mal in gedruckter Form. – Kevin Alfred Strom.

 

Was wir unseren Parasiten schulden

Von Dr. Revilo Pendleton Oliver

Meine Damen und Herren, lassen Sie mich Ihnen zuallererst für die Ehre Ihrer Einladung danken, und für das Vergnügen, heute bei Ihnen zu sein. Im letzten Dutzend Jahre habe ich vor vielen konservativen und patriotischen Organisationen gesprochen, aber dies ist das erste Mal, daß ich vor einer Gesellschaft aufgetreten bin, die spezifisch deutsch ist: das heißt, die aus den Nachkommen jenes Teils unserer Rasse besteht, der im fünften Jahrhundert zu Hause blieb, während ihre Verwandtschaft all die westlichen Territorien des weitgehend bastardisierten und todgeweihten Römischen Reiches eroberte und besetzte, welches ihre entferntere Verwandtschaft mehr als tausend Jahre zuvor gegründet hatte.

So wie ich es verstehe, spreche ich zu einer geschlossenen Versammlung Ihrer Mitglieder und Gäste, zu denen sie Vertrauen haben. Ich glaube, es ist vereinbart, daß das, was heute hier gesagt wird, inoffiziell und nicht zur Veröffentlichung in irgendeiner Form bestimmt ist, und daß keine Reporter anwesend sind. Unter dieser Voraussetzung werde ich Ihnen freimütig und ohne Umschweife die beste Einschätzung unserer gegenwärtigen Misere geben, die ich zu treffen in der Lage war.

Manche von Ihnen werden sich an die alte Geschichte von der College-Schülerin erinnern, die eines Abends zu Bett ging und schließlich in den Schlaf sank, aber in den frühen Morgenstunden hörte sie die Uhr zwei Uhr schlagen, und sie fühlte, wie die Tür ihres Zimmers sich langsam öffnete. Erschrocken versuchte sie im Dunkeln zu schreien, aber ein Taschentuch wurde über ihren Mund geworfen, und sie fühlte, wie starke Arme sie vom Bett hoben. Sie wurde die Treppe hinuntergetragen und in den Fond eines großen und luxuriösen Rolls Royce geworfen, der mit hoher Geschwindigkeit losfuhr. Nach einer langen Fahrt wurde sie herausgehoben und in die weite Halle eines großen und palastartigen Herrenhauses getragen, über Marmortreppen hinauf und in ein elegant eingerichtetes Zimmer, wo sie aufs Bett geworfen wurde. Erst da sah sie ihren Entführer deutlich. Er war ein starker und gutaussehender Mann, der in einen makellosen Abendanzug gekleidet war. Er stand am Bett und schaute stumm und spekulativ auf sie hernieder. Sie versuchte zu sprechen und konnte endlich kläglich sagen: „Was, oh, was werden Sie mit mir machen?“ Der Mann zuckte mit den Schultern. „Wie soll ich das wissen?“ sagte er. „Dies ist Ihr Traum.“

Die Geschichte ist natürlich absurd, aber die verdankt das bißchen Humor, das sie besitzt, ihrem mehrdeutigen Spiel mit dem Mysterium unseres eigenen Bewußtseins. Ein Traum ist definitionsgemäß eine Abfolge von Empfindungen, die im Gehirn stattfinden, wenn sowohl unsere Wahrnehmungssinne als auch unsere Willenskraft und Vernunft ruhen, sodaß wir keine Kontrolle über diesen Fluß von Empfindungen haben. Aber es ist natürlich ein wohlbekanntes Phänomen, daß, wenn wir träumen, daß wir träumen, der Traum endet und wir erwachen. Dann übernimmt der bewußte Geist, und wir sind wieder für unsere Gedanken verantwortlich und müssen uns einem Tag stellen, indem wir für unsere Handlungen verantwortlich sein müssen, die durch ihre Weisheit oder Torheit den Rest unseres Lebens bestimmen mögen. Unsere Träume mögen unseren unterbewußten Wünschen oder Ängsten auf angenehme oder schmerzliche Weise Ausdruck verleihen. Aber in unseren wachen Stunden müssen wir, wenn wir rational sind, unsere Entscheidungen auf der Basis der objektivsten und kaltblütigsten Einschätzungen treffen, die wir machen können: Einschätzungen der Kräfte und Tendenzen in der Welt um uns herum, Einschätzungen der Realitäten, mit denen wir uns befassen müssen, immer daran denkend, daß nichts wahrscheinlich passieren wird, weil wir es für gut halten, oder unwahrscheinlich passiert, weil wir es für böse halten.

Wenn wir es je nötig hatten, sorgfältig und rational unsere Position und unsere Möglichkeiten zu zu beurteilen, so ist diese Zeit jetzt. Im äußeren Kolleghof von Brasenose in Oxford gibt es, wenn ich mich richtig erinnere, in der Mitte der Grünfläche eine einsame Sonnenuhr, deren Bronzeplatte die erschreckende Inschrift trägt: „Es ist später als du denkst.“ Ich versichere Ihnen, meine amerikanischen Landsleute, daß es jetzt später – viel später – ist, als Sie denken. Es ist natürlich möglich, daß es jetzt vielleicht zu spät ist, und daß unsere Sache, wie ein langjähriger Beobachter und besonderer Freund mir kürzlich versicherte, nun so hoffnungslos ist, wie es die des Südens nach dem Fall von Richmond und nahe dem tragischen Abschluß des zweiten Unabhängigkeitskrieges war, der auf unserem Boden ausgetragen wurde. Ich glaube jedoch ehrlich, daß wir noch immer eine gewisse Überlebenschance haben. Wenn ich das nicht glauben würde, dann würde ich heute bestimmt nicht zu Ihnen sprechen oder Sie ersuchen, zusammen mit mir über unsere Chancen nachzudenken.

Ich mag mich irren, ich habe keine hellseherischen oder prophetischen Kräfte. Und ich kenne gewiß nicht die geheimen Pläne unserer Feinde oder auch nur die innere Struktur ihrer Organisation. Ich kann über das wahrscheinliche Ausmaß ihrer Macht und die wahrscheinliche Wirksamkeit ihrer Strategie nur Vermutungen anstellen durch Extrapolation dessen, was sie soweit erreicht haben. Ich kann Ihnen nur meine beste Schätzung geben, die nach langem und bemühtem Nachdenken erstellt wurde, aber ich gebe mich nicht als Experten in diesen Angelegenheiten aus, und nachdem ich versprochen habe, freimütig zu sein, werde ich Ihnen freimütig sagen, daß meine Einschätzungen in der Vergangenheit sich als allzu optimistisch erwiesen haben.

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