Zukunftsvisionen aus dem „Zweiten Goldenen Zeitalter“ der Science Fiction

Von Lucifex.

In Ergänzung zu den von mir immer wieder veröffentlichten Science-Fiction-Geschichten und als visuelle „Einladung zu Gedankenreisen“ bringe ich hier fünf musikunterlegte Videos mit Zusammenstellungen klassischer Science-Fiction-Illustrationen der 1970er und 1980er von Künstlern wie Angus McKie, Bob Layzell, Bob McCall, Chris Foss, Chris Moore, Colin Hay, Fred Gambino, Jim Burns, John Berkey, John Harris, John Schoenherr, Peter Elson, Peter Jones, Syd Mead, Tim White, Tony Roberts oder Vincet Di Fate.

Die Videos haben eine Länge von je zehn Minuten, und die Musik ist von Tangerine Dream (das Stück zum ersten Video heißt „Stratosfear“):

Als Ergänzung folgt hier noch „Syd Mead – Visual Futurism“ (ebenfalls 10 min.):

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Bauernmaler Sepp Hilz: Alliierter Kunstraub?

„Bäuerliche Trilogie: Das Füllhorn“, 1941

„Bäuerliche Trilogie: Das Füllhorn“, 1941

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“. (Hier nachveröffentlicht anlässlich des 49. Jahrestags des Todes von Sepp Hilz am 30. September 1967.)

 

Von unserer langjährigen Leserin „Serbian Girl“, die ich schon seit Eisvogels „Acht der Schwerter“ kenne, wurde ich auf den deutschen Maler Sepp Hilz (22. Oktober 1906 – 30. September 1967) und seine Bilder aufmerksam gemacht.

„Spätherbst“

„Spätherbst“

Sepp Hilz, der ab 1930 eigene Werke zu schaffen begann, hatte sich auf ländliche Themen spezialisiert und galt daher als „Bauernmaler“.

Sepp Hilz (ganz rechts) mit Annerl Meierhanser, seinem Modell für die „Bäuerliche Venus“.

Sepp Hilz (ganz rechts) mit Annerl Meierhanser, seinem Modell für die „Bäuerliche Venus“.

Im nationalsozialistischen Deutschland war er sehr erfolgreich und wurde, obwohl unpolitisch, von Adolf Hitler und der Reichsführung gefördert und protegiert.

„Bäuerliche Venus“, 1939

„Bäuerliche Venus“, 1939

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Hilz von Hitler in die Liste der „Gottbegnadeten“ aufgenommen, was ihn vor einem Kriegseinsatz bewahrte.

„Nach Feierabend“

„Nach Feierabend“

Nach dem Krieg arbeitete Sepp Hilz als Restaurator beschädigter Kirchengemälde; seine eigenen Bilder zeigten zunehmend religiöse Motive. Obwohl er in der Zeit des Nationalsozialismus unpolitisch gewesen war und auch keine politischen Bilder oder Porträts von Mitgliedern der Reichsführung gemalt hatte, genügte die bloße Tatsache, daß er vom offiziellen nationalsozialistischen Deutschland wohlgelitten war und daß seine Bilder aufgrund ihrer Thematik und auch wegen ihrer Schönheit in jener Zeit populär gewesen waren, daß er in der Nachkriegszeit als Maler keinen Erfolg mehr hatte und seine Werke von der „öffentlichen“ Kunstszene gering geachtet wurden. 1951 beteiligte er sich an einer Münchner Ausstellung, die am öffentlichen Protest beinahe scheiterte und nur durch eine Initiative des bayerischen Bildungsministers durchgeführt werden konnte (siehe hier). Sepp Hilz gab deshalb 1956 das Malen auf.

„Bauernbraut“, 1940

„Bauernbraut“, 1940

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Maxfield Parrish und seine Bilder

„Daybreak“, eines von Maxfield Parrishs bekanntesten Bildern, wenn nicht das bekannteste.

„Daybreak“, eines von Maxfield Parrishs bekanntesten Bildern, wenn nicht das bekannteste.

Von Lichtschwert (alias Lucifex) auf Basis des von mir übersetzten Texts „About Maxfield Parrish“ von der Seite von „Art Collections“ über ihn, gefolgt von einer kleinen Auswahl seiner Bilder. Die auf „Art Collection“ nur mit der Jahreszahl angegebenen Geburts- und Sterbedaten habe ich auf das genaue Datum ergänzt, und das untenstehende Porträt habe ebenfalls ich eingefügt.

Maxfield Parrish um 1905.

Maxfield Parrish um 1905.

Über Maxfield Parrish:

Während des Goldenen Zeitalters der Illustration verzauberten Maxfield Parrishs „schöne Szenerien und bezaubernden Figuren“ die amerikanische Öffentlichkeit. Zu seinem Werk gehören riesige Wandgemälde in Bürogebäuden und Hotels, Magazinumschläge und Werbungen sowie auch seine Buchillustrationen.

Viele seiner Illustrationen für Kinderbücher, die heute noch populär sind, sind das Ergebnis seines Ringens darum, sich in seinen frühen Jahren um die Wende zum 20. Jahrhundert seinen Lebensunterhalt als Künstler zu verdienen.

Er wurde am 25. Juli 1870 als Frederick Parrish in Philadelphia geboren, aber er nahm den Namen Maxfield nach seiner Großmutter, einer Quäkerin, an. Sein Vater Stephen war ebenfalls ein Künstler und Parrishs größter Einflußgeber. Er studierte ursprünglich Architektur, ein Interesse, das in seinen Bildern ersichtlich wird. Er heiratete seine Frau Lydia im Jahr 1895.

„Daybreak“, sein wohl berühmtestes Bild, wurde für den Kunstdruckmarkt geschaffen. Es ist bis zum heutigen Tag immer noch populär.

Im Jahr 1900 zog Parrish sich Tuberkulose zu und erlitt dann einen Nervenzusammenbruch. Um diese Zeit herum ging er von Illustrationen zur Ölmalerei über. Seine Ölgemälde wurden mit ihren brillanten Farben und ihrer magischen Leuchtkraft bis weit in die 1940er sehr populär. Um diese magischen Effekte zu erzielen, pflegte er zahlreiche Schichten dünnen, transparenten Öls aufzutragen, wobei er mit Firnis über aufgespanntem Papier abwechselte, ein mühsamer Prozeß, der sowohl hohe Leuchtkraft als auch eine außergewöhnliche Detailliertheit bewirkte.

Die Tuberkulose hielt sich, und Parrish ging nach Arizona, um in der trockenen Hitze dort zu genesen. Während er in Arizona war, wurde er mit der Erstellung einer Serie von Landschaftsbildern beauftragt. Er begann auf Bestellung zu malen und zu reisen, und seine Karriere startete.

Parrish arbeitete in seinem Haus in Cornish, New Hampshire, das The Oaks genannt wurde. The Oaks war im Sommer ein beliebtes Reiseziel für Gäste, aber in den eisigen Wintern von New Hampshire widmete Parrish sich seiner Malerei.

1905 begegnete Parrish Susan Lewin, einem 16jährigen Mädchen, das als Kindermädchen für seinen Sohn Dillwyn angestellt wurde. Ihr Bild erscheint oft in Gemälden aus dieser Zeit bis durch die 1920er hindurch. Mit der Zeit wurde Susan zu Parrishs Assistentin, zum Modell für seine Gemälde und schließlich zu seiner Geliebten. Seine Ehefrau Lydia und Maxfield entfremdeten sich zunehmend voneinander, und sie verließ ihn im Jahr 1911. Susan blieb weitere 50 Jahre lang bei Maxfield.

Ab den 1930ern bis 1960, als er zu malen aufhörte, fokussierte Maxfield Parrish seine Aufmerksamkeit wieder auf die Welt um ihn herum und produzierte eine Serie von Landschaftsbildern für Kalender. Aber selbst diese bewahren die magische Qualität eines Fensters zur Anderswelt, die sein gesamtes Werk durchdringt.

Parrish starb am 30. März 1966 im Alter von 95 Jahren zu einer Zeit, als sein Werk eine Renaissance des Interesses genoß.

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Ende der Übersetzung

Weiter unten auf derselben Seite (siehe Link oben) wird unter dem Titel „Maxfield Parrish Art“ eine Reihe seiner Bilder vorgestellt. Die enthaltenen Links zu weiteren Seiten mit Bildern von Maxfield Parrish habe ich am Schluß meines Beitrags angefügt. Hier präsentiere ich eine kleine Auswahl seiner Bilder:

Evening

mp_evening

Fountain of Pirene

mp_fountain_of_pirene1907

Reveries

mp_reveries

Sleeping Beauty

mp_sleeping_beauty

Griselda

mp_griselda1910

Winter Twilight

mp_winter_twilight

King of the Black Isles…

parrish_king_of the_black_isles

…welches offensichtlich die Vorlage für das Cover von Enyas Album „The Memory of Trees“ war:

Enya The Memories of Trees front

Enya The Memories of Trees rück

Und hier ist „Cinderella“, mein Lieblingsbild unter jenen, die ich von Maxfield Parrishs Werken kenne:

mp_cinderella

Hier noch einmal eine rechts etwas beschnittene, dunklere Wiedergabe mit wärmer wirkenden Farben:

maxfieldparrish_10

ARTSY CRAFTSY Maxfield Parrish Art

Maxfield Parrish Posters and Art Prints

Siehe auch Bauernmaler Sepp Hilz: Alliierter Kunstraub? von mir (als Deep Roots).

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.