Argumentation gegen Ron Paul

 

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Von Trainspotter, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Case Against Ron Paul erschien am 8. Februar 2012 bei Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Zwar hat sich die Kandidatur von Ron Paul für den diesjährigen US-Präsidentschaftswahlkampf erledigt, aber nachdem Matt Parrott in seinem Ende 2010 verfaßten Artikel Der “Eine Wahre Weg” auf Ron Paul Bezug genommen hat, bringe ich hier dieses Erstlingswerk von Trainspotter auf Counter-Currents, zumal der Text auch wegen etlicher wertvoller Gedanken zur Metapolitik lesenwert ist.)

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In all den Pro- und Kontra-Debatten, die ich in der weiß-nationalistischen Blogosphäre über Paul lese, wird eine ziemlich simple Realität großteils aus der Analyse draußengelassen: die Tatsache, daß Ron Paul nicht gewinnen kann. Aber diese einfache Tatsache verändert die Analyse zur Gänze.

Weil er nicht gewinnen kann, ist es bedeutungslos, darauf hinzuweisen, was er „tun könnte“, weil er nie die Gelegenheit dazu haben wird. Also ja, es wäre großartig, einen Präsidenten zu haben, der aktiv die Federal Reserve angreift. Aber Paul wird niemals Präsident sein. Es wäre großartig, einen Präsidenten zu haben, der aktiv gegen Kriege für Israel ist. Aber dieser Präsident wird niemals Ron Paul heißen.

Weiße Nationalisten müssen begreifen, was wir Wald- und Wiesen-Libertären damals 1988 verstanden: bestenfalls ist die Kampagne eine Kandidatur, die eine Botschaft aussendet. Sie soll eine Idee vermitteln und verbreiten. Sie soll eine Bewegung stärken und aufbauen. Sie soll auch eine Menge Geld scheffeln, aber das lasse ich vorerst beiseite.

Der Punkt ist, Ron Paul weiß, daß er nicht gewinnen kann. Darum geht es bei dem Wahlkampf nicht. Es geht letztendlich darum, SEINE Ideen zu bewerben, nicht unsere. Vielleicht könnte er als Sprungbrett für eine zukünftige Kandidatur von Rand Paul dienen, aber noch einmal, dabei ginge es um die Förderung seiner Weltsicht, nicht unserer.

Diese Weltsicht ist rassefreier Libertarianismus. Es ist eine Idee eines reinen, entwurzelten „Wirtschaftlichen Menschen“, ewig frei, einen Dollar zu verdienen, während seine Kinder schwarze und braune Enkelkinder werfen.

Es ist eine Idee, die auf grundsätzlicher Ebene nichts mit uns zu tun hat, wie sehr sie sich in bestimmten Politikfeldern überlappen mag.

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Zwei Wölfe und ein Schaf: Demokratische Tyrannei

Wölfe

Von Baron Bodissey; das Original „Two Wolves and a Sheep: Democratic Tyranny“ erschien am 13. Dezember 2008 auf „Gates of Vienna“:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2008/12/two-wolves-and-sheep-democratic-tyranny.html

Während der großen Zwielichtkämpfe moderner Zeiten – gegen die verschiedenen Formen des totalitären Sozialismus im 20. Jahrhundert, und gegen den totalitären Islam im 21. – ist viel Aufhebens um die Demokratie gemacht worden. Demokratische Regierungen anstelle existierender Despotismen einzurichten, wird als reiner Segen für den Westen betrachtet, und als nützlich für unsere nationale Sicherheit.

Aber was ist diese “Demokratie”, über die jeder spricht? Wir alle haben eine allgemeine Vorstellung davon: die Wahlurne, die violetten Finger, eine Gesetzgebung, die sich aus den gewählten Vertretern des Volkes zusammensetzt, und so weiter. Aber streng genommen ist die Demokratie nur eine Form der repräsentativen Regierung, und möglicherweise die schlechteste. Andere, robustere Formen beinhalten die konstitutionelle Republik und die konstitutionelle Monarchie, die beide lange und vornehme Stammbäume haben.

Es war einmal, da waren die Vereinigten Staaten eine konstitutionelle Republik, und keine Demokratie. Die Gründerväter betrachteten eine pure Demokratie in weiser Art als eine Gefahr für das Gemeinwohl.

Aber wir haben seit damals ihre weise Voraussicht lange vergessen, und das gegenwärtige allgemeine Verständnis des amerikanischen politischen Systems besagt, daß es eine Demokratie ist, in der die Mehrheit herrscht. Was immer 51% der Wählerschaft zu jedem gegebenen Zeitpunkt will, das müssen wir haben.

Diese Definition ist so weit verbreitet und tief verwurzelt, daß die meisten Leute sich nicht einmal mehr der ursprünglichen politischen Strukturen erinnern, welche die Republik zum Funktionieren brachten. Die Verfassung wird als altbackenes und lästiges Hindernis gesehen, etwas, das umgangen werden muß, um den Willen des Volkes umzusetzen.

Nichts illustriert die gegenwärtigen Trends besser als die anhaltenden Streitereien um Barack Hussein Obamas fehlende Geburtsurkunde. Am 8. Dezember hatte David Horowitz in einem Artikel mit dem Titel “Obama Derangement Syndrome” dies über die Geburtsurkundenkontroverse zu sagen:

Die Geburtsurkundeneiferer argumentieren im wesentlichen, daß 64 Millionen Wähler entrechtet werden sollten wegen einer umstrittenen Formalität bezüglich dessen, ob Obama auf U.S.-Boden geboren wurde. (McCain entging dem Problem knapp, indem er in der Panamakanalzone geboren wurde, die nicht länger amerikanisch ist.)

Welchen Unterschied macht es für die Zukunft dieses Landes, ob Obama auf U.S.-Boden geboren wurde? Befürworter dieser destruktiven Kampagne werden anführen, daß das Verfassungsprinzip hinsichtlich der Qualifizierung als Präsident alles andere aussticht. Aber wie lebensfähig wird unsere Verfassung sein, wenn fünf Höchstrichter entscheiden sollten, 64 Millionen Wählerstimmen für ungültig zu erklären? [Hervorhebung von mir (Baron Bodissey)]


Mr. Horowitz ist ein ehemaliger Mann der Linken, und er hat den volkstümlichen Enthusiasmus seiner früheren politischen Haltung nicht gänzlich aufgegeben. Seiner Ansicht nach ist die Verfassung der Vereinigten Staaten eine “umstrittene Formalität”, und er schaut die Idee schief an, daß sie den ausdrücklichen Willen des Volkes “ausstechen” kann.

Er hat dabei zahlreiche Gesellschaft. Die meisten Leute schätzen instinktiv jede Verfassungsbestimmung gering, die der populären Meinung zuwiderläuft. Aber sie übersehen eine unerfreuliche und gefährliche Wahrheit: uneingeschränkte Demokratie führt unvermeidlich zur Tyrannei.

Es gibt keine Ausnahmen. Wenn die Demokratie nicht mit Schutzmaßnahmen eingehegt wird, um die bestechlichen und kapriziösen Äußerungen des Volkswillens einzudämmen, dann wird nach und nach unausweichlich die Tyrannei per Wählerstimmen herbeigeführt.

Die Ersteller des Rahmenwerks verstanden diese Tatsache nur allzu gut. Aber zweihundert Jahre des oppurtunistischen Herumpfuschens haben alle Eindämmungen und Balancevorkehrungen erodiert und uns eine nackte und ungeschützte Version der Demokratie übriggelassen, die nur allzu leicht von denen manipuliert und korrumpiert wird, die bereits Machtpositionen innehaben. Das universale Wahlrecht, die Enstehung verschiedener Formen sozialistischer Ideologie, der Verfall der staatsbürgelichen Bildung und das Aufkommen der modernen Massenmedien haben alle zum Niedergang unserer verfassungsmäßigen Absicherungen beigetragen. Barack Hussein Obama ist nur zufällig der Glückliche, der am meisten durch das Ergreifen dieses historischen Moments zu gewinnen hat.

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Conservative Swede und ich haben dieses und ähnliche Themen in einer Serie von E-Mails diskutiert. Ein Teil unseres Dialoges ist nachfolgend wiedergegeben:

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Dummheit ohne Grenzen – Die Allianz der Utopien

Von Fjordman. Original: Stupidity Without Borders – The Alliance of Utopias, erschienen am 17. Juli 2006 im Brussels Journal.
Übersetzung: Lucifex.

Das 20. und der Beginn des 21. Jahrhunderts haben das spektakulärste Bevölkerungswachstum der menschlichen Geschichte erlebt; der Großteil davon fand in Drittweltländern statt. Die Weltbevölkerung, die im Jahr 2006 auf 6,4 Milliarden geschätzt wird, wächst pro Jahr um mehr als 70 Millionen Menschen. In sechzig Jahren hat Brasiliens Bevölkerung um 318 Prozent zugenommen, die von Äthiopien um 503 Prozent. Es gibt jetzt 73 Millionen Menschen in Äthiopien – mehr als die Bevölkerung Britanniens oder Frankreichs.

Zur selben Zeit haben viele der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, sowohl im Osten als auch im Westen, Probleme mit alternden oder abnehmenden Bevölkerungen. Am Höhepunkt um 1910 herum lebte ein Viertel der Weltbevölkerung in Europa oder Nordamerika. Heute ist der Prozentanteil wahrscheinlich auf etwa ein Achtel gesunken. Südkoreas Geburtenrate ist so weit gefallen, dass von der durchschnittlichen Koreanerin zu erwarten ist, dass sie in ihrem ganzen Leben nur ein Kind hat. Die Vereinigten Staaten haben immer noch eine Geburtenrate von mehr als zwei, während das Vereinigte Königreich im selben Zeitraum eine langsame Steigerung der Geburtenraten von 1,63 auf 1,74 erlebt hat, und Deutschland von 1,34 auf 1,37. Das Problem der niedrigen Geburtenraten in Asien wurzelt in der steigenden sozialen und wirtschaftlichen Stellung der Frauen. Japans Geburtenrate betrug 1,28, vergleichbar mit Taiwans 1,22 und Hongkongs 0,94.

„Europa und Japan sehen sich nun einem Bevölkerungsproblem gegenüber, das in der menschlichen Geschichte beispiellos ist“, sagte Bill Butz, der Präsident des Population Reference Bureau. Länder haben Menschen wegen Kriegen, Seuchen und Naturkatastrophen verloren, aber niemals, weil die Frauen aufgehört hätten, genug Kinder zu haben. Japan gab bekannt, dass seine Bevölkerung im Jahr 2005 zum ersten Mal geschrumpft ist und dass es jetzt die älteste Nation der Welt war. Italien war Zweiter. Im Durchschnitt müssen Frauen in ihrem Leben 2,1 Kinder haben, damit eine Gesellschaft sich erhält, wenn man Kleinkindersterblichkeit und andere Faktoren berücksichtigt. Nur ein Land in Europa – das moslemische Albanien – hat eine Fruchtbarkeitsrate über 2. Russlands Fruchtbarkeitsrate beträgt 1,28.

Der Autor Spengler bemerkte in der Asia Times Online, dass Demographie Schicksal ist. „Niemals in der aufgezeichneten Geschichte haben wohlhabende und friedliche Nationen sich dafür entschieden, vom Antlitz der Erde zu verschwinden. Und doch ist es das, wozu sich die Europäer entschlossen haben. Damals im Jahr 1348 litt Europa unter dem Schwarzen Tod. Die Seuche reduzierte die geschätzte europäische Bevölkerung um etwa ein Drittel. In den nächsten 50 Jahren wird Europas Bevölkerung – in Zeitlupe – diese Seuchendemographie wieder durchleben und bis 2050 etwa ein Fünftel seiner Bevölkerung verlieren.

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