Frauen als Maß für Glaubwürdigkeit

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Lucifex. Das Original Women as a Measure of Credibility erschien am 25. Mai 2011 auf Radix und ist auf „Herren des Universums“ archiviert. (Links im Text vom Übersetzer eingefügt.)

Letztes Jahr schrieb ich, daß Frauen die natürlichen Verbündeten der (alternativen) Rechten sind. Die jüngste Debatte über die Präsenz und Rolle von Frauen in der Bewegung verdient eine Neubetrachtung und nähere Ausführung einiger der Argumente, die zur Unterstützung meiner These vorgebracht wurden, wie auch die Erforschung eines Weges nach vorn angesichts existierender Bedingungen.

Ich behaupte, daß Frauen ein Interesse an der Sicherung des Erfolgs der Rechten haben und daß es im Interesse der Rechten ist, sich nicht darauf zu beschränken, eine Bewegung zur Verfechtung von Männerrechten zu sein – bei unserer Bewegung geht es um die Rettung der gesamten Rasse vor dem Aussterben, nicht einer bestimmten Hälfte davon.

Worum es hier nicht geht

Ich bin nicht hier, um die Äquivalenz von Frauen zu Männern zu postulieren; ich betrachte die Geschlechter als nicht-äquivalent, womit ich meine, daß sie nicht austauschbar sind: Männer und Frauen haben Stärken und Schwächen, die für ihr Geschlecht einzigartig sind. Ich bin nicht hier, um eine Kampagne für die Gleichheit der Repräsentation zu führen; für mich haben Männer und Frauen eigene, wenn auch einander ergänzende Rollen, aber das bedeutet nicht unbedingt, daß gleiche Zahlen einen Erfolg in unserem bestimmten Unterfangen anzeigen werden – funktionell könnte die optimale Balance sehr wohl asymmetrisch erreicht werden. Ich bin nicht hier, um über Ungerechtigkeiten zu reden, die von einem Geschlecht gegenüber dem anderen begangen werden, oder einem Geschlecht die Schuld für das Unglück aller zu geben; der Krieg der Geschlechter ist ein feindliches Konstrukt und eine Ablenkung im Kampf um das rassische Überleben. Schlußendlich bin ich nicht hier, um Frauen zu sagen, was sie tun oder nicht tun sollten; es ist surreal, daß wir über die Köpfe der Frauen hinweg über sie reden, ohne daß sie Teil der Konversation sind – Frauen, denen etwas am Überleben der weißen Rasse liegt, können selbst entscheiden, was oder wer sie sein wollen und wie sie sich beteiligen.

Frauen im Westen

In westeuropäischen Kulturen haben Frauen im Verhältnis zu nichtwestlichen Kulturen traditionell einen hohen gesellschaftlichen Status und Freiheit genossen, trotz wohldefinierter Geschlechterrollen. Dies widerspiegelt sich nicht nur in der gesellschaftlichen Organisation, sondern reicht bis zur Mythologie zurück.

In der nordischen Tradition ist Freya die Göttin der Liebe, Schönheit und Fruchtbarkeit, aber auch des Goldes, des Seiðr, des Krieges und des Todes. Sie ist ein Mitglied der Wanen, einer Gruppe von Göttern, die mit Fruchtbarkeit, Weisheit und Vorauswissen in Verbindung gebracht wurden. Sie herrscht über Folkvangr, wohin nach dem Tod die Hälfte derjenigen geht, die im Kampf sterben (die andere Hälfte geht nach Walhalla). Frigg erscheint vorrangig als Ehefrau und Mutter, aber sie ist auch die Königin von Asgard, hat die Macht der Prophezeiung und ist außer Odin die einzige, die auf dem Hlidskialf sitzen und in alle Welten sehen darf. Ihre Gefährte Eir, ist mit medizinischen Fertigkeiten verbunden. Sie ist auch eine Walküre. Walküren entscheiden, wer im Kampf stirbt. Von denen, die nicht im Kampf sterben, wird ein Teil von Hel aufgenommen, die über das gleichnamige Reich herrscht, das in Niflheim liegt. In der Prosa-Edda herrscht sie über große Wohnsitze und ihre Unterweltdiener. Bei der versuchten Wiederbelebung Baldurs spielt sie eine Schlüsselrolle. Gná macht Botengänge für Frigg in anderen Welten und reitet ein fliegendes, über das Meer laufendes Pferd, Hófvarpnir. Vár steht mit Eiden und Abkommen in Verbindung; Vör mit Weisheit, Skadi mit der Bogenjagd, dem Skilauf, dem Winter und den Bergen.

In der keltischen Mythologie ist Morrigan eine Göttin der Fruchtbarkeit, aber auch des Kampfes und der Schlächterei, des Haders, des Landes und Reichtums. Morrigan ist eine dreifache Göttin, von der Macha ein Teil ist; Macha ist die Göttin des Kampfes und der Souveränität. Epona ist auch eine Pferdegöttin und verkörpert den Begriff der Pferdestärke oder der Reitkunst. Pferde waren ein Symbol der Macht, ein Instrument der indoeuropäischen Expansion, entscheidend für den Erfolg und den Schutz des Stammes. Muttergöttinnen sind ein wiederkehrendes Element in der keltischen Mythologie. In der walisischen Tradition sind Dôn, Rhiannon und Modron Muttergestalten, genauso wie Danu, Boand, Macha und Ernmas in der irischen Tradition. Für die Kelten war ihre Rolle und Symbolik jedoch nie allein auf die Mutterschaft beschränkt, und in Geschichten wird das Gebären von Kindern nur beiläufig erwähnt.

In der griechischen Mythologie ist Athene die Göttin der Weisheit, der Zivilisation, der Kriegführung, der Strategie, der Stärke, der weiblichen Künste, des Handwerks, der Geschicklichkeit und Gerechtigkeit. Als schlaue Begleiterin von Helden ist sie auch die Göttin der heroischen Bestrebungen. Athenes Mutter war die Titanin Metis, Zeus‘ erste Gattin und ihm gleichgestellt, und die Göttin des Krieges und der Weisheit. Artemis war die Göttin des Kindergebärens, der Jungfräulichkeit und der jungen Frauen, aber sie ist auch die Göttin der Wildnis, der wilden Tiere und der Jagd. Sie wird mit Pfeil und Bogen dargestellt. Rhea, Titanin und Tochter des Uranus (des Himmels) und Gaias (der Erde) war als „die Mutter von Göttern“ bekannt. Im Goldenen Zeitalter waren sie und Kronos, ihr Ehemann, Königin beziehungsweise König der Götter.

Im vorchristlichen Nordeuropa wurden Frauen verehrt. In der Germania zum Beispiel schreibt Tacitus:

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Interview mit Greg Johnson

Caspar David Friedrich Wanderer über dem Nebel

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Interview with Greg Johnson erschien am 27. November 2010 bei Counter-Currents Publishing.

A. K.: 1. Als Mann der Ideen, hat Literatur eine wichtige Rolle in Ihrem Leben gespielt? Was würden Sie sagen, waren die Texte, die sich in Ihrer persönlichen und intellektuellen Entwicklung als entscheidend erwiesen? Und warum?

G. J.: Geschichte und Philosophie haben eine größere Rolle bei der Formung meiner Ansichten gespielt als Literatur. Tatsächlich kann ich kein einziges Romanwerk, qua Fiktion, nennen, das meine Weltsicht geformt hat. Aber Romanwerke haben mir konkrete und lebhafte Erläuterungen ansonsten abstrakter Ideen gegeben. Ich liebe philosophische Romane. Platos Dialoge qualifizieren sich natürlich sowohl als Literatur als auch als Philosophie.

Plato hat den größten Einfluß auf meine Ansichten gehabt, besonders die Republik, aber auch Gorgias, Phaedrus, Symposium, Euthydemus, Euthyphro, Apologia und Phaedo. Rousseaus philosophischer Roman Emile hat mein Denken auch zutiefst beeinflußt. Ich liebe Ayn Rands The Fountainhead und Atlas Shrugged, aber klassischer Liberalismus, Kapitalismus und sogar Individualismus unterminieren letztendlich aristokratische und heroische Werte.

Die Philosophen, die mich am meisten geformt haben, sind Plato, Aristoteles, Plotinus, Machiavelli, Vico, Rousseau, Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, William James, Heidegger, Guénon, Evola. Alan Watts hat auch eine große Wirkung gehabt, wie auch das Tao te Ching und die Upanishaden.

Wagners musikalische Dramen sind eine Klasse für sich, als Texte irgendwo zwischen Philosophie und Literatur/Mythos, verheiratet mit einer Musik, die zum Großartigsten gehört, das je geschrieben wurde. Sie sind tiefgründig, und sie haben mich zutiefst beeinflußt.

Savitri Devi ist ebenfalls schwer in eine Kategorie einzuordnen. Sie kombiniert Philosophie, Geschichte, Religion, Politik und Mythen. Auch sie hat großen Einfluß auf mich gehabt.

Was die eigentliche Literatur angeht: Die Schriftsteller, die ich als Kind am meisten mochte, sind diejenigen, die ich heute noch mag: Poe, Tolkien, Kipling und alte illustrierte Kompendien griechischer und nordischer Mythologie. Frank Herberts Dune-Bücher sind auch Favoriten geblieben. Sie gefallen mir jedes Mal besser, wenn ich zu ihnen zurückkehre.

Später lernte ich Homer, Shakespeare, Blake, Goethe, Schiller, Baudelaire, Dickinson, Oscar Wilde, Yeats, Wallace, Stevens und Philip Larkin als Dichter und Dramatiker zu lieben.

Bei Romanen und Geschichten erweiterte sich der Kreis meiner Lieblingsautoren um Dostojewski, Hugo, Flaubert, D. H. Lawrence, H. P. Lovecraft, Flannery O’Connor und Yukio Mishima.

Es gibt auch „Nicht-Größen“, deren Stimmen ich beständig genieße: Edith Sitwell, Truman Capote, Evelyn Waugh.

Ich las als Teenager eine Menge von Ray Bradbury, Kurt Vonnegut und Aldous Huxley. Manchmal möchte ich sie mir wieder ansehen. Ich denke, Bradbury wird die Zeiten überdauern.

Literaturkritik ist sehr wichtig für mich. Meine Lieblingskritiker sind D. H. Lawrence, Ezra Pound, Camille Paglia und H. L. Mencken.

Ich habe jetzt leider sehr wenig Zeit, um Romane zu lesen. Der letzte Roman, den ich las, war Mister! Ich lese zuviel Sachliteratur und verbringe zu viel Zeit damit, auf den Computerbildschirm zu starren. Ich kann zu all dem einfach nicht noch mehr lesen. Daher besteht meine primäre intellektuelle Erholung im Ansehen von Filmen und Opern und im Hören von Musik.

A. K.: 2. Ich wurde erstmals nach Ihrer Ernennung zum Redakteur von The Occidental Quarterly auf Sie aufmerksam. Ich weiß jedoch, daß Sie bereits seit einer Anzahl von Jahren als dissidenter Schriftsteller aktiv gewesen sind, während denen Sie unter verschiedenen Pseudonymen schrieben. Was hat in Ihrem besonderen Fall dazu geführt, daß Sie sich für Pseudonyme entschieden? Und warum beschlossen Sie schließlich, sich ihrer zu entledigen?

G. J.: Als ich unter Pseudonymen schrieb, arbeitete ich für Leute, die mich feuern würden, wenn sie meine wahren Ansichten gekannt hätten.

Als ich den Job bei TOQ übernahm, sagte man mir, daß ich meinen eigenen Namen würde benutzen müssen. Zu der Zeit erklärte man mir, daß es – nachdem TOQ zum Flaggschiff des intellektuellen Flügels der englischsprachigen Bewegung werden sollte – nicht angemessen wäre, es unter Pseudonym herauszugeben. Ich akzeptierte dieses Argument kritiklos und wagte den Sprung. An diesem Punkt überschritt ich den Rubikon. Nach etwa einem Jahr schwanden all meine alten beruflichen „Freunde“ und Kontakte einfach dahin.

Bei Counter-Currents/North American New Right konsolidiere ich all meine Schriften unter zwei Namen: Greg Johnson für alle politischen Artikel und Trevor Lynch für die meisten der Film- und Fernsehrezensionen.

A. K.: 3. Das Internet und die ‚reale Welt’ werden oft als diametrale Gegensätze präsentiert, wobei das erstere als unecht dargestellt wird und das letztere als das einzige, was zählt. Aber ist das Internet nicht genauso real wie die sogenannte reale Welt? Ich sage dies, weil hinter den Tastaturen und vor den Bildschirmen reale Menschen sitzen, deren Verhalten in der ‚realen Welt’ sowohl Ursache als auch Ergebnis dessen ist, was im Internet geschieht. Ich bin mir des Gegenarguments bewußt: viele reale Menschen nehmen falsche Online-Identitäten an, aber letztendlich ist es auf lange Sicht nahezu unmöglich, daß die Menschen nicht ihre eigenen Gedanken und Gefühle online verraten. Abgesehen von falschen Identitäten: ist das Internet nicht vielleicht das ehrlichste Protokoll dessen, was die Menschen denken? Ist die ‚reale Welt’ nicht in Wirklichkeit unechter, nachdem viele aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung, beruflichen Konsequenzen oder Ostrazismus von Angesicht zu Angesicht nicht sagen, was sie sich denken?

G. J.: Es hat kürzlich Studien gegeben, die darauf hindeuten, daß die Menschen im Internet mehr lügen als im realen Leben. Aber in gewissem Ausmaß stimme ich Ihnen zu: das Internet ist wie die Wahlzelle, und in seiner Privatheit und Anonymität können die Menschen in umstrittenen Angelegenheiten ehrlicher sein. In alltäglicheren Dingen, die üblicherweise mit Online-Partnersuche und banalem Narzissmus zusammenhängen, ist das Internet eine riesige Kloake aus Lügen und Hochstapelei.

All dies steht in Zusammenhang mit der „Ethik“ von Pseudonymen. Für mich ist es rein eine Sache der individuellen Diskretion. Ich empfehle jenen Pseudonyme, die Ideen mitteilen wollen, das aber nicht unter ihren wahren Namen tun können. Immerhin sind es letztlich die Ideen, die zählen, nicht die Autoren.

Ja, feige und unehrenhafte Menschen verbergen sich oft hinter Pseudonymen. Aber narzisstische Esel schreiben ebenfalls unter ihren wahren Namen. Für mich ist die wichtigste Erwägung die, so viel Wahrheit wie möglich da draußen in Umlauf zu bringen. Die Etiketten und Markenzeichen sind weniger wichtig als der Inhalt.

A. K.: 4. Ihre Laufbahn als Redakteur von TOQ sah eine Anzahl von Neuerungen: eine aktive Online-Präsenz wurde entwickelt, und Artikel und Rezensionen erschienen, die ein viel breiteres Spektrum kultureller Bereiche abdeckten als je zuvor. Was waren Ihre Ziele für TOQ in diesem Zeitraum?

G. J.: Mein Ziel war es, TOQ zu einem metapolitischen Journal für eine nordamerikanische Neue Rechte zu machen, deren Ziel es sein sollte, die Fundamente der Weißen Republik zu schaffen. Es waren jedoch von Anfang an Beschränkungen in TOQ eingebaut, die das schwierig machten.

Ein Problem war, daß das Journal keine klar artikulierten Ziele hatte. Es gab Grundthemen und Parameter in den Gründungsdokumenten, die von Sam Francis, Louis Andrew, William Regnery und Kevin Lamb erstellt worden waren. TOQ sollte sich mit biologischen Rassenunterschieden wie auch der jüdischen Frage befassen. TOQ sollte nicht die Homosexuellen schlechtmachen. TOQ sollte religionsneutral sein.

Die de-facto-Redaktionslinie kann jedoch aus dem veröffentlichten Interview mit Alain de Benoist erraten werden. Nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Interviews wurde veröffentlicht. Alles Kritische zum wissenschaftlichen Materialismus und zum Christentum wurde fallengelassen. Ich stelle mir vor, daß Benoist ziemlich angewidert war. Ich war es sicherlich, als ich davon erfuhr. (Ich habe vor, die fallengelassenen Teile in der ersten Ausgabe von North American New Right zu veröffentlichen.)

Nun, zu seiner Anerkennung muß man sagen, daß der ursprüngliche Redakteur Kevin Lamb diese Grenzen häufig überschritten hat. Als ich als Redakteur übernahm, mußte ich meine Tätigkeit so ausüben, als würde mir ein wissenschaftlicher Materialist über die eine Schulter schauen und ein religiöser Fundamentalist über die andere. Auch ich ging über diese Einschränkungen hinaus. Ich nahm einige Verbesserungen an der Gestaltung und der Aufbereitung des Journals vor, aber letztendlich machte ich nichts radikal anders als Lamb.

A. K.: 5. Der Begriff ‚Metapolitik’ wird oft innerhalb der intellektuellen Klasse benutzt, und ohne Zweifel gibt es manche, die das alles für prätentiösen Unsinn halten. Bitte erklären Sie diesen Begriff für den Laien, und warum Metapolitik wichtig ist. Warum nicht einfach Politik?

G. J.: Metapolitik befaßt sich mit fundamentalen Fragen im Zusammenhang mit Politik, Fragen aus Geschichte, Philosophie, religiösen Studien, Kunst und Geisteswissenschaften.

Eine Art, den Unterschied zwischen Metapolitik und Politik zu verstehen, richtet sich nach den Werten.

Ein politischer Führer muß die existierenden Werte und Einstellungen seiner Anhängerschaft ansprechen. Der Grund dafür, daß weiß-nationalistische Politik verfrüht ist, ist der, daß sie oft gegen die Werte der Wähler verstößt. (David Dukes einziger Sieg war ein Glückstreffer. Man wird nicht zulassen, daß das wieder passiert.) Wir können nicht bekommen, was wir wollen, weil unsere Leute nicht wollen, was wir wollen. Sie halten unsere Ziele für unmoralisch. Sie halten sie auch für zusammenhanglos und unpraktisch.

Sie glauben das, weil unsere Feinde sorgfältig die metapolitischen Fundamente für die Macht geschaffen haben, die sie genießen. Sie kontrollieren das Universitätswesen, das Schulsystem, das Verlagswesen, die Kunst, die Nachrichten- und Unterhaltungsmedien, und sie haben den amerikanischen Geist nach ihrem Geschmack umgestaltet. Mein Ziel ist es, das Gefühl der Leute dafür zu verändern, was politisch wünschenswert und richtig ist, und ihr Gefühl dafür, was politisch vorstellbar und möglich ist.

Das bedeutet, daß wir Ideen erforschen müssen, die die Mehrheit der Menschen verärgern würden.

A. K.: 6. Metapolitik ist also nicht die Domäne unpraktischer Bücherwürmer. Welchen Bezug hat sie zur Politik?

G. J.: Bei der Metapolitik geht es darum, die Fundamente für politische Veränderungen zu schaffen. Unser Kampf hat drei Ebenen:

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Das Massaker von Dallas, die Tyrannei des Bullshit und die Pseudo-Alternative Rechte

DallasShooter Micah Johnson

Von Colin Liddell; Original: The Dallas Massacre, the Tyranny of Bullshit, & the Pseudo Alt-Right, erschienen am 8. Juli 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

 

Black lives matter, Blue Lives Matter, All lives matter” — Bang! Bang! Bang! Splatter splatter splatter!“

Zur Zeit haben die Medien – sowohl die alte, vertrocknete Mainstreamversion als auch die höhnische, shitpostige, mem-lastige neue Version, die von den Autistischen und Einsamen betrieben wird – ein Funkeln in den Augen, einen beschwingten Schritt und ein bebendes Tremolieren in der Stimme. In anderen Worten, sie haben etwas, wo sie draufknallen können – ein bisschen wie der/die Heckenschütze(n) und allerlei andere Verbrecher in Dallas, die für den Tod von fünf Polizisten und die Verwundung von sieben verantwortlich sind.

Aber hier ist ein eisernes Gesetz am Werk: je mehr Grund die Medien haben, um in den Schnellgang zu wechseln, desto weniger kann man sich darauf verlassen, dass sie irgend etwas mit Sinn und Wert sagen. Dies deshalb, weil sie von Emotionen getrieben werden, und Emotionen sind dumm, und nachdem sie dumm sind, wirbeln sie einfach herum und bestärken die vorab vereinbarten Dummheiten, auf denen unsere moderne multikulturalistische, materialistische Gesellschaft beruht.

Ereignisse wie Dallas provozieren einfach ein Hochquellen von Emotionen und heißer Luft, die den Geruch des Bullshit, mit dem unsere Gesellschaft zementiert ist, so scharf in unsere Nasenlöcher bringt.

Für diejenigen von uns in der Alternativen Rechten ist dies besonders bemerkbar in den Ergüssen der viel besser finanzierten Pseudo-Alternativen-Rechten – auf Seiten wie Infowars, Takimag, Stefan Molyneux und Breitbart – wo wir eine Tendenz dazu sehen, die Risse zuzutapezieren und zu der Art von faulem universalistischen Denken und Wertesystemen zurückzukehren, die die Grundlage des politischen Hahnreitums sind (z. B. die eigenen Gruppenpräferenzen aufzugeben, während man bloß hofft, dass die anderen das tun werden).

An einem kalten, klaren Tag – einem ohne dampfende „Schweine in Decken“ – ist die Pseudo-AltRight dazu in der Lage, sich zu Themen des Rasserealismus, der rassischen Asymmetrie und der Inkompatibilität bestimmter Gruppen für das Zusammenleben in einer Gesellschaft heranzuschlängeln. Aber an einem Tag wie heute und wie jenen, die auf Dallas folgen werden, kann man von der Pseudo-AltRight erwarten, dass sie sehr angestrengt in Richtung der  vorgegebenen „cuckservativen“ Position signalisiert, dass „alle Leben zählen“ (emotional zitternde Stimme).

Hier ist mein schottischer Landsmann Gavin McInnes zur Schießerei von Dallas: „Oops, We Started a Race War!

Nachdem er ein paar niedrig hängende Früchte runtergeschlagen hat, wie er es üblicherweise tut – z. B. die lehrerinnenhafte Natur der Massenmedien und den Popanz des Kulturmarxismus (ein bequem nebuloser und vielfach anwendbarer Begriff, den Rechte beschwören, wenn sie Gefühle bestärken wollen) -, erinnert Gavin seine Leser an das, was sie bereits wussten, nämlich dass Dindus-abschlachtende rassistische Bullen statistisch irrelevant sind. (Anm. d. Ü.: „Dindu“ von „dindu nuffin“ – „hab nix getan“: [kriminelle] Neger.) Er erwähnt Spinnen. In anderen Worten: „Schwarzer Mann, warum du so wütend?“

Hier sehen wir, wie McInnes unverhohlen die universalen Maßstäbe des Konservatismus anwendet und von Schwarzen, deren Human-Biodiversity-Schicksal sie zu 20 IQ-Punkten hinunter auf der falschen Seite der rassischen Asymmetrie verdammt hat, erwartet, dass sie wie Weiße denken und handeln.

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Zwei Wölfe und ein Schaf: Demokratische Tyrannei

Wölfe

Von Baron Bodissey; das Original „Two Wolves and a Sheep: Democratic Tyranny“ erschien am 13. Dezember 2008 auf „Gates of Vienna“:

http://gatesofvienna.blogspot.com/2008/12/two-wolves-and-sheep-democratic-tyranny.html

Während der großen Zwielichtkämpfe moderner Zeiten – gegen die verschiedenen Formen des totalitären Sozialismus im 20. Jahrhundert, und gegen den totalitären Islam im 21. – ist viel Aufhebens um die Demokratie gemacht worden. Demokratische Regierungen anstelle existierender Despotismen einzurichten, wird als reiner Segen für den Westen betrachtet, und als nützlich für unsere nationale Sicherheit.

Aber was ist diese “Demokratie”, über die jeder spricht? Wir alle haben eine allgemeine Vorstellung davon: die Wahlurne, die violetten Finger, eine Gesetzgebung, die sich aus den gewählten Vertretern des Volkes zusammensetzt, und so weiter. Aber streng genommen ist die Demokratie nur eine Form der repräsentativen Regierung, und möglicherweise die schlechteste. Andere, robustere Formen beinhalten die konstitutionelle Republik und die konstitutionelle Monarchie, die beide lange und vornehme Stammbäume haben.

Es war einmal, da waren die Vereinigten Staaten eine konstitutionelle Republik, und keine Demokratie. Die Gründerväter betrachteten eine pure Demokratie in weiser Art als eine Gefahr für das Gemeinwohl.

Aber wir haben seit damals ihre weise Voraussicht lange vergessen, und das gegenwärtige allgemeine Verständnis des amerikanischen politischen Systems besagt, daß es eine Demokratie ist, in der die Mehrheit herrscht. Was immer 51% der Wählerschaft zu jedem gegebenen Zeitpunkt will, das müssen wir haben.

Diese Definition ist so weit verbreitet und tief verwurzelt, daß die meisten Leute sich nicht einmal mehr der ursprünglichen politischen Strukturen erinnern, welche die Republik zum Funktionieren brachten. Die Verfassung wird als altbackenes und lästiges Hindernis gesehen, etwas, das umgangen werden muß, um den Willen des Volkes umzusetzen.

Nichts illustriert die gegenwärtigen Trends besser als die anhaltenden Streitereien um Barack Hussein Obamas fehlende Geburtsurkunde. Am 8. Dezember hatte David Horowitz in einem Artikel mit dem Titel “Obama Derangement Syndrome” dies über die Geburtsurkundenkontroverse zu sagen:

Die Geburtsurkundeneiferer argumentieren im wesentlichen, daß 64 Millionen Wähler entrechtet werden sollten wegen einer umstrittenen Formalität bezüglich dessen, ob Obama auf U.S.-Boden geboren wurde. (McCain entging dem Problem knapp, indem er in der Panamakanalzone geboren wurde, die nicht länger amerikanisch ist.)

Welchen Unterschied macht es für die Zukunft dieses Landes, ob Obama auf U.S.-Boden geboren wurde? Befürworter dieser destruktiven Kampagne werden anführen, daß das Verfassungsprinzip hinsichtlich der Qualifizierung als Präsident alles andere aussticht. Aber wie lebensfähig wird unsere Verfassung sein, wenn fünf Höchstrichter entscheiden sollten, 64 Millionen Wählerstimmen für ungültig zu erklären? [Hervorhebung von mir (Baron Bodissey)]


Mr. Horowitz ist ein ehemaliger Mann der Linken, und er hat den volkstümlichen Enthusiasmus seiner früheren politischen Haltung nicht gänzlich aufgegeben. Seiner Ansicht nach ist die Verfassung der Vereinigten Staaten eine “umstrittene Formalität”, und er schaut die Idee schief an, daß sie den ausdrücklichen Willen des Volkes “ausstechen” kann.

Er hat dabei zahlreiche Gesellschaft. Die meisten Leute schätzen instinktiv jede Verfassungsbestimmung gering, die der populären Meinung zuwiderläuft. Aber sie übersehen eine unerfreuliche und gefährliche Wahrheit: uneingeschränkte Demokratie führt unvermeidlich zur Tyrannei.

Es gibt keine Ausnahmen. Wenn die Demokratie nicht mit Schutzmaßnahmen eingehegt wird, um die bestechlichen und kapriziösen Äußerungen des Volkswillens einzudämmen, dann wird nach und nach unausweichlich die Tyrannei per Wählerstimmen herbeigeführt.

Die Ersteller des Rahmenwerks verstanden diese Tatsache nur allzu gut. Aber zweihundert Jahre des oppurtunistischen Herumpfuschens haben alle Eindämmungen und Balancevorkehrungen erodiert und uns eine nackte und ungeschützte Version der Demokratie übriggelassen, die nur allzu leicht von denen manipuliert und korrumpiert wird, die bereits Machtpositionen innehaben. Das universale Wahlrecht, die Enstehung verschiedener Formen sozialistischer Ideologie, der Verfall der staatsbürgelichen Bildung und das Aufkommen der modernen Massenmedien haben alle zum Niedergang unserer verfassungsmäßigen Absicherungen beigetragen. Barack Hussein Obama ist nur zufällig der Glückliche, der am meisten durch das Ergreifen dieses historischen Moments zu gewinnen hat.

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Conservative Swede und ich haben dieses und ähnliche Themen in einer Serie von E-Mails diskutiert. Ein Teil unseres Dialoges ist nachfolgend wiedergegeben:

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