Die Torheit des Parasiten in Neuauflage

FÜTTERE MICH! Ein Singvogel (links) und ein Küken des Braunkopf-Kuhstärlings, das wahrscheinlich einige oder alle der wirklichen Küken des Singvogels getötet hat und Futter fordert.

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Lucifex. Das Original Parasite’s Folly Redux erschien am 3. Juni 2017 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

 

 

PARASITEN SIND EKELHAFT. Der Bandwurm. Die Zecke. Der Blutegel. Der Braunkopf-Kuhstärling. Ich hatte vor kurzem an meinem Futterhäuschen, das sich vor meinem Bürofenster befindet und nicht weiter als drei Meter von diesem Mikrophon von American Dissident Voices entfernt ist, mit einem riesigen, aufgeblähten Braunkopf-Kuhstärlingsküken zu tun – und mit dem armen, erschöpften, überarbeiteten Finken, der irrtümlich denkt, er sein ein Elternteil des Kuhstärlingskükens. Ich liebe es, die Vögel zu füttern und zu beobachten – es ist eine meiner Freuden, im Winter und im Sommer -, aber ich tue mein Bestes, um diesem widerlichen Täuscher die Nahrung zu verweigern.

Erwachsene Kuhstärlinge legen ihre Eier in die Nester anderer Arten, und die Parasitenküken werden dann von den Opfern aufgezogen. Oben auf dieser Seite sehen Sie ein Foto eines solchen Kuhstärlingskükens, das Futter von dem viel kleineren „Elternteil“-Singvogel erbettelt, in dessen Nest es parasitiert. Das Küken ist buchstäblich dreimal so groß wie sein „Elternteil“. Viele solcher Singvögel arbeiten sich buchstäblich zu Tode, nachdem sie wochenlang versucht haben, den unersättlichen Rachen des Kuhstärlingskükens zu füllen, das, anders als echte Singvogelbabies, seinem Opfer überallhin folgt und ständig Futter fordert. Währenddessen werden die viel weniger aggressiven echten Küken des Singvogels – diejenigen, die von dem Kuhstärling nicht getötet oder aus dem Nest geworfen wurden – oft bis nahe dem Verhungern vernachlässigt.

Es gibt hier viele Parallelen zu unserer Situation hinsichtlich der Juden und der zu Waffen gemachten braunen Leute, die sie benutzt haben, um an uns zu schmarotzen. Ich habe einige jener Parallelen in einer früheren Sendung diskutiert. Neue Studien der Parasiten haben noch erstaunlichere Tatsachen enthüllt, die uns Ähnlichkeiten zwischen unserer Situation und jener der Singvögel und ihrer tödlichen Invasoren zeigen.

Denken Sie darüber nach – die Bringer von Schönheit und Liedern, die Liebhaber des tiefen Waldes werden durch braune und schwarze Invasoren in den Tod und das mögliche Aussterben getrieben; Invasoren, die die Schönen nicht immer direkt töten (obwohl sie das manchmal tun), sondern die vielmehr so tun, als seien sie von derselben Rasse wie ihre Opfer – und die von der angeborenen Moral der Schönen abhängig sind, ihnen, ihren Täuschern, alles geben, was sie wollen, ohne selbst dafür zu arbeiten.

Sie lösen diese angeborene Moral aus – die von Natur aus dafür bestimmt ist, sie zum Unterhalt für ihre eigenen Nachkommen anzuregen -, indem sie die natürlichen Auslöser der Singvögel für das Füttern und Erhalten ihrer Jungen simulieren. In Wirklichkeit übertreiben die Kuhstärlinge diese Stimuli und verwandeln sie in Super-Stimuli.

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Die Wahrheitskampagne zur USS Liberty, Teil 2

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Lucifex. Das Original USS Liberty Truth Campaign, part 2 erschien am 27. Mai 2017 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

Zuvor erschienen: Die Wahrheitskampagne zur USS Liberty, Teil 1

 

 

IM JAHR 1997 – zum 30. Jahrestag des israelischen Angriffs auf die USS Liberty – gab es eine Bemühung von Patrioten, eine nationale Gedenkstätte für die vom jüdischen Staat getöteten und verstümmelten Amerikaner zu errichten, aber die Bundesregierung sagte nein. David Sims, Autor von National Vanguard und unabhängiger Forscher, sagt uns: „Mir persönlich wurde gesagt, daß es ‚Brauch‘ sei, ein bedeutendes Ereignis dieser Art am 50. Jahrestag anzuerkennen – nicht am 30.“

Im 50. Jahr nach dem Angriff – in diesem Jahr – hielt Präsident Trump nicht weniger als drei bedeutende Reden bei „Holocaust-Gedenkveranstaltungen“ und erklärte den ganzen Monat Mai zum „Jewish-American Heritage Month“ -, unternahm aber keinen Schritt, um den Amerikanern an Bord der Liberty ein Denkmal zu setzen, die vom jüdischen Staat ermordet wurden. Trump machte erst vor ein paar Tagen an der sogenannten Klagemauer einen Kotau vor der jüdischen Macht und dem jüdischen Geld, womit er effektiv die Mörder jener amerikanischen Matrosen und Offiziere belohnte. (Die Pilgerfahrt zur „Klagemauer“ ist eine, die seitens der jüdischen Machtstruktur anscheinend von amtierenden nationalen Führern und solchen, die es werden wollen, erwartet wird – aber niemand bemerkt das seltsame Schweigen dieser Führer, der Medien und der Feministinnen, wenn sie mit den Tatsachen konfrontiert werden, daß der Zugang zur Mauer sexuell getrennt erfolgt und daß ihre bloße Existenz auf jüdischem Rasseüberlegenheitsstreben beruht.)

1991 wurde das israelische Wissen, daß die Liberty ein amerikanisches Schiff war, bestätigt. Die in diesem Jahr von der US-Botschaft in Beirut freigegebenen Beweise beinhalteten eine abgefangene Funkkonversation eines israelischen Piloten, der mit seinem Stützpunkt kommuniziert: „Es ist ein amerikanisches Schiff“, und sein Hauptquartier befahl ihm, den Angriff fortzusetzen.

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Die Geschichte des Geldes – Teil 3

Vorwort von Osimandia: Das englische Original erschien unter dem Titel The History of Money Part 3 auf der Seite xat.org. von einem unbekannten Autor. Der durch Einrückung gekennzeichnete –  und im englischen Original nicht vorhandene – Einschub ist die Übersetzung eines Artikels von Ellen Brown, der  am 19. August 2007 unter dem Titel Thinking outside the Box: How a Bankrupt Germany Solved its Infrastructure Problems auf ihrer Seite Web of Debt veröffentlicht wurde.

Der Einschub erschien mir angebracht, weil an der Stelle, wo es gerade für deutsche Leser interessant wird, der Originalartikel etwas enttäuschend oberflächlich bleibt.

Übersetzt von Osimandia. Alle Bilder und der Großteil der Links stammen nicht aus den Originaltexten, sondern wurden bei der Übersetzung eingefügt.

Zuvor erschienen: Die Geschichte des Geldes – Teil 1 und Teil 2

Der erste Weltkrieg – A.D. 1914 bis 1918

Die Deutschen liehen sich Geld von der deutschen Rothschildbank, die Briten liehen sich Geld von der britischen Rothschildbank und die Franzosen liehen sich Geld von der französischen Rothschildbank.

Der amerikanische Superbänker J.P. Morgan war unter anderem auch ein Verkaufsagent für Rüstungsgüter. Sechs Monate nach Kriegsbeginn war er mit Ausgaben von 10 Millionen Dollar täglich der größte Konsument des Planeten.

Die Rockefellers und der Vorsitzende des Rats für Kriegsindustrie Bernard Baruch machten jeweils rund 200 Millionen, während Familien ihre Söhne für die blutige Front opferten; aber Profit war nicht das einzige Motiv für ihr Engagement.

Russland hatte den Plan der Geldwechsler, Amerika in zwei Hälften zu spalten, vereitelt, und verblieb das letzte große Land ohne eigene Zentralbank.

Drei Jahre nach Kriegsbeginn wurde jedoch die ganze Zarenfamilie ermordet und der Kommunismus begann. [Korrektur d.Ü.: 1917 dankte der Zar ab, ermordet wurden er und seine Familie 1919]

Zar Nikolaus II, Zarin Alexandra, Ihre Töchter Olga, Tatiana, Maria und Anastasia, sowie Kronprinz Alexej. Zusammen mit ihrem Arzt und einigen treuen Bediensteten in der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 1919 ermordet von einem von Jakow Jurowsky angeführten bolschewistischen Erschießungskommando.

Sie mögen es vielleicht merkwürdig finden, zu erfahren, dass die Russische Revolution auch mit britischem Geld finanziert worden war. Kapitalistische Geschäftsleute, die den Kommunismus finanzieren?

Der Autor Gary Allen erklärt es:

„Kommunismus oder genauer gesagt Sozialismus, ist keine Bewegung der unterdrückten Massen sondern eine der Wirtschaftselite.”

W. Cleon Skousen schrieb in seinem Buch The Naked Capitalist:

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„Wer sind die Kriegshetzer?“ Charles Lindberghs Rede in Des Moines am 11. September 1941

Charles Lindbergh, 4. Februar 1902 – 26. August 1974

Übersetzt von Deep Roots. Das Original Who Are the War Agitators? ist auf „American Experience“ zu finden. Hier gibt es auch einen Ausschnitt davon als Video (9:16 min.):

Die im Video enthaltenen Teile habe ich im Text markiert, und kleine Abweichungen der schriftlichen Vorlage vor der Übersetzung auf den Wortlaut des Videos korrigiert.

 

Wer sind die Kriegshetzer?

Es ist jetzt zwei Jahre her, seit dieser neueste europäische Krieg begann. Von diesem Tag im September 1939 bis zum jetzigen Moment hat es eine ständig zunehmende Bemühung gegeben, die Vereinigten Staaten in den Konflikt zu zwingen.

Diese Bemühung ist von ausländischen Interessen getragen worden, und von einer kleinen Minderheit unseres eigenen Volkes; aber sie ist so erfolgreich gewesen, daß unser Land heute am Rande des Krieges steht.

Zum jetzigen Zeitpunkt, wo dieser Krieg davor steht, in seinen dritten Winter zu gehen, scheint es angemessen, die Umstände noch einmal zu betrachten, die uns zu unserer gegenwärtigen Position geführt haben. Warum befinden wir uns am Rande des Krieges? War es für uns notwendig, so tief darin verwickelt zu werden? Wer ist verantwortlich für die Änderung unserer nationalen Politik von einer der Neutralität und Unabhängigkeit zu einer der Verstrickung in europäische Angelegenheiten?

Ich persönlich glaube, daß es kein besseres Argument gegen unsere Intervention gibt als ein Studium der Ursachen und Entwicklungen des gegenwärtigen Krieges. Ich habe oft gesagt, daß es keine Gefahr einer Beteiligung unsererseits gäbe, wenn dem amerikanischen Volk die wahren Fakten und Belange vorgelegt würden.

Hier möchte ich Sie auf einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den Gruppen hinweisen, die einen Krieg im Ausland befürworten, und jenen, die an eine unabhängige Bestimmung für Amerika glauben.

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Die Gaswolke der westlichen Intervention

„YES; WE CAN!“

Von Colin Liddell, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Gas Cloud of Western Intervention erschien am 27. August 2013 im Occidental Observer. (Bild samt Unterschrift vom Übersetzer eingefügt.)

„Gas! Gas! Gas! Garstiges, böses giftig’s Gaaaaaaasssssss!!!!!”

Da, haben Sie schon einen Kniesehnenreflex? Haben Sie zu geifern begonnen und schweißfeuchte Handflächen bekommen und das notwendige unstillbare Verlangen nach einem moralistischen Krieg gegen die von den Medien bezeichneten Dämonen entwickelt, die für solch unglaubliches, einzigartiges und beispielloses Böses verantwortlich sind?

Nein? Dann wird Ihre Konditionierung fortgesetzt und die Stromspannung erhöht werden müssen, sodaß Ihre Führer und Respektspersonen Ihnen, wann immer notwendig, einen weiteren hässlichen kleinen Krieg verkaufen können, in dem der mächtige hohle Westen irgendeinen destabilisierten kleinen Fleck von natürlich vorkommendem Chaos oder Tyrannei wieder in die Tyrannei oder ins Chaos zurückbomben kann.

Aber warum ist dem Gas diese heilige, heiligende, weihrauchartige Rolle in der Lustration zum Krieg zugeschrieben worden? Ein wenig Geschichte ist vielleicht angebracht.

Obwohl es in primitiveren Zeiten vielleicht grobe Vorläufer gegeben hat, geht seine Verwendung im modernen Krieg und in der moralischen Massenhysterie auf den Ersten Weltkrieg und den deutschen Angriff auf die französischen Gräben bei Ypres am 22. April 1915 zurück, als eine Wolke von kriechendem grünem Gas, das aus Zylindern freigesetzt wurde, Tausende Verluste bewirkte und eine vier Meilen breite Lücke in der Front schuf, welche die Deutschen mangels Reserven leider nicht ausnützen konnten.

Dies war natürlich ein Krieg, in dem es keinen Mangel an Methoden zur Tötung großer Teile der Menschheit gab, aber aus irgendeinem Grund wurde diese relativ neuartige Methode mit besonderer Schmähung bedacht. Wie der Kriegshistoriker und mein teilweiser Namensvetter Captain Basil Liddell Hart in seiner Geschichte des Großen Krieges ausdrückte:

Das ursprünglich verwendete Chlorgas war unbestreitbar grausam, aber nicht schlimmer als die häufige Wirkung von Granate oder Bajonett, und als es von verbesserten Arten von Gas abgelöst wurde, zeigten sowohl die Erfahrung als auch die Statistiken, daß dies die am wenigsten unmenschliche unter den modernen Waffen war. Aber es war neuartig und wurde daher von einer Welt als Grausamkeit bezeichnet, die Misshandlungen billigt, aber Innovationen verabscheut. Daher zog Deutschland sich das moralische Odium zu, das unvermeidlich die Verwendung einer neuen Waffe ohne irgendeinen ausgleichenden Vorteil begleitet.”

The Real War 1914–1918, S. 129

Die Einführung von Gas durch die Deutschen war ein Fehler, da die Briten und Franzosen zur Vergeltung mehr als in der Lage waren, während sie einen meteorologischen Vorteil genossen – der Wind weht in diesem bestimmten Teil der Welt im Allgemeinen aus Westen. Aber, was noch wichtiger war, das Gas paßte in das dominante britische Propagandanarrativ des Krieges mit seiner Varietéversion vom „niederträchtigen Hunnen“, der ewig Nonnen vergewaltigt und Kleinkinder auf seinem Bajonett aufspießt.

Daß Britannien seine eigenen schrecklichen Neuheiten entwickelte, wie die Hungerblockade, die Feuerwalze und die Massenverminung ganzer Abschnitte wie bei Messines, spielte keine Rolle. Seine Propaganda war viel besser.

Nach dem Krieg hing der Gestank der Propaganda so schwer um diese bestimmte Tötungsmethode, daß sie vom Genfer Protokoll verboten wurde, während Luftbombardements, massierte Artillerie, Stacheldraht und Maschinengewehrfeuer nicht verboten wurden – überraschenderweise ein Verbot, das sich den ganzen Zweiten Weltkrieg hindurch hielt, der Flächenbombardierungen, Brandbombenangriffe und Atombombenabwürfe der Mischung hinzufügte, zusammen mit ethnischen Säuberungen und Massenvergewaltigungen, lauter Kriegsmethoden, die lokale Gasangriffe vergleichsweise harmlos erscheinen ließen.

Daß die Deutschen im Zweiten Weltkrieg auf den Einsatz von Gas verzichteten, muß für die Propagandisten des Westens eine Enttäuschung gewesen sein, da diese Methode weiterhin von einer Aura der Grausamkeit umgeben war, die leicht in moralisches Kapital hätte verwandelt werden können. Dies ist mehr oder weniger das, was nach dem Krieg geschah, als das Narrativ von den Nazis entwickelt wurde, die 6 Millionen Juden vergasten.

Diese Assoziation, ob sie auf Tatsachen beruht oder nicht, hielt das extreme moralische Odium des Gases weit über allen anderen Methoden der Kriegsführung in der Nachkriegszeit weiterhin aufrecht. Dies kann mit der Rolle demonstriert werden, die Saddam Husseins Gasangriff auf das kurdische Dorf Halabja bei der nachfolgenden Dämonisierung spielte.

Es gibt historische und assoziatorische Gründe, warum Gas so verabscheut wird, aber in einer Welt, in der es viele andere und schlimmere Schrecken gibt, bleibt das besondere moralische Odium, das dem Gas vorbehalten ist, irgendwie eine Absurdität.

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Drogengeschäfte V: Afghanistan

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

In den Tagen nach 9/11 saß ich in jeder freien Minute vor dem Fernseher, und in vielen der eigentlich nicht freien Minuten auch. Das heißt, ich habe vor dem Fernseher nicht nur gebügelt und gegessen, sondern auch auf dem Couchtisch Gemüse geputzt und Zwiebeln gehackt, um ja keinen der in Legionenstärke auf dem Bildschirm aufmarschierenden Experten zu verpassen. Wahrscheinlich hatte ich glasige Augen und einen stieren Blick, aber zum guten Glück ist das nicht in Bilddokumenten für die Nachwelt festgehalten.

All die zahllosen aus allen möglichen und unmöglichen Ecken herbeigeschleppten Terrorismus-, Islamismus- und Nahostexperten, bei denen man sich unwillkürlich fragt: „Was machen die eigentlich, wenn gerade kein Terroranschlag ist?” habe ich natürlich alle schon längst wieder vergessen. Alle bis auf einen, der mir aus irgendwelchen Gründen im Gedächtnis geblieben ist. Seinen Namen weiß ich auch nicht mehr, aber es war ein in Deutschland wirkender Berufspalästinenser, der dem Fernsehsender in dem Zusammenhang wohl auch als Experte galt, und vielleicht habe ich ihn deswegen nicht vergessen, weil er anders aussah, wie ich mir einen Palästinenser vorstellte, nämlich ein ruhig, besonnen und freundlich wirkender älterer Mann im Anzug, der ein gepflegtes Deutsch sprach.

Dieser Experte wurde vom Reporter gefragt, was ihm denn im Kopf herumgegangen wäre, als er von den Terroranschlägen erfahren hatte und er antwortete darauf, er habe zu Gott gebetet: „Bitte mach, dass das keine Palästinenser waren.” Vielleicht kann ich mich auch deswegen noch an ihn erinnern, weil ich damals trotz all meiner Abneigung gegen die Palästinenser dachte: „Ja, guter Mann. Das hätte ich an deiner Stelle auch gebetet.“

Sieben Jahre später, als sich die offizielle 9/11-Version für mich wie so manch andere Legende aufgelöst hatte, führte diese Erinnerung mich zu einer ganz neuen Fragestellung und zwar: „Warum waren das eigentlich keine Palästinenser?“

Für Leute, die an die offizielle Version glauben, ist diese Frage leicht beantwortet. Es waren deswegen keine Palästinenser, weil es eben keine Palästinenser waren. Punkt. Afghanen waren es nebenbei bemerkt auch nicht, aber eben Leute, die in Afghanistan ihre Zentrale hatten. Wenn man aber erkannt hat, dass die offizielle Version unmöglich stimmen kann, und wenn man darüber hinaus noch erkannt hat, dass jüdische und israelische Kreise knietief in der 9/11-Sache drinstecken, kommt eben die Frage auf: „Warum haben sie das nicht den Palästinensern in die Schuhe geschoben? Mit dem Zorn, der damals in den USA und weiten Teilen Europas gegen jeden mobilisiert hätte werden können, der das getan hat, und den der Berufspalästinenser auf meinem TV-Schirm ja ganz offensichtlich auch fürchtete, hätte das Palästinaproblem, das Israel hat oder angeblich hat, perfekt gelöst werden können, ohne dass die IDF auch nur einen Finger hätte rühren müssen. Die Amis hätten das schon geregelt.” Das ist aber nicht passiert. Warum?

Ich kann die Frage nicht zufriedenstellend beantworten, der Nahostkonflikt mit all seinen Ungereimtheiten ist auch nicht Thema dieses Artikels, sondern Afghanistan. Radikal antizionistische Kreise unter der Rechten, deren Antizionismus ausschließlich um Israel kreist und die der Ansicht sind, alles, was Juden tun – einschließlich allem, was der Mossad tut – geschähe nur in nationalstaatlichem Interesse dieses kleinen Landes im Nahen Osten, vertreten zuweilen die Ansicht, 9/11 wäre inszeniert worden, um Israels Grenzen zu sichern und Israels Feinde zu neutralisieren. Während das im Falle des Iraks vielleicht gerade noch so erwägenswert wäre, man aber bedenken muss, dass der Irakkrieg mit Massenvernichtungswaffen und Saddams Grausamkeit gegenüber der eigenen Bevölkerung begründet wurde und nicht mit Verstrickung in 9/11, ist diese Begründung im Falle Afghanistans so lächerlich, dass man kaum fassen kann, dass jemand sie bringt. Warum auch immer die NATO in Afghanistan ist, um Israels Grenzen vor der Taliban Airforce zu schützen, ist sie es nicht. Das Steinzeit-Afghanistan der Taliban stellte nie eine Bedrohung für den Staat Israel dar.

Wenden wir uns also der Frage zu: „Warum sind wir nun wirklich mit der NATO in Afghanistan?” Und wieder ist die Frage von denen, die an die offizielle 9/11-Version glauben, leicht zu beantworten. Wir sind in Afghanistan, Dummi, weil wir dort den Terrorismus bekämpfen. Allerdings verliert diese Begründung selbst für diese Kreise so langsam an Glaubwürdigkeit, vor allem nachdem Osama bin Laden, der übrigens arabischen Quellen zufolge heute am 16. Dezember 2011, seinen 10. Todestag haben soll, dieses Jahr nun endlich auch offiziell für tot erklärt worden ist. Der Kampf-gegen-den-Terror-Vorwand ist inzwischen so fadenscheinig geworden, dass die Propagandamaschinerie sich nicht mehr alleine auf ihn stützt, sondern auch mal wieder die Menschen- und Frauenrechte hervorkramen muss, deren Missachtung in Afghanistan vor 9/11 keinen interessiert hat.

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Drogengeschäfte IV: Heroindrehscheibe Kosovo

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

Zuvor veröffentlicht:

Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Drogengeschäfte II: Interview mit Hervé Ryssen

Drogengeschäfte III: Vom Gulag über Brooklyn zur Weltherrschaft

 

Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 proklamierte sich der Kosovo als unabhängiger Staat, der mittlerweile von knapp der Hälfte der UNO-Mitgliedsstaaten anerkannt ist. Seit 2009 ist der Kosovo Mitglied des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe.

Als Geburtshelfer dieses neuen Staates kann die NATO bezeichnet werden, die im Krieg 1999 in die serbischen Bestrebungen, die ethnischen Konflikte in der Provinz in den Griff zu bekommen, mit militärischer Gewalt zu Gunsten der Kosovo-Albaner eingriff. Selbstverständlich steht die NATO nicht im luftleeren Raum, sondern handelt nach Anweisung von Regierungen, insbesondere der amerikanischen, und von Personen, die diese Regierungen „beraten” und sie in humanistischer Bewegtheit auf als Kriegsvorwände geeignete Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Der Kosovokrieg gilt als erster Krieg, der vollkommen unabhängig von nationalen Interessen der angreifenden Partei angeblich einzig und alleine zum Schutz vor Menschenrechtsverletzungen geführt wurde. Ob man das glauben möchte oder nicht, sei erst einmal dahingestellt. Was aber gesichert ist, ist, dass es so dargestellt wurde (es wurde keine von Serbien ausgehende „Terrorgefahr” oder Bedrohung von NATO-Staaten durch Massenvernichtungswaffen ins Spiel gebracht). Irgendeinen Grund für diesen Krieg hat es jedoch mit Sicherheit gegeben, und der Versuch, den herauszufinden, ist Inhalt dieses Artikels.

Für Menschen, die sich der internationalistischen Agenda dieser menschenrechtsbewegten Kreise bewusst sind, gibt es eine kleine Merkwürdigkeit im Falle Kosovos. Während wir tagtäglich erleben, wie die europäische Einigung immer mehr vorangetrieben wird, wie immer mehr Migranten vor allem aus islamischen Ländern die Völker Europas überfluten, wie immer mehr auf Integration, d.h. ein Völkergemisch und darausfolgend im späteren Verlauf ein Mischvolk gedrängt wird, wie ernorme Geldmittel für die Integration und gegen jegliche Absonderungsbestrebungen bereitgestellt werden, ist im Kosovo genau das Gegenteil gemacht worden.

Während die Propagandisten nicht müde werden, das Ende des unabhängigen und insbesondere ethnisch definierten Nationalstaates zu propagieren und jeden Schritt zu feiern, der dem näher kommt, haben sie in diesem Fall einen unabhängigen Kleinstaat, den es vorher niemals gegeben hatte, künstlich erschaffen, und dies unter anderem auch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und offen ethnisch begründet.  Während die alten, gewachsenen Nationen Europas immer weniger Souveränitätsrechte haben, schon alleine die Vorstellung, sie hätten etwas mit Ethnie zu tun,  als empörend gilt, und auch die USA, Kanada und Mexiko in Richtung einer Amerikanischen Union getrieben werden, mutet die Schaffung des unabhängigen Staates Kosovo wie eine erstaunliche Ausnahme an. Anscheinend ist die Idee des ethnischen Nationalstaates im Falle Kosovos also irgendwie doch nicht ganz so tot wie sie es zum Beispiel im Falle Deutschlands ist und wie es die heilsbringenden Globalisierer nicht müde werden, zu predigen.

Was hervorragend ins NWO-Bild passt, ist, dass weiße christliche Europäer – die Serben – als alleinige Bösewichter dargestellt wurden und letztlich, nachdem es mit wirtschaftlichem Druck nicht gelang, sie zur freiwilligen Herausgabe des Kosovo zu erpressen, militärisch gezwungen wurden, moslemischen „Opfern” nachzugeben. Was nicht ins Bild passt, ist, dass der Kosovo aus Serbien herausgerissen und zu einem unabhängigen Kleinstaat gemacht wurde. Man muss sich analog nur vorstellen, dass das türkisierte Ruhrgebiet sich als unabhängiger Staat „Ruhr-Türkei” ausruft, die dort lebenden Deutschen in andere Teile Deutschlands fliehen, aber fortan nicht mehr für die Sozialhilfe der Ruhr-Türken aufkommen müssen und auch nicht mehr gezwungen sind, sie zu integrieren und jegliche „rassistische” Diskriminierung ihnen gegenüber zu unterlassen. Ganz unabhängig davon, ob das aus unserer Sicht wünschenswert wäre oder nicht, ist jedem klar, dass eine solche Abspaltung nicht im Interesse der globalistischen Eliten läge und dass sie diese niemals militärisch durchsetzen würden, sollten die Türken jemals auf die Idee kommen, etwas Derartiges zu wollen. Sie wurden ja extra importiert, um Deutschland zu destabilisieren, eine Segregation und sogar die Ausrufung eines neuen Staates würde diesem Plan komplett entgegenlaufen.

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Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

Der folgende Artikel ist hauptsächlich eine Übersetzung, deren englisches Original unter dem Titel The Sassoon Opium Wars am 1. Oktober 2007 auf dem Blog In Pursuit of Happiness erschienen ist. Ich habe die historischen Angaben und Namen, die darin erwähnt werden, bei Wikipedia überprüft und an einigen Stellen zum Abgleich auch aus Wikipedia zitiert. Diese Stellen sind als Einschub im Text kenntlich gemacht.

Der 99-jährige britische Pachtvertrag für Hongkong lief im Juli 1997 aus und ermöglichte den Rotchinesen die Übernahme. Hunderte von Zeitungs- und Fernsehberichten befassten sich mit diesem Ereignis, aber nicht ein einziger erwähnte, wie England ursprünglich die Kontrolle über Hongkong erlangt hatte.

Die Wahrheit liegt in der Familienlinie David Sassoons, der „Rothschilds des Fernen Osten” und ihrem Monopol auf den Opiumhandel verborgen. Großbritannien kam in den Besitz von Hongkong, indem es die Opiumkriege führte und den Sassoons das Exklusivrecht verlieh, eine gesamte Nation auf Drogen zu setzen.

David Sassoon wurde 1792 in Bagdad geboren. Sein Vater Saleh Sassoon war ein wohlhabender Banker und der Schatzmeister von Ahmet Pascha, dem Herrscher Bagdads. (Damit war er dessen „Hofjude” – eine höchst einflussreiche Stellung).

1829 wurde Ahmet Pascha wegen Korruption gestürzt und die Familie Sassoon floh nach Bombay in Indien. Bombay lag an der strategischen Handelsroute ins Innere Indiens und war das Tor zum Fernen Osten. Innerhalb kürzester Zeit verlieh die britische Regierung den Sassoons Monopolrechte für alle Textilwaren, Seide und – am bedeutsamsten von allem – Opium, damals die Droge mit dem höchsten Suchtpotential der Welt!

Die Jewish Encyclopedia von 1905 schreibt, dass Sassoon seinen Opiumhandel nach China und Japan ausweitete. Er postierte seine acht Söhne an den wichtigsten Opiumumschlagsplätzen in China.

Einschub: Wikipedia beschreibt David Sassoon als osmanisch-britisch-indischen Geschäftsmann und als Philanthropen, dessen Familie wegen „Unterdrückung der jüdischen Gemeinde” durch das Osmanische Reich aus Bagdad fliehen musste und nur wenig Vermögen mitnehmen konnte. In Bombay wurde er nach kleinen Anfängen als Teppichhändler innerhalb kürzester Zeit zu einem der reichsten Männer der Stadt.

Gemäß der Jewish Encyclopedia von 1944 „beschäftigte Sassoon in seinen Betrieben ausschließlich Juden, und wo immer er sie hinschickte, baute er Synagogen und Schulen für sie. Er importierte ganze Familien von Mitjuden … und gab ihnen Arbeit.“

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White Man’s Burden

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Von Ari Shavit, übersetzt von Deep Roots Das Original White Man’s Burden erschien am 4. März 2003 in der Online-Ausgabe der israelischen Zeitung Haaretz.

 

Der Krieg im Irak wurde von 25 neokonservativen Intellektuellen ersonnen, die meisten davon Juden, die Präsident Bush dazu drängten, den Lauf der Geschichte zu verändern. Zwei von ihnen, die Journalisten William Kristol und Charles Krauthammer, sagen, daß dies möglich ist. Aber ein weiterer Journalist, Thomas Friedman (nicht Teil der Gruppe) ist skeptisch.

  1. Die Doktrin:

WASHINGTON – Am Ende seiner zweiten Woche sah der Krieg zur Befreiung des Irak nicht gut aus. Nicht einmal in Washington. Die Annahme eines schnellen Zusammenbruchs des Regimes von Saddam Hussein war selber zusammengebrochen. Die Vorannahme, daß die irakische Diktatur zerbröseln würde, sobald das mächtige Amerika ins Land eindrang, stellte sich als unbegründet heraus. Die Schiiten erhoben sich nicht, die Sunnis kämpften heftig. Die irakische Guerrillakriegführung fand die amerikanischen Generäle unvorbereitet vor und gefährdete ihre überdehnten Nachschublinien. Dennoch unterstützten 70 % des amerikanischen Volkes weiterhin den Krieg; 60 % dachten, daß der Sieg sicher war; 74 % drückten Vertrauen in Präsident George W. Bush aus.

Washington ist eine kleine Stadt. Es ist ein Ort mit menschlichen Dimensionen. Eine Art Kleinstadt, die zufällig ein Imperium führt. Eine Kleinstadt aus Regierungsbeamten und Kongressmitgliedern, aus Personal von Forschungsinstituten und aus Journalisten, die einander alle recht gut kennen. Jeder intrigiert fleißig gegen alle anderen; und jeder tratscht über alle anderen.

Im Laufe des vergangenen Jahres ist ein neuer Glaube in der Stadt entstanden: der Glaube an den Krieg gegen den Irak. Dieser inbrünstige Glaube wurde von einer kleinen Gruppe von 25 oder 30 Neokonservativen verbreitet, fast alle von ihnen Juden, fast alle von ihnen Intellektuelle (eine auszugsweise Liste: Richard Perle, Paul Wolfowitz, Douglas Feith, William Kristol, Eliot Abrams, Charles Krauthammer), Leute, die miteinander befreundet sind und einander fördern und die davon überzeugt sind, daß politische Ideen eine bedeutende Triebkraft der Geschichte sind. Sie glauben, daß die richtige politische Idee eine Fusion von Moral und Macht, von Menschenrechten und Entschlossenheit mit sich bringt. Die philosophische Untermauerung der Washingtoner Neokonservativen sind die Schriften von Machiavelli, Hobbes und Edmund Burke. Sie bewundern auch Winston Churchill und die von Ronald Reagan verfolgte Politik. Sie tendieren dazu, die Realität in Begriffen des Scheiterns der 1930er (München) versus den Erfolg der 1980er (dem Fall der Berliner Mauere) zu lesen.

Irren sie sich? Haben sie einen Akt der Torheit begangen, indem sie Washington nach Bagdad führten? Sie glauben das nicht. Sie klammern sich weiter an ihren Glauben. Sie tun immer noch so, als sei alles mehr oder weniger in Ordnung. Daß alles klappen wird. Gelegentlich scheinen sie jedoch in kalten Schweiß auszubrechen. Dies ist nicht länger eine akademische Übung, sagt einer von ihnen, wir sind verantwortlich für das, was passiert. Die Ideen, die wir vorgebracht haben, wirken sich jetzt auf das Leben von Millionen Menschen aus. Es gibt also Momente, wo man Angst hat. Man sagt: „Zur Hölle, wir sind gekommen, um zu helfen, aber vielleicht haben wir einen Fehler gemacht.”

  1. William Kristol:
Bill Kristol

Bill Kristol

Hat Amerika mehr in den Mund genommen, als es kauen kann? Bill Kristol sagt, nein. Sicher, die Presse ist sehr negativ, aber wenn man die Fakten vor Ort untersucht, sieht man, daß es keinen Terrorismus gibt, keine Massenvernichtung, keine Angriffe gegen Israel. Die Ölfelder im Süden sind gerettet worden, die Kontrolle über den Luftraum ist erreicht worden, amerikanische Truppen stehen 50 Meilen vor Bagdad. Selbst wenn also hier und da Fehler gemacht wurden, sind sie nicht schwerwiegend. Amerika ist groß genug, um damit fertig zu werden. Kristol hat nicht den leisesten Zweifel, daß General Tommy Franks schließlich seine Ziele erreichen wird. Die 4th Cavalry Division wird sich dem Kampfgetümmel bald anschließen, und eine weitere Division ist aus Texas unterwegs. Es ist also möglich, daß es statt eines eleganten Krieges mit 60 Getöteten in zwei Wochen eine weniger elegante Angelegenheit mit tausend Getöteten in zwei Monaten werden wird, aber dennoch hat Bill Kristol überhaupt keinen Zweifel, daß der Krieg zur Befreiung des Irak ein gerechter Krieg ist, ein obligatorischer Krieg.

Kristol macht einen angenehmen Eindruck und ist ein Endvierziger von durchschnittlicher Größe. In den vergangenen 18 Monaten hat er seine Position als Herausgeber des rechten Weekly Standard und seinen Status als einer der Führer des neokonservativen Zirkels in Washington dazu benutzt, das Weiße Haus dazu zu verleiten, gegen Saddam Hussein in die Schlacht zu ziehen. Weil man von Kristol glaubt, daß er beträchtlichen Einfluß auf den Präsidenten, auf Vizepräsident Richard Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ausübt, wird er auch las derjenige gesehen, der maßgeblich daran beteiligt war, Washington zu diesem mit vollem Einsatz geführten Feldzug gegen Bagdad zu veranlassen. Während er hinter den Bücherstapeln sitzt, die seinen Schreibtisch im Büro des Weekly Standard im nordwestlichen Washington bedecken, versucht er mich davon zu überzeugen, daß er sich keine Sorgen macht. Es ist für ihn einfach unvorstellbar, daß Amerika nicht gewinnen wird. In diesem Fall wären die Konsequenzen katastrophal. Niemand will ernsthaft über diese Möglichkeit nachdenken.

Worum geht es in diesem Krieg? frage ich. Kristol antwortet, daß es auf einer Ebene der Krieg ist, von dem George Bush spricht: ein Krieg gegen ein brutales Regime, das Massenvernichtungswaffen in seinem Besitz hat. Aber auf einer tieferen Ebene ist es ein größerer Krieg, einer um die Gestaltung eines neuen Nahen Ostens. Es ist ein Krieg, der die politische Kultur der gesamten Region verändern soll. Wegen dem, was am 11. September 2001 geschehen ist, sagt Kristol, haben die Amerikaner sich umgesehen und gesehen, daß die Welt nicht das war, wofür sie sie gehalten hatten. Die Welt ist ein gefährlicher Ort. Daher haben die Amerikaner sich nach einer Doktrin umgesehen, die es ihnen ermöglichen würde, mit dieser gefährlichen Welt fertigzuwerden. Und die einzige Doktrin, die sie fanden, war die neokonservative.

Diese Doktrin besagt, daß das Problem im Nahen Osten das Fehlen von Demokratie und Freiheit ist. Daraus folgt, daß der einzige Weg, um Leute wie Saddam Hussein und Osama bin Laden abzublocken, darin besteht, Demokratie und Freiheit zu verbreiten. Die kulturelle und politische Dynamik, die solche Leute hervorbringt, radikal zu verändern. Und daß der Weg, das Chaos zu bekämpfen, die Schaffung einer neuen Weltordnung ist, die auf Freiheit und Menschenrechten beruht – und die Bereitschaft, Gewalt einzusetzen, um diese neue Welt zu konsolidieren. Das ist es also, worum es in diesem Krieg wirklich geht. Er wird geführt, um eine neue Weltordnung zu konsolidieren, einen neuen Nahen Osten zu schaffen.

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Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

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Von Prof. Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter“). Das Original „The Culture of Critique“ erschien 1998 bei Praeger Publishers und die mir vorliegende Paperback-Ausgabe 2002 bei 1st Books Library (ISBN 0-7596-7222-9). Ich erhebe keinen Anspruch auf eine wie auch immer geartete Vergütung für die Verwendung dieser Übersetzung durch den Verfasser, Professor Kevin MacDonald, für eine Veröffentlichung in Buchform oder in irgendeiner sonstigen Weise.

(I will not claim any reward whatsoever from the author, Professor Kevin MacDonald, should he publish this translation in printed or any other form)

Zuvor veröffentlicht: Die Kultur der Kritik: Vorwort von Professor Kevin MacDonald

Vorwort von Professor Kevin MacDonald zur ersten Paperback-Ausgabe

The Culture of Critique (im folgenden CofC genannt) wurde ursprünglich 1998 von Praeger Publishers veröffentlicht, einer Verlagsmarke von Greenwood Publishing Group, Inc. Die These des Buches ist in der Tat schwierig – schwierig nicht nur, weil sie schwierig zu beweisen ist, sondern auch weil sie viele fundamentale Annahmen über unsere zeitgenössische intellektuelle und politische Existenz in Frage stellt.

CofC beschreibt, wie jüdische Intellektuelle während des 20. Jahrhunderts eine Anzahl wichtiger intellektueller und politischer Bewegungen in Gang setzten und förderten. Ich behaupte, daß diese Bewegungen Versuche sind, die westlichen Gesellschaften in einer Weise zu verändern, die den Antisemitismus neutralisiert oder ihm ein Ende setzt und die Aussichten für den Fortbestand der Juden als Gruppe, entweder in offener oder halb-kryptischer Weise, verbessert. Mehrere dieser jüdischen Bewegungen (z. B. die Verschiebung bei der Einwanderungspolitik zugunsten nichteuropäischer Völker) haben versucht, die Macht ihrer vermeintlichen Konkurrenten zu schwächen – der europäischen Völker, die am Anfang des 20. Jahrhunderts eine dominante Position nicht nur in ihren traditionellen Heimatländern in Europa, sondern auch in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien eingenommen hatten. Auf theoretischer Ebene werden diese Bewegungen als das Ergebnis von Interessenkonflikten zwischen Juden und Nichtjuden bei der Interpretation der Kultur und in verschiedenen Fragen der öffentlichen Politik betrachtet. Letztendlich werden diese Bewegungen als Ausdruck einer gruppenevolutionären Strategie der Juden in ihrem Konkurrenzkampf mit Nichtjuden um gesellschaftliche, politische und kulturelle Dominanz betrachtet.

Ich versuche hier, einige typische Kritiken zu beantworten, die gegen CofC vorgebracht worden sind. (Siehe auch meine Webseite: www.csulb.edu/~kmacd). Ich behandle auch Fragen, die von mehreren Büchern aufgeworfen wurden, die seit der Veröffentlichung von CofC erschienen sind.

Es hat Beschwerden gegeben, daß ich das Judentum in monolithischer Weise betrachte. Dies ist definitiv nicht der Fall. Vielmehr ist meine Methodologie bei jeder Bewegung, die ich behandle, folgende gewesen:

1) Einflußreiche, von Juden dominierte Bewegungen zu finden, ohne Implikation, daß alle oder die meisten Juden an diesen Bewegungen beteiligt sind, und ohne Einschränkung der Art dieser Bewegungen. Zum Beispiel streife ich den jüdischen Neokonservatismus, der in mancher Weise eine Abweichung von den anderen Bewegungen ist, die ich bespreche. Im Allgemeinen waren an den meisten dieser Bewegungen relativ wenige Juden beteiligt, und eine erhebliche Zahl von Juden hat nichts von deren Existenz gewußt. Sogar der jüdische Linksradikalismus – sicherlich die verbreitetste und einflußreichste jüdische Subkultur des 20. Jahrhunderts – ist vielleicht die meiste Zeit eine Minderheitsbewegung innerhalb der jüdischen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Gesellschaften gewesen. Infolgedessen kritisiere ich, wenn ich diese Bewegungen kritisiere, nicht notwendigerweise die meisten Juden. Trotzdem waren diese Bewegungen einflußreich, und sie waren jüdisch motiviert.

2) Zu bestimmen, ob die jüdischen Teilnehmer an jenen Bewegungen sich als Juden identifizierten UND ihre Mitwirkung an der Bewegung für eine Förderung jüdischer Interessen hielten. Die Mitwirkung mag unbewußt oder mit Selbsttäuschung verbunden gewesen sein, aber meistens war es recht leicht und unkompliziert, Beweise für diese Thesen zu finden. Wo ich dachte, daß Selbsttäuschung eine Rolle spielte (wie im Fall vieler jüdischer Radikaler), lieferte ich Beweise, daß sie sich in Wirklichkeit als Juden identifizierten und daß sie trotz eines gegenteiligen oberflächlichen Anscheins sehr um jüdische Belange besorgt waren. (Siehe auch Kapitel 1 von CofC.)

3) Zu versuchen, den Einfluß dieser Bewegungen auf die nichtjüdische Gesellschaft zu ermessen. Bedenken Sie, daß der Einfluß einer von Juden dominierten intellektuellen oder politischen Bewegung unabhängig vom Prozentanteil der jüdischen Gemeinschaft ist, der an der Bewegung beteiligt ist oder diese unterstützt.

4) Zu zeigen versuchen, wie Nichtjuden auf diese Bewegungen reagierten – waren sie zum Beispiel eine Quelle des Antisemitismus?

Mehrere der Bewegungen, die ich behandle, sind in den Sozialwissenschaften sehr einflußreich gewesen. Ich behaupte jedoch nicht, daß es keine Juden gibt, die gute Sozialwissenschaft betreiben, und tatsächlich liefere ich eine Liste prominenter jüdischer Sozialwissenschaftler, auf die meiner Meinung nach nicht die oben unter 2) umrissenen Punkte zutreffen (siehe Kapitel 2 von CofC). Falls es Beweise gegeben hätte, daß diese Sozialwissenschaftler sich als Juden identifizierten und bei ihrer sozialwissenschaftlichen Tätigkeit eine jüdische Agenda hatten (was bei den meisten der Aufgelisteten definitiv nicht der Fall war, aber möglicherweise im Fall von Richard Herrnstein zutraf – siehe unten), dann wären sie Kandidaten für die Aufnahme in dieses Buch gewesen. Die Leute, die ich als zu evolutionären/biologischen Perspektiven beitragend anführe, sind tatsächlich ethnische Juden, aber bei den meisten habe ich keine Ahnung, ob sie sich entweder als Juden identifizieren oder bei ihren Forschungsarbeiten eine jüdische Agenda haben, einfach weil in ihrer Arbeit oder anderswo keine Beweise dafür zu finden sind. Falls es Beweise dafür gibt, daß ein prominenter Evolutionsbiologe sich als Jude identifiziert und seine Arbeit in der Soziobiologie oder Evolutionspsychologie als Förderung jüdischer Agenden betrachtet, dann sollte er oder sie als Beispiel für das untersuchte Phänomen in CofC enthalten sein statt einfach als Wissenschaftler, der auf dem Gebiet der Evolutionswissenschaften arbeitet.

Interessanterweise schreibt Alan Ryan (1994, S. 11) im Fall von einem derer, die ich erwähne, Richard J. Herrnstein: „Herrnstein wünscht sich im Grunde die Welt, in der kluge Judenkinder oder deren Äquivalent es schaffen, aus ihrem bescheidenen Hintergrund herauszukommen und schließlich Goldman Sachs oder die physikalische Fakultät von Harvard leiten.“ Dies ist eine Haltung, die, wie ich annehme, für den Neokonservatismus typisch ist, eine jüdische Bewegung, die ich an mehreren Stellen behandle, und es ist etwas von der Art, das, falls es stimmt, nahelegen würde, daß Herrnstein die in The Bell Curve behandelten Themen wirklich jüdische Interessen in einer Weise berührend sah, wie es sein Mit-Autor Charles Murray nicht sah. (Ryan stellt die Weltsichten von Murray und Herrnstein einander gegenüber: „Murray wünscht sich den Mittelwesten, in dem er aufwuchs – eine Welt, in der es den örtlichen Mechaniker keine zwei Cents kümmerte, ob er klüger war als der örtliche Mathelehrer oder nicht.“) In ähnlicher Weise erfüllt die theoretische Physik des 20. Jahrhunderts nicht die Kriterien einer jüdischen intellektuellen Bewegung, eben weil es gute Wissenschaft war und es keine Anzeichen dafür gibt, daß Ethnisches an ihrer Schaffung beteiligt war: Die Identifikation als Jude und das Verfolgen jüdischer Interessen waren nicht wichtig für den Inhalt der Theorien oder für das Verhalten der intellektuellen Bewegung. Und doch sind Juden in den Reihen der theoretischen Physiker stark überrepräsentiert gewesen.

Diese Schlußfolgerung bleibt zutreffend, obwohl Einstein, die Führungsgestalt unter den jüdischen Physikern, ein stark motivierter Zionist war (Fölsing 1997, S. 494 – 505), Assimilation als verachtenswerte Form von „Mimikry“ ablehnte (S. 490), es vorzog, sich unter andere Juden zu mischen, die er als seine „Stammesgefährten“ bezeichnete (S. 489), die für so viele Juden während der 1920er und 1930er typische unkritische Unterstützung des bolschewistischen Regimes in Rußland begrüßte, einschließlich beharrlicher Rechtfertigung der Moskauer Schauprozesse in den 1930ern (S. 644 – 645), und von einem hochgesinnten Pazifismus während des Ersten Weltkrieges, als jüdische Interessen nicht auf dem Spiel standen, zur Befürwortung des Baus von Atombomben wechselte, um Hitler zu besiegen. Von seinem Teenageralter an hatte er eine Abneigung gegen die Deutschen, und in seinem späteren Leben kritisierte er jüdische Kollegen, die zum Christentum übertraten und sich wie Preußen benahmen. Er hatte eine besondere Abneigung gegen Preußen, die die ethnische Elitegruppe in Deutschland waren. Im Alter von 73 auf sein Leben zurückblickend, brachte Einstein seine Volkszugehörigkeit unmißverständlich zum Ausdruck: „Meine Beziehung zum Judentum ist zu meiner stärksten menschlichen Bindung geworden, sobald ich völlige Klarheit über unsere prekäre Position unter den Nationen erlangt hatte“ (in Fölsing 1997, S. 488). Laut Fölsing hatte Einstein diese Klarheit schon in frühen Jahren entwickelt, gestand sie sich aber erst viel später ein, eine Form des Selbstbetrugs: „Als junger Mann mit bourgeois-liberalen Ansichten und einem Glauben an die Aufklärung hatte er sich geweigert, sich seine jüdische Identität einzugestehen“ (in Fölsing 1997, S. 488).

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