Zur Erinnerung an Jörg Haider

Von Osimandia, ursprünglich am 11. Oktober 2012 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht. Hier nachveröffentlicht mit etwas Verspätung (24 Tage) anläßlich des zehnten Jahrestags von Jörg Haiders Tod (ich hatte es zunächst nicht vorgehabt, nun aber doch die Bilder dazu gefunden).

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse. Andere – insbesondere Orientalen – haben für Kränkungen aller Art Gedächtnisse wie Elefanten, während wir eine Redewendung “Schnee von gestern” haben, die wir vielleicht besser aus unserem Wortschatz streichen sollten – zumindest solange wir nicht unbehelligt alleine unter uns leben. Araber nörgeln nach fast 1000 Jahren noch an den Kreuzzügen rum und von Juden muss man diesbezüglich erst gar nicht anfangen, die machen aus – tatsächlichen oder erfundenen – Kränkungen sogar heilige Schriften. (Ägypten, Persien, Babylon, Amalek, Riese Goliath uvm.) Wir Deutschen können von Glück sagen, dass derzeit eine Bibelergänzung doch zu fragwürdig wäre, um durchzugehen, ansonsten würden wir uns nämlich als nicht sehr vorteilhafte Hauptprotagonisten in einem 6. Buch Mose widerfinden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Zum österreichischen Nationalfeiertag: „A Land zum Leb’n“, trotz Patriotismusvernaderern

Von Deep Roots alias Lucifex, ursprünglich veröffentlicht am 26. Oktober 2014 auf As der Schwerter“. (Laut Rückmeldung meiner AdS-Kameraden nach der Originalveröffentlichung auf AdS sind manche der enthaltenen Videos von Deutschland aus nicht aufrufbar.)

Am Freitag, dem 24. Oktober 2014 erschien in der „Kronen-Zeitung“ eine Kolumne von Mathias Grilj, der mir schon länger als gutmenschelnder, feministischer Vielfaltspinsel verhasst ist. Titel: „Heimatkitsch? Und wie gern!“

Gleich im ersten Absatz lieferte Grilj eine Aussage, die meinem Frühstückskaffee beim Blutdrucksteigern geholfen hat und zum bevorstehenden Nationalfeiertag ungefähr so paßte wie Eselpisse zu Sachertorte:

„Bei jedem kollektiven Stolz kann ich nur den Kopf schütteln. Stolz kann man nur auf Leistung sein. Herkunft ist Zufall. Aber wenn du es hinkriegst, dass es Menschen, die dir lieb sind, gut geht, Frau und Kind und Alten und den anderen, dann sei gern stolz darauf! Wenn es dir gelingt, ein Mensch zu sein. Natürlich auch auf einen Salto rückwärts, hepp! Aber auf Nationalität sind nur Versager stolz.“

Zum Beweis füge ich dieses Stück Zersetzungspropaganda als Scan an:

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An Jörg Haiders „Unfall“ort

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht im Sommer 2010 auf „As der Schwerter“

 

Anläßlich des Todes von Richterin Kirsten Heisig habe ich mich zu einer Programmänderung entschlossen und bringe zunächst einen kurzen Bericht über einen Ausflug nach Kärnten im Herbst vorigen Jahres, gefolgt von ein paar Gedanken zum damaligen und zum aktuellen Fall:

koettmannsdorf-1

Einer der Orte, die ich damals besuchte, war die Stelle von Jörg Haiders „Unfall“ in Köttmannsdorf südlich von Klagenfurt. Ich bin dort schon mehrmals vorbeigekommen, aber niemals solo, sodaß ich nun endlich die Gelegenheit hatte, dort anzuhalten und ein paar Aufnahmen zu machen.

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Oben: Dies ist die Kurve, um die Haider gekommen ist, und in der er nach einem Überholmanöver bei 140 km/h ins tödliche Schleudern gekommen sein soll (das nächste Bild zeigt die Fortsetzung in Richtung des Unglücksortes mit der Gedenkstätte).

Hier könnte ich zum Vergleich Bilder einer anderen, mindestens genauso stark gekrümmten Kurve einfügen (was ich aber aus taktischen Gründen nicht tue), die ich einmal mit 140 km/h bewältigt habe, wobei mir auch die Ideallinie von einem Kleintransporter versperrt worden war.

Und ich hatte damals keinen VW Phaeton, sondern bloß ein sportlicheres Kompaktauto von Mitte der 80er-Jahre.

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Mein Fazit: Hier kommt man niemals mit 140 km/h schon in tödliche Schwierigkeiten, schon gar nicht mit einem Phaeton. Und die angebliche Alkoholisierung ist auch erlogen – mein Arbeitskollege hat im Radio ein Interview mit Haider gehört, das eine Dreiviertelstunde vor dem „Unfall“ aufgenommen worden war und in dem Haider noch stocknüchtern wirkte.

Und auf das diesbezügliche Urteil meines Kollegen ist Verlaß: wenn unser Chef einen in der Birne hat, dann erkennt er das am Telefon, wo mir noch gar nichts auffällt…

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