Roth und Weiss und der Diasporismus

Das Original von Tanstaafl erschien am 29.12.2011 unter dem Titel Roth and Weiss on What’s Best for the Jews bei Age of Treason. Übersetzt von Osimandia. [Anm. v. Lucifex: Unter diesem Link zum nicht mehr existierenden Age of Treason auf blogspot ist der Essay trotz Weiterleitfunktion zum neuen AoT nicht mehr zu finden, aber er ist hier auf Counter-Currents nachveröffentlicht. Das Bild habe ich von dort übernommen.]

Vor zwei Jahren schrieb ich über den jüdischen Einfluss auf die Weihnachtsmusik. Etwas später stolperte ich über eine Textpassage aus Philip Roths Operation Shylock, in der er Irving Berlin dafür lobt, dass dieser Weihnachten (und Ostern) „entchristet” hat. Was mir bis heute nicht klar war, ist, dass Roths Buch die jüdische Feindseligkeit gegenüber Weihnachten in einen viel umfassenderen Zusammenhang jüdischer Feindseligkeit gegenüber dem Christentum, Christen und Weißen ganz allgemein einbettet.

Roth ist wie Berlin kein nebensächlicher und unbedeutender Jude.  Roth wird als „einer der gefeiertsten Autoren seiner Generation” betrachtet.

Seine Belletristik, die häufig in Newark, New Jersey angesiedelt ist, ist bekannt für ihren ausgeprägt autobiographischen Charakter und dafür, dass sie auf philosophische Weise formal die Grenze zwischen Realität und Fiktion verwischt, für ihren „geschmeidig geistreichen Stil” und für ihre provokanten Forschungsreisen in die jüdische und amerikanische Identität.

Tatsächlich ist es korrekter, Roths Werk und seine Fangemeinde als eine allumfassende Obsession mit jüdischer Identität zu beschreiben. Roth ist damit befasst, was es heißt, Jude zu sein, und wie sich das davon abhebt, Christ, Amerikaner oder Europäer zu sein. In Operation Shylock wägt Roth die Unterschiede zwischen Zionismus und Diasporismus, zwei sich ergänzenden jüdischen Identitäten, ab.

Der Auszug, der hier zur Verfügung gestellt wird, war nicht leicht zu finden. Schlussendlich übernahm ich ihn von Moshe Waldoks’ The Best American Humor 1994. Obwohl Roths Buch bei Google Books verfügbar ist, und Detailsuchen Ausschnitte liefern, ist es mir nicht gelungen, einen Link zu frei zugänglichen Teilen daraus zu finden.

Ohne weiteres Drumherum – hier also ist Philip Roth, wie er durch einen Protagonisten spricht, den er Philip Roth genannt hat:

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