Ähnlichkeiten zwischen dem Haiti des Fin de Siècle und dem modernen amerikanischen Schwarzenghetto (Teil 1)

Von James Dunphy, übersetzt von Lucifex. Das Original Similarities between Fin de Siècle Haiti & the Modern American Black Ghetto erschien am 16. November 2017 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right.

Teil 1 von 2

Einführung

Was sind die Kennzeichen einer typischen schwarzen Gesellschaft? Schmutz, Verfall, Unordnung, Grausamkeit, Furcht, ohrenbetäubender Lärm, „fronting“ [etwa: „Fassaden errichten“, Angeberei; d. Ü.] „kangz“-Mythen, ein schockierender Mangel an Verantwortungsbewußtsein, „white man’s burden“ und ein kleiner Anteil an leidenden rassischen Ausreißern. Woher wissen wir dies? Eine Untersuchung zweier schwarzer Gesellschaften aus unterschiedlichen Örtlichkeiten und Zeiten liefert die Antwort.

Der Reisebericht Where Black Rules White des britischen Abenteurers Hesketh Prichard malt ein Bild von Haiti zur Zeit des fin de siècle [der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert; d. Ü.], das den Bedingungen in einem modernen amerikanischen Ghetto ähnelt. Das Schreckgespenst des „systemischen Rassismus“ war im alten Haiti nichtexistent, weil es auf der Insel seit fast einem Jahrhundert keine Weißen gegeben hatte. Was immer das alte Haiti an Problemen mit einem amerikanischen Ghetto gemeinsam hat, stammt daher aus einer anderen Quelle. Ich glaube, diese Quelle ist eine gemeinsame westafrikanische Vererbung, d. h., beide Gruppen haben eine ähnliche rassendefinierende Mischung von Genen, die einen ähnlichen psychologischen Gesamttyp hervorbringen. (Zugegeben, die beiden Gruppen sind genetisch nicht genau gleich. US-Schwarze sind im Durchschnitt zu 78 % afrikanischer Abstammung und Haitianer zu 95 % [1], aber meiner Meinung nach liegen sie nahe genug beisammen.)

Durch den Vergleich von Beispielen aus Heskeths Werk mit meiner Erfahrung im modernen afrikanischen Schwarzenghetto können wir eine Vorstellung davon bekommen, wie eine universale schwarze Gesellschaft aussieht.

„We wuz Kangz“

Prichard erzählt von seiner Konversation mit drei „Generälen“ genannt der rosa General, der blaue General und der grüne General, die auf dem Umschlag erscheinen, den Alex Kurtagić für Wermod & Wermods 2012er Ausgabe dieses Buches illustriert hat. Prichard gibt ihnen diese Namen wegen der verschiedenfarbigen Uniformen, die sie tragen. Die Uniformen der Armee waren nicht einheitlich. Sie stammten aus verschiedenen Zeiten, wobei manche davon alt und zerlumpt waren. Dasselbe galt auch für ihre Waffen.

Die Generäle schätzen Prichard als Amerikaner ein, ohne die Notwendigkeit zu empfinden, ihn dazu zu konsultieren. Er berichtigt sie höflich und erklärt, er sei Brite. Der blaue General antwortet, indem er seine Unterstützung für seine schwarzen Brüder – die Buren – gegen die Briten in Afrika bekennt. Als Prichard darauf hinweist, daß die Buren weiß sind, beharrt der General darauf, daß sie schwarz sind, denn ihm zufolge seien alle Menschen in Afrika, die keine Briten sind, schwarz. (Prichard merkt an, daß der Blaue General der Ex-Kriegsminister ist, eine hochrangige Position.)

Einer kaukasoiden Gruppe Schwarzsein zu überlagern, ähnelt den „We wuz kangz“-Argumenten, die behaupten, die alten Ägypter seien schwarz gewesen. [Anm. d. Ü.: „We wuz kangz“ kommt von „We was kings“ – wir waren Könige.] Doch neue Studien ägyptischer Mumien von 1400 v. Chr. bis 400 v. Chr. zeigen, daß sie eine genetische Kontinuität mit Arabern und Nahostlern allgemein hatten. Laut der Washington Post „waren die alten Ägypter eng mit Völkern verwandt, die entlang des östlichen Mittelmeers lebten… Sie hatten auch genetisches Material mit Bewohnern der türkischen Halbinsel zu der Zeit und Europas [sic] gemeinsam.“ Was es in der heutigen ägyptischen Bevölkerung an subsaharischem afrikanischem Blut gibt, so um 8 %, ist hauptsächlich ein Ergebnis dessen, daß arabische Sklavenhändler schwarze Konkubinen benutzten, lange nachdem Ägypten als Weltführer in Sachen Zivilisation diente.

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Die Schuld des schwarzen Mannes

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Black Man’s Guilt erschien am 12. Mai 2011 im Occidental Observer.

In unterschiedlichem Ausmaß beladen das moderne westliche Bildungssystem, Filme und Fernsehprogramme, ganz zu schweigen von schwarzen Aktivistenorganisationen und Akademikern, die Weißen mit Schuld für die angebliche Beteiligung ihrer Vorfahren an der Sklaverei. Aus offensichtlichen Gründen ist dies besonders in den Vereinigten Staaten der Fall. Die akzeptierte populäre Vorstellung viel zu vieler Leute ist die, daß der weiße Mann den schwarzen Mann versklavte; daß alle Weißen es taten oder mitschuldig waren und immer noch sind; daß alle Weißen auf den vernarbten Rücken afrikanischer Sklaven reich wurden und daß die heutigen Nachkommen weißer Sklavenhalter eine moralische Verantwortung haben, für deren historische Sünden zu büßen und Wiedergutmachung zu leisten.

Wenn man die Sache jedoch genauer untersucht, findet man heraus, daß das Gegenteil der Fall ist.

Ein vielleicht extremes Beispiel zeigt sich anhand der Geschichte der französischen Kolonie Saint Domingue, die jetzt Haiti heißt und die einst als das Juwel der Antillen betrachtet wurde und bis zu den revolutionären Umwälzungen, die im Jahr 1804 zu ihrer Unabhängigkeit führten, die wohlhabendste europäische Kolonie in der Neuen Welt war.

Man kann nicht bestreiten, daß die Wirtschaft von Saint Domingue auf Sklaverei begründet war: an ihrem Höhepunkt stützten sich seine riesigen Plantagen, die einst in der Lage waren, Millionen um Millionen Tonnen von Zucker, Baumwolle und Indigo zu produzieren, auf annähernd eine halbe Million Sklaven, die für etwa 30.000 weiße Pflanzer arbeiteten.

Man kann weder bestreiten, daß die Gesellschaft von Saint Domingue angesichts dieses großen demographischen Mißverhältnisses wie alle Gesellschaften, in denen es Sklaven gab, auf Furcht beruhte und sie in der Tat notwendig machte, weil sonst die allmächtige herrschende Volksgruppe ihre Autorität über ihr bewegliches Vermögen verlieren würde, noch daß solche Bedingungen ermöglichten, daß unwissende und grausame Herren in Saint Domingue Mißhandlungen begingen, die aus den obigen Gründen nicht angemessen getadelt wurden, trotz der sukzessive von der heimatlichen Regierung in Frankreich in dem Bemühen eingeführten Gesetze, die schlimmsten Exzesse zu verhindern, ein Minimum an Fürsorge sicherzustellen und das Verhalten der Herren gegenüber ihren Sklaven zu regulieren. (Siehe Lothrop Stoddard: The French Revolution in San Domingo, und Shamley Green: The Palingenesis Project, 2011).

Und doch darf nicht vergessen werden, daß es die Weißen waren, die auch die Bedingungen für die Emanzipation schufen und in der Tat die Gesetze hierfür erließen und durchsetzten; daß es die Weißen waren, die verkündeten, daß alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind; daß es die Weißen waren, die sich gegen ihresgleichen wandten, um eine egalitäre Gesellschaft zu schaffen und die böse Praxis der Sklaverei abzuschaffen, und daß es ohne den revolutionären Idealismus von Weißen in Europa gut möglich wäre, daß die schwarzen Sklaven von Saint Domingue Sklaven geblieben wären. Die Bedingungen auf der Insel mögen einen fruchtbaren Boden geschaffen haben, aber die Aufstände der Schwarzen und Mulatten nach 1789 waren letztendlich das Ergebnis europäischer, jakobinischer Propaganda.

Und es darf auch nicht vergessen werden, daß die Schwarzen, sobald sie die Unabhängigkeit von ihren ehemaligen weißen Herren erlangt hatten, einander sofort wieder versklavten, und in einer viel härteren und brutaleren Weise, als die Weißen es je getan hatten. Dies war sogar beim mildesten und fähigsten der Revolutionsführer, Toussaint Louverture, der Fall, der als freier Farbiger im vorrevolutionären Saint Domingue bereits etwa ein Dutzend Sklaven zur Arbeit auf einer gepachteten Farm einsetzte. Dies war gewiß bei Jean-Jacques Dessalines der Fall, dem Monster, das die Ausrottung aller verbliebenen Weißen auf der Insel befahl, bevor er sich zum „Kaiser” von Haiti erklärte. Und dies war auch bei einem weiteren Gründervater der schwarzen Republik der Fall, bei Henri Christophe (dem selbsternannten „Kaiser Henri I“), dem Erbauer der Zitadelle oder des befestigten Schlosses in den haitianischen Bergen. Hesketh Prichard erzählt in „Where Black Rules White“ (1900) die Geschichte, wie dieses schreckliche Monument seiner pharao-artigen Eitelkeit erbaut wurde:

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Caribbean Project 4: Freie Neger in Hayti (1859)

Die Freiheit ist in der ersten schwarzen Republik der Welt gescheitert.

Die Freiheit ist in der ersten schwarzen Republik der Welt gescheitert.

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Caribbean Project: Free Negroes In Hayti (1859) erschien am 3. Mai 2012 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent. Zuvor hier veröffentlicht:

Caribbean Project 1: Gescheiterte Freiheit – Die Ausnahme von Barbados

Caribbean Project 2: Haitis Kultur der Vergewaltigung

Caribbean Project 3: Das haitianische Erdbeben von 1842

W. W. Wrights “Free Negroes in Haiti” erschien in der Ausgabe November 1859 von DeBow’s Review.

Es ist schwierig, die Wirkung in Dixie zu beschreiben, die vorhergehende gescheiterte Experimente in der Abolition in der Karibik auf rassische Einstellungen in den Südstaaten und auf die Evolution der südstaatlichen republikanischen Theorie in der Zeit vor dem Sezessionskrieg hatten.

Der „Kongo der Antillen“ bot ein Schauspiel, das illustrierte, warum „schwarzer Republikanismus“ um jeden Preis bekämpft werden mußte:

Kein Land war günstiger gelegen, um diesen Segen zu empfangen, als die Königin der Antillen. Ihre Unabhängigkeit, die Anfang dieses Jahrhunderts erlangt wurde, jeder Feind von ihrem Boden verbannt oder ausgelöscht, im Fokus der Zivilisation stehend, auf halbem Weg zwischen den beiden größten Nationen der Erde, der Anziehungspunkt für zigtausende freundliche Augen, das Objekt der Gebete der Christenheit, der Fleck unter allen anderen auf Erden, der den Philanthropen jeder Nation gebieten könnte, im Besitz einer Erde von unbegrenzter Fruchtbarkeit, ein Korps von Arbeitern, die im Anbau jener Artikel wohl unterwiesen sind, welche immer die lukrativsten Preise erzielen, und ein Klima, das besser als jedes andere zur Konstitution seiner Bewohner paßt – mit all diesen Vorteilen war zu erwarten, daß das Reich von Hayti bald einen bedeutenden Rang in der Familie der Nationen einnehmen würde, oder zumindest eine respektable Stellung als Land fleißiger, moralischer und erfolgreicher Menschen besetzen würde.

Im Jahr 2012 ist Haiti immer noch der Anziehungspunkt für Millionen freundliche Augen, das Objekt der Gebete der Christenheit, und der eine Fleck auf Erden unter allen anderen, der über die Aufmerksamkeit von Philanthropen jeder Nation gebietet, wie Sean Penn und Amanda Kijera.

Und tatsächlich waren das die Erwartungen der Freunde der Negerrasse. Laßt sie nur einmal frei sein, entfernt die deprimierenden Ketten der Sklaverei, bindet ihre Arme los, sagten sie, und bald werden wir eine Rasse sehen, die den Weißen völlig gleich ist; die Landwirtschaft wird Fortschritte machen, der Handel wird gepflegt werden, und die Sache der Bildung und Religion vorangebracht werden; Euklids sollten den Bergen entspringen, Äsops und Dumas’ sollten in den Tälern Verse und Romane schreiben, und die goldenen Ufer der Region Artibonite sollten einen ländlichen Frieden und Glück erleben, ohnegleichen im glücklichen Tal von Amhara oder im berühmten Utopia der Jesuiten, an den Ufern des Paraná!“

Die Yankee-Abolitionisten Amerikas hatten ähnliche Vorhersagen über die Überlegenheit „freier Arbeitskräfte“ gegenüber der „Sklavenarbeit“. Es wurde zu der Zeit zuversichtlich verkündet, daß „Sklavenarbeit“ den landwirtschaftlichen Fortschritt des Südens relativ zum Norden bremsen würde. Manch ein Carpetbagger traf während des Wiederaufbaus im Süden ein, um diese Ideen von „freier Arbeitskraft“ auszuprobieren, nur um schnell bankrott zu gehen, nachdem sie erkannten, daß der freie Neger als landwirtschaftlicher Arbeiter wertlos war.

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Caribbean Project 1: Gescheiterte Freiheit – Die Ausnahme von Barbados

Warum ist Barbados nicht in Haitis Fußstapfen gefolgt?

Warum ist Barbados nicht in Haitis Fußstapfen gefolgt?

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Freedom Failed: The Barbados Exception erschien am 13. Dezember 2011 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent. (Die hier verwendete Numerierung bezieht sich nur auf die vom Übersetzer ausgewählten Beiträge, die in chronologischer Reihenfolge veröffentlicht werden.)

Barbados:

Beim Lesen von Eric Foners Buch Reconstruction stieß ich auf etwas, das alte Veteranen von Forendebatten über die Theorie der Rassengleichheit interessieren wird.

Barbados wird oft als Gegenbeispiel zu Haiti bezüglich der Gleichstellung von Schwarzen zitiert. Die Wahrheit ist, daß auf die Abolition ein Spektrum von Freiheit folgte, das vom Extremsten (Haiti) bis zum Begrenztesten (Dixie) reichte:

Die vorhergehende Erfahrung mit der Abolition in Britisch-Westindien bestärkte die Gewißheit der Südstaaten-Pflanzer bezüglich der „katastrophalen“ Folgen der Emanzipation. Durch die Linse der Plantagenwirtschaft betrachtet, lehrte Westindien uns eine unmißverständliche Lektion: Die Emanzipation war ein Fehlschlag. Die Freiheit war in den 1790ern nach Haiti und in die britische Karibik gekommen, und auf beiden Schauplätzen hatten die ehemaligen Sklaven die Zuckerplantagen in großer Zahl aufgegeben, um sich als subsistenzorientierte Kleinbauern zu etablieren.

Dies traf besonders auf Haiti zu, wo die Revolution die Klasse der Pflanzer vernichtet hatte, und auf Trinidad, Jamaika und Britisch-Guyana, wo große Streifen unkultivierten Landes für die ehemaligen Sklaven verfügbar gewesen waren. Als Folge davon war die Zuckerproduktion abgestürzt; die Plantagenwirtschaft wurde in Haiti und in der britischen Karibik nie wieder fortgesetzt, sie überlebte nur durch den massiven Import von arbeitsverpflichteten „Kulis“ aus Indien und China. Die karibische Emanzipation stand als Symbol und als Warnung für den weißen Süden, als eine Demonstration der Vergeblichkeit aller Pläne zur Erhebung von Schwarzen, und des schlimmen Schicksals, das amerikanische Pflanzer nach der Sklaverei erwartete. Vor allem lehrte sie, daß den Befreiten der Zugang zu Landbesitz verwehrt werden muß. Nur auf kleineren Inseln wie Barbados, wo Weiße alles Land besaßen „und der Neger nicht in der Lage ist, auch nur einen Fußbreit davon in Besitz zu bekommen“, war die Plantagenwirtschaft weiter gediehen.

Das erklärt eine Menge.

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Haiti darf nicht wiederaufgebaut werden

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Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Haiti Must Not be Re-Built” erschien am 25. Januar 2010 auf „The Occidental Observer“ (wo es aber inzwischen keine Kurtagić-Artikel mehr gibt, daher ist der Link nun funktionslos):

http://www.theoccidentalobserver.net/authors/Kurtagic-Haiti.html

Tag um Tag werden unsere Gehirne von den Medien mit dem Horror aus Haiti bombardiert. Während ich nicht wünsche, daß eine gleichartige Katastrophe meine Freunde und meine Lieben befällt, so kann ich doch nicht anders, als über die Reaktion der westlichen Regierungen mit den Augen zu rollen.

Ich störe mich nicht an den Initiativen zur Erlassung der Auslandsschulden von Haiti, nachdem ich genug vom modernen Bankwesen verstehe, um zu wissen, daß die Banken nichts außer Gewinnen verlieren, wenn sie einen sogenannten „Kredit” abschreiben: Wenn Banken einen „Kredit” vergeben, dann verleihen sie keine wirklichen Vermögenswerte, die sie in ihrem Besitz haben, sondern erzeugen in Wirklichkeit eine elektronische Fiktion, aus nichts und von nichts besichert, mit ein paar Tastendrucken und Mausklicks auf einem Computer. Aus diesem und anderen Gründen, die ich später behandeln werde, stimme ich der Idee voll zu, die Kredite an Haiti abzuschreiben.

Es stört mich auch nicht, wenn westliche wohltätige Organisationen den Opfern Beistand leisten, vorausgesetzt, die besagten Organisationen sind private Institutionen, die von privaten, freiwilligen Spendern finanziert werden.

In Übereinstimmung mit dem Kongreßabgeordneten Ron Paul stört es mich jedoch, wenn eine westliche Regierung wie die von Barack Obama in den Vereinigten Staaten das Geld ihrer Steuerzahler einem Wiederaufbauprogramm in diesem Teil der Welt zu widmen beabsichtigt. Dies nicht so sehr, weil die westlichen Länder alle technisch bankrott sind, und das schon seit Jahren: immerhin haben wir immer noch die materiellen Mittel und das intellektuelle Rüstzeug, um uns aus unserer wirtschaftlichen Misere herauszuziehen. Nein. Sondern weil ein Wiederaufbau Haitis einfach die Fehler der Vergangenheit wiederholen würde, die schlüssig und von Beispielen andernorts unterstützt gezeigt haben, daß jede Anstrengung zur Ermutigung einer ehemaligen Kolonie, die jetzt von Schwarzafrikanern geführt wird, eine Gesellschaft westlichen Stils zu werden, komplett mit Rechtsstaatlichkeit, blühender Marktwirtschaft, Eigentumsrechten, Industrieproduktion, modernen Kommunikationsmitteln und dergleichen, vergeblich und kontraproduktiv ist. Haiti darf nicht wiederaufgebaut werden.

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Die Zahl der Todesopfer in Haiti — die gegenwärtig auf 200.000 geschätzt wird — mag von einem Erdbeben verursacht worden sein, aber sie hätte nicht so hoch sein müssen. Walter E. Williams, Professor der Ökonomie an der George Mason University, wies vor ein paar Tagen darauf hin, daß

Nordkaliforniens Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 stärker war, 7,1 auf der Richter-Skala erreichte und 63 Tote und 3.757 Verletzte zur Folge hatte. Das Erdbeben von 1906 in San Francisco erreichte 7.8 auf der Richter-Skala, etwa die achtfache Stärke des Bebens von Haiti, und kostete 3.000 Menschenleben.

Daß die Zahl der Toten in Haiti 3.000mal höher war als die des Loma-Prieta-Bebens und 66mal höher als in San Francisco, liegt weniger an einem „besonders grausamen und unbegreiflichen Kataklymus” als vielmehr am mangelnden Arbeitsethos der Haitianer, an ihrer Korruption und fehlenden Fähigkeit zum Vorausplanen.

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