Zur Erinnerung an Jörg Haider

Von Osimandia, ursprünglich am 11. Oktober 2012 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht. Hier nachveröffentlicht mit etwas Verspätung (24 Tage) anläßlich des zehnten Jahrestags von Jörg Haiders Tod (ich hatte es zunächst nicht vorgehabt, nun aber doch die Bilder dazu gefunden).

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse. Andere – insbesondere Orientalen – haben für Kränkungen aller Art Gedächtnisse wie Elefanten, während wir eine Redewendung “Schnee von gestern” haben, die wir vielleicht besser aus unserem Wortschatz streichen sollten – zumindest solange wir nicht unbehelligt alleine unter uns leben. Araber nörgeln nach fast 1000 Jahren noch an den Kreuzzügen rum und von Juden muss man diesbezüglich erst gar nicht anfangen, die machen aus – tatsächlichen oder erfundenen – Kränkungen sogar heilige Schriften. (Ägypten, Persien, Babylon, Amalek, Riese Goliath uvm.) Wir Deutschen können von Glück sagen, dass derzeit eine Bibelergänzung doch zu fragwürdig wäre, um durchzugehen, ansonsten würden wir uns nämlich als nicht sehr vorteilhafte Hauptprotagonisten in einem 6. Buch Mose widerfinden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Doch zurück zu Jörg Haider. (mehr …)

Dresden 1945

Die Frauenkirche in Dresden vor dem 13./14. Februar 1945.

Von Thomas Goodrich, übersetzt von Deep Roots. Das Original Dresden, 1945 erschien am 12. Februar 2014 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Anmerkung von Greg Johnson:

Der folgende Bericht über die Zerstörung von Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 ist ein Auszug aus Kapitel 10 von Hellstorm: The Death of Nazi Germany, 1944-1947 (Sheridan, Colorado: Aberdeen Books, 2010), das sich vorwiegend mit dem Schicksal unschuldiger Deutscher, hauptsächlich Frauen, Kinder, Alte und Kranke, im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs und in der Zeit danach befaßt.

Fasching ist ein jährliches deutsches Ereignis ähnlich der lateinischen Feier von Mardi Gras. An diesem besonderen Fastnachtsdienstag legen normalerweise biedere, zurückhaltende Teutonen seltsame Kostüme an, gesellen sich zu Freunden oder völlig Fremden, schwärmen in Bars, Restaurants und Theater aus und beteiligen sich dann mehrere Stunden lang an sinnlosen, aber harmlosen Erheiterungen. Wegen der Erfordernisse des Krieges war jedoch die Feier, wie das meiste andere im verwüsteten Reich, fast völlig aufgegeben worden. In nur einer Stadt bestand die Faschingstradition so ziemlich in der Weise fort, wie es immer gewesen war, und in der Nacht des 13. Februar füllten Frauen und Kinder zusammen mit den wenigen verbliebenen Männern die Straßen, um zu feiern.

Dresden war wahrlich einer der größten Kulturschätze der Welt. „Florenz an der Elbe“ genannt, war der alte Schaukasten im Herzen von Sachsen buchstäblich eine Zeitkapsel der gotischen Architektur und mittelalterlichen Kultur. An jeder Ecke jeder schmalen Pflasterstraße gab es ein kunstvolles Schloß, ein Museum, eine Kunstgalerie oder eine hoch aufragende, jahrhundertealte Kathedrale. Wie Paris, Rom und Venedig war Dresden schön, romantisch und dauerhaft. Jahrzehntelang war die Stadt eine der „Pflichtstationen“ für Reisende auf dem Kontinent gewesen, besonders für jene aus Britannien und Amerika.

So willkommen es auch war, so verblüffte die Tatsache, daß eine Stadt von der Größe Dresdens überlebt hatte, als alle anderen zerstört waren, manche Einwohner und beunruhigte andere. Nachdem in fünf Kriegsjahren nur zwei winzige Tagesangriffe stattgefunden hatten, nahmen viele an, daß Dresdens Errettung an seinem Ruf als „Stadt der Kunst“ lag; daß es bei einem unschätzbaren, unersetzlichen Schmuckstück der westlichen Kultur sogar „Terrorbombern“ an ausreichendem Hass fehlte, um solche Schönheit auszulöschen. Andere vermuteten, daß der Feind, nachdem Dresden fast keine Schwerindustrie hatte – und das wenige, das es gab, hatte keine Bedeutung für den Krieg – die Stadt einfach nicht für ein geeignetes Ziel hielt. Wenn Skeptiker darauf hinwiesen, daß viele andere schöne deutsche Städte mit wenig oder keiner Industrie systematisch ausradiert worden waren, erfanden Gerüchte neue Gründe für Dresdens wundersames Überleben.

Die Frauenkirche in Dresden nach der Bombardierung.

Ein Glaube, den viele hegten, besagte, daß eine Tante von Churchill in Dresden lebte. Ein anderer deutete an, daß die Stadt wegen riesiger amerikanischer Investitionen verschont wurde. Daß Dresden zu einer „Hospitalstadt“ mit zahlreichen medizinischen Einrichtungen geworden war, erschien anderen als rationale Erklärung. Für manche schienen die sechsundzwanzigtausend alliierten Kriegsgefangenen, die in der Stadt interniert waren, eine logischere Antwort zu sein. Unter vielen Dresdnern war jedoch die vielleicht größte Erklärung dafür, daß ihre Stadt lebte, wenn alle anderen starben, daß unzweifelhaft noch immer ein Funke der Gnade in den Herzen britischer und amerikanischer Flieger brannte. Unter all den vielen Namen, unter denen es bekannt war, beschrieb keiner Dresden im Februar 1945 besser als „Stadt der Flüchtlinge.“

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Es begann heute vor 73 Jahren: Dresden, ein echter Holocaust

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original It Began 66 Years Ago Today . . .Dresden: A Real Holocaust erschien am 13. Februar 2011 bei Counter-Currents Publishing (von mir heute mit dem aktuellen Jahr angepaßtem Titel nachveröffentlicht).

 

Die Nacht vom 13. auf den 14. Februar, den Valentinstag, markiert einen ominösen Jahrestag in der Geschichte der westlichen Zivilisation. Denn beginnend mit der Nacht des 13. Februar 1945 geschah die Zerstörung Dresdens.

Am Vorabend des Valentinstags 1945 war der Zweite Weltkrieg in Europa nahezu vorbei. In der Praxis war Deutschland bereits besiegt. Italien und Deutschlands andere europäische Verbündete waren auf der Strecke geblieben. Die Rote Armee besetzte eilig die weiten Gebiete dessen, was Ostdeutschland gewesen war, während die Verbündeten der Sowjets, die Briten und Amerikaner, in die Nichtexistenz bombten, was von Deutschlands Verteidigung und Nahrungsmittel- und Verkehrsinfrastruktur noch übrig war.

Und was war Dresden? Die meisten von Ihnen werden wahrscheinlich von Dresdner Porzellan gehört haben, und dieses grazil ausgeführte und sorgfältig detaillierte Porzellan ist wirklich ein perfektes Symbol für diese Stadt. Jahrhundertelang war Dresden ein Zentrum von Kunst und Kultur und der verfeinerten Freizeit und Erholung gewesen. Es war eine Stadt der Kunstmuseen und Theater, der Zirkusse und Sportstadien, eine Stadt alter, halb aus Holz bestehender Gebäude, die für die ganze Welt wie jene des mittelalterlichen Englands aussahen, mit ehrwürdigen Kirchen und jahrhundertealten Kathedralen, die seine Silhouette zierten. Es war eine Stadt der Künstler und Handwerker, der Schauspieler und Tänzer, der Touristen und der Kaufleute und Hotels, die sie bedienten. Vor allem wurde Dresden während des Krieges durch das definiert, was es nicht war. Es hatte keine bedeutenden militärischen oder industriellen Einrichtungen. Deswegen war Dresden vor allem anderen zu einer Stadt der Kinder, Frauen und Flüchtlinge geworden, und der Verwundeten und Versehrten, die sich in seinen vielen Krankenhäusern von ihren Wunden erholten.

Diese Frauen und Kinder, diese verwundeten Soldaten, diese gebrechlichen und ältlichen Menschen, diese Flüchtlinge, die vor dem brutalen Ansturm der kommunistischen Armeen im Osten flohen, waren nach Dresden gekommen, weil man zu der Zeit allgemein glaubte, daß Dresden nicht angegriffen werden würde. Seine fehlende strategische oder militärische Bedeutung und die wohlbekannte Anwesenheit von Hunderttausenden unschuldiger ziviler Flüchtlinge und sogar alliierter Kriegsgefangener schienen der Stadt Sicherheit zu garantieren. Sicherlich, dachte man, würde nicht einmal der mächtigste und entschlossenste Feind so verkommen und sadistisch sein und so verschwenderisch mit seinen eigenen Ressourcen umgehen, daß er solch eine Stadt angreifen würde. Aber die Menschen Dresdens, die in dieser schicksalhaften Nacht vergnügt das Kino besuchten oder zu Hause zu Abend aßen oder den Pferden im Zirkus zusahen, irrten sich schwer. Und ihre Führer irrten sich ebenfalls, denn die Stadt war buchstäblich offen und unverteidigt, und nur minimale zivile Verteidigungsvorbereitungen waren getroffen worden.

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Erinnerung an J. R. R. Tolkien: 3. Januar 1892 bis 2. September 1973

„Ich bin eigentlich ein Hobbit.“ – J. R. R. Tolkien

Von Greg Johnson, übersetzt von Lucifex. Das Original Remembering J. R. R. Tolkien: January 3, 1892 to September 2, 1973 erscheint auf Counter-Currents Publishing immer wieder an Tolkiens Geburtstag.

John Ronald Reuel Tolkien ist ein Lieblingsautor neulinker „Hippies“ und neurechter Nationalisten, und aus ziemlich denselben Gründen. Tolkien mißtraute zutiefst der Modernisierung und Industrialisierung, die die organische Gegenseitigkeit zwischen Mensch und Natur durch die technologische Herrschaft des Menschen über die Natur ersetzt, eine Beziehung, die beide Pole deformiert und abwertet.

Aber philosophisch und politisch stand Tolkien der Neuen Rechten viel näher als der Neuen Linken. Tolkien war ein Konservativer und ein Rasserealist. Seine Vorlieben gingen in Richtung nichtkonstitutioneller Monarchie in der Hauptstadt und de-facto-Anarchie in den Provinzen, aber er erkannte, daß staatliche Kontrolle nur in einer Gesellschaft mit einer tiefen Verehrung für die Tradition und hohem Respekt für individuelle Ehre und Selbstbeherrschung minimiert werden kann.

Viele von Tolkiens glühendsten Verehrern in der Neuen Rechten sind Neuheiden. Aber Tolkien selbst war ein frommer römisch-katholischer Traditionalist, wenngleich einer mit einer tiefen Liebe zu vorchristlichen Mythen, Epen und Traditionen. Und obwohl The Hobbit und The Lord of the Rings mit ihren vielen Themen aus der nordischen und keltischen Mythologie besonders bei Heiden Widerhall finden, ist der ultimative mythologische Rahmen von Mittelerde, besonders wie im posthumen Werk The Silmarillion ausgedrückt, biblisch inspiriert, mit einem Schöpfergott (Eru Ilúvatar), einem Teufel (Melkor), einem Fall und sogar eine Andeutung der Notwendigkeit einer göttlichen Inkarnation für die Rettung der Schöpfung.

Zu Ehren von Tolkiens Geburtstag möchte ich zuerst eure Aufmerksamkeit auf mehrere Werke auf dieser Webseite lenken:

Für mehr Hintergrund zu Tolkiens Leben und Werk empfehle ich zwei Einführungsbücher, die sogar für Teenager geeignet sind: Leslie Ellen Jones’ Myth and Middle-Earth: Exploring the Medieval Legends Behind J. R. R. Tolkien’s Lord of the Rings und Bradley Birzers J. R. R. Tolkien’s Sanctifying Myth: Understanding Middle-Earth. Die umfassendste und ernsthafteste Biographie und allgemeine Interpretation von Tolkien ist Joseph Pearces Tolkien: Man and Myth.

Für diejenigen, die keine Einführung brauchen, gibt es kein besseres Gedenken, als einen Winterabend gemütlich im eigenen Hobbitloch zu verbringen und die Werke des Mannes selbst zu lesen (oder Peter Jacksons meisterhafte und inspirierende Filme von The Lord of the Rings anzusehen).

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Siehe auch:

Die Befreiung des Auenlandes von Greg Johnson

Tolkien: Meister von Mittelerde von Brittanicus

Die Erben der Schildkrötenburg: George R. R. Martin und die Fantasy-Literatur von Lichtschwert, unter Verwendung von Passagen aus GRRMs Sammelband „Traumlieder II“, worin unter anderem Tolkiens Einfluß auf GRRM thematisiert wird.

Professor Tolkien und seine Werke werden auch in „Der Zauber des Nordens: Einleitungen zu „Das geborstene Schwert” erwähnt. Poul Andersons ab diesem Beitrag in sieben Fortsetzungen verlinkter Erstlingsroman „Das geborstene Schwert” ist sehr lesenswert.

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Muttertag: Denk es!

Denk es!

Von Osimandia ursprünglich auf „As der Schwerter“ veröffentlicht.

Wenn deine Mutter alt geworden
Und älter du geworden bist,
Wenn ihr, was früher leicht und mühlos
Nunmehr zur Last geworden ist,

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Wenn ihre lieben, treuen Augen
Nicht mehr, wie einst, ins Leben seh’n,
Wenn ihre müd’ geword’nen Füße
Sie nicht mehr tragen woll’n beim Geh’n,

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Dann reiche ihr den Arm zur Stütze,
Geleite sie mit froher Lust;
Die Stunde kommt, da du sie weinend
Zum letzten Gang begleiten mußt!

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Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
Und fragt sie wieder, sprich auch du!
Und fragt sie nochmals, steh’ ihr Rede,
Nicht ungestüm, in sanfter Ruh’!

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Und kann sie dich nicht recht versteh’n,
Erklär’ ihr alles froh bewegt;
Die Stunde kommt, die bitt’re Stunde,
Da dich ihr Mund nach nichts mehr frägt.

Es gibt immer wieder Zufälle, die etwas zu Tage fördern, was Jahrzehnte lang verborgen geblieben ist.

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Erinnerung an Sir Oswald Mosley: 16. November 1896 bis 3. Dezember 1980

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Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Remembering Sir Oswald Mosley: November 16, 1896 to December 3, 1980 erschien am 16. November 2015 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. (Hier nachveröffentlicht anlässlich des 120. Geburtstags von Sir Oswald Mosley.)

Sir Oswald Ernald Mosley, 6. Baronet of Ancoats, war ein englischer Aristokrat (ein Cousin vierten Grades von Queen Elizabeth II) und Staatsmann. Mosley war von 1918 bis 1924 ein Parlamentsabgeordneter für Harrow und von 1926 bis 1931 für Smethwick. Er war auch Kanzler des Herzogtums Lancaster in der Labour-Regierung von 1929 – 1931.

Mosley begann seine politische Karriere als Konservativer; dann brach er mit den Konservativen, um ein Unabhängiger zu werden; dann trat er der Labour Party bei. 1931 brach er mit Labour und bildete seine „New Party“. Nachdem die Kandidaten der New Party in den Wahlen von 1931 gescheitert waren, nahm Mosley eine Neugruppierung vor und gründete 1932 die British Union of Fascists.

Die BUF machte politische Auf- und Abentwicklungen durch, zog aber am Höchststand eine Mitgliederschaft von bis zu 50.000 an sich, einschließlich prominenter Mitglieder der Aristokratie, des Militärs, der Presse, der Wirtschaftsszene und der Intelligenzia. Außerdem traten viele Briten, die mit Mosley und der BUF sympathisierten und zusammenarbeiteten, nie offiziell der Partei bei. Der Abenteurer T. E. Lawrence, der Autor Henry Williamson und der Dirigent Sir Reginald Goodall sind auf Counter-Currents in Artikeln behandelt worden. Für eine ausführliche Liste siehe den Wikipedia-Artikel über die BUF.

Wie andere faschistische Parteien war die BUF antikommunistisch, nationalistisch, für Privateigentum und anti-egalitär. Als Faschisten anerkannte die BUF die Notwendigkeit der Kultivierung individueller Exzellenz, Ambition und Kreativität. Aber sie wollten auch die schlimmsten Exzesse des Individualismus und Kapitalismus mildern, indem sie gegen Freihandel (Globalisierung) und Wucher waren und bessere Löhne und Leistungen für Arbeiter, soziale Wohlfahrtsprogramme und öffentliche Ausgaben für die Infrastruktur befürworteten.

Wie Hitler und Mussolini war Mosley ein charismatischer Führer und Redner, der die Erlangung der Macht durch die Schaffung einer politischen Massenpartei anstrebte. Öffentliche Märsche und Reden gehörten zum Standard der Aktivitäten der BUF. Um Kundgebungen der BUF vor kommunistischer und jüdischer Gewalt zu schützen, bildete Mosley ein paramilitärisches „Schwarzhemdenkorps“. Es gab viele blutige Schlägereien und polizeiliche Verbote.

Die größte Versammlung, vor der Mosley sprach, fand im Juli 1936 im Victoria Park und Bow statt. Die Menschenmenge wurde auf 250.000 geschätzt. Im Juli 1939 hielt die BUF am Earls Court in London die weltgrößte Versammlung in einem Innenraum ab, wo Mosley eine Rede an eine Friedensdemonstration von etwa 30.000 Menschen hielt.

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Erinnerung an Leni Riefenstahl: 22. August 1902 – 8. September 2003

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Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Remembering Leni Riefenstahl: August 22, 1902–September 8, 2003 erschien am 22. August 2013 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Helene Bertha Amalie „Leni“ Riefenstahl wurde an diesem Tag 1902 in Berlin geboren. Sie starb in Pöcking, Bayern, am 8. September 2003, bald nach ihrem 101. Geburtstag. Sie war eine sehr erfolgreiche Tänzerin, Schauspielerin, Fotografin und Filmregisseurin.

Selbst ihre mißgünstigsten Kritiker geben zu, daß Leni Riefenstahl die größte Filmemacherin aller Zeiten und/oder die größte Dokumentarfilmerin aller Zeiten ist. Aber das ist ein schwaches Lob, nachdem beide Bereiche ziemlich klein sind.

In Wahrheit zählt Leni Riefenstahl wegen ihres starken ästhetischen Gespürs und zahlloser technischer Innovationen, die für ihren immensen und fortdauernden Einfluß verantwortlich sind, zu den größten Filmregisseuren der Geschichte, Punkt.

Ihr Status als Regisseurin ruht außerdem auf einem sehr kleinen Schaffenswerk: zwei Spielfilme, „Das blaue Licht“ (1934) und „Tiefland“ (1944 fertiggestellt, 1954 veröffentlicht) und zwei Dokumentarfilme: „Triumph des Willens“ (1934) und „Olympia“ (1938), das in zwei Teilen veröffentlicht wurde: „Fest der Völker“ und „Fest der Schönheit“.

Zusätzlich machte Riefenstahl drei weitere Dokumentationen. „Der Sieg des Glaubens“ (1933, 64 Minuten) war eine Dokumentation über den Nürnberger Parteitag 1933 der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, die 1934 nach der Säuberung von Ernst Röhm, der in dem Film eine wichtige Rolle spielte, zurückgezogen wurde. Die anderen beiden Dokumentarfilme waren relativ kurz: „Tag der Freiheit: Unsere Wehrmacht“ (1935, 28 Minuten) und „Impressionen unter Wasser“ (2002, 45 Minuten). Diese Dokumentarfilme sind jedoch selten gesehen worden und haben wenig Einfluß auf Riefenstahls Ruf gehabt.

Daß Riefenstahls Rang als Filmemacherin auf nur vier Filmen ruht, lag nicht an mangelnden Bemühungen ihrerseits. Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte Riefenstahl wiederholt, neue Filmprojekte zu starten, aus denen sämtlich aus dem einen oder anderen Grund nichts wurde. Aber es ist keine Frage, daß eine Künstlerin von Riefenstahls Talent in den 57 Jahren, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg lebte, Dutzende Filme gemacht hätte, wenn sie nicht Adolf Hitlers Lieblingsregisseurin gewesen wäre und wenn die westliche Filmwirtschaft und Medienwelt allgemein nicht von Juden dominiert gewesen wäre. Das Abwürgen eines derart großen Talents ist eines der ästhetischen Verbrechen des 20. Jahrhunderts.

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Ich gedenke Dr. Pierce

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Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original I Remember Dr. Pierce erschien am 30. Juli 2012 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right. (Hier nachveröffentlicht anlässlich des 14. Jahrestages von William Luther Pierces Tod am 23. Juli 2002.)

 

Sein Fußweg auf die Höhen ist jetzt beinahe unsichtbar, überwachsen von Wiesen-Lieschgras und Meskalbohnen, besucht von schwer mit Nektar und Pollen beladenen Bienen statt von einem Mann, der mit der Zukunft schwanger ging.

Einen Morgen nach dem anderen, fast zwei Jahrzehnte lang, pflegte William Luther Pierce diesen Pfad zu nehmen und zum höchsten Punkt dessen aufzusteigen, was er einfach „The Land“ nannte. Am Gipfel pflegte er bis zum Horizont auf einen sahnigen, sich ständig verschiebenden Ozean aus Nebel hinauszuschauen, aus dem die höheren Berggipfel, insbesondere seiner, abrupt nach oben ragten wie weit verstreute Inselklippen in irgendeinem Hyperborea der Träume.

Klarheit war hier in den Bergen von West Virginia möglich; so anders als in Washington, DC, von wo er gekommen war. Hier war er weit entfernt von den posierenden, sich prostituierenden Politikern; vom Kaufen und Verkaufen; von den schmutzigen Straßen; vom Erwerben und Horten; von der stinkenden, nicht atembaren Luft; von Lügen und Heuchelei; von verdorbenen, fordernden, materialistischen Frauen; von der vorgetäuschten Autorität hohler Männer; von den starrenden, wartenden, wachsenden nichtweißen Mobs; vom verrückten Streben nach Popularität, Status, Schekeln, Müll und Jesus. Hier konnte man die Hirschkuh im schattenfleckigen Sonnenschein neben ihrem Kalb liegen sehen; hier stieg der Adler tausend Fuß hoch über titanische, dramatisch steile Waldkuppen empor; hier gab es selbst an den heißesten Sommertagen eine kühle Abendbrise und eine Nacht von zehn Millionen Sternen. Hier, konnte man sich leicht vorstellen, würden der Anwalt und der Profitkrämer einfach von Natur aus zusammenschrumpeln und davongeweht werden, um nie wieder gesehen zu werden. Ein Ort, wo authentische Männer und Frauen gedeihen und noble Leben führen könnten. Ein Ort, um Den Weg wiederzufinden. Und um andere diesen Weg zu lehren.

Der Umzug vom alten Hauptquartier der National Alliance in Arlington (wo auf der Tür immer noch „National Youth Alliance“ stand, als wir auszogen) war eine enorme Anstrengung. Dr. Pierce unternahm viele Fahrten selbst und überführte seine Bibliothek, sein Büro und seine Besitztümer zu den Scheunen und dem kaum bewohnbaren Bauernhaus, die damals die einzigen Bauwerke auf The Land waren, und ich unternahm mindestens ein Dutzend Fahrten, um zu helfen, und fuhr meinen alten Dodge-Van oder Dr. Pierces Todesfalle von Lastwagen mit hohem Aufbau, den wir „The Truck from Hell“ tauften, wegen seines Geratters, das auf nahegelegenen Seismometern ablesbar war, wegen seiner freiliegenden Sitzfedern, Rost in kontinentalem Ausmaß und seiner Tendenz, auf jedem Hügel überzukochen und Rauch auszustoßen statt Hitze aus seiner Lüftung. Es gab ein paar andere Freiwillige, die beim Umzug halfen, aber sehr wenige.

Und der Umzug war bloß der nackte Anfang. Als Nächstes kamen die Reparaturen am Bauernhaus und die Installation von zwei alten Wohnwagen als „vorübergehende“ Wohnquartiere. (Sie sollten permanente werden. Dr. Pierce baute nie das Heim, das er so lange geplant hatte; etwas anderes war immer dringender.) Dann der riesige Job, das Büro, das Lagerhaus, die Garage und andere Nebengebäude und die komplexen elektrischen, Sicherheits- und Kommunikationsleitungen zwischen ihnen zu bauen und fertigzustellen. Zu letzterem gehörte, sechs Fuß tiefe Gräben viele hundert Fuß weit durch Erde zu graben, die zu 50 Prozent aus Steinen bestand. Bei all dem arbeitete niemand mehr als Dr. Pierce selbst.

Nach den ersten paar Jahren begann jedoch der Umzug nach The Land wie ein riesiger Fehler auszusehen.

Ohne die energiespendende Präsenz von Dr. Pierce in Arlington und die Annehmlichkeit seines immer offenen Büros in der 23rd Street (er schlief dort jahrelang auf einem Klappbett) fanden viele der Leute in der Washingtoner Gegend, die seine Versammlungen besucht und bei seinen Postsendungen und anderen Projekten ausgeholfen hatten, andere Dinge zu tun, und 200 Meilen weit in den entlegensten Winkel West Virginias zu reisen, gehörte nicht dazu.

Die Handvoll Familien, die versprochen hatten zu kommen und seine Gemeinschaft zu einer Realität zu machen, stiegen eine nach der anderen aus. Jemand warf einen Blick darauf, sah die Herausforderungen dessen, sich von jeder Hoffnung auf finanziellen Wohlstand und von den Annehmlichkeiten zu trennen, die der Große Satan zu bieten hat, und brachten schnell ihre Ausreden vor. Sogar Dr. Pierces Ehefrau Liz weigerte sich zu kommen – und ließ sich von ihm scheiden.

Manche machten sich nie auch nur die Mühe, einen Blick darauf zu werfen. Ganz wenige machten einen echten Versuch, auf The Land zu leben, der Wochen oder Monate oder Jahre dauerte. Don Trainor kam – und machte zwei Ehen und fertige Familien durch – in einer gewaltigen Bemühung, es zum Funktionieren zu bringen, und modernisierte dabei radikal das Computersystem der Alliance.

Frauen fanden die Isolation besonders schwierig. Die netteren Einheimischen verstanden einen nicht und hielten einen für vage „seltsam“ oder irgendwie „fremdartig“, und ein paar wenige Opportunisten (wie County Sheriff Jerry Dale, ein brillanter Intellekt, der Dr. Pierce einmal öffentlich beschuldigte, ein Mitarbeiter von „George Norman Rockwell“ zu sein) waren offen feindlich gesonnen.

Unter jenen, die blieben und wirklich halfen, und ich grüße sie alle, gab es oft eine Bindung zwischen Dr. Pierce und ihnen, aber mit wenigen Ausnahmen nicht untereinander.

Es gab mindestens soviel Eifersucht – und ich bin sicher, daß sie jetzt selbst für jene, die sie damals empfanden, ziemlich kleinlich aussieht -, wie es ein Gemeinschaftsgefühl gab. Es waren die Eifersüchteleien jener, die sehr viel geopfert haben, befeuert von der Frustration, daß sie alles für eine Sache gegeben hatten, die manchmal hoffnungslos erschien: das Gefühl, daß die anderen nicht so viel opferten – die Frage, warum sie eine Wohnung in der Ortschaft haben, während wir in einem kaputten Wohnwagen wohnen müssen; oder die Frage der anderen Gruppe, warum sie einen Gratis-Wohnwagen bekommen, während wir mit demselben winzigen Gehalt diese Wohnung bezahlen müssen.

Kleinlich, ja – aber solche Gedanken können von großer Bedeutung sein in einer kleinen, isolierten Gruppe, wenn die Dinge schwierig sind und ein Vorankommen nicht erkennbar ist, insbesondere für den am wenigsten idealistischen und philosophisch motivierten Partner in einer Ehe.

William Pierce war immens tiefgründig und würdig, und ich denke, wir alle liebten ihn. Aber er war sehr der einsame Philosoph auf dem Hügel, der mit seinen Adepten einer nach dem anderen Bindungen schließt, so wie sie seine Bergfeste betreten, aber dessen dringende Arbeit und einsame Kontemplationen wenig Zeit für Lachen, Schmausen und Zeremonien lassen, die Zerwürfnisse vielleicht verhindern könnten.

Eines Winters, als meine Frau und ich ihn besuchen kamen, ein paar Jahre bevor ich den Umzug nach The Land unternahm, war Dr. Pierce völlig allein mit seinen Raben in seinen schneebedeckten Bergen. Es war niemand sonst dort. Es gab keine Gemeinschaft. Alle, die gekommen waren, waren gegangen. Und seine Mitgliederliste, sagte er, befand sich auf einem Allzeittiefstand. Er war hager, und ich glaube nicht, daß er viel aß.

Und doch lächelte er, ein gewinnendes Lächeln echter Freude, als wir ankamen, kochte für uns auf einem kaputten Ofen, den er von einem Schrottplatz gerettet hatte und gerade reparierte – er tat immer solche Dinge – eine sehr gute vegetarische Mahlzeit und sprach nur von Hoffnung. Er erzählte uns von ein paar Männern und Frauen, die sich ihm vielleicht anschließen würden, wenn alles gut ginge, und was sie zu seinen Bemühungen beitragen könnten. Er sprach von der ignoranten Selbstzufriedenheit, die von der amtierenden republikanischen Administration bewirkt wurde, und wie sich die Rekrutierungen verbessern würden, wenn sie endlich enden würde.

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