Die weibliche sexuelle Konterrevolution und ihre Grenzen, Teil 1

Artemisia Gentileschi, „Susanna und die Ältesten“, 1622

Artemisia Gentileschi, „Susanna und die Ältesten“, 1622

Von F. Roger Devlin, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Feminine Sexual Counter-Revolution & its Limitations, Part 1 erschien am 27. Juni 2011 auf Counter-Currents Publishing / North American New Right. (Der Link zur Autorenkategorie „Fred Reed“ im Text wurde vom Übersetzer eingefügt.)

Teil 1 von 2

Wendy Shalit
Girls Gone Mild: Young Women Reclaim Self-respect And Find It’s Not Bad to Be Good
New York: Random House, 2007

Neu aufgelegt als:
The Good Girl Revolution: Young Rebels with Self-Esteem and High Standards
New York: Ballantine, 2008

Wendy Shalit gelangte erstmals 1995 zu öffentlicher Aufmerksamkeit mit einem lustigen Artikel im Magazin Commentary über den Aufstieg und Fall gemischtgeschlechtlicher Toiletten im Williams College („A Ladies’ Room of One’s Own“, August 1995). Studienanfänger beider Geschlechter sollten sich ein Studentenwohnheim teilen und entschieden durch Konsens, daß getrennte Toiletten für Männer und Frauen unnötig seien. In Wirklichkeit hätten alle Mädchen getrennte Einrichtungen bevorzugt, aber keine wollte es zugeben aus Angst, für prüde gehalten zu werden. Eine entwickelte Harntraktprobleme wegen ihres Widerwillens, die gemischtgeschlechtliche Toilette zu benutzen, bis ein Punkt extremer Dringlichkeit erreicht war. Weitere Untersuchungen enthüllten, daß die Männer mit dem Arrangement auch nicht unbedingt zufrieden waren. Eine Art Situation wie in „Des Kaisers neue Kleider“ hatte sich ergeben, in der eine Gruppe ihren Mitgliedern etwas aufzwang, das wenige oder niemand von ihnen wirklich wollte.

Shalit kam zu dem Verständnis, daß die sexuelle Revolution als Ganzes einen ähnlichen Charakter hatte: junge Leute hatten sexuelle Abenteuer, nicht weil sie persönlich es wünschten, sondern weil sie glaubten, daß es von ihnen erwartet wurde. Die Feministinnen am Campus des Williams College, die auf beiläufigen Sex drängten, schienen zutiefst unglücklich zu sein. Anderswo traf sie orthodoxe jüdische Mädchen – denen verboten war, ihre Verlobten vor der Hochzeit auch nur zu berühren – ging es einfach bestens. Den Beschämungstaktiken von Gleichaltrigen und einigen Professoren zum Trotz schrieb sie eine Abschlußarbeit über Sittsamkeit. Aus dem Projekt wurde schließlich das Buch A Return to Modesty: Rediscovering the Lost Virtue (New York: The Free Press, 1997), eine Untersuchung der Natur der Sittsamkeit, die sich auf die Bibel, Rousseau, Kierkegaard, Jean-Paul Sartres Freundin, Werke der bildenden Kunst, populäre Schallplatten und das Magazin Mademoiselle stützte.

A Return to Modesty stieß auf Empörung von zu erwartender Seite, wie Pornographen und Feministinnen. Baby-Boomer unter den Rezensenten warfen ihr vor, „die Uhr zurückzudrehen zu versuchen“, der New York Observer druckte auf der Titelseite eine Karikatur von ihr in der Uniform eines SS-Offiziers ab, und sie erhielt Todesdrohungen (S. 5). Ihre Nonchalance über diese Art von Kritik wird passend ausgedrückt durch die Aufnahme ihres persönlichen Rezepts für Apfelkuchen in diesem neuen Buch: ein Kuchen ins Gesicht ihrer „Bad girl“-Kritiker, sozusagen (S. 263). Ihre Selbstsicherheit ist ohne Zweifel durch die Tausenden dankbarer Briefe und E-Mails bestärkt worden, die sie von jungen Frauen erhalten hat.

Die interessanteste persönliche Erfahrung, die sie erzählt, beinhaltet eine auf den Erfolg ihres ersten Buches folgende Einladung, in einer PBS-Sendung namens „If Women Ruled the World“ („Wenn Frauen die Welt regierten“) aufzutreten. Während er sich darauf vorbereitete, sie zu interviewen, „begann der Produzent zu erklären, was er wollte, daß ich sage: daß eine gewisse Feministin der zweiten Welle die Frauenschaft gerettet hätte und daß ich, als junge Frau, ihr dankbar sei.“ Als sie Vorbehalte zu den Ideen der Frau äußerte, „begann der Produzent ungeduldig zu werden: ‚Was sie sagen’, sprudelte er hervor, ‚steht nicht im Drehbuch!“ (S. 19). Am Ende wurde sie nicht interviewt. Sie genoß schließlich die Lächerlichkeit, daß ein männlicher Fernsehproduzent eine Dokumentation über „starke Frauen“ machte und den weiblichen Interviewten genau sagte, was sie sagen sollten.

Ihr neues Angebot, Girls Gone Mild, ist weniger ehrgeizig als ihr vorheriges Buch und läßt philosophische Spekulationen über die Natur der Sittsamkeit zugunsten einer Berichterstattung über soziale und sexuelle Trends unter jungen Frauen weg. Das Werk stützt sich auf „über 100 ausführliche Interviews mit Mädchen und jungen Frauen im Alter von zwölf bis achtundzwanzig; fünfzehn Interviews mit jungen Männern und über 3000 E-Mail-Konversationen“ sowie eine ziemliche Menge von Reisen und Diskussionen mit Fachleuten verschiedener Art.

Sie beginnt mit der Beschreibung der populären Bratz-Puppen, mit hochhackigen Schuhen, Lippenstift und „Komm her“-Blick, die nun an Mädchen im Alter von 7 bis 12 vermarktet werden. Ein Hochglanzmagazin, das es zu den Puppen gibt, ersucht seine jungen Leserinnen, über solch gewichtige Fragen nachzudenken wie „Bist du immer die erste in deiner Gruppe, die die schärfsten neuen Sachen trägt?“ und „Magst du es, wenn die Leute dich auf der Straße ansehen?“ (S. xvii). Für ihre jüngeren Schwestern gibt es bereits eine Serie „Bratz Babyz“ – Babypuppen mit Netzstrümpfen und Miniröcken (S. xv). Solche Waren beeinflussen natürlich das Verhalten der Mädchen. Ein Leser schrieb Shalit von

zwei kleinen Mädchen, die in unserer Straße wohnen und vielleicht fünf und sieben Jahre alt sind, die Plateauschuhe, Miniröcke, bauchfreie T-Shirts etc. tragen. Eines Tages sahen sie ein paar Jungen auf dem Feld in der Nähe unseres Hauses Basketball spielen und brezelten sich auf mit Make-up, Handtaschen etc., um dort hinzugehen und zu posieren (S. xix)

Es gibt jetzt sogar ein Wort für solche Kinder: prostitots. (Shalit erwähnt, was Ihrem Rezensenten höchst verdächtig erscheint, nicht den Umstand, daß die weitverbreitete Hysterie wegen „Pädophilen“ sich gleichzeitig entwickelt hat.)

Andererseits berichtet sie über Mädchen, die erfolgreiche Boykotte („girlcotts“ genannt) von Firmen inszeniert haben, die unanständige Kleidung vertreiben (S. 224 – 231). Diese Gegenströmung scheint an Stärke zu gewinnen: Die Jungfräulichkeitsrate unter Teenagern ist seit zehn Jahren durchgehend gestiegen (S. 75).

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Staatlicher Kindesmissbrauch und Multikultimusik

von Dunkler Phoenix

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Meist schafft man es ja, sich als kalter Analytiker zu betätigen, der mit Sachverstand und offenen Augen, aber ohne heiße Wut im Herzen die Zustände analysiert. Aber manchmal geht das nicht. Nämlich dann, wenn diese Dreckschweine sich an unseren Kindern zu schaffen machen! Und – das dürfen wir leider nicht vergessen – das machen sie zu Tausenden und Millionen jeden Tag.

Ich habe über diese Riesenschweinerei auch schon mal geschrieben.

Jetzt zitiere ich aus dem Lehrplan Sachkunde für Schulen in Nordrhein-Westfalen (die Eltern, die in den Knast gingen, weil ihr Kind nicht am Sexunterricht teilnehmen wollte, kamen aus dem Städtchen Münster (NRW), in dem auch die Tatorte mit Jan-Josef Liefers spielen):

„2.4 Mensch und Gemeinschaft Dieser Bereich des Sachunterrichts trägt in besonderer Weise dazu bei, den Erziehungsauftrag der Grundschule umzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Einstellungen und Verhaltensweisen, die für ein friedliches und verträgliches Zusammenleben benötigt werden. Für das Zusammenleben von Menschen und für die Entwicklung tragfähiger sozialer Beziehungen in Gruppen und Gemeinschaften sind verlässliche soziale Regelungen, Vereinbarungen und Verhaltensweisen, aber auch Möglichkeiten der Partizipation erforderlich. Voraussetzung dafür ist eine achtsame und wertschätzende Haltung sich selbst und anderen gegenüber, die auch eine positive Einstellung zum eigenen Körper und zur Sexualität mit einschließt. In diesem Zusammenhang ist eine differenzierte Wahrnehmung der eigenen Gefühle notwendig. Sie hilft auch bei der Entwicklung von Verfahren und Mustern, um Konflikte angemessen austragen zu können. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Respekt und Toleranz gegenüber anderen Personen und Gruppen leistet die kritische Auseinandersetzung mit Rollenerwartungen und Rollenverhalten von Jungen und Mädchen, Männern und Frauen.“

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