Kampfeinsatz-Tips von Andy McNab aus „Die Männer von Bravo Two Zero“

Von Cernunnos

Der ehemalige britische SAS-Soldat Andy McNab beschreibt in seinem Buch „Die Männer von Bravo Two Zero“ (Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 3-423-12281-1) seine Erlebnisse als Kommandant eines achtköpfigen SAS-Stoßtruppunternehmens im Irakkrieg von 1991. Das Ziel dieses Unternehmens war die Ortung und Zerstörung eines Überlandkabels nahe einer irakischen Hauptversorgungsroute sowie der mobilen Scud-Raketen Saddam Husseins.

Ich habe mir vor etlichen Jahren aus diesem Buch eine Anzahl von Praxistips für Kampfeinsätze und Überlebenssituationen herausdestilliert und in einer Liste von vierzehn Punkten zusammengeschrieben, die ich hier zunächst wiedergebe, ehe ich anschließend noch eine Darstellung eines Feuergefechts aus diesem Buch zitiere:

1) Einschätzung Sturmgewehr M16:
Besser als Enfield SA-80, leichter und sehr leicht zu reinigen und zu warten.
Gute, praktische Waffe, alles ist schlicht und einfach, keine kleinen Teile, die hervorstehen oder verlorengehen können. Keine Teile, die leicht Rost ansetzen.
Sehr leiser Sicherungshebel, die Sicherung ist sehr einfach und kann mit dem Daumen betätigt werden (im Gegensatz zum SA-80, wo das mit dem Abzugsfinger geschieht, was nach McNabs Einschätzung Wahnsinn ist).

2) Gewehrriemen
McNabs Trupp hatte keine Trageriemen an den M16. Begründung: Ein Riemen ist für die Trageweise über der Schulter, was im Einsatz nicht angebracht ist. Auf Streife wird die Waffe mit beiden Händen gehalten, den Kolben an der Schulter.
Diese Praxis wird durch Peter MacDonalds „SAS im Einsatz“ bestätigt; auf den Fotos sind keine Riemen an den M16 und SA-80. Der australische SAS verwendet ebenfalls keine Riemen, Spetsnaz und Navy-SEALS aber schon.

3) Magazine:
Bei McNabs Einsatz im Irak führte jeder Schütze zehn 30er-Magazine mit, fertig geladen mit je 29 Schuß (= insgesamt 290). Die Magazine sind genauso wichtig wie die Waffe selbst, denn wenn die Federn die Patronen nicht in Position drücken, kann der Verschluß sie nicht richtig in den Lauf einführen. Das Magazin des Armalite M16 faßt normalerweise 30 Patronen, aber es es ist sicherer, sie nur mit 29 zu bestücken, damit die Federn etwas mehr Druck auf die Patronen ausüben und auch weniger leicht erlahmen. Es ist leichter und schneller, ein leeres Magazin gegen ein neues auszutauschen, als eine Ladehemmung zu beheben.

4) Gürtelbestückung:
Munition und Grundstock an Überlebensrationen (Wasser, Essen, Erste-Hilfe-Ausrüstung) am Gürtel, der im Einsatz nur abgelegt wird, wenn es unbedingt sein muß; selbst dann darf er höchstens eine Armlänge entfernt liegen.
Nachts in Körpernähe halten; falls man ihn überhaupt ablegt, schläft man darauf. Das gleiche gilt für die Waffen.

5) Anfertigung von Tarnmaterial:
Jute-Quadrate, ca. 2 x 2 m, mit Maschinenöl eindrecken, in eine Schlammlacke legen und mit einer Bürste bearbeiten, wenden und Prozedur wiederholen.
Ausschütteln, trocknen lassen, fertig.

6) Messerattacken auf Wachtposten:
Die Chance, mit einem glatten Stich ins Herz zu treffen, ist sehr gering und nicht einmal den Versuch wert. Vielleicht hat der Gegner einen dicken Mantel an und trägt noch Tarnzeug darunter. Und wenn man ihm die Halsschlagader durchtrennt, hört man immer noch eine volle Minute das Schreien.
In Wirklichkeit muß man den Kopf zurückreißen wie bei einem Schaf und so weit schneiden, bis die Luftröhre durchtrennt ist und der Kopf fast abfällt. So kann das Opfer nicht mehr atmen oder schreien.

7) Körper-T:
K.O.-Trefferzone; imaginäre Linie von einer Schläfe zur anderen über die Augenbrauen und von dieser Linie abwärts durch die Gesichtsmitte vom Nasensattel bis zum Brustbein. Wenn man irgendwo um dieses „T“ herum mit einer Schußwaffe trifft, fällt der Mann. [Dazu wird wohl ein Gewehr erforderlich sein; bei Faustfeuerwaffen dürfte von einer weniger sicheren oder schnellen Wirkung auszugehen sein.]

8) Bewegung auf Streife:
Kein Gerenne und keine Hast! Körperkonturen, Aufglänzen, Schatten, Silhouetten, Bewegung und Geräusche sind verräterisch. Eine langsame Bewegung ist leise und fällt nicht so leicht ins Auge. Daher bewegt man sich auf Streife immer sehr langsam. Wenn man rennt und hinfällt und sich verletzt, reißt man alle anderen mit rein.
Man muß sich immer wieder fragen: Was wäre wenn? Angriff von vorne, hinten, links, rechts? Wo wäre eine Deckung, wo eine gute Stelle für einen Hinterhalt? Wo war der letzte Nottreffpunkt? Wer ist hinter mir?
Immer Kontakt mit den anderen halten, abgesehen davon alles rundum im Auge behalten und auf alle Geräusche achten.

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Bekenntnisse eines Pflichtverteidigers

Das englische Original von Michael Smith erschien am 9. Mai 2014 unter dem Titel Confessions of a Public Defender auf American Renaissance. Übersetzt und mit Anmerkungen von unserem Gastautor Tecumseh. Vielen Dank dafür!

Nach all den Jahren noch immer ein Linker.

Ich bin Pflichtverteidiger in einem großen Ballungsgebiet im Süden. Weniger als zehn Prozent der Menschen in der Gegend, in der ich arbeite, sind schwarz, aber über 90 % meiner Klienten sind es. Die übrigen zehn Prozent sind vor allem Latinos, aber kaum Weiße.

Ich habe keine Erklärung, warum das so ist, aber die Kriminalitätsrate weist rassische Muster auf. Latinos begehen üblicherweise zwei Arten von Verbrechen: sexuelle Gewalt gegen Kinder und Fahren unter Beeinträchtigung. [Drogen/Alkohol. d.Ü.] Schwarze begehen sehr viele Gewalt-, aber sehr wenige Sexualverbrechen. [dazu mehr bei den Kommentaren im Anhang. d.Ü.] Die Handvoll Weiße, die ich sehe, begehen alle möglichen Delikte. In den vielen Jahren als Strafverteidiger habe ich nur drei Asiaten vertreten, von denen einer zur Hälfte schwarz war.

Als junger Anwalt habe ich den offiziellen Narrativ geglaubt. Nämlich daß Schwarze gesetzestreue, intelligente, famlienfreundliche Menschen seien, die aber durch ihre Armut kriminell würden, um zu überleben. Tatsächliches negrides Verhalten war ein Schock für mich.

Die Medien gießen über das Verhalten von Schwarzen ausnahmslos sprachlichen Zuckerguß [beschönigen und rechtfertigen also. d.Ü.] Sogar die Meldungen in den Nachrichten, über die zahlreichen Verbrechen, die ich im Gericht vertreten habe, waren geschönt. Das Fernsehen läßt absichtlich unvorteilhafte Informationen über den Angeklagten beiseite und vermeidet manchmal Namen, die eindeutig ‚schwarz’ klingen. [Sollte uns aus diversen Tageszeitungen auch bekannt sein… d.Ü.] All das hat meine liberalen, toleranten Überzeugungen aufgeweicht, aber es hat Jahre gedauert, meine Illusionen abzuschütteln und die Realität dessen, was ich täglich zu sehen bekomme, zu akzeptieren. Ich habe nun Tausende von Schwarzen und ihre Familien vertreten, ihre Rechte geschützt und sie im Gerichtssaal verteidigt. Was jetzt kommt, sind meine Beobachtungen.

Obwohl Schwarze nur einen kleinen Prozentsatz unserer Gesellschaft darstellen, ist das Gerichtsgebäude voll von ihnen: die Hallen und Zuschauerbänke fluten über vor schwarzen Angeklagten, Familien und Opfern von Verbrechern. Die meisten Weißen, die in das Gericht müssen, kommen leise an, sind angemessen gekleidet und halten ihre Köpfe unten. Sie kommen so schnell sie können herein und gehen – wenn sie können – genauso schnell wieder hinaus. Für Schwarze ist das Gericht wie Karneval. Sie scheinen sich alle zu kennen: Hunderte jeden Tag, tratschend, laut lachend, winkend und die Hallen verstopfend.

Wenn ich bestellt werde, einen Klienten zu vertreten, stelle ich mich vor und erkläre ihm, daß ich sein Anwalt bin. Ich erkläre den Prozeßablauf, meine Rolle darin, und stelle den Klienten einige elementare Fragen über seine Person. Zu diesem Zeitpunkt kann ich mit großer Präzision vorhersagen, wie die Menschen sich verhalten werden. Latinos sind sehr höflich und ehrerbietig. Ein Latino wird mich niemals beim Vornamen anreden und meine Fragen direkt und mit angemessener Achtung für meine Person beantworten. Weiße sind ähnlich respektvoll.

Ein Schwarzer wird mich niemals ‚Herr Smith’ nennen, für ihn bin ich immer ‚Mike’. Es ist für einen 19-Jährigen Schwarzen nicht ungewöhnlich, mich ‚dog’ [=Hund, Ghettosprache für ‚Kamerad’ d. Ü.] zu nennen. Ein Schwarzer wird häufig halblaute Beschwerden wegen allem was ich sage, murmeln, und mit den Augen rollen, wenn ich ihn unterbreche, um mit meinen Erklärungen fortfahren zu können. Ebenso muß alles, was ich zu Schwarzen sage, auf das Niveau einer dritten Klasse heruntergebrochen werden. Wenn ich abgleite und Erwachsenensprache verwende, werden sie wütend, weil sie glauben, daß ich meine Überlegenheit zur Schau stelle.

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