Zensur in den sozialen Medien als psychologische Kriegführung

Von Richard Houck, übersetzt von Lucifex. Das Original Social Media Censorship as Psychological Warfare erschien am 18. September 2018 auf Counter-Currents Publishing.

„Es gibt keine freie Rede in der realen Welt, und ihr werdet dafür unterdrückt werden, die Wahrheit zu sagen, die nicht vom System unterstützt wird.“ – Nasim Aghdam

Nach einer weiteren Runde von Twitter-Säuberungen durch die Techno-Stasi empfand ich ein sehr reales Gefühl des Verlusts, das ich nicht recht artikulieren konnte. Mehrere meiner engsten Twitter-Freunde – von denen zwei mehr als zehntausend Follower hatten – waren von einem Moment auf den anderen weg. Ständig veränderliche und äußerst nebulose „rules“ werden von Twitter durchgesetzt, um loszuwerden, was sie für Nutzer „von niedriger Qualität“ halten – von so niedriger Qualität, daß ich genau weiß, daß viele von ihnen weit über hunderttausend Profilbesuche monatlich und zehn Millionen Impressions monatlich hatten.

Was Twitter und andere Plattformen der sozialen Medien mit „niedrige Qualität“ meinen, ist alles, das dem Mainstream-Narrativ und ihren politischen Machinationen zuwiderläuft. Niedrige Qualität ist eindeutig ein Euphemismus für das, was die Sowjets für „konterrevolutionär“ nach Artikel 58 gehalten hätten: diejenigen, die sich weigern, sich an die Parteilinie zu halten, die Dissidenten, die im ganzen Ostblock Informationen auf dem Schwarzmarkt verbreiten, die tapferen Seelen, die alles riskieren, um den Mächtigen die Wahrheit zu sagen.

Was die Plattformen der sozialen Medien tun, wenn sie Benutzerkonten löschen, ist weit böser, als bloß den Fluß der Informationen und Standpunkte im neuen de facto öffentlichen Raum zu kontrollieren. Sie versetzen den zum Schweigen Gebrachten verheerende psychologische Schläge, so wie auch ihren Followern. Viele der Männer und Frauen in den sozialen Medien – besonders diejenigen, die mit unseren metapolitischen Überzeugungen sympathisieren – haben sonst nichts, wo sie mit Gleichgesinnten zusammen sein können, und keinen anderen Ort, wo sie dem Nihilismus, der Verzweiflung und dem Wahnsinn unserer politischen Hegemonie entkommen können (um Kipling abzuwandeln, diejenigen, die dieselben Dinge hören, die sie hören, und dieselben Dinge sehen, die sie sehen)[1] Für viele sind ihre Online-Freunde und die Möglichkeit, in den sozialen Medien ihre Meinung zu sagen und Beobachtungen miteinander zu teilen, die einzige Erholungspause, die sie von diesem postmodernen Alptraum haben, aus dem wir scheinbar nicht erwachen können, und es bietet ein sehr reales Unterstützungsnetzwerk für diejenigen, die oft niemanden in ihrem Alltagsleben haben, mit dem sie frei über die gegenwärtige kulturelle Malaise reden können.

Konten zu löschen und dadurch diese Unterstützungsnetzwerke zu kappen, kann das zensierte Individuum zwangsweise von den einzigen Menschen isolieren, die sie kennen und die sie wahrlich verstehen. All diese Beziehungen (viele über Jahre aufgebaut), all das geniale intellektuelle Material, all die privaten Konversationen, die unvollendet bleiben, alles ist plötzlich weg „wie Tränen im Regen“. All die Beiträge, die Hoffnung gaben, wo es keine gab, all jene Vertrauenspersonen, all diese zufälligen Meme, die einem das einzige Schmunzeln verschafften, das die ganze Woche zu haben war – verschwinden alle spurlos in den digitalen Äther.

Ostrazismus ist seit langem als eine Form der sozialen Kontrolle und Bestrafung benutzt worden. Die alten Griechen pflegten diejenigen Mitglieder der Gesellschaft, die für eine Bedrohung für die Stadt gehalten wurden, für zehn Jahre auszuschließen und sie von ihren Familien, Freunden und vertrauten Umgebungen abzuschneiden. Die zeitgenössische sozialpsychologische Forschung über Ostrazismus beweist, daß selbst geringfügige Ausschließung, einschließlich durch Fremde, die Selbstachtung einer Person, ihre Stimmung ihr Selbstwertgefühl und ihr Gefühl der Kontrolle und des Dazugehörens senkt. Wenn man aus einer Gruppe ausgeschlossen wird, dann wird derselbe Teil des Gehirns aktiviert, der körperlichen Schmerz registriert – obwohl Studien auch zeigen, daß der Schmerz des sozialen Ausschlusses noch länger anhält als körperlicher Schmerz, was zu höherem Aggressionsniveau, geringerer Produktivität, schlechterer Stimmung, Gefühlen der Verzweiflung und Hilflosigkeit und sogar zu Selbstmordgedanken führt.[2]

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Rettet die Netzneutralität: Warum die Netzneutralität für das Einsetzen für weiße Interessen notwendig ist

Von Russell James, übersetzt von Lucifex. Das Original Save Net Neutrality: Why Net Neutrality Is Necessary for White Advocacy erschien am 6. Dezember 2017 auf The Occidental Observer.

Seit der kürzlichen Ankündigung, daß Trumps Federal Communications Commission (FCC) die Netzneutralität fast sicher abschaffen wird, wenn sie am 14. Dezember zu der Frage abstimmt, haben Experten auf jeder Seite der Sache ihre Meinungen eingebracht. Dies trägt zu der Verwirrung zu dem bei, was zweifellos ein sehr schwieriges, sogar schlüpfriges Thema ist. Pro-weiße Aktivisten haben es nicht verabsäumt, ihre Ansicht mitzuteilen, und manche Kreise sind von der Debatte entflammt worden, mit einem wachsenden Konsens, daß die Netzneutralität nicht gut für unsere Bewegung ist und daß wir besser dran sein werden, wenn die FCC sie beseitigt. Ich werde zu erläutern versuchen, warum sie damit völlig danebenliegen.

Was ist das Internet?

Nach einem Großteil der verwirrten Kommentare zu urteilen, scheint es, daß wir von einer kurzen (und einigermaßen vereinfachten) Einführung darin profitieren könnten, was genau das Internet ist. Das Internet ist eine wirkliche physische Sache; es ist an sich nicht irgendeine Abstraktion von Software oder Netzseiten oder Nutzern. In seiner simpelsten Form besteht es aus Maschinen (Servern, Routern etc.), die durch Kabel (technisch gesprochen, Netzwerke – daher der Ausdruck Internet) miteinander verbunden sind. Diese Maschinen führen Protokolle aus wie das File Transfer Protocol (FTP), Emails, Gopher etc. Ein Protokoll, das HyperText Transport Protocol (HTTP) ist der König des Internet. Die Netzseiten, mit denen wir uns über dieses Protokoll verbinden, machen das World Wide Web (WWW) aus. Viele setzen das WWW mit dem Internet gleich – es ist für die Zwecke dieser Diskussion wichtig, sich zu erinnern, daß sie nicht dasselbe sind.

Was ist die Netzneutralität?

Der Wikipedia-Artikel über die Netzneutralität gibt eine überraschend brauchbare Definition:

Netzneutralität ist das Prinzip, daß Internet-Dienstleister alle Daten im Internet gleich behandeln müssen und nicht abhängig von Nutzer, Inhalt, Netzseite, Plattform, Anwendung, Typ der verbundenen Geräte oder Kommunikationsmethode diskriminieren oder unterschiedliche Gebühren verlangen dürfen. Zum Beispiel können Internetdienstleister nach diesen Prinzipien nicht absichtlich spezifische Netzseiten und Online-Inhalte sperren, verlangsamen oder Geld verlangen.

Kurz und bündig ausgedrückt, bedeutet Netzneutralität, daß aller Internetverkehr gleich behandelt werden muß.

Behalten Sie die obigen Definitionen im Kopf, während wir die Argumente gegen die Netzneutralität untersuchen und zeigen, warum sie falsch sind.

Auseinandernehmen der Argumente gegen die Netzneutralität

Nach dem Lesen der Artikel und dem Anhören der Podcasts einer Handvoll von Alt-Right-Experten, die dafür sind, das FCC sie beseitigen zu lassen, konnte ich ihre Kommentare auf sechs grundlegende Argumente gegen die Netzneutralität eindampfen.

Argument 1: Unsere Feinde, große Silicon-Valley-Megakonzerne (besonders Social-Media-Webseiten wie Google, YouTube, Twitter etc.), sind für die Netzneutralität, daher muß sie falsch sein.

Erstens sollte offensichtlich sein, daß unsere Feinde, obwohl sie extrem mächtig sind, nicht unfehlbar sind. Nur weil sie denken, daß etwas gut für sie ist, bedeutet das nicht, daß es gut für sie ist, und selbst wenn es das ist, bedeutet das nicht unbedingt, daß es schlecht für uns ist.

Zweitens, und wichtiger, ist es wahrscheinlicher, daß diese Megakonzerne bloß Tugendsignalisierung gegenüber ihren Unterstützern unter den Social Justice Warriors (SJW, Soziale Gerechtigkeitskrieger) betreiben und insgeheim hinter den Kulissen an der Förderung des Endes der Netzneutralität arbeiten. Dennoch gibt es einen schlüssigen Grund, warum diese großen Seiten die Netzneutralität beibehalten wollen könnten: ohne sie werden Internetprovider ihnen mehr Geld dafür berechnen können, daß sie Daten über ihre Kabel schicken (mehr dazu weiter unten).

Nebenbei bemerkt ist es vielleicht erbaulich zu verstehen, daß SJWs aus all den falschen Gründen für die Beibehaltung der Netzneutralität sind. Sie streben wie wir von der pro-weißen Rechten danach, die Redefreiheit zu bewahren, weil sie sich als diskriminierte Dissidenten sehen, deren Stimmen ohne Redefreiheit nicht gehört würden. Natürlich irren sie sich: sie sind keine Opfer von Diskriminierung. Sie sind die Ermächtigten – nützliche Idioten und Schachfiguren des Regimes, die begünstigt, nicht diskriminiert werden. Die Ähnlichkeiten zwischen der kulturmarxistischen Linken und der weißen Rechten gehen noch weiter, wenn wir verstehen, daß es die Grundüberzeugung beider Gruppen ist, daß es eine Verschwörung von Eliten zur Beherrschung des Globus gibt. Der einzige Unterschied ist, daß SJWs an die Verschwörungstheorie glauben, daß jene Eliten „reiche weiße Männer“ sind (unter Ignorierung der Rolle der Juden als treibende Kraft in dieser Elite), während wir an die Tatsache glauben, daß dies den wahren Interessen der Weißen entgegenwirkt. Der Unterschied bedeutet alles.

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„Die Meinungsmutigen“ wollen ein Ende der Anonymität im Internet

Von links nach rechts: PR-„Experte“ Wolfgang Rosam, Kanzleramtsminister Ostermayer (SPÖ), Claus Pándi, „Kronen-Zeitung“

Von links nach rechts: PR-„Experte“ Wolfgang Rosam, Kanzleramtsminister Ostermayer (SPÖ), Claus Pándi, „Kronen-Zeitung“

Von Deep Roots, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

In der Kronen-Zeitung von heute, 16. Mai 2014, gab es einen Artikel, der mir gleich den Tag versaut hat und den ich nachfolgend wiedergebe:

Neue Initiative für Klarnamen bei Postings in den Medien

Schluss mit Netz-Anonymität

Wien.- Ein Ende der anonymen Postings in Webforen will jetzt die Initiative „Die Meinungsmutigen“ erreichen. Damit sollen die massiv zunehmenden Beleidigungen im Netz („Shitstorm“) gestoppt werden.

Wolfgang Rosam, PR-Experte und Begründer der Initiative, erhält breite Unterstützung aus den Medien, der Wirtschaft und der Politik. Kanzleramtsminister Josef Ostermayer erklärte gestern, dass er diese Aktion begrüßt: In einer Gesellschaft der Meinungsfreiheit sollten alle zu ihrer Meinung stehen.“ Für Rosam, der sich eine neue Posting-Kultur wünscht, ist es „nicht länger hinnehmbar, dass unter dem Deckmantel der Anonymität ungebremst Unterstellungen und persönliche Angriffe im Netz platziert werden.“

Hat man da noch Worte? „In einer Gesellschaft der MEINUNGSFREIHEIT“??? Auch Claus Pándi, der jüdische Innenpolitik-Chef der „Krone“, findet diese Initiative unterstützenswert und hat gleich daneben in seiner Kolumne „Thema des Tages“ dies geschrieben:

Hetze im Netz

Bei allen unbestreitbaren Vorteilen, die das Internet bietet, hat das Netz auch Gefahren. Die reichen von der Cyberkriminalität bis zu den eigenen Spuren, die unbedacht hinterlassen werden.

Dagegen kann man sich aber teilweise schützen. Durch spezielle Programme, aber auch durch Achtsamkeit, was einer selbst im World Wide Web so treibt.

Nicht schützen kann man sich allerdings gegen bösartige Denunzianten, Verleumder und Psychopathen, die inkognito durch die diversen Webforen trollen. Damit können Existenzen zerstört, Unternehmen beschädigt, einzelne Personen psychisch verletzt werden.

Diesem Unwesen, das seit einigen Jahren immer übler wird, tritt nun der PR-Experte Wolfgang Rosam entgegen. Mit seiner privaten Initiative gegen anonyme Postings soll erreicht werden, dass Meinungen in den Webforen der Medien künftig nur noch unter eigenem Namen möglich sein sollen – beziehungsweise, dass zumindest den Redaktionen die Identität der Diskussionsteilnehmer bekannt ist.

Bei aller Konkurrenz zwischen den Mitbewerbern auf dem Medienmarkt besteht bis auf ganz wenige Ausnahmen (etwa eines sogenannten Qualitätsblatts) völlige Einigkeit, dass mit der Anonymität im Netz Schluss sein muss. Das ist ein wichtiger Beitrag für die Meinungsfreiheit und eine funktionierende Demokratie im Zeitalter des Internet.

Für die „Krone“ als größte Tageszeitung des Landes ist es selbstverständlich, diese Initiative zu unterstützen.

Eine heute durchgeführte Google-Suche mit dem Suchbegriff „Initiative Die Meinungsmutigen“ hat eine ganze Seite voll mit Artikeln von gestern und heute erbracht, von verschiedenen Nachrichtenportalen, beispielhaft dafür Wolfgang Rosam wünscht sich Klarnamenspflicht für Postings aus „Der Standard“ und Shitstorms in anonymen Postings müssen ein Ende haben aus nachrichten.at.

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Heimlich, still und leise: Attacke auf das freie Internet

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Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

„Aber man kann doch nicht einfach anonym ins Internet gehen, wie soll denn das funktionieren? Man bekommt doch eine IP zugeordnet.“

„Natürlich, das war auch damals schon so” erwiderte der alte Mann. „Aber die Provider haben sie nicht gespeichert und sie waren auch verpflichtet, sie vertraulich zu behandeln.“

„Aber das muss doch voll gefährlich gewesen sein. Es hätte ja jeder Terroranschläge im Internet planen können, ohne dass der Menschenrechtsschutz und die Freiheitssicherung es mitbekommen” wunderte sich der Junge ungläubig.

„Nein, es war nicht gefährlich, es war eigentlich schön.” Ein kurzes sehnsüchtiges Leuchten trat in die Augen des alten Mannes, es verschwand aber so schnell wieder, wie es gekommen war.  Er machte eine wegwerfende Handbewegung. „Ich erinnere mich aber kaum noch. Es ist lange her.“

„Siehst Du!” rief der Junge aus. „Du weißt es nicht mehr. Ich glaub das nämlich nicht! Aber Autos gab’s schon, als Du jung warst? Oder seid Ihr noch in Pferdekutschen rumgefahren?” kicherte er.

„Du sollst doch Deinen alten Opa nicht veräppeln” erwiderte der alte Mann gutmütig. „Nein, nein, ich weiß schon noch ganz sicher, dass wir damals anonym ins Internet gingen. Terroranschläge gab es deswegen nicht, obwohl sie irgendwann auch anfingen, den Leuten damit Angst zu machen.“

„Natürlich gab es andauernd Terroranschläge, das habe ich in der Schule gelernt, wir haben auch Videos gesehen. Das muss schrecklich gewesen sein. Ich weiß, Du spielst jetzt nur den Coolen, Opa, aber das musst Du doch bei mir nicht. Wen meinst Du damit, die anfingen, Angst zu machen? Die Freiheitssicherung?“

„Die gab es auch noch nicht. Es gab einen Vorläufer, der Verfassungsschutz hieß, aber er kam nicht an alle Daten. Er hätte es vielleicht rein technisch gekonnt, zumindest in späteren Jahren, aber es gab noch ein paar Gesetze, dass er es nicht darf. Und der Menschenrechtsschutz hieß glaub’ ich damals Antifa. Die hatten noch weniger Befugnisse, sie waren Privatleute, wurden aber von der Regierung bezahlt.“

Jetzt lachte der Junge. „Aber das ist doch lächerlich! Wozu zahlt man solche Organisationen, wenn sie nichts dürfen? Und es muss furchtbar gewesen sein, eine Regierung zu haben, wir haben das im Leistungskurs ‚Kampf gegen Rechts‘ durchgenommen, es gab auch ständig Hassrede und Rassismus gegen die Wohltäter. Aber Hassrede und Rassismus hast Du doch nicht gemacht, oder Opa? Und man will doch sowieso nicht von anderen Leuten regiert werden. Man will doch frei sein.“

„Ja, am Ende war es furchtbar” seufzte der alte Mann. „Aber im Grunde war am Ende so eine Regierung nichts anderes als es heute die Wohltäter sind. Die standen schon damals hinter den Regierungen und lenkten sie, nur eben nicht offen. Die meisten Leute wussten es nicht. Sie hätten es nicht gewollt, wenn sie es gewusst hätten, weil… Ach vergiss es, Kind, es ist lange her.“

Der Junge grübelte. „Also ich hätte damals nicht leben wollen. Das muss total unfrei und undemokratisch und das ganze Internet voller Hassrede gewesen sein und man musste doch auch ständig Angst haben, dass jemand einen Terroranschlag oder so ein Progrom oder wie das heißt gegen die Wohltäter plant, um Faschismus und Salafismus einzuführen und alle Menschen zu versklaven und total zu überwachen. Gottseidank ist das nicht passiert, aber unvorsichtig war das schon. Wann wurde das anonyme Internet denn abgeschafft, Opa?“

„Lass mich überlegen, Junge… ich glaube, das muss so um 2012 oder 2013 gewesen sein.“

Am 24. Oktober 2012 berichtete das Internetportal heise.de

Das Bundeskabinett hat sich am Mittwoch auf einen Gesetzentwurf geeinigt, der die Auskunft über Bestandsdaten wie Name oder Anschrift von Inhabern eines Telekommunikationsanschlusses auf eine neue Rechtsgrundlage stellen will.

(…)

Telecom-Anbieter müssen die erwünschten Daten „unverzüglich und vollständig übermitteln”. Über derlei Maßnahmen haben sie gegenüber ihren Kunden sowie Dritten Stillschweigen zu wahren.

In den Mainstreammedien habe ich davon nichts mitbekommen. Das muss nicht viel heißen, weil ich weder fernsehe noch Radio höre noch Zeitungen lese, aber ich habe Leute gefragt, die das zumindest gelegentlich tun und auch das Internet oberflächlich danach durchsucht und außer in einschlägigen Computerforen nichts gefunden.

Noch vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich hier CleanIT als mögliches Horrorszenario für das freie Internet erwähnt. CleanIT ist ein Projekt der EU, bei dem man das anonyme Internet nicht durch Gesetze beseitigen will, weil das aufgrund der vielen nationalen Gesetze und Verfassungen zu kompliziert ist. Die EU plant stattdessen ein „Gentlemen agreement”, das nur sehr böse Zungen als Erpressung bezeichnen würden, mit den Providern, bei dem diese sich vertraglich dazu verpflichten, die Daten „freiwillig” rauszurücken.

Wie es aussieht, könnte das neue geplante Gesetz CleanIT in Deutschland sogar noch überholen, da es nicht einmal formal mehr freiwillig ist, sondern die Provider zur Herausgabe verpflichet werden und

Provider, die über 100.000 Kunden haben, müssen für die Abwicklung der Anfragen zudem „eine gesicherte elektronische Schnittstelle” bereithalten. Dabei sei dafür Sorge zu tragen, dass jedes Auskunftsverlangen durch eine verantwortliche Fachkraft formal geprüft werde.

Formal geprüft? Eine nutzlose „Fachkraft” – am besten mit Juradiplom der Universität Timbuktu –  einstellen und zahlen, der pro forma seine Unterschrift drunter setzt! So sieht das für mich aus.

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Protokolle der Weisen von Google

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Das englische Original von Matt Parrott erschien unter dem Titel Protocols of the Elders of Google am 2. März 2011 bei Counter Currents. Übersetzt von Osimandia.

Bitte heißen Sie einen ganz besonderen Gast willkommen: Google.

Wir, die Weisen von Google, sind, nachdem wir schließlich dem Bösesein abgeschworen haben, zu dem Schluss gekommen, dass dieses „Internet” mehr Ärger macht als es wert ist. Die folgenden Protokolle, die superhochgeheim sind, sind unser Schritt-für-Schritt-Programm, um ein für alle Mal den Computern da draußen den Stecker zu ziehen.

Protokoll 1: Beherrsche den Markt!

Das erste, was wir tun müssen, ist jedermann in unsere Falle zu locken. Wenn Leute Sachen im Internet suchen, müssen wir der einzige Platz sein, an den sie zu diesem Zweck auch nur denken. Zunächst einmal machen wir eine hübsche kleine Website auf und dann fügen wir nach und nach kostenlos coole Sachen hinzu. Wenn unsere Konkurrenten mit einem guten Produkt herauskommen, bieten wir eine bessere Version davon an und schenken sie her. Hintenrum werden wir eine große Investmentblase erzeugen, um all das zu bezahlen.

Wenn wir das geschafft haben, werden die Leute nicht einmal mehr „suchen” denken, sie werden „googeln” denken. Sie werden nicht ihre Emails abrufen, sie werden ihre… Gmails abrufen. Ihre Blogs werden bei unserem Blogspot sein. Wir werden alle Nachrichten in … Google News sammeln. Manche Leute werden vielleicht Bedenken wegen des ausufernden Monopols äußern, aber sie werden das wahrscheinlich mit Hilfe ihres Google-Browsers tun. Sie werden vollkommen hilflos sein, unserer Angebotspalette von kostenlosem und besserem Zeug zu widerstehen.

Protokoll 2: Teile und herrsche!

Das alles durchdringende Monopol ist notwendig, um das Internet in zwei Zonen zu spalten: Das Übernet und das Unternet. Das Übernet wird sogar noch besser sein als das Internet, es wird allerlei firmeneigenen Schnickschnack mit allen Schikanen geben, um sowohl Nutzer als auch Anbieter anzulocken. Anfänglich wird es praktisch keinerlei Regeln geben, und die wenigen werden nur selten durchgesetzt werden. Das Unternet wird dahinsiechen und verkümmern und schließlich obsolet werden, wenn unser Übernet immer mehr Funktionen hinzufügt, die nur dort laufen. Das „world wide web” wird immer mehr einem Spinnennetz gleichen. Webdesigner werden ohne das tolle neue Google Widget™ (beta) keine Seiten mehr gestalten wollen. Seitenbetreiber werden nicht von unseren firmeneigenen sozialen Netzwerken ausgeschlossen sein wollen, die ihnen den meisten Zulauf bringen. Die meisten technisch wenig versierten Nutzer werden nicht einmal erkennen, wo das Übernet aufhört und das Unternet anfängt, allenfalls noch an dem schalen Geruch veralteter Technologie und trostloser, statischer HTML-Seiten.

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Censorware gegen den Ersten Verfassungszusatz

Hear No Evil, See No Evil

Nichts Böses hören, sehen und sagen

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original Censorware vs. the First Amendment erschien am 10. Januar 2014 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

Ich machte kürzlich die Erfahrung, daß ich an einer öffentlichen Bibliothek ins Internet einstieg und vom Lesen von Counter-Currents – und meiner eigenen Arbeit – geblockt wurde, weil es „Intoleranz und Hass“ darstelle. Dies galt für alle Computer in allen Bibliotheken eines regionalen Systems, nicht nur einer. Ich betone „öffentliche“, weil der Regierung in den Vereinigten Staaten durch den Ersten Verfassungszusatz verboten ist, solche Zensur zu betreiben. Dies ist keine Grauzone.

Ein weiterer Grund, warum ich „öffentlich“ betone, ist, daß Juden, die Linke und die Regierung behaupten, daß umfassende Zensur rechter und weißer Rede zulässig ist, wann immer die Zensoren „privat“ sind – d. h., Mitglieder der kleinen Clique, die die Mittel des Kulturschaffens (die Massenmedien) monopolisieren, oder die Handvoll steuerbefreiter, oft religiöser (wenn auch nie christlicher) / ethnischer (wenn auch nie arischer) Organisationen ausmachen, die Privatfirmen unter Druck setzen, jedweden Inhalt zu blocken, den sie diktieren.

Um den Rechner der Bibliothek zu benutzen, mußte ich mich einloggen. Dies erforderte die Eingabe meiner Bibliothekskartennummer und der letzten vier Stellen meiner Telefonnummer, die die Bibliothek beide im Akt hat. Falls man die Rechner eine Zeitlang nicht benutzt hat, kann man sich nicht einmal mit den richtigen Kennungen einloggen. Man kann Bücher mitnehmen, aber man kann nicht ins Internet einsteigen. Dies ist es, was mir passierte.

Um die Einlognummern zu reaktivieren, die die Bibliothek gesperrt hatte, mußte ich zum vorderen Schalter gehen, mich identifizieren und meine persönlichen Angaben neu bestätigen, einschließlich meiner Wohnadresse.

Die unerwartete Censorware (euphemistisch „content control“ oder „content filtering“-Software genannt), kombiniert mit der Obsession der Bibliothek zu wissen, wer jeden Computerterminal benutzte und versuchte, auf verbotene Webseiten zuzugreifen, überraschte mich. Das letzte Mal, daß ich aus öffentlichen Bibliotheken ins Internet einstieg, war im Zeitraum von 1998 – 2002, und da gab es nichts dergleichen. Nirgends war es Praxis, Online-Inhalte zu zensieren oder sorgfältig die Namen, Wohnadressen und spezifischen Surfgewohnheiten einzelner Kunden zu überwachen und aufzuzeichnen. Vor zehn Jahren konnte man in völliger Freiheit und Anonymität im Internet surfen, abgesehen davon, daß einem möglicherweise jemand über die Schulter sah. Dieses Fenster ist zugeknallt worden.

Als ich schließlich den URL von Counter-Currents in den Browser eintippte, erhielt ich einen weißen Bildschirm mit folgender Meldung:

Der Link, auf den Sie zugreifen wollen, ist durch den Netzfilter geblockt worden, weil er Inhalt enthält, der in die Kategorie Intoleranz und Hass fällt.

Falls Sie vorschlagen möchten, daß er der sicheren Browsing-Liste [sic] hinzugefügt wird, sprechen Sie bitte mit einem Mitglied des Bibliothekspersonals.

KEINE AUSSERKRAFTSETZUNG ZULÄSSIG

„Public Web Filter“

Der „Public Web Filter“ wurde nicht namentlich angegeben. Diejenigen, die dahinterstecken, ziehen es vor, daß Menschen, die für die Verweigerung ihrer intellektuellen Freiheit zu bezahlen gezwungen sind, darüber und über alles andere, was zählt, unwissend bleiben.

Selten wird es Kunden – von Natur aus Bittsteller – geben, die sich an einen Bibliothekar wenden werden, um darum zu ersuchen, „Intoleranz und Hass“ ansehen zu dürfen, um darüber zu diskutieren, was „Intoleranz und Hass“ ist oder ob eine spezifische Webseite oder Gruppe von Webseiten legitimerweise in diese Kategorie gehört, oder noch wichtiger, daß die Kategorie selbst illegitim ist.

Dies sind Diskussionen, die der Kunde nicht gewinnen kann. Zensur ist als formale Politik institutionalisiert, von oben angeordnet, und das Personal ist dazu konditioniert, selber daran zu glauben. Sie verhalten sich wie hochnäsige, selbstgerechte Pförtner.

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Das DuMont-Fernsehnetzwerk

Der Wissenschaftler und Fernsehpionier Allen DuMont zeigt 1954 die erste rechteckige 21-Zoll-Farbbildröhre. Er perfektionierte die erste praktische Kathodenstrahlröhre und gründete ein Fernsehnetzwerk.

Der Wissenschaftler und Fernsehpionier Allen DuMont zeigt 1954 die erste rechteckige 21-Zoll-Farbbildröhre. Er perfektionierte die erste praktische Kathodenstrahlröhre und gründete ein Fernsehnetzwerk.

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Deep Roots. Das Original The DuMont Television Network erschien am 4. Mai 2012 auf Counter-Currents Publishing/North American New Right.

 

Vor langer Zeit gab es, ob man es glaubt oder nicht, ein viertes amerikanisches Fernsehnetzwerk zusätzlich zu den in jüdischem Besitz befindlichen CNS und NBC und dem kleineren Rivalen ABC.

Das vierte, vergessene Netzwerk war das DuMont Television Network, gegründet von einem weißen Fernsehpionier namens Allen B. Du Mont. (Sein Name wird verschiedentlich als DuMont und Du Mont geschrieben, aber niemals als Dumont. Ich habe Du Mont für den Mann verwendet und DuMont für die Namen seiner Firmen.)

Das DuMont-Netzwerk überlebte auf prekäre Weise von seiner Gründung 1946 bis zu seinem schließlichen Untergang 1955.

Die Rassendynamik der Nachkriegs-USA, bei der Juden zur Dominanz über die einheimischen weißen Einwohner aufstiegen, war ein Hauptfaktor bei DuMonts Scheitern, trotz Allen Du Monts anscheinendem Philosemitismus (als gebürtiger New Yorker beschäftigte er einige Juden in Spitzenpositionen).

Um die Zeitdauer der antiweißen Propaganda zu begreifen, der die amerikanische Öffentlichkeit durch das alles durchdringende Medium des Fernsehens ausgesetzt war, seht euch diesen Propagandaspot [1:09 min.] aus DuMonts populärer Fernsehsendung Captain Video and His Video Rangers von 1949 an. Beachtet, wie die antiweiße Botschaft in umgekehrten oder „positiven“ Begriffen formuliert wird.

Eine sorgfältige Untersuchung der Radioprogrammgestaltung und des Inhalts von Filmen seit der Zeit ihrer Anfänge würde ein ähnliches Muster offenbaren.

Am Anfang

Allen Du Mont wurde in Brooklyn, New York geboren und lebte sein ganzes Leben lang gleich außerhalb von New York City (im nördlichen New Jersey). Er begann sich als Junge intensiv für die Technologie des frühen Radios zu interessieren und entwickelte sich zu einem fähigen Elektroniktechniker, -wissenschaftler und –geschäftsmann. Als brillanter Erfinder wurde Du Mont für die Perfektionierung der Kathodenstrahlröhre anerkannt. Seine langlebigen Röhren machten den Fernsehsendebetrieb letztendlich praktikabel.

Nachdem er bei Westinghouse Radioröhren produziert hatte, wurde Du Mont Vizepräsident der DeForest-Laboratorien und arbeitete mit dem Firmengründer, dem legendären Radiotechniker und Erfinder Lee De Forest zusammen.

Als De Forest die Firma 1931 an David Sarnoffs RCA verkaufte, kündigte Du Mont und gründete während der Tiefen der Großen Depression seine eigene Firma, die in New Jersey ansässige Allen B. DuMont Laboratories, Inc.

Der 37jährige Allen Du Mont untersucht 1938 die „Dicke Berta“ der Kathodenstrahlröhren.

Der 37jährige Allen Du Mont untersucht 1938 die „Dicke Berta“ der Kathodenstrahlröhren.

Bei DeForest war Du Mont mit dem mechanischen Fernsehsystem von C. Francis Jenkins in Kontakt gekommen und nahm an den ersten Fernsehübertragungen von W2XCD in Passaic, New Jersey, teil. Aber da er das mechanische zugunsten des elektronischen Fernsehens ablehnte, wandte Du Mont seine Aufmerksamkeit der Verbesserung der Kathodenstrahlröhre zu.

Anfänglich bauten und verkauften die DuMont Labs hochwertige Röhren für die Verwendung in Oszilloskopen, Geräten zur Darstellung von Wellenformen, die eine visuelle Aufzeichnung eines elektrischen Stroms auf einem fluoreszierenden Schirm produzieren. Oszilloskope wurden verwendet, um elektronische Ausrüstung zu testen.

Die Kathodenstrahlröhre wurde zu einem zentralen Bestandteil in Fernsehgeräten, was zu Du Monts Engagement in der Produktion von Fernsehgeräten und im Netzwerk-Sendebetrieb führte.

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Wie das Internet der Dinge das Eigentum beseitigt

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Von Adam Rowe; das Original How the Internet of Things erases ownership erschien am 2. Mai 2016 auf IDG CONNECT.

Übersetzt von Cernunnos.

Einer meiner liebsten Twitter-Accounts über Neuheiten heißt @internetofshit. Der schrullige, sarkastische Untergangsprophet zum Thema Internet der Dinge ist ein produktiver Tweeter und schimpft über alles, von einer Kaffeetasse, die sich mit dem Internet verbindet bis zu einem Pub mit Gesichtserkennung, der Gäste zum Abnehmen ihrer Hüte zwingt, bevor er funktioniert.

Beim IdD gibt es in der nahen Zukunft eine Menge Hürden zu beseitigen, aber die meiste davon sind kosmetischer Art. Bei genügend technischem Fortschritt wird KI zum Beispiel in der Lage sein, Gesichter mit oder ohne Hüte zu erkennen, aber ein riesiges Problem ist dem Konzept eines Internet der Dinge praktisch inhärent und nicht leicht zu überwinden. Dessen Einnahmenmodell erfordert, daß Konsumenten nie wirklich die Geräte besitzen, für die sie bezahlen.

Es begann mit DRM, das einen daran hinderte, Musik oder Bücher zu besitzen

Software ist immer unter eine lockerere Definition von „Eigentum“ gefallen als Hardware. Wenn man an einer Tabelle arbeitet, braucht man sich nicht darum zu sorgen, daß der Stuhl, auf dem man am Schreibtisch sitzt, in den Blauer-Bildschirm-Modus übergeht und unter einem verschwindet. Die Verlagerung der Eigenschaften von physisch auf virtuell ändert eine Menge: virtuelle Daten können mit einem Tastendruck gelöscht werden, aber sie können genauso leicht unbeschränkt vervielfältigt werden. Nachdem eine solche Duplizierung die Marktwerte drückt, entstand das Digital Rights Management (DRM), um autorisierte Neuschaffung durchzusetzen.

Ich lasse die Diskussionen über DRM-bezogene Ethik und Besorgnisse für einen anderen Artikel beiseite, aber das Fazit ist, daß DRM-isierte eBooks und Musikdateien ausreichend stark eingeschränkt sind, daß „besitzen“ kein so zutreffender Begriff ist wie „lizenzieren“. Niemand kauft jemals ein eBook gebraucht. Und die Firmen behalten sich das effektive Eigentum vor, sogar die Fähigkeit, die Produkte jederzeit willkürlich zu löschen.

Diese Tatsache ist nie in poetischerer Weise dargestellt worden als im Juli 2009, als Amazon entdeckte, daß eBook-Ausgaben von George Orwells Klassikern 1984 und Animal Farm ohne gesetzliche Erlaubnis des Rechteinhabers verkauft wurden; sie löschten jede Kopie von den Geräten derjenigen, die für das Buch bezahlt hatten. Angesichts von Orwells Vorliebe, die Exzesse eines totalitären Systems zu kritisieren, schrieben die launigen Einleitungsformulierungen der Reporter sich praktisch von selbst.

Obwohl es so schien, als würde man sie besitzen, waren die eBooks von Amazon geleast, eine Tatsache, die viele Konsumenten überraschte: „Es veranschaulicht, wie wenige Rechte man hat, wenn man ein eBook von Amazon kauft“, sagte Bruce Schneier, ein Experte für Computersicherheit, der von der New York Times zitiert wurde. „Als Kindle-Besitzer bin ich frustriert. Ich kann Leuten keine Bücher leihen, und ich kann keine Bücher verkaufen, die ich bereits gelesen habe, und nun stellt sich heraus, daß ich nicht einmal darauf zählen kann, meine Bücher morgen noch zu haben.“

Das wurde im März dieses Jahres in großem Maßstab klargemacht, als Barnes and Nobles‘ Unternehmen Nook den Verkauf von eBooks im Vereinigten Königreich einstellte. Aber die Nettigkeit der Erklärung von Nook konnte einen Haken beim Übergang der eBooks von Nook zu ihrem neuen Provider im Vereinigten Königreich, Sainsbury’s Entertainment on Demand, nicht verdeckten: Nook arbeitete daran, „sicherzustellen, daß Sie weiterhin Zugang zur großen Mehrheit Ihrer gekauften NOOK-Bücher ohne neue Kosten für Sie haben.“ [Hervorhebung vom Autor]

Genau dieses Phänomen ist bei elektronischen Medien nichts Neues. Amazon hat Abonnenten seit langem geraten, das Video, das sie kaufen, herunterzuladen, um fortdauernden Zugriff sicherzustellen, und jeder freischaffende Schriftsteller ohne ein paar tote Links in seinem CV hat noch nicht lang genug geschrieben. Aber jetzt springt das Phänomen auf Produkte in der realen Welt über.

Nests Geräteunbrauchbarmachungs-Apokalypse ist der Beweis, daß das Internet der Dinge das Eigentum beseitigt

Nest, das Googles Muttergesellschaft Alphabet gehört und eine der größten Firmen ist, die sich der Ausstattung IdD-fokussierter „Smart Homes“ widmen, wird im Mai 2016 eine Auswahl seiner Produkte ausmustern. Zur Klarstellung: sie stellen nicht den technischen Support ein – was es den Geräten ermöglichen würde, weiterhin zu funktionieren -, sie stellen absichtlich sicher, daß die Geräte nutzlos sein werden.

Das Smart-Home-Gerät, Revolv’s Netzknoten und damit zusammenhängende Apps, war Hunderte Dollar wert, hängt aber von seiner Natur her von einer Online-Verbindung ab. Nachdem die Firma entschieden hat, es unbrauchbar zu machen, ist es wertlos. Kunden – sogar jene mit eBooks! – sind zu Recht empört: Wie Business Insider berichtet, wurden die Netzknoten von Revolv damit beworben, daß es dazu ein „Abonnement für die gesamte Lebensdauer“ gäbe.

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