Das Rätsel der europäischen Haar-, Augen- und Hautfarbe

Von Peter Frost, übersetzt von Lucifex. Das Original The Puzzle of European Hair, Eye, and Skin Color erschien am 11. Juli 2015 auf Evo and Proud und wurde am 7. August 2015 auf National Vanguard nachveröffentlicht.

DIE MEISTEN MENSCHEN haben schwarzes Haar, braune Augen und braune Haut. Europäer sind anders: ihr Haar ist auch braun, flachsblond, golden oder rot, ihre Augen auch blau, grau, haselnußbraun oder grün, und ihre Haut ist blaß, fast wie die eines Albinos. Dies ist besonders bei Nord- und Osteuropäern der Fall. (ILLUSTRATION: Mary Magdalene, Frederick Sandys [1829-1904]. Ist das physische Erscheinungsbild der Europäer allein oder auch nur hauptsächlich eine Anpassung an das Klima?)

Wie ist dieses Farbenschema zustande gekommen? Vielleicht wirken sich dieselben Gene, die die Hautpigmentierung aufhellen, auch auf die Haar- und Augenpigmentierung aus? Doch die Gene sind in jedem Fall verschiedene. Unsere Haut wurde hauptsächlich durch den Austausch eines Allels durch ein anderes auf drei verschiedenen Genen weiß. Unser Haar erwarb eine vielfältige Palette von Farben durch eine Ausbreitung neuer Allele auf einem anderen Gen. Unsere Augen erwarben eine ähnliche Palette durch ähnliche Veränderungen auf noch einem anderen Gen.

Dieses Farbschema ist in noch einer Weise rätselhaft: es ist bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern. Frauen sind in der Haarfarbe von Natur aus variabler als Männer, wobei insbesondere Rothaarige häufiger sind. Sie sind in denjenigen Populationen, wo blaue Augen häufig sind, gleichermaßen variabler in der Augenfarbe. Und schließlich sind Frauen überall auf der Welt hellhäutiger als Männer, als Ergebnis von Hautveränderungen in der Pubertät.

Während Frauen in ihren Haar- und Augenfarben vielfältiger sind, hat diese größere Vielfalt in jedem Fall eine verschiedene Ursache. Im Fall der Haarfarbe haben Frauen mehr von den Zwischentönungen, weil der dunkelste Farbton (schwarz) weniger leicht exprimiert wird. Im Fall der Augenfarbe haben Frauen mehr von den Zwischentönungen, weil der hellste Farbton (blau) weniger leicht exprimiert wird.

Falls die Haar- und Augenfarben sich auf Arten diversifizierten, die sich physiologisch unterscheiden, aber visuell ähnlich sind, dann muß der gemeinsame Zweck dieser Vielfalt visueller Art sein. Außerdem betrifft diese Vielfalt in beiden Fällen sichtbare Merkmale im Gesicht oder nahe dem Gesicht – dem Fokus der visuellen Aufmerksamkeit.

Sexuelle Selektion?

Warum würde ein Gesichtsmerkmal bei einem Geschlecht bunter werden als beim anderen? Der wahrscheinlichste Grund ist sexuelle Selektion, die stattfindet, wenn ein Geschlecht um die Aufmerksamkeit des anderen konkurrieren muß. Diese Art der Selektion begünstigt ins Auge springende Farben, die entweder hell oder neuartig sind.

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Wiederum, die Männer des Nordens

Mastodon hunt

Von Baron Bodissey; der Originalartikel Again, the Men of the North erschien am 4. Dezember 2009 bei „Gates of Vienna“.

Einer Kommentatorin, die behauptete, daß der Fall der weißen Rasse notwendig sein würde, um für Jahrhunderte der Sünde zu bezahlen, gab Fjordman diese erfrischende Antwort:

“Susan: Ich bin nicht so sicher, ob du weiß bist, aber du bist definitiv eine Linke und ein Troll. Meine Vorfahren kämpften hart, um in einem kalten und dunklen Land zu überleben, wo mein Volk seit dem Ende der letzten Eiszeit gelebt hat. Es ist nicht meine Schuld, daß die Kurden, Araber und Pakistanis unfähig sind, so gute Gesellschaften zu schaffen, wie wir sie geschaffen haben. Sie haben hier nichts verloren, und wir haben jedes Recht, sie auszuweisen.”


Dies erinnerte mich an die Men of the North:

Während der zigtausend Jahre der Würmeiszeit lebten altsteinzeitliche Jägerstämme am Südrand der Eisfelder in Europa und Asien. Vor ungefähr 10.000 Jahren, als sich die letzten der Gletscher zurückzogen, entschieden sich einige Gruppen dafür, dem schwindenden Eis nordwärts zu folgen. Während ihre Vettern in den wärmeren Regionen im Süden Metall schmolzen, schlugen diese abgehärteten Stämme Feuerstein. Während die Südländer die Landwirtschaft, die Sklaverei und die Zikkurat [Stufenpyramide] erfanden, jagten die Nordländer Großwild in den frostigen Grasländern und Wäldern Zentralasiens und Nordeuropas.

Eine solche Gruppe entstand in den Steppen Zentralasiens und ging zur Jungsteinzeit über, indem sie das Pferd und anderes Vieh zähmte. Dieses Leute führten eine nomadische Existenz und wanderten dabei während der letzten paar Jahrtausende vor der Geburt Christi in alle Richtungen. Mangels eines besseren Ausdrucks werden sie als “Indoeuropäer” bezeichnet, unter Bezugnahme auf die Sprachgruppe, die ihre Nachkommen in der ganzen Westhälfte Eurasiens verbreiteten.

Einige der Auswanderer wendeten sich nach Süden, einmarschierend und erobernd, und übernahmen die Lebensweisen der Stadtstaaten im Industal, in Anatolien und im Mittelmeerbecken. Andere Zweige zogen sowohl in Europa wie auch in Asien westwärts und nordwärts, verdrängten die Eingeborenen und erschlossen sogar erstmals das eisfreie Territorium für den Menschen.

Zwei Hauptwellen von Indoeuropäern wanderten nach West- und Nordeuropa. Keltische Stämme fegten durch Mitteleuropa, um sich im Gebiet des heutigen Deutschlands, Frankreichs, der Niederlande und der Britischen Inseln niederzulassen. Später drängten germanische Stämme hinter den Kelten her, nahmen vielerorts ihren Platz ein, zogen nordwärts nach Skandinavien und drängten die Vorfahren der Lappen und Finnen weiter die Ostsee hinauf und in die Arktis.


Lesen Sie den Rest im Originalartikel.

Die Männer des Nordens erbauten die westliche Zivilisation.

Jene gewitzten und abgehärteten Stammesleute jagten das Mammut und den Auerochsen in den Schatten der Gletscher. Später rangen sie dem steinigen Boden und den kalten Gewässern Nordeuropas ihren Lebensunterhalt ab. Sie waren ein harter, fleißiger und gerissener Haufen, diese Männer des Nordens.

Die Nachkommen der Stämme breiteten sich von den britischen Inseln, den Niederlanden, Jütland, Seeland und dem skandinavischen Festland über den Globus aus, erobernd, siedelnd, Land bebauend, handelnd, erfindend und bauend, wohin immer sie gingen.

Sie schufen das, was man heute als “die zivilisierte Welt” kennt.

Die Ansicht, wir müßten all dies als Buße für reale oder eingebildete Sünden der Vergangenheit hergeben, ist eine illegitime Behauptung. Sie hat keine Basis in Recht, Moral, christlicher Ethik oder Hausverstand.

Wir würden gut daran tun, uns daran zu erinnern.

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Astronomie im prähistorischen Europa

Stonehenge Sternenhimmel

Von Fjordman, übersetzt von Jörn Uhl.
24.11.2009 Brussels Journal – http://www.brusselsjournal.com/node/4184

    Man kann schwerlich von „Wissenschaften“ der prähistorischen Zeiten sprechen. Am nächsten kommt vielleicht das systematische Studieren der Gestirne. Archäoastronomie ist die Schnittmenge von Astronomie und Archäologie. Die Sternenmuster im Nachthimmel waren den Menschen früherer Zeiten sehr viel vertrauter als uns, die wir von der Unkenntlichmachung durch elektrisches Licht betroffen sind.

Lascaux ist der Schauplatz eines Höhlenkomplexes im südwestlichen Frankreich mit wunderschönen prähistorischen Höhlenmalereien und eindrucksvollen Zeichnungen von Stieren, Pferden und anderen Tieren. Sie stammen aus dem Jungpaläolithikum, dem letzten Abschnitt der Altsteinzeit, und werden auf ein Alter von mehr als 16000 Jahren geschätzt. Ein wenig jünger (ca. 14-15000 Jahre alt) sind die Höhlenmalereien in der Höhle von Altamira in Spanien. Der deutsche Forscher Michael Rappenglück nimmt an, daß er innerhalb der Lascaux-Malereien eine prähistorische Karte des Nachthimmels gefunden hat. Das ist plausibel, aber in Wahrheit wissen wir ganz einfach nicht, welche Funktion diese künstlerischen Zeichnungen hatten.

Paul Mellars zufolge in The Oxford Illustrated History of Prehistoric Europe gilt: „Auf genau welche Weise die Kunst in diesem Kontext ihre Funktion erfüllt haben mag, bleibt eher spekulativ. Eine Möglichkeit ist, daß einige der Hauptzentren des Kunstschaffens (so wie Lascaux im südwestlichen Frankreich, oder Altamira im nördlichen Spanien) als wesentliche rituelle oder zeremonielle Zentren dienten – vielleicht als Schauplatz wichtiger Feierlichkeiten während der regelmäßigen, jährlichen Zusammenkünfte der menschlichen Gruppen. Alternativ (oder zusätzlich) kann die Schöpfung von Kunst in den Händen besonderer Oberhäupter oder religiöser Führer gelegen haben, welche die Kunstschöpfung und damit verknüpfte Zeremonien verwendeten, um ihre besonderen Führungsrollen und ihre Autorität in den Gesellschaften zu verstärken oder zu rechtfertigen.“

Während der letzten Eiszeit waren weite Teil der nördlichen Hemisphäre von dicken Gletschern bedeckt. Mitteleuropa ähnelte der Tundra des heutigen Sibirien. Während des Höhepunktes der letzten Kaltzeit und der Maximalausdehnung des Eises um ca. 20000 v. Chr. waren die Temperaturen ungefähr 20°C tiefer als heute. Nach dem Ende des Eiszeitalters (ca. 13000 v. Chr.) hat sich allmählich – von ungefähr 9500 bis 8000 v. Chr. – ein milderes, dem Heutigen ähnliches Klima eingestellt. Aus diesem Grunde hat sich die europäische Pflanzen- und Tierwelt rasant verändert, wobei Arten wie bspw. das Wollhaarmammut ausstarben, und andere ihren Platz einnahmen.

Die dem Rückgang der Gletscher folgende weitere Eisschmelze hat das Gesicht Europas dramatisch verändert. Große Teile des damaligen Festlandes liegen heute unter Wasser und umgekehrt. Gleiches geschah in anderen Regionen Eurasiens und Nordamerikas, als der Meeresspiegel zu steigen begann. Ungefähr 5600 v. Chr. (die Zeitangabe bleibt umstritten) flutete das Wasser des Mittelmeers durch den Bosporus und füllte, was dann zum Schwarzen Meer wurde.

Während des Neolithikums bzw. der Jungsteinzeit gingen seßhafte Gemeinschaften zu Ackerbau und Viehzucht über – zuerst auf der Balkanhalbinsel unweit des Nahen Ostens. Eine guterhaltene Mumie aus der Kupfersteinzeit (der Zwischenphase von Stein- und Bronzezeit) während der die ersten Metallwerkzeuge hergestellt wurden, fand man 1991 in den Alpen im Grenzgebiet von Italien und Österreich. Man gab der aus einer Zeit ungefähr 3300 v. Chr. stammenden Mumie den Namen Ötzi. Er ist vermutlich eines gewaltsamen Todes gestorben. Ötzi hatte viele kleine Tätowierungen, besaß einen aus Gras gewebten Umhang, zudem Beinkleider, einen Lendenschurz und hervorragende Schuhe. Sein Mantel war aus Ziegenfell genäht, er trug eine Bärenpelzmütze und einen Gürtel aus Kalbsleder.

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