Spätfolgen des Kosovo-Krieges: Wie gefährlich ist Uran-Munition?

US-Erdkampfflugzeug Fairchild A-10 Thunderbolt II feuert seine 30-mm-Maschinenkanone GAU-8 ab (Bild nicht aus dem DMZ-Artikel).

Von Dieter Stockfisch, aus der „Deutschen Militärzeitschrift“ Nr. 25 April-Juni 2001 (inkl. Bildern im Text; Links im Text von mir eingefügt).

„Die Wahrheit ist eine Tochter der Zeit“ (Sophokles)

„Die Bundeswehr hat keinen Hinweis darauf, daß deutsche Soldaten bei ihrem Einsatz im Kosovo Erkrankungen durch Reste von Uran-Munition erlitten haben. Bei Untersuchungen von Soldaten sind bislang keine Erkrankungen festgestellt worden, die auf Kontakte mit uranbelasteter Munition zurückzuführen seien“, meldete das Bundesministerium der Verteidigung in einer Presseerklärung am 4. Januar 2001. Hintergrund dieser Pressemitteilung ist die Frage, ob radioaktive Uran-Munition, die über Bosnien 1994/95 und insbesondere im Kosovo-Krieg massenweise eingesetzt worden ist, Krebserkrankungen verursacht haben könnte.

Die NATO hatte im April 1999 den Einsatz schwach radioaktiver Uran-Munition bei ca. 100 Angriffen mit amerikanischen A-10-Kampfbombern eingeräumt. Dabei haben die Flugzeuge ca. 31.000 Geschosse mit insgesamt acht Tonnen Uran abgefeuert. Nach den Todes- und schweren Leukämiefällen unter NATO-Soldaten in zwölf Ländern, die alle auf dem Balkan eingesetzt waren, fordert vor allem Italien Aufklärung von der NATO. Der Generalsekretär der Allianz, George Robertson, versprach Italien eine Karte mit Zielen zusammenzustellen, die mit Uran-Waffen angegriffen worden sind. Auch in Großbritannien, Spanien, Portugal, Finnland und der Türkei werden auf dem Balkan eingesetzte Soldaten auf Strahlenschäden untersucht. In Deutschland haben inzwischen Politiker, Militärs und Verbände ein Verbot uranhaltiger Munition gefordert.

Großbritannien und Frankreich haben erklärt, daß nur die USA im Kosovo-Krieg Uran-Munition eingesetzt hätten. Die USA stellen bislang jeden ursächlichen Zusammenhang von Leukämie und Uran-Munition in Abrede, denn ein solcher Zusammenhang sei wissenschaftlich nicht erwiesen. Auch die Weltgesundheitsorganisation glaubt nicht, daß Soldaten und Zivilisten durch den Kontakt mit Uran-Munition einem erhöhten Leukämie-Risiko ausgesetzt sind. Nach Modellrechnungen von Strahlenexperten liegt die radioaktive Belastung unter den Grenzwerten für Arbeiter, die mit Uran in Kontakt kommen.

Größenvergleich einer GAU-8-Kanone mit einem VW-Käfer.

Uran-Munition wurde auch im Golfkrieg 1991 eingesetzt

Bereits im Golfkrieg 1991 haben amerikanische Streitkräfte bei der Operation „Desert Storm“ Uran-Munition gegen gepanzerte irakische Ziele verwendet. Damals wurden ca. 785.000 Projektile, Kaliber 30 mm, aus den Bordkanonen der A-10-Kampfbomber verschossen. Das sind mehr als 250 Tonnen Uran. Noch heute leiden Tausende Soldaten unter dem sogenannten Golfkrieg-Syndrom, das Fachleute u. a. auch auf die dort eingesetzten Waffen und Giftgase zurückführen. Auffallend sind die hohen Raten an Mißbildungen bei Babys und an Krebs bei Zivilisten und Soldaten, die sich 1991 im Kampfgebiet in der Nähe der Schlachtfelder und in Basra aufgehalten haben. Auf den alten Schlachtfeldern in der Wüste liegen unzählige Wracks von T-55- und T-72-Panzern sowjetischer Herkunft, die alle etwa sieben Zentimeter große Einschußlöcher von Uranprojektilen aufweisen. Ein ähnliches Bild gibt es am Seitenarm des Saddam-Flusses. Nach dem Golfkrieg wurden US-Soldaten dazu angehalten, Atemmasken zu tragen, wenn sie in der Nähe irakischer Panzer arbeiten mußten, die mit Uran-Munition zerstört worden waren.

GAU-8-Kanone im A-10-Kampfbomber.

Die im Golf- und im Kosovo-Krieg eingesetzten Projektile enthielten jeweils ca. 272 Gramm sogenanntes abgereichertes Uran-238 (depleted uranium, DU) – ein Abfallprodukt aus der Urananreicherung von Brennelementen für Kernkraftwerke. Das in der Natur vorkommende Uran enthält 0,7 Prozent Uran-235, das zur Kernspaltung verwendet wird. Dieses Uran-235 wird im Anreicherungsprozeß dem natürlichen Uran entzogen. Als Abfallprodukt bleibt das abgereicherte Uran-238 übrig, das weniger strahlt als das natürliche Uran. Es enthält aber noch ca. 0,25 Prozent Uran-235.

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Zankapfel Balkan

Der ehemalige kroatische Diplomat Dr. Tomislav Sunić  im Gespräch

(Aus der Ausgabe November-Dezember 2013 der „Deutschen Militärzeitschrift“)

Bulgarische Truppen im Angriff während des Ersten Balkankrieges 1912-1913: Was als Bündnis gegen die Osmanen begann, führte zu allgemeinem Zwist auf dem Balkan. Gemälde von Jaroslav Véšín.

DMZ: Herr Dr. Sunić, der Balkan ist stets Zankapfel der europäischen Großmächte und auch innerlich zerstritten gewesen. 1913 – vor 100 Jahren – kam es zum Zweiten Balkankrieg. Nur wenige Monate zuvor endete der erste Balkankrieg. Warum ging es vor 100 Jahren so heiß her im südöstlichen Europa?

Sunić: Auf dem Balkan prallen viele Interessen aufeinander. Der Erste Balkankrieg begann als eine romantische Bewegung, als Bündnis der südostslawischen, christlich-orthodoxen Völker – also der Serben, Bulgaren, Montenegriner und Griechen – gegen die jahrhundertelange osmanische Despotie. Also in diesem Sinne war der erste Balkankrieg der Jahre 1912/13 eine positive Bewegung, da endlich eine fremde, nichteuropäische Macht aus Europa rausgeworfen wurde.

DMZ: Allerdings führte der Krieg schnell zu Revanchegedanken und Zwist unter den Bundesgenossen und mündete wenig später im nächsten Balkankrieg…

Sunić: Ja, Bulgarien griff kurz nach dem Krieg Serbien und Griechenland an, woraufhin Rumänien seine Chance sah, sich auf Kosten des kriegsführenden Bulgarien zu vergrößern. Und das Osmanische Reich erkannte die Chance, die Niederlage im Ersten Balkankrieg zu revidieren.

DMZ: Welche Rolle spielten dabei die europäischen Großmächte?

Sunić: Vor allem der russische, christlich-orthodoxe Panslawismus spielte dabei eine große Rolle. Die zaristische Politik am Anfang des 20. Jahrhunderts sah in der österreichischen Annexion Bosniens im Jahr 1908 nicht nur eine geopolitische Gefahr, sondern auch eine kulturelle Einmischung des dekadenten Westens. Alles, was in Europa im 20. Jahrhundert geschah, hatte einen kausalen Nexus, wenn ich hier Ernst Nolte paraphrasieren darf. So wird es in Europa auch in der Zukunft weiter sein – abgesehen davon, daß die Türken heute weiter nach Europa vorgedrungen sind, als sie es sich 1683 vor den Toren Wiens auch nur erträumt hätten.

DMZ: Welche Folgen hatte der Krieg für den Balkan und für Europa? Die Balkankriege werden oft als Wegbereiter für den Eintritt der südosteuropäischen Staaten in den Ersten Weltkrieg betrachtet. Das Pulverfaß Balkan war zudem erst die Initialzündung für den Weltkrieg.

Sunić: Über die Ansprüche oder Komplott-Theorien der damaligen Großmächte läßt sich viel debattieren. Es herrschten auch damals zwischen den Politikern in Frankreich, Rußland und Großbritannien schwere Divergenzen – von den Interessenkonflikten mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn ganz zu schweigen. Der Erste Weltkrieg hatte viele Väter.

DMZ: Das gesamte 20. Jahrhundert über war allerdings der Balkan immer wieder von Spannungen gezeichnet. Warum ist die Region so instabil? Woher rühren die Konflikte?

Sunić: Das dauernde Problem auf dem Balkan ist die mangelnde Staatsidentität der verschiedenen christlichen Völker und Völkerschaften. Der jahrhundertelange türkische Despotismus hat außerdem ein großes Trauma bei allen Völkern auf dem Balkan verursacht. Auch heute hat das Wort „Türke“ dort eine negative Bedeutung, und man hört täglich die jungen Serben und Kroaten in abschätzender Weise auch die muslimischen Bosniaken und Albaner als „Türken“ beschimpfen.

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Interview mit Tomislav Sunić

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots (ursprünglich für As der Schwerter“). Das Original Interview with Tomislav Sunić erschien am 10. November 2010 auf Counter-Currents Publishing.

Tomislav (Tom) Sunić ist ein ehemaliger US-Professor, Autor, Übersetzer und ehemaliger kroatischer Diplomat. Er absolvierte sein Grundstudium in Literatur und Sprachen in Europa. Er erhielt seinen Doktorgrad in Politikwissenschaften an der University of California. Dr. Sunić hat Bücher und Artikel auf Französisch, Deutsch, Englisch und Kroatisch über Themen veröffentlicht wie Kulturpessimismus, die Psychologie des Kommunismus und Liberalismus und den Gebrauch und Mißbrauch moderner Sprachen im modernen politischen Diskurs. Das vorliegende Interview erforscht ein wenig den Mann hinter den Ideen; wir erfahren ein paar Dinge, die Dr. Sunić nie zuvor über seine Vergangenheit und Persönlichkeit erzählt hat. Natürlich erzählt uns Dr. Sunić etwas über sein neues, auf Französisch erschienenes Buch, über seine frühen Jahre im kommunistischen Jugoslawien, über die Kunst des Übersetzens und mehr.

A. K.: Wie unterscheidet sich das Jugoslawien der 1950er und 1960er – nicht aus sozio-politischer Perspektive, sondern aus der des gewöhnlichen Mannes auf der Straße – vom Kroatien des Jahres 2010?

T. S.: Die jugoslawischen Zeiten waren weniger überfüllt, obwohl der jugoslawische Raum verdichteter und trostloser war – buchstäblich – eine Schwarzweiß-Welt. Vulgär und erzieherisch waren der tägliche Diskurs und die kommunistischen Insignien um einen herum. Im Gegensatz dazu ist der Fluß der Zeit in Kroatien, trotz der heutigen Aura der Dekadenz, besonders soweit es die hereinkommende liberale Moral betrifft, weit aufgelöster. Die Zeit verfliegt jetzt schneller. Die Leute beginnen, die liberale Moral der künstlichen merkantilen Höflichkeit zu erlernen – mit ihrem offensichtlichen Nachteil des Verlustes an Identität.

A. K.: Sie haben in früheren Interviews gesagt, daß Sie 1971 per Anhalter nach Kaschmir gereist sind. Sie müssen während dieses Abenteuers in mindestens einer oder zwei kniffligen Situationen gewesen sein… Wie war es, mitten im Kalten Krieg durch Osteuropa und Asien zu reisen? Was hat Sie zu Ihrer Abreise motiviert? Sicherlich gibt es weniger radikale Arten abzuhauen, als nach Indien zu trampen. Und warum Indien, und nicht, sagen wir, Italien oder Griechenland?

T. S.: Ich konnte mich damals nicht in die breitere sozio-historische Perspektive einfügen. Ich war in großem Ausmaß von vorsätzlicher Unwissenheit und einem soliden Maß pubertärer Romantik gesegnet. Aus diesem Grund kam es mir während meiner Hippie-Tage nie in den Sinn, daß ich getötet, niedergestochen oder entführt werden könnte. Ich dachte nie an mein Morgen. Ich trampte tatsächlich von Kopenhagen aus durch Italien, nahm die Fähre von Brindisi nach Korfu in Griechenland und setzte dann meine Odyssee, buchstäblich ohne einen Penny, per Eisenbahn durch die Türkei nach Teheran fort. Griechenland war damals 1972 eine Diktatur. Schah Reza Pahlevi war der Boss von Persien. Der Krieg zwischen Pakistan und Indien hatte gerade geendet. Aber ich führte mein magisches Doppelleben; Indien war der Ort der Initiation für alle Hippies auf der Welt.

A. K.: Ein Mann, der die Literatur liebt, lebt teilweise durch sie. Was würden Sie sagen, waren die entscheidenden Texte, die Sie als Person und als Denker definierten? Und warum?

T. S.: Nun, ich definiere die Wahl meiner Prosa durch meinen Charakter. Ich las Hermann Hesse, nicht weil er zur Zeit meiner Pubertät zur Standard-Hippieliteratur gehörte; er war auch ein großer Autor, dem es gelang, ohne auf ein gewalttätiges Narrativ oder Pornographie zurückzugreifen, die Welt der Illusionen und des magischen Realismus zu kombinieren, nach denen ich mich sehnte. Es war ich. Hesse war ein guter Bildungsroman für einen 19jährigen Jungen wie mich. Tatsächlich schließe ich jetzt nicht aus, daß ich vielleicht ein wiedergeborener Byron oder Céline oder Kerouac gewesen sein könnte, der in eine Reise durch Asien geraten war. Als ich in meinen zerrissenen Hosen, mit T-Shirt und Ohrringen durch die Straßen von Kabul ging, kroch ein Gefühl des deja vu durch meinen Kopf; ich mußte vor langer Zeit ein Kurier gewesen sein, oder irgend ein wichtiger Emissär während der Feldzüge von Alexander dem Großen. Dieses Bild verfolgt mich immer noch.

Später, als ich reifer wurde, folgte ich wiederum einfach meinen Instinkten und keiner politischen Mode oder Agenda. Ich muß ein wiedergeborener Louis Ferdinand Céline gewesen sein – und so fing ich an, jeden Winkel der französischen Sprache und des französischen Geistes kennenzulernen. Später, als ich mich des Politikwissenschaftlers Carl Schmitt und des Soziologen Vilfredo Pareto annahm, oder Alain de Benoists, war die Antwort recht einfach. Ihr Stil erinnerte mich an mein eigenes verborgenes Gefühl für Schönheit – in breiterem Sinne.

A. K.: Wir wissen, daß Sie in den 1980ern in die Vereinigten Staaten auswanderten. Was waren Ihre ersten Eindrücke von den Amerikanern, im Vergleich zu dem, was Sie zuvor als entfernter Beobachter über sie wußten? Was mochten Sie an ihnen, und was verwirrte Sie am meisten an Ihnen? Ohne Zweifel wichen Wahrnehmung und Realität in einiger wichtiger Hinsicht stark voneinander ab.

T. S.: Menschenmassen und Lärm. Dies war mein erster Eindruck nach der Landung in Amerika. Ich kann am Lärmniveau erkennen, wie zivilisiert oder barbarisch ein Land ist. Auf öffentlichen Plätzen oder in öffentlichen Räumlichkeiten schätze ich Stille. Diese stellvertretenden prothetischen (oder noch besser: erbärmlichen) Geräte, wie die frühen Walkie-Talkies oder der Walkman und Radios, und später all diese anthropomorphen Erweiterungen, wie Mobiltelefone und iPods, wurden zu Symbolen der spirituellen Wurzellosigkeit und zum Zeichen der physischen Überflüssigkeit; dafür, am falschen Ort und in der falschen Zeit zu sein. Ich mag den fünften Gang nicht; ein Amerika mit dem Getriebe in Neutralposition wäre ein idealer Ort für mich gewesen. Ich bedaure es, nicht zweihundert Jahre früher geboren zu sein, im Süden vor dem Krieg. Auf kommunikativer Ebene konnte ich mich nicht mit den endlosen moralisierenden und formalistischen Aufmunterungen in Amerika abfinden. Ganz zu schweigen davon, daß ich als jemand, der aus dem kommunistischen Universum kommt, nicht begreifen konnte und immer noch nicht kann, warum eine weiße Nation von solch eindrucksvoller Größe es liebt, in Selbsthass zu schwelgen, in Schuldgefühlen, während sie sich nach dem niedersten Abschaum ihrer Gesellschaft ausrichtet. Dies war nicht das Amerika, von dem ich geträumt hatte.

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Drogengeschäfte IV: Heroindrehscheibe Kosovo

Von Osimandia, ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“.

Zuvor veröffentlicht:

Drogengeschäfte I: Die Sassoons und die Opiumkriege

Drogengeschäfte II: Interview mit Hervé Ryssen

Drogengeschäfte III: Vom Gulag über Brooklyn zur Weltherrschaft

 

Mit der Unabhängigkeitserklärung vom 17. Februar 2008 proklamierte sich der Kosovo als unabhängiger Staat, der mittlerweile von knapp der Hälfte der UNO-Mitgliedsstaaten anerkannt ist. Seit 2009 ist der Kosovo Mitglied des Internationalen Währungsfonds und der Weltbankgruppe.

Als Geburtshelfer dieses neuen Staates kann die NATO bezeichnet werden, die im Krieg 1999 in die serbischen Bestrebungen, die ethnischen Konflikte in der Provinz in den Griff zu bekommen, mit militärischer Gewalt zu Gunsten der Kosovo-Albaner eingriff. Selbstverständlich steht die NATO nicht im luftleeren Raum, sondern handelt nach Anweisung von Regierungen, insbesondere der amerikanischen, und von Personen, die diese Regierungen „beraten” und sie in humanistischer Bewegtheit auf als Kriegsvorwände geeignete Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Der Kosovokrieg gilt als erster Krieg, der vollkommen unabhängig von nationalen Interessen der angreifenden Partei angeblich einzig und alleine zum Schutz vor Menschenrechtsverletzungen geführt wurde. Ob man das glauben möchte oder nicht, sei erst einmal dahingestellt. Was aber gesichert ist, ist, dass es so dargestellt wurde (es wurde keine von Serbien ausgehende „Terrorgefahr” oder Bedrohung von NATO-Staaten durch Massenvernichtungswaffen ins Spiel gebracht). Irgendeinen Grund für diesen Krieg hat es jedoch mit Sicherheit gegeben, und der Versuch, den herauszufinden, ist Inhalt dieses Artikels.

Für Menschen, die sich der internationalistischen Agenda dieser menschenrechtsbewegten Kreise bewusst sind, gibt es eine kleine Merkwürdigkeit im Falle Kosovos. Während wir tagtäglich erleben, wie die europäische Einigung immer mehr vorangetrieben wird, wie immer mehr Migranten vor allem aus islamischen Ländern die Völker Europas überfluten, wie immer mehr auf Integration, d.h. ein Völkergemisch und darausfolgend im späteren Verlauf ein Mischvolk gedrängt wird, wie ernorme Geldmittel für die Integration und gegen jegliche Absonderungsbestrebungen bereitgestellt werden, ist im Kosovo genau das Gegenteil gemacht worden.

Während die Propagandisten nicht müde werden, das Ende des unabhängigen und insbesondere ethnisch definierten Nationalstaates zu propagieren und jeden Schritt zu feiern, der dem näher kommt, haben sie in diesem Fall einen unabhängigen Kleinstaat, den es vorher niemals gegeben hatte, künstlich erschaffen, und dies unter anderem auch mit dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und offen ethnisch begründet.  Während die alten, gewachsenen Nationen Europas immer weniger Souveränitätsrechte haben, schon alleine die Vorstellung, sie hätten etwas mit Ethnie zu tun,  als empörend gilt, und auch die USA, Kanada und Mexiko in Richtung einer Amerikanischen Union getrieben werden, mutet die Schaffung des unabhängigen Staates Kosovo wie eine erstaunliche Ausnahme an. Anscheinend ist die Idee des ethnischen Nationalstaates im Falle Kosovos also irgendwie doch nicht ganz so tot wie sie es zum Beispiel im Falle Deutschlands ist und wie es die heilsbringenden Globalisierer nicht müde werden, zu predigen.

Was hervorragend ins NWO-Bild passt, ist, dass weiße christliche Europäer – die Serben – als alleinige Bösewichter dargestellt wurden und letztlich, nachdem es mit wirtschaftlichem Druck nicht gelang, sie zur freiwilligen Herausgabe des Kosovo zu erpressen, militärisch gezwungen wurden, moslemischen „Opfern” nachzugeben. Was nicht ins Bild passt, ist, dass der Kosovo aus Serbien herausgerissen und zu einem unabhängigen Kleinstaat gemacht wurde. Man muss sich analog nur vorstellen, dass das türkisierte Ruhrgebiet sich als unabhängiger Staat „Ruhr-Türkei” ausruft, die dort lebenden Deutschen in andere Teile Deutschlands fliehen, aber fortan nicht mehr für die Sozialhilfe der Ruhr-Türken aufkommen müssen und auch nicht mehr gezwungen sind, sie zu integrieren und jegliche „rassistische” Diskriminierung ihnen gegenüber zu unterlassen. Ganz unabhängig davon, ob das aus unserer Sicht wünschenswert wäre oder nicht, ist jedem klar, dass eine solche Abspaltung nicht im Interesse der globalistischen Eliten läge und dass sie diese niemals militärisch durchsetzen würden, sollten die Türken jemals auf die Idee kommen, etwas Derartiges zu wollen. Sie wurden ja extra importiert, um Deutschland zu destabilisieren, eine Segregation und sogar die Ausrufung eines neuen Staates würde diesem Plan komplett entgegenlaufen.

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Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen

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Von Anestos Canelides. Original: Devshirme: A Muslim Scourge on Christians, erschienen am 28. September 2010 bei “Gates of Vienna”

Vorwort von Baron Bodissey: Das Folgende ist der neueste aus einer Serie von Essays von Anestos Canelides. Der aktuelle Text behandelt die barbarische türkische Institution der Devshirme, die jahrhundertelang von den Osmanen an den unterworfenen Völkern des Balkans praktiziert wurde.

Devshirme: Eine moslemische Geißel der Christen
von Anestos Canelides

Wir als Volk, ob in Griechenland oder in den USA, sollten niemals unsere Geschichte vergessen, besonders wenn es um den Islam geht.

Vor etwa einem Jahr bezeichneten griechische Schulbücher die osmanische Besatzung der Griechen im Namen der Political Correctness als die „osmanische Administration”. Die Bezeichnung wurde nach einem lauten Aufschrei vieler Griechen schnell zurückgezogen, denn das osmanische Zwischenspiel war viel mehr als eine Administration, und die Besatzung brachte den christlichen Griechen Jahrhunderte grausamer Unterdrückung.

Eine Institution solcher von den Türken praktizierter Unterdrückung wurde Devshirme genannt, oder die Praxis der Rekrutierung der besten und klügsten Kinder, üblicherweise männlich, aus christlichen Familien, und deren zwangsweise Konvertierung zum Islam. Diese Kinder wurden in der Beamtenschaft des Sultans ausgebildet, oder sie wurden Teil einer Elitekampftruppe, der Janitscharen. Vom Beginn dieser Institution an nahm die christliche Bevölkerung die Entführung ihrer Kinder schmerzlich übel.

Der große Historiker Leopold von Ranke schrieb, daß das erste heroische Lied von Christos Melionis erst dann überall in den Bergen Griechenlands erklang, nachdem die traumatische Praxis der Devshirme beendet worden war, und erst lang nachdem sie vorbei war, führte es die Revolution auf dem ganzen Balkan herbei. 1

Der Sultan führte Kinder in seine Dienste ein, die entweder durch Kauf in seine Hände gefallen waren, oder durch regelrechte Entführung aus ihren Familien durch Anwerber. Der Autor Andre Gerolymatos schreibt in The Balkan Wars über die barbarische Praxis der Devshirme:

Die grausame Praxis dessen, was man heute die Hirnsäuberung der christlichen Bevölkerung des Osmanischen Reiches nennen könnte, ist vielleicht das unmenschlichste türkische Vermächtnis. Der Vorteil, den jene gewannen, die für die Bekehrung und ein besseres Leben in Konstantinopel ausgewählt wurden, kann die Abscheulichkeit nicht mindern, daß Kinder ihren Eltern weggenommen wurden. 2

Die Osmanen schickten Agenten in die Dörfer, um diesen Tribut einzutreiben, und nahmen diesen Dörfern so ihre stärksten und intelligentesten Kinder, wodurch die Agenten der Devshirme zur verhasstesten Manifestation der türkischen Herrschaft wurden. “Die Erinnerung an diese Männer stigmatisiert die Türken auf dem Balkan noch immer.” 3
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