Biologische Realität, Teil 3

Die relative genetische Distanz zwischen verschiedenen Gruppen wird in dieser Grafik gezeigt, die auf der Arbeit von Cavalli-Sforza et al beruht.

Die relative genetische Distanz zwischen verschiedenen Gruppen wird in dieser Grafik gezeigt, die auf der Arbeit von Cavalli-Sforza et al beruht.

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original Biological Reality, Part 3 erschien am 10. Januar 2015 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

Zuvor erschienen: Biologische Realität, Teil 1 und Teil 2

Diese Woche beschließe ich meine gegenwärtige dreiteilige Serie über Rassenunterschiede zwischen Schwarzen und Weißen. Afrikaner sind so anders – genetisch, physisch, chemisch, geistig und verhaltensmäßig -, daß sie nach jeder vernünftigen Definition als separate Subspezies, wenn nicht Spezies betrachtet werden sollten. Die Unterschiede sind so ausgeprägt und so gut dokumentiert, daß sie über jeden Zweifel hinaus beweisen, daß die Autoren und Akademiker, die ständig die leeren Schlagworte wiederholen, daß es „Rasse nicht gibt“ und „Rasse ein Sozialkonstrukt ist“, lügen.

*   *   *

Was meinen Wissenschaftler, wenn sie sagen, daß eine Rasse oder Gruppe primitiver als eine andere ist? Sind Schwarze primitiver als andere Rassen?

Eine lebende Population ist primitiver als eine andere lebende Population, wenn sie mehr von denselben Merkmalen hat, die der letzte gemeinsame Vorfahre der beiden Populationen hatte. Falls der letzte gemeinsame Vorfahre ausgestorben ist (z. B. Homo erectus) und alles, was wir von ihm haben, Zähne, Knochen und ein paar Steinwerkzeuge sind, dann werden die anderen Merkmale der beiden Populationen verglichen, entweder mit den Merkmalen von Schimpansen, von denen angenommen wird, daß sie sich nicht drastisch von dem letzten gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen wegentwickelt haben, oder mit den Merkmalen lebender Populationen von Menschen, die in anderer Weise als primitiv bekannt sind. Daher sind „primitive“ Merkmale „äffisch“, weil sie Merkmalen ähnlich sind, die unser letzter gemeinsamer Vorfahre mit lebenden Menschenaffen hatte.

Zweibeiniger Menschenaffe

Zweibeiniger Menschenaffe

Viele äffische Merkmale (z. B. langer Schädel [von hinten bis zur „Schnauze“], Brauenwülste, Vorbiß, kleine Ohren, flache Nase) sind in diesem Bild veranschaulicht, das eine Computerrekonstruktion eines zweibeinigen Menschenaffen zeigt … der einige menschliche Züge hat. Jede menschliche Population, die bedeutend primitivere Merkmale als eine andere Population hat, hat sich weniger von unserem gemeinsamen Menschenaffen-Vorfahren wegentwickelt und ist daher äffischer und primitiver.

Das Bild spricht für sich. Niemand braucht mich darauf aufmerksam zu machen, daß der zweibeinige Menschenaffe dem Rapper „50 Cent“ – und anderen typischen Schwarzen – weit mehr ähnelt als dem Geiger Bjarte Eike – oder irgendwelchen anderen Weißen, die Sie nennen möchten. Beide werden in meiner Illustration gezeigt.

Geiger Eike und Rapper „50 Cent“

Geiger Eike und Rapper „50 Cent“

Daß eine Rasse primitiver ist, heißt nicht, daß die moderneren Rassen sich aus ihr entwickelt haben, sondern vielmehr, daß die primitivere Rasse sich weniger entwickelt hat.

Idealerweise wird ein Merkmal, das primitiv ist, von allen großen Menschenaffen besessen werden, weniger ausgeprägt beim Homo erectus sein und noch weniger bei den meisten Menschen, sodaß das Hervortreten des Merkmals sich verringert, während die genetische Distanz zu Menschenaffen zunimmt, [obwohl es dabei Ausnahmen gibt].

Primitive Merkmale können auch durch Kreuzung mit einer primitiveren Population erworben werden… Primitive Merkmale korrelieren stark mit tropischen Merkmalen, was zu erwarten ist, weil unsere Vorfahren in wärmeren Klimata lebten, bevor sie Merkmale entwickelten, die es ihnen ermöglichten, in kälterem Klima zu leben. Daher werden lebende Nachkommen jener tropischen Vorfahren dazu tendieren, jene tropischen primitiven Merkmale beizubehalten… Lange Arme zum Beispiel, die für Affen nützlich sind, um sich durch die Bäume zu schwingen, können von ihren tropischen Nachfahren beibehalten werden, obwohl sie sich nicht mehr durch die Bäume schwingen, nachdem lange Arme auch nützlich bei der Abführung von Hitze und für das Werfen von Gegenständen sind…

…Ein größeres Gehirn ist ein vorteilhaftes … Merkmal in einer geistig herausfordernden kälteren Umwelt, aber seine hohen Energiekosten machen es zu einem nachteiligen Merkmal, falls die Umwelt geistig nicht so herausfordernd ist…

Viel, viel mehr als Hautfarbe

Technologische Fortschritte können ebenfalls manche primitiven Merkmale reduzieren. Jemand, der „robuster“ ist (d.h., schwerere Knochen und stärkere Muskeln) ist primitiver als jemand, der „graziler“ ist (d. h., leichtere Knochen und weniger muskulös), weil Menschenaffen robuster sind und der frühe Mensch das auch war. Eine Population, die technisch fortgeschrittener ist (d.h., Speere und andere Fernwaffen hat), stützt sich weniger auf körperliche Kraft, was grazileren Individuen einen Vorteil verschafft, die Ressourcen ins Gehirn investieren anstatt in stärkere Muskeln und Knochen. (Lewin, 1998) [Nahrung zu essen, die durch fortschrittliches Denken erworben wurde (Jagd, Landwirtschaft) und Nahrung zu kochen (d. h., das Feuer zu beherrschen), um sie weich zu machen, verringerte die Notwendigkeit primitiver Merkmale wie starke Kaumuskeln, große Zähne, einen Rücken über der Augenhöhle, einen Sagittalkiel und dicke, schwere Schädelknochen.

All diese Eigenschaften sind bei modernen Schwarzen markant vorhanden.

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Biologische Realität, Teil 2

Das öffentliche Schulbücher-Lagerhaus von Detroit, Michigan, einer nahezu gänzlich schwarzen Stadt, wie es im Jahr 2007 zu sehen war.

Das öffentliche Schulbücher-Lagerhaus von Detroit, Michigan, einer nahezu gänzlich schwarzen Stadt, wie es im Jahr 2007 zu sehen war.

Von Kevin Alfred Strom, übersetzt von Deep Roots. Das Original Biological Reality, Part 2 erschien am 3. Januar 2015 in Kevin Alfred Stroms Essays auf Basis einer Radiosendung von American Dissident Voices vom selben Datum.

Zuvor erschienen: Biologische Realität, Teil 1

In der heutigen Sendung werde ich damit fortfahren, Ihnen die Fakten über die biologischen Unterschiede zwischen Schwarzen und anderen Rassen näherzubringen, von denen es so viele gibt und die so offensichtlich sind, daß jede vernünftige wissenschaftliche Beurteilung die sub-saharischen Afrikaner – allermindestens – als eine separate Subspezies einstufen würde.

Aber lassen Sie mich zuerst einen Moment innehalten und über das vergangene Jahr nachdenken – und über das neue Jahr, das gerade beginnt. Die Sendung von letzter Woche fiel mit dem 23. Geburtstag von American Dissident Voices (ADV) zusammen, und mit dieser Sendung beginnen wir unser 24. Jahr. Es war auch vor einem Jahr, daß Will Williams mich bat, dieses Programm neu zu starten, nachdem es von den unwürdigen nominellen Nachfolgern von William Pierce eingestellt worden war. Wir befinden uns nun in unserer 53. Sendung seit diesem Tag. Will Williams’ Führerschaft ging jedoch weiter als nur bis AdV: Er startete auch die National Alliance neu, sobald ihm bekannt wurde, daß die – wie soll ich sie nennen? – die Irreführerschaft die Vision von Dr. Pierce offen aufgegeben hatte und sogar die Alliance als auf Mitgliedern beruhende Organisation auflöste. Mit seinen eigenen Mitteln und seinen zwei starken Armen – und mit ein paar getreuen Männern und Frauen hinter ihm – baute er ein neues Medienzentrum und einen Bürokomplex für die wiedergeborene Alliance. Er rettete zwei große Bibliotheken der National Alliance, einschließlich Dr. Pierces unschätzbarer Forschungsbibliothek, die eine große Menge seiner Korrespondenz und Notizen enthielt, vor der Versteigerung.

Und vor ein paar Wochen setzte sich ein Geist der Verhandlung gegenüber dem Geist der Konfrontation durch, und der ehemalige Green-Beret-Soldat Williams schaffte es, die Firmenvermögen der National Alliance selbst zu retten, und wurde zum Vorsitzenden ernannt – und er rettete nicht nur die Alliance, sondern auch Vanguard Books, die Cosmotheist Community Church, all das Land und die Gebäude unserer Gemeinschaft in West Virginia, all die wertvollen Internet-Domains und Urheberrechte und das Inventar.

Ich habe Will Williams über zwei Jahrzehnte lang gekannt. Er ist so ehrlich in seinem Leben und in seinen Umgang, wie er kompromißlos in seiner Philosophie und seiner Hingabe und Loyalität ist. Als Veteran des Kampfes in Vietnam kennt niemand den Konflikt besser als er. Aber er ist ein besonnener Mann und versteht es, seine Ziele ohne Konflikt zu erreichen, wenn er kann. Und dies ist ihm gelungen.

Es gibt viel für uns zu tun. Die Alliance wurde geplündert, und die Fehlführung vertrieb viele unserer besten Leute. Eine Kerngruppe hat sich wieder gebildet, und die Qualität dieses Kerns beginnt bereits andere anzuziehen und zu einigen. Angestellte Mitglieder beginnen die Infrastruktur unserer Gemeinschaft zu reparieren, die jahrelang vernachlässigt worden war. Andere arbeiten am Neuaufbau und der Modernisierung unserer Medien: ein Ergebnis ist in dieser Woche die Wiedereröffnung von http://natall.com als die hauptsächliche Präsenz der National Alliance als Organisation im Netz. Wie M. P. Shiel vor ein paar Tagen auf National Vanguard schrieb: „Es wird als anfänglicher ‚erster Eindruck’ und als Erläuterung der Alliance für zukünftige Mitglieder dienen, aktualisierte Ausgaben unserer zusammenfassenden Doktrinerklärung What We Believe bringen und die umfassende, ausführliche Einführung in unser Programm (und in die Geschichte der Alliance), unsere Broschüre What is the National Alliance?“ Wir haben bereits einige sehr positive Reaktionen auf die Seite erhalten – und sie ist zu der Zeit, wo ich dies schreibe, erst seit ein paar Stunden offen.

In mancher Weise beginnen wir von Grund auf neu; aber die Frage, die wir uns stellen sollten, lautet nicht: „Ist es schwierig?“, sondern vielmehr: „Ist es notwendig?“ 2015 wird ein Jahr harter Arbeit sein. Ich ersuche diejenigen von Ihnen, die sich nicht davor fürchten, Opfer zu bringen und sich die Hände schmutzig zu machen, uns all die Hilfe zu geben, die Sie geben können.

Die Zeit des Zanks hat geendet. Die Zeit des Einsatzes eigennütziger Anwälte und der Gerichte des Systems gegen andere, die für unsere Sache streben, hat geendet. Es ist Zeit für uns, die Reihen zu schließen und für die Befreiung unseres Volkes zu arbeiten. Diejenigen, die unseren Weg vorziehen, den Weg von William Pierce, werden sich uns anschließen. Diejenigen, die einen anderen Weg vorziehen, sollten ihn gehen. Wir alle sollten uns diese Fragen stellen: Wo kannst du hinreichen? Wo können suchende Weiße deine Werte, dein moralisches System, deine Antworten auf die großen Fragen unseres Zeitalters finden? Wir streben danach, all jene Fragen stolz zu beantworten. Ich hoffe, daß Sie das ebenfalls können, und zwar bald. Die dunkle Zeit, die dem Großen Mittag vorausgeht, ist über uns.

*   *   *

Die Feinde unseres Volkes sind das rassebewußteste Volk auf Erden. Sie haben sogar ihren eigenen rassischen Staat, gesichert mit dem gestohlenen Reichtum und dem vergossenen Blut von Amerikanern, im Nahen Osten. Es war einer von ihrem eigenen Stamm, Benjamin Disraeli, der behauptete: „Alles ist Rasse; es gibt keine andere Wahrheit“, und mit wenigen Ausnahmen glauben sie es sicherlich. Aber uns sagen sie das Gegenteil. Sie sagen: „Rasse ist ein Sozialkonstrukt. Die Wissenschaftler stimmen darin überein: Es gibt keine biologischen Rassen.“

Lassen Sie uns herausfinden, ob das, was sie sagen, wahr ist. Vertiefen wir uns erneut in die wissenschaftlichen Tatsachen, die von Richard Fuerle in seinem superben Buch Erectus Walks Amongst Us zusammengestellt hat. Falls Sie Teil 1 dieser Serie nicht gelesen haben, lege ich Ihnen nahe, dies jetzt zu tun.)

Das weiße Kleinkind kommt mit einem Gehirn zur Welt, das von fünfzehn nicht verbundenen Knochenplatten umschlossen ist – das Hinterhauptsbein ist in vier Teile unterteilt, das Keilbein in drei, das Stirnbein in zwei, jedes der beiden Schläfenbeine in zwei, was mit den beiden Scheitelbeinen insgesamt fünfzehn macht – das Pflugscharbein und das Siebbein sind bei der Geburt nicht verknöchert … Das Negerkleinkind wird jedoch mit einem kleinen, harten, glatten runden Kopf wie ein Flaschenkürbis geboren. Anstatt daß das Stirnbein und die Schläfenbeine in sechs Platten unterteilt wären wie beim weißen Kind, bilden sie beim Negerkleinkind nur einen Knochen. (Cartwright, 1857, S. 45)

Der Sakralindex ist die Breite des Sacrums [des Kreuzbeins] (der fünf verschmolzenen Wirbel, die mit dem Becken verbunden sind) als Prozentsatz seiner Länge. (Hanson, 1998). Der aufrechte Gang erhöht den Sakralindex, was dem Kreuzbein ermöglicht, die inneren Organe besser zu stützen, daher ist ein niedriger Sakralindex primitiver und ein hoher Sakralindex moderner.

Der Sakralindex beträgt im Durchschnitt 112 bei Europäern, 101,5 bei Japanern, 91,4 bei Negern und 87 bei Orang-Utans.

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„Lasst sie Menschen sein!“

Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London (UCL). Er erforscht wild lebende Primaten in Asien und Afrika und berät die International Union for Conservation of Nature als Menschenaffen-Experte. Als wissenschaftlicher Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung setzt Volker Sommer sich für einen evolutionären Humanismus ein. Öffentlich bekannt ist der engagierte Naturschützer durch Radio, Fernsehen und Bücher. Das Foto rechts zeigt den Schimpansen Max (1974 bis 2009) aus dem Zoo von Heidelberg.

Volker Sommer ist Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London (UCL). Er erforscht wild lebende Primaten in Asien und Afrika und berät die International Union for Conservation of Nature als Menschenaffen-Experte. Als wissenschaftlicher Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung setzt Volker Sommer sich für einen evolutionären Humanismus ein. Öffentlich bekannt ist der engagierte Naturschützer durch Radio, Fernsehen und Bücher. Das Foto rechts zeigt den Schimpansen Max (1974 bis 2009) aus dem Zoo von Heidelberg.

Von Volker Sommer, erschienen in „bild der wissenschaft“ 10/2011. (Hier mit einem Nachwort von Deep Roots [in dieser Form ursprünglich erschienen auf „As der Schwerter“].)

 

Bald werden Schimpansen und Bonobos der Gattung der Menschen zugeordnet. Es dürfte auch nachdenklich stimmen, wenn dann auf Schildern in Zoos und Versuchslabors „Homo troglodytes“ und „Homo paniscus“ geschrieben steht. So jedenfalls wird es sein, wenn es nach mir geht – und einer wachsenden Zahl von Zoologen, Evolutionsbiologen und Genetikern. Denn „Pan“ von „Homo“ zu unterscheiden wie bisher, hat weniger mit Naturwissenschaft zu tun als mit Religion – und dem Dogma, daß Menschen klar von Tieren zu unterscheiden sind.

Religiös motiviert war auch Carolus Linnaeus, als er mit seinem Werk „Systema Naturae“ von 1735 die biologische Systematik begründete. Der schwedische Biologe, nach der Erhebung in den Adelsstand als Carl von Linné bekannt, glaubte, ein Schöpfer habe die abgestufte Ähnlichkeit der Lebensformen wundersam hervorgebracht – und sie zu systematisieren hieß, die Gedanken Gottes zu lesen. Über Affen war nicht viel bekannt. Reiseberichte über fremde Völker und behaarte Fabelwesen hatten sich zu einem grotesken Gewirr von zoologischer Information und Legenden verknotet. So brachte Linné ab der 10. Auflage von 1758 erstmals halbwegs Ordnung in das Chaos fantastischer Affengeschichten, indem er die zoologische Ordnung „Primates“ einführte. Sie umfaßte zunächst die Gattungen „Homo“ (Mensch), „Simia“ (Affen), „Lemur“ (Halbaffen) und „Vespertilio“ (Fledermäuse). Zu Homo stellte Linné „Homo sapiens“, den Menschen, samt einigen geographischen und legendenhaften Varianten. Die noch weitgehend unbekannten Menschenaffen wurden unter Namen wie „Simia satyrus“ und später als „Simia troglodytes“ geführt.

Alle Tiergruppen waren über zumindest ein spezifisches anatomisches Merkmal definiert. Hinsichtlich Homo konnte Linné allerdings keinen solchen grundsätzlichen Unterschied zu den Nachbargruppen seines Systema Naturae ausmachen – den Halbaffen und Affen. Deshalb stellte er der von ihm kreierten Gattung Homo die Formel „Nosce te ipsum! – Erkenne dich selbst!“ zur Seite. Denn der Graben zwischen Menschen und Tieren manifestierte sich für Linné nicht über den Körperbau, sondern den Geist – etwa die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis, die allein den Menschen „weise“ macht, eben zum Homo sapiens.

Gleichwohl galt Linnés System vielen Zeitgenossen als skandalös, war doch der Abstand zwischen Mensch und Tier bedenklich geschrumpft. Schließlich konstatierte die Bibel, allein der Mensch sei nach Gottes Ebenbild geschaffen. Sollten, weil gebührender Abstand fehlte, nun etwa auch die Affen gottähnlich sein? Statt nach Gemeinsamkeiten wurde deshalb eifrig nach „Humana“ gesucht, nach Merkmalen, die unsere Einzigartigkeit belegen sollten. Der Göttinger Anthropologe Johann Friedrich Blumenbach etwa führte um 1779 für Menschen wieder eine eigene Ordnung ein – „Bimana“ (Zweihänder), im Unterschied zu den äffischen „Quadrumana“ (Vierhändern). Während der deutsche Zoologe Karl Illiger den Namen „Erecta“ (Aufrechte) schuf und der englische Urzeitforscher Richard Owen die „Archencephala“ (überlegene Gehirne).

Die Begriffe waren allesamt kurzlebig. Genauere Forschung förderte statt dessen mehr und mehr Gemeinsames in Körperbau und Verhalten von Menschen und nichtmenschlichen Primaten zutage. Der vermeintliche Angriff auf die Würde des Menschen erfuhr eine heftige Steigerung in den Werken Charles Darwins, denn der englische Naturforscher behauptete, die Vielfalt der Organismen sei nicht Werk eines Schöpfers, sondern habe sich allmählich aus Urformen entwickelt. Dank Darwin wissen wir nun, warum wir anderen Affen so nahe stehen: Wir teilen deren Stammesgeschichte über weite Strecken.

Doch selbst jene, die das Faktum der Evolution anerkennen, versuchen nur allzu oft, unsere nächsten Verwandten auf Distanz zu halten – was die windungsreiche Namensgebung der Menschenaffen illustriert. Konsens besteht heute zumindest darüber, daß die Ordnung der Primaten eine Gruppe einschließt, deren Mitglieder – im Unterschied zu „echten“ Affen – keinen Schwanz haben. Diese sogenannten Menschenähnlichen (lateinisch „Hominoidea“) umfassen Kleine Menschenaffen (Gibbons), Große Menschenaffen (Orang-Utans, Gorillas, Schimpansen, Bonobos) und Menschen.

Doch die familiäre Unterscheidung zwischen Menschenaffen und Menschen ist irreführend. Denn sie nährt die Vorstellung, daß die Großen Menschenaffen (Schimpansen, Bonobos, Gorillas, Orang-Utans) untereinander enger verwandt sind als mit uns Menschen. Diese Vorstellung ist aber seit Jahrzehnten widerlegt: Der nächste Verwandte der Schimpansen und Bonobos ist nicht der Gorilla, sondern der Mensch! Innerhalb der Menschenähnlichen sind – bildlich ausgedrückt – Menschen, Schimpansen und Bonobos Geschwister, Gorillas ihre gemeinsamen Cousins, Orang-Utans etwas weiter entfernte Verwandte.

Genetischen Untersuchungen zufolge trennten sich die Stammlinien von Orang-Utans und Menschen vor etwa elf Millionen Jahren, während die Gorillas vor sechs Millionen Jahren ihre eigene Entwicklung einschlugen. Die heutige Gattung Homo (zu der wir Menschen zählen) und die Gattung Pan (mit Schimpansen und Bonobos) hatten weiterhin einen gemeinsamen Vorfahren, und ihre Linien begannen sich erst vor etwa 5 Millionen Jahren zu trennen. Die Stammbäume von Schimpansen und Bonobos spalteten sich noch einmal vor etwa 1,5 Millionen Jahren auf. Auf verschiedene Formen von Urmenschen folgte schließlich vor etwa 200.000 Jahren der moderne Mensch – Homo sapiens. Dabei kreuzten sich die Linien der Vorfahren heutiger Schimpansen und Menschen noch über Millionen Jahre hinweg ziemlich regelmäßig. Vielleicht waren die Gruppen auch nie komplett getrennt. Einiges spricht dafür, daß sie sich bis heute miteinander fortpflanzen könnten.

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Die Torheit der von Weißen gesponserten Entwicklung

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Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original The Folly of White-Sponsored Development erschien im Occidental Observer

Ich sah kürzlich die BBC-Dokumentationsserie Tribe (Going Tribal in den Vereinigten Staaten), die ursprünglich zwischen Januar 2005 und September 2007 gesendet worden war. In der Serie besucht Mr. Bruce Parry, ehemaliger Ausbilder der Royal Marines, entlegene Stämme in Afrika, Asien und Ozeanien und verbringt einen Monat als teilnehmender Beobachter mit ihnen. Die Idee dabei ist, mit den Stammesleuten zu interagieren, ihre Gebräuche anzunehmen und an ihren Ritualen teilzunehmen, um ihr Leben zu verstehen.

In der Serie sehen wir, wie Mr. Parry das Undenkbare ißt, einen Penisköcher anlegt,  eine Peniseinstülpung über sich ergehen läßt, starke Halluzinogene zu sich nimmt und sich ornamentaler Verunzierung unterzieht. Es ist eine extreme Form der Ethnographie, verwandelt in Massenunterhaltung.

Die Serie war aus zwei Gründen für mich besonders interessant. Erstens stellt die aus Mr. Parry, Mr. Mark Alstice und einem einheimischen Führer bestehende Expeditionsgruppe in der Episode Cannibals and Crampons, wo Mr. Parry einen Monat bei praktizierenden Kannibalen verbringt, den Kombai in den Wäldern von West Papua [siehe Kopfbilder; d. Ü.], den ersten Kontakt zu einem Stamm her, der nie zuvor bekannt oder beobachtet worden war. Wir erhalten hier die Gelegenheit zu erleben, wenn auch indirekt, wie Menschen, die bis heute so leben wie unsere Vorfahren vor Zehntausenden von Jahren, auf eine Begegnung mit dem reagieren, was effektiv ein Besuch hochentwickelter Nachkommen aus einer fernen Zukunft ist (mehr darüber später).

Zweitens war es möglich, offenkundige Parallelen zu beobachten zwischen den Verhaltensmustern, emotionalen Neigungen und Kommunikations-, Kleidungs- und Körperverzierungsstilen, die in den prähistorischen Gemeinschaften vorherrschten, welche in der Serie gezeigt wurden, und jenen ihrer nahen genetischen Verwandten im modernen, städtischen Umfeld der entwickelten Welt. Vor diesem Hintergrund zeichnete sich ab, daß die Subkulturen besonders der städtischen Schwarzen in Amerika keine eigenwilligen Reaktionen auf Sklaverei und Rassismus sind, sondern einfach neuformulierte Ausdrucksformen der Begierden und Empfindlichkeiten, die ihre Wurzeln in einer Stammesvergangenheit haben.

Daß die Parallelen elastisch genug sind, um über Zeit und Raum und radikal unterschiedliche Umweltbedingungen erhalten zu bleiben, wird keine Überraschung sein für Anthropologen, die den Einfluß der Gene auf menschliches Verhalten akzeptieren. In der Tat werden diese Parallelen von J. Philippe Rushtons Race, Evolution, and Behavior (1995) effizient erklärt. In diesem Sinne, wegen seiner illustrativen Kraft, ist „Tribe“ in einer Weise lehrreich, wie man es von keiner anthropologischen Abhandlung oder statistischen Tabelle erhoffen kann.

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Was auf dem Spiel steht

Tobias Richter colony

Von Deep Roots

Dies ist der 100. hier veröffentlichte Beitrag! (English translation here: What is at stake)

„Vielleicht ist das die Krankheit unserer Tage überhaupt: Nicht zu wissen, daß wir nicht allein sind, sondern nur ein Glied in einer Kette, die nicht nur weit in die Vergangenheit reicht, sondern gleichermaßen auch in die Zukunft.“

(„Acht der Schwerter“-Leserin Lepanto1 in einem Kommentar zu einem „Silvestertreffen“ am 31. Dezember 2008 auf „Acht der Schwerter“; dieser kleine Austausch treuer Eisvogel-Fans ist in diesem Silvesterbeitrag Zum Jahreswechsel: Was die Pummerin uns sagt wiedergegeben.)

Angeregt von Trainspotters Zähmung der Eliten habe ich diesen Beitrag verfaßt, der verdeutlichen soll, welch unfaßbares, unvorstellbar weit in die Zukunft reichendes Ausmaß die Konsequenzen des Verrats unserer Eliten im Falle ihres Erfolgs haben werden. Es geht bei weitem nicht nur um unsere eigene Zukunft oder die unserer heutigen Kinder und deren Kinder, sondern um viel, viel mehr. Dazu muß ich etwas weiter ausholen:

Nach heutiger Erkenntnis erschienen die Cro-Magnon-Menschen, die ersten europäischen Vertreter des Homo sapiens, vor ungefähr 45.000 Jahren in Europa. Da sie zu der Zeit schon mindestens so weit entwickelt waren wie die Neandertaler, die es zu der Zeit schon etwa 170.000 Jahre lang gegeben hat, müssen sie sich schon eine Weile zuvor anderswo in ähnlicher geographischer und genetischer Isolierung wie der Homo neanderthalensis entwickelt haben.  Die mit einem Alter von 195.000 Jahren ältesten Fossilien des modernen Homo sapiens wurden in Omo Kibish in Äthiopien gefunden (National Geographic März 2006, „Der lange Marsch um die Erde“). Laut dieser Karte aus „bild der wissenschaft“ 5-2012 („Denisova-Mensch: Ein Phantom tritt aus dem Schatten“; Bildtext auch von dort) begannen diese anatomisch modernen Menschen sich spätestens vor 110.000 Jahren ins südliche, zentrale und nördliche Afrika sowie in den Nahen Osten auszubreiten:

Auswanderungswellen aus Afrika

Spätestens vor 110.000 Jahren expandierten anatomisch moderne Menschen aus Ostafrika (1) auf die arabische Halbinsel und in den Nahen Osten. Vor etwa 50.000 Jahren vermischte sich eine Population der modernen Menschen mit den archaischen Neandertalern (2). Aus dieser Gruppe rekrutierten sich mehrere Wanderwellen, die erste entlang der Südküste Asiens (3). Vermutlich auf den Inseln Südostasiens trafen die Modernen auf archaische Denisova-Menschen – mindestens zwei Kreuzungen mit ihnen sind nachgewiesen (4). Träger von Neandertaler- plus Denisova-DNA erreichten vor 45.000 Jahren Neuguinea und Australien (5).

Laut dem Artikel „Die ersten Araber“ in „Spektrum der Wissenschaft“ April 2011, aus dem auch die folgende Karte samt Bildtext stammt, hatte Homo sapiens schon vor 125.000 Jahren Arabien durchquert und die Straße von Hormuz erreicht. Die Funde von Qafzeh werden übrigens auch in „Der lange Marsch um die Erde“ erwähnt, wo für sie ein Alter von 100.000 Jahren angegeben wird; dort heißt es dazu auch: „Diese Gruppe gelangte aber nie weiter und starb vor 90.000 Jahren aus.“

Neue Wege aus Afrika

Nach aktuellen archäologischen Befunden könnte Homo sapiens früh den Bab el-Mandeb überquert, Südarabien besiedelt und sich von dort aus weiter in Asien verbreitet haben (lila Pfeile). In Jebel Faya wäre er demnach vor 125.000 Jahren in Erscheinung getreten. Einem schon früher diskutierten Szenario zufolge wanderte der moderne Mensch auf einer nördlichen Route über den Suez zuerst in die Levante – entweder kam er aus Ostafrika (grüner Pfeil) oder aus der Sahara (durchgezogener roter Pfeil). Seine Fossilien fanden sich in den israelischen Höhlen von Es Skhul und Qafzeh. In feuchten Klimaphasen hätten diese Menschengruppen in Arabien genügend Gewässer vorgefunden, um auch dieses Gebiet zu besiedeln (punktierte Pfeile).

Wir stammen nun entweder von jenem Zweig des nordostafrikanischen Homo sapiens ab, der sich über die Levante nach Kleinasien und von dort ums Schwarze Meer herum nach Europa ausgebreitet hat, oder vielleicht auch von jenem, der wie auf der ersten Karte dargestellt die Mittelmeerküste entlang nach Westen gewandert ist und schließlich den Nordabhang des Atlasgebirges erreicht hat. Dieses war, wie auf der nachfolgenden Karte aus „Spektrum der Wissenschaft“ 12-2010 („Als der Mensch fast ausstarb“) dargestellt, auch zu dieser Zeit eine grüne Region, die von Hartlaubvegetation gekennzeichnet war. Dort, von den Protonegriden im Süden durch Wüste getrennt und von den Neandertalern im Norden durch das Mittelmeer, könnten sich unsere Vorfahren in genetischer Isolation zu den Cro-Magnon-Menschen entwickelt haben, die dann über die Straße von Gibraltar, die während der Eiszeiten noch schmaler war, nach Europa eindrangen, um den Neandertaler zu verdrängen.

Alte Welt in der Rißeiszeit

Vielleicht trifft auch beides zu: vielleicht stammen die Proto-Indoeuropäer vom östlichen Zweig ab, der über den Nahen Osten um das Schwarze Meer zog, während über Gibraltar die Vorfahren der jungsteinzeitlichen Alteuropäer (wie zum Beispiel „Ötzi“) kamen, die später von den Indoeuropäern überlagert und absorbiert wurden. Vielleicht gab es auch mehrere solcher Überlagerungen zwischen östlichen und westlichen Europäern.

Wir haben jedenfalls gesehen, daß bereits ein sehr langer Weg zu uns heutigen Weißen geführt hat: Seit etwa 200.000 Jahren gibt es den Homo sapiens, von dem sich vor mindestens 130.000 Jahren jener Zweig abgespalten hat, von dem auch wir abstammen. Man kann davon ausgehen, daß es uns ähnliche Menschen schon seit mindestens 50.000, vielleicht sogar bis zu 100.000 Jahren gibt. Und vorausgesetzt, daß nicht ein Killerasteroid einschlägt oder Supervulkane die Erde unbewohnbar machen – oder unsere kosmopolitischen Feinde und unsere mit ihnen kollaborierenden Eliten Erfolg bei unserer Auslöschung haben – spricht nichts dagegen, daß es unsere fernen Nachkommen auch noch in 100.000 Jahren geben wird.

Nachkommen von Menschen wie diese Südtiroler Bauern:

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