Der Preis der Paranoia: Snowden, Orwell und die unaussprechbaren Ursprünge des Überwachungsstaates

Überwacht die Mehrheit: Sir Malcolm Rifkind, KCMG, QC, MP

Überwacht die Mehrheit: Sir Malcolm Rifkind, KCMG, QC, MP

Von Tobias Langdon, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Price of Paranoia: Snowden, Orwell and the Unspeakable Origins of the Surveillance State erschien am 2. Oktober 2013 im Occidental Observer.

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Alan Rusbridger ist der Chefredakteur des Guardian, Britanniens größter liberaler Zeitung. Wie viele Liberale ist er ein gutes Beispiel für den Riesenunterschied zwischen Intelligenz und Weisheit. Hier redet er über Edward Snowden und die National Security Agency. Rusbridger sagte, daß die NSA-Geschichten „eindeutig“ keine Geschichte über Totalitarismus seien, sondern daß eine Infrastruktur geschaffen worden sei, die gefährlich sein könnte, falls sie in die falschen Hände fiele:

„Obama ist ein netter Kerl. David Cameron ist ein netter Sozialdemokrat. Etwa drei Stunden von London entfernt, in Griechenland, gibt es ein paar sehr widerliche politische Parteien. Was es gibt, ist die Infrastruktur zur totalen Überwachung. Alle Präzedenzfälle in der Geschichte sind unglücklich“, sagte Rusbridger vor der Advertising Week Conference. (NSA surveillance goes beyond Orwell’s imagination, The Guardian, 23rd September, 2013)

Warum ist Obama ein „netter Kerl“? Nun, er hat dunkle Haut, und er redet viel über Gerechtigkeit und Gleichheit. Daher ist es egal, daß er in Wirklichkeit ein böswilliger Affirmative-Action-Narzißt ist, der das weiße Amerika hasst und fleißig daran arbeitet, es in Zusammenarbeit mit den Republikanern und den Mainstream-Medien zu zerstören. Nach Obama erwähnt Rusbridger David Cameron, den Führer der Konservativen Partei. Und ja, er erkennt richtigerweise, daß Cameron ein „Sozialdemokrat“ ist statt ein Konservativer. Aber er geht wieder in die Irre, wenn er über Griechenland und die „Präzedenzfälle” der Geschichte redet.

Die „widerliche politische Partei“ in Griechenland ist die Goldene Morgenröte, die Griechenland für die einheimischen Griechen führen will statt für ausländische Banker und Einwanderer aus der Dritten Welt. Die Goldene Morgenröte verwendet eine hakenkreuzähnliche Fahne, und sie sind Bewunderer von Adolf Hitler. Rusbridger denkt, daß sie deshalb scharf darauf sind, eine „totale Überwachung” des griechischen Volkes zu betreiben. Er irrt sich. Wenn er sich tatsächlich in Geschichte auskennen würde statt im liberalen Dogma, dann wüßte er, daß Nazideutschland weit weniger ein Polizeistaat war als die kommunistische DDR. Und ihr braucht nicht bloß mir zu glauben:

„Die Stasi war viel, viel schlimmer als die Gestapo, wenn man nur die Unterdrückung ihres eigenen Volkes betrachtet“, sagt Simon Wiesenthal aus Wien, Österreich, der ein halbes Jahrhundert lang Naziverbrecher gejagt hat. „Die Gestapo hatte 40.000 Beamte, um ein Land mit 80 Millionen zu überwachen, während die Stasi 102.000 beschäftigte, um nur 17 Millionen zu kontrollieren.“ Man könnte hinzufügen, daß der Naziterror nur zwölf Jahre dauerte, wohingegen die Stasi vier Jahrzehnte hatte, um ihre Maschinerie der Unterdrückung, Spionage und des internationalen Terrorismus und der Subvention zu perfektionieren. (Stasi: The Untold Story of the East German Secret Police, John O. Koehler, Westview Press, 1999)

Wenn Regierungen zum Wohl der Mehrheit regieren, fürchten sie die Mehrheit nicht und brauchen sie nicht unter enger Überwachung zu halten. Nazismus und Faschismus sind nicht meine politischen Ideale, aber sie waren echte Volksbewegungen. Der Marxismus ist niemals populär gewesen und hat es tatsächlich nötig, einen Überwachungsstaat zu betreiben. Nachdem der Kommunismus Osteuropa am Ende des Zweiten Weltkrieges geschluckt hatte, behielt er jeden unter genauer Beobachtung, aber es gab dennoch größere Rebellionen in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei. Im modernen Ungarn gibt es eine „widerliche politische Partei“ namens Jobbik, deren Motto Magyarország a Magyaroké lautet – „Ungarn den Ungarn“. Sie werden regelmäßig als rassistisch, fremdenfeindlich und antisemitisch beschrieben.

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Die Vereinigten Staaten von Syrien: Innenpolitische Lektionen in einem fernen Krieg

Von Tobias Langdon, übersetzt von Deep Roots. Das Original The United States of Syria: Domestic Lessons in a Distant War erschien am 16. September 2013 im Occidental Observer.

Beschreibung und Vorhersage: Es ist ein reichlich pulsierender Polizeistaat. Er wird von einer sich selbst bemitleidenden Minderheit regiert. Die Minderheit versucht, eine Rebellion der enteigneten Mehrheit niederzuschlagen. Das ist eine Beschreibung von Syrien. Es ist auch eine Vorhersage für die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich und andere westliche Nationen. Die Mainstream-Medien reden heutzutage viel über Syrien. Aber das eine, das man vom Mainstream nicht hören wird, ist dies: der Bürgerkrieg in Syrien zerstört die Drei Großen Lügen, auf denen der moderne Westen begründet ist.

Lüge Nr. 1: Vielfalt ist unsere Stärke. Syrien ist ein sehr vielfältiges Land, voll von unterschiedlichen ethnischen und religiösen Gruppen, die eine lange Geschichte des Konflikts und gegenseitigen Hasses haben. Deshalb muß es ein Polizeistaat sein: nur harte Unterdrückung hält die verschiedenen Gruppen davon ab, einander an die Kehle zu gehen. Gegenwärtig kämpft Bashar al-Assad um die Erhaltung seiner Tyrannei. Seine Feinde kämpfen darum, sie durch ihre eigene Tyrannei zu ersetzen. Und manche wären zufrieden damit, den Topf am Kochen zu halten:

„Unser ‘best-case-Szenario’ ist, daß sie weiter damit beschäftigt sind, einander zu bekämpfen und ihre Aufmerksamkeit nicht uns zuwenden”, sagte ein israelischer Geheimdienstoffizier zu Sheera Frenkel von BuzzFeed. „Besser den Teufel, den wir kennen, als die Teufel, die wir uns nur vorstellen können, falls Syrien ins Chaos stürzt und die Extremisten aus der ganzen arabischen Welt dort Fuß fassen“, sagte der Offizier. (The Horrifying Secret Of Syria Policy, Buzzfeed, 9, September 2013)

Lüge Nr. 2: Minderheiten sind heiligmäßige Opfer. Liberale Organisationen wie Amnesty International haben seit Jahrzehnten gegen die von den syrischen Diktatoren Hafiz al-Assad und seinem Sohn Bashar angewandte Unterdrückung und Folter protestiert. Aber sie erwähnen nicht, daß die Unterdrückung und Folter natürliche Konsequenzen der Kontrolle durch eine Minderheit sind. Seit den 1960ern ist Syrien von Mitgliedern einer kleinen und verarmten schiitischen Sekte regiert worden, den Alawiten, die eine lange Geschichte der Verfolgung durch die sunnitische Mehrheit haben. Als sie an die Macht kamen, verziehen und vergaßen die Alawiten nicht und regierten nicht zum Wohle aller. Stattdessen ergriffen sie die Gelegenheit, sich zu bereichern und ihrerseits Verfolgung zu üben. Der Zyklus von Unterdrückung und Ressentiments hat unvermeidlicherweise im Bürgerkrieg geendet. Und falls die Rebellen gewinnen, gibt es Aussichten auf Vertreibung und Genozid: „Christen nach Beirut, Alawiten ins Grab.

Lüge Nr. 3: Unter der Haut sind wir alle gleich. Angeleitet von jüdischen Marxisten wie Stephen Jay Gould, Richard Lewontin und Steven Rose gehen die Mainstream-Medien mit der Lüge hausieren, daß menschliche Wesen eine post-genetische, post-biologische Spezies sind, oberflächlich verschieden, aber unterhalb davon gleich, weil genetische Unterschiede sich nicht auf das Gehirn auswirken. In Wirklichkeit haben genetische Unterschiede riesige Auswirkungen auf das Gehirn. Die in moslemischen Ländern wie Syrien praktizierte Inzucht fördert genetische Krankheiten, senkt den durchschnittlichen IQ und schadet sehr der Fähigkeit, Fremden zu vertrauen und mit ihnen zusammenzuarbeiten:

Die Heirat der Töchter der Brüder des Vaters (VBT), die Form der Verwandtenehe, die zu der meisten Inzucht führt und die bei vielen Moslems immer noch die bevorzugte Form ist, war unter den Arabern bereits zu Mohammeds Zeit gut etabliert. Die VBT-Ehe wurde bei den Arabern wahrscheinlich von jüdischen Stämmen aus der Levante eingeführt, die ab dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert auf die arabische Halbinsel zu migrieren begannen. … Meine Vermutung ist, daß es nicht nur die Zahl der Blutsverwandtenehen in einer Nation ist, die den Erfolg der Demokratie in diesem Land negativ beeinflußt, sondern die Zeitspanne, über die das Volk die Verwandtenehe praktiziert hat, UND wie eng diese Verwandtenehe ist. … Die Entwicklung von „Genen für Altruismus“ kommt hier ins Spiel, nicht nur die unmittelbare genetische Verwandtschaft zwischen den Individuen in diesen Gesellschaften, obwohl diese auch wichtig ist. Daher würde ich wetten, daß die Demokratie in der Levante am schlechtesten abschneiden würde, wo die VBT-Ehe ihren Ursprung hatte, und auf der arabischen Halbinsel, wo es die VBT-Ehe so lange gegeben hat … Syrien, Saudi-Arabein, Jemen und Oman haben die schlechtesten Demokratiewerte in der moslemischen Welt (auf der Welt!). (HBD-Chick, Consanguinity and Islam and Democracy, 7. März 2012. Siehe auch “Muslim inbreeding”.)

Inzucht hält von Kooperation zwischen Fremden ab, fördert aber Hass und Gewalt. Die Liberalen, die ihre Hände über die Schrecken des Krieges in Syrien ringen, arbeiten auch fleißig daran, westliche Nationen immer mehr wie Syrien zu machen: voller Minderheiten, die dazu ermutigt werden, einen Groll gegen die weiße Mehrheit zu hegen und sie zu hassen. Moslemische Vergewaltigerbanden sind nur ein Ausdruck dieses Hasses, der schlimmer werden wird, während die Nichtweißen an Zahl und Macht gewinnen.

Wenn Minderheiten herrschen: Der Westen ist auch in dem Sinne wie Syrien, daß er von einer paranoiden, sich selbst bemitleidenden Minderheit kontrolliert wird (siehe Steve Sailer zu Cass Sunsteins „Jewish paranoia”). Der jüdische Historiker Daniel Pipes hat mehrere faszinierende Artikel über Syrien geschrieben, die ich den Lesern des Occidental Observer wärmstens empfehlen kann. Aber sie bieten auch Einsichten in viel mehr als die sunnitische Rebellion gegen Bashar al-Assad. Als ich sie las, fielen mir immer wieder Parallelen zwischen den Alawiten und den Juden auf:

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