Luftpost über die Kartönligeister

Luftpost aus dem Siechkobel hat mit der ursprünglich auf die AfD-PIfanten bezogenen „Kartonmentalität“ wieder ein interessantes Konzept präsentiert, und zwar in mehreren Kommentaren bei Nuada und auf „Morgenwacht“, die ich (Lucifex) hier zusammengestellt und mit zwei Bildern ergänzt habe:

 

Luftpost:

Wäre die AfD eine ehrliche Opposition, dann würde sie aufklären und nicht populistische Nebelkerzen werfen wie dieses „Merkel muss weg“. Sie hätten gerade bei der Kampagne zum Migrationspakt die Gelegenheit gehabt, auf die vielen multinationalen Verträge und Erklärungen hinzuweisen, die lange vor und dann unter Merkel unterschrieben und in den Parteiprogrammen aufgenommen wurden, um Schritt für Schritt umgesetzt zu werden.

Es gibt durchaus Dinge, die man aussprechen kann ohne gleich an die Wand gestellt zu werden.

Weshalb erklären sie nicht, wie die Globalisierung funktioniert, wie die ideologisch/moralische Vereinheitlichung durchgesetzt wird, wie die Bankenkrise zustande kam oder die Kriege in Gang gesetzt werden. Nein, sie tun so, als hätte Merkel, die mächtigste Frau der Welt, die Zerstörerin Europas, die „Flüchtlingskrise“ gemacht, und die deutschen Wähler trügen die Verantwortung dafür.

Sie könnten wenigsten versuchen, einige Mechanismen zu erklären, die dafür sorgen, dass alle Parteien sich angleichen. Aber statt das Wissen unter ihren Anhängern ein Wenig anzuheben, erzählen sie den Blödsinn von der mächtigen Merkel und den bösen Grünen und noch dümmer und gemeiner, sie tun so, als hätte Deutschland die Macht, sich selbst und alle anderen Länder in den Abgrund zu ziehen, oder nicht, und der deutsche Wähler die Macht, das Ruder herumzureißen. Sie wälzen alle Schuld auf die deutschen Wähler ab, und so ist die antideutsche Pipifax-Maschine eine Folge der Vernebelung der Machtverhältnisse, die die AFD fröhlich betreibt.

Vor der AfD gab es eine Menge Neugier, und Leute versuchten herauszufinden, weshalb alles so läuft wie es läuft. Bei Pi kann man das an der Entwicklung im Kommentarbereich gut erkennen. Eine relative Offenheit bei der Suche nach Antworten (auch wenn PI selbst ja immer eine kleine Außenstelle der Neokonservativen war) ist in diesen richtig abstoßenden Stolz auf die eigene Ignoranz und diese bösartige Meinungsfestigkeit übergegangen, die sich nur noch an Parolen klammert und das deutsche Wesen zum Kern jeder von den PIlern abgelehnten Entwicklung erhebt.

Dieser „patriotische“ Populismus ist wie ein Karton, den sich die Leute auf den Kopf setzen und in dem sie dann nichts als die Innenseite des Kartons sehen. Und sie fühlen sich wohl darin und erleuchtet und besser als die anderen Leute und hören nur auf das Echo des eigenen Geredes. Ich kenne keinen deutschen Begriff dafür – Politik ist eine „closing minds“-Maschine und die Parteien bieten den Anhängern die passenden Kartons, in die sie ihre Köpfe stecken, und wenn sie dann auf Kartonträger einer anderen „Seite“ treffen, dann knallen sie die Kartons gegeneinander.

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Gegen die Anpassung an den Mainstream

Das englische Original von Ted Sallis ist unter dem Titel Against Mainstreaming am 29. September 2014 bei Counter Currents erschienen. Titelbild, Übersetzung, Nachwort und Karikaturen von Osimandia (ursprünglich für „As der Schwerter“).

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Einige in der „Bewegung“ – einschließlich einiger „Intellektueller der Bewegung“ – verfechten das Konzept der „Anpassung an den Mainstream“ und führen Frankreichs Front National (FN) als bewährtes Musterbeispiel dafür an. Schließlich sagt der FN, wie es scheint und wie diese Denkfabrikanten der „Bewegung“ berichten, dieser Tage, dass es egal sei, wenn die Franzosen zu einer Minderheit unter der Bevölkerung Frankreichs werden.

Egal! Was ist dann nicht egal? Verfassungspatriotismus? Kultur? Staatsbürgertum? „Französische Werte“?

Haben wir das nicht alles schon mal gehört? Ist nicht das Opfern von Prinzipien auf dem Altar der „Wählbarkeit“ einer der Hauptgründe dafür, dass der „Konservativismus“ in den USA vollkommen nutzlos geworden ist und die Republikaner weiße Interessen wieder und wieder und immer wieder verraten?

Doch diese Anpassung an den Mainstream, so erklären uns die Intellektuellen, ermöglicht es den wiedergeborenen Nationalisten, die Politik zu beeinflussen und die Debatte über wichtige Themen in den legitimen Bereich zu rücken. Ein Sieg von Le Pen im Jahr 2017 würde zu mehr „Redefreiheit“ über Angelegenheiten von Rasse und Einwanderung führen. (Hat der FN Wahlkampf damit gemacht, Frankreichs Redeverbotsgesetze aufzuheben?) Hier haben wir einmal wieder die üblichen hoffnungsvollen Unterstellungen der „Bewegung“, die übliche „Gedankenleserei“, die üblichen Beteuerungen, dass öffentliche Aussagen nicht für bare Münze genommen werden sollten, sondern dass wir stattdessen Hypothesen, Glaubensinhalte, Annahmen, Hoffnungen und Fantasievorstellungen höher als eiskalte, realistische Fakten bewerten müssen. Seht doch! Wartet doch einfach ab! Indem er seine Botschaft dem Mainstream anpasst und die alte Kernideologie auf den Müll wirft, wird der FN wählbar werden (Meine Güte, sie ziehen sogar französische Juden an! Wie wunderbar!), und sie werden gewählt werden und dann werden die „Samthandschuhe“ verschwinden und dann werden wir uns des Rassenproblems annehmen! Ihr müsst einfach nur abwarten!

Ich glaube nicht, dass Massenmobilisierung, ideologischer Eifer, Unterstützung durch Aktivisten, Verständigung über Meme und politische Grundsätze – im Wesenskern die gesamte Weltanschauung einer Partei oder Bewegung – wie ein Lichtschalter ein- und ausgeschalten oder wie eine Gangschaltung betätigt werden können. Wenn der FN Jahre damit verbringt, seine Unterstützer zu überzeugen, dass es ihm nicht um Rasse geht, dass französischer Nationalismus unabhängig von französischer Volkszugehörigkeit ist, wenn sie das verfassungspatriotische Argument predigen, dass Frankreich französisch bleiben kann, ohne dass Franzosen die Mehrheit stellen, wie realistisch ist es dann, dass sie eines Tages plötzlich eine Kehrtwendung machen und sagen:

„Überraschung! Wir haben euch reingelegt! Es geht doch um Rasse und jetzt…“ (mehr …)

Osimandias Karikaturengalerie: AfD und PIdioten

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„Hurra, endlich weiß man wieder, was man wählen soll!“

Heute habe ich eine kleine Galerie der Karikaturen von Osimandia eröffnet, die hin und wieder in den Artikeln und Kommentarsträngen auf „As der Schwerter“ zu finden waren.

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Zwei beliebte Zielscheiben dieser Karikaturen sind die sogenannte „Alternative für Deutschland“ und deren lernresistente Anbeter von der PI-Gemeinde, die PIdioten

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X und Y zur Wahlalternative

Ein Gastbeitrag von Thomas

Die folgende Kommunikation entspricht in großen Teilen einer tatsächlich geführten Korrespondenz. Zum besseren Verständnis wurden einige Erweiterungen und Umformulierungen vorgenommen. Nach dem Dialog an sich noch ein abschließender Kommentar.

Werter X!

Heute erreichte mich eine Nachricht der Wahlalternative 2013, die ich zur Kenntnisnahme beifüge.

Mit besten Grüßen,
Y

Anhang:

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Gesendet: Donnerstag, 07. März 2013 um 11:20 Uhr Von: infos@wa2013.de

An: Y

Betreff: Die Alternative fuer Deutschland ist online!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Unterstützer der Wahlalternative 2013,

die Alternative für Deutschland ist seit heute online! Sie erreichen die Webseite der Partei unter http://www.alternativefuer.de

Meine bloße Ankündigung einer eurokritischen Partei in der letzten Woche fand schnell ihren Weg an die Presse und hat uns einen fulminanten Start beschert. Nicht nur die inländische Presse, auch führende ausländische Medien haben über uns berichtet oder werden das tun. Dazu werden wir von emails geradezu überflutet und aus allen emails spricht eine große Zustimmung bis hin zum Enthusiasmus.

Bitte besuchen Sie die Webseite der Alternative für Deutschland. Sie können dort der Partei beitreten oder sich als parteiloser Förderer registrieren. Sie finden eine Seite mit unserem Wahlprogramm und (auf der Vorstandsseite) das Regelwerk der Partei.

Der jetzt amtierende Vorstand der Alternative für Deutschland ist als ein Gründungsvorstand zu verstehen. Alle Vorstandsmitglieder haben angekündigt, nur bis zum ersten Parteitag zu amtieren, auf dem der gesamte Vorstand neu gewählt und über das Wahlprogramm beschlossen werden wird. Dieser sog. Gründungsparteitag wird am 14. April in Berlin stattfinden. (Wir haben uns für Berlin als Tagungsort entschieden, weil wir dort das größte Medienecho erwarten. Wir haben uns für den Sonntag als Tag entschieden, damit für weiter entfernt wohnende Mitglieder die Anreise nicht an einem Werktag erfolgen muss.)

Alle Mitglieder sind herzlich zum Gründungsparteitag eingeladen! Einen geeigneten Saal müssen wir noch mieten, und dafür müssen wir möglichst verlässlich wissen, wieviele Teilnehmer wir erwarten können. Da jetzt das genaue Datum feststeht, möchte ich die Frage erneut stellen: Bitte senden Sie eine (leere) email an parteitagsbesuch@gmail.com, wenn Sie am Gründungsparteitag teilnehmen werden. (Senden Sie zwei leere emails, wenn Sie zu zweit teilnehmen möchten etc.). Herzlichen Dank!

Eine formelle Einladung mit genauer Angabe des Tagungsortes und der Tagesordnung wird allen Mitgliedern in der kommenden Woche zugehen.

Bitte werben Sie in Ihrem Bekanntenkreis für die Alternative für Deutschland und tragen Sie so zu unserem Erfolg bei! Flugblätter zum Selbstausdruck finden sich auf unserer Webseite.

Eine letzte Bemerkung: Heute abend bin ich um 22.15 Uhr im ZDF bei Maybrit Illner zu Gast.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bernd Lucke

PS: Wir haben in der Gründungsphase hohe Sachkosten, deshalb freuen wir uns sehr über großzügige Spenden. Falls Sie spenden wollen, überweisen Sie bitte auf das Konto Nr. 27115551 bei der Sparkasse Oberhessen, BLZ 51850079. (Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: DE16 5185 0079 0027 1155 51, BIC: HELADEF1FRI). Vielen Dank!

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Lieber Y,

mit der Wahlalternative 2013 habe ich mich schon im Rahmen anderer Diskussionen eingelassen. Ich halte diese Vereinigung für ein trojanisches Pferd. Es geht darum, die EU durch Entbürokratisierung zu erhalten. Wenn Sie sich anschauen, wer da Mitglied ist, und was die sonst noch machen (z.B. der Herr Henkel), dann wirkt das durchaus erhellend.

Auch der häufig vernommene Ruf nach Rückabwickeln der Globalisierung fehlt bei denen völlig. Mehr noch: die Verbindungen zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die die 5 Paradigmen der „alten“ sozialen Marktwirtschaft:

  1. Planwirtschaftliche Organisation des Bedarfsgütermarktes und marktwirtschaftliche Organisation des Bedürfnisgütermarktes
  2. Weitgehende Konstanthaltung des Verhältnisses Geldmenge / Warenmenge
  3. Förderung kleinunternehmerischer Strukturen UND Beschränkung von Konzernen
  4. Autarkiebestrebungen und Protektionismus in Güter- und Arbeitsmärkten
  5. Minimierung der produktionsmindernden Wirkung von Streiks (gut, das begreift nur, wer sich intensiv mit Marxismus auseinandergesetzt hat)

auf den Kopf stellt, legt die Vermutung nahe, daß es sich um kontrollierte Opposition handelt, im Sinne derselben, die durch vielfältige Maßnahmen revolutionäre Verhältnisse herbeiführen wollen.

Fällt Ihnen auf, daß das Thema Einwanderung und Arbeitnehmerfreizügigkeit bei denen komplett fehlt und die Kritik an der gemeinsamen Währung, dem Euro, festgemacht wird? Das sog. „europäische Projekt“ wird garnicht in Frage gestellt, lediglich ein Teilrückzug („Verschlankung“) gefordert, dafür aber diejenigen Sachen entfernt, die sich als Fehlschlag erwiesen haben in dem Sinne, daß die wirtschaftlichen Verwerfungen die Akzeptanz für das Projekt „Europa“ verringert haben.

Also: was wollen die? Die Rückführung der EU auf eine Freihandelszone aufgrund bilateraler Vereinbarungen? Augenscheinlich nicht, weil das einer Auflösung der EU gleichkäme. Auflösung ist aber etwas anderes, als „Verschlankung“.

Ich stehe dieser Truppe überaus skeptisch gegenüber. Daß die von den Medien eingeladen werden, das gibt mir eher recht.

Grüße,

X

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Lieber X,

danke für Ihre Rückmeldung.

Wenn die das anprangern würden, was Sie anführen, dann würde längst die Nazikeule über deren Köpfen kreisen und eingeladen worden wäre Prof. Lucke auch nicht.

Sie sehen doch, wie die rechten Gruppen fertig gemacht werden. Keine Chance!

Die WA hat ganz bewußt nur Themen gewählt, welche die durch den linksgrünen Zeitgeist verseuchten Massen bejahen müssen. Links ist nun mal chic. Wer das nicht akzeptiert, kriegt die Keule.

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