Erdogan im Wortlaut

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Mit einer Einführung von Barbarossa

Eigentlich wollte ich Erdogans Rede vom 10. Februar 2008 in der KÖLN ARENA kommentieren. Darauf hinweisen, wie der rote Balken der deutschen schwarz-rot-goldenen Fahne (Hambacher Fest 1832) zum Türkenlappen missbraucht wurde.

Wollte auf den Hohn hinweisen, der abgegeben wurde; die Arroganz und die Drohungen des anatolischen Arbeiterführers1. Und Bilder einfügen, von den minderbemittelten, geelhaarigen und sich seemannsähnlich schwankend und rotzend durch die Straßen unserer Heimat bewegenden stolzen Söhnen. Oder von Klappmessern (Butterfly), oder von zusammengetretenen Gesichtern.

Wollte auf Kriminalitätsstatistiken verweisen, die selbst gefälscht noch ein deutliches Bild zeigen. Auf Pisa-Studien und Ähnliches. Und ich wollte darauf hinweisen, dass die betrauerten Brüder und Schwestern nicht von Nazis umgebracht wurden, sondern der Wohnhausbrand deswegen entstand, weil die freundlichen türkischen Ingenieure zur Entlastung des örtlichen Stadtwerke- Personals und zur Schonung der Stromzähler die elektrische Versorgung selber geplant und installiert haben.

Ich verzichte darauf. Lesen Sie doch einfach mal die besten Stellen einer Rede, die völlig unkommentiert von „deutschen“ Politikern im Jahre 2008 hier in diesem unserem Lande gehalten wurde.

Ach, eines noch. Die Deutschen werden allweil als brutale, blutrünstige Nationalisten und Faschisten dargestellt. Sie sind das nicht.

Bei genauer Betrachtung aber, stellt das türkische Gesindel hierzulande genau den Menschenschlag dar, der den Deutschen fälschlicherweise (oder bewusst) angedichtet wird.

Sollte eines Tages Deutschland wirklich eine türkische Enklave sein2, so erhielten diejenigen Kräfte, die ein angeblich kaum beherrschbares, imperialistisches und brutales Volk abschaffen wollten, in Wirklichkeit genau das!! Irre!

Zur Rede (Hervorhebungen von mir):

„Meine sehr verehrten Mitbürger, liebe Schwestern und Brüder, unsere verehrten Botschafter, die ihr den Duft der anatolischen Erde, jene anatolische Sensibilität bis nach Deutschland, in die Mitte Europas, getragen habt, meine Damen und Herren.

Ich grüsse Sie alle aus tiefstem Herzen.

Ich grüsse jeden Einzelnen von Ihnen mit Liebe und Respekt. Heute ist die Stadt Köln Zeuge eines denkwürdigen Programms. Heute wird von hier aus die Botschaft von Brüderlichkeit, Freundschaft, Solidarität und Frieden nach ganz Europa und in die gesamte Welt übermittelt.

Die türkische Gemeinschaft in Deutschland demonstriert heute wieder einmal den mit Liebe, Freundschaft, Zuneigung durchwirkten Charakter unseres Volkes der ganzen Welt.

Die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft der Liebe, des Friedens, die türkische Gemeinschaft ist eine Gemeinschaft, die die Brüderlichkeit hoch hält.

Die türkische Gemeinschaft und der türkische Mensch, wohin sie auch immer gehen mögen, bringen nur Liebe, Freundschaft, Ruhe und Geborgenheit mit sich. Hass und Feindschaft können niemals unsere Sache sein. Wir haben mit Streit und Auseinandersetzung nichts zu schaffen.

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