Die Torheit der von Weißen gesponserten Entwicklung

papua-tree-people-kombai-3papua-kombai-1papua-kombai-2

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original The Folly of White-Sponsored Development erschien im Occidental Observer

Ich sah kürzlich die BBC-Dokumentationsserie Tribe (Going Tribal in den Vereinigten Staaten), die ursprünglich zwischen Januar 2005 und September 2007 gesendet worden war. In der Serie besucht Mr. Bruce Parry, ehemaliger Ausbilder der Royal Marines, entlegene Stämme in Afrika, Asien und Ozeanien und verbringt einen Monat als teilnehmender Beobachter mit ihnen. Die Idee dabei ist, mit den Stammesleuten zu interagieren, ihre Gebräuche anzunehmen und an ihren Ritualen teilzunehmen, um ihr Leben zu verstehen.

In der Serie sehen wir, wie Mr. Parry das Undenkbare ißt, einen Penisköcher anlegt,  eine Peniseinstülpung über sich ergehen läßt, starke Halluzinogene zu sich nimmt und sich ornamentaler Verunzierung unterzieht. Es ist eine extreme Form der Ethnographie, verwandelt in Massenunterhaltung.

Die Serie war aus zwei Gründen für mich besonders interessant. Erstens stellt die aus Mr. Parry, Mr. Mark Alstice und einem einheimischen Führer bestehende Expeditionsgruppe in der Episode Cannibals and Crampons, wo Mr. Parry einen Monat bei praktizierenden Kannibalen verbringt, den Kombai in den Wäldern von West Papua [siehe Kopfbilder; d. Ü.], den ersten Kontakt zu einem Stamm her, der nie zuvor bekannt oder beobachtet worden war. Wir erhalten hier die Gelegenheit zu erleben, wenn auch indirekt, wie Menschen, die bis heute so leben wie unsere Vorfahren vor Zehntausenden von Jahren, auf eine Begegnung mit dem reagieren, was effektiv ein Besuch hochentwickelter Nachkommen aus einer fernen Zukunft ist (mehr darüber später).

Zweitens war es möglich, offenkundige Parallelen zu beobachten zwischen den Verhaltensmustern, emotionalen Neigungen und Kommunikations-, Kleidungs- und Körperverzierungsstilen, die in den prähistorischen Gemeinschaften vorherrschten, welche in der Serie gezeigt wurden, und jenen ihrer nahen genetischen Verwandten im modernen, städtischen Umfeld der entwickelten Welt. Vor diesem Hintergrund zeichnete sich ab, daß die Subkulturen besonders der städtischen Schwarzen in Amerika keine eigenwilligen Reaktionen auf Sklaverei und Rassismus sind, sondern einfach neuformulierte Ausdrucksformen der Begierden und Empfindlichkeiten, die ihre Wurzeln in einer Stammesvergangenheit haben.

Daß die Parallelen elastisch genug sind, um über Zeit und Raum und radikal unterschiedliche Umweltbedingungen erhalten zu bleiben, wird keine Überraschung sein für Anthropologen, die den Einfluß der Gene auf menschliches Verhalten akzeptieren. In der Tat werden diese Parallelen von J. Philippe Rushtons Race, Evolution, and Behavior (1995) effizient erklärt. In diesem Sinne, wegen seiner illustrativen Kraft, ist „Tribe“ in einer Weise lehrreich, wie man es von keiner anthropologischen Abhandlung oder statistischen Tabelle erhoffen kann.

(mehr …)

Haiti darf nicht wiederaufgebaut werden

01-haiti-earthquake

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original „Haiti Must Not be Re-Built” erschien am 25. Januar 2010 auf „The Occidental Observer“ (wo es aber inzwischen keine Kurtagić-Artikel mehr gibt, daher ist der Link nun funktionslos):

http://www.theoccidentalobserver.net/authors/Kurtagic-Haiti.html

Tag um Tag werden unsere Gehirne von den Medien mit dem Horror aus Haiti bombardiert. Während ich nicht wünsche, daß eine gleichartige Katastrophe meine Freunde und meine Lieben befällt, so kann ich doch nicht anders, als über die Reaktion der westlichen Regierungen mit den Augen zu rollen.

Ich störe mich nicht an den Initiativen zur Erlassung der Auslandsschulden von Haiti, nachdem ich genug vom modernen Bankwesen verstehe, um zu wissen, daß die Banken nichts außer Gewinnen verlieren, wenn sie einen sogenannten „Kredit” abschreiben: Wenn Banken einen „Kredit” vergeben, dann verleihen sie keine wirklichen Vermögenswerte, die sie in ihrem Besitz haben, sondern erzeugen in Wirklichkeit eine elektronische Fiktion, aus nichts und von nichts besichert, mit ein paar Tastendrucken und Mausklicks auf einem Computer. Aus diesem und anderen Gründen, die ich später behandeln werde, stimme ich der Idee voll zu, die Kredite an Haiti abzuschreiben.

Es stört mich auch nicht, wenn westliche wohltätige Organisationen den Opfern Beistand leisten, vorausgesetzt, die besagten Organisationen sind private Institutionen, die von privaten, freiwilligen Spendern finanziert werden.

In Übereinstimmung mit dem Kongreßabgeordneten Ron Paul stört es mich jedoch, wenn eine westliche Regierung wie die von Barack Obama in den Vereinigten Staaten das Geld ihrer Steuerzahler einem Wiederaufbauprogramm in diesem Teil der Welt zu widmen beabsichtigt. Dies nicht so sehr, weil die westlichen Länder alle technisch bankrott sind, und das schon seit Jahren: immerhin haben wir immer noch die materiellen Mittel und das intellektuelle Rüstzeug, um uns aus unserer wirtschaftlichen Misere herauszuziehen. Nein. Sondern weil ein Wiederaufbau Haitis einfach die Fehler der Vergangenheit wiederholen würde, die schlüssig und von Beispielen andernorts unterstützt gezeigt haben, daß jede Anstrengung zur Ermutigung einer ehemaligen Kolonie, die jetzt von Schwarzafrikanern geführt wird, eine Gesellschaft westlichen Stils zu werden, komplett mit Rechtsstaatlichkeit, blühender Marktwirtschaft, Eigentumsrechten, Industrieproduktion, modernen Kommunikationsmitteln und dergleichen, vergeblich und kontraproduktiv ist. Haiti darf nicht wiederaufgebaut werden.

02-haiti-earthquake-composite

Die Zahl der Todesopfer in Haiti — die gegenwärtig auf 200.000 geschätzt wird — mag von einem Erdbeben verursacht worden sein, aber sie hätte nicht so hoch sein müssen. Walter E. Williams, Professor der Ökonomie an der George Mason University, wies vor ein paar Tagen darauf hin, daß

Nordkaliforniens Loma-Prieta-Erdbeben von 1989 stärker war, 7,1 auf der Richter-Skala erreichte und 63 Tote und 3.757 Verletzte zur Folge hatte. Das Erdbeben von 1906 in San Francisco erreichte 7.8 auf der Richter-Skala, etwa die achtfache Stärke des Bebens von Haiti, und kostete 3.000 Menschenleben.

Daß die Zahl der Toten in Haiti 3.000mal höher war als die des Loma-Prieta-Bebens und 66mal höher als in San Francisco, liegt weniger an einem „besonders grausamen und unbegreiflichen Kataklymus” als vielmehr am mangelnden Arbeitsethos der Haitianer, an ihrer Korruption und fehlenden Fähigkeit zum Vorausplanen.

(mehr …)

Interview mit Greg Johnson

Caspar David Friedrich Wanderer über dem Nebel

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Interview with Greg Johnson erschien am 27. November 2010 bei Counter-Currents Publishing.

A. K.: 1. Als Mann der Ideen, hat Literatur eine wichtige Rolle in Ihrem Leben gespielt? Was würden Sie sagen, waren die Texte, die sich in Ihrer persönlichen und intellektuellen Entwicklung als entscheidend erwiesen? Und warum?

G. J.: Geschichte und Philosophie haben eine größere Rolle bei der Formung meiner Ansichten gespielt als Literatur. Tatsächlich kann ich kein einziges Romanwerk, qua Fiktion, nennen, das meine Weltsicht geformt hat. Aber Romanwerke haben mir konkrete und lebhafte Erläuterungen ansonsten abstrakter Ideen gegeben. Ich liebe philosophische Romane. Platos Dialoge qualifizieren sich natürlich sowohl als Literatur als auch als Philosophie.

Plato hat den größten Einfluß auf meine Ansichten gehabt, besonders die Republik, aber auch Gorgias, Phaedrus, Symposium, Euthydemus, Euthyphro, Apologia und Phaedo. Rousseaus philosophischer Roman Emile hat mein Denken auch zutiefst beeinflußt. Ich liebe Ayn Rands The Fountainhead und Atlas Shrugged, aber klassischer Liberalismus, Kapitalismus und sogar Individualismus unterminieren letztendlich aristokratische und heroische Werte.

Die Philosophen, die mich am meisten geformt haben, sind Plato, Aristoteles, Plotinus, Machiavelli, Vico, Rousseau, Kant, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, William James, Heidegger, Guénon, Evola. Alan Watts hat auch eine große Wirkung gehabt, wie auch das Tao te Ching und die Upanishaden.

Wagners musikalische Dramen sind eine Klasse für sich, als Texte irgendwo zwischen Philosophie und Literatur/Mythos, verheiratet mit einer Musik, die zum Großartigsten gehört, das je geschrieben wurde. Sie sind tiefgründig, und sie haben mich zutiefst beeinflußt.

Savitri Devi ist ebenfalls schwer in eine Kategorie einzuordnen. Sie kombiniert Philosophie, Geschichte, Religion, Politik und Mythen. Auch sie hat großen Einfluß auf mich gehabt.

Was die eigentliche Literatur angeht: Die Schriftsteller, die ich als Kind am meisten mochte, sind diejenigen, die ich heute noch mag: Poe, Tolkien, Kipling und alte illustrierte Kompendien griechischer und nordischer Mythologie. Frank Herberts Dune-Bücher sind auch Favoriten geblieben. Sie gefallen mir jedes Mal besser, wenn ich zu ihnen zurückkehre.

Später lernte ich Homer, Shakespeare, Blake, Goethe, Schiller, Baudelaire, Dickinson, Oscar Wilde, Yeats, Wallace, Stevens und Philip Larkin als Dichter und Dramatiker zu lieben.

Bei Romanen und Geschichten erweiterte sich der Kreis meiner Lieblingsautoren um Dostojewski, Hugo, Flaubert, D. H. Lawrence, H. P. Lovecraft, Flannery O’Connor und Yukio Mishima.

Es gibt auch „Nicht-Größen“, deren Stimmen ich beständig genieße: Edith Sitwell, Truman Capote, Evelyn Waugh.

Ich las als Teenager eine Menge von Ray Bradbury, Kurt Vonnegut und Aldous Huxley. Manchmal möchte ich sie mir wieder ansehen. Ich denke, Bradbury wird die Zeiten überdauern.

Literaturkritik ist sehr wichtig für mich. Meine Lieblingskritiker sind D. H. Lawrence, Ezra Pound, Camille Paglia und H. L. Mencken.

Ich habe jetzt leider sehr wenig Zeit, um Romane zu lesen. Der letzte Roman, den ich las, war Mister! Ich lese zuviel Sachliteratur und verbringe zu viel Zeit damit, auf den Computerbildschirm zu starren. Ich kann zu all dem einfach nicht noch mehr lesen. Daher besteht meine primäre intellektuelle Erholung im Ansehen von Filmen und Opern und im Hören von Musik.

A. K.: 2. Ich wurde erstmals nach Ihrer Ernennung zum Redakteur von The Occidental Quarterly auf Sie aufmerksam. Ich weiß jedoch, daß Sie bereits seit einer Anzahl von Jahren als dissidenter Schriftsteller aktiv gewesen sind, während denen Sie unter verschiedenen Pseudonymen schrieben. Was hat in Ihrem besonderen Fall dazu geführt, daß Sie sich für Pseudonyme entschieden? Und warum beschlossen Sie schließlich, sich ihrer zu entledigen?

G. J.: Als ich unter Pseudonymen schrieb, arbeitete ich für Leute, die mich feuern würden, wenn sie meine wahren Ansichten gekannt hätten.

Als ich den Job bei TOQ übernahm, sagte man mir, daß ich meinen eigenen Namen würde benutzen müssen. Zu der Zeit erklärte man mir, daß es – nachdem TOQ zum Flaggschiff des intellektuellen Flügels der englischsprachigen Bewegung werden sollte – nicht angemessen wäre, es unter Pseudonym herauszugeben. Ich akzeptierte dieses Argument kritiklos und wagte den Sprung. An diesem Punkt überschritt ich den Rubikon. Nach etwa einem Jahr schwanden all meine alten beruflichen „Freunde“ und Kontakte einfach dahin.

Bei Counter-Currents/North American New Right konsolidiere ich all meine Schriften unter zwei Namen: Greg Johnson für alle politischen Artikel und Trevor Lynch für die meisten der Film- und Fernsehrezensionen.

A. K.: 3. Das Internet und die ‚reale Welt’ werden oft als diametrale Gegensätze präsentiert, wobei das erstere als unecht dargestellt wird und das letztere als das einzige, was zählt. Aber ist das Internet nicht genauso real wie die sogenannte reale Welt? Ich sage dies, weil hinter den Tastaturen und vor den Bildschirmen reale Menschen sitzen, deren Verhalten in der ‚realen Welt’ sowohl Ursache als auch Ergebnis dessen ist, was im Internet geschieht. Ich bin mir des Gegenarguments bewußt: viele reale Menschen nehmen falsche Online-Identitäten an, aber letztendlich ist es auf lange Sicht nahezu unmöglich, daß die Menschen nicht ihre eigenen Gedanken und Gefühle online verraten. Abgesehen von falschen Identitäten: ist das Internet nicht vielleicht das ehrlichste Protokoll dessen, was die Menschen denken? Ist die ‚reale Welt’ nicht in Wirklichkeit unechter, nachdem viele aus Angst vor gesellschaftlicher Ablehnung, beruflichen Konsequenzen oder Ostrazismus von Angesicht zu Angesicht nicht sagen, was sie sich denken?

G. J.: Es hat kürzlich Studien gegeben, die darauf hindeuten, daß die Menschen im Internet mehr lügen als im realen Leben. Aber in gewissem Ausmaß stimme ich Ihnen zu: das Internet ist wie die Wahlzelle, und in seiner Privatheit und Anonymität können die Menschen in umstrittenen Angelegenheiten ehrlicher sein. In alltäglicheren Dingen, die üblicherweise mit Online-Partnersuche und banalem Narzissmus zusammenhängen, ist das Internet eine riesige Kloake aus Lügen und Hochstapelei.

All dies steht in Zusammenhang mit der „Ethik“ von Pseudonymen. Für mich ist es rein eine Sache der individuellen Diskretion. Ich empfehle jenen Pseudonyme, die Ideen mitteilen wollen, das aber nicht unter ihren wahren Namen tun können. Immerhin sind es letztlich die Ideen, die zählen, nicht die Autoren.

Ja, feige und unehrenhafte Menschen verbergen sich oft hinter Pseudonymen. Aber narzisstische Esel schreiben ebenfalls unter ihren wahren Namen. Für mich ist die wichtigste Erwägung die, so viel Wahrheit wie möglich da draußen in Umlauf zu bringen. Die Etiketten und Markenzeichen sind weniger wichtig als der Inhalt.

A. K.: 4. Ihre Laufbahn als Redakteur von TOQ sah eine Anzahl von Neuerungen: eine aktive Online-Präsenz wurde entwickelt, und Artikel und Rezensionen erschienen, die ein viel breiteres Spektrum kultureller Bereiche abdeckten als je zuvor. Was waren Ihre Ziele für TOQ in diesem Zeitraum?

G. J.: Mein Ziel war es, TOQ zu einem metapolitischen Journal für eine nordamerikanische Neue Rechte zu machen, deren Ziel es sein sollte, die Fundamente der Weißen Republik zu schaffen. Es waren jedoch von Anfang an Beschränkungen in TOQ eingebaut, die das schwierig machten.

Ein Problem war, daß das Journal keine klar artikulierten Ziele hatte. Es gab Grundthemen und Parameter in den Gründungsdokumenten, die von Sam Francis, Louis Andrew, William Regnery und Kevin Lamb erstellt worden waren. TOQ sollte sich mit biologischen Rassenunterschieden wie auch der jüdischen Frage befassen. TOQ sollte nicht die Homosexuellen schlechtmachen. TOQ sollte religionsneutral sein.

Die de-facto-Redaktionslinie kann jedoch aus dem veröffentlichten Interview mit Alain de Benoist erraten werden. Nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Interviews wurde veröffentlicht. Alles Kritische zum wissenschaftlichen Materialismus und zum Christentum wurde fallengelassen. Ich stelle mir vor, daß Benoist ziemlich angewidert war. Ich war es sicherlich, als ich davon erfuhr. (Ich habe vor, die fallengelassenen Teile in der ersten Ausgabe von North American New Right zu veröffentlichen.)

Nun, zu seiner Anerkennung muß man sagen, daß der ursprüngliche Redakteur Kevin Lamb diese Grenzen häufig überschritten hat. Als ich als Redakteur übernahm, mußte ich meine Tätigkeit so ausüben, als würde mir ein wissenschaftlicher Materialist über die eine Schulter schauen und ein religiöser Fundamentalist über die andere. Auch ich ging über diese Einschränkungen hinaus. Ich nahm einige Verbesserungen an der Gestaltung und der Aufbereitung des Journals vor, aber letztendlich machte ich nichts radikal anders als Lamb.

A. K.: 5. Der Begriff ‚Metapolitik’ wird oft innerhalb der intellektuellen Klasse benutzt, und ohne Zweifel gibt es manche, die das alles für prätentiösen Unsinn halten. Bitte erklären Sie diesen Begriff für den Laien, und warum Metapolitik wichtig ist. Warum nicht einfach Politik?

G. J.: Metapolitik befaßt sich mit fundamentalen Fragen im Zusammenhang mit Politik, Fragen aus Geschichte, Philosophie, religiösen Studien, Kunst und Geisteswissenschaften.

Eine Art, den Unterschied zwischen Metapolitik und Politik zu verstehen, richtet sich nach den Werten.

Ein politischer Führer muß die existierenden Werte und Einstellungen seiner Anhängerschaft ansprechen. Der Grund dafür, daß weiß-nationalistische Politik verfrüht ist, ist der, daß sie oft gegen die Werte der Wähler verstößt. (David Dukes einziger Sieg war ein Glückstreffer. Man wird nicht zulassen, daß das wieder passiert.) Wir können nicht bekommen, was wir wollen, weil unsere Leute nicht wollen, was wir wollen. Sie halten unsere Ziele für unmoralisch. Sie halten sie auch für zusammenhanglos und unpraktisch.

Sie glauben das, weil unsere Feinde sorgfältig die metapolitischen Fundamente für die Macht geschaffen haben, die sie genießen. Sie kontrollieren das Universitätswesen, das Schulsystem, das Verlagswesen, die Kunst, die Nachrichten- und Unterhaltungsmedien, und sie haben den amerikanischen Geist nach ihrem Geschmack umgestaltet. Mein Ziel ist es, das Gefühl der Leute dafür zu verändern, was politisch wünschenswert und richtig ist, und ihr Gefühl dafür, was politisch vorstellbar und möglich ist.

Das bedeutet, daß wir Ideen erforschen müssen, die die Mehrheit der Menschen verärgern würden.

A. K.: 6. Metapolitik ist also nicht die Domäne unpraktischer Bücherwürmer. Welchen Bezug hat sie zur Politik?

G. J.: Bei der Metapolitik geht es darum, die Fundamente für politische Veränderungen zu schaffen. Unser Kampf hat drei Ebenen:

(mehr …)

Ja, Afrika muss zur Hölle gehen

south_africa_attacks

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original ´Yes, Africa must go to hell´ erschien am 20. Januar 2010 in Taki’s Magazine

Ich begrüße James Jacksons Mut, auf die Tatsache hinzuweisen, daß Afrikas chronische Dysfunktionalität nicht das Ergebnis weißer europäischer Herrschaft in der Vergangenheit ist, sondern der schwarzafrikanischen Herrschaft in der Gegenwart — daß sie, statt das Ergebnis des europäischen Kolonialismus und post-imperialer Gleichgültigkeit zu sein, wie die Linke behauptet, die Folge des europäischen Post-Kolonialismus und postkolonialer Hilfsprogramme ist.

Ich werde ihn nicht linker Gesinnung beschuldigen, aber Mr. Jackson begeht immer noch den Trugschluß — charakteristisch für die Linke — daß er das sub-saharische Afrika nach europäischen Standards beurteilt, und er scheint immer noch anzunehmen, daß Afrika sich zu einer Zivilisation europäischen Stils entwickeln würde, wenn die Afrikaner nur aufhörten, die Opfer zu spielen, und ein für alle mal die Kurve kriegen würden. Diese letztere Annahme entspringt dem Glauben, den die Linke hegt, daß Schwarzafrikaner Europäer mit schwarzer Haut sind. Besagter Glaube ist mit einem anderen Glauben verbunden, der Fortschritt schätzt und ihn an der Annäherung an Europas gegenwärtige techno-industrielle Gesellschaft mißt – eine Art von Gesellschaft, die durch eine komplexe gesellschaftliche Organisation, Hochtechnologie, Industrieproduktion, wissenschaftliche Entdeckungen, Kapitalismus, Rechtsstaatlichkeit, Privateigentum, Bürgerrechte, Modernität und säkularen Rationalismus charakterisiert wird. Die Abnormalität dieser Glaubensvorstellungen in Bezug auf einige nichteuropäische Gesellschaften ist für uns nicht offensichtlich, weil wir diese Dinge für selbstverständlich halten. Aber es ist wichtig, sie zur Kenntnis zu nehmen, weil die Konsequenzen katastrophal sind: sie untermauern das ganze Unternehmen von Hilfe und weißer Schuld, das eine Bevölkerungsexplosion auf dem Dunklen Erdteil und die nachfolgende Flutwelle hungriger und von Groll erfüllter Einwanderer nach Europa und Nordamerika geschürt hat.

Ich argumentiere seit einiger Zeit, daß wir, wenn jemals Stabilität auf dem Schwarzen Kontinent einkehren soll, zulassen müssen, daß die Schwarzafrikaner von Europa abweichen und sich auf eine Weise neu organisieren, die mit ihrem Temperament, ihren Neigungen und Begabungen harmoniert. Ich habe auch argumentiert, daß wir uns nicht einmischen dürfen, selbst wenn das Endergebnis für uns beunruhigend ist. Was Afrika braucht, ist nicht mehr Geld und Entwicklung, sondern gar nichts davon. Schwarzafrikaner sind anders als Europäer. Wir mögen nicht von afrikanischen Kulturen sprechen wollen, weil sie in Relation zu unserer primitiv erscheinen, aber wir müssen akzeptieren, daß Kultur für sie etwas anderes bedeutet als für uns, und daß unsere Meinung, auch wenn wir sehr wohl eine haben können, irrelevant ist, wenn das, was sie unter Kultur verstehen, für sie funktioniert. Fortschritt, so wichtig er für uns gegenwärtig sein mag, ist dort fehl am Platz. Afrika ist zur Hölle gegangen, weil es das muß.

(mehr …)

Straw Dogs (Filmrezension)

strawdogs

Eine Filmrezension von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots

Das Original wure am 18. Juli 2010 bei Counter-Currents Publishing veröffentlicht:

http://www.counter-currents.com/2010/07/straw-dogs/

Ich habe in früheren Artikeln wie auch in meinem dystopischen Roman “Mister” darauf hingewiesen, daß – je länger wir unsere Feinde so weitermachen lassen, wie sie es tun – umso härtere Maßnahmen nötig sein werden, um uns aus der gegenwärtigen Sauerei herauszuziehen.

Dies ist keine tiefschürfende Einsicht; es ist etwas, das jeder Schuljunge auf dem Spielplatz lernt. Wenn man eine Herausforderung ohne machtvolle Erwiderung durchgehen läßt, wird der Herausforderer sofort dazu ermutigt, ein Programm eskalierender Übergriffe zu starten. Je größer die Übergriffe, desto stärker der Gegenschlag, der nötig ist, um sie zu beenden. Nach einer Weile wird das Ausmaß der für die Wiederherstellung des Friedens nötigen Vergeltung so zerstörerisch, daß der Sieg über den Feind letztlich zu einem Pyrrhussieg wird. Es ist daher immer vorzuziehen, die erste Herausforderung sehr ernst zu nehmen und machtvoll oder sogar unverhältnismäßig zu erwidern, statt sie zu ignorieren oder im Versuch der Friedensbewahrung durchgehen zu lassen.

Vielleicht ist kein Film eine bessere Metapher dafür als der kontroversielle Psychothriller „Straw Dogs“ von 1971. Entstanden unter der Regie von Sam Peckinpah und mit Dustin Hoffman und Susan George in den Hauptrollen, ist dies die Geschichte eines jungen Paares – David Sumner, ein schüchterner amerikanischer Mathematiker, und Amy, seine eher kindliche Frau aus Cornwall – das auf eine Farm in einem kleinen Dorf in Cornwall zieht und schnell in Schwierigkeiten mit den Einheimischen gerät.

Nachdem er vier Arbeiter angeheuert hat, um sein Garagendach fertigzustellen, vertieft David sich in seine Arbeit, und Amy, die sich langweilt und nach Aufmerksamkeit sehnt, beginnt mit den Männern zu flirten – einer davon ist Charlie, der früher einmal etwas mit Amy gehabt hat. David hatte gegen Anfang des Films eine Statusherausforderung erlebt (siehe weiter unten), sich aber dazu entschieden, sie zu ignorieren, und damit müßiges Gerede und einen zunehmenden Autoritätsverlust gegenüber den Arbeitern ausgelöst.

(mehr …)

Warum wir schreiben

favela-713003

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Alex Kurtagic on Why We Write erschien am 5. Oktober 2009 in The Occidental Quarterly Online:

Ich schreibe, weil die Zukunft nicht das ist, was sie einmal war.

Ich weiß das, weil ich darin gelebt habe. Meine Eltern hatten in den 1970ern und frühen 1980ern Überseejobs, und infolgedessen verbrachte ich einen Teil meiner Kindheit und frühen Teenagerjahre in Lateinamerika. Venezolanische Schulen lehrten – zumindest damals — ihre Schüler, daß die Bevölkerung des Landes rassisch verschiedenartig war, von weiß bis schwarz, mit acht Schattierungen dazwischen. Die Schulbücher besagten, daß diese zehn Hautfarbschattierungen — jede mit einer Bezeichnung und Definition — das Ergebnis von Mischehen zwischen den drei ursprünglichen Bevölkerungen waren: den eingeborenen Amerindianern, den spanischen Conquistadores und den schwarzen Sklaven. Das Narrativ des Unterrichts war sachlich, aber die vorherrschenden Einstellungen dort wiesen auf eine stillschweigende Reihenfolge des gesellschaftlichen Status hin, die lose mit der Hautpigmentierung zusammenhing: Weiße waren ganz oben, Schwarze ganz unten. Es überrascht nicht, daß Weiße reich und in Autoritätspositionen waren, während Millionen ihrer dunkelhäutigen Gegenstücke arm waren und in Slums lebten. Hautblässe war unter Frauen ein geschätzter Vorzug. Es lag keine offensichtliche rassische Feindseligkeit in der Luft, die über eine gelegentliche Spöttelei am Spielplatz hinausging; jedoch: außerhalb der exklusivsten Gated Communities war die rassische Diversität im Alltagsleben allgegenwärtig und als Tatsache akzeptiert.

Vor einigen Jahren wurde es in der westlichen Medienklasse Mode, Venezuelas größeren und bekannteren Nachbarn Brasilien als Paradigma für die Zukunft zu benutzen. Alles Brasilianische wurde dementsprechend als spaßig, farbig, sinnlich und exotisch gepriesen. Der Wunsch, eines Tages “nach Südamerika zu touren”, wurde zu einer modischen memetischen Konsequenz unter britischen Frauen. Dieses stark idealisierte Bild des Multirassismus — das Bild des tropischen Paradieses, wie Kuba, aber mit mehr Geld — wich jedoch stark von der Realität ab, die ich Jahrzehnte zuvor erlebt hatte, als die Verhältnisse dort viel besser waren, als sie es heute sind. Es ist ein klarer Fall von Lockvogeltaktik: die Zukunft, die von unserer Regierungs-, Akademiker- und Medienklasse für uns vorbereitet wird, ist weit davon entfernt, ein Paradies zu sein.

(mehr …)

Verbietet Dante, den Rassisten, Homophoben, Islamophoben und Antisemiten

 

Dante-Divine-Comedy

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots. Das Original Ban Dante, Racist, Homophobe, Islamophobe, Anti-Semite erschien am 19. März 2012 im Occidental Observer.

Der Telegraph berichtet:

Das klassische Werk sollte laut Gherush 92, einer Menschenrechtsorgansiation, die als Berater von UN-Körperschaften über Rassismus und Diskriminierung agiert, aus den Lehrplänen der Schulen entfernt werden.

Dantes Epos ist „beleidigend und diskriminierend“ und hat keinen Platz in einem modernen Klassenzimmer, sagte Valentina Sereni, die Präsidentin der Gruppe.

Unterteilt in drei Teile – Hölle, Fegefeuer und Himmel – besteht das Gedicht aus 100 Cantos, von denen ein halbes Dutzend von der Gruppe zur besonderen Kritik ausersehen wurde.

Es stellt den Islam als Häresie dar und Mohammed als Schismatiker und bezeichnet Juden als habgierige, intrigante Geldverleiher und Verräter, sagte Miss Sereni der Nachrichtenagentur Adnkronos.

„Der Prophet Mohammed wurde einer entsetzlichen Bestrafung unterzogen – sein Körper wurde von einem Ende zum anderen gespalten, sodaß seine Eingeweide heraushingen, ein Bild, das die islamische Kultur beleidigt“, sagte sie.

Homosexuelle werden von dem Werk als „gegen die Natur“ verdammt und zu einem ewigen Feuerregen in der Hölle verurteilt.

Als Beispiel für das, was in dieser „Menschenrechts“gruppe als Logik gilt, sagte Miss Sereni:

„Wir befürworten keine Zensur oder Bücherverbrennung, aber wir hätten gern klar und eindeutig bestätigt, daß es in der Göttlichen Komödie rassistische, islamophobe und antisemitische Inhalte gibt. Kunst darf nicht über der Kritik stehen,“…

Schulkindern und Universitätsstudenten, die das Werk studieren, fehlten „die Filter“, um dessen historischen Kontext zu verstehen, und sie würden mit einer giftigen Diät aus Antisemitismus und Rassismus gefüttert, sagte die Gruppe.

Sie forderte, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird oder daß zumindest deren beleidigendere Abschnitte voll erläutert werden.

Okay. Die Gruppe befürwortet also keine Zensur, aber sie wollen, daß die Göttliche Komödie aus Schulen und Universitäten entfernt wird.

(mehr …)

Interview mit Kevin MacDonald

Kevin MacDonald Brustbild

Von Alex Kurtagić, übersetzt von Deep Roots.

Das Original „Interview with Kevin MacDonald“ erschien am 13. Februar 2011 bei Counter-Currents Publishing.

Vorwort des Interviewers:

Ich habe eine Menge Zeit für Kevin MacDonald, einen Evolutionspsychologen und Professor an der California State University in Long Beach, Autor von sieben Büchern und über hundert gelehrten Artikeln.

Seine Trilogie über das Judentum stellt mit seiner bahnbrechenden Theorie vom Judaismus als gruppenevolutionäre Strategie nicht nur eine höchst originelle Abhandlung des Themas dar, sondern ist auch eine erfrischend nuancierte und intelligente Studie eines Gegenstands, über den zu schreiben sehr schwierig ist: die meisten, die es im Westen tun, sehen sich heftiger Opposition und gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber.

Viel ist über diesen mutigen Akademiker und produktiven Autor geschrieben worden, aber das meiste davon, und selbst das meiste von dem, was er über sich selbst geschrieben hat, hat sich fast ausschließlich auf seinen intellektuellen Hintergrund und sein gegenwärtiges Denken über ethnische Konkurrenz, Einwanderung, jüdische intellektuelle Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts und linke Tendenzen im westlichen Universitätswesen konzentriert. Ich wollte mehr über den Mann hinter dem Monster herausfinden. Wie ist es, der umstrittenste Professor der Welt zu sein? Wie ist er als Person? Wie sah sein vorakademisches Leben aus? In diesem umfangreichen Interview entdecken wir viele zuvor unbekannte Fakten über Professor MacDonald, wir kommen einem Gesamtporträt des Mannes näher, und es werden uns sogar nie zuvor gesehene Fotos aus seiner Vergangenheit gegönnt. Ob man nun ein Freund oder Feind ist, was nun folgt, wird erhellen, aufklären und unterhalten – und es wird auch ohne Zweifel einige verbreitete Irrglauben zerschmettern.

A. K.: Sie wurden 1944 geboren und wuchsen in Oshkosh, Wisconsin auf. Wie erinnern Sie sich an das Amerika Ihrer Kindheit und Pubertät, und wie sieht der Vergleich mit dem Amerika aus, das Sie heute kennen? Was waren Ihre Lieblingsbeschäftigungen?

KMD: Das Glaubenssystem der Post-1960er besagt, daß die 1950er eine Zeit schrecklicher Unterdrückung waren. In der kürzlichen Hasstirade des anti-weißen Aktivisten Tim White freut er sich auf den Tag, „an dem es keine Weißen mehr gibt, die die 1950er für die guten alten Zeiten halten, weil es keine Weißen mehr geben wird, die sich wirklich an sie erinnern, und daher werden wir akkurat und ehrlich über sie unterrichten können, ohne eure kostbaren Gefühle zu verletzen.“

Aber die 1950er waren eine wunderbare Zeit, um in einer kleinen Stadt (ca. 40.000 EW) im Mittleren Westen aufzuwachsen. Es war eine stabile, wohlgeordnete Gemeinde – letztendlich vielleicht langweilig. (Aus irgendeinem Grund dachte ich nie, daß ich dort auf Dauer leben würde.) Aber sie bot ein gewisses Gefühl der Sicherheit, von dem ich glaube, daß es heute in den meisten Gemeinden fehlt. Scheidungen waren unbekannt, daher machte keines der Kinder, die ich kannte, große familiäre Umbrüche durch. Es war eine Zeit wirtschaftlicher Blüte, die jedem ein optimistisches Gefühl für die Zukunft gab – was der Generation, die die Große Depression durchgemacht hatte, zweifellos höchst willkommen war. Das Leben schien immer besser zu werden (und wurde es auch).

(mehr …)

Was ist mit mir geschehen?

Kurtagic Enlightenment

Von Alex Kurtagic, übersetzt von Deep Roots.

Das Original What Happened to Me? erschien am 14. Oktober 2010 im „Occidental Observer“.

Wie kommt ein gebildeter Mensch dazu, gesellschaftlich inakzeptable Ansichten zu verbreiten? In Sachen Multikulturalismus, Einwanderung und Rassenbeziehungen behaupten die Standardantworten auf diese Frage psychiatrische Störungen oder soziale Gestörtheit als Ursache. Und doch ist bei mir niemals ersteres diagnostiziert worden, noch erfüllte ich jemals die Kriterien für letzteres: meine Eltern sind beide intelligente Büroprofis, in Pension nach erfolgreichen und einträglichen Karrieren; sie sind seit 42 Jahren glücklich verheiratet; alle drei haben wir eine höhere Bildung abgeschlossen, in verschiedenen Ländern gelebt, andere Kulturen erlebt, mehrere Sprachen gelernt und uns belesen und wohlinformiert gehalten. Andere TOO-Autoren aus meiner Bekanntschaft unterscheiden sich nicht sehr von mir: Kevin MacDonald ist ein Universitätsprofessor, Tomislav Sunic ist ein ehemaliger Diplomat, Elizabeth Whitcombe ist Finanzanalystin mit MIT-Abschluß in Ökonomie, Greg Johnson ist Verleger mit einem Doktortitel in Philosophie.

Was ist mit ihnen geschehen?

Was ist mit mir geschehen?

Sicherlich muß es genetische Faktoren geben, die mich dazu prädisponierten, eine Reihe lose miteinander in Beziehung stehender Werte gegenüber einer anderen zu bevorzugen – Qualität vor Quantität, Individualität vor Allgemeinheit, und so weiter. Aber während dies Material für einen faszinierenden Essay eines Evolutionspsychologen wäre, gibt es keine sehr interessante Geschichte ab: immerhin, wenn ich nicht anders kann, gibt es nicht viel zu diskutieren. Mehr noch, Gene erzählen eine unvollständige Geschichte: meine angeborenen Veranlagungen haben sich – nachdem sie angeboren sind – in vierzig Jahren nicht geändert; und doch gab es eine Zeit, als ich konventionellere Ansichten zu Multikulturalismus, Einwanderung und Rassenbeziehungen hatte als jetzt. Daß meine Prosa jetzt regelmäßig hier veröffentlicht wird, unter der Schirmherrschaft von Amerikas umstrittenstem Universitätsprofessor, wie auch auf ähnlichen Webseiten und Publikationen, ist das Ergebnis langer Prozesse, an denen eine Abfolge entscheidender Ereignisse beteiligt war.

Wie ich in einem früheren Artikel erwähnte, schreibe ich, weil ich weiß, daß die Zukunft nicht mehr das ist, was sie früher war. Ich erlebte sie in Caracas vor über dreißig Jahren, zu einer Zeit, als man sich das einundzwanzigste Jahrhundert als Utopia des Weltraumzeitalters vorstellte und nicht wie eine in den 1970ern feststeckende karibische Republik. Jedoch war dies erst Jahre später ein Faktor; obwohl ich in einer rassebewußten Gesellschaft gelebt hatte, mit einer weißen Minderheit an der Spitze und einer farbigen Mehrheit ganz unten, waren die traditionellen Heimatländer der Weißen immer noch fast gänzlich weiß, und niemand stellte sich vor, daß dies eines Tages nicht mehr der Fall sein würde.

(mehr …)