Interner Reblog: 200 Jahre Dschihad gegen Österreichs Süden

MORGENWACHT

Abwehrkampf Wien 1683 Peter Dennis

Von Deep Roots, ursprünglich veröffentlicht auf „As der Schwerter”.

Wien, 12. September 1683

Heute vor 330 Jahren fand vor den Toren Wiens eine der entscheidenden Schlachten der europäischen Geschichte statt: Nach zweimonatiger Belagerung durch die Türken und heftigen Abwehrkämpfen unter Führung von Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg war am Vortag, dem 11. September 1683, endlich das Entsatzheer aus polnischen, kaiserlichen, bayerischen und sächsischen Truppen sowie Kontingenten der südwestdeutschen Fürstentümer auf den Hügeln außerhalb Wiens eingetroffen.

Am Morgen des 12. September, einem sonnigen Sonntag wie heute, kam diese vereinigte Armee von den Hügeln heruntergeflutet, nach den Worten eines osmanischen Beobachters „wie eine Flut von schwarzem Pech, das alles auf seinem Weg erstickt und einäschert.“

Durch das von tiefen Hohlwegen durchschnittene und von Weingärten und Steinmauern zergliederte Gelände kam die Kavalleriestreitmacht des polnischen Königs Jan III Sobieski nicht so schnell voran, wie dieser gehofft hatte, und konnte sich erst gegen vier…

Ursprünglichen Post anzeigen 4.962 weitere Wörter

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2 Kommentare

  1. Einer auf „Politplatschquatsch“ – Paßt dazu:

    >> Nach der Erstürmung entlud sich der ganze Zorn der siegreichen Soldaten gegen die „Heiden“. Die osmanische Bedrohung, die im Bewusstsein des damaligen Europas über Jahrhunderte fest verankert war, die in ganz Europa verbreitete Wut über die angeblichen Gräueltaten der Osmanen gegen die Zivilbevölkerung … <<

    Bolschwikiblödia über die zweite Belagerung von Ofen (1686) — "die angeblichen Gräueltaten …" – Gewiß doch, die haben immer nur mit Blümchen gewunken.

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  2. „Relativierung“ nennt man das in gewissen anderen Zusammenhängen.

    Im neuen GEO EPOCHE „Die Karibik“ gibt es ähnlich asymmetrische Darstellungen: Europäische Berichte über die Grausamkeit und den Kannibalismus der Kariben sind Verleumdungen und verzerrte Darstellungen, während Greueltaten von Europäern gegenüber Indianern und Negersklaven herausgestellt werden.
    Und einerseits heißt es zwar, daß von den Taino mangels Schrift oder Aufzeichnungen durch Europäern kaum etwas über ihre Kultur bekannt sei und alles darüber aus Indizien und archäologischen Quellen erschlossen werden muß, aber andererseits wird deren Kultur als hochentwickelt beschrieben, und Frauen sollen einen hohen Status gehabt haben, was von den Europäern verschwiegen worden sei. Woher wollen die das denn wissen?

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