Das kleine blonde Zigeunermädchen

Von Jim Goad, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Little Blonde Gypsy Girl erschien am 21. Oktober 2013 auf Taki’s Magazine.

Sie konnten erkennen, daß sie keine Zigeunerin war, indem sie sie einfach ansahen. Ermittler, die letzte Woche auf der Suche nach illegalen Drogen und Feuerwaffen eine Razzia in einem baufälligen Zigeunerlager in Mittelgriechenland durchführten, erwarteten nicht, ein blaßhäutiges vierjähriges Mädchen zu finden, das eine griechische Zeitung jetzt „einen blonden Engel ohne Identität“ nennt.

Fotos von dem Mädchen, die aufgenommen wurden, nachdem die Polizei sie rettete, fließen vor kultureller und ethnischer Nichtübereinstimmung über. Da ist sie, nur als „Maria“ bekannt – ein schmutziges, räudiges, von Nagetieren zerbissenes Straßenkind – ein typisches vagabundierendes, auf der Straße anschaffendes Zigeunerkind – aber mit nordischen Gesichtszügen. Es sieht aus, als hätte jemand eine saubere Leinwand aus der Ersten Welt genommen und einen Schmutzkübel voll Dritter Welt draufgeschüttet.

Die „Eltern“ des Mädchens stellten sich als Roma-Paar heraus, das ursprünglich widersprüchliche Geschichten darüber angab, wie sie zu ihr gekommen waren, aber DNS-Tests bestätigten, daß sie nicht ihre biologischen Eltern waren. Dann kam heraus, daß das Paar 14 Kinder registrieret hatte und für sie öffentliche Unterstützung erhielt. Darunter waren drei Kinder, die die Mutter angeblich in einer fünfmonatigen Zeitspanne im Jahr 1993 geboren hatte, und weitere drei, die ihre Gebärmutter angeblich während eines fieberhaften dreimonatigen Gebäranfalls 1995 ausgespuckt hatte. Das Paar erhielt nahezu 4000 Dollar Kindergeld pro Monat und ist unter dem Verdacht der Entführung einer Minderjährigen verhaftet worden.

Griechenlands Zigeunerbevölkerung von um 300.000 soll zu 80 % analphabetisch sein, was ihrem öffentlichen Image nicht wirklich hilft. Genausowenig tut das der Fall des kleinen blonden geheimnisvollen Engels. Zigeuner haben schon immer unter schlechter PR gelitten, seit sie vor tausend Jahren oder mehr von Indien nordwärts taumelten und langsam westwärts schlichen.

In ihrer rauhen Diaspora in ganz Europa können die Zigeuner (oder, falls ihr weit sensibler seid als ich, die Roma, die Romani, oder die Romani People, wenn ihr komplett durchdrehen wollt) in vieler Weise mit den Juden verglichen werden. Sie haben einen Ruf, herumzuwandern. Ihre Kultur zu bewahren und Mischehen zu verbieten. Parasitisch von Wirtspopulationen zu leben. Als Spione zu agieren und eine fünfte Kolonne zu bilden. Gemieden und gehasst zu werden, wohin immer sie gehen. Und, ob unverdient oder nicht, beide Gruppen teilen den Ruf, gemeine Schwindler zu sein. Daher das Wort „to gyp“ (und das viel weniger häufig benutzte Wort „to Jew“).

Wie bei den Idioten, die ursprünglich dachten, die Indianer seien, nun Inder, wurden die wahrlich indischen Roma-Populationen ursprünglich mit Ägyptern verwechselt – daher das „gyp“ in „Gypsy“.

Die Zigeunerversion des Antisemitismus wird Antiziganismus genannt, alias Anti-Romanyismus alias Zigeunerfeindlichkeit. Solch hasserfüllte Einstellungen haben angeblich zu Verfolgung, Versklavung und oft Abschlachtung von Roma geführt, seit sie Europa betreten haben. Während des Zweiten Weltkrieges sterilisierten, ghettoisierten, deportierten und töteten die Nazis sie routinemäßig. Die Totenzahl des Zigeuner-Holocaust, der unter den Roma als Porajmos – die „Verzehrung” – bezeichnet wird, reicht von einer Viertelmillion am unteren Ende bis zu eineinhalb Millionen am oberen Ende.

(Randbemerkung: Man würde meinen, daß die Zigeuner, wenn sie im Wahrsagen wirklich so gut wären, die Nazis hätten kommen sehen.)

Zigeuner und Juden waren sich auch darin ähnlich, daß sie beide jahrhundertelang eine sture kulturelle Separatheit in Europa wahrten. Vieles an der Roma-Kultur bleibt unbekannt, weil es unter einem Schleier der Geheimhaltung und Abgeschlossenheit bleibt, wobei Außenseiter großteils als Feinde gesehen werden. Während die Juden ihre Goyim haben, sind Zigeuner argwöhnisch gegenüber den Gadsche. Und wie die Juden vor der Gründung Israels existiert die Zigeunerpopulation der Welt als eine art „bewegliches Land“ ohne Heimatland.

Aber Zigeuner sind völlig anders als Juden in ihrem verblüffenden Mangel an Errungenschaften in Bildung und Technologie. In ihrem erstaunlichen Mangel an kultureller und finanzieller Macht. In der Tatsache, daß Armut ihnen wie Körpergeruch überallhin folgt. In dem Sinne, daß sie so dumm und desorganisiert zu sein scheinen, daß ihnen nicht einmal eingefallen ist, sich irgendwo ihr eigenes Heimatland zu erkämpfen.

Zigeuner sind also genau wie Juden, minus die Erfolge. Die historische Erfolgsbilanz bezeugt, daß sie die Verlierer-Juden sind.

Die Ausredenerfinder und gewerblich zertifizierten Helfer bestehen darauf, daß diese flamencotanzenden, in Kristallkugeln lesenden, Tarotkarten schiebenden, freigeistigen Proto-Hippies allein durch negative Stereotypen und ignorante Mythen niedergehalten werden, die von rassistischen Wirtspopulationen feilgeboten werden, die sie ohne guten Grund verfolgen und marginalisieren, die vor Feindseligkeit gegen diese friedlichen Eindringlinge kochen, welche nicht wirklich Touristen in Paris terrorisieren, nicht wirklich homosexuelle Vergewaltigungen und Mordversuche als Teil irgendeiner kranken Holocaust-Rachefantasie begehen, nicht wirklich organisierte Geschäfte mit Kindersklaverei betreiben und definitiv keine kleinen blonden Mädchen entführen und zum Betteln auf der Straße zwingen.

Und Zigeuner weigern sich definitiv nicht, sich zu assimilieren, während wir mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen werden, sie zu umarmen. Es ist nicht so, als würden sie sich seit sieben Jahrhunderten und mehr in Europa weigern, sich zu assimilieren, und selbst wenn, wie könnten solche Dinge überhaupt zu Ressentiments und Konflikt führen?

Ist es nicht möglich, selbst für den naivsten egalitären Volldeppen, daß es wenigstens eine ethnische Gruppe auf diesem Planeten gibt, die echt Scheiße ist? Warum können nicht die Zigeuner diese Gruppe sein? Ich bezweifle, daß irgendwelche Zigeuner dies lesen, können wir uns also nicht alle wenigstens darauf einigen, die Zigeuner zu verabscheuen? Wir können über alles andere verschiedener Meinung sein, aber bitte verabscheuen wir alle zusammen die Zigeuner.

Offenkundigerweise wird nicht jeder bei meinem Programm mitmachen. Letzte Woche gab es in Paris gewalttätige Unruhen von multikulturellen Fanatikern, nachdem eine 15jährige Zigeunerin aus ihrem Klassenzimmer geholt und in den Kosovo deportiert wurde. Für ein gewisses Segment der egalitären Linken kann es in Europa anscheinend nie genug Zigeuner geben.

Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Nächstes Jahr werden die Grenzeinschränkungen gegenüber Rumänien und Bulgarien aufgehoben, und ganz Westeuropa könnte bald von mehr Zigeunern infiltriert werden – sogar von kleinen blonden -, als sie zu bewältigen wissen.

*   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Übernatürliche Beschmutzung: Die Vorstellungen der Zigeuner von Dennis Mangan

Gypsy Law des Ökonomen Peter T. Leeson, ein 20seitiger PDF-Text, auf den Dennis Mangans Artikel sich bezieht (ich glaube mich zu erinnern, daß diese PDF früher ähnlich hieß wie Mangans Essay und 40 Seiten hatte; irgendwo habe ich die damalige Fassung gespeichert)

Gene zeichnen Geschichte der Roma nach aus „Spektrum der Wissenschaft“ 2-2013

Der wahre Ursprung der Sinti und Roma, Teil 1, Teil 2 und Teil 3 von Sándor Avraham

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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2 Kommentare

  1. Wie wohl schon erwähnt, kenne ich seit gut achtzehn Jahren einen nordböhmischen Kampfkunstmeister, den Karate-Sepp, der besser deutsch als ich böhmisch (edno pivo prosim) kann, und der erzählt beim Met Zigeunerwitze bzw. macht despektierliche Bemerkungen, daß sogar mir beim Anhören die Haut schaudert. Dabei, es ist ein angenehmer und ruhiger Mensch, wie meistens die guten Techniker per artem occisio. Seine Gründe wird er wohl haben.

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  2. In einer Firma, wo ich vor etwa 25 Jahren arbeitete, hatte ich kurzzeitig einen Kollegen altösterreichischer Abstammung aus Siebenbürgen, der zur Zeit des Umsturzes in Rumänien (oder kurz davor, gegen Ende der Ceausescu-Ära) hierher ausgewandert war. Der erzählte, daß in die von deutschsprachigen Aussiedlern verlassenen Häuser in Siebenbürgen oft Zigeuner einziehen und die Nachbarschaft durch ihr Stehlen plagen, sodaß weitere zum Auswandern bewegt werden.

    Und irgendwann in den 90ern, als es in Ungarn zigeunerfeindliche Ausschreitungen gab, erstaunte mich ein Radiosprecher auf Ö3 mit der folgenden Aussage (die wegen ihrer politischen Inkorrektheit so erstaunlich war):

    In Ungarn werde die sogenannte „Erhaltungskriminalität“ nicht bestraft, von der die Roma dort Großteils leben, d. h. Diebstähle mit jeweils kleinen Sachwerten, z. B. Feldfrüchte, Obst oder ein an einer Hauswand lehnendes Fahrrad. Das würden die Roma ausnützen, „und das macht die Landbevölkerung rasend“.

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