Bat Durston, oder: Das Herz im Widerstreit

Von George R. R. Martin, enthalten in GRRMs Sammelband „Traumlieder III“ (Heyne 2014, ISBN 978-3-453-31672-0) unter dem Titel „Das Herz im Widerstreit“. Das Titelbild von David Schleinkofer, das andere Bild sowie die Links im Text wurden von mir – Lucifex – eingefügt. Der Name der Raumyacht Bat Durston in meinem SF-Roman „Ace of Swords: Alles auf eine Karte“ ist eine Anspielung auf den Bat Durston, um den es hier geht. (GRRMs Erstlingsroman „Die Flamme erlischt“ hat ebenfalls ein paar kleinere Einflüsse auf „Ace of Swords“ gehabt). Man könnte sich vorstellen, daß der ursprüngliche Eigner der Bat Durston diesen Namen als Stinkefinger gegenüber denjenigen gedacht hat, die über bloß abenteuerorientierte SF die Nase rümpfen. (Diesen Beitrag, den ich ursprünglich auf NORD-LICHT eingestellt hatte, bringe ich heute als Referenzmaterial für meine in Arbeit befindliche Antwort auf John Does in diesem Kommentar enthaltene Fragen zum Thema Schreiben von Geschichten.)

 

DAS HERZ IM WIDERSTREIT

Nur alte Knaben und echte Fans pflegen noch die Erinnerung an Bat Durston, jene unerschrockene Plage des Weltenraums, deren Abenteuer in den 1950er-Jahren des Öfteren im Magazin Galaxy erschienen.

Bat wurde seinerzeit auch immer auf dem Umschlag erwähnt. Genauer gesagt, auf der Umschlagrückseite. Unter der Schlagzeile IN GALAXY WERDEN SIE SO WAS NIE LESEN stand da, in zwei Spalten aufgeteilt (Anm. v. Lucifex: im Buch in zwei Spalten nebeneinander; siehe das von mir danach eingefügte Bild der Originalseite):

Mit donnernden Hufen galoppierte Bat Durston über den schmalen Pass nach Eagle Gulch hinunter, das winzige, 400 Meilen nördlich von Tombstone liegende Goldgräberlager. Er preschte gerade auf einen niedrigen Felsvorsprung zu … als plötzlich hinter einem großen Findling ein hochgewachsener, hagerer Viehtreiber hervortrat, der einen Colt in der sonnengebräunten Hand hielt. „Halt an und steig ab, Bat Durston“, sagte der Fremde pampig. „Denn – ob du’s glaubst oder nicht – dies ist dein letzter Ritt durch diese Gegend.“

 *   *   *

Mit knatternden Düsen durchfegte Bat Durston die Atmosphäre des winzigen, sieben Milliarden Lichtjahre von Sol entfernten Planeten Bbllzznaj. Als er das Superhypertriebwerk ausschaltete, um zu landen … trat hinter dem Heckleitwerk ein hochgewachsener, hagerer Raumfahrer hervor, der einen Protonenblaster in der weltraumgebräunten Hand hielt. „Lass die Finger von der Steuerung, Bat Durston“, sagte der Fremde pampig. „Denn – ob du’s glaubst oder nicht – dies ist dein letzter Trip durch diesen Teil des Universums.“

„Gleicht sich irgendwie, nicht wahr?“, fuhr der Redakteur H. L. Gold unter diesen Spalten fort. „Und zwar mit Absicht, denn eine der Geschichten ist bloß ein auf einen lächerlichen anderen Planeten verlegter Western. Wenn Ihre Vorstellung von Science-Fiction-Literatur so aussieht, ist es Ihr Problem. IN GALAXY WERDEN SIE DERGLEICHEN NIE LESEN! In Galaxy finden Sie nur die beste … echte, plausible, durchdachte … Science Fiction, die von Autoren geschrieben wird, die nicht in allen Wassern fischen, sondern von Menschen, die Science Fiction schätzen, sich in ihr auskennen … und sie für Menschen schreiben, die sie ebenfalls schätzen und kennen.“

Die Annonce erschien im September 1950 in der ersten Galaxy-Ausgabe und wurde wiederholt abgedruckt. Damals war ich ein zwei Jahre altes Kerlchen (und ich kann Fotos vorlegen, die es beweisen). Selbst Rocky Jones lag für mich damals noch in ferner Zukunft (Rocky und Bat haben sich gewiss schon zusammen in der Weltraum-Ranger-Schule gelangweilt), wie auch Heinlein, Howard, Tolkien, Lovecraft und die Fantastischen Vier.

Als ich es soweit gebracht hatte, selbst Science Fiction zu schreiben, hatte Galaxy sein H. L. Gold[enes] Zeitalter längst hinter sich. 1961, nach einem Autounfall, gab Gold auf und überließ die Zügel (das Steuer? die Lenkung des Raumschiffs?) Frederik Pohl, der sich als hervorragender Nachfolger erwies. Gegen Ende des Jahrzehnts wurde Ejler Jakobsson Pohls Nachfolger und heuerte Gardner Dozois an, da er jemanden brauchte, der die unaufgefordert eingesandten Manuskripte begutachtete. Dass der Rest Geschichte ist, wissen Sie, wenn Sie meine frühesten Anmerkungen zu diesem Thema gelesen haben.

Während der Jakobsson-Ära konnte ich zwar keine Geschichte mehr in Galaxy unterbringen, aber ein-, zweimal kam ich einer Veröffentlichung wenigstens nahe. Ted White nahm mir weitaus mehr Geschichten ab, doch nach „Die Ausfahrt nach San Breta“ erschien das meiste von mir nicht mehr in Fantastic, sondern in Amazing. Aber die Zeitschrift, in der ich mir einen Ruf erschrieb und in der mein gesamtes für Literaturpreise nominiertes Frühwerk (sowie mein erster Hugo-Sieger) publiziert wurde, war Analog. Analog war das führende Magazin seiner Art und unter seinem legendären Herausgeber John W. Campbell Jr. über Jahrzehnte hinweg das Forum für naturwissenschaftlich geprägte Science Fiction.

JWC verstarb, als ich gerade ins Geschäft kam. Sein Nachfolger wurde Ben Bova. Campbell gilt zu Recht als großartiger Herausgeber. Als er in den 1930er-Jahren Astounding übernahm, hat er das Genre praktisch neu erfunden und die Science-Fiction-Literatur in ein Goldenes Zeitalter geführt. Obwohl er berühmt dafür war, neue Autoren aufzubauen, bezweifle ich doch irgendwie, dass er Anfang der 1970er-Jahre so wohlwollend auf meine melancholischen, romantischen, pessimistischen Texte von damals reagiert hätte wie Bova. Hätte Campbell zehn Jahre länger gelebt, wäre meine Laufbahn vermutlich in eine ganz andere Richtung gegangen. Und auch die mancher anderer Kollegen.

Bova kam als Science-Fiction-Autor von makellosem Ruf auf den Redakteurssessel. Er war als Autor harter, realistischer SF bekannt, was in den entschwundenen Tagen der damaligen Zeit wichtig war, als noch Krieg zwischen der herkömmlichen SF und der sogenannten Neuen Welle tobte. Trotzdem fing Ben, kaum hatte er den Thron bestiegen, sofort an, das Magazin zu liberalisieren, und bald erschienen auf den geheiligten Seiten Analogs Geschichten, die unter der Ägide von JWC niemals gedruckt worden wären… unter anderem auch meine.

Ein Blick in die Leserbriefspalten jener Zeit beweist, dass dies kein schmerzloser Prozess war. Jede neue Analog-Ausgabe enthielt ein „Ich kündige mein Abonnement“-Schreiben alter Kunden, die sich über ein zotiges Wort, eine Sexszene oder eine männliche Figur erregten, die mal etwas weniger kompetent auftrat. Glücklicherweise waren diese Leute eine Minderheit. Das neugeborene Analog war bald der beste Kurzgeschichtenmarkt der 1970er-Jahre, und Ben Bova wurde von 1973 bis 1977 (und 1979 auch noch mal) fünf Jahre am Stück als bester Redakteur mit dem Hugo Award ausgezeichnet.

Die erste Geschichte, die er mir abnahm – es war meine dritte Veröffentlichung überhaupt, und die erste, die nicht verloren ging, bevor sie angenommen wurde -, war gar keine Geschichte, sondern ein Artikel über Computerschach. Ich war Captain des Schachteams der Northwestern University gewesen. Einige meiner Freunde hatten dort ein Schachprogramm für den großen Campus-Hauptrechner geschrieben, einen riesigen CDC 6400, der in einem abgedichteten und temperaturüberwachten Gebäude stand. Als Chess 4.0 die Konkurrenzprogramme eines halben Dutzends anderer Unis schlug und so zum ersten Computerschachmeister wurde, wusste ich, dass dies einen Artikel wert war. Und den habe ich dann geschrieben.

Es war der einzige naturwissenschaftliche Artikel, den ich je in Analog unterbrachte, und auch der einzige, den ich je geschrieben habe. Ich war Journalist, kein Wissenschaftler. Nachdem eine solche Arbeit von mir in Analog erschienen war, konnte niemand mehr meine Aufrichtigkeit infrage stellen, wie man es bei den weichgespülten Neue-Welle-Autoren ständig tat, die in Orbit und New Dimensions veröffentlichten. Obwohl Bova den Analog-Horizont beträchtlich erweiterte, hatte das Magazin weiterhin den Ruf, kompromisslos, stur, naturwissenschaftlich stringent und auch leicht puritanisch zu sein. Gardner Dozois hat einst einer Frau, hinter der ich her war, erzählt, es brächte nichts, mit mir ins Bett zu gehen: Sobald man in Analog veröffentlicht hat, käme ein weißer Van bei einem vorgefahren, und zwei Typen in silbernen Overalls konfiszierten deinen Penis. (Ich will den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung nicht kommentieren, möchte aber darauf hinweisen, dass Gardner später selbst in Analog veröffentlichte und sich gegenwärtig mit dessen Redakteur ein Büro teilt. Ich habe auch nie darum gebeten, mal einen Blick in den großen, stets verschlossenen Spind hinter Stan Schmidts Schreibtisch zu werfen.)

Meinem Aufsatz „The Computer Was a Fish“ (dt. „Der Computer war ein Fisch“*) über David Slate und sein meisterliches Schachprogramm folgten kurz darauf „Am Morgen fällt der Nebel“ (Anm. v. Lichtschwert: hier nachveröffentlicht unter dem Titel Mit dem Morgen kommt der Niedergang der Nebel), „Die zweite Stufe der Einsamkeit“, „Abschied von Lya“ und alle anderen. Natürlich habe ich außer in Analog auch in anderen Magazinen veröffentlicht. Ted White nahm mir ebenso viele Geschichten ab wie Ben Bova: Unter White waren Amazing und Fantastic einfach tolle Magazine. Ich brachte auch Material in The Magazine of Fantasy and Science Fiction unter und schaffte es, in viele Originalanthologien dieser Zeit vorzustoßen.

[* Gemeint ist eigentlich ein Stümper.]

Natürlich erhielt ich auch Ablehnungsbescheide. Kein Autor lässt sich gern ablehnen, aber der Job bringt es halt mit sich, und man muss sich daran gewöhnen. Manche Ablehnungsbescheide waren aber besonders ärgerlich, zum Beispiel jene, bei denen die Redaktion keine Probleme mit dem Handlungsverlauf oder dem Stil hatte und zugab, gut unterhalten worden zu sein. Aber man müsse die Geschichte leider ablehnen… weil sie keine echte Science Fiction sei.

„Nachtschicht“ handelt von der Nachtschicht auf einem Raumhafen, wo allerhand passiert, da dort Raumschiffe starten und landen. Ein Redakteur meinte, die Story hätte auch mit Lastwagen funktioniert. Ein anderer meinte, „Am Morgen fällt der Nebel“ erinnere ihn an eine Suche nach dem Ungeheuer von Loch Ness. Sogar „Die zweite Stufe der Einsamkeit“ bekam was ab: Im Ablehnungsbescheid stand, die Geschichte könne auch von einem einsamen Menschen auf einem Leuchtturm handeln. Der Schwerpunkt läge weniger auf dem Sternenring oder dem Nullraumwirbel als vielmehr auf dem „eher bedauernswerten“ Protagonisten sowie seinen Hoffnungen, Träumen und Ängsten.

Jetzt mal ehrlich: Was wollen diese Typen mir erzählen? Ich war immerhin ein Analog-Autor. Ich hatte einen naturwissenschaftlichen Essay veröffentlicht… und die behaupteten, ich schriebe Bat-Durston-Storys!

Es stimmt natürlich, dass „Nachtschicht“ auf Erlebnissen meines Vaters als Hafenarbeiter basierte, und dass auch ich einige Wochen in der Einsatzzentrale einer Spedition gearbeitet hatte…

Ebenso stimmte, dass die Saat für „Am Morgen fällt der Nebel“ gesät wurde, als ich in der Presse von einem Wissenschaftler las, der mit einer ganzen Flotte von mit Sonargeräten ausgerüsteten Booten nach Loch Ness gefahren war, um Nessie entweder aufzuspüren oder seine eigene Theorie zu widerlegen…

Es war auch richtig, dass „Die zweite Stufe der Einsamkeit“ von meinen persönlichen Dämonen wimmelte und auf Begebenheiten und Figuren aus meinem Privatleben basierte, genau wie „Abschied von Lya“.

Und sogar „Sandkönige“, mehrere Jahre später erschienen, fing mit einem Typen an, den ich von der Uni kannte. Und mit seinem Piranha-Aquarium.

Na und? Als ich diese Geschichten schrieb, verlegte ich sie auf andere Planeten und packte Außerirdische und Raumschiffe in sie rein. Wie viel sciencefictioneller hätten sie denn noch werden sollen, verflucht?

Während der gesamten Zeit meines Heranwachsens, in der ich Fantasy-, Horror- und SF-Geschichten las, hatte ich mir nie einen Kopf darüber gemacht, was was ist, wo man Grenzen zieht oder ob dies oder das echte Science Fiction, echte Fantasy oder echter Horror ist. In den 1950er-Jahren waren Taschenbücher und Comic-Heftchen meine Hauptlektüre. Ich wusste zwar, dass es da draußen irgendwo SF-Magazine gab, aber ich sah nur selten eins, und so hatte ich glücklicherweise keine Ahnung von der Existenz Bat Durstons und der Tatsache, dass Horace L. Gold ihn in den Orkus wünschte. Als Kind wusste ich nicht mal, wie man all diese Genres und Untergenres nannte. Für mich waren es Monstergeschichten, Weltraumzeugs und Schwert & Magie. Oder „Gespenstergeschichten“. So hat mein Vater das ganze Zeug genannt. Ihm gefiel der Western-Roman, seinem Sohn hingegen das „Gruselzeug“.

Doch nun, da ich veröffentlicht hatte, zu den Profis zähle und außerdem Analog-Autor war (mit Penis, tausend Dank), oblag es mir, in Erfahrung zu bringen, was echte Science Fiction war.

Also las ich noch mal Damon Knights In Search of Wonder, James Blishs The Issue at Hand, L. Sprague de Camps Science Fiction Handbook und blätterte die Zeitschriften Locus und Science Fiction Review durch. Ich schenkte Alexej Panshins „SF in Dimensions“-Kolumnen in Amazing sorgfältige Beachtung. Ich verfolgte mit Interesse die Debatte zwischen der Alten und der Neuen Welle, da laut der Alten der Neue-Welle-Mist auch keine echte Science Fiction war. Und natürlich schenkte ich auch den verschiedenen Definitionen der Science Fiction große Aufmerksamkeit.

Von denen gab es nämlich eine Menge, und viele widersprachen sich. L. Sprague de Camp definierte die SF in The Science Fiction Handbook so, und Kingsley Amis definierte sie in New Maps of Hell anders. Ted Sturgeon hatte auch eine Definition parat, wie übrigens auch Frederik Pohl, Reginald Bretnor, David G. Hartwell und Alexej Panshin. Und drüben in der Ecke stand Damon Knight und deutete auch auf irgendwas. Die Alte und die Neue Welle hatten eben in der Frage, wie das Genre zu sein hatte, verschiedene Ansichten. H. L. Gold hatte bestimmt auch eine Definition, denn er wusste ja, dass Bat Durston in sie nicht hineinpasste. Ich nahm alles, so gut ich konnte, in mich auf und erkannte schließlich vage, wie eine echte Science-Fiction-Story auszusehen hatte: Sie war das Gegenteil von dem Zeug, das ich so zu Papier brachte.

Die allerbeste Schablone für eine ECHTE Science-Fiction-Story war Isaac Asimovs erste Veröffentlichung, die 1939 in Amazing publizierte Erzählung „Havarie vor Vesta“. Asimov hat zwar später weitaus berühmtere und bessere Geschichten geschrieben (um der Wahrheit die Ehre zu geben, es war alles besser, was er später schrieb), doch „Havarie vor Vesta“ ist fraglos eine knackige SF-Story, in der sich alles um das Faktum drehte, dass Wasser im Vakuum schon bei einer niedrigeren Temperatur zu kochen anfängt.

Es hat mich ganz schön ernüchtert, denn obwohl ich mir schon eine Menge Notizen für die Storys gemacht hatte, die ich im nächsten, übernächsten und über-übernächsten Jahr schreiben wollte, hatte keine von ihnen etwas mit dem Siedepunkt des Wassers zu tun. Ehrlich gesagt schien mir, dass Asimov eigentlich über dieses spezielle Thema alles gesagt hatte, sodass für uns andere nichts mehr übrig blieb, als… tja, Bat Durston.

Der Witz ist aber, dass mir, je länger ich über den alten Bat und Asimov, Heinlein und Campbell, Wells und Verne, Vance und Anderson, LeGuin und Brackett, Williamson und de Camp, Kuttner und Moore, Cordwainer Smith, Doc Smith, George O. Smith und Northwest Smith sowie alle anderen Smiths und Jones‘ nachdachte, etwas bewusst wurde, das H. L. Gold nicht bewusst gewesen war.

Liebe Jungen und Mädchen, es gibt überhaupt nur Bat-Durston-Storys.

Alle Geschichten aus meiner, eurer, seiner und ihrer Feder sind Bat-Durston-Geschichten. The Space Merchants (von Gold unter dem Titel Gravy Planet als Fortsetzungsroman in Galaxy abgedruckt, dt. Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute) handelt von den Werbeagenturen auf der Madison Avenue in den 1950er-Jahren. Der Ewige Krieg handelt von Vietnam. Neuromancer ist ein nur fantastisch daherkommender Gaunerroman, und Asimovs Galaktisches Imperium weist eine verdächtige Ähnlichkeit mit jenem Imperium auf, das früher mal den Römern gehört hat. Warum sonst erinnert uns Bel Riose an Belisarius? Schaut man sich „Havarie vor Vesta“ mal aus der Nähe an, stellt sich raus, dass es überhaupt nicht um den Siedepunkt des Wassers geht, sondern um verzweifelte Menschen, die nur überleben wollen.

Tritt man ein Stück zurück und konzentriert den Blick auf die Umschlagrückseite der ersten Galaxy-Ausgabe, erkennt man, dass man die beiden Spalten auch leicht vertauschen könnte. Die gleiche Anzeige hätte mit einigen kleinen Änderungen ebenso in einem Western-Magazin abgedruckt werden können. IM COLT-WESTERN WERDEN SIE SO ETWAS NIE LESEN!, hätte die Redaktion tröten können. „Gleicht sich irgendwie, nicht wahr? Und zwar mit Absicht, denn eine der Geschichten ist bloß eine in die Prärie verlegte Science-Fiction-Story. Wenn Ihre Vorstellung von einer Western-Geschichte so aussieht, dann ist das Ihr Problem! IM COLT-WESTERN WERDEN SIE SO ETWAS NIE LESEN! Hier lesen Sie nur die besten… authentischsten, plausibelsten, durchdachtesten… Western-Storys… geschrieben von Autoren, die den alten Westen kennen und schätzen… und für Menschen Ihrer Art schreiben.“

Ich begegne also Ihrem Bat Durston, Mr. Gold. Und ich rufe euch als Zeugen an: William Faulkner, Casablanca und William Shakespeare.

In dem Film Der Untermieter stellt Richard Dreyfuss einen Schauspieler dar, der von einem Regisseur-Genie gezwungen wird, Richard III. als lispelnde Schwuchtel zu geben. Heutzutage wirkt derlei weniger parodistisch als früher. Das Londoner Theater hat uns auch mit Derek Jarmans berüchtigter neuzeitlich aufgepeppter Fassung von Marlowes Edward II. beschenkt, in der Piers Gavestons Hauptkleidungsstück ein mit Nieten beschlagenes Ledersuspendorium ist. Als ich kürzlich im Westend weilte, wurde dort ein Coriolanus im Kampf gegen den Terror im revolutionären Frankreich aufgeführt. Die neueste Kinofassung von Romeo und Julia kommt als Geschichte sich bekriegender Straßenbanden daher und lässt auch Autos, Hubschrauber und Fernsehjournalisten mitspielen. Und wenn Sie Ian McClellans Film Richard III. noch nicht gesehen haben, der in den 1930er-Jahren in einem faschistischen England spielt, haben Sie in Sachen fabelhafte Ausstattung und Kameraführung sowie einer hypnotisierenden schauspielerischen Leistung McClellans einiges verpasst, denn seine Verkörperung Dickie Crookbacks ist eines Laurence Olivier ebenbürtig.

Man könnte nun anführen, dass Richard III. in Wahrheit vom Rosenkrieg handelt statt von faschistischen Bewegungen der 1930er-Jahre. Man könnte auch darauf beharren, dass Coriolanus in Rom statt in Paris spielen müsste. Man könnte auch mit ein wenig Nachdruck darauf hinweisen, dass Mercutio in Wahrheit gar keine schwarze Transe war. All das stimmt natürlich, aber mehr auch nicht.

Und doch… hin und wieder… eher öfter als selten… funktionieren die Stücke des Barden noch immer, egal wie sehr ausgeflippte Regisseur-Genies meinen, sie ignorieren zu müssen. Dann und wann, wie in Ian McClellans Verfilmung, funktionieren sie sogar prächtig.

Und wo wir gerade dabei sind: Mein absoluter SF-Lieblingsfilm ist weder 2001: Odyssee im Weltraum noch Alien, Krieg der Sterne, Blade Runner oder (ächz) Matrix, sondern vielmehr Alarm im Weltall, unter uns Experten besser bekannt als Der Sturm auf Altair-4; in den Hauptrollen Leslie Nielsen, Anne Francis, Walter Pidgeon und Bat Durston.

Wie das? Wie können Kritik, Kinogänger und Shakespearianer bloß eine Bat-Durston-Produktion beklatschen, die man völlig verfrüht ihrer ursprünglichen und ordnungsgemäßen Kulissen entrissen hat?

Die Antwort ist einfach. Auto oder Pferd, Dreispitz oder Toga, Strahlenpistole oder Colt: Nichts spielt eine Rolle, solange nur die Menschen da sind. Manchmal sind wir so sehr mit Grenzziehungen und Etikettenbeschriftung beschäftigt, dass wir diese Wahrheit aus den Augen verlieren.

Casablanca drückt es am prägnantesten aus: „Es ist noch immer die gleiche alte Geschichte – der Kampf um Liebe und Ruhm, eine Frage von Handeln oder Sterben.“

William Faulkner hat bei der Literaturnobelpreisverleihung ungefähr das Gleiche gesagt, als er über „die alten Wahrhaftigkeiten und Wahrheiten des Herzens“ sprach, „die universellen Wahrheiten, ohne die jede Geschichte vergänglich und zum Untergang verurteilt ist: Liebe, Ehre, Stolz, Mitleid, Leidenschaft und Opferbereitschaft.“ Laut Faulkner „kann nur das mit sich im Widerstreit liegende menschliche Herz gute Literatur gebären, da es sonst nichts gibt, über das sich zu schreiben lohnt.“

Wir können uns alle möglichen Definitionen für die Science-Fiction-. Fantasy- und Horror-Literatur ausdenken. Wir können Grenzen ziehen und Etiketten beschriften, doch am Ende kommt immer die gleiche alte Geschichte raus, die vom Herz des Menschen im Widerstreit mit sich selbst handelt.

Der Rest, Freunde, ist Ausstattung.

Das Haus der Fantasy ist aus Stein und Holz gebaut und hochmittelalterlich möbliert. Seine Bewohner reisen per Pferd und Galeere, kämpfen mit Schwert, Bannfluch und Kampfaxt, reden mit Palantiren oder Raben und brechen ihr Brot mit Elfen und Drachen.

Das Haus der Science Fiction besteht aus Chrom und Kunststoff und ist mit Zukunftsimitat möbliert. Seine Bewohner reisen per Raumschiff und Luftgleiter, kämpfen mit Raketen und maßgeschneiderten Viren, kommunizieren über Ansible und Laser und brechen ihr Brot mit Außerirdischen.

Das Haus des Horrors besteht aus Knochen und Spinnweben und ist grässlich bis schaurig möbliert. Seine Bewohner reisen nur bei Nacht, kämpfen mit allem, was den Gegner zerfetzt, und verständigen sich mit Geschrei, Gekreisch und Gesabber und trinken zusammen mit Vampiren und Werwölfen Blut.

Ich nenne es die Ausstattungsregeln.

Vergesst die Definitionen. Die Ausstattung regelt alles.

Fragt Phyllis Eisenstein, die mehrere ausgezeichnete Kurzgeschichten über einen Bänkelsänger namens Alaric geschrieben hat, der durch ein mittelalterliches Reich wandert, dessen Name nie erwähnt wird… Wenn man sie auf einer Veranstaltung in die Ecke drängt, flüstert sie einem vielleicht den Namen dieses fernen Königreichs zu: „Deutschland“. Das einzige fantastische Element der Alaric-Geschichten ist die Teleportation, eine Psi-Fähigkeit, der man normalerweise nur in der SF begegnet. Doch leider hat Alaric eine Laute bei sich, nächtigt in Burgen und ist von schwerttragenden Adeligen umgeben, sodass neunundneunzig von hundert Lesern und die meisten Verleger seine Abenteuer als Fantasy einstufen. Weil die Ausstattung es so bestimmt.

Fragt Walter Jon Williams. In Plasma City und City on Fire schenkt er uns eine Welt zweiter Güte, die so hundertprozentig ausgeklügelt ist wie Tolkiens Mittelerde, eine Welt, die gänzlich von einer Zauberkraft angetrieben wird, die er Plasma nennt. Doch da diese Welt eine riesige zerfallende Stadt ist, in der verderbte Politik und rassistische Spannungen vorherrschen, das Plasma von einem Plasma-Amt kanalisiert und berechnet wird, zählen Kritiker, Rezensenten und Leser diese Bücher zur Science Fiction. Die Ausstattung bestimmt es.

Peter Nicholls schreibt: „Science Fiction und Fantasy sind, falls sie überhaupt Genres sind, als solche unrein… ihre Frucht ist vielleicht Science Fiction, doch ihre Wurzeln sind Fantasy, und die Blüten und Zweige vielleicht wieder etwas anderes.“ Ich finde, Nicholls geht nicht weit genug: Western, Krimis, Liebesschnulzen, historische Romane und alles andere sind auch unrein. Auf das Wesentliche reduziert sind es alles nur Geschichten. Einfach nur Geschichten.

Und zu denen kommen wir im letzten Abschnitt dieses Buchs. Zu einigen Geschichten, die ich geschrieben habe. Ein bisschen von diesem und jenem. Unheimliches Zeug, Leute, einfach nur unheimliches Zeug.

„Belagert“ etwa ist eine Zeitreisegeschichte. Laut Definition gehört sie deswegen zur Science Fiction (aber wenn ich so darüber nachdenke – ist die Zeitreise nicht eher eine unwissenschaftliche Fantasterei?). Doch sie begann ihre Existenz als ganz normale historische Erzählung. Falls Sie diese Bücher in der Reihenfolge der Seitennummerierung gelesen haben (was ich tunlichst anrate!) und meine Jugendwerke nicht überschlagen haben, kommen Ihnen bestimmte Aspekte dieser Geschichte gewiss irgendwie bekannt vor. Ja, tatsächlich, es handelt sich um unseren alten Freund „Die Festung“, jene Story, die mir eine Eins und (dank Franklin D. Scott und Erik J. Friis) meinen ersten Ablehnungsbescheid eintrug. 1968 verschwand sie zum Überwintern in einer Schublade. 1984 nahm ich sie wieder heraus, baute einen Zwerg und eine Portion Zeitreise in sie ein, taufte sie in „Belagert“ um und verkaufte sie an Ellen Datlow und Omni. (Werft bloß nie was weg!)

Dann haben wir „In der Haut des Wolfes“, die erste (und einzige) Geschichte meiner Serie über die Privatdetektivin Randi Wade und einen Inkassoagenten namens Willie der Werwolf. Ich schrieb sie, als ich in Los Angeles bei Die Schöne und das Biest tätig war, für das Dark-Harvest-Horror-Jahrbuch 1988. Nachtvisionen habe ich mir mit Stephen King und Dan Simmons geteilt. Um im gleichen Genre bestehen zu können wie diese beiden, musste ich ordentlich was auffahren. Wenn ich in den alten Seward-Büros hockte, in denen Die Schöne und das Biest entstand, trank ich, wenn die anderen schon gegangen waren, eimerweise Kaffee, um wach zu bleiben, und wankte dann so aufgedreht nach Hause, dass ich nicht mal schlafen konnte, wenn ich ins Bett gefallen war. Es ist ein Wunder, dass Willie Flambeaux nicht so quatscht wie Vincent und umgekehrt. Der Redaktionsschluss kam und ging, und Monate nachdem King und Simmons abgeliefert hatten, schrieb ich noch immer. Ich bezweifle nicht, dass Paul Mikol von Dark Harvest ernstlich verlockt war, meinen Job einem schnelleren Autor zu geben. Doch als ich die Geschichte endlich ablieferte, meinte er: „In Ordnung, es kostet mich zwar Kopf und Kragen, aber das Warten hat sich gelohnt.“ 1989 wurde „In der Haut des Wolfes“ dann mit dem World Fantasy Award in der Kategorie Beste Novelle ausgezeichnet, und ich nahm eine düstere, von Gahan Wilson gestaltete H. P. Lovecraft-Büste mit nach Hause, auf dass sie meinen Kaminsims ziere. Manchmal setze ich ihr ein Hütchen auf.

„Aussichtslose Varianten“ ist meine Schachgeschichte. Obwohl es hier auch um eine Zeitreise geht, handelt sie hauptsächlich von Schach. Kurz nach meinem Umzug nach Santa Fé hatte ich die bombige Idee, ein Buch mit Science-Fiction- und Fantasy-Schachgeschichten herauszugeben. Darin hätte ich gern „Midnight by the Morphy Watch“ (Fritz Leiber), „The Marvelous Brass Chessplaying Automaton“ (Gene Wolfe) und „Von Goom‘s Gambit“ gesehen, eine wunderbare und gespenstische Lovecraftsche Story aus der Chess Review. Den Rest des Bandes hätte ich mit neuen Erzählungen gefüllt. Ich kannte eine Menge Autoren, die gern Schach spielten.

Einer davon war Fred Saberhagen. Als ich ihm schriftlich von meinen Plänen erzählte, erwiderte er, er hätte gerade einen solchen Sammelband bei Ace Books angeleiert und wolle „Midnight by the Morphy Watch“, „The Marvelous Brass Chessplaying Automaton“ und „Von Goom‘s Gambit“ drin veröffentlichen. So schrieb er also keinen Beitrag für meine Anthologie, sondern ich schrieb eine für seine, die Pawn to Infinity heißt, und zehrte dafür von meinen Erlebnissen als Captain des Schachteams der Northwestern University. Die Story ist natürlich reine Erfindung und jede Ähnlichkeit mit lebenden und verstorbenen Personen reiner Zufall… Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ich selbst mal sechs Teams für die Pan-American Intercollegiate Team Championship aufgestellt habe, ein Rekord, der fast dreißig Jahre lang ungebrochen blieb.

„Die Glasblume“ hat einen etwas traurigeren Hintergrund. Diese Geschichte markiert die letzte Rückkehr zu meiner alten SF-Future-History. Kleronomas gehörte ebenso wie Stephan Cobalt Northstar, Erika Stormjones, Tomo und Walberg zu ihren bedeutenden Namen. Ich dachte, es sei höchste Zeit, mal wieder eine meiner mythischen Figuren auf die Bühne zu lassen. „Die Glasblume“ erschien im September 1986 in Asimov’s. Abgesehen von dem misslungenen Roman Avalon, den ich in Angriff nahm, bevor der erste Band von Das Lied von Eis und Feuer und das Doorways-Drehbuch mich vereinnahmten, bin ich auf keiner meiner tausend Welten mehr gewesen. Ob ich je dorthin zurückkehre? Versprechen kann ich nichts. Möglich ist alles. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht.

„Der Heckenritter“ ist eine Art Vorspiel zu meiner epischen Fantasy-Serie Das Lied von Eis und Feuer und spielt etwa neunzig Jahre vor dem ersten Band in den Sieben Königreichen von Westeros. Da das Epos noch längst nicht beendet ist, wäre ich nie auf die Idee gekommen, ein Vorspiel zu schreiben, doch dann rief Robert Silverberg an und lud mich ein, an seiner umfangreichen neuen Fantasy-Anthologie Legends mitzuarbeiten. Natürlich gab es schon vor Legends dickleibige Fantasy-Anthologien, doch Silverberg hatte für sein Projekt einen Haufen prominente Namen aufgelistet: Stephen King, Terry Pratchett, Ursula K. LeGuin und die meisten führenden Phantasten der Welt. Es stand fest, dass es einen Riesenwälzer geben würde, und mir war klar, dass ich dabei sein musste. Da ich aber nichts über den Verlauf von Das Lied von Eis und Feuer oder das Schicksal seiner Hauptfiguren preisgeben wollte, schien mir ein Vorspiel die passende Lösung zu sein. (Wie sich ergab, gingen einige andere Beiträger den gleichen Weg.)

Dass „Der Heckenritter“ High Fantasy ist, versteht sich von selbst. Oder doch nicht? Muss in einer Fantasy-Erzählung nicht… Magie vorkommen? Ja, sicher, „Der Heckenritter“ erwähnt Drachen… auf Helmen und Bannern. Und noch einen, der mit Sägemehl ausgestopft ist und an Fäden tanzt. Ach, und Dunk erinnert sich, dass der alte Ser Adrian mal erzählt hat, er habe einst einen lebendigen Drachen gesehen. Das könnte doch wohl reichen… Und wenn nicht… Tja, man könnte sagen, „Der Heckenritter“ ist eher ein historisches Abenteuer als echtes Fantasy-Garn, wenn man davon absieht, dass die Vergangenheit, in der sie spielt, gänzlich erfunden ist. In welche Schublade stecken wir die Geschichte also? Fragt bloß nicht mich, ich habe sie nur geschrieben. Inzwischen gibt es auch eine Fortsetzung: „Das verschworene Schwert“. Haltet Weihnachten danach Ausschau, sie erscheint in Silverbergs Legends II. Weitere Erzählungen über Dunk und Egg folgen in Zukunft, es sei denn, ich werde von einem Bus überfahren oder mir fällt nichts mehr ein.

Die letzte Erzählung dieses Bandes heißt „Bilder seiner Kinder“ und trug mir in der Kategorie Beste Novelette den Nebula Award ein. Der Hugo ging an mir vorüber. Die Geschichte handelt vom Schreiben und von dem Preis, den Autoren zahlen, wenn sie ihre Träume, Ängste und Erinnerungen zu Papier bringen. Als „Bilder“ für die oben erwähnten Literaturpreise nominiert wurde, führte dies zu der temperamentvollen Debatte, ob sie überhaupt teilnahmeberechtigt wäre. Ist es eine Fantasy-Geschichte oder nur eine Erzählung über den Wahnsinn? Keins von beiden? Beides zugleich? Urteilen Sie selbst. Solange eine Geschichte gut ist, reicht es mir.

Erzählungen über das menschliche Herz im Widerstreit mit sich selbst gehen über Zeit, Raum und Kulissen hinaus. Solange Liebe, Ehre, Mitleid, Stolz, Leidenschaft und Opferbereitschaft gegenwärtig sind, ist es schnurzpiepe, ob der hochgewachsene Fremdling einen Protonenstrahler oder einen Colt schwingt. Oder ein Schwert…

Mit scheppernder Rüstung ritt Bat Durston durch das düstere Land, tausend Reisestunden hinter dem Reich der Menschen auf die dicht am Wasser des Schreckenssees aufragende, zerfallende Burg zu. Kurz davor hielt er an… und im gleichen Moment trat ein hochgewachsener, hagerer Elbenfürst aus dem Eingang einer Grotte hervor. Er hielt ein funkelndes Langschwert in der mondbleichen Hand. „Leg deine Klinge nieder, Bat Durston“, sagte der Fremdling pampig. „Ob du’s glaubst oder nicht, weiter wirst du das Land der Elben nicht durchreiten.“

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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Ein Kommentar

  1. Durch den direkten Vergleich der Galaxy-Originalrückseite mit der deutschen Übersetzung aus „Traumlieder III“ wird ersichtlich, daß die Stelle, wo der Fremde Bat Durston im Raumschiff konfrontiert, unrichtig übersetzt ist.

    Zwar ist mit „tail assembly“ normalerweise das Heckleitwerk von Flugzeugen gemeint, aber wörtlich bedeutet es ungefähr „Heckbaugruppe“, und die Formulierung „stepped out of the tail assembly“ in Verbindung mit der Situation, daß das ja noch im Flug stattfindet, bedeutet hier wohl, daß der Fremde aus dem Heckbereich des Raumschiffs in die Steuerkanzel tritt und nicht „hinter dem Heckleitwerk hervor“, wofür das Schiff schon auf dem Boden stehen müßte.

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