NWO-Propaganda in SF-Romanen: Robert Silverbergs „Nach all den Jahrmilliarden“

Von Lucifex, beruhend auf meinem Kommentar (als Deep Roots) zu Jonathan Pyles Essay „Star Trek und die multirassische Zukunft“.

Stammleser werden die von Kairos, Dunkler Phönix, Sternbald und mir verfaßte 16teilige AdS/MoWa-Artikelreihe „Star Dreck“ kennen, die sich dem Aufzeigen von JNWO-Propaganda (Antinationalismus, Feminismus, Rassenvermischung, Weißenfeindlichkeit etc.) in Filmen und Fernsehserien mit dem Star-Trek-Franchise als Musterbeispiel widmet. (Ein inoffizieller 17. Teil widmet sich den Munsters, läuft aber nicht unter dem Titel „Star Dreck“, weil es ein „Interview“ mit Herman Munster mit mir als „Ghostwriter“ ist.)

Ich wollte schon länger auch ein paar Artikel dieser Art über JNWO-Propaganda in Science-Fiction-Romanen machen, und als erstes Thema habe ich „Nach all den Jahrmilliarden“ (Across a Billion Years, 1969, deutsch 1982) des jüdischen Autors Robert Silverberg ausgewählt. Zwar ist dieser Roman schon älter und wird vielen heutigen Lesern nicht mehr geläufig sein, aber Silverberg gilt als sehr einflußreicher Autor in der SF-Szene („Wo Silverberg heute hingeht, wird ihm der Rest der Science Fiction morgen folgen”, heißt es über ihn). Daher eignet sich „Nach all den Jahrmilliarden“, das mir seinerzeit recht gut gefallen hat und mir rein als SF-Geschichte auch später noch gefiel, recht gut als Beispiel dafür, welche Propagandatrends jüdische Autoren wie Silverberg schon zu dieser Zeit zu setzen begonnen haben, mit der Folge, daß andere – auch nichtjüdische – SF-Autoren davon beeinflußt wurden und sie für eigene Werke aufgriffen.

Tom Rice und Kelly Wachmann beim Auffinden des Projektors der „Erhabenen“; im Hintergrund der Dinamonianer Mirrik.

Der Roman spielt im Jahr 2375, und der Ich-Erzähler ist ein junger Archäologe namens Tom Rice, der an einer Raumexpedition zum öden Planeten Higby V teilnimmt, wo die Überbleibsel einer Superzivilisation (der sogenannten „Erhabenen”, die sich Mirt Korp Ahm nannten) erforscht werden sollen. Die Ausgrabungsstätte ist der bis dahin zweiunddreißigste gefundene Außenposten der „Erhabenen“, deren Zivilisation vor etwa 1,1 Milliarden Jahren entstand und eine Viertelmilliarde Jahre die Galaxis beherrschte. Es ist weder bekannt, wo die Ursprungswelt der „Erhabenen“ war noch was aus ihnen wurde.

Die Menschheit dieser Zukunftswelt gehört einem interstellaren Zivilisationsverbund mehrerer intelligenter Spezies an, der von einer Institution namens „Zentralgalaxis“ (was und wo immer das auch ist) regiert wird. Deshalb besteht das elfköpfige archäologische Team aus fünf Menschen, einer Androidin (d. h., einer künstlich in einem Bottich gezüchteten, aber biologisch lebenden Menschenfrau) und fünf Außerirdischen aus ebensovielen Spezies:

Mirrik von Dinamon IX ähnelt in Gestalt und Größe einem Nashorn, nur daß er außer den vier Beinen auch zwei Arme hat sowie Stoßzähne im Unterkiefer und eine blaue Haut. Er rezitiert gern Gedichte und wird von Pollen betrunken. (Das untenstehende Bild spielt auf eine Szene an, wo Mirrik im berauschten Zustand außerhalb der Forschungsbasis herumtobte und dabei ein Fahrzeug schwer beschädigte.) Pilazinool von Shilamak ist eine Art Cyborg, der gerne seine künstlichen Implantate poliert und bei Streß dazu neigt, seine Robotergliedmaßen abzumontieren und auf einen Haufen zu legen. Dr. Horkkk vom Planeten Thhh, einer der drei Chefs der Expedition, reicht einem Menschen nur bis zur Hüfte und hat vier Arme, vier Beine, drei Augen und zwei Münder (einen zum Essen, einen zum Sprechen). Er ist so dünn, daß er von der Seite gesehen fast unsichtbar ist. Daneben gibt es noch die gelbe Oktopuskreatur 408b und den Hermaphroditen Steen Steen.

Bei den Ausgrabungen auf Higby V findet Tom Rice ein Gerät der „Erhabenen“, eine Art Projektor, der unter anderem eine Sternkarte projiziert sowie Aufnahmen von den Mirt Korp Ahm, kuppelköpfigen Aliens mit sechs Gliedmaßen. In einer Szene ist zu sehen, wie vor 941.285.008 Jahren ein Roboter in einer Höhle auf einem Asteroiden begraben wird. Auf der Suche nach diesem Roboter und nach den Erhabenen, die vielleicht doch nicht ausgestorben sind, macht das Expeditionsraumschiff sich in ferne, unerforschte Bereiche der Galaxis auf. Am Ende findet man tatsächlich den Roboter sowie die letzten Mirt Korp Ahm, die auf ihrer Heimatwelt in einer Dysonsphäre leben: eine Handvoll von Individuen in einem vegetativen Zustand, gepflegt von praktisch unsterblichen Robotern, die sich selbst warten und reparieren.

Tom Rice erzählt die Geschichte in Form von „Hörbriefen” die er für seine Schwester Lorie aufnimmt, und gleich am Anfang äußert er sich über das archäologische Team, mit dem er unterwegs ist:

Wie du vielleicht vermutest, sind wir eine rassisch gemischte Mannschaft. Die Liberalen mußten ihren Willen durchsetzen. Und somit ist uns das Quotierungssystem auferlegt worden: Unsere Gruppe umfaßt sechs Terraner, einschließlich eines Androiden, und fünf ausgewählte Repräsentanten von fünf anderen intelligenten Spezies der Galaxis. Nun, du weißt, ich bin nicht voreingenommen. Mir ist es gleich, wie viele Augen, Tentakel, Eßöffnungen oder Fühler irgendein Lebewesen zufälligerweise ein eigen nennt – solange es seine Arbeit versteht. Es paßt mir nur nicht, jemanden dabeizuhaben, der fachlich unterqualifiziert ist und nur der rassischen Ausgewogenheit willen einer Expedition zugeteilt wird.

Hier holt Silverberg seine Leser „dort ab, wo sie stehen”, in dem er seinen Protagonisten dieselben Vorbehalte gegen „Affirmative Action” äußern läßt, die diese wohl auch hegen (wohlgemerkt, der Roman wurde 1969 verfaßt!). Diese Propagandataktik wird von den liberal verstrahlten Rezensenten nicht verstanden, die auf der Goodreads-Seite über Across A Billion Years „Sexismus“ und „1960s white male outlook“ bemängeln.

Tom Rice motzt zunächst über die Androidin Kelly Wachmann, einen im Bottich gezüchteten neunzigjährigen Kunstmenschen mit dem Körper einer Neunzehnjährigen, von der er unter anderem sagt:

Kern der Sache ist, daß sich Kelly Wachmann an Bord dieses Schiffes befindet, weil sie einer unterdrückten Minderheit angehört, und nicht deswegen, weil sie ein hervorragender Operateur von Unterdruck-Bohrköpfen ist.

Die nichtmenschlichen Teammitglieder kommen bei ihm teilweise besser weg. Über eine menschliche Frau im Team sagt unser Held zunächst:

Der dritte Lehrling ist auch keine Leuchte. Es ist eine Blondine namens Jan Mortenson mit einem B.S. der Stockholmer Universität. Sie hat eine reizende Figur und eine Menge großer weißer Zähne. Sie scheint recht nett zu sein, aber nicht sonderlich gescheit. Ihr Vater ist irgendein hohes Tier in Zentralgalaxis, und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sie dieser Expedition zugeteilt wurde.

Zu Professor Leroy Chang merkt er an:

Leroy behauptet, Chinese zu sein, aber seine Gene sind genauso gemischt wie die aller anderen Menschen der Erde, und er sieht nicht chinesischer aus als ich. Er hat rotes Haar, eine Art kastanienbraune Haut und eine tiefe Stimme.

Antidiskriminierungs- und Diversitykram samt Kritik an den menschlichen (lies: weißen) Gesellschaftsnormen kommt über den ganzen Roman hinweg verteilt vor; als Beispiel dafür zitiere ich hier ein „kompliziertes moralisches Problem“ das sich ergibt, nachdem die Expedition auf Higby V gelandet ist und ihre Unterkünfte aufgestellt hat:

Das Problem ging auf die Tatsache zurück, daß sich im Inneren der Aufblashütten keine Trennwände befanden und folglich auch keine Privatsphäre existierte. Unter uns befanden sich zwei unverheiratete Erdenmenschen weiblichen Geschlechts, und entsprechend dem albernen sozialen Tabu wäre es unmoralisch und ungebührlich, Jan und Kelly bei den Männern schlafen zu lassen. (Der Umstand, daß Kelly überhaupt keinen Wert auf eine Privatsphäre legte, ist unbedeutend, da Androiden die Gleichbehandlung gegenüber menschlichen Wesen aus Fleisch und Blut beanspruchen, einschließlich des Rechts, unsere Neurosen zu teilen. Kelly besitzt den uneingeschränkten Status einer vollwertigen, menschlichen Frau, und sie anders zu behandeln, hieße, sich der Rassendiskriminierung schuldig zu machen, nicht wahr?)
Die Lösung, die Dr. Schein vorschlug, sah folgendermaßen aus: Alle Männer – er selbst, Leroy Chang, Saul Shahmoon und ich – sollten in einer Aufblashütte unterkommen und Jan und Kelly in der anderen. In Ordnung, das wurde den elementaren Anstandsformen gerecht,
aber…
Jan und Kelly würden dadurch bei den Aliens schlafen müssen, und einige von ihnen waren männliche Vertreter ihrer Spezies […]. Ich vermute, die verkalkten Moralapostel auf der Erde gerieten ganz aus der Fassung bei der Vorstellung, Jan und Kelly zögen sich vor den Augen irgendwelcher Männer an und aus – selbst wenn es sich dabei um Aliens handelte. (Jedenfalls würden sie sich wahrscheinlich über Jan aufregen; über die Lebensumstände von Androiden scheinen sich diese bornierten Typen keine Gedanken zu machen.) Das war es jedoch nicht, was Dr. Schein Sorgen machte. Er wußte, daß Kelly keine moralischen Blockaden besitzt. Und daß Jan, während sie die üblichen Tabus in Hinsicht auf die vier menschlichen Männer beachtet, überhaupt nicht damit rechnet, daß Pilazinool oder Dr. Horkkk oder Mirrik vielleicht eine Bedrohung ihrer Tugend darstellten. Statt dessen machte er sich Sorgen darüber, die Aliens könnten sich beleidigt fühlen. Wenn Jan die Bekleidungstabus zwar uns, aber nicht ihnen gegenüber beachtete, konnte dies dann nicht so ausgelegt werden, als bedeutete es, sie betrachtete sie als minderwertige Lebensformen? Sollte sich ein Mädchen nicht allen intelligenten Lebensformen gegenüber sittsam verhalten – oder niemandem? Wo ist in diesem Fall die Gleichheit der galaktischen Rassen, von der man so viel spricht?

Erst nachdem die menschlichen Teammitglieder das Problem Dr. Horkkk vortragen, worauf dieser vor Erheiterung seine Arme verknotet und erklärt, daß sich keiner der Nichtmenschen beleidigt fühlen werde, wenn die jungen Damen ihnen gegenüber nicht die angemessene Zurückhaltung zukommen ließen, sehen sie sich von ihren Gewissensnöten entbunden. Tom Rice:

Und damit war das Problem gelöst. Zu was für einem Haufen von Verrückten wir Terraner doch bei solch überkommenen Schwachsinnigkeiten werden können!

Muß ich noch dazusagen, daß auch das Behindertenthema eine wiederkehrende Rolle hat in Gestalt von Toms Schwester Lorie, die zwar Telepathin ist, aber aufgrund eines auch im vierundzwanzigsten Jahrhundert nicht heilbaren Rückenmarkleidens nicht gehen kann und daher ihr ganzes Leben im Bett verbringen muß, ohne Aussicht auf ein normales Leben, Romanzen und dergleichen, was unseren Helden in ständige Gewissensnöte und Mitleidsanwandlungen und Scham wegen des Mitleids stürzt? Am Ende, als die Expedition auf der Heimatwelt der „Erhabenen“ Geräte findet, die allen intelligenten Spezies telepathische Kommunikation ermöglichen, geht Tom eine Verbindung mit seiner Schwester ein und „erkennt, daß er es ist, der die ganze Zeit der Krüppel war“.

Nun überrascht es uns auch nicht mehr, daß unser Tom nach und nach zu der Ansicht kommt, daß seine außerirdischen Teamkameraden entgegen seiner ursprünglichen Vorbehalte doch ganz in Ordnung sind, und als er der blonden Jan Mortenson näherkommt, entdeckt er an ihr Dinge, die er seiner Schwester wie folgt schildert:

Weißt du, warum ich jetzt interessierter an Jan bin, als ich es zu Beginn dieser Expedition war?
Nein, du Neunmalkluge,
nicht deswegen, weil ich nach all diesen Wochen in arge Bedrängnis gerate. Sondern deshalb, weil sie mir letzte Woche erzählt hat, daß sie zum Teil nichtmenschlich ist. Ihre Großmutter war Brolagonianerin. Irgendwie macht sie das ungewöhnlicher. Und begehrenswerter, als wenn sie nur eine gewöhnliche Schwedin wäre. Ein wenig Exotik hat mich schon immer fasziniert.
Brolagonianer sind humanoide Aliens, wie du weißt. Sie haben eine glänzende graue Haut und mehr Zehen und Zähne als wir. Sie sind eine von rund sechs oder sieben Fremdrassen in der Galaxis, die sich aufgrund einer fast genau parallel verlaufenden Evolution erfolgreich mit dem Homo sapiens kreuzen können. Um eine erfolgreiche Vermehrung möglich zu machen, sind zahlreiche DNA-Manipulationen und andere Gentechniken erforderlich, aber es kann bewerkstelligt werden, und es ist bewerkstelligt worden, trotz der Agitation der Liga für Rassenreinheit und anderer reaktionärer Gruppen.

Jan hat dunkle Augen, statt der blauen, die dem blonden Haar entsprächen, weiters sechs Zehen an jedem Fuß sowie vierzig Zähne. Ihre inneren Organe sind auch ein wenig verschieden; so hat sie zum Beispiel keinen Dickdarm. Dafür besitzt sie das brolagonianische Muttermal, das genetisch dominant ist und bei allen Brolagonianern auftritt, auch bei Mischlingen; eine Art geometrisches Muster, das auf den Welten der Brolagonianer so gut wie ein brolagonianischer Paß ist. Tom zeigt sie es aber nicht, weil es sich „an einer peinlichen Stelle“ befindet.

Dieser schließt seinen Bericht mit den Worten:

Also konnte ich ihr Muttermal nicht sehen. Aber es macht mich froh zu wissen, daß sie eins hat. Vielleicht hältst du mich für extravagant, aber ich bin sehr angetan von der Neuigkeit, daß Jan nicht ganz menschlich ist. Es erscheint mir so langweilig, sich nur auf die Mädchen der eigenen Spezies zu beschränken.

Diese Stelle erinnert mich mit meinem heutigen „Jew-wisdom“ an den sogenannten Mongolenfleck, eine aus der Embryonalentwicklung übriggebliebene Ansammlung von Pigmentzellen am unteren Ende des Rückens, die im Laufe der Kindheit verblaßt und meist spätestens im Laufe der Pubertät verschwindet:

Zitat aus Wikipedia:

99 % der Kinder von Chinesen, Japanern, Koreanern, Vietnamesen, Mongolen, Turkvölkern, Indochinesen, Indianern und Eskimos haben bei der Geburt einen Mongolenfleck. Das Mal findet sich jedoch fast ebenso häufig bei Menschen aus Vorderasien, die früher der angeblichen „europiden Rasse“ zugerechnet wurden. Die Häufigkeit reicht in Asien von 95 bis 100 %, in Ostafrika (früher „Negride“) von 90 bis 95 %. In geringer Häufung kommt er auch bei Europäern aus dem ostmediterranen Raum vor.

Weiter heißt es dort „Die Inzidenz des Mongolenflecks hängt stark von der generellen Pigmentierung der Haut ab“, was aber nicht stimmen kann, nachdem er bei den Asiaten eher noch häufiger vorkommt als bei den Negern, während die Häufigkeit bei den Europäern, die nicht so viel hellhäutiger als Ostasiaten sind, bei 1 % liegt. Nach meiner Vermutung kommt der Mongolenfleck vielleicht von einer genetischen Störung als Überbleibsel von Vermischung zwischen genetisch recht fern stehenden Populationen.

Interessanterweise wird der Mongolenfleck unter Juden als starkes Zugehörigkeitsindiz gesehen. In einem leider online nicht mehr verfügbaren Kurzbeitrag auf der Seite „Ezra L’Anousim“ („The Jewish World Welcomes The Anousim Home“), den ich vor Jahren für einen AdS-Kommentar übersetzt habe, schrieb eine portugiesische Jüdin namens Rufina Bernadetti Silva Mausenbaum:

Semitische Male / Flecken

Eine gut dokumentierte Verbindung zwischen den Portugiesen und ihren jüdischen Vettern ist die Machado-Joseph-Krankheit. Eine tödliche genetische Störung des Nervensystems. Allgemein entlang der Entdeckungs- und Handelsrouten der portugiesischen „Conversos“ zu finden… und in Israel… was die jüdische und die portugiesische Geschichte für immer miteinander verbindet.

Weniger gut bekannt oder dokumentiert ist etwas, das bis vor kurzem als Mongolenfleck bekannt war. Erstmals 1885 von einem Anthropologen, Bälz, einem Deutschen, in einem anthropologischen Journal dokumentiert, was die Aufmerksamkeit auf ein bis dahin undokumentiertes Merkmal lenkte.

Er nannte das Mal „mongolische Flecken“. Diese blauschwarzen Flecken werden besser als semitische Male /Flecken bezeichnet. Es kommt NICHT ausschließlich bei Mongolen vor, und der Name ist unpassend, da es keinen Bezug zum Mongolismus (Down-Syndrom) gibt.

Es ist kaum jemals ein Fleck, sondern vielmehr ein flaches Muttermal, ein Klecks, und wird mit einem „Geburtsmal“ verwechselt. Oft als „Familienmal oder Geburtsmal“ bezeichnet, das zwischen dem Alter von einem Jahr und oft bis zu 30 Jahren verblaßt. Es ist nicht bösartig und verursacht keine Krankheit.

Dieses Mal, von nun an (von mir) als semitisches Mal bezeichnet, ist bei der Geburt oft blauschwarz. Meistens nahe dem Kreuzbein zu finden, an den Beinen oder am oberen Rücken (bis dato kein dokumentierter Fall eines Vorkommens im Gesicht). Meistens unter sephardischen und orientalischen Juden zu finden. Es ist extrem häufig unter den Portugiesen und wiederum an den Handelsrouten Chinas, Japans, Afrikas und der Amerikas.

In meiner Familie aus Calheta, Madeira, haben alle diese Male, wie auch meine Familie aus Lissabon und von weiter nördlich in Portugal. Obwohl mein Ehemann – der kein Portugiese ist – keine Male hat, hatten unsere Kinder sie beide. Meine Schwestern, beide mit Nichtportugiesen verheiratet, haben diese Male/Flecken ebenfalls an alle ihre Kinder weitergegeben.

Mir sind Israelis, Angolaner, Mozambikaner und Kubaner untergekommen, und am Hervorstechendsten sind bis dato die Madeiraner.

Dies ist in keiner Weise ein wissenschaftlicher Befund.

Ich vermute, daß Robert Silverberg das mit dem Mongolenfleck ebenfalls weiß und es als heimlichen jüdischen Bezug in seinem Roman verwendet hat

Als sich für die Expedition die Notwendigkeit ergibt, Daten über die wichtige Entdeckung des Projektors zu einem Forschungszentrum auf dem Erdmond zu übertragen (per Telepathie, welche die einzige Art interstellarer Kommunikation abgesehen von der Nachrichtenüberbringung mit Ultradrive-Raumschiffen ist), macht Tom Bekanntschaft mit einem der auf Higby V stationierten Telepathen, einem Israeli namens Nachman Ben-Dov, den er wie folgt beschreibt:

Ben-Dov ist ein eigenartiger Mensch: etwa fünfzig Jahre alt, ergrauendes Haar, dickbäuchig, ein Gesicht, das dauernd rasiert werden müßte. Und er hat überhaupt nicht diesen Eroberer-der-Wüste-Ausdruck, den die meisten Israelis hervorzubringen versuchen. Hinter seinem schlampigen Äußeren aber ist er eisenhart. Wir unterhielten uns ein wenig. Er sagte mir, daß er bis zu seinem dreißigsten Lebensjahr Israel nie verlassen habe, dafür aber weit im Landesinneren herumgekommen sei. Er ist in Kairo aufgewachsen, hat in Tel-Aviv und Damaskus studiert und auch Amman, Jerusalem, Haifa, Alexandria, Bagdad und all die anderen bedeutenden israelischen Städte besucht. Dann verspürte er das Verlangen, auf Reisen zu gehen, und er verpflichtete sich zum TP-Dienst für den Ben-Gurion-Kibbutz auf dem Mars. […] Mirrik, der sich sehr für Religionen interessiert, wurde ganz aufgeregt, als er herausfand, daß Ben-Dov Israeli ist. „Erzählen Sie mir etwas über die ethischen Werte des Judentums!“ dröhnte der gewaltige Dinamonianer ungeduldig. „Ich selbst bin Paradoxist; ich habe viele der irdischen Glaubensbekenntnisse studiert, aber einem richtigen Juden bin ich noch nie begegnet. Die Lehren von Moses über…“
„Es tut mir leid“, sagte Nachman Ben-Dov sanft. „Ich bin kein Jude.“
„Aber Israeli, nicht wahr? Ist das nicht die jüdische Nation der Erde?“
„Es gibt eine ganze Menge Juden in Israel,“ sagte Ben-Dov. „Meine Religion aber ist der Authentische Buddhismus. Vielleicht haben Sie von meinem Vater gehört, dem Führer der Israelischen Buddhisten-Gemeinde: Mordecai Ben-Dov?“ […] Das ist das Problem mit der Ausbreitung einer globalen Kommunikation: Stammesgefüge fallen auseinander. Plötzlich hat man Authentische Buddhisten in Israel, Mormonen in Tibet, Reformierte Methodisten-Baptisten am Kongo und so weiter.

Tom Rice fragt ihn, ob er die telepathischen Übertragungen so einrichten könnte, daß sie über seine Schwester als Relais laufen, und ihr dabei eine Privatbotschaft von ihm ausrichten möchte (was natürlich höchst illegal wäre) – ein Ansinnen, das Ben-Dov entrüstet zurückweist („So wie Nachman Ben-Dov mich ansah, hätte man glauben können, ich hätte gerade vorgeschlagen, Israel solle Ägypten, Syrien und den Irak an die Araber zurückgeben.“)

Da haben wir also eine galaktische Zivilisation, die von einer Stelle namens „Zentralgalaxis“ aus regiert wird und der auch etliche nichtmenschliche Spezies angehören. Die Menschen haben sich genetisch so vermischt, daß man vom Aussehen her nicht mehr sagen kann, von welchen Vorfahren jemand abstammt. Aber es gibt noch als solche erkennbare Israelis (auch wenn nicht mehr alle davon auch religiös Juden sind) und Araber, und eine jüdische Nation Israel, eigentlich ein Groß-Großisrael, das vom Niltal bis Mesopotamien reicht und Kolonien auf dem Mars hat…

Auf dem Weiterflug zum nächsten Forschungsziel lernt Tom die Androidin Kelly Wachmann näher kennen, die sich in der Bordbibliothek zu ihm setzt, um den Nachstellungen des notgeilen Leroy Chang zu entkommen. Natürlich wird bei dem sich daraus ergebenden Gespräch, bei dem Tom insgeheim von dem Gedanken beunruhigt wird, daß eine Vermischung mit Androiden das menschlicher Erbgut tatsächlich verbessern könnte, das Verhältnis zwischen Menschen und Androiden ausführlich durchgekaut, was Silverberg wieder jede Menge Gelegenheit gibt, Bezüge zu Minderheitenfragen der Vergangenheit (d. h., auch unserer Zeit) einzubauen:

„Wir fühlen uns euch gegenüber gleichzeitig über- und unterlegen, Kelly. Und das ist der Grund, warum so viele von uns euch nicht mögen und euch mißtrauen.“

Sie dachte darüber nach. „Wie kompliziert ihr natürlich Gezeugten doch sein könnt! Warum müßt ihr euch so viele Gedanken über Unter- oder Überlegenheit machen? Warum akzeptiert ihr nicht einfach alle Besonderheiten und konzentriert euch auf wirklich wichtige Dinge?“
„Weil es in der Natur des Menschen liegt“, sagte ich, „das eigene Licht dadurch über den Scheffel zu stellen, indem man jemand anderes heruntermacht. Früher waren die Juden oder Neger oder Chinesen oder Katholiken oder Protestanten die Opfer oder irgend jemand anders, der sich zufälligerweise von den anderen Leuten in seiner Umgebung unterschied. Diese Art der Diskriminierung ist heute nicht mehr möglich, hauptsächlich deshalb, weil sich die Rassen und Religionen und Gebräuche auf der Erde so miteinander verknüpft und vermischt haben, daß ein Computer notwendig wäre, um zu ermitteln, wem gegenüber man aufgrund seiner Herkunft Vorurteile entwickeln könnte. Jetzt haben wir Androiden. Es ist haargenau dasselbe. Ihr Androiden lebt länger als wir, ihr habt attraktivere Körper, ihr seid uns in vielen Dingen überlegen, aber
wir haben euch erschaffen, und wenn wir auch neidisch auf euch sind, so finden wir doch Spaß daran, uns Androidenwitze zu erzählen, Androiden von unseren Gemeinschaften auszuschließen und solche Dinge. Eine Voraussetzung für diese Sache mit der Diskriminierung besteht darin, daß das Opfer zahlenmäßig schwächer als man selbst sein muß und daß es sich um jemanden handelt, den man insgeheim bewundert oder fürchtet. So glaubte man etwa, Juden seien tüchtiger als normale Leute, oder Neger seien anmutiger und agiler als normale Leute, oder Chinesen könnten härter arbeiten als normale Leute. Und so wurden Juden und Neger und Chinesen zugleich beneidet und verachtet. Bis sich die Gene soweit vermischt hatten, daß jeder einen Teil jedes anderen besaß und diese Denkweise somit überholt war.“

Hier fällt auf, daß zwar eine Reihe von Ethnien aufgezählt werden, die in der einen oder anderen Eigenschaft besser sind (oder sein sollen) als die „normalen Leute“ (womit natürlich wir Weißen gemeint sind), aber nirgends eine Eigenschaft erwähnt wird, in der diese „normalen Leute“ besser sind als die anderen. Und natürlich sind es nur die „Normalen“, die Vorurteile haben und andere diskriminieren. Genauso steht bei Silverberg der Homo sapiens (die „Natürlichen“) stellvertretend für den europäischen Jetztzeitmenschen, also uns, denen er unsere angebliche Schlechtigkeit und Dummheit unter die Nase reiben will, wie man am weiteren Gesprächsverlauf sieht:

„Nun, vielleicht wachsen wir am Ende über unsere törichten Einstellungen den Androiden gegenüber hinaus“, sagte ich schwach.
Kelly lachte. „Und wann wird das sein? Du hast die Wahrheit gesagt: Voreingenommenheit ist Teil eures Wesens. Ihr Natürlichen seid so albern! Ihr durchstöbert das ganze Universum auf der Suche nach Leuten, die ihr verachten könnt. Ihr spottet über die Schwerfälligkeit der Calamorianer, ihr macht Witze über die Größe und den Geruch der Dinamonianer, ihr lacht über die Gebräuche der Shilamakka und Thhhianer und all der anderen extraterrestrischen Rassen. Ihr bewundert ihre ungewöhnlichen Talente und Fähigkeiten, aber insgeheim seht ihr von oben auf sie herab, weil sie zu viele Augen oder Köpfe oder Arme besitzen. Habe ich recht?“
Ich hatte den Eindruck, als glitte mir die Kontrolle über den Verlauf des Gesprächs aus den Händen. Ich hatte einfach nur wissen wollen, wie es ist, ein Android zu sein und einen so schwierigen Platz in der modernen Gesellschaft einzunehmen – doch statt dessen wurde ich in die Defensive gedrängt und versuchte, die blöde Voreingenommenheit zu rechtfertigen, die der Homo sapiens so schätzt.

Wiederum haben nur die Menschen Vorurteile gegenüber Außerirdischen, während die Außerirdischen keine haben, weder gegenüber den Menschen noch gegenüber anderen Aliens.

Schämt euch, bereut, tut Buße und übt euch in Demut gegenüber den von euch Diskriminierten – und wisset, daß ihr eurer Torheit und Schlechtigkeit dennoch niemals ganz entkommen werdet, ebenso wie den Vorwürfen wegen früherer Geschichten (Erbsünde, irgendwer?). Und paart euch bloß nicht mit euresgleichen – Diversity ist cool! Das ist Silverbergs zentrale Botschaft, die er den überwiegend weißen Lesern permanent um die Ohren haut, genauso wie es Hollywood in zunehmend deutlicher Weise schon seit etlichen Jahrzehnten tut. Siehe dazu die Artikelreihe „Star Dreck“:

Star Dreck I – Buffy von Kairos

Star Dreck II – Firefly von Kairos

Star Dreck III – Starship Troopers von Kairos

Star Dreck IV: Hollywoods Helden von mir (als Deep Roots)

Star Dreck V: Affen und Gewalt von Kairos

Star Dreck VI: Six Feet Under – Gestorben wird immer von Sternbald

Verheiratet mit einem Vampir (inoffizielles „Star Dreck VII“ von Herman Munster, mit mir als „Ghostwriter“)

V – Die außerirdischen Besucher – Teil 1 und Teil 2 (Star Dreck 7/1 und 7/2) von Dunkler Phönix

VIIIa – Star Trek: Die Originalserie von mir

VIIIb – Star Trek: Die nächste Generation von mir

VIIIc – Star Trek: Deep Space Nine, Teil 1: Interstellare NWO von mir

VIIId – Star Trek: Deep Space Nine, Teil 2: Jüdische Selbstdarstellungen von mir

Star Dreck 9: Die Star-Trek-Filmreihe von Dunkler Phönix (Star Dreck 10 und 11, ebenfalls von DP, sind leider verloren)

Star Dreck XII: Babylon 5 von mir

Als Beispiel für Robert Silverbergs propagandistisches Wirken kann ich auch noch seine SF-Kurzgeschichte „Landy“ (15 Seiten) anbieten, die in Ullstein 2000 – Science Fiction Stories 79 ab Seite 26 enthalten ist und von der interstellaren Hochzeitsreise eines Menschenmannes mit seiner „Kurzzeit-Ehefrau“ handelt, einer blumenähnlichen Außerirdischen (die titelgebende Landy). Ein Zitat daraus:

Sie werden nicht erwarten, daß ich Ihnen davon erzähle, nicht wahr? Einige Dinge sind immer noch heilig, sogar heutzutage. Wenn Sie genau wissen wollen, wie es ist, eine Suvornesin zu lieben, machen Sie es wie ich und heiraten Sie eine. Ein paar Hinweise kann ich Ihnen jedoch geben. Körperlich gleicht es dem Vorgang, den wir auf Terra kennen, soweit es die Rollen des Mannes und der Frau anbelangt. Das heißt, der Mann gibt, die Frau empfängt, im wesentlichen. Aber es gibt Unterschiede, natürlich. Warum, meinen Sie, heiratet man Fremdrassige?

Weiters empfehlenswert sind die Film- und Fernsehrezensionen von Greg Johnson (als Trevor Lynch) und anderen Autoren, die ich hier nicht auch noch alle verlinken wollte.

Nachtrag – Inzwischen gibt es einen neuen Artikel in meiner Reihe über NWO-Propaganda in geschriebener Science Fiction:

Alan Dean Fosters Homanx-Reihe (1) – Das Tar-Aiym Krang

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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Ein Kommentar

  1. „Fridays for Fiction“ einmal anders. Als nächsten Artikel in dieser Art werde ich einen über (((Alan Dean Fosters))) Romanreihe aus dem „Homanx“-Universum (insbesondere die „Flinx“-Romane) bringen (daß Foster Jude ist und sein Vater Maxwell Feinberg hieß, wußte ich bis soeben nicht), und das „Uplift“-Universum von (((David Brin))) – „Sonnentaucher“, „Sternenflut“ und „Entwicklungskrieg“ – habe ich für danach im Visier.

    Mir ist nachträglich eingefallen, daß es auf Morgenwacht bereits einen Essay über NWO-Propaganda in der geschriebenen Science Fiction gibt, nämlich Ein Schrei des jüdischen Hasses: Wie eine gehirngewaschene Weiße auf die Zerstörung der weißen Rasse hingearbeitet hat von Luke O’Farrell. Darin geht es um Ursula K. Le Guin und ihre „Erdsee“-Romane , in denen die Autorin weißenfeindliche und feministische Propaganda verabreicht. Dasselbe dürfte auf ihre SF-Romane aus der Hainish-Reihe zutreffen, aus der ich einen – „Das Wort für Welt ist Wald“ – nach der Übersetzung des Artikels von Luke O’Farrell gelesen habe. Über „Die linke Hand der Dunkelheit“ aus dieser Reihe heißt es auf Wikipedia:

    „Er gilt als einer der ersten Romane der feministischen Science Fiction und ist sicherlich die bekannteste Behandlung der Androgynität innerhalb des Genres. […] Im Vorwort nennt Le Guin den Roman (und einen Großteil der Science Fiction) ein „Gedankenexperiment“, das in diesem Fall eine mögliche Gesellschaft ohne die sexuelle Unterteilung in Männer und Frauen erforscht. Zudem soll der Roman eine weniger offensichtliche Wahrheit über die Menschheit ausdrücken: ihr, aus einem bestimmten Winkel betrachtet, androgynes Wesen.“

    Auf diesen Roman spielt der offenbar jüdische Blogautor Jason Shankel in The Strage, Secret Evolution of Babylon 5 an, wo er das Nichtzustandekommen der androgynen Wandlung von Delenn vom „männlichen“ Minbari zur halb menschlichen Frau (siehe Star Dreck XII: Babylon 5) schreibt:

    Traurigerweise wird das, was die linke Hand der Dunkelheit gibt, oft von der rechten weggenommen. Aus rein technischen Gründen sollte das, was ein bahnbrechender Moment in der transgenderierten Science Fiction gewesen wäre, nicht sein. Die Stimmänderungstechnologie, die nötig war, um Delenn männlich klingen zu lassen, war der Aufgabe einfach nicht gewachsen, und Straczynski entschied sich schließlich dafür, Delenn eindeutig weiblich zu machen, als die Serie ihre Premiere hatte.

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