Die Bürde des Judelns (1): „Messianismus“

Von Tanstaafl, übersetzt von Lucifex. Das Original The Burden of Jewing, Part 1 – „Messianism“ erschien am 23. Juni 2019 auf Age of Treason.

Ich habe The Burden of Silence: Sabbatai Sevi and the Evolution of the Ottoman-Turkish Dönmes, geschrieben von Cengiz Sisman und veröffentlicht 2015, zur Hälfte durchgelesen. Das ist eine gute Stelle, um innezuhalten und meine bisherigen Eindrücke zusammenzufassen. Ich wollte mehr über die heimlichtuerischen Kryptojuden der Türkei, die Dönmeh oder Dönmes, erfahren, und es scheint, daß die frühere, kreischigere Phase ihres „stillen“ Judelns besonderer Aufmerksamkeit wert ist.

Die erste Hälfte des Buches fokussiert sich auf den Ursprung der Dönmeh im Osmanischen Reich circa in den 1660ern. Es ist im Wesentlichen eine Biographie des Rabbi Sabbatai Sevi [Schabbtai Zvi] und skizziert auch die sabbatianistische Bewegung, die fanatische Sekte von Juden, die Sevi inspirierte. Zu der Zeit war das Judeln relativ offen und weitverbreitet, und es war selbst von Nichtjuden relativ gut als Judeln erkannt und dokumentiert. Natürlich war das Ausmaß und die Tiefe dieses Judelns nicht gut bekannt und nicht richtig verstanden, selbst von den meisten zeitgenössischen nichtjüdischen Beobachtern.

Die Geschichte spielt sich am Rande Europas ab und verbleibt am Rand des weißen Denkens, aber die Konsequenzen reichen tief und klingen weiterhin nach. Das Thema ist vielversprechend – ein Enthüllungsbericht über Jahrhunderte des heimlichen Judelns -, aber was der Autor abliefert, ist mehr Würdigung als Enthüllung. Das Buch wird als die „erste Monographie über den Sabbatianismus“ beworben, weil es den ersten Versuch darstellt, zeitgenössische nichtjüdische Quellen mit dem eifersüchtig gehüteten Judennarrativ zu integrieren. Nichtjüdische Quellen werden zitiert, aber hauptsächlich, um jene Aspekte der Geschichte zu stärken, die für Nichtjuden am wenigsten interessant sind – die spekulativen, spitzfindigen Abschweifungen darüber, wer was und wo sagte oder tat, beruhend auf immer noch spärlichen Beweisen.

Dankenswerterweise gibt es nur ein paar Abschnitte, wo Sisman es als gegeben annimmt, daß sein Leser mit irgendeinem Punkt der jüdischen Orthodoxie vertraut ist (oder sich darum schert). Seine Prosa ist klar und nicht mit der Theatralik gespickt, die man üblicherweise in jüdischen Versionen der Historie findet. Und es ist nicht schwierig, in dieser Geschichte über eine obskure Sekte von Juden an einem bestimmten Ort die Umrisse allgemeinerer Muster und die viel breitere Wirkung zu sehen, die das Judeln durch Zeit und Raum gehabt hat. Oberflächlich betrachtet beschreibt Sisman, wie die judigsten Juden die Türken bejudelten. Aber er beschreibt auch, wenn auch manchmal zwischen den Zeilen, allgemeiner das Judeln.

Die Doppelnatur seiner Erzählung beginnt mit dem Titel, The Burden of Silence [„Die Bürde des Schweigens“]. Dieser scheint sich vielleicht nur auf die Dönmeh und ihren Schwindeln zu beziehen, aber er trifft genauso sehr auf Den Stamm als Ganzes zu. Dies ist nur eine von vielen Betrügereien, die ihr tribalistisches Strafgesetz des Schweigens begünstigt hat.

Ein ehrlicherer Titel wäre gewesen: Such a Burden to Trick the Goyim, Time and Again, Without Gloating [„Solch eine Last, die Goyim wieder und wieder hereinzulegen, ohne sich hämisch damit zu brüsten“]. Wie bei jeder Entschuldigung für jüdische Krypsis muß man sich die „Last“ des Juden vorstellen, der „gezwungen“ ist zu lügen und sich zu tarnen. Stellt euch das „Schweigen“ vor, nicht frei als Jude kreischen zu können und über die dreckigen Goyim kreischen zu müssen, während man ihr Mit-Goy posiert. Stellt euch das „Trauma“ vor, die Goyim manipulieren zu müssen, von denen man sich nährt.

Stellt euch Sismans Bürde vor, erläutern zu müssen, wie Juden die Opfer sind, während er ihren Erfolg dabei beschreibt, ihre Opfer zu narren. Hier ist, wie er seine Aufgabe in seinem Vorwort darlegt:

In diesem Buch zeige ich in einer Anzahl miteinander verbundener Argumente, wie der sabbatianische Messianismus mit erstaunlicher Geschwindgkeit empfängliche religiös-soziopolitische Bedingungen in einem Großteil der frühneuzeitlichen Welt fand. Als Reaktion darauf entwickelten die osmanischen Behörden verschiedene Maßnahmen, um die Bewegung einzudämmen, aber hatten es mit krypto-jüdischen Dönmeh zu tun, die flexbile Identitäten nutzten, um Einmischung von außen auszuweichen.

. . .

Sogar „emanzipierte“ Dönmeh im zwanzigsten Jahrhundert trugen weiterhin eine etwas traumatische und säkularisierte Form der Bürde des Schweigens mit sich, wie es viele Dönmeh heute tun, die an diesem Schweigen über ihre Vergangenheit festhalten, um ihre Positionen in der moslemischen Gesellschaft zu sichern.

Obwohl die Dönmeh ein undurchdringliches und „erzwungenes“ Schweigen betreffend ihre privaten Praktiken und Überzeugungen bewahrten, war ihre Existenz immer ein „offenes Geheimnis“ gewesen. Unterdrückte Gefühle aufgrund der Praxis einer Bürde des Schweigens fügten der Komplexität der Geschichte der Dönmeh eine weitere Schicht hinzu und erzeugten eine Form von kognitiver Dissonanz, ein Trauma, oder wie Houman Sarshar es in einem anderen Zusammenhang charakterisiert hat, „die Angst vor der Erinnerung“ an die Vergangenheit. Für mache gibt es keine größere Qual, als eine unerzählte Geschichte in sich zu tragen.

Das ganze Buch hindurch macht Sisman großzügig Gebrauch von spöttischen Anführungszeichen, wie ich es tue, um Begriffe von besonderer Bedeutung hervorzuheben, besonders Begriffe, die für Juden und Nichtjuden verschiedene Dinge bedeuten.

Geheime und halbgeheime Gesellschaften wie die Dönmeh sind von Natur aus faszinierend, stellen aber als Thema akademischer Recherche zahlreiche Herausforderungen dar. Nicht nur gibt es wegen ihres Schweigens eine Knappheit an Quellen, sondern das Schreiben über das Schweigen bringt selbst ein moralisches Dilemma bezüglich der Enthüllung der „Geheimnisse“ der Gesellschaft. Die zeitgenössische Existenz der Dönmeh-Gemeinschaft macht das Schreiben über sie oder ihre Mitglieder noch schwerer. Um solche Herausforderungen zu überwinden, muß ein Forscher neue methodische Ansätze entwickeln, besonders weil in den Historien der Dönmeh nichts simpel ist oder für bare Münze genommen werden kann. Man muß sich der kapriziösen Natur von Richtig und Falsch in diesem Kontext ständig bewußt bleiben. Alles hat mehrere Bedeutungsschichten.

Ist Sisman ein Dönmeh? Er sagt es nicht, aber seine Darstellung der Überzeugungen und der Geschichte der Dönmeh ist aus einer völlig sympathisierenden Insiderperspektive erzählt. Er lehnt gewisse negative Aspekte des jüdischen Mainstream-Narrativs über Sabbatai und die Sabbatianisten ab. Er gibt zu, absichtlich manche Informationen zurückzuhalten, um die immer noch aktiven, immer noch geheimen Juden zu schützen.

Das jüdische Mainstream-Narrativ über Sabbatai und die Sabbatianisten ist, daß sie Häretiker waren, schlechte Juden. Sie behaupten, die Dönmeh seien niemals echte Juden gewesen, hätten nie irgendeinen wirklichen Einfluß gehabt und würden heute nur in den Köpfen von „Verschwörungstheoretikern“ existieren. In einem kurzen Interview im Jahr 2017 steckte Sisman seine beiden Hauptdifferenzen zu diesem Mainstream-Narrativ ab. Erstens betonte er, daß die Dönmeh sich selbst nicht als Juden sehen, sondern als „messianische Juden“. Zweitens faßte er seine These zusammen, die besagt, daß diese geheimen Superjuden einen tiefgreifenden Einfluß hatten.

In dem Interview sagt Sisman auch, daß er „conspiracists“ [„Verschwörungstheoretikern“] kontern wolle. Er verdeutlicht diesen Wunsch im Vorwort seines Buches:

Das Thema der Dönmeh ist gegenwärtig eines der umstrittensten verschwörungstheorieanfälligen Themen in der modernen Türkei und in manchen Teilen des Nahen Ostens und ist der Gegenstand mehrerer spekulativer und verschwörungstheoretischer Werke gewesen (und wird wahrscheinlich das Thema mehrerer neuer Studien in der Zukunft sein). Folglich habe ich immer ein Bedürfnis nach nichtsensationellen akademischen Arbeiten über die Dönmeh verspürt, als Gegengewicht zu jenen kontroversiellen Sichtweisen, ohne sie zu externalisieren, zu homogenisieren und zu stereotypisieren. Die Verschwörungstheorien – die großteils, aber nicht gänzlich von der religiösen Rechten ausgehen – sehen die Dönmeh als einen geheimen Zweig des Weltjudentums, oder alternativ des Zionismus, der das osmanische Regime untergrub und eine zentrale Rolle im finalen Niedergang des Reiches spielte, um es durch eine säkulare türkische Republik zu ersetzen.

Dies ist der Hauptpunkt, bei dem Sisman dem jüdischen Mainstream-Narrativ zustimmt. Er sieht Europäer und Türken, in dem Ausmaß, wie wir überhaupt existieren, als die Bösen. Sein Buch ist ein Feiern der jüdischen Verschwörung, eine Historie von Juden, die konspirierten, um die Goyim auszutricksen, an die Wand zu spielen und zu überdauern. Natürlich mag er „Verschwörungstheoretiker“ und ihre „Verschwörungstheorien“ nicht, die dasselbe Judeln negativ sehen. Der „stille“ Subtext seines Buches ist, daß die Juden und die von ihnen Übertölpelten Gegensätze, Feinde sind! Daß Juden wissen sollten und die Goyim nicht, ist der Schlüssel dazu, wie das Judeln funktioniert, wie es überlebt, nicht irgendein Zufall der Geschichte.

Sisman spart den Großteil seiner Argumente betreffend den übergroßen Einfluß des Judelns und spezifisch die zentrale Rolle, die die Dönmeh insgeheim beim Niedergang des Osmanischen Reiches und dessen Ersetzung durch eine säkulare, „liberale“ türkische Republik spielten, für die zweite Hälfte seines Buches auf. Wir werden später dazu kommen. Sein Hauptargument in der ersten Hälfte des Buches ist, daß der Einfluß der sabbatianischen Phase dieses Judelns „außerhalb der Grenzen des Reiches noch mehr gespürt wurde“. In anderen Worten, unter Europäern mehr gespürt wurde als unter Türken.

Der folgende lange Ausschnitt enthält dieses Argument und vermittelt Sismans eigenen spekulativen, konspirationellen Stil. Er veranschaulicht auch eines der allgemeineren Muster des Judelns, den er im gesamten Buch immer wieder anspricht. „Messianismus“. Wenn Juden über das „Reparieren der Welt“ schwafeln, um „G-tt“ zu dienen, dann reden sie über das Manipulieren der Goyim, damit sie Juden dienen. Sabbatais „Messianismus“ war eine besonders intensive Zurschaustellung dieses charakteristischen jüdischen Verhaltens, nur ein Beispiel dafür, wie ihr schamloses Moralisieren zum Nutzen von Juden wiederholt ihre Wirtsgesellschaft von innen nach außen gewendet und auf den Kopf gestellt hat.

Hier schildert Sisman trocken die Wirkung des Sabbatianismus auf eine Welt, die bereits von früheren jüdisch betriebenen Umwälzungen tiefgreifend geformt war:

Die gängige Annahme über die Größe und Wirkung der Bewegung, die großteils aus erzählerischen Quellen stammt, war, daß das Weltjudentum, einschließlich der Gemeinschaften des Osmanischen Reiches und Europas, von der sabbatianischen Euphorie während deren Blütezeit überwältigt wurde. Beruhend auf dieser Annahme dachten viele Osmanisten und jüdischen Wissenschaftler, daß die Bewegung eine große destruktive Wirkung auf die bereits schwindenden jüdischen Gemeinschaften hatte.

Die Untersuchung des osmanischen Kontexts der Bewegung zwingt uns, einige dieser Annahmen zu revidieren. Erstens war die Bewegung im Osmanischen Reich nicht so groß wie in Europa. Zweitens stellte die Wirkung der Bewegung keine große Bedrohung für das Schicksal des osmanischen Judentums dar. Warum wurde die sabbatianische Bewegung dann von der modernen Wissenschaft so wahrgenommen? Frühere Antworten auf diese Frage fokussierten sich auf christliche millenaristische Erwartungen, die berechneten, daß das Kommen des Messias und das Ende der Zeit im Jahr 1666 stattfinden würde. Solche Erwartungen, wurde argumentiert, bauten eine massive messianische Erwartung in Europa auf, und diese gepaart mit jüdischen messianischen Erwartungen befeuerten die schnelle Ausbreitung der sabbatianischen Bewegung in Europa.

In Anfechtung dieses Arguments behauptete zum Beispiel Richard Popkin, daß Europäer des siebzehnten Jahrhunderts und nach ihnen viele moderne Forscher von den Schriften zeitgenössischer christlicher Beobachter der Bewegung irregeführt wurden, wie der englischen Royalisten Paul Rycaut und John Evelyn, die den Erfolg und das Scheitern der Bewegung absichtlich größer darstellten, um die Juden lächerlich zu machen und die Erwartungen heimischer nichtkonformistischer Millenaristen zu zerschlagen. Ohne die Gültigkeit dieser Erklärung zu widerlegen, denke ich, daß ein weiterer Faktor hinter der schnellen Verbreitung der Bewegung in Europa steckte, besonders unter millenaristischen Kreisen in den reformierten Ländern: die Prophezeiungen vom „Untergang des türkischen Reiches“. Laut einer uralten christlichen Prophezeiung gab es eine inhärente Verbindung zwischen christlichem Millenarismus und jüdischen messianischen Erwartungen. Juden sollten zum Christentum konvertieren und dann vor der Wiederkunft Jesu ins Heilige Land zurückkehren. Und das notorische Datum 1666 wurde als das Datum des Aufstiegs des Antichrist berechnet – des jüdischen Messias. Ironischerweise wurde die christliche Maria laut manchen kabbalistischen Traditionen in jenen Zeiten als oberste Teufelin gesehen, als dämonisches Gegenstück zur Anwesenheit Gottes, die Shekhina. Es gab einen „Stolperstein“ für die Verwirklichung dieses Projekts in seiner Gesamtheit. Das Heilige Land war in jenen Tagen unter türkischer Herrschaft, und es sollte aus türkischen Händen erlöst werden. Ein jüdischer Messias oder Antichrist, der aus dem Osten komme, wurde als ein Zeichen auf dem Weg zur Erfüllung dieser Prophezeiung gesehen. In anderen Worten, Sevi, der aus dem Osten kam, würde ein Ende der „türkischen Bedrohung“ bringen, die jahrhundertelang europäische Ambitionen bedroht hatte, was zur Erlösung des Heiligen Landes und zur Vorbereitung der Juden für die Bekehrung zum Christentum führen werde. Christliche Prophezeiungsbücher des siebzehnten Jahrhunderts sind voll mit dieser Darstellung der Verbindung zwischen dem türkischen Untergang, der jüdischen Bekehrung und der christlichen Erlösung, wie es sich im folgenden Zitat widerspiegelt:

„Türken, die alle Nationen überrennen, als eine (auf den Antichrist folgende) Plage für die christliche Welt. Gott hat die Absicht, [die Türken] völlig zu vernichten, damit der Weg der Könige des OSTENS bereitet werden. Unter dem König des Ostens sollen wir die Juden verstehen, die Könige genannt werden. . . . Der Weg, der für die Juden bereitet werden soll, ist ein zweifacher. Erstens ihre Bekehrung, und zweitens ihre Rückkehr in ihr eigenes Land, indem der Stolperstein von ihrem Weg genommen wird. Die Papisten sind ein sehr großer Stolperstein für die Bekehrung der Juden; und die Türken sind ein großes Hindernis für ihre Rückkehr in ihr eigenes Land, in das sie zu bringen Gott versprochen hat.“

Beeinflußt von diesen Arten von millenaristischen und royalistischen Schriften stimmen die meisten erzählerischen Quellen darin überein, daß die Bewegung Chaos für den Handel und die täglichen Angelegenheiten des Reiches brachte.

Je mehr die Dinge sich ändern, desto mehr bleiben sie gleich. Aktualisiert „Türken“ zu „Islamisten“, und dieses Zitat aus dem 17. Jahrhundert paßt immer noch in das fundamentalistische christliche Denken. Es paßt genauso auch zu anderen, säkulareren Formen jewhadistischen Denkens. Was sich in dieser „uralten christlichen Prophezeiung“ widerspiegelt, ist die Macht des jüdischen Moralisierens und Narrativs.

Die Idee hinter all dem ist der „Messianismus“ – ein judiges Wort für eine judige Idee, deren Ursprung viel älter ist als das Christentum oder der Islam. Eine Menge nichtjüdischer Betrogener haben die Idee übernommen und lahm für sich anzupassen versucht, sogar bis dahin, daß sie sich als die „wahren” Juden wähnten. Wie verzerrt diese Idee auch sein mag, die Crux davon bleibt: Kämpft, um die Juden zu retten, weil die Juden euch das sagen.

Sisman stellt nie eine direkte Analogie her, aber in Sabbatai Sevi beschreibt er einen Jesus der letzten Tage. Keinen typischen Propheten, sondern einen bilderstürmerischen Rabbi, der sich als einen „Messias“ präsentierte, als einen Erlöser von Juden. Sabbatai kommt für Christen genau deshalb als „Anti-Messias“ rüber, weil sie eine frühere Version der Geschichte bevorzugen, sie haben bereits einen anderen Juden als ihren „Messias“ akzeptiert.

Was als Konflikt zwischen Gegensätzen erscheinen mag, ist in Wirklichkeit nur der übliche Zusammenprall von Judennarrativen. Die Meinungsverschiedenheit über Methoden tarnt nur die fundamentale Einigkeit darüber, wer profitieren muß. Allgemein gesprochen geht das Spiel so: Zwei Juden, drei Meinungen darüber, was für die Juden am besten ist. In diesem Fall ist das Spiel: Zwei „Messiasse“, drei Meinungen darüber, wie die Juden zu retten seien. Diese Sicht auf Judenbewegungen allgemein wird in Sismans Erzählung über Sabbatai und die Sabbatianisten erhärtet.

Das erste, das man bei Juden verstehen muß, die Sabbatianisten und schließlich Dönmeh wurden, ist, daß sie die Nachkommen von Juden waren, die lange und erfolgreich eine Vielzahl von Goyim ausgenutzt haben. Dies ist das jüdische Normal. Wie verschiedenartig ihre Reisen auch sein mögen, wie verschieden ihre Methoden des Judelns, sie sehen sich als ein Kollektiv, das völlig verschieden von und über Kreuz mit den Menschen ist, unter denen sie leben:

Die osmanischen Juden kamen aus verschiedenen Teilen der Welt und wurden über Jahrhunderte zu einem integralen Teil der osmanischen Wirtschaft und Gesellschaft und besetzten wichtige, wenn nicht einzigartige Positionen, zum Beispiel als Botschafter, politische Berater, Steuereinnehmer, Privatbankiers, Ocakbezirganis (die Händler-Banker des Janitscharenkorps), Ärzte und Hofmusikanten.

. . .

Am Ende des fünfzehnten Jahrhunderts beschrieb Rabbi Tsarfati aus Edirne in seinem bekannten Brief an das europäische Judentum das Osmanische Reich nicht bloß als Zufluchtsort, sondern auch als Land wirtschaftlicher Chancen, wo Juden anders als irgendwo sonst frei leben und ihre Religion praktizieren konnten. Dieser Aufruf verursachte eine aschkenasische Migrationswelle in das Reich. Dann kamen die sephardischen Juden und Marranos, die im sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert gezüchtigt und von der iberischen Halbinsel vertrieben worden waren.

Die Dinge waren damals und dort so ziemlich wie hier und heute. Die Juden sind die ursprünglichen „Flüchtlinge“, und es ist ihr Narrativ, ihr „Messianismus“ in der einen oder anderen Form, das sie ermächtigt, auf magische Weise über die Grenzen von Staaten zu wandern, die nur angeblich von feindseligen Nichtjuden regiert werden. Die Osmanen zum Beispiel hatten ihren eigenen President Kushner:

Zum Beispiel verglich Capsali unter Verwendung eines messianischen Vokabulars Sultan Süleyman den Prächtigen mit König Salomo, als einen Emanzipator und Beschützer der Juden.

Sisman schreibt den Aufstieg des Sabbatianismus unter Juden innerhalb des Osmanischen Reiches ihrem Kollektivbewußtsein und ihrem Gefühl einer gemeinsamen Sache mit Juden anderswo zu:

Ein Massaker im benachbarten Polen im Jahr 1648 verband die Geschichten von Sabbatai, dem Osmanischen Reich und Polen miteinander. Im Jahr 1648 stiftete der ukrainische Offizier Bogdan Chmielnicki (1594 – 1657) mit der Unterstützung des Tatarenkhans der Krim die örtlichen Bauern dazu an, gegen ihre polnischen Oberherren zu kämpfen, und tötete brutal Tausende Menschen, einschließlich Juden. Unter der Annahme, daß die Juden mit dem polnischen Adel verbündet waren und ihnen als Lieferanten, Steuereinnehmer und Finanzberater dienten, massakrierten die Kosaken sie. Man schätzt, daß 100.000 – 200.000 Juden während der Revolte von 1648 – 1649 getötet wurden. Dieses Ereignis führe den kosakischen Begriff „Pogrom“ in unser Vokabular ein.

Natürlich ist „Holocaust“ in derselben Weise und aus demselben Grund in „unser“ Vokabular eingeführt worden. Weil die Judenmedien „Messianismus“ verbreiten, verbreiten sie jüdische Ängste und Fiktionen als Fakten. Was laut den Judenmedien höchst wichtig ist, ist, daß irgendjemand die sechs Millionen in Sicherheit bringt.

Als die Nachricht von den Chmielnicki-Massakern in den 1648ern Izmir erreichten, steckte Sevi immer noch in seiner eigenen Welt und studierte die kabbalistischen Texte über die Natur des jüdischen Messias. Wir wissen nicht sicher, ob er von dieser schrecklichen Nachricht, die die jüdische Welt in Schock versetzte, beeinflußt wurde, aber möglicherweise erstmals 1648 erklärte Sabbatai sich selbst zu dem seit langem erwarteten Messias und sprach öffentlich das Tetragramm aus, den unaussprechlichen Namen Gottes, den auszusprechen den Juden seit der Zerstörung des Zweiten Tempels verboten gewesen war. Wie der zeitgenössische armenische Historiker Arakel (gest. 1670) bestätigt, sagte er: „Ich bin der Erlöser, und ich bin gekommen, um Israel zu retten.“

Es ist wiederholenswert, daß der „Messianismus“ partikularistisch ist, er betrifft spezifisch die Rettung der Juden. Er wird ergänzt durch das jüdische Greueltaten-Hoaxing, bei dem es spezifisch um das Erzeugen von Mitgefühl für Juden geht. Beide sind charakteristische Äußerungen des jüdischen Tribalismus, und die Häufigkeit und Intensität, mit der sie sich manifestieren, ist ein indirektes Maß der Stärke dieses Tribalismus.

Den Sabbatianismus zu verstehen ist nich schwer. Sabbatai Sevi stellte sich einen neuen Weg vor, die Juden zu retten. Die Juden, die ihm mehr oder weniger zustimmten, wurden die Sabbatianisten. Die Juden, die die gängige Vorgangsweise bevorzugten, betrachteten sie als Häretiker. Obwohl die Details verschieden waren, war die Stoßrichtung dieses „Messianismus“ der sabbatianistischen Geschmacksrichtung weder neu noch unüblich:

Wie reichlich in Studien über den Chassidismus demonstriert, eine weitere weitverbreitete jüdische mystisch-messianische Bewegung in Osteuropa im achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, gibt uns das Studium des sozioökonomischen und kulturellen Kontexts der religiösen Bewegungen ein tieferes Verständnis ihrer Entwicklungen und ihrer Verbindung zu anderen Historien. Ruderman demonstriert, mit demselben Anliegen im Sinn, wie jüdische Gemeinschaften in der frühen Neuzeit auf faszinierende Arten miteinander verbunden waren. Für ihn veränderten besonders zwei frühneuzeitliche Gestalten, Sabbatai Sevi und der marranostämmige Baruch Spinoza, die jüdische religiöse und kulturelle Landschaft für immer.

Während Europäer Spinoza zweideutig als säkulare Gestalt sehen, sehen Juden ihn zutreffender als eine „Messias“-Figur. Als entscheidender Verfechter der Aufklärung hatte Spinozas „Messianismus“ eine enorme Wirkung auf Europäer. Der „klassische Liberalismus“, der aus diesem Umbruch entstand, wird von als „rechts“ posierenden Juden immer noch aktiv gefördert. Er läuft darauf hinaus zu predigen, daß es der Höhepunkt der Vernunft sei, sich vom Tribalismus zu distanzieren, weil wir als Individuen „Minderheiten“ wie Den Stamm besser schützen können. Wie Ben Tillman es einst zugespitzt ausdrückte:

Wir haben also ein jüdisches Milieu (über das jüdische Neuralnetzwerk mit allen anderen solchen Milieus verbunden), aus dem eine intellektuelle Bewegung der Atomisierung kommt – die ultimative individualistische Strategie -, die absolut schlechteste Strategie, die wir übernehmen könnten, wenn wir danach mit den Juden oder irgendeiner anderen Gruppe konkurrieren müßten. Könnte das nicht das Höchste in der „Kultur der Kritik“ sein? Der Kontrapunkt zu Kapitel 5 von Separation and Its Discontents?

Drei Möglichkeiten fallen einem da ein. Die erste ist, daß die Ideale der Aufklärung, die die „Antithese“ zum Judaismus waren, von der jüdischen Gemeinschaft konzipiert und den gutgläubigen Goyim verkauft wurden. Die zweite ist, daß diese Ideale eine spontane (wenngleich letztendlich maladaptive) Schöpfung des europäischen Intellekts waren, der auf die jüdische Präsenz reagierte. Die dritte, die am wahrscheinlichsten erscheint, ist irgendeine Kombination der beiden. Jede dieser Möglichkeiten ist jedoch abhängig von der Präsenz von Juden und/oder jüdischen Memen, der mutmaßlichen „Keime“.

Das Verhaltensmuster, das Kevin MacDonald identifizierte und jüdische intellektuelle Bewegungen nennt, kann besser verstanden werden als ein säkularisierter Ausdruck der jüdischen Neigung zur Hervorbringung von „mystisch-messianischen Bewegungen“. In der Tat handelt Sismans The Burden of Silence von der Verwandlung einer Bewegungsform in eine andere. Es zeichnet nach, wie der Sabbatianismus, eine offen jüdische Bewegung, die auf die Rettung der Juden abzielte, sich in eine krypto-jüdische Bewegung verwandelte, die dasselbe Ziel auf einem anderen Weg verfolgte. Der Kernpunkt für Nichtjuden ist, daß Krypsis oder „stilles“ Judeln nur die Fortsetzung des Judelns mit anderen Mitteln ist.

Fortsetzung: Die Bürde des Judelns, Teil 2 – „Konversion”

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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Ein Kommentar

  1. Hat dies auf My Blog rebloggt.

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