Gedanken zu Plan B

NUADA

Wir alle sind vermutlich immer mal wieder in Gesprächen mit dem Argument konfrontiert: „Das mag ja alles schön und gut sein, aber eine Lösung hast du auch nicht.“ Insbesondere dürfte das denjenigen unter uns entgegenschallen, die nicht mit der Superman-Wirkung der AfD rechnen und die – wie ich – nicht nur Wahlen ganz allgemein ablehnend gegenüberstehen, sondern darüber hinaus auch nicht ganz davon überzeugt sind, dass man Dinge damit bewirken kann, indem man in großen Gruppen mit Plakaten friedlich durch die Straßen zieht.

Warum sollte das Frau Merkel stören? Ganz zu schweigen von ihren Strippenziehern. Die Antwort ist natürlich ganz offensichtlich: Es stört sie nicht die Bohne! Sie tun allenfalls ein bisschen so. Die lassen sich ja noch nicht einmal von der Antifa beeindrucken, die beim G20-Gipfel ein bisschen mehr als nur einen friedlichen Spaziergang gemacht hat.

Um es gleich vorneweg zu nehmen, ich habe wirklich keinen Plan B, der…

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3 Kommentare

  1. aculeus, Gast über
    https://morgenwacht.wordpress.de/2019/06/17/gedanken-zu-plan-b/

    Hallo NUADA,

    wer uns mit dem Argument, welches Du eingangs benennst, begegnet, lässt einen entscheidenden Schritt unbeachtet.
    („Das mag ja alles schön und gut sein, aber eine Lösung hast du auch nicht.“)
    Das Prinzip von „Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe“ funktioniert nur bei korrekter Ausführung der Rechenoperationen, der Verarbeitung.
    Erwartet wird die Lösung im Sinne eines Ergebnisses, nicht die Lösung im Sinne des Weges.

    Wir mögen das bedauern, doch vielleicht müssen wir uns das selbst zuschreiben – vielleicht haben wir unsere Gesprächspartner zu sehr verwöhnt, indem wir all zu oft ihrem Verlangen nach Unterhaltung nachkamen, statt sie in ihrem eigenen Denken stärker zu fordern.
    Sind wir zu stolz auf die Resultate unseres Grübelns? …so dass wir zu gerne vorschnell mit Ergebnissen glänzen, statt durch mäeutische Fragen das Denken zu erzwingen?

    Zumeist werden in Gesprächen mehrere Themen gestreift, und so kommt es, dass der jeweilige Tiefgang bereits auf der Ebene des Staubwischens endet, um dann nahtlos in die Benennung mehr oder minder verwandter Probleme überzugehen.
    Eine wirkliche Analyse erfolgt in der Regel nicht. Statt dessen wird nach der Beschreibung eines Mißstandes die fertige Lösung erwartet und viel zu oft auch angeboten.
    Zur Bestätigung geben wir uns mit einem Like oder einem Dislike zufrieden.
    Ich möchte hierbei sogar so weit gehen, dass ich behaupte, wir seien zu anspruchslos geworden, zu umgänglich. Wir verzichten auf das Einfordern der Bringschuld eigenen Nach- und Mitdenkens seitens des Gesprächspartners.
    Das Recht, mit uns reden zu dürfen, muss verdient werden!
    Klingt arrogant? – So darf es gerne sein!

    Nicht dass ich mich derlei Arroganz wirklich erfreute… – vielmehr erachte ich sie als ein notwendiges Werkzeug, mit dessen Hilfe es gelingen kann, den Kreisen derer zu entfliehen, welche uns in ihre „Taschenrechner-Logik“ hinabziehen wollen.
    (just-in-time werden aus Eingabedaten fertige Resultate, ungeachtet des Rechenweges, den man ja nie erlernen musste)

    Wie zeigt sich denn der übliche Ablauf besagter Gespräche?
    Wir benennen ein Problem und belegen die als misslich empfundene Situation mit praktischen Beispielen. Alleine daraus eine Lösung ableiten zu wollen, ist wohl der menschlichen Neigung zu heuristischer Rezeption geschuldet. Evolutionär war das sicher von Vorteil, in manchen Situationen instinktiv zu handeln. Bezüglich komplexerer Lösungen ist es jedoch eher eine Bürde, wenngleich auch eine sehr bequeme.
    Wenn wir uns dessen bewusst sind, reduziert sich die Bedeutung des zitierten Satzes auf das verdiente Maß einer Floskel, die fortan nicht mehr weiter stören muss.

    „Das mag ja alles schön und gut sein, aber eine Lösung hast du auch nicht.“
    Nein, eine Lösung als Ergebnis habe ich auch nicht, aber ich bin wenigstens bereit und willens, einen Lösungs-Weg zu erlernen.

    Danke für den anregenden Strang

    Aculeus

    Antworten
  2. …Entschuldigung,
    der Kommentar sollte eigentlich zu NUADA,
    soll ich ihn dort nochmals posten, oder lassen wir ihn hier stehen?
    aculeus

    Antworten
  3. Ja, poste ihn drüben nochmals, aber hier kann er ja auch stehen bleiben.

    Antworten

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