Gedanken über die geschützte Rasse

Von Dr. Andrew Joyce, übersetzt von Lucifex. Das Original Thoughts on the Protected Race erschien am 11. April 2019 auf The Occidental Observer.

„Wisset, daß wir Leo den Juden, unseren Goldschmied und all seine Angelegenheiten, in unsere Hand, unsere Obhut und unseren Schutz genommen haben. Und daher befehlen wir, daß ihr besagten Leo und all seine Angelegenheiten bewacht und verteidigt und ihm keinen Schaden und keine Verletzung zufügt.“

Proklamation von König Johann von England, 10. Nov. 1199

„Mein Amt wurde gesetzlich geschaffen und dazu bestimmt, das jüdische Volk auf der ganzen Welt zu schützen. Denken Sie darüber nach. Die größte Macht der Welt ist gesetzlich und bestimmungsgemäß darauf fokussiert, die Juden zu schützen.“

Elan Carr, Gesandter des U.S.-Außenministeriums für Antisemitismus, Februar 2019

Nach fast jeder Metrik sind die Juden die geschützteste ethnische Gruppe der Erde. An der Frontlinie dieses Schutzes wird die institutionelle jüdische Sicherheit im gesamten Westen durch die Steuerzahler stark subventioniert. In Deutschland gibt die Regierung dem Zentralrat der Juden ein jährliches Stipendium von 15 Millionen Dollar. Im Vereinigten Königreich gibt die Regierung ungefähr 20 Millionen Dollar jährlich sowohl für die Sicherheit für jüdische Institutionen und für „Holocaust-Erziehung“ aus, die „antisemitische Ideen“ bekämpfen soll. Dies zusätzlich dazu, daß das Vereinigte Königreich fast 70 Millionen Dollar für eine neue Holocaust-Gedenkstätte zugesagt hat, die dasselbe Ziel erreichen soll. Ungarn hat 3,4 Millionen Dollar für „die Bekämpfung des Antisemitismus in Europa“ versprochen, und Schweden hat 2 Millionen Kronen für die Erhöhung der Sicherheit an jüdischen Institutionen überreicht. Frankreich hat seit 2015 107 Millionen Dollar für die „Bekämpfung von Antisemitismus“ überreicht. Dies bringt uns auf eine Gesamtsumme von über 215 Millionen Dollar für den „Schutz von Juden“ und die „Bekämpfung von Antisemitismus“ und berücksichtigt nicht einmal die Ausgaben in den Vereinigten Staaten (irgendwo zwischen 20 und 50 Millionen Dollar jährlich für die direkte Sicherheit an jüdischen Institutionen) oder die Ausgaben von Juden für ihre eigene Verteidigung (das Jahresbudget der ADL allein liegt im Bereich von 58 Millionen Dollar). Man bekommt den deutlichen und bemerkenswerten Eindruck, daß das Diaspora-Judentum global wahrscheinlich ungefähr annähernd 1 Milliarde Dollar braucht, um sich sicher zu fühlen.

Juden werden auch auf andere Arten geschützt. Seit Mitte 2018 haben Resolutionen und andere gesetzliche Maßnahmen gegen Antisemitismus an Tempo und Ausbreitung zugenommen. Im Mai 2018 wurde South Carolina der erste US-Bundesstaat, der den Anti-Semitism Awareness Act beschloß, der effektiv Äußerungen gegen Israel auf dem Gelände von Colleges beendet und von South Carolinas höhere öffentliche Bildungseinrichtungen verlangt, „die Definition [des Außenministeriums] von Antisemitismus zum Zwecke der Feststellung zu berücksichtigen, ob die behauptete Praktik von antisemitischer Absicht motiviert war“, wenn sie „untersuchen oder feststellen, ob es eine Verletzung der College- oder Universitätspolitik gegeben hat, die diskriminierende Praktiken auf der Grundlage von Religion verbietet.“ Im Februar 2019 kündigte Präsident Macron von Frankreich ein „Durchgreifen gegen Antisemitismus“ an, zu dem die Auflösung dreier pro-weißer Organisationen, die Definition von Antizionismus als Form von Antisemitismus und die Einführung neuer Gesetze gegen „Hassrede“ gegen Juden in sozialen Medien gehören würde. Erst vor ein paar Wochen beschloß Florida ein Gesetz, das Antisemitismus definiert und ihn nach dem Gesetz des Bundesstaates illegal macht. Tennessee hat versucht, ein Gesetz für Antisemitismusbewußtsein zu erlassen und kürzlich eine Resolution zur „Bekämpfung von Antisemitismus“ herausgegeben, indem es eindeutige Unterstützung für Israel erklärte. Dies folgt natürlich einer Resolution des Repräsentantenhauses auf dem Fuß, die nach Ilhan Omars nun notorischen Bemerkungen über die Israel-Lobby „Antisemitismus verurteilt“.

Es gibt einfach sonst keine andere Volksgruppe auf Erden, die dasselbe Maß an finanziellem und gesetzlichem Schutz wie die Juden genießt. Natürlich könnten die Uninformierten bei Konfrontation mit einer solchen Tatsache antworten, daß dieses Maß an Unterstützung sowohl gebraucht wird als auch verdient ist. Laut dem überlieferten Narrativ legt die jüngere Geschichte nahe, daß die Juden die verwundbarste und am meisten zu Opfern gemachte Gruppe des Westens sind. All diese Gesetze und all diese Finanzmittel sind daher bloß eine Reaktion auf ein akutes Bedürfnis. Aber die jüngere Geschichte hat nichts mit dem Schutz von Juden zu tun, und genausowenig sind diese Maßnahmen eine Reaktion auf irgendeine unmittelbare Bedrohung. Um voll einschätzen zu können, was genau vorgeht, müssen wir viel weiter in der Zeit zurückgehen.

Sollten Sie jemals zufällig die englische Stadt Lincoln besuchen, so empfehle ich, daß Sie dem Restaurant Jew’s House einen Besuch abstatten. Sie werden dort nicht nur eine recht gute Küche genießen, sondern es wird Ihnen auch eine Gelegenheit geben, in eines der fünf überlebenden Häuser des mittelalterlichen Englands hineinzuschauen. Das Gebäude war einmal, wie der Name andeutet, das Haus eines Juden aus der Mitte des zwölften Jahrhunderts bis zur Vertreibung der Juden aus England im Jahr 1290. Seine letzte jüdische Besitzerin soll Belaset gewesen sein, die Tochter des Geldverleihers Solomon of Wallingford. Belaset wurde im Jahr 1279 für Münzbeschneidung gehängt, eine Praxis des 13. Jahrhunderts, bei der (vorwiegend jüdische) Geldhändler Gold- und Silbermünzen leicht abschabten und mit der Zeit genug abgeschabtes Material ansammelten, um neues, illegales Geld zu erzeugen. Jew’s House ist nicht das einzige mittelalterliche Wohnhaus, das in Lincoln immer noch steht. Einen kurzen Fußmarsch entfernt befindet sich das Norman House. Wie Jew’s House wurde es um 1170 für einen jüdischen Geldverleiher gebaut, Aaron of Lincoln, und darin wohnten ebenfalls Juden bis zur Vertreibung.

„Jew’s House“ in Lincoln, England: Dieses Wohnhaus aus dem 12. Jahrhundert ist eines der ältesten überlebenden Stadthäuser in England, großteils aufgrund der Tatsache, daß es für maximale Sicherheit und Dauerhaftigkeit gebaut wurde.

Daß Englands älteste Häuser fast alle jüdischen Ursprungs sind, und daß sich zwei davon in Lincoln befinden, ist kein Zufall. Das Judentum von Lincoln war die wohlhabendste und die zahlenstärkste aller mittelalterlichen jüdischen Gemeinden in England, und das Überleben dieser Wohnbauten verdankt viel zwei Faktoren – dem jüdischen Reichtum und dem jüdischen Sicherheitsbedürfnis. Juden hatten das Geld, um Wohnhäuser mit teurem örtlichem Kalkstein zu bauen, und sie hatten einen Wunsch, sehr starke, fast uneinnehmbare Wohnhäuser zu bauen, die dem Ansturm sowohl des Menschen als auch der Zeit widerstehen konnten. Ein architektonisches Schlüsselmerkmal ist ein halb versenktes unterirdisches Gewölbe, das eine sichere Lagermöglichkeit für den Reichtum derjenigen bot, die in den Unterkünften darüber wohnten. Pioniere dieses relativ luxuriösen Wohnstils waren die Juden, die als Teil der normannischen Eroberung nach Lincoln zogen, und er beruhte auf der jüdischen Erfahrung des jüdischen Lebens nahe den normannischen Eliten in den Herzogshallen der Normandie. Der Bau solcher Häuser im England des 12. Jahrhunderts sandte somit eine klare Botschaft: Juden waren ein intimer Teil der neuen Elite, Juden kamen vorwiegend als Geldhändler, und Juden erwarteten, gehasst zu werden und ein hohes Maß an Schutz zu brauchen. Tausend Jahre sind nun vergangen, und doch ist es eines der bemerkenswerten Besonderheiten der Weltgeschichte, daß diese drei Aspekte des jüdischen Lebens sich überhaupt nicht geändert haben. Die Juden bleiben ein intimer Teil der Elite, Juden bewahren eine „besondere“ Beziehung zum Geld, und die am Beginn dieses Essays beschriebenen Fakten deuten darauf hin, daß die Juden voll erwarten, gehasst zu werden und ein hohes Maß an Schutz zu brauchen.

Die jüdische Strategie unter Europäern hat immer auf Unternehmungen mit hohem Risiko und hoher Belohnung beruht. Während des Großteils der letzten tausend Jahre gehörten dazu vorwiegend ausbeuterische finanzielle Beziehungen, die unglaublich lukrativ waren, aber zu enormer Feindseligkeit unter nichtelitären europäischen Populationen beitrugen. Die Standardmethode der Ausbalancierung von Profit und Gefahr war die Bildung einer Beziehung zu sehr starken Eliten und die Einbeziehung jener Eliten in das Teilen der Profite (womit auch sichergestellt wurde, daß sie aus jedem Angriff gegen Juden einen Verlust erleiden würden). Während der gesamten europäischen Geschichte waren die Ergebnisse risikoreicher Unternehmungen katastrophal für Juden, wenn Versuche zur Bildung oder Aufrechterhaltung solcher Beziehungen scheiterten, da der Groll von unten sich endlich Luft machen konnte. Dies kann man in Fällen sehen, wo die Macht des Monarchen geschwächt wurde (z. B. die Vertreibungen der Juden durch Edward I. als Reaktion auf den Aufstieg der Barone), wo es einen Bruch zwischen dem Tod eines Königs und der Krönung eines anderen gab (z. B. Tötungen von Juden um die Krönung von Richard I.), wo der Monarch unverrückbar feindselig gegenüber den Juden und ihren Interessen war (z. B. die Schaffung des Ansiedlungsrayons durch Katharina die Große [Anm. d. Ü.: siehe dazu jedoch Juden im zaristischen Rußland von Bradford Hanson!]), und wo die Unterstützung des Volkes für Regierungseliten und deren Autorität schnell zusammenbrachen (z. B. das Weimarer Deutschland und der nachfolgende Aufstieg Adolf Hitlers). Ein sehr hohes Maß an Schutz durch die Elite wird daher von Juden nicht ganz ohne Grund als absolut wesentlich für den Fortbestand jüdischer Gemeinden und ihrer Verhaltensweisen unter europäischen Populationen gesehen.

Robert Chazan schreibt über Juden und den Staat im mittelalterlichen Europa: „den Juden wurde normalerweise beträchtlicher Schutz von der säkularen Obrigkeit gewährt. Dies bedeutete Warnungen vor Gewalt, wenn Leidenschaften entfacht wurden, Anstrengungen zur Niederschlagung von Gewalt, wenn sie tatsächlich aufflammte, und schließlich die Verhängung von Strafen, wenn die Schutzversuche versagten und Juden Verluste an Leben und Eigentum erlitten. Die Grundstoßrichtung der Regierungspolitik gegenüber den Juden war Schutz.“ [1] Kevin MacDonald hat argumentiert, daß Juden hervorragende Strategen waren, und diese Fähigkeit, sich den Umständen anzupassen, zeigt sich sicherlich im Verhältnis zu dem Bedürfnis, sich Privilegien in Form von Schutz durch die Elite zu sichern. Der jüdische Historiker Yosef H. Yerushalmi hat hervorgehoben, daß Juden, wo immer sie lebten, dazu neigten, Verbindungen zu „der höchsten verfügbaren Regierungsmacht herzustellen, ob Kaiser oder Kalif, Graf, Herzog oder König, Bischof, Erzbischof oder Papst.“[2] Yerushalmi bezeichnete solche Beziehungen als „direkte vertikale Allianz.“ Magda Teter hat die flexible Art betont, mit der Juden an die Herstellung direkter vertikaler Allianzen herangehen:

Zu Beginn ihrer Ansiedlung in Polen bildeten die Juden eine starke Beziehung zu Monarchen, die Privilegien erteilten und den Schutz der Juden zusicherten. Als Polens Machtbalance sich von einer starken Monarchie zu einer dezentralisierten Adelsrepublik verschob, wurde die jüdische Beziehung zum König in eine symbiotische Beziehung zu den mächtigen Adeligen umgewandelt. Die jüdische Stützung auf den königlichen Schutz wurde in eine Stützung auf die Adeligen umgewandelt. Zuerst Könige und dann die Adeligen setzten Juden oft in Positionen, die ihnen oft Autorität über Christen gaben.[3]

Genauso wie die Vermischung finanzieller Interessen mit den Adeligen war ein weiteres Merkmal von der frühen Neuzeit bis ins neunzehnte Jahrhundert die Mischheirat zwischen Juden und der europäischen Aristokratie. Dies war ganz buchstäblich die physische Verbindung von Interessen, vielleicht der ultimative Schutz vor einer Gegenreaktion der Elite. Bis zum frühen 20. Jahrhundert war das Ausmaß des jüdischen Einheiratens in die britische Aristokratie derart, daß es L. G. Pine, den Herausgeber von Burke’s Peerage von 1949 – 1959, zu schreiben verleitete: „Die Juden haben sich so eng mit dem britischen Adelsstand verbunden, daß es unwahrscheinlich ist, daß die beiden Klassen einen Verlust erleiden, der nicht gegenseitig ist.“ Bei den Trends der Geschichte in den Jahrhunderten vor den 1950ern kann man sich extrem schwer vorstellen, daß dies zufällig geschah, oder ohne irgendein Maß an bewußter oder unbewußter Absicht.

Als flexible Strategen waren die Juden mehr als fähig, die Umwandlung von aristokratischer Herrschaft zur Sozialdemokratie zu bewältigen, die zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert stattfand. Als eine Art von Interregnum gab es jedoch frühe Probleme mit der jüdischen Sicherheit, während die neue Form einer direkten vertikalen Allianz etabliert wurde. Eine allgemeine beherzigenswerte Regel ist, daß dort, wo die Elite pro-jüdisch oder mit jüdischen Interessen verbunden ist, Juden wahrscheinlich verläßliche Unterstützer des Status quo hinsichtlich der Regierung sind, eine starke Regierung unterstützen und gegen die Freiheit des Individuums sind (siehe z. B. die überwältigende zeitgenössische Unterstützung für Schußwaffenkontrolle). Umgekehrt sind Juden, wenn Eliten als weniger zur Unterstützung jüdischer Interessen geneigt wahrgenommen werden, wahrscheinlich sehr überrepräsentiert unter elitefeindlichen Elementen, als radikale Sozialisten und als königsmörderische Revolutionäre (z. B. die bolschewistische Revolution). Wo die Regierungsform bloß schwächer wird, sind Juden gezwungen, ihre Strategien in einer zeitraubenderen, aber nichts weniger drängenden Weise umzugestalten. Tatsächlich war ein entscheidendes Merkmal des Sozialismus im 19. Jahrhundert ein starker Antisemitismus, der jüdische Ansprüche ablehnte, Teil „des Volkes“ zu sein, und viele antijüdische Sozialisten stellten solche Ansprüche als opportunistische und kryptische Strategien zur erneuten Sicherung der Macht unter der neuen Regierungsform dar. Eine der denkwürdigsten Aussagen der Ära in dieser Hinsicht ist die Bemerkung des französischen Sozialisten Pierre-Joseph Proudhon, daß Karl Marx, weit davon entfernt, ein echter Sozialist zu sein, „der Bandwurm des Sozialismus“ sei. Proudhon (1809 – 1865), der von vielen als der Vater des Anarchismus gesehen wird, betrachtete sozialistische jüdische „Verbündete“ wie Heinrich Heine als „nichts als heimliche Spione“, deren verborgene Agenda bloß die Sicherung jüdischer Privilegien und Schutzvorkehrungen in der Verkleidung der sozialen Gerechtigkeit war – ein Blickwinkel, der anscheinend den unwissenden Horden entgeht, die sich heute für die anarchistische „Antifa“ halten, während sie danach streben, ähnliche „Bandwürmer“ in ihrer Mitte zu schützen.

Pierre-Joseph Proudhon: „Marx ist der Bandwurm des Sozialismus.“

Mit dem Aufstieg der Sozialdemokratie mußten die jüdischen Strategien zur Bewahrung von Privilegien und Sicherheit bedeutende Anpassungen vornehmen. Am offensichtlichsten war, daß die Sozialdemokratie vorgeblich eine Bewegung für den Schutz der Masseninteressen vor jenen einer Elite war. Nachdem die Juden ein intimer Teil der Elite waren, würde dies zwangsläufig zu einem Niedergang der Macht führen, sofern die Juden nicht in der Vorstellung des Volkes eine Umwandlung in eine generischere „merkantile Elite“ oder „bourgeoise Elite“ durchmachen oder noch kühner, sich als Teil des Proletariats tarnen konnten. Es war Osteuropa, wo der Zusammenstoß zwischen den Juden und den Interessen der Massen am heftigsten wurde. Angesichts gestiegener Forderungen nach Freiheit und demokratischer Repräsentation stellten die Zaren sich auf die Seite des Volkes statt auf jene der Juden, befreiten die Leibeigenen und entzogen den Juden Schutzvorkehrungen und Privilegien. Ich würde behaupten, daß dieser Schritt statt des spezifischen Inhalts des Bolschewismus oder Kommunismus der entscheidendste Faktor bei der schließlichen Erhebung der Juden gegen den Zaren und die russische Aristokratie während der bolschewistischen Revolution war. Die scheinbar unpassende Position von Juden, die an der Seite der Bauernklasse gegen die Elite kämpften, entging den Zeitgenossen nicht völlig. Wie ein ukrainischer Kommunist es im Jahr 1876 ausdrückte: „Das Gewicht der Ausbeutung durch die Juden ist groß und ihre Schädlichkeit unbegrenzt… Wenn wir es möglich finden, die Revolution zu predigen, und nur die Revolution gegen die Adeligen, wie können wir die Juden verteidigen?“[4] Aber die Juden wollten verteidigt werden, und wenn sie nicht vom Zaren verteidigt würden und den Massen nicht trauen konnten, dann würden sie sich einfach selbst als Teil des Proletariats tarnen (Proudhons „geheime Spione“) und ihren Schutz und ihre Privilegien selbst durchsetzen.

Die Scharfsinnigkeit von Gestalten wie Proudhon und der ukrainische Kommunist fehlte in der allgemeinen Bewegung, wo Juden in intellektuellen und aktivistischen Rollen dominant waren. Innerhalb von Wochen nach Beginn der Revolution waren Juden in  der Lage, alle Einschränkungen aufzuheben, die ihnen von früheren zaristischen Regimes auferlegt worden waren, und den von Katharina der Großen eingeführten Ansiedlungsrayon abzuschaffen. Zwischen 1918 und 1930 wurden Gesetze gegen Antisemitismus erlassen, und massive Mengen von Literatur, die vorgab, antisemitische Einstellungen zu widerlegen, wurden als Teil einer gesellschaftsweiten „Bildungskampagne“ verbreitet. Theaterstücke und Filme wurden gemacht, die Juden und Antisemitismus in stark philosemitischer Art darstellten, und Prozesse gegen Individuen, die wegen „antisemitischer Verbrechen“ verurteilt wurden, wurden sehr öffentlich gemacht. Es war das Äquivalent des 20. Jahrhunderts zum Bau des Jew’s House von Lincoln, das nun nicht aus schwerem Kalkstein errichtet wurde, sondern aus raffinierten Lügen und unterdrückerischen Gesetzen.

Heute wohnen die Juden immer noch sicher, wenn auch ein wenig paranoid, in einem aus Lügen und Gesetzen erbauten Haus. Sie haben „direkte vertikale Allianzen“ mit jeder westlichen Elite hergestellt, einschließlich der „populistischsten“. Ich lächle ironisch über das Theater von Viktor Orbán, der mit George Soros herumspielt, während er Millionen in jüdische Bildungsprogramme in ganz Europa pumpt, die die Leute über die „Gefahren des Antisemitismus“ aufklären, und eine europäische „Hotline“ für besorgte Juden zur Verfügung stellt, wo sie im Fall anrufen können, daß sie sich ein wenig unsicher fühlen. Dieselbe Situation gibt es bei dem „populistischen“ Wunderknaben Sebastian Kurz in Österreich. Kurz enthüllte kürzlich einen „Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Antisemitismus.“ Zu den Maßnahmen, die von Kurz befürwortet und später in der gesamten Europäischen Union eingeführt werden sollen, gehören:

  • Eine Widmung eines Prozentanteils des BIP jährlich für die Bekämpfung des Antisemitismus;
  • Die Ausschließung von Antisemiten aus politischen Parteien und öffentlichen Ämtern;
  • Die Widmung finanzieller und anderer Ressourcen, um die Sicherheit für jüdische Gemeinden in Europa zu garantieren;
  • Internetfirmen für antisemitische Inhalte auf ihren Plattformen haftbar zu machen;
  • und Firmen zu raten, keine Geschäfte mit Ländern oder Organisationen zu machen, die in irgendeiner Weise Antisemitismus unterstützen.

Sebastian Kurz empfängt von Moshe Kantor vom European Jewish Committee eine Auszeichnung für seine Willfährigkeit in einer modernen „direkten vertikalen Allianz“.

Diese Maßnahmen erreichen ein Schutzniveau für Juden, das man seit der Zeit unmittelbar nach der bolschewistischen Revolution nicht mehr gesehen hat, und sie tragen nur zu der wachsenden Realität bei, daß viel von unserer Politik heute sich ausschließlich um die Frage des Antisemitismus zu drehen scheint. Es war einmal so, daß Juden alles innerhalb des Rahmens „Ist es gut für die Juden?“ betrachteten. Heute scheint es, daß unsere Regierungen, Medien und Akademien sich vorwiegend mit derselben Frage beschäftigen. Diese Realität prallt natürlich dramatisch mit dem Narrativ zusammen, daß Juden keinen allumfassenden Einfluß in unserer Politik und Gesellschaft haben. In diesem Sinne könnte ich hinzufügen, daß ich kürzlich zum neunten Mal von Twitter kassiert wurde. Auf meinen letzten beiden Twitter-Accounts verfolgte ich eine Strategie, solche krassen Widersprüche in kurzen, witzigen Kommentaren zu präsentieren – gerade genug Information, um den Punkt klar rüberzubringen, und gerade genug Humor, damit es im Kopf hängenbleibt. In sehr kurzen Zeitspannen sammelte ich viele Tausende von Followern an, bevor die Accounts jedesmal wegen „gezielter Belästigung“ suspendiert wurden, obwohl ich nie mit anderen Nutzern interagierte und bloß Fakten oder humorvolle Bemerkungen präsentierte. Ich denke nicht, daß ich jetzt noch auf Twitter zurückkehren werde, aber eine meiner letzten spitzen Bemerkungen, bevor ich von einem wahnhaften Neurotiker namens Gabe Hoffman gemeldet wurde (der anscheinend ohne Beweis behauptete, ich hätte ihn persönlich beleidigt, trotz der Tatsache, daß ich nie mit anderen Nutzern interagierte), war:

„Juden sind das am meisten unterdrückte Volk der Geschichte, und ich weiß das, weil sie ihren außerordentlichen Reichtum, ihr Beinahe-Monopol bei den Massenmedien, ihren massiven politischen Einfluß und ihre Zensur alternativer Standpunkte benutzten, um sicherzustellen, daß ich die Botschaft verstand.“

Dies ist das zentrale Paradox unserer Zeit. Juden genießen außergewöhnliche Privilegien, während sie sich als das am meisten unterdrückte Volk der Geschichte präsentieren. Waren sie unterdrückt, als sie in der Festung in Lincoln lebten? Als sie den persönlichen Schutz von König Johann erhielten? Als sie Freibriefe und Sonderschutz bekamen, um in den deutschen Fürstentümern zu leben, zusammen mit verstärkten Mauern für die Straßen, in denen sie wohnten? Als sie in die Aristokratie einheirateten? Waren sie unterdrückt, als der Zar und seine Familie abgeschlachtet wurden? Waren sie unterdrückt, als sie Antisemitismus illegal machten, Schauprozesse gegen Antisemiten in ganz Rußland durchführen ließen und die Schulen und Universitäten mit Informationen darüber fluteten, wie wunderbar sie doch seien? Werden sie unterdrückt, wenn sie Gesetze für die Europäische Union produzieren und sie nach ihrem Willen einführen lassen? Werden sie unterdrückt, wenn sie Big Tech diktieren, was auf ihren Plattformen erlaubt ist und was nicht, unter gesetzlicher Strafandrohung? Werden sie unterdrückt, wenn sie von jeder unserer Nationen einen Prozentanteil des BIP für ihren Schutz fordern? Werden sie unterdrückt, wenn eine führende Gestalt des U.S.-Außenministeriums sagt: „Die größte Macht der Welt ist gesetzlich und bestimmungsgemäß darauf fokussiert, die Juden zu schützen“?

Nein. Sie sind nicht unterdrückt. Unterdrückung ist, wenn einem die Hände von den Männern des Königs abgehackt werden, weil man sich weigerte, seine Schulden an Aaron den Juden zu zahlen. Unterdrückung ist, wenn euch gesagt wird, was ihr in eurem Land sagen dürft, eurem eigenen Land, auf dem eure Väter schwitzten und bluteten in der Hoffnung, daß ihr eines Tages als freier Mann auf diesem Boden schreiten könnt. Unterdrückung ist, gezwungen zu werden, seine Steuern und einen Prozentanteil des BIP rauszurücken, ohne daß irgendeine Abstimmung in der Sache abgehalten wird, sodaß sie an eine Population weitergegeben werden können, die bereits einflußreich und außerordentlich wohlhabend ist. Unterdrückung ist, aus der Teilhabe an der Politik ausgeschlossen zu werden, weil man zufällig Einwände gegen den Einfluß fremder Akteure in den Angelegenheiten seines eigenen Volkes und Landes hat. Unterdrückung ist, wenn die Reichen und Mächtigen ihren Einfluß benutzen, um einen durch finanzielle Aushungerung zur Unterwerfung unter ihre Interessen zu zwingen. Unterdrückung ist, wenn man ins Gefängnis kommt, weil man etwas widerspricht, das in den Geschichtsbüchern steht.

Die Situation, das gebe ich zu, sieht nicht hoffnungsvoll aus. Aber genauso wie die Geschichte von direkten vertikalen Allianzen erzählt, und von allem, das sie mit sich bringen, erzählt sie auch die Geschichten von zusammenbrechenden Eliten, unsicherem Interregnum und dem Aufstieg von Gestalten, die sich auf die Seite ihres Volkes stellen und solche Allianzen ablehnen. Eines Tages im Jahr 1290 stand das Jew’s House von Lincoln still, kalt und unbewohnt da, seine Geldkammern geleert, seine früheren Bewohner gehängt oder ins Exil getrieben. Es steht heute nach meinem Empfinden nicht als Zeugnis für Dauerhaftigkeit da, sondern als Denkmal für Anmaßung und als Spott gegenüber Ansprüchen auf Unverwundbarkeit. Ich sehe eine Zeit, in der unsere zeitgenössischen anmaßenden Bauwerke ausgehöhlt sind und vom reißenden Rauschen der Geschichte leer zurückgelassen werden.

Fußnoten:

1) R. Chazan, Church, State, and Jew in the Middle Ages (New Jersey: Behrman, 1980), S. 11.

2) Zitiert in M. Teter, Jews and Heretics in Catholic Poland: A Beleaguered Church in the Post-Reformation Era (Cambridge: Cambridge University Press, 2006), S. 28.

3) Ebd.

4) R. Wistrich, From Ambivalence to Betrayal: The Left, The Jews and Israel (University of Nebraska Press, 2012), S. 187.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Agobard von Lyon und die Ursprünge der feindlichen Elite von Andrew Joyce

Paul Singer und die Universalität des „Antisemitismus“ von Andrew Joyce

Gedanken zum jüdischen Einheiraten in einheimische Eliten von Andrew Joyce

Über die Linke und den Mythos vom „jüdischen Proletariat“ von Andrew Joyce

Hintergrund zur Magna Carta von Andrew Joyce

Aristokratie, Degeneration und Schwärme von Juden von Revilo Oliver

Juden im zaristischen Rußland von Bradford Hanson

Das Scheitern des Multikulturalismus in der polnischen Ukraine von Thomas Jones

Die Feinde zerschmettern wie ein Hammer – die jüdische Sowjetunion von Juri Lina

Sebastian Kurz, die Soros-Connection und der Verrat der FPÖ von mir

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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3 Kommentare

  1. Hat dies auf My Blog rebloggt.

    Antworten
  2. Hier war jemand so frei den Artikel in Videoform zu verarbeiten.
    https://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=uv8dXwMoSgc

    Antworten
  3. Hat dies auf diwini's blog rebloggt und kommentierte:
    Aufmerksam lesen! Lohnt sich!

    Antworten

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