Weiße Sklaverei: Man kann die Wahrheit nicht widerlegen

Von David Sims, übersetzt von Lucifex. Das Original White Slavery: You Can’t Debunk the Truth erschien am 16. Juli 2017 auf National Vanguard.

Die Unterscheidung ehrlicher historischer Forschung von einem irreführenden linken Angriff auf die Geschichte geht wie folgt:

Echte Wissenschaft ist im Allgemeinen etwas, das zu finden man sich bemühen muß. Niemand setzt sie unter Schlagzeilen und hält sie euch unter die Nase. Wenn ein historisches Narrativ mit der Plötzlichkeit, der Direktheit und der Allgegenwärtigkeit auftaucht, die wir gegenwärtig bei der Kampagne „Die Iren waren keine Sklaven“ sehen, dann ist es wahrscheinlich eine Übung in großer Täuschung.

Wenn die Medien jemals im ganzen Internet (Snopes, Slate, Wikipedia, NPR, New York Times, Associated Press, Salon, etwa ein Dutzend Videos auf YouTube, etc. etc.) mit irgendeiner Art von „Faktencheck“ oder „myth debunking“ rausplatzen, wie sie es jetzt mit der weißen Sklaverei tun, dann ist es wahrscheinlich ein orchestrierter Schwindel.

Echte Forschung fängt nicht an allen möglichen Orten zu sprudeln an wie Wasser aus tausend Feuerwehrschläuchen. Aber was die Einzelheiten betrifft:

Die Tudors Englands versuchten das irische Volk im 17. Jahrhundert auszurotten. Ihr größter Erfolg kam während eines massiven Genozids zustande (1641 – 1652), als die Bevölkerung Irlands von etwa 1.500.000 auf etwa 600.000 fiel.

Die Totenzahlen aus diesem Genozid und aus der Großen Hungersnot, die zwei Jahrhunderte später stattfand (1845 – 1852) lagen beide ungefähr in der Nähe von einer Million Menschen. Die irischen Auswanderer während der Hungersnot waren zum Großteil indentured servants [Schuldknechte], und manche von ihnen wurden freiwillig transportiert, da sie danach strebten, in ein Land zu kommen, wo sie nicht verhungern würden.

Aber die Iren, die nach den militärischen Schlächtereien des 17. Jahrhunderts während der Eroberung Irlands durch die Tudors abtransportiert wurden, waren großteils Sklaven. Die Versklavung der Iren begann ungefähr 1610. Es ist bekannt, daß König James I., der seine Herrschaft 1603 nach dem Tod von Königin Elizabeth I. begann (unter der die Eroberung Irlands begann), verkaufte im Jahr 1612 irische Sklaven in Südamerika.

Die ersten schwarzen Sklaven kamen 1617 an, obwohl es weitere 38 Jahre dauerte, bis ein Richter in Virginia die juridische Anerkennung der Institution der Sklaverei erteilte.

Im Jahr 1625 verfügte König James II. (dessen Herrschaft im selben Jahr begann), daß alle irischen politischen Gefangenen nach Westindien transportiert und an englische Farmer verkauft werden mußten (als Sklaven, nicht als Schuldknechte). Nicht lange danach waren irische Sklaven die Mehrheit unter den Sklaven in den englischen Kolonien.

Der Punkt jedoch ist, daß die Umstände der nach Amerika transportierten Iren sich in den beiden Fällen im Allgemeinen unterschieden: (1) der Transport irischer Gefangener nach dem Tudor-Genozid gegen die Iren in der Mitte des 17. Jahrhunderts und (2) der Transport von Iren, die vor der Kartoffel-Hungersnot in der Mitte des 19. Jahrhunderts flohen. Die Linken vermengen die Umstände im letzteren Fall mit jenen des ersteren und vertrauen auf die allgemeine historische Unwissenheit der Amerikaner, um einen Schwindel durchzuziehen, bei dem sie die Wahrheit zu „widerlegen“ versuchen.

Ich habe das vielleicht irgendwo schon gesagt. Aber es verdient wiederholt zu werden.

Der Unterschied zwischen einem Sklaven und einem Schuldknecht ist nicht die Zeitspanne, die er in Knechtschaft verbringt. Genausowenig die Behandlung, die er von seinem Herrn erhält. Genausowenig hängt er davon ab, ob seine Kinder seinen Status erben.

Ein Schuldknecht (indentured servant) ist ein Knecht durch einen Vertrag, der entweder einvernehmlich abgeschlossen oder durch eine gesetzliche Macht (ein Gericht) aufgezwungen wurde. Falls ein Schuldknechtschaftsvertrag existiert, dann ist die Person, für die er gilt, ein Schuldknecht. Falls kein solcher Vertrag existiert, dann ist die unfreie Person ein Sklave.

Es kann keinesfalls sein, daß all die Zigtausenden von Iren, die von König James I. und König James II. nach Südamerika, in die Karibik und nach Nordamerika deportiert und verkauft wurden, Vertragsknechte waren. Sie waren großteils Kriegsgefangene, die nicht als Schuldknechte verkauft wurden, sondern als Sklaven. Natürlich gab es an all diesen Orten und ungefähr zur selben Zeit auch eine Anzahl weißer Schuldknechte, die vertraglich zu einer Zeit der Knechtschaft verpflichtet waren.

Aber tun wir nicht so, als seien die Schuldknechte der repräsentativste Fall. Höchstwahrscheinlich waren sie die Minderheit unter den unfreien Weißen, die auf dem amerikanischen Doppelkontinent verkauft wurden. Diese Vortäuschung ist das, was Liam Hogan tut… denke ich.

Zitat aus Within a Presumption of Godlessness von Tom Dauria:

Obwohl es Semantik und belanglos ist, fingen und versklavten Christen niemals freie Afrikaner. Viele Christen wurden jedoch Sklavenhalter, indem sie Menschen kauften, die bereits Sklaven waren. Dies fand in einer historischen Ära statt, als die zivilisierte Welt aus Monarchie und Leibeigenschaft bestand. Die Massen waren Leibeigene oder Schuldknechte. Es gab genauso weiße Sklaven in Amerika wie schwarze Sklavenhalter. Bis zur Hälfte aller Ankömmlinge in den amerikanischen Kolonien waren weiße Sklaven, und sie waren Amerikas erste Sklaven. Diese Sklaverei war sogar erblich. Weiße Kinder, die weißen Sklaven geboren wurden, wurden ebenfalls versklavt.

Weiße Männer und Frauen wurden auf dem Podest versteigert; Ehemänner wurden von ihren Frauen getrennt und Kinder von ihren Eltern, wenn sie an den Höchstbieter verkauft wurden. In Amerika gab es in den nördlichen Städten freie schwarze Sklavenhalter und freie schwarze Grundbesitzer in südlichen Städten. Außerdem wurden viele weiße Sklaven in den Zuckerfabriken von Barbados und Jamaica und auf den Plantagen von Virginia zu Tode gearbeitet.

Das Establishment hat unterstützt von den gottlosen Medien die Fehlbezeichnung „indentured servitude“ geschaffen, um die Tatsache der weißen Sklaverei wegzuerklären und zu bagatellisieren. Aber unfreie Weiße im frühen Amerika nannten sich selbst Sklaven. Neun Zehntel der weißen Sklaverei in Amerika wurden ohne Indenturverträge irgendwelcher Art durchgeführt, sondern gemäß dem sogenannten „Landesbrauch“, wie er von den weißen Sklavenhändlern genannt wurde, was bedeutet, daß die Versklavung lebenslänglich war.

Laut George Sandys Gesetzen für Virginia waren Weiße „für immer“ versklavt. Der Dienst der Weißen, die an Berkeley’s Hundred gebunden waren, wurde für „dauerhaft“ erachtet. Diese Darstellungen sind aus den vielgepriesenen „Standardreferenzwerken“ wie Abbott Emerson Smiths Colonists in Bondage gesäubert worden. Die offensichtliche Absicht ist die Verschleierung mancher historischer Fakten, aber Gott allein kennt die Absicht.

Zusammenfassung der obigen Information von Tom Dauria: Obwohl es eine Institution gab, die „indentured servitude“ genannt und zutreffend so bezeichnet wurde, war die Mehrheit der Weißen in Knechtschaft keine Schuldknechte, weil es in ihrem Fall keinen Indenturvertrag gab. Sie wurden gemäß einer angeblichen informellen Institution als Sklaven gehalten, die „Landesbrauch“ genannt wurde und wahrscheinlich von den sklavenverkaufenden Profiteuren zu ihrem eigenen Nutzen erfunden wurde.

Es gab freundliche Sklavenbesitzer, zu denen bekanntlich George Washington gehörte, dessen Behandlung der Sklaven so wohlwollend war, daß die Sklaven nicht befreit werden wollten, als Washington beschloß, sie nach dem Tod seiner Frau freizulassen. Man könnte sagen, daß er sie „rücksichtslos“ trotzdem freiließ, nur daß er weiterhin für seine alten ehemaligen Sklaven sorgte. Es ist jedoch leider wahr, daß die meisten Sklavenhalter nicht so rücksichtsvoll gegenüber ihren Sklaven waren wie George Washington.

Genauso hatten die meisten der weißen Iren, die in der Mitte der 1600er-Jahre in die Sklaverei transportiert wurden, mit niemandem einen Indenturvertrag und waren daher keine „indentured servants.“ Sie waren schlicht und einfach Sklaven.

Natürlich gab es neben den weißen Sklaven auch eine Anzahl von Weißen, die Schuldknechte waren. Heute verweisen die linken Lügner auf diese Weißen in Indentur und behaupten, daß sie repräsentative Fälle waren, wohingegen sie nichts dergleichen sind. Außerdem wurden sogar weiße Schuldknechte tendenziell zu Tode gearbeitet. Wenn die Gesetze es erlaubten, wurden sie üblicherweise verbraucht.

Der Historiker Liam Hogan behauptet, daß die Iren, die während des 17. Jahrhunderts in die Karibik verschifft wurden, nicht wirklich „Sklaven“ waren, obwohl er wahrscheinlich zugibt, daß die meisten von ihnen unfreiwillig abtransportiert wurden, gegen ihren Willen der Knechtschaft zugeführt und mit Gewalt statt als Strafe für Verbrechen oder Schulden.

Hogan beharrt darauf, daß die Unterscheidung zwischen Sklaverei einerseits und Schuldknechtschaft andererseits die ist, ob die Knechtschaft „lebenslang“ und „erblich“ ist oder nicht. Im Gegenteil, die Unterscheidung ist die, ob ein Indenturvertrag von der Person unterzeichnet wurde, die dadurch zum Knecht wurde, oder alternativ solch einen Vertrag gesetzlich durch einen Richter auferlegt bekam, oder nicht. Falls solch ein Vertrag existierte, dann war er ein Schuldknecht. Falls kein solcher Vertrag existierte, dann war er ein Sklave.

Wir können natürlich darüber debattieren, ob die Sklavereibedingungen für weiße Sklaven besser waren als für schwarze Sklaven.

Aber eine Anzahl von Autoren im „Iren waren tatsächlich Sklaven“-Lager sagt, daß zumindest in manchen Fällen ein irischer Sklave ein lebenslänglicher Sklave war und seine Kinder nach ihm. Also lügt irgendjemand, und ich vermute, daß der Lügner Hogan sein könnte.

Eines scheint ziemlich sicher zu sein: die weißen Sklaven ließ man unter riskanteren Bedingungen arbeiten, in fordernderen Jobs, im Gegensatz zur landwirtschaftlichen Arbeit, für die schwarze Sklaven üblicherweise verwendet wurden. Weiße Slaven mußten sich öfter zu Tode schuften als schwarze Sklaven, weil weiße Sklaven billiger waren.

Als Frederick Law Olmsted (1822 – 1903) eine Tour durch die südlichen, am Meer liegenden Sklavenstaaten machte, bemerkte er, daß ein Schiff von schwarzen und weißen Sklaven beladen wurde. Aber die schwarzen Sklaven waren alle auf dem Kai oder auf dem Deck und warfen schwere Ballen Fracht in den Laderaum des Schiffes. Die Sklaven im Laderaum, die die Ballen aufzufangen versuchten, waren alle weiß. Neugierig darauf, warum diese Verteilung der Arbeiter vorherrschte, ersuchte Olmsted seinen Führer um Erklärung. Der Führer antwortete, daß die schwarzen Sklaven mehr kosten, wohingegen die weißen Sklaven relativ wenig kosten, sodaß der Sklavenhalter es vorzog, daß, wenn jemand sich den Rücken brach oder im Meer ertrank, es einer seiner weißen Sklaven war, der starb, statt einer der schwarzen Sklaven.

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Siehe auch:

Amerika: Land der Freien und Tapferen, oder des Oligarchen und des weißen Sklaven? von John Lilburne

Tod im Atlantik: Die deutschen Auswanderer der „Love and Unity“ von Christina Krätzig

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Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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