Das Rätsel von Christchurch

Von Travis LeBlanc, übersetzt von Lucifex. Das Original The Enigma of Christchurch erschien am 20. März 2019 auf Counter-Currents Publishing. [Anm. d. Ü.: „wignat“ ist laut Urban Dictionary im Sprachgebrauch der Alt Right eine Abkürzung für „wigger nationalist“ und bezieht sich auf eine Person, die unironischen Neonazismus bis ins Absurde und Verrückte übertreibt.]

Ich kämpfte in den „Optics Wars“. Ich war dabei, Mann. Ich war in jenen etwa 504 Megathreads neben Ricky Vaughn, Weev und Andrew Anglin und debattierte die Hauptfrage des Tages (die Optik) gegen die Mitglieder der Traditional Workers Party, ihre böswilligen Wignat-Verbündeten und den einen oder anderen wohlmeinenden nützlichen Idioten, der meint: „wir Pro-Weißen müssen zusammenhalten, egal was“.

Und ich war dort, als der „Treaty of Cuckbox“ unterzeichnet wurde.

„Die Bewegung“ (in dem Ausmaß, in dem so etwas existiert) sollte so sein, wie sie immer hätte sein sollen: nur online. Keine Märsche von Schlägertypen, kein Warten auf den großen Zusammenbruch, und sicherlich kein Stürzen der gottverdammten Regierung. Wir hatten Trump, eine MAGA-Bewegung und eine wachsende Präsenz auf YouTube. Wir hatten einige Werkzeuge, mit denen wir arbeiten konnten.

Wie durch den „Vertrag der Cuckbox“ verfügt, sollten alle LARPer, Siege-Leser, Kostümträger, Akzelerationisten, Dylann-Roof-Fetischisten und verschiedene humorlose und ironie-taube Wignats vom Land verbannt werden. Sie sollten auf die ferne Insel Gab ins Exil geschickt werden, wo sie untereinander Schwanzvergleiche ihrer „edginess“ anstellen und einen Kult um Patrick Little bilden konnten. So laßt es geschrieben sein. So soll es getan werden.

Aber seit damals haben wir zwei Wignat-Amokschießereien gesehen.

Zuerst gab es die Synagogenschießerei vom Oktober 2018 in Pittsburgh, wo das finale Social-Media-Posting des militanten Wignats Robert Bowers, bevor er sich zu seinem Einmann-Pogrom aufmachte, sich tatsächlich auf den Optics War bezog: „Scheiß auf eure Optik. Ich gehe rein.“

Die Phrase hat in Kreisen der dissidenten Rechten Kultstatus erlangt. Mr. Bond, der führende Internet-Nazirapper der Welt, benannte sogar sein neuestes Album nach Bowers‘ berühmtem Schlachtruf.

Aber das Bemerkenswerte an Bowers‘ berühmten letzten Worten war, an wen sie gerichtet waren. Gegen wen wollte Bowers ein letztes Mal sticheln, bevor er in den Kampf zog? Es war nicht die Linke. Es waren nicht die Juden. Genausowenig war es „das Establishment“, „der Tiefe Staat“ „the Cathedral“, „The Man“ oder auch jene reichen Bonzen. Seine letzte spitze Bemerkung galt Leuten wie mir, Weev, Andrew Anglin, Greg Johnson, Millennial Woes und Ricky Vaughn: den „optics cucks“. Wir sind das „eure“ in „Scheiß auf eure Optik.“

Dann schneller Vorlauf zu letzter Woche. Trump hat sich der Dunklen Seite zugewandt, der Brexit passiert nicht. Die bereits düstere Zukunft des Populismus ist in noch größere Ungewißheit geworfen worden. Die YangGang beginnt für dissidente Rechte, die nach etwas suchen, wofür sie weiterkämpfen können, wie ein attraktiver Trostpreis auszusehen.

Dann gibt es eine weitere Wignat-Schießerei, diesmal in Christchurch, Neuseeland, und jetzt ist die Welt auf den Kopf gestellt worden. Nichts, das in der Geschichte der dissidenten Rechten geschehen ist, hat uns auf das vorbereitet – nicht Hailgate, nicht Charlottesville, nicht Dylann Roof, nicht die Synagogenschießerei. Brenton Tarrant, ein Australier, der anscheinend in der Chan-Kultur, der weiß-nationalistischen Ideologie und esoterischen Memen der Alt Right extrem gut versiert ist, führte eine Amokschießerei in zwei Moscheen durch, ermordete fünfzig Moslems und verletzte viele weitere.

Es ist etwas… anders daran. Als ob sich etwas geändert hätte, als sei man um eine Ecke gekommen. Es ist nicht so „black-pilling“, wie ich dachte, daß es sein würde. Die Reaktionen der Leute sind oft überraschend gewesen. Man fragt sich dabei fast, was sie über Politik zu wissen denken.

Nun, ich bin gegen Terrorismus. Ich glaube an die Stärke unserer Ideen, und daß sie in einer Umwelt mit echter Redefreiheit sicher triumphieren würden. Ich habe noch nicht alle Hoffnung aufgegeben, daß zumindest etwas vorteilhafte Veränderung auf demokratische Weise erlangt werden kann – und bla, bla, bla. Aber ich würde lügen, wenn ich sagte, daß hier kein Silberstreif zu finden sei.

Vielleicht werde ich anders empfinden, wenn die Gegenreaktion des Tiefen Staates wirklich einschlägt, aber im Moment, wenn ich mich nur nach all den Reaktionen umschaue, frage ich mich: „Verliere ich den Verstand? Haben die Wignats die ganze Zeit recht gehabt? Sollte ich wirklich in die Wälder gehen und Siege doch noch lesen?“

Dieses Christchurch-Massaker hat etwas bewirkt, das andere Public-Relations-Katastrophen wie Dylann Roof und Charlottesville nicht bewirkt haben: es hat tatsächlich einen für unsere Sache vorteilhaften Dialog ausgelöst. Man würde denken, daß es den gegenteiligen Effekt hätte – aber bisher hat es das nicht.

Es hat Meldungen gegeben, daß Breitbart Massenlöschungen von Kommentaren von Leuten vorgenommen hat, die mit Tarrant sympathisierten, etwas, das man nach Dylann Roof nicht sah. So weit entfernte Leute wie im Vereinigten Königreich sind verhaftet worden, weil sie wohlwollend über Tarrant gesprochen haben. Und einem Mann in Neuseeland drohen zehn Jahre Gefängnis, weil er Tarrants Livestream des Massakers geteilt hatte.

Das sind nicht alles weiße Nationalisten des harten Kerns. Manche sind gewöhnliche Leute. Falls das Ziel des Christchurch-Anschlags war, das Establishment zur Überreaktion zu zwingen, so scheint es, daß sie jetzt ein größeres Netz auswerfen.

Bedenkt die Unterschiede zwischen den öffentlichen Reaktionen auf Charlottesville und auf die Christchurch-Schießerei. In beiden Fällen gab es Verurteilungen der Ereignisse und Distanzierungen davon sowohl bei der Linken als auch bei der Rechten, aber der Unterschied im Ausmaß des Cuckings ist auffällig. Sogar angebliche Befürworter der Redefreiheit stellten sich auf die Seite des Staates und der Antifa gegen die Marschierer bei Charlottesville, die sich friedlich zu versammeln versuchten. Aber dann marschiert dieser Tarrant in ein paar Moscheen, bläst fünfzig Moslems weg, und es gibt Normalos, die sagen: „Nun, irgendwie hat er nicht ganz unrecht.“

Der Unterschied ist, daß im Fall Christchurch die Mainstream-Rechte daran festgehalten hat, daß das Problem des Islams im Westen immer noch legitimerweise ein Problem ist, während sie nach Charlottesville vor weißer Identitätspolitik davonrannten. Es ist… seltsam.

Seht euch diesen Tweet von Paul Joseph Watson an:

Das ist mehr, als irgendjemand nach Charlottesville für uns tat. Wir bekamen damals nicht einmal die übliche Unterstützung von wegen „ich hasse Nazis, aber verdammt, sie haben das Recht auf den Ersten Verfassungszusatz.“ Sie verurteilten die Veranstaltung selbst und all die zugrundeliegenden Themen, die Unite the Right repräsentierte. Nach Dylann Roofs Massaker sagte niemand: „Nun, Schwarze vergewaltigen wirklich eine Menge weißer Frauen.“ Aber bei Christchurch sagen die Leute: „Okay, aber das bedeutet nicht, daß Moslems keine Arschlöcher wären.“

Ich hasse es, das zu sagen, aber es sieht verdammt stark danach aus, als würden die Leute auf ausgesprochenen Terrorismus mit guter Optik positiver reagieren als auf eine friedliche Demonstration mit schlechter Optik. Ich will nicht, daß das wahr ist, aber ich will verdammt sein, wenn es im Moment nicht danach aussieht.

Nun sage ich sicher nicht, daß das Niedermähen von fünfzig betenden Zivilisten eine „gute Optik“ ist. Aber Brenton Tarrant ist ein Charakter, und das zählt doch etwas. Er ist ein Charakter in derselben Weise, wie Al Capone, John Dillinger oder Bonnie und Clyde Charaktere waren, und sie alle wurden zu Volkshelden, trotzdem sie mörderische Verbrecher waren. Jeder ausreichend charismatische Kriminelle wird schließlich eine Fanbasis gewinnen. Seht euch nur die Faszination um Charles Manson an, oder die Liebesbriefe, die Frauen an im Gefängnis sitzende Serienmörder schreiben.

In diesem Sinn hatte Brenton Tarrant eine bessere Optik als Dylann Roof oder Timothy McVeigh. Es ist Tarrants eigene Persönlichkeit, die eines der Dinge ist, die Christchurch abhoben: er prägte das Ereignis mit seiner eigenen Persönlichkeit.

Wie Roy Batty von The Daily Stormer es ausdrückte, ließ Tarrant „RaHoWa [„Racial Holy War“ – den heiligen Rassenkrieg] entspannt und cool aussehen statt nach angestrengter Bemühung oder Zusammenzucken.“ Tatsächlich stimmt das, so ziemlich wie Al Capone das Gangstersein nach Glitzer und Glamour mit einem Hauch von Aufregung und Gefahr aussehen ließ.

Obendrein setzte Capone, so sehr er auch ein Hundesohn gewesen sein mag, sich über ein unpopuläres Programm hinweg, das die meisten Leute als unmoralisch betrachteten (die Prohibition). Das war im Denken eines Teils der Öffentlichkeit zweifellos ein mildernder Faktor. Genauso setzt Tarrant sich über ein weiteres Programm hinweg, das bei den Massen zutiefst unpopulär ist (den Großen Austausch). Und das wird die Sicht der Leute auf ihn genauso beeinflussen.

Man sieht immer noch Cucking. Ein wenig. Aber nicht mehr, als absolut notwendig. Was man nicht sieht, ist, daß eine Menge Leute hinauseilen, um Tugendsignalisierung mit ihrer Liebe zu Moslems zu betreiben.

Tucker Carlson befaßte sich mit der Sache in seiner Show am Montagabend mit dem Berufs-Islamophoben und totalen Nichtrassisten Mark Steyn. Mark Steyn ist für einen Normalo ziemlich aufgewacht und war sogar in seinen Neocon-Tagen ein Falke gegen die Einwanderung. Er half in den 2000er-Jahren die Phrase „Demographie ist Schicksal“ zu popularisieren. Steyn weiß, was bezüglich der Moslems los ist. Tucker und Steyn stellten Christchurch als Argument für Redefreiheit dar. Terrorismus, argumentiert Steyn, ist das unvermeidliche Ergebnis dessen, daß man die Leute nicht über die Frage debattieren läßt.

Zusätzlich zu Tarrants Persönlichkeit ist die Moslem-Perspektive ein entscheidender Unterschied dabei, dies von anderen aufsehenerregenden weiß-nationalistischen Ereignissen abzusetzen. Dylann Roof entschied sich dafür, Schwarze zu töten, was nach hinten losgehen mußte, weil vielen Leuten Schwarze leid tun und sie ihnen gegenüber ein Beschützerverhalten haben. Und die Judenfrage ist für die meisten Normalos, die mit Holocaustpropaganda aufgewachsen sind, zu kompliziert, um sie zu begreifen, daher war es unwahrscheinlich, daß das Herumschießen in einer Synagoge irgendjemanden aufwecken würde. Aber niemand mag Moslems. Es ist eigentlich erstaunlich, daß es so lange gedauert hat, bis so etwas passierte. Es ist erstaunlich, daß es nicht zwanzig Schießereien wie in Christchurch in den unmittelbar auf 9/11 folgenden Bush-Jahren gab, als Islamophobie als völlig normal betrachtet wurde und die US-Regierung selbst Tod und Terror auf Hunderttausende von Moslems in deren Heimatländern niederregnen ließ.

Moslems sind so unsympathisch, daß es absolut keine positiven Stereotype über sie gibt. Jede andere Rasse hat ein paar positive Stereotype. Zum Beispiel sind Schwarze gute Sportler und haben ein gutes Rhythmusgefühl, Asiaten sind gut in Mathe, Juden sind gut in der Komödie, Inder sind höflich und fleißig, Hispanics haben gutes Essen, amerikanische Ureinwohner sind weise und in Kontakt mit der Natur. Aber was sind die positiven Stereotype über Moslems? Versucht euch eines einfallen zu lassen. Es gibt keine.

Es gab früher das Stereotyp, daß Moslems konservativ und familienfreundlich seien. Die Vorstellung, daß Moslems braunhäutige Evangelikale seien, war ein populäres Mem der Bush-Ära. Aber dann erfuhren wir von den Vergewaltigerbanden und sahen ihr aggressives Verhalten auf den Straßen. Die Vorstellung von Moslems als braunhäutige WASPS wurde lächerlich. Und die Medien begannen „befreite“ Moslemfrauen zu bewerben – da ging also dieses positive Stereotyp dahin.

Sogar den größten Geistern der Linken fällt nichts Nettes ein, das man über Moslems sagen könnte. Das Netteste, das man sich über Moslems ausdenken kann, ist, daß sie nicht alle Terroristen sind.

https://twitter.com/TitaniaMcGrath/status/1099703010761076737?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1099703010761076737&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.counter-currents.com%2F2019%2F03%2Fthe-enigma-of-christchurch%2F

Obendrein empfinden Weiße keine historische Schuld bezüglich Moslems. Wir haben sie nicht zwangsweise hierhergebracht, und niemand hat sie gebeten, zu kommen – was es für unsere Overlords viel schwieriger macht, Weiße durch Manipulation zum Mitgefühl mit ihnen zu veranlassen. Weiße haben nicht das Gefühl, daß sie Moslems irgendetwas schulden.

Noch ein weiterer Faktor ist der Ort der Christchurch-Schießerei: Neuseeland. Neuseeland ist der Ort, von dem jeder schon gehört hat, wo aber niemand gewesen ist. Niemand weiß wirklich viel darüber, außer daß es Australiens Kanada oder so etwas sein soll (ihr wißt schon – im Grunde dasselbe, aber technisch nicht). Es passiert nie viel in Neuseeland, und ihr einziger Beitrag zur Weltkultur sind die „twohit wonders“ gewesen, Crowded House und die Tatsache, daß die „Herr der Ringe“-Filme dort gedreht wurden. Für die meisten Leute könnte Neuseeland genauso gut in Narnia liegen. Daß diese Schießerei auf dieser weit entfernten, halb legendären Insel stattfand, ermöglicht es den Leuten daher, die Sache in distanzierterer und leidenschaftsloserer Weise zu betrachten.

Und vielleicht sind die Leute mehr „rotgepillt“ und kampfgestählt als früher. Seit Charlottesville haben wir antiweiße Medienenten wie die Covington- und Smollett-Hoaxes erlebt. Sie haben gesehen, wie Alex Jones und Gavin McInnes die Plattformen entzogen wurden. Die Leute wissen jetzt, daß die Medien nicht ihr Freund sind, und daß es nichts bringt, sich vor ihnen zu verbeugen. Die Leute empfinden weniger Bedürfnis, Wasserträger eines Systems zu sein, von dem sie wissen, daß es sie als Nächste drannehmen wird. Vielleicht wachen die Gemäßigten gegenüber der antiweißen Agenda auf und erkennen, daß die Zeit gekommen ist, sich zu wehren. „Ja, Terrorismus ist schlecht, aber meine Güte, Moslems sind trotzdem Arschlöcher!“

Es sollte festgehalten werden, daß Mr. Tarrant Dinge in sein Manifest und sein Video allein zum Zweck dessen einfügte, Gemäßigte zum Ziel der Vergeltung des Establishments zu machen. Zum Beispiel zitierte Tarrant die schwarze Cuckservative Candace „Gefängnisinsassen sind natürliche Republikaner“ Owens als die Person, die ihn radikalisierte, was eine lächerliche Behauptung ist. Dann gab es den nun legendären „shoutout“ des Killers an den YouTuber Pewdiepie, was dazu führte, daß Pewdiepies Subreddit geschlossen wurde.

Gemäßigte wissen nun, daß ihnen ihre Redefreiheit aus Gründen weggenommen werden kann, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, selbst wenn sie nach den politkorrekten Regeln spielen und innerhalb der genehmigten Grenzen bleiben. Es braucht nur irgendein Spinner euren Namen fallen lassen, und bamm, da verschwindet eure Redefreiheit. Tarrants Absicht war es hier, Gemäßigte auf dieselbe Seite wie die Radikalen zu zwingen, oder sie wenigstens zu zwingen, aktivere Mitstreiter gegen das System zu werden.

Aber jetzt erlaubt mir bitte, für einen Moment den Aluhut hervorzuholen.

Ich sage nicht, daß das eine False-flag-Aktion war. Ich bin da agnostisch. Dennoch glaube ich, daß es wahrscheinlich Gründe gibt, irgendeine Art von Schwindel nicht auszuschließen. Ich bin da nicht der einzige. Rush Limbaugh nennt Christchurch einen Hoax. Er denkt, daß Tarrant ein Linker ist, der versucht, die Rechte schlecht aussehen zu lassen. Das ist um Meilen besser als richtiggehendes Cucking, denn Rushs Theorie nimmt zumindest die Existenz einer antiweißen Verschwörung an. Schlimmstenfalls hat er aus den falschen Gründen recht. Nachdem es also die Theorie da draußen bereits gibt, sehen wir uns nun die Argumente dafür an, daß Christchurch eine False-flag-Aktion ist.

Erstens gibt es da Brenton Tarrant, den Mann mit dem nach einem englischen Internat klingenden Namen, im Zentrum von allem. Dieser Kerl kommt aus dem Nirgendwo und sagt all die richtigen Dinge. Er kennt die Meme und die Ideologie der dissidenten Rechten vorwärts und rückwärts, und niemand in der dissidenten Rechten kennt diesen Kerl oder hat von ihm gehört. Vielleicht hat er sein sehr laaaanges Spiel gespielt? Vielleicht hat er es seit Jahren geplant, während er sich die ganze Zeit in unseren Kreisen bewegt hat, aber nie irgendwelche engere Verbindungen eingegangen ist? Es ist fast ein wenig zu perfekt.

Zweitens hat Brenton Tarrant einen Sinn für Humor, den kein Wignat wirklich hat. Dies läßt mich hinterfragen, ob er ein echter Wignat ist.

Drittens hatte Tarrant das Geld, um in der Welt herumzureisen, obwohl er ein Fitnesstrainer war. Er behauptet, mit Kryptowährungen reich geworden zu sein, was nicht unmöglich ist, aber… bequem. Wenn er so unabhängig reich war, hätte er an Portale wie Counter-Currents und The Daily Stormer spenden sollen, die dringend Finanzmittel brauchen. Aber ich schweife ab.

Und was Tarrant sich als Reiseziele aussuchte, ist ebenfalls interessant, angesichts dessen, daß zu seinen Reisezielen ausgerechnet die Türkei und Pakistan gehörten. Laut einem Hotelbesitzer dort, der ihn als „gewöhnlichen Touristen“ beschrieb, war Tarrant erst im Oktober dort. Dann gibt es da Tarrants neuntägigen Aufenthalt in Israel im Jahr 2016. Es ist interessant, daß ein weißer Nationalist diese Orte besucht, statt als Inspiration nach Rom zu gehen, das Herz der Christenheit, oder nach Britannien, das Heimatland seiner Vorfahren. Stattdessen besuchte er Osteuropa und etliche nichtweiße Länder. Dies beweist nichts, aber es ist seltsam.

Ich habe abweichende Meinungen darüber gehört, ob Tarrant eine militärische Ausbildung gehabt zu haben scheint. Ich habe selbst keine, daher bin ich nicht qualifiziert, etwas dazu zu sagen. Aber manche fanden die Tatsache, daß Tarrant unter Druck ein wenig zu cool war, verdächtig.

Wieder andere betrachten den fehlenden Antisemitismus in Tarrants Manifest als verdächtig. Wie kann ein Kerl, der so versiert in den Memen und Ideen der dissidenten Rechten ist, hinsichtlich der Judenfrage nicht ernsthaft aufgewacht sein? Es ist natürlich möglich, daß Tarrant dafür taktische Gründe hatte. Hätte Tarrant die Juden zu einem zentralen Teil seines Manifests gemacht, dann wäre Christchurch eine „Nazischießerei“ statt einer „weiß-nationalistischen Schießerei“ gewesen. Falls es sein Ziel war, Gemäßigte in den Kampf hineinzuziehen, dann war das der richtige Schritt, nachdem Normalos eine Reflexreaktion gegen alles mit „Nazi“ haben. Sie sind dazu konditioniert worden. Aber jeder weiß, daß man Moslems hassen kann, ohne ein Nazi zu sein. Verdammt, sogar manche Juden hassen Moslems!

Frühe Berichte erwähnten auch einen Komplizen (möglicherweise zwei), der zusammen mit Tarrant verhaftet worden sei, obwohl man von diesem Kerl seither nichts gehört hat. Wer war dieser Kerl? Ich würde irgendwie gern wissen, wer dieser Kerl war, bevor ich meinen Aluhut wieder in die Schublade lege.

Für mehr über die Theorie, daß Christchurch eine False-flag-Aktion war, seht euch Johnny Monoxcides Paranormies-Episode über Christchurch an. Vorerst bleibt agnostisch.

Falls jedoch die Christchurch-Schießerei wirklich irgendeine raffinierte ZOG-Operation war, dann haben sie sie in Wirklichkeit nicht sehr gut durchdacht. Oder vielleicht waren sie ein wenig zu gut bei ihrem Job, denn so oder so stellt Christchurch sich als nicht das Public-Relations-Gottesgeschenk heraus, das die Linke sich vielleicht erhofft hat.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Das Moscheenmassaker in Neuseeland verstehen von Greg Johnson

Früchte vom Baum des Lebens von Donald Thoresen

„Natürlich müssen wir das Blutbad von Pittsburgh politisieren. Das ist es, was Juden tun.“ von Kevin Alfred Strom

Existiert die „Bewegung“? von Andrew Hamilton

Das Altamont der Alt Right? von Greg Johnson

Charlottesville und der durch die Polizei herbeigeführte Autocrash von Max Musson

Wie die Juden die Schlacht von Charlottesville gewannen von Andrew Joyce

Feelings and Thoughts on Charlottesville von Dr. Robert S. Griffin

Trump’s Tergiversations on Charlottesville and Their Significance von F. Roger Devlin

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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5 Kommentare

  1. Hier haben wir weitere interessante Gedanken zum undurchsichtigen Fall Tarrant/Christchurch, und anders als Greg Johnson befaßt Travis LeBlanc sich auch vorsichtig mit der Frage, ob diese Sache eine False-flag-Aktion gewesen sein könnte.

    Als ein weiteres Indiz dafür sehe ich auch den von LeBlanc angesprochenen Umstand, daß Tarrant genau so eine „Stil-Persönlichkeit“ ist, wie es sich jetzt anscheinend als publikumswirksam herausgestellt hat – ein weiteres Element im Sinne von „fast ein wenig zu perfekt“. Vielleicht haben diejenigen, die ihn „aufgebaut“ und gelenkt haben (falls es solche gab), die früheren Fälle analysiert und es jetzt mit einer Änderung in dieser Richtung versucht.

    Noch etwas, das etwas bedeuten kann, aber nicht muß, ist der Name der Stadt, Christchurch. Als hätte (((man))) damit eine Assoziation zwischen der Bezeichnung der Gebetsstätten christlicher Goyim und jener der moslemischen Goyim, die dort ermordet worden sein sollen, schaffen wollen.

    Der von Travis LeBlanc erwähnte Effekt, daß die von der Christchurch-Sache verursachte öffentliche Aufregung schnell wieder nachgelassen hat, ist mir auch schon aufgefallen. Das kann entweder das bedeuten, was LeBlanc meint (weil diesmal die unbeliebten Moslems betroffen waren), was weiters bedeuten würde, daß allfällige (((Hintergrundkräfte))) das zu wenig vorausgesehen haben. Es kann aber auch bedeuten, daß es sehr wohl eingeplant war, aus Gründen, die für uns (noch) nicht ersichtlich sind. Vielleicht ist wieder irgendein größerer Krieg in einem islamischen Land geplant, und es soll jetzt einmal ein Vorspiel inszeniert werden, das vielleicht weitere Vorspielstufen nach sich ziehen soll, eventuell in Form moslemischer Gegenanschläge. ISIS soll ja schon mit Rache gedroht haben.

    Nix Genaues weiß man nicht, und wir können nur abwarten und beobachten.

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  2. Schon wieder:

    Understanding the Poway Synagogue Shooting

    Am Samstag, dem 27. April 2019, soll ein 19jähriger Weißer namens John Earnest in die Chabad-Synagoge in Poway bei Los Angeles marschiert sein und auf zwei Leute geschossen haben, wobei eine ältere Jüdin namens Lori Gilbert-Kaye starb. Zwei weitere Leute wurden durch Splitter verletzt.

    Von diesem Fall habe ich in den hiesigen Medien noch gar nichts mitbekommen, aber in Amerika soll das Medienaufsehen groß sein.

    Antworten
    • Sara

       /  April 30, 2019

      Doch…diese Nachricht habe ich bei einer lokalen Zeitung in NRW gelesen. „Die Rheinische Post“ hatte sie auf der Titelseite.

      Antworten
    • Auf orf.at habe ich gestern abend eine kurze Meldung gesehen, wo es darum ging, daß der Schütze anscheinend ein Einzeltäter ist; das deutet darauf hin, daß sie vorher schon eine Meldung über die Tat selbst gebracht haben, die ich übersehen habe. In den ORF-Fernsehnachrichten habe ich noch gar nichts darüber gesehen.

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  3. Ja schon wieder und es ist ermüdend. Andererseits kann es dort ja auch nicht aufhören, so lange noch der erste und der zweite Verfassungszusatz ( wenn auch schon eingeschränkt) gelten. Der 11. September ist bald ausgemolken.
    Über das erneute Auftauchen al Bagdadis kann man nur herzlich lachen auch wenn es natürlich kein gutes „Zeichen“ ist. Wie hieß das? Keine Atempause – Geschichte wird gemacht …

    Ein Einzeltäter – pfff. Er soll übrigens extra geschrieben haben, dass es echt ist. Na dann. Interessant ist höchstens, dass sie das „Täterprofil“ erweitert haben. Bislang führten sie eher ein wenig depperte, verwirrte Typen vor und nun wurde es erweitert.
    Auf dem Blog Wide Awake Gentile ist ein Artikel zu Sri Lanka zu finden.Hm.

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