„Wie hat mich überhaupt irgendjemand bemerken können?“ Rezension von Jonathan Weismans (((Semitism))): Being Jewish in America in the Age of Trump

Von Donald Thoresen, übersetzt von Tekumseh. Das Original “How Did Anyone Even Notice Me?” erschien am 30. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Jonathan Weisman
(((Semitism))): Being Jewish in America in the Age of Trump
New York: St. Martin’s Press, 2018

Es gibt ein Dilemma in der Kritik von jüdischer Literatur durch Weiße Nationalisten [White Nationalists, also Anhänger einer rassenbasierten politischen Ordnung, in der Ethnien zweitrangig sind. Es handelt sich also eben nicht um Nationalisten im europäischen Sinne des Wortes; d. Ü.]: Wie soll man mit jüdischer Hysterie bezüglich unmittelbar bevorstehender Pogrome umgehen, die es immer gibt, wann immer ein Jude nicht mit Verehrung behandelt wird, es aber gleichzeitig ein tatsächliches Ziel des Weißen Nationalismus ist, unsere Gesellschaft unblutig von Juden und jüdischem Einfluss zu befreien. Es gibt endloses Klagen über den drohenden Untergang der Juden, wann immer die leiseste Bedrohung für Internationalismus und Liberalismus in der Öffentlichkeit vernehmbar wird und man kann sich über diese Überreaktionen – oder was wir für Überreaktionen halten – kaum ein Schmunzeln verkneifen. Wir wollen sie verspotten, aber wir wollen auch, dass sie gehen. Wenn auch Juden besonders empfindlich für das Parfum des Ethnonationalismus sind, wenn es durch den Marktplatz der Ideen schwebt, sollten wir doch ihre intensive allergische Reaktion als ein positives Signal sehen und zwar selbst wenn wir, die wir uns so tragisch an auf uns zielende systemische rassische Schmähungen gewöhnt haben, ihre Ängste neurotisch und melodramatisch finden. Die gegenwärtige Welle von Literatur in Panik geratender Juden sollte alle Pro-Weißen ermutigen.

Jonathan Weisman

Jonathan Weisman, ein Jude und stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift The New York Times in Washington, ist auf den fahrenden Zug „Zu Trumps Zeit“ aufgesprungen und hat ein Buch geschrieben, das die Juden nachdrücklich ermahnt, die Bedrohung der Alt Right [Alternative Rechte; neue Strömung der anglophonen Rechten; d. Ü.] sehr ernst zu nehmen. Die oben beschriebenen Arten der Reaktion machen das Buch zwar zu Schund [litter the book; d. Ü.], aber ob der Autor beschreibt, was eine triviale Begebenheit ist oder das Gegenteil – die Lektion, die gelernt werden muss, ist die gleiche: Jüdische Solidarität im Gesicht der Weißen Anwaltschaft [white advocacy; also des Verfechtens weißer Interessen; d. Ü.]  ist überaus wichtig. Obwohl Weisman etwas weniger hysterisch ist als andere Juden, schafft er es doch, überall Drohungen zu finden. Während man dieses Buch oder gleiche Bücher liest, ist es klar, dass die Standards von sozialer Gerechtigkeit und Ansehen, die Juden von anderen erwarten, so hoch sind, dass das völlige Fehlen von Empathie für weiße Klagen über Probleme viel größerer Bedeutung als irgendein Jude in den US entgegensieht, nur ein Resultat puren anti-weißen Hasses sein kann. Was Juden heute zu Tobsuchtsanfällen reizt, sind Dinge, die Weiße viele Dekaden in beinahe völligem Schweigen erduldet haben. Wenn, wie Weisman nahelegt, die Juden in der Zeit von Trump unter existenzieller Bedrohung sind und endlich zum Handeln übergehen müssen, so gilt für Weiße – wenn die gleichen Standards angewandt werden – dass sie lange den Punkt hinter sich gelassen haben, den die Juden erst kürzlich erreicht haben und daher moralisch verpflichtet sind, ihre Interessen sofort zu verteidigen. Ein Jude könnte nicht fünf Minuten als ein weißer Mann in Amerika überleben.

Das Buch besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen. Der erste behandelt den Aufstieg der Alt Right, der zweite besteht aus Weismans Seelen-Forscherei und seinen Reflexionen über die jüdische Gemeinschaft, die zum Ergebnis haben, was er für die korrekte jüdische Antwort auf die Bedrohung hält. Für Weiße Nationalisten und andere der Alt Right, die während der 2016er Wahlsaison auf Twitter aktiv waren, ist der erste Teil des Buches sehr unterhaltsam: Die Namen von Accounts, die vor langer Zeit gesperrt wurden, werden dem Leser sicherlich ein Lächeln auf die Lippen zaubern, während er sich an sie erinnert, ebenso wie an die – eingestandenermaßen – oft kindischen, aber sehr lustigen verbalen Attacken auf Journalisten und andere, die querab des Schicksals standen und „oy vey“ riefen. Aber es ist natürlich viel mehr daran, als sowohl Weiße Nationalisten als auch Weisman wissen. Seine Einführung beginnt er mit seinem initialen Kontakt mit der Alt Right, „Wie hat mich überhaupt jemand bemerken können?, überlegte ich, genauso perplex wie schmerzgeplagt“ (S. 11).

Nachdem er ein Zitat eines neokonservativen Juden getweetet hatte, wurde Weisman mit dem heute berühmten und stets nützlichen Echo-Mem begrüßt: „’Hallo (((Weisman)))‘,  schrieb ‚Cyber Trump'“ (S. 7). Das war nur die erste von „vielleicht mehr als zweitausend“ (S. 9) solcher Begebenheiten in den nächsten paar Wochen und ging ihm wirklich unter die Haut. Er wurde von Leuten konfrontiert, die unwillig waren, seine Gedanken von seiner Identität zu dekontextualisieren, weil sie sich selbst vom Kult der Rassen-Blindheit deprogrammiert hatten; das ist etwas, woran Juden – besonders amerikanische Juden – ganz und gar nicht gewöhnt sind. Diese gleichen Leute hatten also entschieden, dass ob der Schwere der dahinterstehenden Fragen die bürgerliche Etikette vernachlässigt werden konnte. Wie er in seinem Buch erklärt, brachte ihn das dazu, in seiner Kindheit zu graben. Er erzählt dem Leser, wie gänzlich normal, recht säkular und progressiv sie war. Er ist, lesen wir, auch ein normaler Erwachsener: Er geht in den gleichen Geschäften einkaufen und ist, wie alle anderen auch, wegen seines Gewichts in Sorge (S. 11). Wie können sich diese Weißen dann an seinen Gedanken kehren, oder an seiner Unterstützung einer Ideologie, die droht, sie zu vernichten? Und wie konnten sie überhaupt entdecken, dass diese Gedanken und diese Ideologie, wie auch andere von ähnlichem destruktivem Potential, von so vielen Juden getragen wurde?

„Der Jude gedeiht, wenn Grenzzäune fallen, wenn Grenzziehungen verwischen, wenn Mauern zerstört, nicht aufgebaut werden“, ist der Eröffnungssatz von Weismans ersten Kapitel (p. 33). Wenngleich das sicherlich nicht ihre Praxis ist, wenn sie ihr eigenes Land bekommen, um es effizient und sicher regieren, so ist es doch die Art, wie Juden in Ländern anderer Völker existieren und in der Vergangenheit existierten. Es ist auch einer der fundamentalen Gründe dafür, dass der Autor und seine Mit-Juden so viele feindliche Nachrichten auf Twitter erhalten haben: eine steigende Zahl von Weißen anerkennt exakt das, was Weismann selbst zugibt und weiß, dass es eine dramatische Lebensqualitätssenkung im Heute darstellt und eine vollkommene Katastrophe für ihre Rasse im Morgen. Und selbst wenn es nicht unbedingt eines dieser Dinge heißt, würde es doch notwendig den langsamen Zerfall und das schlussendliche Verschwinden von nationalen Kulturen bedeuten, welche für jede Gruppe von Menschen außer den Weißen als schrecklicher Verlust für die Nachwelt wahrgenommen würden. Und den gleichen Geschmack für Konsumgüter zu empfinden ändert diese Dinge nicht. Aber sich gegen diese Zersetzung, diese Auslöschung, diese Marginalisierung und gegen jene zu stemmen, die sie wünschen und organisieren, ist hasserfüllt, sagt Weisman.

Der Autor berichtet von einer Konversation, die er mit seiner Großmutter geführt hatte; in dieser hatte er sie gefragt, ob sie sich als Russin betrachte. Sie verneinte. Sie sagte, dass sie jüdisch ist, weil sie Zeugin der Misshandlungen eines Rabbis durch Kosaken geworden war (S. 38). „Aber wir Juden in den Vereinigten Staaten sind Amerikaner; wir sind uns des Wertes dieser Identität bewusst – die meisten von uns würden sie behalten wollen“, schreibt er (S. 38). Aber wieso würde eine weiße Person ihm glauben, nachdem sie dessen eigene Worte gelesen hat? Wenn Juden gedeihen, wenn die Grenzen und Mauern fallen und sie jeder Loyalität zu ihrem Staat entsagen, sobald ihnen etwas Schlechtes passiert (wenn wir unterstellen, dass sie eine solche zuvor hatten), wieso sollten irgendwelche Weiße Weisman in irgendeinem anderen als legalen Sinne ernstlich als einen Amerikaner ansehen? Und sobald Weiße erst einmal begriffen haben, dass die Natur der Beziehung zwischen Juden und ihren gastgebenden Ländern spirituell wurzellos und flüchtig ist, ist es dann ein Wunder, dass sie ablehnen, von einem solchen Menschen über Moral, Kultur und Politik belehrt zu werden – also darüber, was die Zukunft ihrer Heimatstaaten und die Zahl der Möglichkeiten ihrer Nachkommen bestimmen wird? Was könnte Weisman damit meinen, wenn er sagt, dass Juden Amerikaner sind? Wir können es nirgends finden. Er weiß es wahrscheinlich selbst nicht.

Jemand, der behauptet, die amerikanische Identität wertzuschätzen, sollte die simple Phrase „Amerika zuerst“ und das dahinterliegende Konzept mit Wohlgefallen teilen. Aber, mit dem Verweis auf seine Großmutter und ihr russisches Trauma, erinnert sich Weisman lieber an den früheren amerikanischen Helden Charles Lindbergh, und er wundert sich, dass Donald Trump den Satz noch verwendet, „obgleich es hunderte Mahnungen gab, wie jüdische Wähler diese Worte hörten“ (S. 56). Welchen Grad von Arroganz und Anspruchshaltung muss jemand haben zu glauben, dass ein Präsident wegen einiger hundert Beschwerden der eigenen rassischen oder ethnischen Minderheitengruppe seine gesamte Innenpolitik verändert oder eben einen einfachen Slogan? Oder ist das gerade die Art von Service, an die er sich zeitlebens gewöhnt hat? Ist es das, was es heißt, ein Jude zu sein?

Im Kontext dieser Positionen, sc. dieser jüdischen sozialen und psychologischen Orientierung gegenüber der Gastgeber-Gesellschaften, müssen die Weisman’schen Beobachtungen der Alt Right eingeordnet werden.

Ob er die Ereignisse um die Unite the Right-Demonstration beschreibt oder eine Rede, die von Mike Enoch [1] gehalten wurde oder sogar Milo Yiannopoulos‘ antifeministische Blödeleien [trolling; d. Ü.] (von dem er taktisch unterschlägt zu erwähnen, dass er ein Jude ist), stets ist er unfähig, diese Dinge als etwas anderes als eine Bedrohung jener verwischten Grenzen zu sehen, welche Juden blühen lassen. „Wo Antisemitismus auflodert, wird er meist bei Leuten entflammt, die Juden nicht besonders gut kennen, wenn sie sie überhaupt kennen“ (S. 46), legt nahe, dass Weisman für Legionen anderer Juden spricht, die wollen, dass das stimmt, aber fast sicher wissen, dass es das nicht tut. Antisemitismus lodert auf, wenn Juden nicht länger in der Lage sind, unerkannt zu bleiben, weil genug Leute beginnen, den Mut zu entwickeln, sie beim Namen zu nennen und andere über ihre Natur und ihre Taten zu informieren. Die Kritik von Juden ist erst in allerjüngster Zeit etwas im Mainstream angekommen (wobei sie für die, welche sie äußern, ein riesiges soziales Risiko darstellt), wohingegen die sehr lukrative Kritik an Weißen schon seit Dekaden stattfindet und die meisten Weißen sie einfach locker hinnehmen oder – viel schlimmer – internalisiert und unterstützt haben. Dennoch ist oder war keine dieser Reaktionen gesund – tatsächlich sind sie beide Symptome der kulturellen Kontrolle der Juden – es ist bemerkenswert, dass Juden, wenn man ihnen auch nur die kleinste Dosis ihrer eigenen Medizin zu schmecken gibt, sich entweder in Panik zurückziehen oder mit empörter, rachsüchtiger Wut reagieren.

Weisman beschreibt den Antisemitismus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Amerika: Charles Lindbergh, Vater Charles Coughlin, Henry Ford, den Wunsch der Amerikaner die Einwanderung zu beschränken und nach Quoten für Juden in Harvard. Amerika hat nicht genug getan, um den Juden während des Zweiten Weltkrieges zu helfen, sagt er: „Die Grenzen wurden dichter. Der Nationalismus erlebte einen Aufstieg. Die Zugbrücken gingen nach oben. Der Jude gedieh nicht“ (S. 59). Aber dann, in den 50er und 60ern entdeckten die Juden Schwarze und begannen, den „Hass“ zu stoppen, wobei Hass als Begriff alles deckt, was Weißen in ihren eigenen Staaten nützt. Er listet stolz Juden auf, die dabei halfen, die Vereinigungsfreiheit im Süden aufzuheben, ein „Opfer, das half, eine mächtige Rolle der Juden in der Demokratischen Partei zu festigen…“ (S. 63). Von nun an gingen die Juden in alle Ebenen der Mainstreampolitik, inklusive der Republikanischen Partei und alles sah gut aus. Selbst nach der ökonomischen Krise von 2008:

der Internationalismus war keinen Herzschlag lange ruhig … die Grenzen waren immer noch verschwommen. Nationalismus und Chauvinismus waren im Schach. Illegale Einwanderer marschierten in den Straßen von Washington und Los Angeles und forderten ihre Rechte. Die polyglotte Nation erholte sich… Der Jude gedieh.

In einem vor angetaner Intellektualität und neuer Weltlichkeit triefenden Absatz, welche die Linken so lieben, beschreibt er, in Island in einem „sehr schlechten Thai-Restaurant“ mit seiner Tochter diniert zu haben, die über die „Ungerechtigkeiten [sprach], welcher Afroamerikaner täglich ausgesetzt sind“ und wo sie tatsächlich erwähnte, dass „Antisemitismus in den Vereinigten Staaten recht eigentlich nicht existiert“, worauf er sagte, dass Juden niemals in Frieden leben sein können (S. 67-68). Es ist beinahe sicher, dass Weisman niemals darüber nachgedacht hat, ob jüdisches Verhalten dazu beiträgt. Was, wenn die ethnischen Mehrheiten dieser Staaten in denen Juden leben, keine verwischten Grenzen wollen?  Was, wenn sie ihre Kulturen nicht langsam verschwinden sehen wollen, für eine blühende, gedeihende jüdische Community? Was, wenn sie, anders als Juden, keinen anderen Ort haben, an den sie gehen können, wenn alles schief geht?

Im zweiten Kapitel, das sich vor allem auf Israel konzentriert, enthüllt Weisman, wie zutreffend auch andere Dinge sind, die Weiße Nationalisten und die Alt Right bereits von Juden wissen: Dass Meinungsunterschiede in der jüdischen Gemeinschaft nur zu dem Ausmaß existieren, dass die Meinungen, was besser für die Juden ist, auseinander gehen. Er beginnt mit dem berühmt-berüchtigten Nuklear-Deal mit dem Iran im Jahr 2015. Die Juden, die ihn unterstützten, unter ihnen auch Weisman, wurden als Verräter am Judentum gesehen. Er stellt das als eine Debatte zwischen zwei Israel-Verständnissen dar, einem tribalistischen und einem internationalistischen, aber er schreibt, „Auf beiden Seiten der wütenden jüdischen Debatte war die ängstliche Frage, ‚Welche Seite unterstützt Israel mehr?'“ (S. 72). Dann sollte man die Sache doch eher nicht als eine zwischen zwei Auffassungen von Israel, sondern eher als zwei Auffassungen von jüdischem Tribalismus sehen. Weisman glaubt, dass der Israel-Fokus von Juden, die in den US leben, dazu geführt hat, dass sie ihre unsichere Lage hier vernachlässigen.  Obwohl das keine neue Position ist, zeigt sie verlorenen Impuls seit nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit der sklavischen Ergebenheit für Israel allgegenwärtig, bloß noch nicht in der Verfassung verewigt, sind Weisman und andere sogar freier, sich zum Vorteil der Juden in die inneren Angelegenheiten einzumischen, weil sie kaum fürchten müssen, einer zweifachen Loyalität geziehen zu werden. Sie können nun eine Art Unvoreingenommenheit in Bezug zu Israel behaupten, während sie wissen, dass es sicher in den Händen der amerikanischen Steuerzahler ist. Er schreibt, „Das Amerikanische Judentum sollte zumindest so sehr daran arbeiten, die politische Unterstützung für das Judentum in den US zu bewahren, wie daran, Israels Sicherheit zu gewährleisten“ (S. 84). Wenn Israel sicher ist, können die Juden sich wieder umso mehr der Aufgabe widmen, die amerikanische Innenpolitik sowie Kultur zu dominieren. Und um das zu tun, haben sie die perfekte Waffe.

Während seines Besuches von Yad Vashem [Holocaustgedenkstätte in Jerusalem; d. Ü.] gratulierte Präsident Trump den Juden für ihr Gedeihen trotz der historischen Verfolgung und Unterdrückung, Weisman jedoch nimmt das als eine Gelegenheit ihn zu kritisieren, weil „er seine wertgeschätzten Stereotype entschlüpfen [ließ]“ (S. 82). Über seine Kindheit schreibt der Autor, „Woran ich mich von meiner religiösen Erziehung erinnern kann, war eine fast ununterbrochene Lektion von Holocaust-Studien mit einer Prise Zionismus…“ (S. 4). Und zweimal erwähnt er eine Studie des Pew Research Center aus dem Jahr 2013, in der 73% der amerikanischen Juden sagten, dass es die Erinnerung an den Holocaust war, „was es bedeutet jüdisch zu sein“ (S. 13, 83). Nun, sogar wenn wir das Narrativ des geschichtlichen Leidens der Juden als faktisch ansehen, ist klar, dass Weisman Trump oder Weißen, die es anerkennen, nicht anerkennt, weder sachlich, noch durch Unterstützung für ihre Positionen. Er hat eine ähnliche Haltung gegenüber pro-israelischen fundamentalistischen Christen (S. 74f.). Wieso? Weil das Narrativ des Leidens der Juden eine Waffe ist, ein Zauberspruch, der nur von den „Auserwählten“ in der Verteidigung ihrer Interessen angewendet werden soll oder in manchen, ganz extraordinären, Umständen auch von jemandem oder von einer Gruppe, dem sie es erlaubt haben. Jüdisches „Leiden“, selbst wenn faktisch akkurat, ist in einem gewissen Sinne durchaus nicht historisch. Es darf nicht analysiert oder hinterfragt werden. Es darf nicht von Uneingeweihten diskutiert werden und ist stets einen Schritt vor dem Recht. Es ist ein gehüteter Zustand des Seins,  verteidigt von jenen, die ihn besitzen; dieser ermächtigt, der Rationalität zu widerstehen, ermächtigt, demütigende und furchterregende Fiktionen bei unschuldigen Völkern zu evozieren und ermächtigt, mächtige Männer um Vergebung flehen zu lassen, für Taten, die sie nicht getan haben, von Kreaturen, deren Rachsucht sie niemals befriedigen können. Es gibt keinen Weg, das Spiel auf eine andere Art zu spielen, als den Juden die Spielsteine zu geben und mit gesenktem Kopf stillzusitzen und zu hoffen, dass man in der Niederlage so unterwürfig ist, dass man schlechte Publicity vermeiden kann und die Zerstörung des eigenen Lebens ausbleibt.

Für Weisman bedeutet die Boycott Divestment Sanctions (BDS)-Bewegung [antizionistisch; d. Ü.] einen weiteren Beweis für den steigenden Antisemitismus und das, weil Leute Israel irgendwie mit Juden verbinden. Er ist etwa erschüttert zu hören, dass ein Jüdin, die sich um einen Platz beim Studentischen Campus-Rat [student council judicial board] der Universität von Kalifornien beworben hat, nach ihrer Fähigkeit, unvoreingenommen zu urteilen, gefragt wurde. Er fragt frech, „Ist es kein Ziel der Vielfalt, verschiedene Sichtweisen zu haben?“ (p. 84). Weisman ärgert das Faktum, dass in der Hierarchie der unterdrückten Minderheitengruppen, die im multirassischen Amerika existieren, die Juden nicht länger als Obermotz wahrgenommen werden:

Mit den Unterdrückten zu sympathisieren ist die Aufgabe der „aufgewachten“ Generation, aber obwohl Juden seit Nebukadnezar ins Exil geschickt, isoliert, entrechtet und massakriert, sind wir nicht mehr vor allem wegen der Sympathien der Linken auf dem Campus oder wegen spezieller Behandlung in der Zulassung zu höheren Studien beziehungsweise der Jobvergabe. Wir sind einfach zu gut, wie Trump in Israel sagte. Für die Verfechter des BDS machen Israels momentane militärische Stärke und Rechtspolitik dreitausend Jahre Hass ungeschehen. (S. 85)

Mit der Verwischung von Grenzen, um gedeihen zu können, hat sich der Jude mit Menschen umgeben, die entweder dem Leidensnarrativ gleichgültig gegenüberstehen oder ihm feindlich gesonnen sind; gleichzeitig ärgert er aber die angestammten Einwohner, die den Juden mehr und mehr als treibende Kraft hinter der Zerstörung dessen erkennen, was einmal ihre Heimatländer und ihre Kultur gewesen waren.

Weisman wurde nach seinen Angaben einmal von einem Alt Right Twitter-User gefragt, wieso die Juden aus so vielen Staaten geworfen wurden, wenn sie niemals etwas Falsches getan hatten (S. 90). Er antwortet darauf nicht direkt, aber schreibt ein paar Absätze später, dass „nationale Grenzen und Zäune, wo auch immer sie gezogen werden, dazu tendieren die Juden einzusperren, nicht zu befreien“ (S. 91) – was ausreicht, wenn wir in Betracht ziehen, was der Autor sonst in seinem Buch schreibt. Aber diese und andere völlig vernünftige Fragen signalisieren eine beachtliche Verschiebung in der amerikanischen politischen Landschaft und das weiß auch Weisman. Der Jude, ungeachtet der Macht, die er immer noch hat, kann in Amerika nicht länger verborgen bleiben. Diese Tage sind vorbei. Juden sind sich dessen mit scharfer Wahrnehmung bewusst und sie haben es bis dahin auch gefühlt. Aber dennoch, der Autor schreibt, „Der Aufstieg der Alt Right 2016 wurde von beinahe krimineller Gleichgültigkeit begleitet.“ (S. 91). Wenngleich das weit gefehlt ist – wie jeder weiß, der diese Dinge damals im Auge behalten hat – ist es wichtig, dass Weisman das glaubt, oder zumindest möchte, dass andere es glauben. Die Lichter wurden angeschaltet und die Kakerlaken begannen, über den Boden zu huschen – wenn Weisman möchte, dass sie schneller huschen, dann lasst sie doch, um Himmels willen.

Im dritten Kapitel dringt Weisman tiefer in die Besonderheiten der Alt Right ein. Er ordnet ihren Aufstieg in den Kontext des Strudels von 2008 ein: Scheinbar endlose Kriege, finanzielle Katastrophe und „die Toxizität des Mainstreamkonservatismus“ (S. 97). Diese Dinge „hatten nicht nur die Linke energetisiert, sondern auch den Rand der Rechten auf die Suche nach einer neuen Ideologie gesandt“ (S. 97). Man ist ja ständig erstaunt, wie wenig Mainstream-Kritiker, Mainstream-Journalisten und sogar Mainstream-Akademiker wirklich von irgendetwas rechts der Republikanischen Partei wissen. Seine Behauptung der „Suche nach einer neuen Ideologie“ ist – natürlich – falsch. Die Ideen, die in der Alt Right weithin geteilt werden, sind nicht neu gewesen. Was neu war, waren die Methoden, mit denen sie verbreitet wurden, die Arten, in denen sie präsentiert wurden und das Ausmaß ihrer Präsenz über die soziale Landschaft hinweg. Aber sein Hauptpunkt ist gerecht und jeder dieser Punkte bleibt für Weiße Nationalisten bis heute wichtig, ebenso wie andere, die die Alt Right entweder ersetzt oder überlebt haben, in der einen oder anderen Form. Aber das ist das Ende seiner Kausalanalyse. Alles andere wird auf „Hass“ reduziert, dieses langweilige Wort, welches man verzerrt hat, in ein groteske konzeptuelle Zuflucht. Eine Zuflucht vor echten Gedanken, um eine unmittelbare negative emotionale Antwort auf jede Spur von Weißer Identitätspolitik in den Massen zu erzeugen.

Nach dem Gedanken, dass Antisemitismus eine Rolle in der rechten Kritik des Neokonservatismus spielte, behauptet er tatsächlich, Männer wie Colin Powell, Donald Rumsfeld, Dick Cheney und George Bush „bräuchten keine Erwähnungen [solcher Kritik] sammeln“ (S. 99) [mir unverständlich; d. Ü.]! – statt dass die jüdische Rolle im Neokonservatismus eine Rolle gespielt haben könnte, die Menschen auf die Judenfrage aufmerksam zu machen, macht sich Weisman an seine kursorische Analyse einiger der wichtigeren Figuren und Ideen der Alt Right. William Regnery II und Lois R. Andrews vom National Policy Institute (NPI) „gingen mit diskreditierten [Kursivsetzung des Autors] Rassentheorien hausieren und verbreiteten antisemitische Verschwörungstheorien“ (S. 100). Kevin MacDonald „[verfasste] eine scheinbar [Kursivsetzung des Autors] akademische Behauptung, dass Juden die evolutionären Kräfte dafür vors Joch gespannt hätten, eine starke Gruppenidentität zu entwickeln…“ (S. 100). Wie üblich wird kein Beweis für diese sozial sehr bedeutenden Zuschreibungen angeführt. Weisman zitiert Sam Francis aus einem NPI-Blogbeitrag, in dem er MacDonalds Werk vor Antisemitismusvorwürfen in Schutz nimmt: „Die einzige Basis für die Behauptung, es handle sich um ‚Antisemitismus‘ ist, die Bedeutung des Begriffs so zu erweitern, dass jede Zuschreibung von Charakterzügen, die nicht ausschließlich positiv sind oder sogar eine generalisierende Zuschreibung an sich, erfasst wird.“ (S. 102). Weisman antwortet mit einem weiteren impliziten Aufruf, die Meinungsfreiheit zu beenden: „Mit diesem Argument kann man alles über eine Person, Gruppe oder Rasse sagen, und solange es keine direkte Aufwiegelung zu Gewalt oder Hass ist, kann es unmöglich als Hassrede angegriffen werden…“ (S. 102). All die Implikationen seiner Behauptung zu analysieren würde viel zu viel Platz brauchen, aber die politische Richtung, in die sie führen, und in die sie seine Leser führen sollen, ist klar: Einschränkungen der freien Rede auf der Basis von Standards, die von und für Juden geschaffen werden.

In Weismans Geist repräsentieren das NPI, Kevin MacDonald und andere die „Standard-Welt des Hasses“, welche eine Wandlung erfuhr, als sie sich online mit dem „hässlichen Frauenhass von Knaben und Männern“ (S. 103) überkreuzte, wobei letzterer in der Form von Gamergate auftrat, einer Reaktion von männlichen PC-Spielern auf die Bemühungen, ihr Hobby frauenfreundlicher zu machen, „diverser“ und „inklusiver“. Der Ärger, den sie in den sozialen Medien gegen die „Gutmenschen“-Eindringlinge ausdrückten, erstarb niemals wirklich und vieles davon wurde neu kanalisiert in das, was die Alt Right wurde. Er gibt vor allem Milo Yiannopoulos die Schuld dafür, wenn auch die Anonymität online ebenso verantwortlich war, welche Onlineforen wie 4chan schuf, die er als „eine hasserfüllte, für jedermann zugängliche, Unterwelt“ (S. 109) beschreibt, was für manche eher wie ein Werbeslogan, nicht wie eine Verurteilung klingen wird. Sogar der YouTube-Star PewDiePie wird in einem entlarvenden Absatz erwähnt, in dem Weisman fragt, wie es möglich wäre, ein Bild von zwei Indianern, die ein Schild „Tod allen Juden“ in den Händen halten, witzig zu finden, die als Scherz in einem von PewDiePie Videos auftauchen. Das ist keine gänzlich unvernünftige Frage, aber Weisman verrät zu viel, wenn er klarstellt, dass er nicht einfach Verschiebungen der sozialen Normen diskutiert:

Aber hat er überhaupt über seinen Streich nachgedacht? Was zur Hölle? Solche Witzchen wurden einmal als allgemein unakzeptabel gesehen. Als 1982 Monty Python in ihrem am schlechtesten eingeschätzten Film The Meaning of Life [Der Sinn des Lebens] fröhlich Katholiken, Protestanten, fette Leute, die Reichen, die Arbeiterklasse und so weiter und so fort beleidigten, bis in einer Szene eine ärmliche Putzfrau (ein verkleideter Mann) sagt, „Obwohl ich ziemlich unten angekommen bin, arbeite ich zumindest nicht für die Juden“; das war eine Beleidigung, die sogar Python zu weit ging. Sie bekam dafür einen Eimer mit Erbrochenem über den Kopf gekippt. (S. 110)

Obwohl es nicht ganz klar ist, ob Weisman den Scherz tatsächlich verstanden hat oder nicht, ist es klar sichtbar, dass er nichts gegen Scherze auf die Kosten jeder anderen Gruppe außer den Juden hat. Man kann sich das Level des alleinigen Privilegs nur ausmalen, an das sich gewöhnt haben muss, wer die Nerven hat, so einen Satz in einem Buch zu schreiben, das zumindest teilweise darauf zielt, Sympathie für das eigene Volk zu sammeln. Es ist alles solange Spaß und Spiel, bis die Gefühle eines Juden verletzt werden.

Als einer der letzten Räume, in denen freie Meinungsäußerung möglich ist (eine Behauptung, die beinahe veraltet scheint, wo diese Zeilen geschrieben werden), ist das Internet hochproblematisch für Weisman. Er schreibt:

User können die Kontrollen umgehen, die von der Gesellschaft auferlegt werden, durch die betreuten Mainstreammedien, Lehrer, Eltern und so weiter. Und diese können für einen Jugendlichen etwas Gutes sein, wenn er mit, sagen wir, Sexualität oder sexueller Identität ringt. Aber es kann ebenso eine schlechte Sache sein. (S.121)

Wiederum wird klar sichtbar, dass der Autor sich nur darum sorgt, sicherzustellen, dass die Gesellschaft für Juden komfortabel ist. Die sozialen Kontrollen, die Juden erlauben zu gedeihen, sollen nicht umgangen werden können, aber alle anderen schon. Hat er einen Moment innegehalten, um zu überlegen, dass die Bosheit der Trolling-Kultur dadurch ermöglicht wurde, dass Jahrzehnte der absichtlichen jüdischen Dekonstruktion der sozialen Kontrollen, die solches Verhalten früher verboten, ins Land gingen? So wie mit Immigration, haben Juden eine Situation geschaffen, in der ihr Wunsch für verwischte Grenzen, sowohl politisch als auch sozial, ihnen eine Fessel auferlegte. Die Überschreitung, wenn ihr in sich ein Wert zugemessen wird – was für jene, nicht sichtbar ist, die mit den tieferen maßgeblichen Kräften unvertraut sind – kann nicht einfach auf gewisse strikt-definierte Regionen des intellektuellen oder sozialen Raumes beschränkt werden. Nun, wo die Überschreitung für Weiße arbeitet, sind Dinge wie die freie Meinungsäußerung plötzlich dornige Themen geworden, die nach Umdeutung [Reframing; d. Ü.] verlangen. Aber die Bösartigkeit wurde entfesselt; soziale Kontrollen sind viel schwerer aufzubauen als zu zerstören, und Juden sind nun von einer ständig wachsenden Masse von Menschen umgeben, die nicht länger daran interessiert sind, sich ständig an ihrer Stelle angegriffen zu fühlen.

Viele Seiten werden der Optik der Alt Right gewidmet, dem Einsatz von Ironie, Beispielen für Alt Right Vokabeln und den mannigfaltigen Störaktionen [trolling operations; d. Ü.] von The Daily Stormer. Er serviert seinen Lesern eine Neufassung des wahnsinnig verdrehten Mainstreamberichtes der Unite the Right Rally in Charlottesville und gibt eine kurze Beschreibung der kurzlebigen Coincidence Detector App, um dann Donald Trump dafür anzugreifen, diese Dinge nicht zu stoppen. Man beachte das folgende Statement bezüglich der Ereignisse um Andrew Anglin und Tanya Gersh, die jüdische Immobilienmaklerin, die nach allem Anschein versucht hat, Richard Spencers Mutter dazu zu nötigen, ihr Eigentum zu verkaufen: „Niemand hat behauptet, die Trump-Kampagne hatte etwas mit dem trolling von Tanya Gersh zu tun, aber die Kampagne und der Kandidat taten nichts, um es zu stoppen“ (S. 143). Zu Trumps Retweet eines harmlosen Anti-CNN-Bildes von irgendjemandem, der in der Vergangenheit auch antijüdischen Inhalt gepostet hat, schreibt Weisman, „Ich gestehe Trump im Zweifel zu, dass er wohl nichts von HanAssholeSolos vergangenen Kunstwerken wusste… Aber das beantwortet die Frage nicht, wieso der Präsident der Vereinigten Staaten in dem gleichen dreckigen Online-Wasser geschwommen ist, wie die HanAssholeSolos…“ (S. 148). Nach dieser Logik könnte jedermann, der das Internet verwendet, vorgeworfen bekommen, eine Meinung zu haben, die jemand von einer anderen Gruppe beleidigend findet; aber Weisman interessiert sich für diese Dinge nicht. Sein Ziel ist, die weiße Selbstzensur ebenso wie die interne Jüdische Solidarität durch die Schilderung jüdischen Unwohlseins zu steigern. Von Donald Trump wurde erwartet, dass er sich zum Tanya Gersh-Zwischenfall zu Wort meldet, weil die Juden aufgebracht waren. Alles, was die Juden durcheinanderbringt, ist, wie Weisman durch sein ganzes Buch hindurch wieder und wieder zu verstehen gibt, eine Sache von nationaler Bedeutung. Nicht darauf zu reagieren, nicht ihre Interessen an die erste Stelle zu rücken, bedeutet, ihnen ihre Auserwähltheit zu verweigern, ihren Vorsitz an der Tafel des Leidens und damit die eigentliche Bedeutung ihres Daseins.

Weitere Angriffe auf Trump und seine Regierung, sich aus dem Hass des Juden auf Weiße speisend, ziehen sich durch das ganze Kapitel. In einem Absatz, der den Rezensenten sowohl an den wohlbekannten „wine bar„-Tweet des Benutzers Bronze Age Pervert als auch an die Buddy Cole Parodie von Kids in the Hall erinnert, schreibt Weisman von einem Zukunftstreffen mit Sebastian Gorka [ein rechter Beraters Trumps, der kurz nach Steve Bannon gegangen wurde; d. Ü.], kurz nach dessen Verlassen des Weißen Hauses im August 2017:

Ein paar Wochen nach seiner Entlassung aß ich an einem kleinen französischen Bistro, das eingeschmiegt in eine Washingtoner Nachbarschaft lag, mit meiner Freundin Jennifer zu Abend. An einem erhöhten Teil um die Bar saßen Gorka und seine Frau mit einem anderen Paar, fröhlich eine Flasche Rotwein nach der anderen trinkend. Das war ein seltsamer Moment für mich; ein Hauch von Erik Larsons In the Garden of Beasts, wo Nationalsozialisten sich in einem noch-blühenden Berlin zwanglos mit der Intelligenz und Elite mischten. Jennifer plante, zu Gorka Shabbat Shalom zu sagen, wenn dieser das Restaurant verließe, aber leider gingen wir früher. Er trank einfach weiter. (S. 152f.)

Seine lachhaft dramatische Protzigkeit, seine wahnsinnige Vornehmtuerei, und sein jämmerliches Bedürfnis – eingebettet in einer unglaublichen Feigheit – die Leser von seinem tapferen Plan zu informieren, sind offensichtlich. (Es ist ein Jammer für Juden in aller Welt, dass er und Jennifer unfähig waren, ihren Weg nach draußen um ein paar Grad abzuändern, um diesen heroischen Akt des Widerstandes zu vollziehen.) Aber was den meisten Lesern seines Buches entgehen wird ist, dass diese Geschichte ungefähr überhaupt nichts mit Politik zu tun hat, aber sehr viel mit dem Rassenkrieg, der ständig in einem jüdischen Geist tobt. Während der Autor und seine Freundin eifrig diesen schweigenden Krieg führten, hatte Gorka einfach die Nerven weiß zu sein und dazusitzen und zu trinken, überhaupt nicht ahnend, welches schlimme jüdische Leiden sich ein paar Fuß von ihm entfernt ereignete. Und als am Internationalen Holocaustgedenktag das Weiße Haus alle Opfer erwähnte, ohne die Juden besonders hervorzuheben, war das „die offizielle Ratifizierung der jahrzehntelangen Bemühungen von Antisemiten, den jüdischen Platz in der Schoah abzuwerten“, so jedenfalls Weisman (S. 153). Er fühlte sich ebenfalls angegriffen, als Reince Priebus die Sätze „entsetzlich traurig“ und „leidgetränkter Genozid“ verwendete, um den Holocaust zu beschreiben (S. 154). Weiße machen den Fehler, zu glauben, dass die richtige Wortwahl die Juden besänftigen könnten und dass sie das gleiche moralische Universum teilten. Aber es können nur die richtigen Leute die Juden besänftigen, und jene sind die Menschen, die ohne Zögern tun, was die Juden in der jeweiligen Situation von ihnen verlangen. Trump und Priebus waren nicht autorisiert, das Leidensnarrativ zu verwenden. Vorhersehbarerweise endet das Kapitel mit einer anderen offensichtlichen Lüge über die Reaktion der Juden auf die Aufmerksamkeit, die sie von der Alt Right erhielten: „Die Juden schliefen“ (S. 163).

Im vierten Kapitel des Buches wendet Weisman seine Aufmerksamkeit der Frage zu, wieso es einen Anstieg von Antisemitismus gegeben hat, scheinbar ahnungslos, dass er beinahe jede vorhergehende Seite des Buches Antworten dafür geliefert hat. Wie juden-bewusste Leser wohl bereits vorhersagen konnten, so wie für den Autor nichts, was die Juden getan haben, eine Gegenreaktion begründet haben kann, schafft Weisman es tatsächlich auf erstaunliche Weise, jede reale Begründung zu ignorieren und stur dabei zu bleiben, dass Donald Trump die Schuld zu geben ist. Der Autor begründet das so: Weil Trump als Anti-Establishment-Kandidat zur Wahl angetreten ist, eröffnete er damit einen Spalt, einen Raum, in den die Alt Right – bestehend vor allem aus jener unwandelbaren Gruppe, die immer grundlos die Juden und andere Gruppen hassen werden – eindringen konnte. Nicht genug damit, diesen neu geöffneten politischen Raum zu betreten, darüber hinaus hielt sich die Alt Right an Trumps Anti-Establishment-Rhetorik fest und verstärkte sie, um diesen irrationalen Hass auf andere auszudehnen, weil …. naja, Hasser das so machen.  Analog hat Trump die Leute dazu gebracht, sichere Grenzen zu wollen, weil er sich dafür ausgesprochen hat … was an den „Hass“ der Alt Right erinnert. All das – so schreibt er – führt zu einem Zusammenbruch dessen, was nach Weismans Behauptung das traditionelle Amerika ist.

Einer der interessanteren Aspekte des Trump-Phänomens ist, dass es die Liberalen und die ängstlichen Linken als tief konservativ enttarnt hat, in ihrer verzweifelten Klammern an nostalgische Momentaufnahmen ihres idealen Amerikas; diese weigern sich, sich den wandelnden Realitäten anzupassen und stecken eher die Köpfe in den Sand, als zuzugeben, dass eine ihrer Grundüberzeugungen falsch ist. Es ist freilich kein Zufall, dass diese Grundüberzeugungen mit den jüdischen Interessen kongruent sind. Weisman zitiert „Obamas Rabbi“ David Saperstein:

Es gibt Dynamiken, die wir niemals zuvor gesehen haben; sie alle kommen zusammen und wenn wir nicht handeln, um die Konzepte der Vielfalt, Inklusion, von E Pluribus Unum zu bewahren – wenn wir diese Normen nicht wiederherstellen – wird das Amerika, das wir kennen, nicht für unsere Kinder da sein (S. 174).

Weisman verdient sein Geld in der Welt jener Menschen, die empfänglich für die oben beschriebene Art Müll sind. Dennoch ist dieses Buch in letzter Konsequenz ausschließlich für Juden geschrieben. Später in dem Kapitel führt er folgendes Zitat eines anderen Rabbis an, das – wiewohl es mit dem Saperstein-Zitat nicht genau übereinstimmt – sicherlich dramatisch-abweichende Implikationen hat:

Eine Generation oder zwei vor mir, sah jeder in die Vergangenheit, um Hitler zu prügeln. Sie wollten den Holocaust bekämpfen. Ich wollte nach vorne schauen. Aber jetzt haben wir die Verpflichtung dagegen zu arbeiten. Ich denke, es geht um das Überleben der Juden. Wir wollen nicht, dass Juden das Gefühl haben, wir müssten uns verstecken. Das ist nicht einfach religiös, das ist amerikanisch, richtig? (S. 187)

Jüdisches Überleben und jüdisches Gedeihen ist für Weisman etwas sehr Positives, aber sogar eine Winzigkeit weißer Selbstbehauptung sieht er als Gefahr an. Beachtlich ist auch, dass das Amerika, das „nicht mehr für unsere Kinder da sein wird“ eben jenes ist, das jenes Amerika, das vorsätzlich von den Juden zerstört wurde, zuerst ersetzte; dieser Tatsache sind sich Weiße mehr und mehr bewusst, dank ein paar Jahren Alt Right sowie dem fortgesetzten Aktivismus von Weißen Nationalisten und anderen. Und es sollte offensichtlich für jeden objektiven Leser sein, was Weismans Reaktion auf eine weiße Person wäre, die über die Notwendigkeit „weißen Überlebens“ schriebe, besonders im Kontext von „Amerikanisch“-Sein. Was macht jüdisches Überleben amerikanisch und weißes Überleben unamerikanisch?

Aus einer weißen Perspektive gesehen, die Wert auf logische Konsistenz legt und Heuchelei verachtet, ist Weismans Geist ein verwirrtes und hinterlistiges Durcheinander. Wir sehen das sogar, wenn er seinem eigenen Verhältnis zum Judentum nachspürt, vorgeblich um die Alt Right verstehen zu können. Er zitiert mehrere Rabbis, die zuckersüße Empfindungen von sich geben, wie dass Juden „verpflichtet sind, Ungerechtigkeit zu bekämpfen“ (S. 182) und dass „ein Jude zu sein heißt, ein Leuchtturm der Hoffnung in einer Welt zu sein, die ständig von einer Wolke der Verzweiflung bedroht ist“ (S. 182). Die Spannung zwischen dem Tribalismus von Orthodoxen Juden und jenen, „die sehr großen Wert auf eine linke, internationalistische Zukunft legen, die progressiv leben wollen, angepasste [assimilated; d. Ü.] Existenzen frei von Bedrohung“, scheinen ihn etwas zu beschäftigen, aber er schafft es nie zu sagen warum. Stattdessen schreibt er, diese Spannungen könnten durch Liebe aufgelöst werden (S. 190). Obwohl diese Antwort auf komische Art ohne Sinn ist, wird sie zumindest den Absatz des Buches nicht dadurch verletzen, dass eine bestimmte Teilmenge von zankenden Juden ausgegrenzt wird. Durch das Buch hindurch charakterisiert er sich als beinahe stolz auf seine Entfremdung von seiner Religion, um damit zu demonstrieren, welche kosmopolitischen Bezeugungen er vorweisen kann, aber das dient nur dazu, den wahren Grund seiner Anliegen zu unterstreichen: Seine rassische Identität. Seine aufgeklärte, moderate Ablösung von hebräischen Gebeten und dem jüdischen Ethnostaat hat seine Jüdischheit nicht verändert – respektive hat sie ihn nicht in einen Amerikaner in irgendeinem Sinne verwandelt, die in der Vergangenheit von Weißen anerkannt worden wäre, sogar heute nicht, wenn sie sein Buch mit einem angemessenen Bewusstsein für die Judenfrage läsen.

Im letzten Kapitel des Buches, „Hin zu einer kollektiven Antwort“, verficht Weisman, dass Juden nicht genug getan haben, die Alt Right zu kontern und den zunehmenden „Hass“. Er schlägt vor, dass Allianzen gegen Hass geschmiedet werden sollen, dass die Verbindungen zwischen Organisationen wie der Anti-Defamation Legue [quasi eine Antonio-Amadeo-Stiftung mit noch stärkerem Fokus auf Juden] und dem FBI gestärkt werden sollen und ein Korpus von Aufsichtsrecht für das Internet ausgearbeitet werden soll (p. 211). Er deutet sogar Gewalt an, wenn er „Straßendemonstrationen und [Kursivsetzung des Autors] Widerstand“ (S. 203) fordert. (Wieso das Wort „Widerstand“ einfügen, wenn das keine Aktionen auf der Straße bezeichnet, die nicht bereits mit „Straßendemonstrationen“ erfasst sind; was sonst könnte solch eine Aktion realistisch bedeuten? [Der Übersetzer findet diesen Schluss nicht überzeugend: Einerseits ist die Lesart als Stilmittel der Redundanz hier leicht möglich, andererseits kann er an alles Mögliche gedacht haben, von Aktivismus im Netz über Fußballspielen gegen Rechts; Straßendemonstrationen und Straßen-Widerstand; wie der Rezensent liest, kann ebenso in Straßendemonstrationen und Widerstand aufgelöst werden]). Das wahrscheinlich Wichtigste, schreibt er, wäre „Unsere Stimme im öffentlichen Raum wiederzugewinnen, wobei unser primärer Fokus die Ungerechtigkeit wäre.“ (S. 211). Es ist schade, dass Weisman versäumt hat, Beispiele für Bereiche des öffentlichen Raumes zu geben, in denen Juden, die über Ungerechtigkeit schwadronieren, nicht überrepräsentiert sind, wobei „Ungerechtigkeit“ für Juden nichts als ein Konzept ist, antiweißen Hass in eine Sprache universalistischer Moral zu transkribieren, weil sie wissen, dass das jene Sprache ist, für welche die gute Natur der Weißen empfänglich ist. Er gibt keine Beispiele, weil er es nicht kann und er weiß das auch. Zuzugeben, dass Juden den öffentlichen Raum dominieren, würde aber dem jüdischen Leidensnarrativ Sprünge zufügen und sein Volk verraten.

In einem der letzten Absätze des Buches zitiert Weisman einen Rabbi zu jüdischem Leiden:

Es gibt kein ruhiges Leben für Juden irgendwo oder zumindest nicht lange… Wir Juden wissen, wieso wir leiden. Die Gesellschaft stößt jeden von sich, der ihre fundamentalen Überzeugungen, Verhaltensweisen und Vorurteile in Frage stellt. Die herrschende Klasse mag es nicht, gesagt zu kriegen, dass Moral über Macht geht. Die Behauptungen der Auserwähltheit garantiert, dass die Juden keine stillen Leben führen (S. 223).

Das ist schierer Unfug, ein gekünstelter Versuch von blutlosem Martyrium und eine Rationalisierung einer kolossalen Ausrede, aber sogar wenn wir annehmen, dass Juden tatsächlich glauben, dass ihr Verhalten einzig an ihrer Anständigkeit liegt, bleibt die Tatsache, dass dieser Rabbi zugibt, dass es überall ununterbrochen jüdische Zersetzung ihrer Gastgesellschaften gibt. Das wird immer damit enden, dass man ausgegrenzt wird, sobald man aufgeflogen ist und jede gesunde Gesellschaft wird die Verantwortlichen ostrazieren, um ihre Integrität zu wahren. In der Zeit Trumps jüdisch zu sein heißt nichts anderes, als in einer Zeit der Wiederauferstehung der weißen Rasse jüdisch zu sein und das heißt, mit den Konsequenzen dieses ewigen jüdischen Verhaltens im 21. Jahrhundert umgehen zu müssen.

Weismans Erfahrungen mit der Alt Right sollten ihm und seiner Mit-Juden als Warnung dienen: Weiße sehen immer häufiger, dass jüdische Moral nichts als ein Code für kollektive jüdische Selbsterhaltung ist; jüdisches Infragestellen von fundamentalen Überzeugungen, Verhaltensweisen und Vorurteilen nichts als das Infragestellen weißer Kultur und weißen Überlebens; und die herrschende Klasse, von der er behauptet, dass er sie angreift, ist entweder jüdisch oder im Bund mit ihnen und aus diesen Machtpositionen heraus versucht sie alles zu zerstören, was Weiße hochhalten und schlussendlich, die Weißen selbst. Weisman ist zurecht nervös. Eine gedeihende jüdische Gemeinschaft wird in Zukunft nur mehr für Juden von Belang sein – und dafür haben sie niemand anderem als sich selbst die Schuld zu geben. Wenn jüdisch zu sein in der Zeit Trumps so nervenzerfetzend ist, wie Weisman behauptet, sollten Pro-Weiße sich das zu Herzen nehmen. Ihr Schäumen, Geißeln und durchsichtiges Simulieren der verfolgten Unschuld wird nur helfen, ihren Verrat weiter aufzudecken. Als solches ist das Buch eine willkommene Ergänzung, des [Text-] Korpus des Ängstlichen-Juden-Genres.

Fußnote:

[1] In der Beschreibung dieser Rede, die beim Lincoln Memorial gehalten wurde und die sowohl Leute der Alt Right wie der Alt Lite hörten, schreibt er dass „beide [Gruppen] die Meinungsfreiheit als Lizenz dazu auffassten, jede verdammte Sache zu sagen, die sie sagen wollten“ (S. 2). Ein vereinendes Merkmal rezenter „Zu Trumps Zeiten“-Literatur ist ein expliziter oder impliziter Aufruf für Beschränkungen der freien Rede. Das passiert natürlich bereits, aber es wird zweifellos in naher Zukunft mit erschreckender Geschwindigkeit zunehmen. Dagegen zu kämpfen sollte eine der Prioritäten Weißer Nationalisten sein.

Kommentare aus dem Originalstrang auf Counter-Currents:

Ben G.  schreibt:

Das ist die beste Rote Pille [Metapher aus dem Film Matrix] über die Judenfrage in einem Artikel, die ich jemals gesehen habe.

Gut gemacht. Ich werde sie verteilen.

Beau Sauvage äußerte in seinem Kommentar die Vermutung, dass die Person, die die Studentin zu ihrer Vorurteilslosigkeit befragt hat, wohl auch jüdisch war.

In einem zweiten Kommentar vier Tage später postet er, dass es Fabienne Roth gewesen ist (Hat Weisman unterschlagen oder nicht gewusst.)

John Morgan schreibt:

Die Geschichte über Sebastian Gorka ist besonders komisch, wenn man weiß, dass Gorka ein pro-zionistischer CounterJihadist ist, der von einer Vielzahl jüdischer Gruppen verteidigt wurde, als er 2017 wegen seiner Mitgliedschaft im Orden von Vitéz des Antisemitismus geziehen wurde. Wenn sie also Shabbat Shalom zu Gorka gesagt hätten, stelle ich mir vor, hätte er gelächelt und den Gruß erwidert.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Weißer Nationalismus & jüdischer Nationalismus von Greg Johnson

Die jüdischen Ursprünge der Bewegung für offene Grenzen von Andrew Joyce

Juden gegen die Alternative Rechte: Lehren aus der Geschichte von Andrew Joyce

Die Kultur der Kritik (7): Jüdische Mitwirkung an der Gestaltung der amerikanischen Einwanderungspolitik von Kevin MacDonald

Hans Breuer, der jüdische Wanderschäfer und „Flüchtlings“-Schmuggler (Guardian-Artikel)

„Wer sind die Kriegshetzer?“ Charles Lindberghs Rede in Des Moines am 11. September 1941 (damals war Lindbergh im „America First Committee“, worauf Weisman im Zusammenhang mit Trump und „America First“ anspielt)

Imperiale Juden und internationale Juden von Matt Parrott

Roth und Weiss und der Diasporismus von Tanstaafl

Zionismus, Globalismus und die „Israel-Lobby“ von Manfred Kleine-Hartlage

Deutschland schafft sich ab. Broder: „Na und?“ von Manfred Kleine-Hartlage

Warum Juden für „Vielfalt“ sind von mir

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

Hinterlasse einen Kommentar

10 Kommentare

  1. Hier haben wir dank Tekumsehs Übersetzungsleistung einen weiteren hervorragenden Counter-Currents-Essay auf Deutsch zur Verfügung.

    Hier meine 2 eigenen Groschen zum Begriff „Weiße Nationalisten“, der nach meiner Sicht zwei Bedeutungen hat:

    Die eine ist jene im amerikanischen Kontext (bzw. trifft diese sinngemäß auch auf Kanada, Australien und Neuseeland zu). Für im ethnisch-rassischen Sinn nationale weiße Amerikaner wären andere Bezeichnungen wie „amerikanische Nationalisten“ irreführend bzw. uneindeutig, weil damit auch bloßer amerikanischer Verfassungspatriotismus im „cuckservativen“, rasseblinden Sinn gemeint sein könnte. Und nachdem die weißen Amerikaner von verschiedenen europäischen Völkern abstammen, oft schon in gemischter Form, und sie diese verschiedenen weißen Volksbestandteile nicht mehr in separate Nationen auseinanderklauben könnten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als einfach die Schaffung einer weißen amerikanischen Nation anzustreben. Daher die Bezeichnung „weiße Nationalisten.“

    Alternativ könnten auch mehrere weiße Nachfolgenationen angestrebt werden, da es, wie Hunter Wallace in Colin Woodard, American Nations und die Wahl von 2012 darlegt, in den heutigen Vereinigten Staaten bis zu 11 verschiedene regionale Kulturen gibt, deren Mentalität und politische Kultur heute noch davon bestimmt wird, aus welchen europäischen Ländern deren jeweilige Bewohner mehrheitlich eingewandert sind – und das, obwohl die heute alle Englisch sprechen. Wahrscheinlich wären elf weiße Nachfolgenationen unrealistisch oder unpraktikabel, aber bis zu fünf oder sechs könnten es schon sein: „Yankeedom“ oder „Greater New England“ im Nordosten, „New Dixie“ oder die Neo-Südstaaten, Appalachia, der stark von Deutschen und Skandinaviern geprägte Mittelwesten, der Nordwesten alias „Cascadia“, eventuell auch unter Einschluß der kanadischen Westprovinz British Columbia, und ein weißes Nordkalifornien mit eventuellem Hinterland aus anderen derzeitigen Bundesstaaten.

    Die andere Bedeutung von „weiße Nationalisten“ ist die eines Sammelbegriffs für alle Nationalisten weißer Völker, also einschließlich Nationalisten im europäischen Sinn. Für deren Weltanschauung würde aber die Bezeichnung „Weißer Nationalismus“ nicht passen, da es hier „weiße Nationalismen“ heißen müßte.

    Antwort
  2. Tekumseh

     /  Februar 24, 2019

    „Der Jude gedeiht, wenn Grenzzäune fallen, wenn Grenzziehungen verwischen, wenn Mauern zerstört, nicht aufgebaut werden“, ist der Eröffnungssatz von Weismans ersten Kapitel (p. 33)

    Die Chuzpe, die Chuzpe! Ich fass es einfach nicht. Immer noch.
    Ich hab die Stelle tatsächlich nachgeschlagen. In Amazon. Allein die Wortwahl. Ich bin ja kein allzu zartes Pflänzchen, aber der Sprachduktus schien mir keinen anderen Autor als einen gestandenen Antisemiten zuzulassen. (Ganz ohne Abwertung (halt einen Gegner!), einfach als Quelle einer solchen Äußerung.)
    Dann, nachdem ich sicher war, dass es stimmt, habe ich mich dabei ertappt, es nicht zu glauben, weil es so offensichtlich ist, dass man es kaum fassen kann… – bzw. es nicht emotional, sondern nur rational, also ohne es als Teil meines persönlichen Wissensschatzes, der meine Person ausmacht, zu akzeptieren.

    Ich wünschte, einen oder besser mehrere Juden persönlich zu kennen. Ich möchte sehen, wie sie sprechen, möchte sehen, wie ihre Mimik zu ihren Worten passt. Ob im Gespräch dann und wann ein verstohlener Blick durch die halbgeschlossenen Augenlider sticht, der Klarheit bringen soll, ob man glaubt, was man glauben soll; oder ob das Phänomen eher etwas Autosuggestives hat.

    Antwort
    • Tekumseh

       /  Februar 24, 2019

      Vielleicht sollte ich hervorheben, dass es weniger die feindliche Haltung uns gegenüber ist, die mich verwundert, sondern die mentale Zweigleisigkeit dieses Herren, der sich einerseits über den Antisemitismus zu wundern vorgibt und andererseits zugibt, dass die Zerstörung der Gastvölker mit dem eigenen Florieren kausal verbunden ist.

      Das ist Spaltschädeligkeit/Schizophrenie in Höchstform…

      Antwort
      • Ennrichs Besen

         /  Februar 25, 2019

        Nein, das ist das Konzept
        der „doppelten Gedankenführung“ verbunden mit dem systematischen Ausspähen von Schwachpunkten und charakterlichen Schwächen beim Gegenüber zwecks Erlangung eines strategischen Vorteils bei zukünftigen „Geschäften“ oder geschäftlichen Beziehungen.

        Daher ist ja auch
        das erste Gebot bzw. Gesetz der Nomadenmoral, das Verlangen von offenen Grenzen bzw. den Abbau derselben, um auf eine nomadische Art das Geschehen unter den weitgehend gesetzestreuen Seßhaften tüchtig aufzumischen …

    • Nur wenige kenne ich, aber ich erinnere mich des Blickes von Efraim Zuroff Mitte der Neunziger, diese nicht zu beschreibende Mischung aus wüstem Haß und angeekelter Verachtung, als ich mir auf der Buchmesse zu Laibzsch von ihm seine Schwarte signieren ließ. Nun, man hat sich weiterentwickelt.

      Antwort
  3. branfendigaidd

     /  Februar 25, 2019

    Bei der Stelle stutzte ich:
    „Der Jude gedeiht, wenn Grenzzäune fallen, wenn Grenzziehungen verwischen, wenn Mauern zerstört, nicht aufgebaut werden…“
    Da Geschichte mein Steckenpferd ist, versuchte ich mir eine Szenerie vorzustellen, in der obige Visionen friedlich umgesetzt wurden. Mir fielen nur sehr wenige Beispiele ein. Im Normalfall fallen Grenzzäune, verwischen Grenzziehungen und werden Mauern zerstört, wenn Krieg, Völkerwanderung, Umsturz und Chaos herrscht. Für nomadische Händler sind das gute Voraussetzungen, denn hier sind die Chancen, sich fremde Eigentümer aneignen zu können, besonders gross und es gibt unzählige vielversprechende Warlords, auf die man setzen kann.
    Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass es hier um zwei völlig verschiedene Mindsettings geht, auch wenn gerade Juden meistens so wirken, als wären sie genau wie wir. Wobei diejenigen, die nicht so wirken, nämlich die Orthodoxen, noch am ehesten jeweils als Zweckverbündete in Frage kommen, da sie, je nach Sekte, die Methoden ihrer „säkularen“ Rassegenossen aus religiöser Rigidität oftmals ablehnen.
    Dann das: „…Die Zugbrücken gingen nach oben. Der Jude gedieh nicht…“
    Damit wird sich an Weisse gewandt und es stellt sich wie so oft die Frage, wieso es uns interessieren sollte, ob der Jude gedeiht oder nicht. Ich habe null eliminatorische Gefühle gegenüber diesen Leuten, aber sie haben ein eigenes Land, wo sie gedeihen und dies auch können. Ihre Querelen mit den Palis sind mir von Herzen scheissegal. Wenn sie das Gefühl haben, bei uns nicht zu gedeihen: Sei’s drum. Die Aufgabe von Deutschen, Schweizern, Österreichern, Schweden, Isländern, Niederländern, Spaniern, Italienern, Franzosen etc. ist es einzig, dafür zu sorgen, dass SIE selber in ihren Ländern gedeihen können. Juden müssen sich halt anpassen oder nach Israel gehen. So ist das halt.
    Ziehe ich als Schweizer nach Saudi Arabien, werde ich auch nicht gedeihen, denn dort gibt es nichts, was den Lebensumständen gleicht, die ein Schweizer auf politischer, religiöser oder freiheitlicher Ebene erwartet. Würde ich in Saudi Arabien bleiben und es für die wenigen anderen Schweizer dort umgestalten wollen (so wie es die Juden z.B. in Island betreiben)? Ich glaube, eher nicht. Ich würde zurück in die Schweiz fahren und dort wieder glücklich sein unter den Meinen.
    Hütet euch vor allem vor den säkularen Juden. Die anderen sehen scheisse aus, riechen oftmals streng unter ihren komischen Klamotten und sind arrogant, aber wenigstens halten sie Distanz. Es sind die säkularen, die vor allem Zersetzungsarbeit leisten.

    Antwort
  4. In unseren Ländern (allen Ländern von Weißen, wenn auch vorerst noch mit Ausnahme der meisten „Intermarium“-Staaten in Osteuropa, wo sie die Eliten erst noch ins (((westliche Wertesystem))) sozialisieren müssen), haben die Juden das Verwischen von Grenzen, den Abbau von Grenzzäunen und Mauern tatsächlich einigermaßen „friedlich“ erreicht, nämlich durch Anstiftung unserer Eliten und deren Mitläufer zum Verrat an ihren Völkern, und in weiterer Folge durch Schaffung eines Systems, in dem gar niemand mehr in die Eliten oder in ihre Unterrichts- und Propagandaorgane aufsteigen kann, ohne sich am Verrat zu beteiligen. Das untenstehende Gedicht von John Muir drückt dieses Prinzip sehr treffend aus:

    The Castle

    All through that summer at ease we lay,
    And daily from the turret wall
    We watched the mowers in the hay
    And the enemy half a mile away —
    They seemed no threat to us at all.

    For what, we thought, had we to fear
    With our arms and provender, load on load,
    Our towering battlements, tier on tier,
    And friendly allies drawing near
    On every leafy summer road?

    Our gates were strong, our walls were thick,
    So smooth and high, no man could win
    A foothold there, no clever trick
    Could take us, have us dead or quick.
    Only a bird could have got in.

    What could they offer us for bait?
    Our captain was brave and we were true…
    There was a little private gate,
    A little wicked wicket gate.
    The wizened warder let them through.

    Oh then our maze of tunneled stone
    Grew thin and treacherous as air.
    The cause was lost without a groan,
    The famous citadel overthrown,
    And all its secret galleries bare.

    How can this shameful tale be told?
    I will maintain until my death
    We could do nothing, being sold;
    Our only enemy was gold,
    And we had no arms to fight it with.

    Antwort
  5. In Osteuropa hat das Sowjetregime und später der schnelle Zugriff nach dem Kollaps bereits die Enteignung der Völker durchgesetzt, die bei uns durch Zuwanderung und Klimapolitik erzeugt werden muss. Osteuropa ist, denke ich nicht mal 30Jahre zurück, was Multikulti angeht. Polen darf sich schon jetzt über indische Uber Eats Fahrer freuen und wirbt Arbeitskräfte von den Philippinen an — pffff — und die äußerst mobilen jungen Ungarn, die sich in Westeuropa verteilen nehmen die NWO Kultur in ihrem modernsten Zustand auf, überspringen damit Generationen und werden das auch in die Heimat tragen.

    Man kann den Osteuropäern eine scheinbar längere Leine lassen, weil die Oligarchen dort schon weiter sind als bei uns. Im Kampf gegen Antisemitismus stehen sie alle stramm, auch Polen will ja die deutsche Schuld nur zum eigenen Vorteil stärker herausstreichen.Das historische Narrativ ist betoniert wie in Westeuropa oder Russland. Orbans anti Soros Kampagen wird von Bibis Beratern organisiert, die ja auch im Trump Lager aktiv sind. Der Links Rechts oder Russland gegen USA Quark verbirgt nur oberflächlich die gemeinsamen Quellen. Das Dreieck Israel, Russland, USA (China, Indien und Brasilien gehören aber im größeren Ausschnitt auch dazu) wurde in der Muller Untersuchung offen gelegt und natürlich beschwiegen. Michael Cohen musste nur „Rassist“ in die Runde werfen und der gesamte (((Mafiahintergrund))) ( über den Cohen ja, wie er gesundheitsförderlich behauptet, gar nichts weiß) verschwindet hinter dem ausgelösten Tumult. Es ist so furchtbar einfach wie das gemacht wird!

    Deutlich wird auch, wie das Licht über den Nationen hier bei uns, oberflächlich gesehen, entweder von den USA oder von Russland aus, in die angeblich systemkritischen rechten Strukturen hineinleuchtet und sie durchdringt. Auch unter diesem Blickwinkel ist der Wunsch nach autoritären „rechten“ Strukturen, der wie in Brasilien ja durch zunehmende und unerträgliche Unsicherheit erzeugt wird, so idiotisch,
    Bei „Elite“ lese ich überhaupt nur noch (((Elite))). Unter diesen Bedingungen lese Ich auch (((Überwachung))) oder (((starker Staat))) und diesen starken Staat wünsche ich mir bestimmt nicht.Es ist ja nur ein winziges Detailchen, dass die Bundespolizei ihre Körperkameradaten nun direkt zu Bezos schickt aber schlicht durch das Nutzen „(((ihrer)))“ Technologie, die sie nicht selten geklaut haben, können sie uns überwachen und wenn sie wollen abschalten.

    „… nämlich durch Anstiftung unserer Eliten und deren Mitläufer zum Verrat an ihren Völkern, und in weiterer Folge durch Schaffung eines Systems, in dem gar niemand mehr in die Eliten oder in ihre Unterrichts- und Propagandaorgane aufsteigen kann, ohne sich am Verrat zu beteiligen.“
    Ja!

    Deshalb ist die irgendwie unpolitisch wahrgenommene Verseuchung Osteuropas durch Korruption so zentral. Wer kauft sich da munter, berät, erpresst oder bedroht die politischen Akteure? Ich habe Korruption lange für so eine typisch osteuropäische Gewohnheit gehalten und war daher ziemlich blind.

    Wenn das Eigentum der osteuropäischen Völker, trotz Nationalismustheater, aber auch der Asiaten, Afrikaner, Araber und so fort, durch Korruption in (((deren))) Hände gerät ist das ebenso Verrat wie die Enteignung der westlichen Völker durch Migration und Willkommenskultur / Agenda 21 usw.Ist die Macht weit genug etabliert und strukturell durchgesetzt, wird Osteuropa auch geflutet und die repressiven Instrumente, die jetzt von rechts bejubelt werden, werden dann natürlich auch noch wirksam sein. Unter diesem Aspekt ist auch Orbans repressive Medienpolitik zu sehen, die als „Kampf gegen Links“ bejubelt oder verurteilt wird.Es ist aber egal unter welchem Banner Land und Ressourcen geraubt werden und die globale Versklavung durchgedrückt wird.

    Irgendwie glaube ich, dass das Gezerre um Venezuela gerade auch wieder nur ein Zank zwischen unterschiedlichen aber verschwägerten (((Mafiafamilien))) ist und die eine Familie, die in den USA siedelt, nur deshalb auffällt, weil sie das Gebiet der anderen Familie, die von Russland aus tätig ist, übernehmen will.Für die Völker sind die Bandenkriege natürlich schlimm so wie für alle Menschen, die in Bandenterritorien leben und in die Auseinandersetzungen hinein gezogen werden!

    Antwort
  6. Genau, Luftpost, der wirtschaftliche Faktor wird bei der Einschätzung der Situation in Osteuropa leicht übersehen (ich habe ihn bisher auch zu wenig berücksichtigt). Nicht nur, daß viele Osteuropäer als Arbeitskräfte in die Alt-EU gelockt werden und damit in ihren Ländern ein Arbeitskräftemangel geschaffen wird, der zur Auffüllung mit noch billigeren Leuten von noch weiter östlich verlockt – es ist dort auch durch die Jahrzehnte des Kommunismus eine Armut geschaffen worden, die es Juden und mit ihnen verbandelten weißen „Investoren“ leicht macht, sich dort als Oligarchen zu etablieren und relativ rasch ein wirtschaftliches Ungleichgewicht zu schaffen, das im (((Westen))) noch immer nicht in diesem Ausmaß verwirklicht ist.

    Die Sache in Venezuela halte ich auch für ein internes Gezerre zwischen Fraktionen innerhalb des (((Systems))). Immerhin ist Nicolás Maduro Jude, und andererseits wird sein Gegner vom politisch-medialen EUSA-Establishment unterstützt. Auf die Einsortierung des brasilianischen Präsidenten Bolsonaro als „rassistisch“ kann man überhaupt nichts geben, wenn man sich ansieht, wie er auch von vielen Wählern mit Afromestizo-Einschlag unterstützt wird. „Rechts“ im Sinne von autoritär mag schon eher stimmen, und den in unserer Szene verbreiteten Wunsch nach autoritären „rechten“ Strukturen halte ich ebenfalls für idiotisch. Das ist doch nur etwas, das wir uns jetzt wünschen sollen, damit es später gegen uns eingesetzt werden kann.

    Ein Beispiel dafür, wie „Rechts“ und Links da zusammenspielen, ist die jetzt vom FPÖ-Innenminister in Österreich angestrebte Möglichkeit, potentiell gefährliche Asylwerber präventiv in Sicherungshaft zu nehmen, wobei die ÖVP mitzieht. Da hat es nicht lange gedauert, bis der burgenländische SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (früher Landespolizeidirektor von Burgenland) angeregt hat, daß so etwas dann auch für potentiell gefährliche Österreicher eingeführt werden sollte.

    Wenn man es richtig bedenkt, müssen wir eigentlich weg von Rechts. „Rechts“ ist für das Wohlergehen eines Volkes genauso schlecht wie Links. Rechts ist genauso Rand wie Links. Das, woran uns liegen muß und was die weißen Völker in der Vergangenheit immer gewollt haben, ist nicht Rand, ist nicht rechts, sondern Mainstream, war immer normal:

    Als Volk frei und unabhängig zu sein, seine genetische und kulturelle Identität zu bewahren, Wohlstand und persönliche Freiheit und Sicherheit für die breite Allgemeinheit, während dennoch persönliche Leistung und Qualität gewürdigt und belohnt werden soll.

    Dafür will oder akzeptiert man alles, was für die dauerhafte Erhaltung dieser Verhältnisse an Hierarchie notwendig ist (aber nicht mehr), alles, was dafür an Unterscheidungen, Wertungsunterschieden, Abgrenzungen und Grenzziehungen notwendig ist. Das erscheint heute so rechts, weil das öffentlich propagierte Meinungsbild seit einem Menschenalter immer weiter nach links gerückt worden ist.

    Alles, was dieses gesunde Maß an Hierarchien, Unterscheidungen, Wertungsunterschieden, Abgrenzungen und Grenzziehungen zu zersetzen, abzubauen und zu nivellieren trachtet, ist links.

    Was in die andere Richtung darüber hinauszugehen strebt, zum Vorteil einer elitären Minderheit und zum Nachteil der breiten Volksgemeinschaft, ist rechts. Und nachdem Hierarchie dazu tendiert, selbstverstärkend zu sein, je steiler sie wird (und je größer die Gemeinschaft ist, und je mehr dort materiell zu holen ist), kann diese Fehlentwicklung sich nur verschärfen, wenn sie einmal eingesetzt hat. Je mächtiger und autoritärer ein Regime wird, desto interessanter wird es auch für die Juden als Hebel, um das Volk in eine Richtung zu bewegen, in die es nicht will. Mit der Zeit werden die unteren Ränge der Hierarchiepyramide ebenfalls abgekoppelt und nach unten abgedrängt, zum Vorteil der Spitze, bis diese von den Juden abgesägt und unter den Bus gestoßen wird. Aber das wollen die Hierarchiebesoffenen ja nie wahrhaben.

    National sein, rassebewußt, für gesunde gesellschaftliche und kulturelle Werte: ja.

    Gegen Links sein: ja.

    Aber „rechts“? Da pfeif‘ ich drauf. Weg von Rechts!

    Antwort
    • branfendigaidd

       /  März 6, 2019

      Interessante Gedanken, die Ihr zwei da wie so oft vermittelt. Ich werde mich in meinem Umfeld weiterhin genüsslich als „rechts“ bezeichnen, einfach weil das so eine gar schröckliche Wirkung auf meine sensibleren Bekannten hat, aber das, was Du hier ausformulierst, Lucifex, ist schon wahr. Man sieht ja diese hierarchische Wirkungsweise schon auf einem Netzauftritt wie dem Rittergut. Die Kommentarspalte dort ist an Speichelleckerei und prätentiösem Arschkriechen regelmässig kaum zu überbieten, wenn einer der „intellektuellen Schwergewichte“ wieder mal einen besonders wirkungsmächtigen Mühstein in den Brunnen der Weisheit plumpsen liess.
      Für die Leute, die übrigens noch einen gewissen schwarzen Humor und einen Sinn für Absurdes erhalten konnten, empfehle ich übrigens wärmstens das gelegentliche Konsumieren von „Rechtstwitter“. Einerseits hat es dort Leute, die wirklich immer wieder mal etwas Lustiges schreiben und andererseits erlebt man aber auch dieses Hofschranzentum in auf 280 Zeichen eingedampfter Form.
      Trotz all der bitteren schwarzen Pillen möchte ich aber doch eine Lanze für unsere osteuropäischen Kameraden brechen. Ich war wieder einmal in Tschechien in den letzten Monaten und auch wenn dieses Volk gegenüber Fremden nicht besonders freundlich ist, fällt einem doch auf, dass dort vieles noch lebt und als selbstverständlich gilt, was in Deutschland, der Schweiz und Österreich schon lange sang- und klanglos untergegangen ist. Junge sind respektvoll gegenüber Älteren und ganz allgemein ist der soziale Kitt dort immer noch stärker. Osteuropa ist mittlerweile zu einer Art Vorratskammer europäischer Verhaltensweisen und Gepflogenheiten geworden und dafür verdienen die Menschen dort, vor allem auch die einfachen Arbeiter, einen gewissen Respekt.

      Antwort

Schreibe eine Antwort zu Tekumseh Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: