Rußland: Ein Musterbeispiel für christlichen Nationalismus?

Freiwillige der Organisation „Junge Sanitäter Rußlands“ machen in Rostow-am-Don eine rote Schleife als Teil der weltweiten Kampagne gegen AIDS.

Von Robert Hampton, übersetzt von Lucifex. Das Original Russia: An Exemplar of Christian Nationalism? erschien am 24. Januar 2019 auf Counter-Currents Publishing.

Viele auf Seiten der Rechten scheinen zu denken, daß christlicher Nationalismus für unsere Bewegung der Weg vorwärts ist. Sie betrachten Ungarn, Polen und Rußland als Beweise dafür, daß die Plazierung der christlichen Identität in den Vordergrund unserer Sache der beste Weg sei, die Massen anzuziehen und die weiße Zivilisation in ihrer rechtmäßigen Herrlichkeit wiederherzustellen.

Christliche Nationalisten sehen das institutionelle Christentum als unseren natürlichen Verbündeten und wünschen sich, daß Staat und Kirche vereint ihr Volk zur Größe führen. Rußland wird als Musterbeispiel für dieses Modell hochgehalten, da Wladimir Putins Regierung eng mit der orthodoxen Kirche zusammenarbeitet und den orthodoxen Charakter ihrer Nation sehr betont.

Rußland hat viele gesellschaftlich konservative politische Maßnahmen eingeführt, wie das Verbot von an Kinder gerichteter Schwulenpropaganda, was westliche Nationalisten bewundern, und Putin präsentiert sich oft als der große Verteidiger traditioneller Werte. Putin verdammt auch häufig die Unmoral des Westens und dessen Aufgabe des Christentums und bietet Rußland als die konservative Alternative zum säkularen Liberalismus an. Politico erklärte Rußland einmal sogar wegen Putins engem Verhältnis zur orthodoxen Kirche zum „Führer der globalen christlichen Rechten“.

Aber das Ideal von Rußland als dem christlich-nationalistischen Staat par excellence beruht nicht auf der Wirklichkeit. Die russische Gesellschaft ist kaum voll von eifernden, frommen Orthodoxen, und die orthodoxe Kirche ist nicht das gesellschaftliche Bollwerk, als das Putins rechte Bewunderer sie sich gerne vorstellen. Der Fall Rußland ist lehrreich hinsichtlich vieler der Probleme, vor denen wir bei einer Übernahme des christlichen Nationalismus für die angloamerikanische Sphäre stünden, und dafür, warum wir unseren eigenen Weg gehen müssen.

Trotz der unermüdlichen Anstrengungen der russisch-orthodoxen Kirche kann sie die große Mehrheit der Russen nicht zur Teilnahme an der Messe bekommen. Einundsiebzig Prozent der Russen sind orthodox, doch nur sechs Prozent der Russisch-Orthodoxen gehen regelmäßig in die Kirche, nur fünfzehn Prozent sagen, daß die Religion in ihrem Leben wichtig ist, achtzehn Prozent beten täglich, und nur sechsundzwanzig Prozent sind sich sehr sicher, daß Gott existiert. Im Vergleich dazu gehen im gottlosen Amerika siebenundvierzig Prozent der Christen wöchentlich in die Kirche, achtundsechzig Prozent sagen, daß die Religion in ihrem Leben sehr wichtig ist, weitere fünfundzwanzig Prozent sagen, daß die Religion einigermaßen wichtig in ihrem Leben ist, achtundsechzig Prozent der amerikanischen Christen beten täglich, und achtzig Prozent sind sich absolut sicher, daß Gott existiert. Und obwohl christliche Nationalisten betonen, daß wir uns Gott zuwenden müßten, um unsere Zivilisation zu retten, ist Amerika weit frommer als Rußland, und doch würde niemand unsere Gesellschaft als Paradebeispiel für traditionelle Werte feiern.

Jedoch ist Rußland das auch nicht. Während die orthodoxe Kirche sich als der Moralwächter ihres Landes positioniert, so wie christliche Nationalisten es sich wünschen, folgen die Russen nicht ihrer Führung. Die Kirche hat vergeblich auf ein Verbot der Abtreibung gedrängt, und tatsächlich hat die Nation laut den Vereinten Nationen die höchste Abtreibungsrate der Welt. Die Moscow Times schreibt diesen Faktor dem „flüchtigen Einfluß“ der Kirche in Rußland zu, eine Tatsache, der nicht einmal mit der vollen Unterstützung des Staates abgeholfen werden kann.

Christliche Nationalisten argumentieren, daß wir eine starke Kirche brauchen, um die gesellschaftliche Auflösung und die antisozialen Pathologien unserer Zeit zu bekämpfen. Leider bietet die russisch-orthodoxe Kirche diese Verteidigung nicht. Sexuell übertragbare Krankheiten grassieren im Land. Zur Zeit leidet Rußland unter einer schrecklichen HIV-Epidemie und hatte 2015 die drittmeisten neuen Fälle auf der Welt – womit es nur hinter Südafrika und Nigeria zurücksteht. Mehr als eine halbe Million Russen sind mit HIV infiziert, und das Land hatte im Jahr 2015 über zwei Drittel der neuen Fälle in Europa. Rußland hat die dritthöchste Selbstmordrate auf der Welt und führt bei den Selbstmorden allein unter Männern. Unter russischen Männern liegt die jährliche Selbstmordrate bei 48,3 pro hunderttausend Menschen. Am beunruhigendsten ist die hohe Selbstmordrate unter russischen Jugendlichen, wobei die Nation eine der höchsten Raten in Europa in dieser Altersgruppe hat. Rußland hat auch eine der höchsten Scheidungsraten der Welt, mit achthundertfünfundneunzig registrierten Scheidungen pro tausend Ehen im Jahr 2016. Alkoholismus plagt die Nation und trägt zu der großen Zahl russischer Männer bei, die das Alter von 55 Jahren nicht erreichen: fünfundzwanzig Prozent der russischen Männer sterben vor ihrem 55. Geburtstag.

Der Zweck von Religion ist, dem Menschen Sinn und moralische Struktur zu geben, aber es scheint, als hätte die orthodoxe Kirche in dieser Hinsicht versagt. Außerdem fühlt die orthodoxe Kirche sich stark dadurch bedroht, daß patriotische Russen sich dem slawischen Neopaganismus, genannt Rodnovery, zuwenden. Tatsächlich betrachtet die Kirche Rodnovery als größere Bedrohung als den Atheismus. Rodnovery ist beim Militär und bei der Polizei populär, was orthodoxe Führer erschreckt, die die Verteidiger der Nation christlich halten wollen. Obwohl die russisch-orthodoxe Kirche dem Nationalismus und anderen rechten Ideen weit freundlicher gesinnt ist als die katholische Kirche und die Mainline-Protestanten, scheint sie ihre Anziehungskraft bei vielen Nationalisten im Land zu verlieren.

Die Verbreitung von Rodnovery in genau jenen Sektoren, die ein muskulöses, nationalistisches Christentum ansprechen sollte – wie das Militär und ethnonationalistische Aktivisten – offenbart, daß der Glauben, den christliche Nationalisten sich wünschen, damit zu kämpfen hat, genau jene demographischen Kerngruppen zu halten, die unsere Bewegung für sich zu gewinnen sucht. Die heidnische Versuchung wird immer noch bleiben, selbst wenn patriotischen Männern die rechteste Version des Christentums geboten wird, die es gegenwärtig gibt.

Katholiken mögen antworten, daß Rußlands Versagen bei der Errichtung des idealen christlichen Staates aus dessen eigenem besonderen Glauben stammt und daß ein muskulöser, staatlich unterstützter Katholizismus die Massen zurück in die Kirche bringen würde. Das wäre ebenfalls eine fehlgeleitete Meinung. Der ungarische Premierminister Viktor Orbán verabsäumt es nie, sein Engagement für eine illiberale christliche Demokratie zu erklären, und daß sein Land seine christliche Identität verteidigt. Jedoch ist der Zustand der religiösen Frömmigkeit in Ungarn ähnlich den Verhältnissen in Rußland. Nur zwölf Prozent der Ungarn besuchen regelmäßig die Messe, fünfzehn Prozent sagen, daß die Religion in ihrem Leben sehr wichtig ist, und sechzehn Prozent beten täglich. Nur dreiundvierzig Prozent der Ungarn sagen, daß katholisch zu sein für ihre nationale Identität wichtig sei. Dies ist tatsächlich niedriger als Rußlands siebenundfünfzig Prozent, doch sollte angemerkt werden, daß dies wahrscheinlich an Ungarns beträchtlicher protestantischer Minderheit liegt. Orbán selbst ist ein Calvinist.

Die Polen betonen mit größerer Wahrscheinlichkeit die Wichtigkeit des Katholizismus für ihre nationale Identität. Zusätzlich sind die Kirchenbesuchsrate und die der Religion zugeschriebene Wichtigkeit in Polen höher – aber immer noch niedriger als im „gottlosen“ Amerika.

Es gibt ein weiteres Problem, vor dem katholische Nationalisten stehen: die Gegnerschaft der Kirche zur Einwanderungsbeschränkung. Ich habe in meinem letzten Artikel zu diesem Thema festgehalten, wie klerikale Führer in Polen und Ungarn ihre nationalistischen Regierungen dafür kritisieren, daß sie nicht mehr Migranten aufnehmen. Die orthodoxe Kirche hat tatsächlich ihre Unterstützung für Putins Einwanderungsbeschränkungen ausgedrückt – eine undenkbare Position für die große Mehrheit der katholischen Bischöfe.

Der Zweck dieses Artikels ist nicht, das Christentum schlechtzumachen oder zu sagen, daß wir alle Heiden werden müßten. Stattdessen möchte ich einige der Illusionen berichtigen, die christliche Nationalisten haben. Es gibt keinen Staat, der seine Kirche mehr bestärkt, als Rußland es tut. Es gibt heute auch keine Kirche, die für Nationalismus offener ist als die russische Orthodoxie. Doch sie kann dennoch nicht die Menschen zurück in die Kirche bringen oder sie sozialen Mißstände beseitigen, die moderne Weiße plagen. Genauso wenig kann sie Soldaten, Polizisten, Starathleten und eingefleischte Nationalisten davon überzeugen, dem Heidentum oder dem Säkularismus zu widerstehen.

Rußlands Nationalismus kommt auch nicht von inneren Kräften, sondern von den äußeren Kräften des Staates und der Gesellschaft. Dies ist eine Lektion für jene christlichen Nationalisten, die darauf hoffen, daß „basisnahe“ Bischöfe aufstehen und Kreuzritterarmeen aufstellen, um Krieg gegen die liberale Moderne zu führen. Wie Greg Johnson viele Male argumentiert hat, werden die Kirchen unsere Ideen erst zu akzeptieren beginnen, wenn wir selbst echte Macht haben. Die Haltung der russisch-orthodoxen Kirche zur Einwanderung bezeugt dieses Argument.

In Amerika haben wir keine christlichen Institutionen, die für unsere Ideen offen sind. Die schnelle Verurteilung der Jungs von der Covington Catholic High School durch die katholische Kirche sollte uns von jeglichen Illusionen abbringen, daß diese Institutionen jemals auf unserer Seite stehen werden, bevor wir an die Macht kommen. Obwohl wir also ein weit christlicheres Land sind als Rußland, haben wir viele gesellschaftliche Mißstände, und Ethnomasochismus herrscht vor. Eine Wiederbelebung des Christentums wird das nicht ändern, und es gibt keine Anzeichen dafür, daß christliche Institutionen sich plötzlich unsere Sache zu eigen machen werden. Unsere Bewegung muß Christen ansprechen – aber wir müssen darauf bestehen, daß die rassische und die nationale Idee zuerst kommen.

Die Kirche wird uns in unserem Kampf nicht helfen, und sie ist nicht das magische Elixier, um die gesellschaftliche Degeneration aufzuhalten. Seht euch nur Rußland an.

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Siehe auch:

Christentum und Nationalismus: Eine warnende Geschichte von Robert Hampton

Christentum und europäische Identität von Greg Johnson

Über Europa und „den Glauben“ von Andrew Joyce

Das Wesentliche von Kevin Alfred Strom

Die Soros-Bergoglio-Achse von Joseph Salemi

Europa und der Islam vom ehemaligen Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari

Der Votivkirchenschwindel: Kirche, Caritas und Diakonie packeln mit der Asylmafia von mir (als Deep Roots, unter Verwertung eines Gastbeitrags aus „Andreas Unterbergers Tagebuch“)

„Way of hope“: die interkulturellen christlichen Bereicherungsförderer von mir (als Deep Roots)

Goodbye America! (Part 1) und Part 2 von Dr. Lasha Darkmoon

Putins Ausblick auf Russlands nationale Zukunft – Migrationspolitik und Meldepflicht von Igor Artemov

Russische politische Gefangene in der Russischen Föderation von Pjotr Antonow

Die eurasische Idee von Alexander Dugin

Alexander Dugin über „weißen Nationalismus“ und andere potentielle Verbündete in der globalen Revolution

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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4 Kommentare

  1. Gustav

     /  Januar 28, 2019

    „Die Bewältigung von Krisensituationen erfordert ein weltzugewandtes und wirklichkeitsgerechtes Ethos. In der deutschen und europäischen Tradition findet sich dieses in jenem heidnischen Urglauben, der auf der Erfahrung des Ewigen, des Elementaren und des Erhabenen in der Ordnung der Natur beruht. Formen dieses Glaubens waren unter unseren Vorfahren vor der Verbreitung des Christentums verbreitet und traten seitdem immer wieder als Heiden- und Ketzertum hervor. Quelle des Urglaubens ist der im Menschen wirkende Urwille zu Leben und Dauer, der so alt ist wie das Leben selbst. Das Erhabene liegt in ewigen Dingen, die größer sind als der einzelne Mensch. In der Natur mit ihren ewigen Gesetzen kann der Einzelne das Erhabene in der Ordnung erfahren, die auch ihn hervorgebracht hat. Der Urglaube betont die schicksalshafte Bindung des Einzelnen an die Natur oder an Ahnen und Sippe, denn aus diesen Wurzeln wächst Kraft, und diese Wurzeln verbinden den Menschen mit der Natur und dem Ewigen, dem Geheimnis allen Seins und der Quelle aller Stärke. Die Kette der Generationen bis zurück zum Ursprung des Lebens und vorwärts in ferne Zukunft ist ein Teil davon, ein anderer ist das Land, dem der Mensch entstammt, die Erde, aus der er gewachsen ist und in die er in einem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen zurückkehren wird. Er ist nicht Fremder in dieser Welt, aus der er erlöst werden müßte, sondern Teil von ihr und muß sich in ihr bewähren und behaupten. Der Urglaube bejaht das Leben in seiner Gesamtheit und stellt sich seinen Härten und Widersprüchen. Er bejaht den Menschen und seine Natur sowie sein Schicksal. Der Urglaube ist ein Tatglaube, der sich in der Lebensgestaltung, in der Meisterung des Schicksals bewähren muß. Dieser Glaube ist Verpflichtung zur Tat. Die Heilserwartungen des Urglaubens sind rein irdischer Art. Das Leben ist voller Härte und Tragik, muß aber doch erkämpft werden. Wer in ihm besteht, dem verheißt es, in seinen Nachkommen und seiner Gemeinschaft Teil des Ewigen zu werden. Der Urglaube verwurzelt den Einzelnen in höheren, ewigen Zusammenhängen. Er läßt ihn in einen Strom von Kraft eintauchen, der ihn zu einem höheren Ziel führt und zum Diener eines größeren Auftrags macht. Er stärkt den Einzelnen, in dem er sein Vertrauen in die Richtigkeit seines Daseins bestätigt und ihm durch Anbindung an das Ewige die Furcht selbst vor dem Tod nehmen kann. Durch seine Gründung auf der harten Wirklichkeit des Lebens und dem Urwillen zur Dauer ist der Urglaube ein Glaube für den Ernstfall. …. »Ich meine, ein gewisses Heidentum hätte nie zerstört werden sollen, und jeder Mensch, der es mit seinem Geschlechte gut meint, sollte dahin arbeiten, es wieder lebendig zu machen.« (Ernst Moritz Arndt).“ (Thomas Schmidt, Glaube, in: Projekt Ernstfall)

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  2. zippelmütz

     /  Januar 28, 2019

    Wie auch immer, die russisch-orthodoxe Kirche ist autokephal („eigenköpfig“~national), die katholische Kirche ist katholisch („umfassend“~global). Das ist ein, wenn auch nicht großer, Unterschied. Die griechisch-orthodoxe Kirche hat die Griechen durch die Türkenzeit gebracht. Die russisch-orthodoxe die Russen durch die Mongolenzeit. Die katholische Kirche hat solche Erfahrungen eher weniger, zwar versuchte sie in China und Japan Fuß zu fassen, aber hatte damit wenig Erfolg.

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  3. Gustav

     /  Januar 29, 2019

    Man muß sich darüber im klaren sein, das Religionen auch nur Herrschaftsideologien sind. Die Besonderheiten beim Christentum und beim Islam liegen in der Fremdbestimmtheit, da sie jeweils durch das Judentum gestiftet wurden, nicht von den „Abendländern“ selbst. Nur der hellenistische Einfluß, der sich im Investiturstreit zwischen Papst und Kaiser durchgesetzt hatte, hat uns eine zeitlang vor den schädlichsten Wirkungen geschützt. Das ist jetzt vorbei. Der Kampf gegen das Christentum ist daher auch nur ein Kampf gegen seinen heidnischen Anteil. Das eigentliche Christentum wird in säkularisierter Form in der Politik umgesetzt.

    „Der Zivilisierte ist der Barbar, der Erfolg hatte“, notiert Onfray. „Keine Zivilisation ist je aus Heiligen, Pazifisten, Gewaltlosen und Tugendhaften entstanden – eben den netten Menschen. Vielmehr sind es immer Banditen, Mörder, Folterer und Sadisten, die die Grundlage einer Zivilisation bilden. Die Chorknaben hinter Jesus eignen sich nur als Künstler, Dichter oder Philosophen, aber hinter Paulus fuchteln Kraftprotze mit dem Schwert.“

    „Von der Siedlung auf dem Palatin 753 v.Chr. über Cäsars Republik und das Reich des Augustus hat Rom bis zum Edikt von Mailand 313 n. Chr. elf Jahrhunderte überdauert. Dann wurde die Wölfin vom Lamm gefressen.“

    „Die jüdisch-christliche Kultur war in Reih und Glied aufgestellt. Der Kaiser konnte der christlichen Armee den Marschbefehl erteilen. Die Anhänger des Paulus stiegen aus den Katakomben, um in die Paläste einzuziehen.“ (Michel Onfray)

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  4. Sara

     /  Januar 29, 2019

    Die Gründe dafür liegen eher in der Vergangenheit dieser Länder (Osteuropas), also in dem einigermaßen erzwungenen Atheismus der Kommunisten. In Russland dauerte diese Ideologie schließlich 90 Jahre, was erwarten man davon? Der Kommunismus war zwar gottlos aber dennoch konservativ und spießig. Die soziale Krise, die sich in Russland verbreitet hat, ist eher postkommunistisch: sie ist eine hässliche Imitation des vom Westen abgeguckten Hedonismus. Die Russen waren nach der Diktatur ziemlich unvorbereitet mit der „anderen“, angeblich besseren Welt des Westens und einiges wurde schon verdreht übernommen.
    Ich mache dafür keine Werbung für den Kommunismus, ich möchte nur begründen warum in Osteuropa generell so viele Atheisten gibt.

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