Die Maschinenpistole MP 40/I im scharfen Schuß

Rekonstruktion: Gefreiter der Artillerie patrouilliert 1944 an der Ostfront in der Umgebung seiner Batterie, bewaffnet mit der Maschinenpistole MP 40/I.

Von Robert Bruce, übersetzt von Cernunnos. Dies ist meine Übersetzung des Kapitels über die Maschinenpistole MP 40/I aus dem Buch „German Automatic Weapons of World War II – Live Firing Military Weapons in Colour Photographs“ von Robert Bruce (ISBN I-85915-043-8). Sämtliche Bilder stammen ebenfalls aus diesem Buch, wie auch die von mir übersetzten Bildunterschriften (am Schluß gibt es eine mit Fotos illustrierte Zerlegeanleitung).

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Die mängelbehaftete Mauser R713 war nur eine Nebenveranstaltung im deutschen Arsenal. Es waren seit langem Arbeiten im Gange an einer wahren Maschinenpistole, um eine taktische Rolle auszufüllen, die sich allmählich entwickelt hatte, beruhend auf Erfahrungen aus dem Großen Krieg und vorausschauend auf die neue „Blitzkriegs“-Doktrin der hohen Beweglichkeit und maximalen örtlichen Überlegenheit. 1938 eingeführt, zu einer Zeit, als alle Maschinenpistolen der Welt unnötig schwer und teuer waren – nach den traditionell engen Toleranzen der Büchsenmacherei aus solidem Stahl gearbeitet und mit Hartholzschäften ausgestattet – revolutionierte die neue Maschinenpistole MP 38 aus der deutschen Firma Erfurter Maschinenfabrik (Erma) konventionelle Vorstellungen von dem, was eine Maschinenpistole sein sollte. Mit klappbarem Skelettschaft, Plastikgriff und vielen Blechprägeteilen boten sich die MP 38 und die nachfolgende MP 40-Familie von Maschinenpistolen für die effiziente Massenproduktion an und waren im Nahkampf sehr wirksam. Sie dienten dem deutschen Soldaten gut, von der Invasion Polens im September 1939 bis zum Zusammenbruch des „Tausendjährigen Reiches“ im Mai 1945.

Entwicklung

Obwohl Hugo Schmeissers MP 18/I von Bergmann – die erste wahre Maschinenpistole der Welt – zu spät gekommen war, um den Ausgang des Ersten Weltkrieges zu beeinflussen, spielte sie eine prominente Rolle in den sozialen Unruhen, die örtlich auf Bürgerkrieg hinausliefen, die auf Deutschlands Niederlage folgten. Anderswo in der unruhigen Nachkriegswelt befeuerten interne Rebellionen und Grenzkriege eine Nachfrage nach Maschinenpistolen, die von verschiedenen europäischen Waffenherstellern befriedigt wurde. Deutsche Firmen gehörten zu den stärksten Mitbewerbern und produzierten die von Schmeisser konstruierte Haenel-MP 28, die Bergmann-MP 34 und MP 35 und eine innovative Waffenserie von Erma.

1927 erhielt Heinrich Vollmer, ein Waffenkonstrukteur bei Erma, ein Patent für ein raffiniert konstruiertes Verschlußsystem. Ein mehr oder weniger gewöhnlicher gefräster Stahlverschluß wurde von einer Röhre getrieben, die sich teleskopartig in drei zunehmend kleineren Abschnitten zusammenschob. Darin befand sich eine Schraubenfeder, die sich um einen langen Stab wand, der aus der Rückseite eines nagelartigen Schlagbolzens hervorstand. Die Hauptvorteile dieser Anordnung waren Zuverlässigkeit und glatte Funktion. Die Abschnitte der Teleskopröhre schützten die Schließfeder vor Schmutz und verhinderten, daß sie bei hartem Gebrauch und häufigem Zerlegen zur Reinigung geknickt wurde.

Frühe Produktionsmuster der Vollmer/Erma-Maschinenpistole – 1928 vorgestellt und nach Frankreich und Lateinamerika exportiert – kamen in zwei Versionen: mit einem langen konisch verjüngten Lauf und einer Einbein-Teleskopstütze, und mit einem kürzeren Lauf und ohne Einbeinstütze. Die davon abgeleiteten Erma-EMPs ab 1930 waren, auch wenn sie in drei verschiedenen Versionen erschienen, der MP18 äußerlich sehr ähnlich, mit einer Menge traditionell verarbeitetem Stahl, geschlitzten Laufmänteln und schweren Hartholzschäften. Ein leicht identifizierbares Merkmal vieler EMPs war der senkrechte hölzerne Vordergriff, der vielleicht von jenem der amerikanischen Thompson-Maschinenpistole inspiriert war. Der Spanische Bürgerkrieg brach im Sommer 1936 aus, und deutsche Militärbeobachter und Spezialistenpersonal der „Legion Condor“ wurden fast sofort ausgesandt, um die Nationalisten zu unterstützen; hier hatten sie zahlreiche Gelegenheiten, aus erster Hand den praktischen Wert von Maschinenpistolen im Nahkampf zu beobachten. Wieder in Deutschland, verlangten Pioniere der Panzerkriegführung nach Maschinenpistolen, um die neuen Panzergrenadiereinheiten der motorisierten Infanterie zu bewaffnen.

Als Reaktion auf eine Heeresanforderung, die Erma 1936 informell überbracht wurde, begann Vollmer an einer Reihe von Maschinenpistolen-Prototypen zu arbeiten, die viele der etablierten Konzepte fallenließen. Von seinem patentierten Teleskopverschlußsystem ausgehend, begann Vollmer mit Möglichkeiten zu experimentieren, wie man die neue Waffe kompakter machen und besser an schnelle Massenproduktion anpassen konnte.

Die Rote Armee war großzügig mit der Maschinenpistole PPSh-41 ausgerüstet, die eine 7,62mm-Flaschenhalspatrone mit hoher Geschwindigkeit verwendete, welche seit 1930 ausgegeben wurde. Diese war fast identisch mit der standardmäßigen deutschen Pistolenpatrone 7,63 mm Mauser. Obwohl sie nur etwas stärker war als die MP 38-Serie, wurden erbeutete PPSh-41 wegen ihres 71-Schuß-Magazins sehr geschätzt, und wegen ihrer Fähigkeit, unter den schlimmsten Bedingungen von Wetter, schlechter Behandlung und Vernachlässigung zu funktionieren.

Früh im Jahr 1938, so lautet die Geschichte, wurde Berthold Geipel, Ermas Direktor, vom Militär nach Berlin berufen und erhielt einen formellen Satz Richtlinien für eine neue Maschinenpistole, die von den sich schnell erweiternden mechanisierten Kräften und den brandneuen Fallschirmjägern benutzt werden sollte. In Widerspiegelung von Spezifikationen, die zwei Jahre zuvor weniger dringend übergeben worden waren, paßten sie sauber zu Vollmers neuestem Waffenprototyp, der sich dem Produktionsstadium näherte, um einen Auftrag der Grenzpolizei zu erfüllen. Zweifellos von der Gewißheit des unmittelbar bevorstehenden Krieges getrieben, erprobte und akzeptierte das OKW (Oberkommando der Wehrmacht) die neue Erma-Waffe innerhalb von nur ein paar Monaten, die es nach dem Jahr ihrer Einführung formell als Maschinenpistole 38 (MP38) bezeichnete. Verglichen mit anderen Waffen der Zeit war die MP 38 eine Tour de force funktioneller Entwurfsarbeit, und verdient als Einführung zu unserer Erprobung ihrer Nachfolgerin, der MP 40, im scharfen Schuß unsere nähere Aufmerksamkeit.

Kompaktheit wurde durch die Verwendung eines unter die Waffe klappbaren metallenen Skelettschaftes erreicht, des ersten an irgendeiner Serienmaschinenpistole. Zuverlässigkeit kam von Vollmers Teleskopverschlußsystem. Einfachheit der Herstellung wurde erreicht durch die Verwendung hochwertiger Stahlrohre für das Gehäuse, von Aluminiumgußteilen für den Griffrahmen und von Blechprägeteilen für den Großteil der restlichen Unterbaugruppen. Die MP 38 hatte überhaupt keine Holzteile und verwendete statt dessen Kunststoffteile aus „Bakelit“.

Die Ergonomie diktierte die Aufgabe des die Balance störenden seitlichen Magazins früherer Waffen zugunsten eines von unten zuführenden Typs, dessen Gehäuse auch als Vordergriff diente. Aufmerksamkeit war der Notwendigkeit geschenkt worden, den Spanngriff auf die linke Seite des Gehäuses zu verlegen, sodaß die nichtschießende Hand zum Durchladen der Waffe verwendet werden konnte. Der einschüchternde und „geschäftsmäßige“ Umriß der MP 38 wurde sowohl von konstruktiven Notwendigkeiten als auch der Bewertung anderer Waffen diktiert. Ein prominentes Beispiel dafür ist der Pistolengriff am Abzug – ein wahrscheinlicher weiterer Thompson-Einfluß – wodurch der traditionelle gewehrschaftartige Halbpistolengriff ihrer europäischen Zeitgenossen aufgegeben wurde.

Die stromlinienförmigen Erma-Maschinenpistolen boten ein dramatisches Bild für Propagandabilder der Nazis, wie auf diesem Rekrutierungsplakat für die Waffen-SS.

Die MP 38 hatte keinen die Hand schützenden Laufmantel, sondern wies eine seltsam geformte „Auflageschiene“ unter dem Lauf auf. Das Tunnelkorn war gut gegen Beschädigung und grobe Behandlung geschützt, und eine geriffelte Überwurfmutter an der Mündung schützte ein Gewinde, das zur Befestigung eines Platzpatronenadapters am Lauf angebracht war.

Das Magazin der MP 38 ist ein robuster Stahlblechkasten mit dem weniger als idealen einreihigen Zuführprinzip; bei früheren Konstruktionen häufig, ist es nicht so tolerant gegenüber Beschädigung und Schmutz wie die zweireihige Zickzack-Zuführung der Thompson. Obwohl das Magazin 32 Patronen aufnimmt, zeigte die Erfahrung schnell, daß das Laden mit maximal 30 Patronen die Zuverlässigkeit steigerte.

Die MP 38 war bei Erma fast ein Jahr lang in Produktion gewesen, als die Deutschen im September 1939 von einer Seite in Polen einmarschierten und die Russen von der anderen. Die MP 38 erlebte beträchtlichen Einsatz gegen die polnische Armee, und ein paar ernsthafte Mängel wurden schnell offenkundig. Erstens führte das Fehlen einer Sicherheitsrast zur Verriegelung des Verschlusses in vorderer Position, wenn ein geladenes Magazin in eine nicht gespannte Waffe eingesetzt war (d. h. mit dem Verschluß vorne auf einem leeren Patronenlager) zu vielen Unfällen. Diese passierten gewöhnlich dann, wenn die Waffe mit ausreichender Wucht auf die Schulterstütze fiel, daß der Verschluß zurückschnellen, eine Patrone aus dem Magazin ins Patronenlager schieben und zünden konnte. Eine „schnelle Lösung“ wurde hastig an die Truppen im Feld geliefert, um diesen gefährlichen Mangel zu beheben. Diese bestand aus einer Ledermanschette, die über den Laufansatz geschoben wurde und an der ein Lederriemen mit einem „Knopfloch“ nahe dem freien Ende befestigt war; dieser konnte über den Spanngriff gezogen werden, um den Verschluß in der vorderen Stellung zu halten.

Der zweite Nachteil war, daß die MP 38 trotz ihrer Einfachheit immer noch zu langsam und teuer für die Massenproduktion in höchstem Volumen herzustellen war. Eine objektive Bewertung der Waffe zeigte eine Anzahl von Möglichkeiten, wie sie ohne Nachteile an effiziente Herstellung aus Blechprägeteilen angepaßt werden konnte. Am auffälligsten ist, daß das hochwertige Stahlgehäuse der MP 38 mit seinen charakteristischen, gewichtsreduzierenden gefrästen Rippen aufgegeben und durch gewöhnliches starkes Stahlblech ersetzt wurde, das über eine zylindrische Form gewalzt wurde. Der Aluminiumgriffrahmen wurde ebenfalls durch eine Blechprägeversion ersetzt.

Das markanteste Erkennungsmerkmal der MP 40/I ist der aus Blech geprägte Magazinschacht mit eingepreßten horizontalen Versteifungssicken; sowohl die MP 38 als auch die frühe MP 40 hatten ein gefrästes Stahlgehäuse mit glatten Seiten. Hinter den Sicken befindet sich der geriffelte Magazinlöseknopf.

Es wurde auch viel Hartlötung und Punktschweißung eingesetzt. Diese wesentlich veränderte Waffe wurde 1940 als Maschinenpistole 40 (MP 40) eingeführt, aber bald noch weiter vereinfacht.

Der Magazinschacht der MP 40 mit glatten Seiten wurde zu einer geprägten Version, die durch eingepreßte Rippen verstärkt wurde. Der lederne Verschlußhalteriemen wurde schließlich durch die Installation eines verschiebbaren Sperrknopfs auf dem Spanngriff ersetzt; dieser griff in einen Schlitz ein, der in den oberen Rand der Spannhebelbahn am Gehäuse geschnitten war, was den Verschluß wirksam gegen unbeabsichtigtes Zurückziehen sperrte. Als MP 40/I bezeichnet, war diese Version die häufigste der Familie und ist Gegenstand der in diesem Kapitel fotografierten Erprobung.

Die meisten existierenden Exemplare der MP 38 wurden auf den Sicherungsstandard der MP 40/I abgeändert, indem man einen Sicherungschlitz in die Bahn des Spanngriffs schnitt und den neuen Spanngriff installierte. Diese Waffen wurden als MP 38/40 wieder ausgegeben.

Dreifach-Magazintaschen für links und rechts von ähnlichem Muster wurden ausgegeben, um Magazine für die MP 38 und MP 40 aufzunehmen; die hinteren Gürtelschlaufen und die Befestigungsriemen für das Schulterkoppel waren abgewinkelt, um bequemen Zugriff zu ermöglichen. Sie bestanden aus kräftigem Baumwollgewebe in einer Vielzahl von Farben, von dem hier gezeigten blassen Hellbraun bis zu Dunkelgrün oder Blau. Die kleine Tasche unten an der linken Tasche nimmt die Magazinfüllhilfe auf.

Der größte Landfeldzug in der Geschichte der Kriegführung begann im Juni 1941 mit dem deutschen „Blitzkrieg“ gegen Rußland. Trotz früher Siege blieb die Wehrmacht Anfang Dezember außerhalb von Moskau stecken. Dies verschaffte den Sowjets Zeit, um mit der Großproduktion ihrer eigenen Maschinenpistole PPSh-41 zu beginnen, die 1942 in großen Mengen auf den Schlachtfeldern zu erscheinen begann. Es ist interessant festzuhalten, daß Fotografien aus den Kriegsjahren beträchtlichen Gebrauch erbeuteter feindlicher Maschinenpistolen auf beiden Seiten der Ostfront zeigen. Während dies eine bewährte Praxis von Männern im Krieg ist, bestätigt es zwei oft geäußerte Behauptungen: erstens, daß schlecht bewaffnete Sowjettruppen froh waren, jede deutsche Waffe zu verwenden, die sie in die Hände bekommen konnten, und zweitens, daß deutsche Soldaten wegen der riesigen Kapazität ihres Trommelmagazins, der starken Patrone und der unaufhaltsamen Zuverlässigkeit auf die neue PPSh-41 versessen waren.

Ein weiteres russisches Produkt, das begeistert übernommen wurde, war Sonnenblumenöl – was angesichts des unentschuldbaren Mangels der Wehrmacht an für den Gebrauch im bitteren russischen Winter effektivem Waffenöl bedeutsam war. Technische Spionageberichte der US Army deuten darauf hin, daß die Deutschen herausfanden, daß Sonnenblumenöl das einzige verfügbare Schmiermittel war, das im Bereich von -29 Grad Celsius nicht gefror.

Das Füllen der Magazine kann von Hand erfolgen, wenn nötig…

…wird aber durch Verwendung dieses gut konstruierten Werkzeugs viel leichter gemacht.

Als Reaktion auf den Ruf der Truppen an der Ostfront nach einer Waffe mit höherer Feuerkraft wie die PPSh-41 führte Erma Ende 1943 die MP 40/II ein. Dies war ein Serienmodell der MP 40/I, das speziell mit zwei nebeneinander montierten Magazinen ausgestattet war. Wenn das erste leer war, konnten beide in einem speziellen Gehäuse seitlich verschoben werden, was das praktisch ununterbrochene Verschießen von etwa 60 Patronen ermöglichte. Nachdem jedoch die ganze Konstruktion geladen sehr vorderlastige 5,4 kg wog, wurde sie nicht mit großer Begeisterung aufgenommen und nach einer relativ kurzen Produktionsdauer eingestellt.

Eine weitere Einsicht liefern die historischen Studien der US Army über deutsche Einsätze in Rußland. Wegen der relativen Unwirksamkeit des Repetiergewehrs Karabiner 98k in stark bewaldeten Gebieten wie dem Nordabschnitt der Front wurden große Zahlen der Gewehre, die von ausgiebig in diesen Gebieten eingesetzten Truppen geführt wurden, durch Maschinenpistolen der Serie MP 40 ersetzt.

Eine weitere Version der MP 40/I, die einen traditionellen hölzernen Kolben aufwies, wurde bei Haenel in begrenzter Auflage produziert. Berichten zufolge für den Gebrauch durch Deutschlands paramilitärische Polizeieinheiten bestimmt, die lange mit holzgeschäfteten MP 28 bewaffnet gewesen waren, nutzte die MP 41 die Waffe der aktuellen Version, montiert an einem hölzernen Karabinerschaft. Es ist spekuliert worden, daß dies die Verwendung des Kolbens als Knüppel in Aufruhrsituationen ermöglichen sollte.

Ärgerlicherweise gibt es eine hartnäckige Verwendung des Namens von Hugo Schmeisser zur Bezeichnung der Maschinenpistolen der Serien MP 38 und MP 40. Diese Fehlbenennung begann wahrscheinlich im Basic Manual of Military Small Arms von 1943 des amerikanischen Waffengurus W. H. B. Smith und in mehr oder weniger maßgeblichen Quellen endlos wiederholt worden. Die einfache Tatsache ist, daß Ermas Heinrich Vollmer und Berthold Geipel diese Waffen konstruierten und produzierten, beruhend auf Vollmers patentiertem Teleskopverschlußsystem. Leider werden diese Waffen durch die Macht der schieren Wiederholung den Unwissenden wahrscheinlich immer als „Schmeissers“ bekannt sein.

Bis zum Ende des Krieges waren etwa 1.047.000 MP 40 produziert worden. Hunderttausende davon waren von der Roten Armee erbeutet und an linke „Freiheitskämpfer“ überall auf der Welt verkauft oder verschenkt worden. Westliche Armeen machten in der Nachkriegszeit ebenfalls begrenzten Gebrauch von ihnen, z. B. die niederländischen Streitkräfte in ihrem Krieg gegen den indonesischen Aufstand der späten 1940er. Die norwegische Armee, die bei Kriegsende ebenfalls viele erbeutet hatte, behielt die ihren bis zu den frühen 1980ern als Standardbewaffnung für Panzerbesatzungen und andere Truppen. Maschinenpistolen der Serien MP 38 und MP 40 kann man wahrscheinlich in lokal begrenzten Kriegen überall auf der Welt immer noch begegnen; in den 1950ern – 1960ern sah man sie gelegentlich in Indochina und wurden in Nordafrika in großer Zahl von der algerischen ALN verwendet.

Technische Daten der Maschinenpistole MP 40/I:

Funktionssystem:  Unverriegelter Rückstoßlader mit Feder-Masseverschluß

Kaliber:     9 x 19 mm (9 mm Parabellum alias 9 mm Luger)

Feuerwahlhebel:   keiner; nur vollautomatische Funktion

Magazinkapazität:  32 Patronen

Gewicht ungeladen: 4,03 kg

Gewicht geladen:  4,70 kg

Länge mit eingeklappter Schulterstütze:  630 mm

Länge mit ausgeklappter Schulterstütze:  833 mm

Lauf:   252 mm lang, 6 Züge, rechtsdrehend

Feuergeschwindigkeit: annähernd 450 – 550 Schuß pro Minute

Mündungsgeschwindigkeit:  380 m/s

Visierschußweite:  200 m

Maximale Einsatzschußweite: ca. 200 m

Schießen mit der MP 40/I

Unsere Testwaffe war eine typische, bei Steyr produzierte MP 40/I, die 1943 hergestellt wurde, stark abgenutzt durch harten Gebrauch, aber mechanisch in Ordnung; der Schütze war der Militariasammler und Reenactor E. D. Franz, und die Erprobung fand an einem sonnigen, aber bitterkalten Februartag am Handfeuerwaffenschießgelände eines örtlichen Police Department statt.

Das Laden:
Wir bewegten uns schnell, damit uns nicht kalt wurde und um alles möglichst schnell hinter uns zu bringen, und verloren keine Zeit beim Füllen mehrerer Magazine mit jeweils 30 Patronen; die verfügbare Munition war tschechoslowakisch, stammte aus den 1950ern und schien in verdächtig schlechtem Zustand zu sein. Franz’ unbehandschuhte Finger waren bald taub vor Kälte, daher wurde das Füllwerkzeug sehr geschätzt, als es eine Patrone nach der anderen in die Magazine drückte. Da ich die MP 40 schon bei mehreren Gelegenheiten gehandhabt hatte, brauchte ich nur ein paar Minuten für das Laden und Abfeuern der Waffe aus den üblichen Positionen, um das Fotografieren zu planen und um sicherzugehen, daß die Waffe und die Munition ordentlich funktionieren würden.

Die MP 40 kann mit dem Verschluß in vorderer oder hinterer Stellung geladen werden, aber dem deutschen Soldaten wurde beigebracht, sie mit ganz zurückgezogenem und im Sicherungsschlitz verriegeltem Verschluß zu laden. Das Vorbereiten zum Schießen erfolgt, indem man ein geladenes Magazin in den Schacht an der Unterseite des Gehäuses einführt; seine Öffnung ist als Hilfe zum Einführen an allen vier Seiten nach außen aufgeweitet.

Indem er den Spanngriff zurückzog und sicher in seine hintere Sicherungskerbe drückte, bestätigte Franz – der mit dieser Waffe ebenfalls erfahren war – die Unbequemlichkeit beim Versuch, die vorderlastige Waffe zu laden. Mit der rechten Hand am Pistolengriff liegt der Schwerpunkt weit vorn, was es schwierig macht, die Waffe hochzuhalten, während man das Magazin mit der linken Hand einführt. Das Problem wird gelöst, indem man den Riemen der Waffe um den Nacken legt und die ausgeklappte Schulterstütze zwischen dem rechten Ellbogen und der Hüfte verkeilt; in dieser Position ist das Laden leicht, mit dem Magazin in der linken Hand, während der linke Daumen auf den geriffelten Magazinlöseknopf drückt.

Die Schulterstütze:
Angesichts dessen, daß der Klappschaft der erste war, der an irgendeiner serienmäßig hergestellten Maschinenpistole erschien, ist er gut durchdacht und völlig zweckentsprechend. Sauber mit parallel geschwenkter Kolbenkappe unter der Waffe zu verstauen, schwingt er schnell heraus und verriegelt in Position für kontrolliertes, gezieltes Feuer. Leider braucht er während des gesamten Ausklappens ständigen Druck auf den geriffelten Entriegelungsknopf – ein umständlicher zweihändiger Vorgang, der zeitraubend ist, wenn unter Feuer die Sekunden zählen.

Obwohl funktionell und klug konstruiert, läßt sich der Skelettkolben nicht leicht ausklappen und braucht ständigen Daumendruck auf seinen Entriegelungsknopf, bis er ganz ausgeklappt ist.

Das Spannen:
Obwohl die MP 40 nach dem üblichen „zuschießenden“ System funktioniert [Anm. d. Ü: = aus offener Verschlußstellung], kann sie mit dem Verschluß sowohl in vorderer als auch hinterer Position geladen werden. Das Spannen wird leicht mit der linken Hand durchgeführt, was es der Rechten ermöglicht, den Pistolengriff fest im Griff zu halten. Dieser links montierte Spanngriff war übrigens der erste an irgendeiner serienmäßigen deutschen Maschinenpistole, ein Abtausch zwischen einer schnellen Betätigung und einer störenden Ausbuchtung gegen den Bauch, wenn die Waffe mit dem Riemen um den Nacken getragen wird. (Der Spanngriff läuft auch während des Feuerns heftig in seiner Bahn vor und zurück, daher ist Vorsicht bei der Plazierung der Finger angeraten.)

Oben und unten: Die MP 40/I weist eine Sicherungsvorrichtung auf, um den Spanngriff am Vorderende seiner Führungsbahn zu verriegeln, und einen Ausschnitt am Hinterende der Bahn. Wenn der Griff ganz zurückgezogen und nach oben in den Ausschnitt gedreht wird, kann eine geladene Waffe mit angemessener Sicherheit getragen und doch mit minimaler Verzögerung zum Einsatz gebracht werden. Man beachte auch die Kimme, die mit hochgeklapptem hinterem Teil auf 200 m eingestellt ist; wenn man diesen umklappt, wird die V-Kimme für 100 m freigelegt.

Der Spanngriff liegt an der linken Seite des Gehäuses, sodaß der Schütze seine Schußhand nicht von der Waffe nehmen muß, um ihn zu betätigen. Vor dem Schießen schiebt man den zurückgezogenen Spanngriff aus seinem Sicherungsausschnitt hinunter und läßt ihn ein wenig nach vorn gleiten.

Die Sicherung:
Diese MP 40/I hatte auch die endgültige Version der Sicherheitsverriegelung in einer vorderen Kerbe. Dies ist ein integraler Schieber auf dem Griff, der eingedrückt wird, um den Verschluß vorne zu verriegeln, wenn die Waffe mit einem eingesetzten vollen Magazin getragen wird. Dies verhindert wirksam unbeabsichtigtes Auslösen durch Fallenlassen. Den üblichen Verriegelungsausschnitt am Hinterende des Verschlußwegs gibt es ebenfalls, durch den der Griff nach oben gedreht und in gespanntem Zustand fest verriegelt werden kann. Dieses „gespannt und gesichert“ wurde allgemein verwendet, wenn ein Einsatz unmittelbar bevorstand, was das sichere Führen bei fast sofortiger Entriegelung ermöglichte, wenn ein Ziel erschien.

Die Visierung:
Die Deutschen haben an ihren Handfeuerwaffen traditionellerweise ein geschütztes Korn und eine V- oder U-Kimme verwendet. An den Serien MP 38 und MP 40 bedeckt eine robuste zylindrische Blechabdeckung das Korn, aber die Kimme liegt völlig frei. Sie ist auf 100 Meter fixiert, mit einer hochklappbaren Kimme, die auf 200 Meter eingestellt ist. Eine Nullpunkteinstellung ist nur in seitlicher Richtung möglich, indem man das Korn mit speziellen Waffenmeisterwerkzeugen nach links oder rechts treibt. Mit ausgeklapptem und fest in die Schulter eingezogenem Schaft liegt das Auge relativ nahe an der Kimme, aber das ist kein schwerwiegender Mangel. Die MP 40/I hat eine sehr respektable Visierlinienlänge von 380 mm, die zu guten Zieleigenschaften beiträgt.

Das Feuern:
Die linke Hand nimmt eine natürliche Haltung am Magazinschacht ein, was es ermöglicht, den linken Arm oberhalb des Ellbogens zur exzellenten Unterstützung in stehender und knieender Position fest gegen die Brust zu halten. Der Pistolengriff ist passend konturiert und abgewinkelt, und die Abzugsposition ist selbst für meine relativ kleine Hand recht bequem. Während die Vorderlastigkeit beim Laden ein Problem ist, wird sie beim Schießen zu einem Vorteil und hilft, die Mündung beim halb- und vollautomatischen Schießen unten zu halten.

Wenn das Zielen durch Beobachtung der Geschoßeinschläge korrigiert werden kann, ist das Schießen der MP 40/I aus der Hüfte auf bis zu 50 Meter effektiv, wenn die Schulterstütze ausgeklappt und zwischen Ellbogen und Rippen eingeklemmt ist.

Wie bei allen zuschießenden Maschinenpistolen mit Vorlaufzündung ist der lange Verschlußweg der MP 40 nach dem Abdrücken sowohl störend als auch ein Präzisionshindernis – das Gefühl, wie ein schwerer Metallklotz mit beträchtlicher Massenträgheit über die Länge der Waffe hin- und herknallt, ist eine der inhärenten Schwächen, die um der Zuverlässigkeit und Einfachheit willen in Kauf genommen wird. Wie man erwarten könnte, ist der Rückstoß wegen der relativ schwachen 9-mm-Patrone und der 4,5 kg Masse der Waffe sehr mild. Das Mündungssteigen ist gering, wäre aber noch geringer, wenn der Klappschaft nicht nach hinten abfallen würde. Die Feuergeschwindigkeit von 500 Schuß pro Minute ist ziemlich beherrschbar, was beim Schießen von kurzen Feuerstößen eine gute Trefferwahrscheinlichkeit bringt.

Der Mündungsknall ist nicht so hart, daß man davon zusammenzuckt, sodaß die Waffe ohne Gehörschutz abgefeuert werden kann. Ein oder zwei Worte über den charakteristischen Klang der MP 38 und MP 40 gehen in Ordnung. Die GIs des Zweiten Weltkriegs konnten das kehlige Geräusch der langsam feuernden Thompson- und „Grease Gun“-Maschinenpistolen im Kaliber .45 leicht von ihrem deutschen Gegenstück unterscheiden, das viel schneller und mit schärferem Klang feuerte, ihr uneleganter Spitzname für sie – „burp gun“ [„Rülpskanone“] – ist beim ersten Mal verständlich, wenn man sie feuern hört.

Blick durch die Auswurföffnung auf eine Patrone im Magazin der einsatzbereiten Waffe. Die MP 40/I leidet an einem fehlenden Staubschutzdeckel, um Schmutz und Wetter vom Mechanismus fernzuhalten, wenn die Waffe gespannt ist.

Die Waffe lieferte in allen Schießpositionen gute Leistungen, vom stehenden Schulteranschlag über den Hüftanschlag bis zum Liegendschießen. Mit dem Pistolengriff hinten und dem Magazinschacht als Vordergriff ist sie besonders gut zu halten, läßt sich instinktiv richten und zeigt wenig Tendenz, beim Schießen langer Feuerstöße nach oben und rechts zu „marschieren“. Aber mit ihrer lästigen Vorderlastigkeit ist der Riemen eine notwendige vordere Befestigung für Trage- und Schießkomfort, wie er auch einen dritten oder vierten Unterstützungspunkt beim Schießen bietet.

Eine beherrschbare Feuerrate von annähernd 500 Schuß pro Minute ermöglicht es, mehrere fliegende Hülsen auf einem einzigen Filmeinzelbild festzuhalten.

Das sehr lange unterseitig montierte Magazin ist beim Feuern aus liegender oder irgendeiner gedeckten Position im Weg, und seine einreihige Zuführung trägt manchmal zu Störungen bei. Trotzdem gab es bei etwa 600 abgefeuerten Patronen nur ein paar Hemmungen. Diese waren auf ein verbeultes Magazin und auf die sehr alte und korrodierte tschechische Munition zurückzuführen.

Bei der bitterkalten Witterung nahmen wir uns keine zusätzliche Zeit, um eine kontrollierte Bewertung der Präzision der MP 40/I vorzunehmen. Jedoch kann man den Autoritäten bezüglich der oft erklärten Wirksamkeit dieser Maschinenpistolen bis 200 m vertrauen, wenn man sie gut unterstützt und kurze Feuerstöße schießt. Ohne halbautomatische Option und bei einer Feuerrate von 500 Schuß pro Minute ist Wirksamkeit jenseits 200 Metern ein Wunschtraum.

Beste Ergebnisse erzielt man natürlich beim Feuern aus der Schulter. Der Mündungsknall ist mäßig, und Gehörschutz ist nicht unbedingt notwendig.

Fazit

Obwohl diese Waffe den Weg für andere billig in Massenproduktion hergestellte Maschinenpistolen bereitete, ist sie kein langlebiger Entwurf. Nach heutigen Maßstäben schwer, unelegant und unsicher, beeindruckte sie die Beobachter zur Zeit ihrer Einführung im letzten Friedensjahr und diente der Wehrmacht anschließend unter dem Druck des Krieges gut – aber nicht besser als die britische Sten oder die amerikanische M3 „Grease Gun“, zu denen sie schnell inspirierte und die zu einem Bruchteil des Preises hergestellt wurden. Es ist auch erwähnenswert, daß Vollmers einzigartiges und wirksames Teleskopverschlußsystem an keiner modernen Schulterwaffe zu finden ist.

Die guten und natürlichen Halteeigenschaften und die relative Masse der MP 40, gepaart mit der geringen Energie der 9-mm-Pistolenpatrone, verhindern jegliches übermäßige Steigen der Mündung nach oben rechts, wenn man sie vollautomatisch schießt – die hartnäckige Sünde vieler Maschinenpistolen.

Waffenbesitzer:  Richard Newman, Jr., Richmond, Virginia
Schütze: E. D. Franz, Richmond, Virginia
Uniform und Ausrüstung: E. D. Franz & National Capitol Historical Sales, Springfield, Virginia
Schießgelände: Capitol Region Airport Police.

ZERLEGEN DER MP 40/I

Die Waffe ist entladen worden, das Patronenlager inspiziert und der Verschluß durch Drücken des Abzugs nach vorn gelassen. Ziehen Sie den Gehäusesperrknopf heraus und drehen Sie ihn eine Vierteldrehung nach rechts oder links, sodaß er herausgezogen bleibt.

Oben und unten: Drücken Sie den Abzug, und während Sie das Unterteil am Pistolengriff halten, drehen Sie das Gehäuse um etwa 80 Grad nach rechts. Kippen Sie das Gehäuse leicht nach oben und ziehen Sie dabei am Pistolengriff nach hinten, um Unterteil und Gehäuse voneinander zu trennen.

Oben: Details im Unterteil der MP 40/I, und beachten Sie die Markierungen oben rechts – „MP 40“ und „bnz“ (Herstellercode für Steyr, 1943), „??9415“ (individuelle Seriennummer, erste Stellen unleserlich).

Oben: Halten Sie den Spanngriff und schieben Sie die Verschlußbaugruppe zurück, um sie aus dem Gehäuse zu entnehmen.

Ziehen Sie die Schließfederröhre und den Schlagbolzen aus dem Verschluß. Für die Routinereinigung braucht die Waffe nur so weit zerlegt zu werden.

Die dreiteilige Schließfederröhre, die sich „teleskopartig“ zusammenschiebt, wenn der Verschluß von den Rückstoßkräften der detonierenden Patrone zurückgeschleudert wird. Diese sich überlappenden Röhren verhindern, daß die umhüllte Feder sich verklemmt oder schmutzig und verschmaucht wird.

Details des Verschlusses und Position der Patrone im Moment des Feuerns. Nuten an der Unterseite des Verschlusses lassen dem feststehenden Auswerfer Platz, um die leere Hülse auszuwerfen, wenn sie aus dem Patronenlager gezogen wird. Das Gewicht des Verschlusses ist sorgfältig berechnet, um die richtige Masse für sicheres und kontrolliertes Feuern ohne mechanisch verriegelndes System zu bieten.

Die Mündung mit dem gut geschützten Tunnelkorn, der geriffelten Mündungsmutter und der Auflagerschiene unter dem Lauf. Dieses seltsam geformte Anbauteil soll für das Einhaken am Rand der Schießluke eines Panzerfahrzeugs konstruiert worden sein, um verhindern zu helfen, daß die Mündung beim Feuern in der Bewegung unabsichtlich – mit spektakulären Konsequenzen – ins Innere eines rüttelnden Fahrzeugs zurückgezogen wird.

Schnittzeichnung aus dem Handbuch der Kriegszeit, die die Anordnung der eingebauten Vollmer’schen Teleskopschließfeder zeigt. [Anm. d. Ü.: da der Lauf über die Buchmitte auf die gegenüberliegende Seite ragt, konnte ich diese Zeichnung nicht ganz einscannen.]

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Der Vollständigkeit halber füge ich hier noch Kommentare von Leser Hans-Joachim Kossack zur Originalveröffentlichung auf „Cernunnos‘ Insel“ an:

Hans-Joachim Kossack:

Hallo – Befasse mich seit 40 Jahren mit dem Abformen von Handfeuerwaffen.
Diese Abformungen werden für Museen in Metallpulver Kunstharz nachgegossen und ausgestellt. Da die Waffen nach dem Abgießen gereinigt werden müssen, muß ich genaue
Kenntnisse zu Waffenfunktionen haben. Funktion von Handfeuerwaffen ist zu meinem Hobby geworden.
Meine derzeitige Arbeit an einem Fachartikel wird unter dem Titel :
„Der Schlagbolzen der Mpi 40“ geschrieben. Dazu lege ich dar, daß in fast allen Fachartikeln sehr fehlerhaft über die Funktion der Waffe beim Schuß geschrieben wird.
Vorab meine Feststellung : Die Dienstvorschrift „Bedienungsanleitung zur Mpi 40 „enthält grobe fachliche Fehler. Dies kann ich klar beweisen.
Die auch von Dir gezeigte Zeichnung aus der DV ist ebenfalls falsch.
Die Mpi 40 hat einen beweglichen – nachlaufenden – Schlagbolzen. Dieser Schlagbolzen ist mit einer Nachschlagmasse verbunden. Wenn der Verschluß auf das Laufende aufschlägt, schlägt diese Nachschlagmasse durch ihre Bewegungsverharrung nach vorn auf den Schlagbolzen. Dies ist eine Erfindung Hugo Schmeissers. Alle meine schriftlichen Darlegungen sind durch praktische Versuche an einer ungeladenen Mpi 40 belegt und können nachvollzogen werden
.

Aus einem späteren Kommentar von Leser Kossack:

Meine Recherchen zum beweglichen – nachschlagenden Schlagbolzen
(Nachschlagzündung einer Waffe ) trifft bei sog. Fachautoren auf heftigen Widerspruch.
(Steht anders in der Fachliteratur bzw. in der Bedienungsanleitung usw. usw.)
Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Lasse mich aber nicht beirren. Kann meine Dokumentation durch praktische Versuche an einer ungeladenen Waffe belegen. Dazu alle Patentschriften Hugo Schmeissers und Heinrich Vollmer sgenau analysiert. Trete gern mit anderen Waffenfreunden in Meinungsaustausch
.

Und aus einem noch späteren:

Bin mit meiner Dokumentation zur „Mpi 40“ wesentlich weiter.
Neueste Erkenntnisse zur Sicherung der Mpi mittels Lederriemen oder Schiebesicherung am Spanngriff. Beide Lösungen sind vollkommen unsinnig und überflüssig. Die Mpi hat einen nachschlagenden Schlagbolzen. Deshalb ist diese Art der Sicherung überflüssig.
Diese Ausführung beruht auf dem Patent von Hugo Schmeisser vom November 1921.
Ausgeführt schon in der Bergmann Mpi 18 / I.
Heinrich Vollmer hat Patentklau betrieben.
Gebe eine private Dokumentation mit genauer Beschreibung der Funktion der Mpi 38 / 40
für alle Freunde der Deutschen Maschinenpistole heraus -Termin April 2015
.

Und hier aus wieder einem anderen:

Habe meine Forschungsarbeit zum „Beweglichen Schlagbolzern“ siehe Schmeisser Patent vom Nov. 1920 bezüglich der Bergmann Mpi I eingestellt.
Hatte vermutet, Vollmer hätte diese Erfindung aus Sicherheitsgründen übernommen. Dem ist nicht so.
Der Schlagbolzen ist mit der Abdeckkappe der Schließfedereinheit per Zylinderstift verbunden, wird durch die Mittelbohrung des Verschlusses geführt und ragt ständig aus dem Stoßboden hervor.
Warum Vollmer diese Lösung gewählt hat, ist nicht zu ergründen. Ein starrer Schlagbolzen im Stoßboden hätte die gleiche Funktion erfüllt. (Siehe spätere Nachfolgemodelle Portugal.)
Konnte eine Schließfedereinheit demontieren und die Funktionsweise der sog. Puffereinrichtung fotografisch dokumentieren. Ebenso die Einzelteile fotografisch darstellen
.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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Ein Kommentar

  1. Der Apparat im Einsatz

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