Sky King

Von R. Houck, übersetzt von Lucifex. Das Original Sky King erschien am 12. August 2018 auf Counter-Currents Publishing. (Schlußbild aus der Nachveröffentlichung Do Not Go Gentle Into That Good Night: When Faustian Man Has No Way Out auf National Vanguard.)

Am 10. August um etwa 9 Uhr abends Pacific Time stahl ein 29-jähriger Mann namens Richard Russell ein Flugzeug vom Typ Q400 vom Seattle Tacoma International Airport und unternahm damit eine Spritztour in den Abgrund. Zwei F-15-Jagdflugzeuge machten einen Alarmstart, um Rich zu folgen, der schließlich etwas über eine Stunde nach dem Abheben in ein bewaldetes Gebiet krachte und dabei nur sich selbst tötete.

Richard Russell

Russell war ein ein Gepäckabfertiger für Horizon Air. Soweit ist nicht viel anderes über ihn bekannt, außer dem, was in seiner letzten Konversation mit der Flugsicherung gesagt wurde.

Die Flugsicherung versuchte Rich davon zu überzeugen, auf dem nahegelegenen McChord-Flugplatz zu landen. Rich erwiderte: „Dies heißt wahrscheinlich lebenslänglich Gefängnis, hm?“

Rich, in etwas reuevollem Ton: „Ich habe eine Menge Leute, denen etwas an mir liegt. Es wird sie enttäuschen zu hören, daß ich das getan habe. Ich möchte mich gern bei jedem einzelnen davon entschuldigen. Bloß ein kaputter Kerl, habe ein paar Schrauben locker, schätze ich.“

Inmitten der nüchternen und ernsten Konversation witzelte Rich mit der Bodenkontrolle: „Hey, denkt ihr, wenn ich das erfolgreich lande, würde Alaska mir einen Job als Pilot geben?“ Bodenkontrolle: „Wissen Sie, ich denke, sie würden Ihnen einen Job für alles Mögliche geben, falls Sie das durchziehen können.“ Rich: „Jaaaa richtig! Nee, ich bin ein Weißer.“

Der Firmenchef von Horizon Air, Gary Beck, sagte, er sei verblüfft darüber, wie Russel zu den Flugkünsten kam. „Wir wissen nicht, wie er das gelernt hat“, sagte er. „Verkehrsflugzeuge sind komplexe Maschinen. Keine Ahnung, wie er diese Erfahrung erlangt hat.“

Paul Pastor, der Sheriff von Pierce County, kommentierte, daß Rich „etwas Törichtes tat und wahrscheinlich mit seinem Leben dafür bezahlt hat“ und daß der Flug „eine schrecklich schiefgegangene Spritztour“ war. Ich widerspreche der Einschätzung des Sheriffs von ganzem Herzen.

Rich befand sich in einer Position, die der Sheriff keinesfalls verstehen konnte. Er war eines der „mittleren Kinder der Geschichte.“ Ohne eine Zukunft, auf die er sich freuen konnte, entwurzelt in seinem eigenen Heimatland, enteignet durch fremde Massen, die nicht nur die Löhne drücken, sondern auch feindselige Lebensumwelten mit einem zerstörten Gefühl des sozialen Zusammenhalts und der Gemeinschaft schaffen, was nichts anderes als entwurzelte Konsumenteneinheiten hervorbrachte.

Vielleicht wollte Rich wirklich ein Pilot sein, und am 10. August beschloß er, daß er einen letzten Traum ausleben würde, bevor er in den Sonnenuntergang flog. Aus irgendeinem Grund hatte er das Gefühl, daß dies kein Land für weiße Männer war. Vielleicht waren es die FAA-Regeln, die unter der Prämisse operieren, daß der Fliegerberuf zu weiß ist. Es ist möglich, daß seine Gefühle davon kamen, daß große Fluglinien verkünden, sie wollten Piloten mit „vielfältigeren Hintergründen“ ausbilden. Es könnte sein, weil er zusehen mußte, wie seine Stadt, seine Arbeit, sein örtliches Lebensmittelgeschäft und jeder Aspekt seines Lebens zunehmend mit Fremden „bereichert“ wurde. Was immer es war, Rich war sich der aktuellen Rassendynamik, die in den Vereinigten Staaten im Spiel ist, sehr bewußt, und es war ziemlich sicher eine Quelle der Unzufriedenheit.

Trotzdem die Medieneliten uns Weiße tagaus, tagein über unser „Privileg“ belehren, sinkt die weiße Lebenserwartung, während jene der Schwarzen und Hispanics steigt. Die weißen Selbstmordraten steigen schneller als jene anderer Rassen, und weiße Amerikaner sterben jünger als der Rest. Die Selbstmorde nehmen zu, der Drogen- und Alkoholmißbrauch steigt, „Verzweiflungstode“ werden sie genannt, und es ist endemisch für eine Bevölkerung ohne Hoffnung für die Zukunft.

„Mann, die Anblicke zogen so schnell vorbei. Ich dachte, na, ich werde diesen Moment der heiteren Gelassenheit haben, all die Anblicke in mich aufnehmen.“

„Da gibt es eine Menge schöne Sachen, aber sie sind in einem ziemlich anderen Kontext.“

„Hey, ich möchte die Koordinaten dieses Orcas, mit, äh, ihr wißt, die Orca-Mama mit dem Baby, die will ich sehen.“

Einige der letzten je gesprochenen Worte eines Mannes, dem sein Heimatland und seine Zukunft gestohlen wurde. Rich hatte es satt und war es müde, in dieser postmodernen, multikulturellen, materialistischen Höllenlandschaft zu leben. Und et tat etwas, es mag nicht das Klügste gewesen sein, und er hinterließ viele, die von der Nachricht niedergeschmettert sein werden. Dies war ein letztes „Fickt euch!“ an die ganze verfaulte Gesellschaft. Ich empfand eine sofortige Verwandtschaft mit Rich, und die Welle ähnlicher Empfindungen online machte deutlich, daß es Tausende andere wie ihn gibt, die dieselben Dinge fühlen und dieselben Gedanken haben.

Ich bin niedergeschmettert davon, daß dies passierte. Es hätte jeder von uns sein können, und es tut mir leid, daß wir diesmal nicht für ihn da waren. Was für eine traurige und düstere Erinnerung daran, was wir tun – wir kämpfen dafür, unseren Leuten wieder etwas zu geben, für das sie leben können. Wir kämpfen für die Zurückgewinnung der Zukunft, die uns gestohlen wurde. Für die Wiederherstellung eines Gefühls des inneren Friedens und der heiteren Gelassenheit, nach dem wir endlos gesucht haben.

„Ich denke, ich werde eine Faßrolle versuchen, und wenn das gutgeht… Nase runter und schlafen gehen.“ [Originalwortlaut: „and call it a night.“]

Und into that good night bist du gegangen. Ich seh‘ dich auf der anderen Seite, Sky King.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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4 Kommentare

  1. Dieser Aspekt des Falles war mir bisher unbekannt, und ich glaube, er wird in ziemlich allen Mainstream-Medienberichten hier in Europa genauso verschwiegen worden sein, wie auch Richard Russels Name in den meisten Fällen unerwähnt blieb.

    R. Houcks Artikel darüber hat mich sehr berührt, nicht zuletzt auch deshalb, weil ich Richard Russels Lage und Gefühle sehr gut nachempfinden kann. Deshalb habe ich den Essay sogleich übersetzt und hier veröffentlicht.

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  2. pils

     /  August 13, 2018

    „nicht zuletzt auch deshalb, weil ich Richard Russels Lage und Gefühle sehr gut nachempfinden kann.“

    Geht mir auch so, ist aber leider der Krieg der gegen uns geführt wird. Das muss uns bewusst sein, dann wird es für und besser.

    Antworten
  3. Jack Donovan hat schon im Januar 2013 (vor fünf Jahren!) am Schluß seines Essays From Patriots to Traitors? dies geschrieben (Übersetzung von mir):

    Amerika bekommt Risse. Es wird vielleicht nicht einen Bruchpunkt geben, aber es wird in den nächsten fünf Jahren Männer geben, die ihren eigenen Bruchpunkt erreichen. Es wird Männer geben, die beschließen, daß eine bestimmte Sache ihr Hügel ist, um darauf zu sterben. Sie werden nicht perfekt sein, und sie werden schlechte Entscheidungen treffen, und sie werden von den Medien absolut als widerwärtige und unsympathische Charaktere dargestellt werden. Sie mögen Männer ohne Aussichten sein, Männer, die durch die Ritzen rutschten, Männer, die in diesem oder jenem im Leben scheiterten. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Art von Männern sein, die nichts mehr zu verlieren haben, Männer, die beschließen, daß in einer Sache Position zu beziehen wichtiger ist als zu leben, um einen weiteren Tag einkaufen zu gehen.

    Jack Donovan erwartet hier natürlich vorwiegend Bruchpunkt-Aktionen, die weniger „friedlich“ sind als jene von Richard Russell. Ich bin aber immer noch unschlüssig, ob der irische Meeresgott Manannán Mac Lír recht mit dem hat, was er in Poul Andersons Fantasyroman Das geborstene Schwert zum trübsalblasenden Romanhelden Skafloc sagt:

    „Der Mann, der nichts hat, wofür es sich zu leben lohnt, ist seinen Feinden nicht der gefährlichste.“

    Hier gibt es eine 25 Minuten lange Audioaufzeichnung des Gesprächs zwischen Richard Russell und der Flugsicherung; die Stelle mit „Yeahhhhh right! Nah, I’m a white guy“ kommt ab 18:35 min.:

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