Löcher im Modell des demographischen Übergangs?

Von Andrew Hamilton, übersetzt von Lucifex. Das Original Holes in the Demographic Transition Model? erschien am 14. Februar 2014 auf Counter-Currents Publishing und wurde am 28. Mai 2018 auf National Vanguard nachveröffentlicht (Titelbild aus letzterer Version übernommen, die anderen Bilder sind in beiden dieselben).

Das Modell des demographischen Übergangs ist eine akademische Theorie über die Bevölkerungsentwicklung. Sie wurde anfänglich formuliert, um zu beschreiben, was bereits in entwickelten (zu der Zeit weißen) europäischen Ländern stattgefunden hatte. Sie hat seither genauso wie der Begriff „industrielle Revolution“ Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden, oder annähernd so sehr, aber je genauer man sie sich ansieht, desto schwammiger wird sie. Insbesondere gibt es eine weitverbreitete Erkenntnis, daß das vorhergesagte dritte Stadium, die nachhaltige Bevölkerungsstasis, nicht mehr zutrifft. Folglich sind zusätzliche Stadien, wie „vier“, „fünf“ und „sechs“ vorgeschlagen worden, obwohl hier die Übereinstimmung zusammenbricht.

Die Theorie beruht auf einer 1929 vom amerikanischen Demographen Warren Thompson (1887 – 1973) entwickelten Interpretation scharfer Veränderungen historischer Geburten- und Sterberaten in Industrieländern im Laufe der vorangegangenen 200 Jahre. Sie wurde nachfolgend vom Demographen Frank W. Notestein (1902 – 1983) und anderen weiter ausgearbeitet. Notestein prägte den Begriff „demographischer Übergang“ und skizzierte 1945 das ursprüngliche Dreistufenmodell, um die angenommene Dynamik des Bevölkerungswachstums während der Modernisierung von Gesellschaften zu veranschaulichen. Trotz Notesteins Nachnamen und seines kosmopolitisch-elitistischen Berufsprofils – Professor der Princeton University, Präsident des Rockefellers’ Population Council, erster Direktor der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen – scheint er kein Jude gewesen zu sein.

Kurz formuliert besagt die Theorie, daß in vormodernen Gesellschaften sowohl Geburten als auch Todesfälle hoch sind, mit wenig oder keinem Bevölkerungswachstum. In Stadium Zwei steigen die Lebensstandards, und die Gesundheitsversorgungsbedingungen verbessern sich, was die Sterberaten schnell fallen läßt. Bei immer noch hohen Geburtenraten beschleunigt sich das Bevölkerungswachstum und erreicht typischerweise 3 Prozent pro Jahr. Während das nicht nach viel klingen mag, resultiert ein Bevölkerungswachstum von 3 Prozent pro Jahr in einer nahezu zwanzigfachen Zunahme pro Jahrhundert. So wie sich die Lebensstandards weiter verbessern, beginnt die Geburtenrate zu sinken. Schließlich fällt die Geburtenrate auf das Niveau der Sterberate. Dies ist Stadium Drei, wo fortgeschrittene Populationen wieder stabil sind.

Afrika versus Europa, Prognose von 2009.

Dieses Endstadium entspricht der Erhaltungsfruchtbarkeit (gerade über 2 Kinder im Durchschnitt), dem Bevölkerungsnullwachstum und Lebenserwartungen über 70 Jahre. Haushalte nähern sich dem Typ der ehelichen Kernfamilie aus Ehepaaren und ihrem Nachwuchs an.

Zweifel

Der wichtigste Punkt, der am so formulierten Modell des demographischen Übergangs verstanden werden muß, ist, daß es eine Theorie ist. Anfänglich entwickelt, um zu beschreiben, was bereits in weißen, europäischen Populationen stattgefunden hatte, ist sie in weiterer Folge auf die gesamte Welt ausgedehnt worden. Sie ist auch über die Beschreibung hinausgegangen, um die Zukunft vorherzusagen und politische Maßnahmen zu bestimmen. Es ist wichtig, diese dreifache Natur der Theorie im Kopf zu behalten.

Obwohl es schwierig ist, direkte Kritiken des Modells zu finden – viel schwieriger, als man erwarten würde -, sind Hinweise auf zugrundeliegende Unsicherheit unter Experten häufig.

Der italienische Demograph Massimo Livi-Bacci schreibt: „Die große Transformation des langen neunzehnten Jahrhunderts präsentiert eine Reihe von Interpretationsproblemen, die sich zahlenmäßig multiplizieren, so wie wir uns von breiten Verallgemeinerungen wegbewegen.“ (The Population of Europe: A History, 2000, S. 137) Er bezieht sich spezifisch auf das Modell – und noch dazu auf dessen historischen, deskriptiven Teil.

Der niederländische Forscher Dirk van de Kaa, emeritierter Professor der Demographie an der Universität von Amsterdam, stellt fest:

Viele hundert Artikel und Bücher sind zum Thema des demographischen Übergangs veröffentlicht worden, seit dieser bestimmte Prozeß des demographischen Wandels im frühen 19. Jahrhundert erstmals erkannt wurde. Das Phänomen ist aus einer großen Vielzahl von Blickwinkeln und in einem breiten Spektrum von Ländern studiert worden. Dennoch ist es immer noch schlecht verstanden. … Nahezu allen Aussagen allgemeiner Art über den klassischen … demographischen Übergang kann leicht widersprochen werden.

Dessenungeachtet fügt er hinzu: „Es scheint keine Gegenbeispiele zu der Regel zu geben, daß der Übergang ein universales Phänomen ist, das alle Länder im Laufe ihrer Entwicklung von einer vorindustriellen zu einer moderneren Gesellschaft betrifft.“

Weiter unten schlage ich Rhodesien und Südafrika als wahrscheinliche Gegenbeispiele vor. Übrigens sehen auch ehemalige Nationen der Ersten Welt jeden Tag rückständiger aus.

Eine seltene Kritikerin der Theorie ist die pensionierte Professorin Virginia Abernethy von der Vanderbilt University in Tennessee, die – unerklärlich bei einer Akademikerin – pro-weiß ist. Bezüglich ihrer Kritiken siehe z. B. Population Politics: The Choices That Shape Our Future (New York: Basic Books, 1993); “The Demographic Transition Model: A Ghost Story” (Leitartikel, 1995); und The Demographic Transition Revisited: Lessons for Foreign Aid and US Immigration Policy (1999).

Ein grundsätzliches Problem bei den vorhersagenden und verordnenden Bestandteilen der Theorie zusätzlich zu fragwürdigen Annahmen ist, daß sie verborgene Agenden im Zusammenhang mit stark aufgeladenen Fragen und geplanter Gesellschaftsveränderung enthalten, die inakzeptabel wären, wenn sie offen in einem echten (nicht falschen) demokratischen Rahmen vorgeschlagen würden.

Ökonomismus

Die Theorie vom demographischen Übergang wird in Begriffen des Ökonomismus und Materialismus ausgedrückt. Es heißt, daß „Modernisierung“ und „Entwicklung“ den demographischen Wandel vorantreiben. Dies wird durch eine Aussage von Virginia Abernethy gut veranschaulicht:

Das Modell des demographischen Übergangs postuliert eine Anzahl von Bedingungen, die zu niedrigerer Fruchtbarkeit führen… Die Vorhersagen lauten:

  • Modernisierung senkt die Fruchtbarkeit

  • Urbanisierung senkt die Fruchtbarkeit

  • Wohlstand senkt die Fruchtbarkeit

  • Bildung senkt die Fruchtbarkeit

  • sinkende Kleinkindersterblichkeit senkt die Fruchtbarkeit.

Das ist es in der Tat, wie die Theorie formuliert wird. Der Übergang geschieht frei von menschlichem Handeln: keine zentrale Planung, keine Ideologie, keine Hinterlist von außen, keine Zwangspolitik oder konzertierte Angriffe der Eliten auf Werte sind daran beteiligt.

Universalismus

Das Modell des demographischen Übergangs wird auch als ein universales Phänomen gesehen. Alle Länder auf Erden müssen ihn durchmachen, sobald sie das erforderliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungsniveau erreichen. In anderen Worten: Rasse ist egal. Alle Rassen sind gleichermaßen zur Entwicklung fähig und werden identisch hinsichtlich Bevölkerungsgröße und Fortpflanzungsverhalten reagieren, wenn sie stattfindet. Dies ist ein Postulat der Theorie. Wenn die Annahme falsch ist, können die Dinge schiefgehen.

Nehmen Sie als Beispiele Rhodesien und Südafrika, ehemalige Außenposten der Ersten Welt. Ich weiß nicht, welche Auswirkung der Sturz der weißen Gesellschaften auf die kurzfristige Bevölkerungswachstumsrate gehabt hat, aber die langfristigen wirtschaftlichen („entwicklungsmäßigen“) Effekte werden sicherlich negativ sein. Ohne massive Hilfe von außen werden beide Länder ins Chaos abrutschen, was jeden vorherigen entwicklungsbedingten „Übergang“ umkehren wird.

Noch schlimmer ist, daß diese Länder als Modelle für die Behandlung Europas, Nordamerikas, Australiens und Neuseelands dienen. Die Weißen in den letzteren Regionen sollen ebenfalls wirtschaftlich enteignet und genetisch vernichtet werden. Folglich ist ein ähnlicher rückwärts weisender Pfeil der Zerstörung für diese geographisch entscheidenden Gebiete geschaffen worden. Was wird dies angesichts der Postulate des Modells langfristig für die Fruchtbarkeit nach sich ziehen?

Außerdem wird der Teil des Planeten, der jetzt für seinen erhöhten wirtschaftlichen Status von der Großzügigkeit der Ersten Welt abhängt, ob unternehmensmäßig (z. B. Fabrikstandorte) oder Hilfe (öffentliche und private Wohlstandstransfers) eine andere Quelle für wirtschaftliche Unterstützung und Wohltätigkeit finden müssen, so wie die weiße Population absinkt und letztendlich verschwindet.

Der einzige vorstellbare Ersatz wird Ostasien sein, aber diese Länder erleben ebenfalls Fruchtbarkeitsrückgänge und werden auf jeden Fall bereits zu Zielen von gedämpftem, murrendem Neid und Groll, die schließlich zu Hass mutieren werden.

Die Juden können bei all den gepriesenen „Talenten“ und „Tugenden“, die Außenseiter ihnen zuschreiben, keinesfalls von Nutzen sein. Nicht nur sind sie das pulsierende Herz des Problems, sondern sie sind eine sehr große Belastung für die Ressourcen, keine Produzenten von Ressourcen. (Sogar Juden bezeichnen die Nationen, in denen sie wohnen, als „hosts“ – „Wirte.“) Sie sollten „Stumpy“ genannt werden. Sie ähneln einem einbeinigen Mann, der die einzige Stütze hasst und ständig zerstört, die es ihm überhaupt ermöglicht, aufrecht zu stehen. Schwarze könnten ohne Hilfe Leben führen, die uns als scheußlich, brutal und kurz erscheinen, aber kollektiv schaffen sie es, zu überleben und sich fortzupflanzen. In Darwin’schen Begriffen machen sie den weißen Mann zum Gespött. Und anders als Juden brauchen sie zum Leben keine Deppen, um sie auszubeuten.

Die menschliche Qualität wirkt sich auch entscheidend auf die Langlebigkeit aus, einen weiteren Schlüsselbestandteil der Theorie. Der demographische Übergang wird durch viel längere Lebensspannen aufgrund besserer Nahrung und Unterkunft, Verbesserungen in der Medizin und im öffentlichen Gesundheitswesen und so weiter charakterisiert, wobei angenommen wird, daß das alles von Dauer ist.

Zur Veranschaulichung: Die Beginn- und Enddaten des demographischen Übergangs in Italien waren ungefähr 1881 und 1981. 1981 erreichten 98 % jeder Generation das Fortpflanzungsalter, und 48 % erlebten das Alter von 80. (Natürlich bedeutet das, daß selbst unter den besten Umständen volle 52 % vor dem Alter von 80 starben. Wir müssen realistisch bezüglich der tatsächlichen Lebensdauer sein.) 1881 waren die Zahlen 58 % beziehungsweise 6 %. Livi-Bacci, die Quelle dieser Statistiken, schreibt: „Mit gewissen Anpassungen ist der italienische Fall typisch für Europa als Ganzes.“ (Massimo Livi-Bacci, A Concise History of World Population, 4. Ausg., 2007, S. 122)

Sind diese vergleichsweise neuen Muster nachhaltig, oder werden die Lebensspannen sich in Wirklichkeit verkürzen? Ehemals weiße Länder bestehen zunehmend aus Populationen, die einseitig nichtweiß am jugendlichen Ende und weiß am älteren Ende sind. Sogar in ländlichen Gegenden gibt es nun viele farbige Ärzte, die in der Dritten Welt aufgewachsen sind und ganz oder zum Teil dort ausgebildet wurden, einschließlich Orten wie Pakistan und Afrika. Pflegeheime und Einrichtungen für betreutes Wohnen haben überall Personal, das aus farbigen Pflegern besteht, einschließlich Schwarzen und Mestizen, die die Bewohner direkt unterstützen und gelegentlich mißhandeln.

Vor langer Zeit sagte Wilmot Robertson voraus, daß eine zukünftige jüdische und nichtweiße Gesellschaft sich weigern würde, für die Pflege und Erhaltung einer großen Zahl alter weißer Abhängiger zu bezahlen. Was sagt Ihnen Ihre Intuition und Ihr Wissen vom zeitgenössischen Rassismus über die Richtigkeit seiner Vorhersage? Die weitverbreitete medizinische Fehlbehandlung oder Nichtbehandlung (was oft auf dasselbe hinausläuft) alter politischer Gefangener unter staatlicher Kontrolle (Ernst Zündel, John Demjanjuk, David Irving, Anwalt Edgar Steele) ist nicht beruhigend.

Falls entscheidende Pflege immer mehr still oder sogar ausdrücklich vorenthalten wird, auf subtile bürokratische Arten, welchen Einhalt wird es dagegen geben? Die Medien? Die Regierung? Das „Gesetz“? Humanitarismus? Kaum.

Durch die Unterlassung, sich realistisch mit Rasse zu befassen, neigt das Modell des demographischen Übergangs gefährlich zum Versagen hinsichtlich Vorhersage und Handlungsrezepten. Doch aus ideologischen Gründen ist es unmöglich, rassische Modifikationen an der Theorie vorzunehmen.

Determinismus

Die Theorie ist konzeptionell und rhetorisch deterministisch. Menschliches Handeln ist kein Faktor. Alles fließt aus wirtschaftlichem Fortschritt und „progressiver“ (linker) Gesellschaftspolitik.

Die kommunistische Theorie war ebenfalls auffallend deterministisch. Ich habe mich immer darüber gewundert, warum, wenn der Kommunismus (oder „Sozialismus“) das historisch unvermeidliche Endstadium der Geschichte war, wie kommunistische Theoretiker behaupteten, die Ideologen der Bewegung immer so voller Wut und Hass waren, hyperkinetisch aktiv, unaufhörlich Streiks und Demonstrationen organisierten, Regierungen und andere Institutionen infiltrierten, Propaganda produzierten, Dissidenten einsperrten, Schlechtdenker säuberten, Industriespionage und Spionage über Massenvernichtungswaffen betrieben, Terrorismus förderten, Feinde ermordeten, und all das andere. Warum nicht ausspannen und darauf warten, daß der Übergang stattfindet? Es ist nicht so, als könnte man den Prozeß beschleunigen. Warum der offenkundige Widerspruch zwischen Worten und Taten?

In ähnlicher Weise praktizieren Entwicklungs- und Hilfeprofis und andere Globalisten in Wirklichkeit nicht, was sie predigen. Sehr viel von dem Fruchtbarkeitsrückgang in jenen Gebieten der Dritten Welt, wo er stattgefunden hat, liegt wahrscheinlich an der Zerstörung alteingeführter Familienstrukturen, der Veränderung der Geschlechterrollen und Geschlechterbeziehungen, an Homosexualität und Transgenderismus, am Feminismus (viel Entwicklungsliteratur fokussiert sich auf „Bildung“ und die „Rechte“ von Frauen), an Empfängnisverhütung und Abtreibung, an der Verunglimpfung und Abwertung von Männern, Religion, Ehe, Familie und Kindern als zentrale gesellschaftliche Werte, an weitverbreitetem unehelichem Zusammenleben anstelle der Ehe, und an der Pornographie und den Massenmedien.

„Ein bedeutender Faktor in der Verringerung der Geburtenraten in Ländern der Stufe 3 wie Malaysia ist die Verfügbarkeit von Einrichtungen für die Familienplanung, wie diese in Kuala Tregganu.“ Stephen Codrington, Planet Geography, 3. Ausg. (2005)

Falls man nicht Menschen richtiggehend ermordet oder sie auf spektakulär sichtbare Arten wegsterben läßt, bleibt als einzige Möglichtkeit zur Verursachung eines Bevölkerungsrückgangs, bewußt auf Sex und Fortpflanzung abzuzielen, entweder direkt oder über die sozialen Wege, auf denen das ansonsten von Natur aus stattfinden würde.

Absichtliches Übersehen der Einwanderung

Schlußendlich übersieht das Modell des demographischen Übergangs völlig die Auswirkungen der Migration sowohl auf die Aussende- als auch die Aufnahmeländer, obwohl die Beziehung zwischen Migration, Fruchtbarkeit, Bevölkerungswachstum und Wirtschaftsentwicklung keinesfalls aus irgendeiner sinnvollen demographischen Forschung ausgeschlossen werden können.

Wie bedeutsam ist dieses Übersehen? 1994 schrieben der in Italien geborene Populationsgenetiker L. L. Cavalli-Sforza und seine Mitautoren:

Wir befinden uns gegenwärtig in einer kritischen Periode, in der die meisten Populationen, die auf der Erde leben, vor sehr kurzer Zeit ihre Sterblichkeitsraten gesenkt haben, aber nur diejenigen, die das schon früher taten [Weiße und Ostasiaten] haben gelernt, ihre Fruchtbarkeitsraten zu senken. Als Folge davon gibt es in vielen Entwicklungsländern ein schnelles, exponentielles Wachstum, das die Welt zum demographischen Bankrott führt, sofern das Wachstum nicht wirksam gedrosselt werden kann… Wenn technische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Innovationen ein schnelles Wachstum zulassen und eine örtliche Überbevölkerung festgestellt wird, dann sind zwei Reaktionen möglich: Verringerung der Geburtenraten und Auswanderung… Wenn vernünftige Gelegenheiten zur Migration verfügbar sind, dann ist sie offensichtlich die unmittelbar zur Verfügung stehende Lösung. Fortpflanzungsgebräuche sind tief verwurzelt, und obwohl ihre langfristige Regulierung schlecht verstanden ist, deutet die historische Erfahrung in bestimmten Teilen Europas und die gegenwärtige Erfahrung in der Dritten Welt darauf hin, daß es eine beträchtliche Verzögerung gibt, bevor die Geburtenraten effektiv sinken. Wenn Überbevölkerung durch Auswanderung kuriert werden kann, dann gibt es wenig Anreiz dazu, das örtliche Wachstum zu stoppen. Bis Auswanderungsregionen [sic; vermutlich meinen die Autoren Einwanderungsregionen – Aufnahmeländer] gesättigt sind, wird das Bevölkerungswachstum in den Herkunftsgebieten und in den Ankunftsgebieten weitergehenEin eingebauter Mechanismus begünstigt die Fortsetzung der Expansion, bis eine totale Sättigung erreicht ist. (The History and Geography of Human Genes, gek. Taschenbuchausg., Princeton University Press 1994, S. 106)

Genausowenig hat das Modell natürlich irgendetwas über Austauschmigration als Programm zur Zerstörung indigener Populationen und Kulturen der Ersten Welt zu sagen. Fragen des Rassismus und Genozids, die die gegenwärtige Politik erhebt, werden völlig ignoriert.

Immerhin wurde die Theorie von linken Akademikern für den Gebrauch durch globalistische Planer formuliert.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Die Ethik des Rettungsbootes: Argumentation gegen Hilfe für die Armen von Garrett Hardin

Interrassische Pornographie ist nicht profitabel, sie ist politisch von G. D. Eric

Der Krieg gegen die Weißen in der Werbung von R. Houck

Der Krieg gegen die Weißen in der Werbung: Eine Nachbetrachtung von R. Houck

Familie von Andrew Hamilton

Echte Kindesmißhandlung von Kevin Alfred Strom

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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5 Kommentare

  1. Das ist wieder einer jener Artikel auf Counter-Currents, die ich mir schon länger zum Übersetzen vorgemerkt und dann doch aus den Augen verloren habe. Neulich bin ich auf National Vanguard wieder darauf gestoßen, und hier ist er jetzt.

    Antwort
  2. Tekumseh

     /  Mai 31, 2018

    „Bis Auswanderungsregionen [sic; vermutlich meinen die Autoren Einwanderungsregionen – Aufnahmeländer] gesättigt sind, wird das Bevölkerungswachstum in den Herkunftsgebieten und in den Ankunftsgebieten weitergehen.“
    Cavalli-Sforza meint m. E. schon die Auswanderungsregionen. Denn erst, wenn die Herkunftsgesellschaften gesättigt sind, kann sich das auf die Fortpflanzung auswirken.
    Das kann freilich schneller geschehen, wenn es keine Auswanderung in die Aufnahmeländer, (gleichgültig, ob diese ‚gesättigt‘ oder vernünftig geworden sind) mehr gibt; das ist aber für das Phänomen im Herkunftsland egal; nur die dortige Dichte ist ausschlaggebend für C-S.

    Bei Volkmar Weiss finden wir übrigens das wohl dahinterstehende große Gesetz (das zumindest in weißen und ost-asiatischen Gesellschaften wirken dürfte):
    Menschen stellen im Mittel genau dann die Fortpflanzung ein, wenn sie für ihre Nachkommen eine geringere Stellung in der Gesellschaft befürchten, als sie selbst innehaben.
    Das erklärt erstens, wieso die Oberschichten die Fortpflanzung (nämlich bei empfundener ‚Sättigung‘) meist zuerst begrenzen; oben ist halt die Luft dünner, es gibt eine schärfere Konkurrenz um die begrenzten Posten und zweitens, wieso die Unterschicht sich meist fröhlich weitervermehrt (der Aufstieg nach irgendwohin „oben“ ist leichter möglich) und drittens, wieso wirtschaftlich gute Aussichten die Vermehrung antreiben (Gute Perspektiven auch für die Nachkommen bzw. deren soziale Position.)
    Man kann auch sagen: Der Mensch wird umso mehr r-Stratege, je mehr er in einem Ausbreitungsszenario steht und umso mehr K-Stratege, je mehr die Investition in die Qualität der Nachkommen „Nutzen verspricht“.

    …bleibt als einzige Möglichkeit zur Verursachung eines Bevölkerungsrückgangs, bewußt auf Sex und Fortpflanzung abzuzielen…
    Ist tatsächlich das oben vorgestellte soziologische Gesetz zutreffend, ist das gar nicht notwendig. Es genügt vollauf, den Menschen ihren Lebensmut zu nehmen und das kann unter anderem auf viel weniger eindeutige Möglichkeit erreicht werden.

    Natürlich ist, um nach dieser hypothetischen Maxime leben zu können, eine äußerst hohe (!) Impuls- bzw. Triebkontrolle nötig, weshalb ich es immer lachhaft gefunden habe, wenn naive Wirtschaftswissenschaftler das Modell einfach auf Schwarzafrika oder Arabien anwenden.
    Einräumen muss ich aber an dieser Stelle, dass tatsächlich rezente primitive Jäger- und Sammlergesellschaften (deren IQ auch sehr niedrig ist) die Zahl der überlebenden Kinder künstlich unter dem Level halten, das die Umwelt (ohne dass jemand Not leiden müsste!) etwas näher an die Grenzen bringt. Offenbar sehen sie es als wertvoller an, täglich viele Stunden Muße zu haben und wenige Stunden für den Nahrungserwerb veranschlagen zu müssen, als all ihre Kinder durchzubringen, aber mehr Zeit für ihren Unterhalt zu arbeiten (wiewohl wir noch meilenweit von europäischen Arbeitswochen entfernt wären). (Schwangerschaftsabbrüche, häufiges Stillen zur Verzögerung der Wiedereinsetzung des Östrus bis die Kinder wirklich alt sind (Alter schwankt, geht aber deutlich über unsere Stillzeit hinaus), aber auch Infantizid sind Mittel der Wahl.)

    Es dankt auch für diesen Artikel,
    der meist stille Mitleser
    Tekumseh

    Antwort
  3. Sehr interessant und weiterer Erörterung wert.
    Beim alten Stevenson las ich, daß die Südseeinsulaner sich auf den größeren Inseln großzügig fortpflanzen würden, aber auf den kleinen Korallenatollen, wo die begrenzten Mittel ofenkundig sind, strengstes Zwei-Kinder-Regime herrschen würde, ohne weitere Einzelheiten über das Wie. Obwohl ärgerlich für die Eingeborenen, welche Kinder sehr gern mochten, manchmal auch zum Fressen gern.
    Im Widerspruch dazu steht der Bericht von Georg Forster, aber das war fast ein Jahrhundert davor, daß auch auf Tahiti das erst- manchmal auch das zweitgeborenen Kind abgemurkst wurde, Mehrlingsgeburten immer – die danach Geborenen wurden großgezogen.

    >> künstlich unter dem Level halten, das die Umwelt (ohne dass jemand Not leiden müsste!) etwas näher an die Grenzen bringt. Offenbar sehen sie es als wertvoller an, täglich viele Stunden Muße zu haben und wenige Stunden für den Nahrungserwerb veranschlagen zu müssen … <<
    Wäre das grundsätzlich zu verurteilen? Und – das mit der Not geht ggf. relativ schnell – die alte Frage mit den Seerosen auf dem Teich, die ihre Zahl bzw. Fläche täglich verdoppeln – wenn der Teich dann halb voll ist …

    Eine pränatale Geburtenkontrolle ist je nach den Umständen (Gegenbeispiel nach dem Dreißigjährigen Krieg) zu befürworten, oder man befürwortet eben eine postnatale, in mannigfacher und z.T. recht schauerlicher Form.

    Antwort
    • Tekumseh

       /  Juni 2, 2018

      Nein, ist nicht grundsätzlich zu verurteilen. Ich habe es nur hervorgehoben. Bei einer Formulierung mit weniger Emphase wäre das vielleicht nicht ganz klar geworden. Was ein Volk mit seinem Land oder seinen Kindern macht, ist ganz alleine seine Sache.
      Aber hart ist es schon, einem Säugling durchs weiche Schädeldach zu fahren, ihn auszusetzen etc.
      Das macht schon etwas mit den Leuten oder sagt etwas über sie aus, würde ich sagen.

      Übrigens geht das für diese Völkchen garnicht so gut aus, diese Art der strengen Kinderzahlkontrolle. Wenn man auf einer Insel sitzt, kann man das ja machen. Aber am Kontinent ist es so, dass sie, überall wo sie auf Ackerbauern treffen, verdrängt werden.
      Ihre relative Schlagkraft pro Fläche ist einfach entsetzlich niedrig.

      Antwort
      • Kein grundsätzlicher Widerspruch meinerseits. Lassen wie es sacht angehen – r-Strategie halte ich für des Menschen unwürdig. (Ist natürlich relativ: Im Vergleich zum Karpfen ist die Maus K-Stratege, im Vergleich zum Zigeuner aber r-Stratege.)
        So las ich einmal Anfang der Achtziger in einem Buch über Soziologie: Die alten Friesen (im Widerspruch zu Tacitus‘ Aussagen) hätten früher Bevölkerungskontrolle betrieben, indem sie die nachgeborenen Söhne nach dem ersten bewußt Scheixxe behandelt hätten.

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