Die große Aussperrung der Sexarbeiterinnen

Von Travis LeBlanc, übersetzt von Lucifex. Das Original The Great Sex Worker Shuttening erschien am 13. April 2018 auf Counter-Currents Publishing.

In den letzten Jahren sind weiße Nationalisten und Identitäre die meistzensierten Menschen der Welt gewesen. Aber neuerdings hat eine andere Gruppe versucht, uns als Märtyrer der Redefreiheit die Schau zu stehlen: Sexarbeiterinnen.

Die Prostitution hat seit vielen Jahren im Internet ziemlich offen auf Dating-Webseiten für Erwachsene und sogar in den Kontaktanzeigenbereichen ansonsten respektabler Webseiten operiert. Es wurde seit langem gewitzelt, daß es „keine wirklichen Frauen auf Craigslist gibt“, was heißen soll, daß in den Kontaktanzeigen von Craigslist jede „Frau, die einen Mann sucht“ entweder ein Bot, ein Spammer oder eine Prostituierte ist. Prostituierte inserieren in codierter Sprache wie „nur großzügige Gentlemen“ oder EXZE$$IVEM EIN$ATZ VON DOLLARZEICHEN, um anzuzeigen, daß die junge Maid für ihre Gesellschaft finanziell entschädigt zu werden erwartet. Das Internet hat das Finden einer Prostituierten so leicht gemacht wie den Kauf einer gebrauchten Couch.

Aber zukünftig nicht mehr, so scheint’s. Craigslist hat ihre Kontaktanzeigenseite geschlossen. Twitter, Facebook, Instagram und Reddit sperren Accounts und Stränge, die mit Escortdiensten zu tun haben. Sogar manche Dating-Seiten für Erwachsene gehen nun gegen Kontaktanzeigen vor, die ein bißchen zu geschäftsorientiert klingen. Für die Nutten, Camgirls, professionellen Dominas und sonstigen Fetischspezialistinnen, die das Internet als ihr hauptsächliches Werbemittel nutzen, ist dies die Apokalypse.

Der interessante Aspekt bei all dem, derjenige, den weiße Nationalisten einfach bemerken müssen, ist, wie die Sexarbeiterinnen selbst diese Krise als Sache der Redefreiheit darzustellen scheinen. Ihr wißt schon, weil diese Damen etwas Wichtiges zu sagen haben (ihre Stundensätze), aber „the man“ sie nicht singen lassen will, was sie auf dem Herzen haben.

Nun wäre es lächerlich, irgendeine moralische Äquivalenz zwischen der Zensur der verfassungsmäßig geschützten Rede weißer Nationalisten und der Aussperrung von Sexarbeiterinnen von sozialen Medien wegen krimineller Aktivität herzustellen. Dennoch ist es ironisch, daß die einzige andere Gruppe von Menschen außer weißen Nationalisten, an deren Zensierung das Establishment irgendein Interesse gezeigt hat, Prostituierte sind. Weiße Nationalisten und Prostituierte.

Ein weißer Nationalist kann auch nicht anders als zu bemerken, daß die große Aussperrung der Sexarbeiterinnen gegen unser Narrativ eines Establishments zu laufen scheint, das aktiv die Degeneration fördert. Nach Jahren, in denen sie uns die Schwulenehe und Toiletten für Trannies aufgezwungen haben, scheint es gegen den kulturellen Zeitgeist zu gehen, daß unsere Oberherren plötzlich ein Interesse an Prostituierten haben sollten.

Wo ist all das also hergekommen?

Die Aussperrung der Sexarbeiterinnen entstand aus einer U.S.-Senatsanhörung über Backpage.com, einem Konkurrenten von Craigslist, deren Kontaktanzeigenbereich mit dem Wissen der Firma von minderjährigen Prostituierten und/oder deren Zuhältern benutzt wurde. Die Anhörung fand heraus, daß Backpage „in 73 Prozent aller Anzeigen wegen Kinderhandel verwickelt ist, die das National Center for Missing and Exploited Children von der allgemeinen Öffentlichkeit erhält.“

Während es stimmt, daß Backpage bestimmte Wörter in ihren Kontaktanzeigen verbot, wie „teen“, um Kinderprostitution zu verhindern, blockierte es nicht den Account oder die IP-Adresse von Leuten, die Anzeigen mit diesen Wörtern zu posten versuchten. Stattdessen ermöglichte Backpage es den Nutzern, ihre Anzeigen umzuschreiben, bis sie den Richtlinien entsprachen. Vor kurzem wurde Backpage von der Bundesregierung beschlagnahmt, und die Eigentümer sind wegen Sexhandels angezeigt worden.

Aber die dauerhaftere Konsequenz der Senatsanhörung sind der Stop Enabling Sex Traffickers Act (SESTA) und der Fight Online Sex Trafficking Act (FOSTA), die es für Onlinedienste illegal machen, bei Sexhandel zu helfen oder ihn zu unterstützen. Man würde denken, daß diese Dinge bereits illegal seien, aber anscheinend nicht. Section 230 im Communications Decency Act von 1996 besagte: „Kein Provider oder Nutzer eines interaktiven Computerdienstes soll als der Veröffentlicher oder Äußerer irgendeiner Information behandelt werden, die von einem anderen Provider für Informationsinhalte zur Verfügung gestellt wird.“ Das war das Schlupfloch, das es Webseiten wie Craigslist ermöglichte, zum Rotlichtbezirk des Internet zu werden.

Um zur anderen Seite der Frage zu gelangen, sprach ich mit der Komikerin und Sexarbeiterinnenfürsprecherin Kaytlin Bailey. Ich lernte Miss Bailey vor vielen Jahren über die New Yorker Comedy-Szene kennen und fragte sie, was sie von all dem hielte.

„Sie verwenden den Schild ‚Opfer von Kinderhandel‘, um gegen erwachsene Sexarbeiterinnen vorzugehen, aber niemand gibt zu, daß es das ist, was sie tun“, sagt Bailey. „Ich habe das seit einer Weile studiert. Ich denke, es geht um die Kontrolle von Frauen.“

Und das „sie“, um das es hier geht? Bailey sagt: „Ich denke, es kombiniert den konservativen Instinkt, Frauen für den Ausdruck ihrer Sexualität zu bestrafen, mit dem liberalen Instinkt, Leuten zu ‚helfen‘, die zu verstehen sie sich nicht die Mühe machen.“

Interessante Theorie, Miss Bailey. Aber wir würden unsere Jobs als weiße Nationalisten nicht machen, wenn wir nicht zumindest die Möglichkeit erwägen würden, daß all das irgendein jüdisches Komplott ist.

Nun, überlaßt es den Foren, all das Erwägen für euch zu machen. Eine Theorie, die ich gehört habe, lautet, daß das jüngste Vorgehen gegen die Online-Prostitution das Ergebnis dessen ist, daß Juden ihre Kontrolle des Sex-Gewerbes konsolidieren, indem sie freie Akteurinnen und kleine Zuhälter rausquetschen und dadurch die Frauen zwingen, wieder zurück zur Arbeit für in jüdischem Besitz befindliche Escortdienste, Pornostudios und Strip-Clubs zu gehen.

Während ich skeptisch bin, daß eine geheime Kabale jüdischer Zuhälter hinter der SESTA-Gesetzgebung steckt (obwohl ich es nicht ausschließe), liegt eine gewisse Logik darin. Das Internet revolutionierte die Prostitution, so wie es alles andere revolutionierte. Das Internet ermöglichte es Musikern, die Plattenfirmen zu umgehen und ein riesiges Publikum zu gewinnen, ohne ihre Schlafzimmer zu verlassen. Es ermöglichte es Schriftstellern, die traditionellen Druckmedien zu umgehen. Aber das Internet ermöglichte es auch Prostituierten, die Escortdienste zu umgehen und im Grunde ihre eigenen Zuhälter zu werden. Jede Collegeschülerin, einsame Hausfrau oder 9-5-Büromaus konnte es tun.

Im Jahr 2012 gab es einen Skandal, als entdeckt wurde, daß die ehemalige dreifache Olympiasportlerin Suzy Favor Hamilton nebenher in Vegas als Callgirl gearbeitet und ihre Dienste mehrere Jahre lang online angeboten hatte, bevor sie erkannt wurde. Sie war verheiratet und brauchte das Geld anscheinend nicht, behauptet aber, ihr Prostituieren sei eine Folge dessen gewesen, daß sie auf Antidepressiva gesetzt worden war.

Bei der Hysterie der Feministinnen und Aktivistinnen für die Rechte von Sexarbeiterinnen geht es weniger um „Redefreiheit“ als darum, daß sie wieder auf die Sexarbeitsplantage der Escortdienste und Straßenecken gezwungen werden, wo Zuhälter ihren Prozentanteil für „Verwaltungskosten“ nehmen. Was gewiß verständlich ist. Aber falls das der Fall ist, so wünschte ich, sie würden einfach damit rausrücken und es sagen, statt so zu tun, als seien sie Galileo, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird, weil er die Wahrheit sagt.

Ich bin kaum ein Libertärer zum Thema Prostitution. Ich bin fatalistisch. Unter der Annahme, daß sie nicht in ein paar Jahren durch Sex-Roboter obsolet gemacht werden, wird es wahrscheinlich immer einige Nachfrage nach Prostituierten und einige Frauen geben, die bereit sind, das Angebot zu sein. Einerseits würde ich nicht in einer Gesellschaft leben wollen, wo Prostituierte sich in Schaufenstern verkaufen, aber andererseits, was kann man tun? Prostitution hat es seit ewig gegeben; sie hat uns noch nicht zerstört und ist wahrscheinlich um vieles weniger schädlich für die Gesellschaft als die Kultur des beiläufigen Aufreißens.

Es scheint eine überraschende Menge von Sympathie für Prostituierte unter weißen Nationalisten zu geben, die sie oft als echter betrachten als die typische hinterhältige Abenteurerin aus der Millennial-Generation. Aber bei dem Ausmaß der Frauenfeindlichkeit in der weiß-nationalistischen Bewegung sollte dies vielleicht gar nicht überraschen.

Letzten Sommer veröffentlichte der Daily Stormer einen Artikel mit dem Titel Prostitutes Represent the Very Best in White Millennial Women [„Prostituierte verkörpern das Allerbeste unter weißen Millennial-Frauen“]. Darin schreibt Lee Rogers:

Nachdem ich Sex mit zahlreichen europäischen Prostituierten hatte, kann ich mit Sicherheit sagen, daß sie das Allerbeste verkörpern, das die weiße Millennial-Frau zu bieten hat. Die durchschnittliche weiße Millennial-Frau ist eine Hure, die behauptet, sie sei keine Hure, während sie Männer zu ihrem eigenen Gewinn emotional manipuliert. Die durchschnittliche weiße Millennial-Prostituierte ist eine Hure, die bei ihrer Hurerei wenigstens ehrlich ist.

Von all den Erfahrungen, die ich mit Frauen hatte, sind einige der positivsten mit Prostituierten gewesen. Es ist ein ehrlicher Austausch von Sex gegen Geld, ohne Bullshit. Ich habe auch herausgefunden, daß diese Frauen weit echter und offener bezüglich der Dinge sind als jede andere Art von Millennial-Frau, mit der ich zusammengewesen bin. Einige der besten Konversationen, die ich mit Frauen gehabt habe, sind jene gewesen, die ich mit Prostituierten hatte.

Andere weiße Nationalisten, mit denen ich gesprochen habe, haben Sympathie für Prostituierte geäußert mit der Begründung, daß Prostituierte dazu tendieren, extrem rassistisch oder „rassisch aufgewacht” zu sein. Als Beweis verweisen sie darauf, wie häufig Escort-Frauen „No blacks” oder „Nur Weiße und Asiaten“ in ihren Anzeigen stehen haben. Dies dürfte Sinn ergeben. Aufgrund der Natur der Sexarbeit können Beurteilungsfehler fatale Folgen haben, daher hat man nicht den Luxus, für alle offen zu sein.

Nutten sind also rassistisch, sie werden einem nicht das Herz brechen und einem den halben Besitz wegnehmen, und sie sind eine uralte Institution. Verdammt, sie kommen sogar in der Bibel vor. Als Rechter möchte ich fast die Partei der Huren gegen ein böses Establishment ergreifen, das unsere Kultur in beinahe jeder anderen vorstellbaren Weise angreift. Fast.

Aber letztendlich kann ich nicht erkennen, wie dies in irgendeiner Weise unser Kampf ist. Ich habe keine dieser Nutten aufschreien gesehen, als Andrew Anglin aus dem Internet verbannt wurde, warum sollten mich also jetzt ihre Probleme mit der „Redefreiheit“ kümmern? Laßt mich einen „Million Hooker March“ sehen, um Jared Taylor wieder zurück auf Twitter zu bringen, und ich erwäge vielleicht, gemeinsame Sache mit ihnen zu machen.

Sie werden aber zurechtkommen. Die Sexarbeiterinnen der Welt mögen aus dem Internet geworfen werden, aber frei nach Joan Blondell: Solange es Gehsteige gibt, werden sie immer Jobs haben.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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4 Kommentare

  1. Diesen Artikel habe ich zum einen übersetzt, weil er aufzeigt, daß auch dort, wo (((das Establishment))) scheinbar etwas entgegen der Agenda tut, die wir von ihm erwarten, irgendein jüdisches Interesse zu vermuten ist, das nur nicht so offensichtlich erkennbar ist. Zum anderen hat mir der Satz des Autors:

    „Einerseits würde ich nicht in einer Gesellschaft leben wollen, wo Prostituierte sich in Schaufenstern verkaufen, aber andererseits, was kann man tun?“

    einen Aufhänger geliefert, um Gedanken zu einer Sache darzulegen, die ich schon länger argwöhne.

    Ich habe nämlich den Verdacht, daß jüdische Kreise eine Zukunft anstreben, die von der jüdisch geprägten Pornoindustrie propagiert wird und in der Frauen – vor allem weiße Frauen – gegen ihren Willen in Schaufenstern zum Verkauf angeboten und von den Käufern (oft Nichtweißen) ganz offen nackt und gefesselt auf die Straße hinausgeführt werden, um sie zu sich nach Hause mitzunehmen.

    Eine der Strategien zur Verwirklichung dieser Zukunft ist die Normalisierung des öffentlichen Herumführens und sexuellen Erniedrigens gefesselter und mehr oder weniger nackter Frauen, was im Rahmen der Folsom Street Fair und ähnlicher Veranstaltungen begonnen hat, wo das noch einvernehmlich läuft. Die nächste Steigerung sind Pornovideoproduktionen im großstädtischen öffentlichen Raum, für die Frauen ebenfalls gefesselt, mehr oder weniger nackt und teils auch geknebelt herumgeführt werden und wo man sich ebenfalls auf das einvernehmliche Mitwirken bezahlter Models berufen kann, falls doch jemand etwas dagegen sagt. Dabei setzt man darauf, daß im großstädtischen Umfeld fast nie jemand Einwände erheben wird, weil man gewohnt ist, daß jeder sich um seinen eigenen Kram kümmert, und weil auch von den anderen Passanten sich niemand einmischt. Manche schauen etwas seltsam, andere fotografieren.

    Ich habe den Verdacht, daß damit eine allmähliche Desensibilisierung angestrebt wird, um früher oder später der Chuzpe frönen zu können, echte Entführungsopfer unter den Augen der Öffentlichkeit aus Wohnungen, Büros oder Nebengassen in die Gefangenschaft zu führen, während uneingeweihte Zuschauer im Glauben, da würde ohnehin nur wieder ein Pornovideo gedreht, auf eine Meldung bei der Polizei verzichten und vielleicht noch selber mit ihren Handys Aufnahmen davon machen. Vielleicht passiert das sogar schon, nur daß die Aufnahmen von diesen Fällen dann wohl nicht auf offiziell registrierten Pornoseiten erscheinen werden, damit diese nicht mit dem Verschwinden echter Entführungsopfer in Verbindung gebracht werden.

    Begünstigt würde die Passivität der Zeugen solcher Verbrechen nicht nur von der sozialen Atomisierung und der multiethnischen Gemengelage in den Großstädten, sondern auch durch die Frauenfeindlichkeit von Männern, die durch die Auswüchse des Feminismus und die unter modernen Verhältnissen zunehmende Neigung vieler Frauen zu hypergamem Partnerwahlverhalten frustriert sind und immer weniger Chancen auf eine Partnerin und eine eigene, intakte Familie haben. Eine typisch jüdische Chuzpe wäre es, daß diese Männer durch jüdische Online-Aktivisten in ihrem Groll und ihrer Verachtung gegenüber Frauen zusätzlich angestachelt werden, nachdem bereits der Feminismus von Anfang an eine stark jüdisch geprägte Bewegung gewesen ist und vielen weißen Männern durch verschiedene jüdische Einflüsse auf die Gesellschaft ein Eindruck in der Art dieses Bildes vom Verhältnis zwischen ihnen und den weißen Frauen vermittelt wird…

    …und daß dann wiederum jüdische Porno-Produzenten ein Geschäft damit machen, ihnen Material für die Befriedigung ihrer Rachefantasien zu liefern, und auch noch von ihrer Passivität als eventuelle Zeugen offener Entführungsverbrechen profitieren, weil sie zusätzlich zum Beschwichtigungsgedanken „die drehen doch nur einen Porno“ auch noch mit klammheimlicher Schadenfreude denken: „wer weiß, vielleicht ist es echt.“

    Immer daran denken: die Juden demontieren, dämonisieren und demoralisieren derzeit vor allem die weißen Männer, aber das tun sie unter anderem auch deshalb, weil sie nach der weitgehenden Ausschaltung des weißen Mannes an die weißen Shiksas heranwollen.

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    • Harald

       /  Mai 5, 2018

      Zitat Lucifex: „Ich habe den Verdacht, daß damit eine allmähliche Desensibilisierung angestrebt wird, um früher oder später der Chuzpe frönen zu können, echte Entführungsopfer unter den Augen der Öffentlichkeit aus Wohnungen, Büros oder Nebengassen in die Gefangenschaft zu führen, während uneingeweihte Zuschauer im Glauben, da würde ohnehin nur wieder ein Pornovideo gedreht, auf eine Meldung bei der Polizei verzichten und vielleicht noch selber mit ihren Handys Aufnahmen davon machen.“

      Bei der „MeToo“ Debatte ist mir aufgefallen, dass diejenigen, die Pro Weinstein argumentiert haben, genau dieses Muster gezeigt haben. Basisargumentation war: „Was auf der ‚Casting couch‘ passiert ist allgemein bekannt und da kann niemand sagen, sie sei überrascht oder wüsste nicht, worauf sie sich einlässt.“. Wohlgemerkt hervorgebracht von verschiedenen Otto Normal. Das sind schon erste Ansätze.

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    • Ja, eine dieser Stimmen war auch „Dr. Eowyn“ (anscheinend eine Frau) in Golden Globes 2018: Es geht nichts über Titten, um gegen sexuelle Belästigung zu protestieren, wo sie schrieb:

      Egal, daß die Casting Couch eine Grundtatsache Hollywoods seit dessen Anfängen war; daß Frauen und Männer sich willig zwecks Karriereförderung der „Couch“ ergeben; und Mißbraucher wie Harvey Weinstein jedem bekannt sind – einschließlich der heiligen Oprah Winfrey, von der es heißt, daß sie eine Präsidentschaftskandidatur für 2020 erwäge.

      Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, daß es bei den Vorwürfen gegen Harvey Weinstein großteils nicht um Vorgänge auf der Casting Couch geht, sondern um richtige sexuelle Übergriffe bis hin zur Vergewaltigung (in Hotelzimmern etc.)

      Zwar ist auch die Verlogenheit der Schauspielerinnen, die sich trotz dieser Erfahrungen mit ihm so an Weinstein ranschmusen wie auf dem folgenden Bild leider eine Realtität:

      aber es stimmt schon, auch mit der Veranlassung von Schauspielerinnen (mittels Zuckerbrot und Peitsche) zu solchem Verhalten und mit dem Eindruck, der dadurch entsteht und solche Reaktionen hervorruft, wird einer der Ansätze in Richtung einer Desensibilisierung gegenüber jüdischem Mißbrauch von Frauen geschaffen.

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  2. Hat dies auf My Blog rebloggt.

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