„Europas Dämme bersten“: Eine Rezension

Von Michael Walker, übersetzt von Lucifex. Das Original Europe’s Dams are Cracking: A Review erschien am 6. April 2018 auf Counter-Currents Publishing. Deutsche Zitate und Kapitelüberschriften aus dem Buch wurden vom Übersetzer aus dem Englischen rückübersetzt (mit Ausnahme der Zitate von Renate Göllner und Josef Joffe, wo von mir Links zur Originalquelle gesetzt wurden, aus denen ich den Originaltext übernommen habe).

Konrad Windisch (Hrsg).
Europas Dämme bersten: Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis
Pähl: Hohe Warte, 2017

Europas Dämme bersten ist eine aufschlußreiche, informative, aber (zumindest für Leser, die mit den Ansichten der Autoren sympathisieren) deprimierende Darstellung der Migrationswelle, die ab 2015 über Europa rollte, und ihrer Bedeutung. Als Name des Herausgebers wird Konrad Windisch genannt. In seinem Vorwort erklärt Konrad Windisch, daß Europas Dämme bersten von einer, wie er es nennt, „breitgefächerten Autorengemeinschaft“ verfaßt wurde. Wer auch immer die Autoren waren, es ist wahrscheinlich, daß Herrn Windischs Enthusiasmus zu diesem Buch inspirierte und es bis zu den Verlegern brachte, denn Konrad Windisch seit Jahren in etwas aktiv gewesen, das man lose als die Sache der ethnischen Identität bezeichnen könnte. Geboren 1932 in Wien, hat Windisch viele Jahre lang Beiträge für die österreichische Politikzeitschrift Der Eckart verfaßt und auch Gedichte und Romane produziert; aber es ist nichts Lyrisches an Europas Dämme bersten, sofern man nicht Intensität für sich genommen als lyrisch betrachten kann.

Europas Dämme bersten fokussiert sich auf die 2015 von Kanzlerin Angela Merkel getroffene historische Entscheidung, sofort Personen, die Asyl in Europa suchen, in die deutsche Republik einreisen und in vielen Fällen mit Sonderzügen dorthin transportieren zu lassen. Diese Entscheidung mißachtete die Regeln für die Gewährung von Asyl, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa in Kraft gewesen waren. Die Kanzlerin, die weder andere nationale Führer konsultierte noch – abgesehen von einer kleinen Clique ihrer vertrautesten Berater – einen Konsens anstrebte oder die Zustimmung des Bundestags einholte, erließ in der Nacht des 4. September 2015 Anweisung, die Grenzkontrollen einzustellen. Diese Anweisung betraf direkt „nur“ mehrere tausend Migranten, die am Keleti-Bahnhof in Budapest gestrandet waren, wo die ungarische Regierung sich standhaft geweigert hatte, sie das Land in Richtung Westeuropa verlassen zu lassen. Die Entscheidung war der symbolische Höhepunkt von Merkels Politik, sicherzustellen, daß bis zu einer Million nichteuropäischer Einwanderer sich im Laufe des Jahres 2015 in Deutschland ansiedeln konnte. Bis zum heutigen Tag hat ihre Regierung es nicht für angebracht gehalten, irgendeine gesetzliche Rechtfertigung für die Entscheidung vorzulegen.

Die Autoren stellen in diesem Buch klar, daß die Entscheidung keinen Präzedenzfall im Sinne der Anleierung einer neuen, einwandererfreundlicheren Politik setzte, aber sie setzte dennoch einen Präzedenzfall. Sie stellte eine neue Ausgangsposition in Sachen Taktik dar. Sie war der Beginn einer neuen Offenheit in der Einwanderungspolitik. Zuvor pflegten westliche Regierungen, wenn sie das Thema der Masseneinwanderung ansprachen, „besondere Umstände“ im Zusammenhang mit einer spezifischen „historischen Mission“ oder der „Pflicht“ einer spezifischen Nation anzuführen, die es mit einer spezifischen Einwanderungsfrage zu tun hatte. Mit Berlins Entscheidung von 2015 für offene Grenzen änderte sich das alles. Kein nationaler Präzedenzfall wurde vorgebracht. Stattdessen wurde an „europäische Werte“ und „Menschlichkeit“ appelliert, und dieses Buch dokumentiert viele Fälle solcher Appelle. Zum Beispiel bemerkte Helmut Zilk, der der Bürgermeister Wiens war, 1988 zu Schulen, die bereits einen Anteil von 88 % nichtösterreichischer Schüler erreicht hatten: „Es ist kein Nachteil, sondern ein großer Vorteil für die Stadt.“ (S. 162). Das Buch bietet viele ähnliche Zitate.

Migranten wurden 2015 im Namen der universalen Sache der menschlichen Gerechtigkeit und des Mitgefühls willkommen geheißen, die seit Jahren aufgebaut worden war. Leute in Verantwortungspositionen überschlugen sich vor Lob für Migranten und die angebliche Bereicherung, die durch die Einwanderung herbeigeführt werde, aber in subtiler Weise verlagerte sich der Appell an Menschlichkeit und Großzügigkeit mit der Zeit immer mehr zum Universaleren und Ideologischeren hin. Insbesondere zwei Mantras, die einst auf einen ultralinken Rand beschränkt waren, schafften es in den Mainstream und wurden von den gastfreundlichen Autoritäten der Kirchen, der NGOs, der Wirtschaft und der Politik übernommen: „offene Grenzen“ und „eine Welt.“

Dieses Buch beschreibt die verstohlene Art, in der die von Größenwahn geplagte Schauspielerin, die die deutsche Kanzlerin ist, persönlich die Öffnung der Tore begrüßte. Die Autoren lassen dem Leser keinen Zweifel, daß ihre Handlungen proaktiv und überlegt waren, nicht reaktiv und emotional, wie sie in ihren Äußerungen den Eindruck zu vermitteln sucht. Die Darstellung in Europas Dämme brechen straft den populären Glauben Lügen, daß Merkels Entscheidung „spontan“ und eine emotionale Geste der gemeinsamen Menschlichkeit als Reaktion auf eine schreckliche Situation war, die, wie in den Medien behauptet wurde, durch das Schicksal des dreijährigen syrischen Kindes Aylan Kurdi ausgelöst wurde, dessen lebloser Körper Anfang September an einem türkischen Strand fotografiert wurde. Der allgemeine Glaube besagt, daß dies Merkel zwei Tage später zu ihrer „humanitären Geste“ veranlaßte.

Die Autoren von Europas Dämme bersten erzählen eine andere Geschichte. Ihrer gutdokumentierten Darstellung zufolge hatte Merkel ihre Politik der offenen Tür seit Monaten, wenn nicht Jahren vorab geplant. Ihre Handlungen straften ihre Worte häufig Lügen, denn die Kommentare und Reden, die hier zitiert werden, scheinen oft dazu gedacht zu sein, die Bürger in ein falsches Sicherheitgefühl einzulullen. Im Jahr 2010 zum Beispiel gab Merken in einer weithin berichteten Aussage zu: „Der Multikulturalismus ist gescheitert“ und „wir können ohne Einwanderung auskommen, die eine Belastung unseres Sozialsystems sein wird“ (S. 18). Bis 2013 hatte die Tonart sich geändert, und sie begann Erklärungen abzugeben wie „die Erhöhung der Vielfalt ist auch eine Bereicherung“ und „Offenheit gegenüber qualifizierten Einwanderern ist wegen der demographischen Veränderungen in Deutschland notwendig“ (S. 19).

Die Autoren zeigen, daß der Einwanderungskompromiß, der den Wählern 1993 von der Christlich-demokratischen Union (CDU) verkauft wurde, einer, der die Zahl der sich in Deutschland jedes Jahr dauerhaft ansiedelnden Einwanderer deckelte, von Anfang an unterlaufen und ignoriert worden war. Das Buch gibt die Zahl der Menschen, die noch vor der sogenannten „Flüchtlingskrise“, die angeblich vom Syrienkrieg verursacht wurde, nach Deutschland strömten, mit hunderttausend pro Jahr an. (Ihr Rezensent lehnt die Verwendung des Wortes „Flüchtling“ ab, angesichts dessen, daß diese Siedler in ihrer großen Mehrheit keine Flüchtlinge wie vom internationalen Recht definiert sind, wie die Autoren selbst an anderer Stelle im Buch hervorheben.) Weit davon entfernt, irgendetwas zu tun, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, förderten Merkels aufeinanderfolgende Administrationen sie (zu der Zeit, wo dies geschrieben wird, hat es bereits vier davon gegeben). Im März 2015 erhöhte die Regierung die Leistungsansprüche für Asylwerber. Die Europäische Kommission selbst stellte fest, daß nur einer von sechs Asylwerbern in Deutschland, deren Ansprüche abgelehnt wurden, ausgewiesen wurde. Die Beschwichtigungen gingen weiter. Im August 2015 erklärte die Kanzlerin, daß Wirtschaftsmigranten, die keinen Anspruch auf Verbleib in Deutschland hatten, schneller ausgewiesen werden sollten. Ende August, nur Tage vor der schicksalhaften Entscheidung, gab der Innenminister in einer Morgensendung des Fernsehens zu, daß auf lange Sicht achthunderttausend Flüchtlinge „zu viele“ sein würden – das heißt, zu viele Migranten pro Jahr (S. 20).

Einiges von der in diesem Buch zitierten Sprache Merkels, der Pastorentochter, hat etwas Pharisäisches an sich. Migranten müssen in Deutschland aufgenommen werden, „sonst ist dies nicht mehr mein Land.“ Es ist „meine verdammte Pflicht“, Asylwerber zu Hunderttausenden ins Land zu lassen (S. 21). Merkel bringt auch ein flapsiges Falschzitat einer Erklärung, die bekanntlich Martin Luther zugeschrieben wird. Die Kanzlerin, die bei ihrer Angelobung schwor, „für das Wohl des deutschen Volkes zu arbeiten“, echote den religiösen Reformator in diesen Worten: „Hier sitze ich und kann nicht anders“ (S. 21). Das Beharren darauf, daß es „keine Alternative“ zu Europas Weg hin zu einer völlig multikulturellen, multirassischen „Demokratie“ gebe, gehört zur zynischen Sophisterei eines Wesens, das gern auf der „Unvermeidlichkeit“ von Ereignissen und auf der „Alternativlosigkeit“ ihrer eigenen Entscheidungen beharrt.

Unter Freunden der Masseneinwanderung ersetzen Gesten der „Menschlichkeit“, der „Großzügigkeit“, des „Anstands“ und der „menschlichen Empathie“ das frühere Beharren auf historisch bestimmten einzigartigen nationalen Umständen. Zu den Beispielen, an die Ihr Rezensent sich erinnern kann – und auch die Autoren dieses Buches – für das, was viele als Voranzeichen kommender Dinge betrachten werden, gehören türkische „Gastarbeiter“ in Deutschland, die angeblich benötigt wurden, um die Arbeiterschaft zwecks Ankurbelung der Nachkriegswirtschaft zu verstärken. Im Fall Britanniens wurde Commonwealth-Einwanderern von den westindischen Inseln und vom indischen Subkontinent volle britische Staatsbürgerschaftsrechte und ein britischer Paß aufgrund von Gesetzen gewährt, die sich auf die Traditionen und vermeintlichen Verpflichtungen Britanniens als Oberhaupt des Commonwealth und ehemaliges imperiales „Mutterland“ stützten. Im Fall Frankreichs wurden als Reaktion auf die Niederlage in Algerien und die damit verbundenen Verantwortungen oder aus Gründen, die auf französischen Staatsbürgerrechten beruhten, die den Einwohnern ehemaliger Kolonialbesitzungen in der Karibik gewährt wurden, neue Staatsbürger mit den vollen Vorteilen der französischen Staatsbürgerschaft begrüßt und durften vollberechtigte Bürger der Grande Nation werden.

Wie auch immer die Tonart sich geändert haben mag, besonders seit 2015, die Begeisterung für nichteuropäische Einwanderung nach Europa, für die das Buch reichlich Beispiele bietet, bleibt dieselbe. Die Tonart könnte sich möglicherweise sogar gesteigert haben. Die Gründe, die für die Aufnahme nichteuropäischer Einwanderer angegeben werden, sind nicht mehr pragmatisch und nationalbezogen, sondern sind abrupt sentimental und universal geworden. 2015 stellt daher eine Wasserscheide dar. Merkel entledigte sich kurzerhand des rechtlichen Beiwerks und scheint auf Dauer fallengelassen zu haben, was die Autoren als Vorwand bezeichnen, nämlich daß die Masseneinwanderung in die deutsche Republik eine spezifisch nationale Sache war. Die bis dahin gepflegten Erklärungen, die die Skeptiker zu beschwichtigen tendierten und die Opposition in „gemäßigte“ konservative Gegner der Masseneinwanderung und ihre Sympathisanten auf der einen Seite und radikale Gegner der Einwanderung und ihre Sympathisanten auf der anderen Seite spalteten, scheinen beiseitegelegt worden zu sein.

Die Kapitelüberschriften des Buches geben einen klaren Hinweis auf die Argumente ihres Inhalts: „Die große Migrationslüge“, „Ist wirklich alles nur zufällig passiert?“, „Der wirtschaftliche Aspekt“, „Systematische Pflichtverletzung des Staates, der Staat verrät seine Bürger“, „Die Kriminalisierung Cassandras“ und „Wer dirigiert die Flüchtlingsinvasion?“ Mit einer Fülle von Zitaten aus Originalquellen präsentieren die Autoren ihre Argumentation, daß die neueste Einwanderungswelle von „hinter den Kulissen“ geplant und gelenkt wurde. In anderen Worten, sie glauben, daß die Aktion die Erfüllung eines Planes war, und nachdem der Plan geheim war, einer Verschwörung. Die Autoren beginnen „Wer dirigiert die Flüchtlingsinvasion?“ mit einem Zitat aus einer Rede des tschechischen Präsidenten Milos Zeman in seiner Weihnachtsansprache von 2015: „Was wir hier sehen, ist keine spontane Bewegung von Menschen, sondern eine organisierte Invasion.“ (S. 237)

Es kann eingewandt werden, und das wurde es tatsächlich oft, daß es wenig „Beweise“ für solch eine Verschwörung gibt – Beweise im Sinne einer rauchenden Pistole, daß Menschen die Krise geplant hatten. In der Argumentation gegen die Beobachtung eines konspirativen Musters hinter den Ereignisen haben manche darauf hingewiesen, daß es keinen Sinn gäbe, Europa solch eine Malaise zu wünschen. Diese Einwände sind nicht schwierig zu widerlegen. Definitionsgemäß ist eine Verschwörung nichts, das allgemein bekannt ist. Wenn die deutsche Kanzlerin in einer Rede verkünden würde, daß ihre Einwanderungspolitik Teil eines Planes zur Zerstörung Deutschlands als Nation vorwiegend weißer deutscher Einwohner und seine Umwandlung in eine multirassische Provinz einer universalen Ordnung ist, dann wäre ihr Plan keine Verschwörung. Dennoch stellen die Autoren hier sehr wohl eine beeindruckende Reihe von Zitaten zusammen, die in die Richtung eines weitverbreiteten Wunsches unter Menschen mit Prestige und Einfluß hindeuten, auf genau diese Umwandlung hinzuarbeiten. Manche der zitierten Bemerkungen sind so banal und ohne ernsthaften intellektuellen Inhalt, daß sie sich wie eine Parodie lesen. In einem Fall sagte Christian Rainer, ein Journalist, der für das angesehene Magazin Wirtschaftswoche schreibt, 1992 über die Einwanderung nach Österreich: „Wer darauf besteht, mehr Kinder mit feinen österreichischen Gesichtszügen zu sehen, die angenehm riechen, ist blind und brutal.“ (S. 162)

Merkels eigene Aussagen zur Einwanderung im Laufe der Jahre sind widersprüchlich gewesen: sie erschienen manchmal skeptisch und manchmal befürwortend. Die Realität ist, daß ihre Handlungen immer auf die Erhöhung der Zahl der Einwanderer hingewirkt haben, die nach Deutschland kommen. Die Widersprüche in ihren Aussagen, für die ich bereits Beispiele zitiert habe, sind unüberbrückbar. Sie deuten entweder auf eine Verwirrung hin, die auf eine gespaltene Persönlichkeit hinauslaufen, oder sie sind, wie es weit wahrscheinlicher erscheint, zynisch kalkuliert. Sie könnten für zwei Zwecke kalkuliert sein: erstens als parteipolitische Strategie und als Versuch, sich den Wählern anzubiedern, und zweitens als Teil eines Planes zum Austausch der einheimischen Bevölkerung. Tatsächlich könnten sie – was Ihrem Rezensenten als die bei weitem plausibelste Interpretation erscheint – etwas von beidem sein. Man kann dem Hauptargument des Buches schwer widersprechen, daß dies ein geplanter Angriff auf die europäische Identität in ihrem Kern ist, nämlich in ihrer ethnischen Homogenität. Der Wunsch, ethnische Nationalstaaten durch multirassische, „demokratische“ westlichen Stils zu ersetzen, ist weitverbreitet, und wiederum fällt es den Autoren nicht schwer, Zitate zur Untermauerung ihrer Überzeugung zu liefern, daß viele derer in Machtpositionen das Fortschreiten der ethnischen Umwandlung in ihrem Land nicht nur akzeptieren, weil sie das müssen, sondern auch darauf erpicht sind, den Prozeß zu beschleunigen.

Merkels Entscheidung, die auf ein Diktat hinausläuft, sieht ziemlich wie ein Fall aus, wo man den Fuß ins Wasser gehalten hat, um zu sehen, wie die einheimische Bevölkerung auf offene Grenzen reagieren würde, bevor man die endgültige, bevorstehende Entscheidung traf, wo man von den Internationalisten erwarten kann, daß sie sie in Kraft setzen, sobald sie sicher sein können, daß es keine Massenopposition dagegen geben wird. Diese besteht nämlich in der dauerhaften Öffnung aller nationalen Grenzen in Europa, sodaß Menschen von überall auf der Welt einreisen und sich ansiedeln können, wie es ihnen beliebt, oder, wie dieses Buch argumentiert, wohin zu gehen sie ermutigt, verleitet, bezahlt und vielleicht sogar angewiesen werden. Das würde zur Zerstörung Europas als Kontinent weißer Menschen führen, was, wie die Autoren eindeutig glauben, die Absicht vieler führender Politiker ist. Die in dieser Darstellung präsentierten Belege untermauern diese Behauptung, und nach Wissen Ihres Rezensenten ist keine alternative Interpretation jemals vorgebracht worden, die erklären würde, wie es kommt, daß Millionen von Nichteuropäern erlaubt wird, sich in Europa eine Heimstatt zu schaffen, außer der bereits erwähnten Behauptung, daß die Zulassung der Masseneinwanderung ein emotionaler Reflex auf spezifische Ereignisse ist.

Es bis jetzt viele gegeben, denen durch den Lauf der Ereignisse unwohl wurde, die sich aber damit beschwichtigen konnten, daß die laxe Einwanderungspolitik auf „Fehlern“ beruhe, die wieder gutgemacht werden können, sobald der Fehler erkannt wird. Solche Personen geben nur ungern lebenslange politische Gewohnheiten auf. Dennoch ist der Glauben weit verbreitet und bei vielen Leuten tief verwurzelt, daß die Masseneinwanderung „unvermeidlich“ ist, etwas wie Meeresgezeiten, und sowieso nichts, worum man sich zu viele Sorgen oder überhaupt Gedanken machen müßte. Die Experten an der Spitze werden es regeln. Der Wunsch, respektabel zu bleiben, eine Liebe zum ruhigen Leben und die Furcht vor den sozialen Folgen des Widerspruchs, zusammen mit einem tiefsitzenden Optimismus, daß „die Dinge nicht so schlimm sein können, wie sie aussehen“, hat die Leute in einen Kokon gehüllt und ihnen die vergebliche Hoffnung gegeben, die viele Politiker fördern, daß Politiker/Partei X oder Y die Dinge durch „Behandlung des Problems“ in Ordnung bringen wird. Dieses Buch argumentiert gegen solche vorsätzliche Selbsttäuschung und den leichten Weg des grundlosen Optimismus („Optimismus ist Feigheit“, wie Spengler sagte). 2015 war das Jahr, in dem das Establishment aufhörte, seine eigenen Vorwände und Platitüden zu bringen. Wenn Grima Schlangenzunge seine eigene Verkleidung nicht mehr ernst nimmt, warum sollte das irgendjemand sonst tun?

Was sagte das Experiment der Kanzlerin und denjenigen, denen sie dient? Weder die Autoren dieses Buches noch Ihr Rezensent können sich dessen natürlich sicher sein, aber es erscheint als wahrscheinlich, daß die Botschaft lautet: „Es hätte schlimmer sein können, aber es hätte auch viel besser laufen können.“ Es hat keinen massiven Ausbruch einer Revolte gegeben, nichts in der Art eines Bürgerkrieges, nichts, das einer Revolution nahekommt; dennoch bleibt die Begeisterung für die Masseneinwanderung auf laute, aber kleine Gruppen beschränkt. Eine Tatsache, über die sich buchstäblich alle auf beiden Seiten einig sind, ist, daß es seit 2015 eine Zunahme der Angst und Unsicherheit in der breiten Bevölkerung, die nur noch verschärft worden sind durch nachfolgende Entwicklungen und die Verheißung – oder Drohung -, daß viele weitere Einwanderer kommen werden. Laut dem Establishment-Organ Süddeutsche Zeitung sind einundsechzig Prozent der Deutschen und siebenundfünfzig Prozent der Bürger aus allen EU-Nationen gegen Einwanderung aus einem Land außerhalb der EU in ihr Land. Die Autoren machen wiederum die Beobachtung – die genauso oft gemacht wird, wie sie von den Establishment-Politikern ignoriert wird -, daß die Menschen gar nie erst gefragt wurden, ob sie Einwanderung wollten. Die Autoren zitieren auch den ehemaligen deutschen Kanzler Helmut Schmidt dahingehend, daß es keine weitere Einwanderung von außerhalb Europas geben sollte (S. 290 – 291). Die Autoren geben hier nicht den naheliegenden Kommentar ab: daß dies nicht das erste Beispiel eines pensionierten Politikers ist, die unbequeme Wahrheiten aussprechen, wenn sie kein öffentliches Amt mehr innehaben.

Die Autoren merken an, daß, obwohl jede in Deutschland zum Thema Einwanderung durchgeführte Umfrage zeigt, daß eine Mehrheit gegen weitere nichteuropäische Einwanderung ist, weiterhin Zehntausende kommen. Die populistische Unzufriedenheit hat seit 2015 riesig zugenommen und entspringt dem Wunsch, die Kontrolle der Ereignisse „zurückzugewinnen“. Viele Kommentatoren glauben, daß das Referendum von 2016 in Britannien ohne Merkels Handlung zugunsten der EU ausgegangen wäre.

Ein wichtiger Aspekt der Reaktion auf die Einwanderung, den ich in diesem Buch nicht fand, ist die Relevanz der Gesellschaftsschicht. Die Gegnerschaft zur Masseneinwanderung nach Westeuropa hat in den letzten Jahren dazu tendiert, nach Klassengrenzen zu verlaufen. Besonders in Britannien, Deutschland und Frankreich scheinen die Gutsituierten weitgehend die These zu akzeptieren, daß Grenzkontrollen völlig aufgegeben werden könnten und sogar sollten, während es unter den weniger gebildeten Wählerschichten in jenen Ländern weitverbreitete Skepsis gibt, die oft auf offene Feindseligkeit hinausläuft. Diese Skepsis ist im Laufe der Jahre durch schwere Verbrechen bestärkt worden, die mit neuen Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten verbunden sind, und besonders durch das Aufkommen von Migrantenbanden und Cliquen, die sich überwiegend auf die sozial Benachteiligten auswirken und in sozial benachteiligten Gegenden stattzufinden tendieren.

Indem es sich auf die Ereignisse von 2015 und ihre Folgen konzentriert, hebt Konrad Windischs Buch die Bedeutung des präzedenzfallschaffenden Ereignisses hervor. Die hier angedeutete Schlußfolgerung lautet, wenngleich sie nicht schwarz auf weiß drinsteht, daß dies nicht „business as usual“ seitens der Internationalisten ist, sondern ein nächster Schritt bei der Schaffung einer neuen Weltordnung, in der menschlicher Ethnizität keine Rolle mehr zu spielen erlaubt wird und Nationen nur als geographische Bezeichnungen und Verwaltungszonen einer zentralen Obrigkeit funktionieren werden. Das Buch argumentiert, daß die Masseneinwanderung Teil einer Verschwörung ist, und 2015 hat die Verschwörung, die offene Grenzen und den Abbau des Nationalstaates anstrebt, sich offen erklärt und ist zu einem ernsthaften politischen Vorhaben geworden. In dem Ausmaß, wie dies der Fall ist, kann man sehr wohl behaupten, daß die Verschwörung sich in eine offene Absichtserklärung verwandelt, und dann wird das Wort „Verschwörung“ nicht mehr anwendbar sein; das Wort „Politik“ wird stattdessen zutreffen. Der Leser wird zu dem Schluß geführt, daß jegliches Gerede von „Fehlern“ oder „Schnitzern“ im Zusammenhang mit der Politik der offenen Grenzen für Europa bestenfalls nur Selbsttäuschung und im schlimmsten Fall bewußte Verfälschung sein kann. Das Buch gibt weiters eine detaillierte Darstellung der Maßnahmen, die ergriffen wurden, um sicherzustellen, daß Einwanderer (die von den Establishment-Medien absichtlich als „Flüchtlinge“ fehlbezeichnet werden) dazu verlockt und unterstützt wurden, nach Nordeuropa zu kommen.

Der Untertitel dieses Buches lautet Ursachen, Hintergründe und Folgen des Flüchtlings-Tsunamis. Das erste Kapitel beschreibt die Ereignisse um die Entscheidung von 2015 für offene Türen und argumentiert klar und überzeugend, daß die Entscheidung nach den Bestimmungen der deutschen Verfassung illegal war (spezifisch nach der geänderten, vom Kanzler genehmigten  Klausel von 1993 zur Verfassung der Bundesrepublik Deutschland von 1948), eine Verletzung der Asyl-Richtlinie der EU von 2005 und ein Mißbrauch und eine vorsätzliche Falschinterpretation des Schutzes für Flüchtlinge, wie er von der Konvention der Vereinten Nationen von 1951 bezüglich des Status von Flüchtlingen festgelegt ist. Dem Leser wird gezeigt, daß die „Flüchtlinge“ beim Passieren durch die ersten Länder, in denen sie ankamen (gewöhnlicherweise Italien und Griechenland) ermutigt und unterstützt wurden, um nach Deutschland und Schweden weiterzuziehen. Daß die Entscheidung auch ein völliges Fallenlassen der Wahlverpflichtungen der regierenden Partei Deutschlands war, scheint wenig mehr als ein zynisches Achselzucken wert zu sein, aber die Autoren behandeln den Punkt dennoch in einigem Umfang. Das Wahlprogramm der regierenden CDU erklärte 2002: „Deutschland muß eine stärkere Einwanderungskontrolle haben und besser zu deren Begrenzung fähig sein. Einwanderung als Lösung für demographische Veränderungen in Deutschland ist inakzeptabel.“ (S. 17) Noch 2013 erklärte dieselbe CDU in ihrem Wahlprogramm, daß sie „Einwanderung, die auf einen Mißbrauch der europäischen Großzügigkeit abzielt“, ablehne.

Das erste Anzeichen dafür, daß die Kanzlerin einen Kurswechsel vom Vorwand wegen der „Gastarbeiter“ und „Härtefälle für Asylwerber“ zu etwas Radikalerem im Sinne erzwungener Globalisierung vornehmen würde, gab es 2014, als die CDU die Pflicht für Einwohner Deutschlands mit dem Recht auf die deutsche Staatsbürgerschaft abschaffte, sich zwischen der deutschen und einer anderen Staatsbürgerschaft zu entscheiden. Fürderhin konnten Kinder von Eltern von außerhalb Deutschlands eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen; zum Beispiel durften sie sowohl einen deutschen als auch einen türkischen Paß besitzen und in beiden Ländern das Wahlrecht genießen sowie das Recht, die Vorteile der Staatsbürgerschaft in beiden Ländern zu genießen. Diese Doppelpaßregelung wird von den Autoren und von Ihrem Rezensenten als vorbereitender Schritt zur Abschaffung jeglicher bis dahin geltenden Exklusivität der deutschen Staatsbürgerschaft gesehen. Es stellte sich nachfolgend heraus und ist von der oppositionellen Alternative für Deutschland (AfD) enthüllt worden, daß die gesamte Familie eines in Deutschland wohnhaften Doppelpaßinhabers von der deutschen Gesundheitsversicherung gedeckt ist, auch wenn diese Familie in dem anderen Land wohnt.

Europas Dämme bersten vermeidet zu Recht die Betonung unwahrscheinlicher „Kochtöpfe“ des Zorns oder die Projizierung eines kommenden „Wutausbruchs des Volkes“, eine „Minute vor Mitternacht“, eine „tickende Zeitbombe des Zorns“ und dergleichen übertreibende Sprache, die allzu oft eine falsche Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende „Revolte der Massen“ vermittelt. Die andere Seite der Münze eines defätistischen „nichts zu machen“ ist unfundierter Optimismus, der erwartet, daß die Revolution oder ein Systemzusammenbruch gleich um die Ecke sei, oder der übertriebene Hoffnung in riesige Wahlerfolge offen weiß-ethnischer Parteien setzt. Im Großen und Ganzen vermeidet das Buch solche Sprache, aber es zeigt nicht angemessen auf, was zweifellos eine verwundbare Seite der Schmeichelpropaganda der Multikulturalisten ist, und das ist die finanzielle Belastung, die vom Eine-Welt-Projekt erzeugt wird. Fairerweise muß man sagen, daß das Buch im Kapitel „Der Staat verrät seine Bürger“ doch einige interessante Daten über finanzielle Belastungen enthält und feststellt, daß, während die durchschnittlichen Nettoeinkommen in den 1980ern um einundsechzig Prozent stiegen, die durchschnittlichen Wohnkosten im selben Zeitraum um einhundertsechzig Prozent stiegen (S. 194). Ein im Februar 1992 veröffentlichter Bericht des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts besagte deutlich, daß die „Ostöffnung und die Flut von Ausländern nach Österreich einen Druck auf den Wohnungsmarkt ausübte, den sich in den 1980ern niemand hätte träumen lassen.“ Dennoch hätte das Buch davon profitiert, mehr Zahlen über die Kosten der Unterbringung, Erhaltung und Versicherung von „Flüchtlingen“ zu liefern, und nicht zuletzt über das Geld, das vom Steuerzahler fließt, um verschiedene Institutionen, Wohlfahrtsorganisationen, NGOs, Stiftungen und dergleichen zu finanzieren, die dafür arbeiten, die Einwanderung zu unterstützen und Anliegen von Einwanderern zu verteidigen. Nach der Erfahrung Ihres Rezensenten heizt nichts dem „Otto Normalverbraucher“ so sehr ein Wissen darum, was die schöne neue Welt ihn kostet und kosten wird.

Das Buch hebt Merkels quasi-religiöse Sprache hervor – und nicht nur die von Merkel. Der ehemalige Präsident der deutschen Republik, Joachim Gauck, wie die Kanzlerin ein ehemaliger Bürger der kommunistischen DDR und dazu neigend, sich mit moralpredigenden Platitüden an die Öffentlichkeit zu wenden (er ist ebenfalls ein ehemaliger Pastor), hatte dabei geholfen, den Weg für Deutschlands zweite Massenmigrationswelle (nach jener der „Gastarbeiter“ in der Nachkriegszeit) zu bereiten, indem er auf Kosten der Steuerzahler um die Welt reiste, um für die Vorteile des Lebens und Arbeitens in Deutschland zu werben. Im Februar 2014 verkündete er zum Beispiel in Bangalore: „Wir haben Platz in Deutschland“ (S. 19). Zweifel und Bedenken von Regionalpolitikern (Marxisten und Liberale anderer politischer Parteien billigten die Politik der Regierung, daher gab es keine Opposition im Bundestag), ob es ratsam sei, durch die Welt zu touren, um Nichteuropäer dazu zu ermutigen, eine Migration nach Deutschland zu erwägen, wurden beiseite gewischt. Schon im Mai 2015, als die Zahl der Syrer, die sich darum rissen, nach Europa zu gelangen, anstieg, erklärte die Kanzlerin: „Wir müssen über Dublin hinausgehen“, eine Bezugnahme auf die Dubliner Konvention, die 1990 von den EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde und danach strebte, „schnell den für einen Flüchtling verantwortlichen Mitgliedsstaat zu bestimmen.“ Dieses rechtliche Feigenblatt wurde von der Kanzlerin benutzt, um eine Million Migranten nach Deutschland zu lassen, und innerhalb von Monaten hatte das Recht auf Asyl keine Begrenzung nach oben. Wie die Autoren dieses Werkes hervorheben, ist dies eine Verzerrung der Konvention von 1951, weil es übersieht, daß die Regel für individuelle Ansuchen gilt, nicht für die Massenmigration sogenannter Asylwerber, die man sich dabei nicht vorgestellt hatte, abgesehen davon, daß nach den Bestimmungen der Konvention ein Asylwerber das im ersten Ankunftsland tun muß, was aus geographischen Gründen nicht Deutschland sein konnte.

Die Autoren beschreiben weiters den schicksalhaften Schritt vom 4. – 5. September 2015, der eine beunruhigende Ähnlichkeit mit einem Militärschlag hat. Der Führer des Koalitionspartners der CDU-Regierung, der Christlich-Sozialen Union (CSU), war in der Nacht, in der die Entscheidung getroffen wurde, zufällig „nicht erreichbar“, während der Innenminister zufällig krank war und über die historische Entscheidung seiner Führerin erst danach informiert wurde. Die Autoren sagen, daß sie keine detaillierte Darstellung der Ereignisse liefern können, weil eine solche nie verfügbar gemacht wurde, aber sie beschreiben doch die Zurverfügungstellung der Sonderzüge für Migranten auf dem Balkan. Die Kanzlerin behauptete, daß die Entscheidung, jeden auf dem Balkan nach Deutschland weiterziehen zu lassen, eine „Ausnahme“ sei. Dieser Versicherung kann man soviel Glauben schenken wie jeder anderen Aussage dieser bestimmten Politikerin. Wenn der Migranten-„Tsunami“ von 2015 ein Teil eines Planes war, wer steckte dahinter? Nur ein paar kurzlebige Politiker wie Merkel? Die Autoren sind davon überzeugt, daß der Mann hinter den politischen Akteuren der ungarisch-jüdische Multimillionär George Soros war und ist, der mit den Worten zitiert wird: „Die EU muß in den kommenden Jahren mindestens eine Million Asylwerber pro Jahr aufnehmen“ (S. 28).

Im zweiten Kapitel dieses Buches, „Die Umwandlung der Asylrechte“, versorgen die Autoren den Leser mit einigem von dem rechtlichen Hintergrund, der die Migrationswelle legitimierte, die vor der Nase einer halb schlafenden Bevölkerung durchgeführt wurde (die buchstäblich fest schlief in dem Sinne, daß Merkels Jawort den Grenzbehörden spät nachts gegeben wurde). Nachdem der Westen den Sturz von Muammar Gaddafi arrangiert hatte, wurde Libyen zu einer wichtigen Route für Afrikaner, um Italien zu erreichen. Der Europäische Gerichtshof entschied dagegen, daß die italienische Regierung Migranten nach Libyen zurückschickte. Die rechtliche Berufung dagegen wurde von elf Migranten aus Somalia und dreizehn aus Eritrea eingelegt (oder vielmehr für sie eingelegt), die im Jahr 2009 (das Datum erinnert uns daran, daß die Massenmigration nicht 2015 begann, sondern nur die Entscheidung, sie offen zu begrüßen) von italienischen Küstenbehörden vor der Küste Lampedusas aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht worden waren. Der Arabische Frühling kam 2011, initiiert, wie die Autoren behaupten, von westlichen Geheimdiensten. Gaddafi wird mit den Worten zitiert, die er kurz vor seinem Tod bezüglich ihrer Versuche, ihn zu stürzen, gesagt haben soll: „Ihr Narren! Ihr habt die Lawine der afrikanischen Migration losgelassen, und ihr habt Al-Kaida unterstützt.“ Libyen und Syrien wurden vom Westen zur Zerstörung ausersehen. Wie viel oder wie wenig Glauben man der Theorie schenken möchte, daß der Plan hinter der massiven Einwanderung die Zerschlagung der Unabhängigkeit der europäischen Nationalstaaten war, so kann es doch keinen Zweifel darüber geben, daß die Außen- und Innenpolitik westlicher Regierer zu diesem Ziel hinführen.

Zurück zur Nacht des 4. September 2015 – der „Nacht, in der Deutschland die Kontrolle verlor“, wie manche es ausdrückten, oder die „Nacht, in der Deutschland für immer unterging“, wie es Ihr Rezensent ausdrücken würde. Der Weg war bereitet worden, die Präzedenzfälle geschaffen, die Barrieren beseitigt, und Merkels Ja war gegeben, daher bewegten sich die Massen – manche zu Fuß, manche mit Zügen auf Kosten der deutschen Steuerzahler – am widerspenstigen Ungarn vorbei und weiter in das Gelobte Land des Nordens. Die weitere Wendung dieser traurigen Geschichte ist, daß viele derjenigen, die echt aus ihrem Leben gerissen und entwurzelt worden waren und ein besseres Leben im Wesen suchten, ihre Heimatländer als Ergebnis von Kriegen verlassen hatten, die von genau denselben Politikern gefördert, unterstützt und finanziert worden waren, die nun „aus Gründen der Menschlichkeit“ an die Europäer appellierten, ihnen die Türen und Herzen zu öffnen.

Das Buch merkt an, daß Migranten fruchtbarer sind als die einheimische Bevölkerung Deutschlands und Österreichs, eine Tatsache, die den Prozeß beschleunigt, durch den die neuen Bürger die eingeborene Bevölkerung ersetzen, und die von Internationalisten benutzt werden kann und wird, um für die Notwendigkeit der Einwanderung von außerhalb Europas zu argumentieren. Der Prozeß wird in diesem Buch als „gesteuerter Todesmarsch“ bezeichnet. Die indigene Bevölkerung muß sich selbst die Schuld geben. Weiße, besonders die weiße Mittelschicht, ersetzt sich nicht, während Nichtweiße mehr tun als die Lücke zu füllen, um die Bevölkerungsniveaus in weißen Nationen zu halten. Die Aufmerksamkeit ist oft auf die Fruchtbarkeit von Nichtweißen gelenkt worden, aber weniger auf die niedrige Fruchtbarkeit der Weißen selbst, und außergewöhnlicherweise – sogar perverserweise (eine Tatsache, die hier nicht erwähnt wird) –  scheint die Fruchtbarkeit unter denjenigen Weißen am niedrigsten zu sein, die sich als „rassebewußt“ bezeichnen. Wikipedia enthüllt nicht, ob Konrad Windisch selbst mit Kindern gesegnet ist, noch sagt das Buch es dem Leser, was zu bedauern ist. Immerhin beginnt Fruchtbarkeit zu Hause, und es wäre tröstlich gewesen zu erfahren, daß Konrad Windisch nicht kinderlos sterben wird. Ander als westliche Politiker hat der türkische Präsident Recep Erdoğan keine Skrupel, über das Thema zu sprechen. Der Londoner Daily Telegraph vom 17. März 2017 berichtet:

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Bürger der Türkei in Europa aufgerufen, ihre Fortpflanzungsraten zu steigern und jeder fünf Kinder zu haben, wobei er sagte, eine boomende türkische Bevölkerung wäre die beste Antwort auf „die Vulgarität, Feindseligkeit und Ungerechtigkeit“ der EU.

Viele von Europas (immer noch) weißen Führern sind selbst kinderlos, einschließlich des Premierministers von Britannien, des Präsidenten von Frankreich und der deutschen Kanzlerin.

Das Argument, daß Einwanderung ein Teil eines „Wiegenkrieges“ ist, entgeht den einheimischen Gläubigen des Multirassentums ebenfalls nicht. Dies ist von Renate Göllner, die in der Ausgabe 6/2000 von Konkret über weiße Geburtenraten in Österreich schrieb. Auf Seite 171 wird sie mit den Worten zitiert:

So wird jede Mutter, (und jeder Vater) ob sie das nun will oder nicht in neuer Weise staatstragend im buchstäblichen Sinne des Wortes, Mittel zum Zweck rassistischer und nationalistischer Ziele. Jedes Kind, das als Bürger dieses Staates das Licht der Welt erblickt, stellt einen indirekten Beitrag dar, Migranten und Migrantinnen aus Österreich fernzuhalten.

http://anonym.to/?http://www.cafecritique.priv.at/pdf/mutterkreuz.pdf

Im Lichte solch klarer Aussagen wie die von Erdoğan und der Tatsache der niedrigen weißen Fruchtbarkeit ist es Zeit, daß diejenigen, die sich über diesen Stand der Dinge beklagen, in gleicher Weise „zurückschlagen“ und ein für alle Mal dem Argument ein Ende zu machen, das in Europas Dämme bersten so oft zitiert wird (das man aber trotzdem die ganze Zeit hört), daß Europa Einwanderung braucht, weil die einheimische Bevölkerung sich nicht fortpflanzt.

Das Buch befaßt sich eingehend mit dem Vorwand „wir brauchen Einwanderer“ für die Einwanderung, eine konservative Standard-Redewendung als Antwort auf die Sorgen der Wähler. In einem Bericht von 2001 der sogenannten Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen wird von sogenannter „Ersatzmigration“ geredet. Der Name spricht für sich. Die folgende Erklärung ist auf der eigenen Webseite der Vereinten Nationen zu finden:

Unter Fokussierung auf diese beiden auffallenden und kritischen Bevölkerungstrends erwägt der Bericht Ersatzmigration für acht Länder mit niedriger Fruchtbarkeit (Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Republik Korea, Russische Föderation, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten) und zwei Regionen (Europa und die Europäische Union). Ersatzmigration bezieht sich auf die internationale Migration, die ein Land brauchen würde, um den Bevölkerungsrückgang und die Alterung der Bevölkerung auszugleichen, die aus niedriger Fruchtbarkeit und niedrigen Sterblichkeitsraten resultieren.

Dem populären Bild des verzweifelten Flüchtlings, der all seine Ersparnisse in eine gefährliche Reise über das Mittelmeer steckt, wird hier widersprochen. Das Buch behauptet, daß die Operation von Außenseitern finanziert wurde. Wenn von der Finanzierung von Menschenschmugglern die Rede ist (der Preis für den Transport eines Migranten über das Mittelmeer liegt dem Buch zufolge irgendwo zwischen siebentausend und vierzehntausend Euro), taucht George Soros‘ Name wieder auf, obwohl direkte Informationen über die Verwicklung dieses Milliardärs spärlich sind, nachdem seine „schmutzige Arbeit“ nicht auf direkte Befehle ausgeführt wird, sondern von bereitwilligen Stellvertretern, oder von den Stellvertretern von Stellvertretern. Soros selbst hat jedoch über das Thema der Migration gesprochen und die Meinung geäußert, daß die Einwanderung nach Europa „mindestens eine Million pro Jahr“ betragen solle. Jedes Jahr wird die Zahl höher sein, wie Soros zweifellos sehr wohl weiß.

Das Buch enthüllt auch, daß NGOs Migranten auf ihrem Weg nach Europa unterstützen und finanzieren und für den Schutz illegaler Migranten oder solcher ohne Papiere vor der Ausweisung arbeiten, sobald sie das Ziel ihrer Wahl erreicht haben. Es liefert Details darüber, wie eine Zweigorganisation von Soros‘ Open Society Foundation, W2EU, Reiseführer und Anleitungen speziell für angehende Migranten vorbereitet hat, die Ratschläge darüber geben, wie man am besten in eine bestimmte europäische Nation eindringt. Das Motto der Gruppe ist: „Für Bewegungsfreiheit: Unabhängige Informationen über Flüchtlinge und Migranten, die nach Europa kommen.“ Der Name mag nicht leicht von der Zunge gehen, aber die Absicht ist klar; und dies ist nur eine von vielen Organisationen, die Migranten helfen. Es gibt Hunderte, wenn nicht Tausende. Das Buch erwähnt, daß ein Migrant bei der Anmeldung bei W2EU für ein bevorzugtes Land optieren, Kontakte anklicken und Zugang zu nützlichen Adressen im ausgewählten Land haben kann (das Buch zeigt als Beispiel, was unter „Österreich“ zu finden ist). Die Informationen werden auf Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi zur Verfügung gestellt.

Die Autoren verabsäumen es, die wichtige Rolle zu erwähnen, die von einflußreichen Wirtschaftslobbies bei der Unterstützung und Förderung der Einwanderung gespielt wird. Wirtschaftsinteressen passen gut mit langfristigen Plänen zur Veränderung der ethnischen Zusammensetzung Europas zusammen. Die Bauindustrie ist ein Paradebeispiel. Seit 2015 hat es, nicht überraschend, einen Bauboom in Deutschland gegeben, und die Immobilienpreise in Stadtgebieten sind dramatisch gestiegen. Grünflächen in Städten werden für Bauzwecke in Beschlag genommen; ältere Häuser werden abgerissen, um durch Gebäude ersetzt zu werden, die mehr Familien aufnehmen. Ein deutscher Wirtschaftsmanager informierte Ihren Rezensenten privat, er hätte „Insiderwissen“, daß die Manager von Immobilien- und Baufirmen von der Migrationswelle von 2015 „riesig erfreut“ waren und die Kanzlerin zu ihrer Entscheidung ermutigt hatten.

Das Buch widmet Aufmerksamkeit (wenngleich es nach Ansicht Ihres Rezensenten mehr davon hätte tun können) dem außergewöhnlichen Maß an finanzieller Unterstützung, die einwanderungsbefürwortenden Gruppen zur Verfügung gestellt worden ist, und dem Finanzapparat, der bei der Förderung und Unterstützung der Masseneinwanderung am Werk ist. Im Jahr 2013, erfährt der Leser, verdiente die Caritas, ein weltweiter Bund römisch-katholischer sogenannter „Entwicklungs- und Sozialdienstorganisationen“, in Österreich 687 Millionen Euro, wovon 385 Millionen „Vergütungen für Dienstleistungen“ waren, die vom Staat bezahlt wurden, was dem verbreiteten Glauben widerspricht, daß die Caritas hauptsächlich von der Kirche finanziert wird. Die Caritas ist sehr aktiv beim Schutz und bei der Unterstützung von Einwanderern. Die Caritas in Deutschland und ihr protestantisches Äquivalent, die Diakonie, besitzen Schulen, Grundstücke, Kindergärten, Pflegeheime und Krankenhäuser, in denen eineinhalb Millionen Menschen beschäftigt sind und die zusammen einen Umsatz von 45 Milliarden Euro haben (S. 371). Auf den Seiten 388 und 389 präsentieren die Autoren eine lange Liste von Gruppen, die an einwanderungsfreundlicher Politikgestaltung beteiligt sind. In Österreich sind sie alle (auch die Caritas) auf der Webseite einer Gruppe namens ZARA (Zivilcourage und antirassistische Arbeit) verlinkt. In Österreich waren die Caritas zusammen mit ZARA, Amnesty International und SOS Mitmensch im Jahr 2013 die Hauptinitiatoren einer Kampagne, um „ein Zeichen gegen das Verhalten der Regierung in Bezug auf Flüchtlinge zu setzen“ und die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Die Autoren liefern eine lange Liste von Unterzeichnern dieses Dokuments, unter denen sich interessanterweise eine gewisse Barbara Coudenhove-Kalergi befand, die Nichte eines der Gründergeister eines multirassischen europäischen Konglomerats, Richard von Coudenhove-Kalergi.

Die konservative deutschsprachige Zeitung Junge Freiheit brachte im März einen Artikel über eine Organisation namens „betterplace“, die, wie sie auf ihrer eigenen Webseite erklärt, „Organisationen breitere Reichweite bietet, indem sie Marketingkampagnen, Partnerportale und zusätzliche Spenden durch unsere Lösungen mit Firmenpartnern zur Verfügung stellt.“ Sie agiert als Auslagerungsdienst für wohltätige Organisationen. Für eine kleine Vergütung (die Organisation ist selbst eine registrierte Wohlfahrtseinrichtung) beschäftigt die Organisation junge Leute, um für Klienten-Wohlfahrtseinrichtungen Spenden zu sammeln. Sie wurde 2015 von Deutschlands Innenminister für ihre Rolle beim Sammeln von Geld für einwandererfreundliche Organisationen gelobt. Eine der wohltätigen Organisationen, die von „betterplace“ unterstützt werden, ist zusammen-für-flüchtlinge.de. Die Steuerzahler halfen dieser Organisation mit 450.000 Euro, die direkt vom deutschen Innenministerium über „betterplace“ gespendet wurden.[1]

Europas Dämme bersten hätte dem finanziellen Aspekt der einwandererfreundlichen Politik nicht nur um der Vollständigkeit willen mehr Raum geben sollen, sondern auch weil das Buch den Leuten mehr bewußt machen will, was vorgeht. Es ist der finanzielle Aspekt, den die große Mehrheit der Menschen am besten versteht, und je mehr sie über die Geldbeträge erfahren, die für die Finanzierung der Masseneinwanderung verwendet werden, desto weniger begeistert tendieren sie zu sein. Was immer die Autoren dieses Buches oder irgendjemand sonst wünschen mag, so ist es nicht romantisches Nationalgefühl, Stammesbegeisterung oder auch religiöses Gefühl, das den Kern einer breiten Welle der Ablehnung des multirassischen Staates ausmachen wird, falls solch eine Welle jemals entsteht. Es wird eine Reaktion auf die alltäglichen Angelegenheiten der Lebensstandards, Jobs, der Sicherheit und der Zuteilung von Finanzmitteln sein. Das Buch hebt die bemerkenswerte Tatsache hervor, daß alle von der Million Migranten von 2015 mit Mobiltelefonen ausgerüstet waren, die sie benutzten, um Hilfe und Anweisungen zu bekommen. Es ist nie klargemacht worden, wer die Telefone und ihre Benützungsgebühren bezahlte. Dies ist vielleicht eine Detektivarbeit für einen enthusiastischen Studenten der Ereignisse.

Das Buch behandelt weiters das absurde Mißverhältnis in der Berichterstattung über Verbrechen, besonders bei der Vertuschung der Aktivitäten moslemischer sogenannter „grooming gangs“ (in freimütigeren Zeiten wurde es „illegaler Handel mit weißen Sklavinnen“ genannt) in Rotherham und Telford in England, wo gemeldet wurde, daß verwundbare Mädchen der Arbeiterklasse von Pakistani-Banden systematisch überlistet und über viele Jahre mißbraucht, unter Drogen gesetzt, gruppenvergewaltigt und zur Prostitution gezwungen wurden.

Insgesamt vermittelt das Buch dem Leser den Eindruck, daß es von nur einem Autor geschrieben wurde. Der Schreibstil ist faktenorientiert, knallhart, verbittert, klar und fokussiert, und die vom „Autorenkollektiv“ geäußerten Meinungen sind fast gänzlich konsistent. Das Buch präsentiert aber doch eine scheinbare Meinungsabweichung, oder zumindest eine Abweichung in der Betonung, nämlich bei der Interpretation der vorherrschenden Kraft, die auf die ethnische Umwandlung eines Subkontinents hinarbeitet. Gegen Ende des Buches wird erklärt, daß „genau derselbe Ethnozid“ wie jener, der in Europa stattfindet, auch in Rußland und in den Vereinigten Staaten stattfindet (es gibt eine interessante, aber leider undokumentierte Erwähnung einer Art von russischer „white flight“ aus dem Süden in den Norden der Russischen Föderation), wohingegen es in früheren Kapiteln starke Andeutungen gibt, daß die jüngste Massenmigration nach Europa, und insbesondere die Ereignisse von 2015, als Teil der geopolitischen Strategie der Vereinigten Staaten zur Zerstörung Europas als rivalisierende politische Macht interpretiert werden können. Diese letztere Ansicht gibt jene vieler Denker wieder, wie Jean Thiriart und Francis Parker Yockey, daß die Vereinigten Staaten das Zentrum einer Art Anti-Europa seien. Auf Seite 252 zitieren die Autoren Jewgeni Fjodorow, ein Mitglied der russischen Duma, der 2013 erklärte:

Es ist uns klar, daß die Migration nach Europa in den USA inittiert wurde, um die europäischen Nationalstaaten zu zerstören. Obwohl die europäischen Nationalstaaten sich als Verbündete der USA präsentieren, bleibt es das Ziel der USA, die europäischen Nationalstaaten zu zerstören . . . Die US-Kontrolle der Nationalstaaten nimmt es als selbstverständlich an, daß ihre nationale Identität zerstört werden muß, und das gilt nicht nur für amerikanische Kolonien, sondern auch für amerikanische Vasallenstaaten. Wenn es keine deutsche Identität mehr gibt, kann es keinen deutschen Widerstand gegen die USA geben . . . Das ist es, was die USA tut. Sie bestehen darauf, daß die Türkei ein Mitglied der EU wird, eine Forderung, die ständig von den USA kommt! Die Strategie der USA ist es, die nationalen Identitäten aller Völker und Länder zu zerstören. . . . In Deutschland gibt es bereits zwanzig Millionen Einwanderer. (S. 252 – 253)

Zwanzig Millionen ist zweifellos eine Übertreibung, aber so wie die Dinge heute stehen, wird diese Zahl in ein paar Jahren wahr werden! Ob diese Ansicht korrekt ist oder nicht, sie hilft das steigende Maß an Schmähungen und Provokationen gegen Rußland durch die westlichen Establishment-Medien in den letzten Jahren zu erklären.

Wenn die Vereinigten Staaten und Rußland unter ähnlichen Entwicklungen leiden, wie anderswo in diesem Buch festgestellt wird, wie können die Vereinigten Staaten Teil einer geopolitischen Strategie zur Zersetzung in Europa sein? Es ist plausibel, daß gewisse Personen und Organisationen ihre Operationszentren in den Vereinigten Staaten haben könnten (George Soros fällt einem da ein), aber das könnte man kaum als Handeln für amerikanische strategische Interessen bezeichnen. Dennoch hat es zweifellos Personen in Machtpositionen in den Vereinigten Staaten gegeben, die in Europa eine demographische Zerrüttung von einer Art begrüßt und sogar gefördert haben, die sie in ihrer eigenen Nation weniger gern erleben würden. Man braucht nur an den berühmten „versiegelten Zug“ zu denken, der Lenin unter der Schirmherrschaft des kaiserlichen Deutschland wie eine Geheimwaffe nach Rußland zurücktransportierte.

Trotz der unbezweifelten Existenz solcher geostrategischer Faktoren scheint es jedoch das vorherrschende Gefühl der Autoren dieses Buches zu sein, daß die Feinde Europas zu einer Klasse, einer Elite oder einem Stamm gehören, nicht bloß zu einer Nation. „Wenn wir [im Kontext der ‚Zersetzung Europas‘] von Amerika schreiben“, versichern die Autoren dem Leser, „meinen wir nicht den Holzfäller in Alaska oder den texanischen Viehdieb.“ Ganz recht. Das Hauptargument des Buches ist dem von Patrick Buchanan in seinem Werk The Death of the West vergleichbar, und Patrick Buchanan wird sogar dahingehend zitiert, daß den Europäern nicht der Tod des Westens droht, sondern daß sie ihn durchmachen.

Es ist kein Geheimnis, daß viele europäische Städte Rassenunruhen erlebt haben, oder daß die Probleme der Parallelkulturen, der Nichtintegration und des Konflikts zwischen islamischem und säkularem Gesetz wahrscheinlich nicht so bald gelöst werden. Überraschend ist, daß, wie wir hier erfahren, die CIA im Jahr 2008 bereits Chaos in urbanen Zentren in Europa vorhersagte. Vermutlich ist „Chaos“ etwas Schlimmeres als bloß Krawalle, die in euroäischen Städten seit Jahrzehnten häufig als Ergebnis rassischer Unzufriedenheit stattgefunden haben. Vielleicht soll „Chaos“ andeuten, daß das Randalieren auch eine religiöse Dimension hat, was eine Abweichung vom bloßen Rowdytum und den Bürgerrechtsunruhen früherer Jahrzehnte kennzeichnet. Das Buch hebt die folgende Prognose hervor, die den Archiven der Washington Post entnommen wurde und von Michael Hayden, dem damaligen Generaldirektor der CIA, abgegeben wurde:

Europäische Länder, von denen viele bereits große Einwanderergemeinschaften haben, werden ein besonderes Wachstum ihrer Moslempopulationen erleben, während die Zahl der Nichtmoslems schrumpfen wird, so wie die Geburtenraten fallen. Die gesellschaftliche Integration von Einwanderern wird viele Aufnahmenationen vor eine bedeutende Herausforderung stellen – was wiederum das Potential für Unruhe und Extremismus steigert

Die Autoren von Europas Dämme bersten betonen den rechtlichen Aspekt der Entwicklungen, die in der deutschen Republik im Laufe des letzten Jahrhunderts stattgefunden haben, und lenken die Aufmerksamkeit des Lesers auf das, was ihrer Argumentation nach auf Verletzungen der deutschen Verfassung hinausläuft, zum Beispiel Artikel 20: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“, und die Tatsache, daß die Kanzlerin bei ihrer Amtseinführung geschworen hat, den Schutz und das Wohl ihres Volkes zu sichern, weshalb sie theoretisch wegen Eidbruchs strafrechtlich belangt werden könnte. Aber so wie man bescheiden in seinen Erwartungen auf Abhilfe sein sollte, wenn man sich bei der Polizei über Polizeibrutalität beschwert, erscheint es naiv zu erwarten, daß Deutschlands Verfassungsgericht, das vom System und den Establishment-Parteien und für dessen Erhaltung geschaffen wurde, auf eine Beschwerde reagieren würde, daß die Kanzlerin verfassungswidrig handelt.

Sei es, wie es sei, die Autoren geben eine Darstellung der von deutschen Anwälten unternommenen Versuche, beim Verfassungsgericht gegen Merkels Entscheidung vom September 2015 Berufung einzulegen. Die Berufungen wurden kurzerhand abgewiesen. Der Leser erfährt, daß das Recht der Richter, Berufungen zurückzuweisen, ohne sie zu untersuchen, verhindern sollte, daß frivole Fälle vor das Gericht gebracht werden. Die Autoren beharren dann darauf, als ob sie wirklich glauben würden, daß die Richter des Gerichtshofes das nicht wissen könnten, daß die fragliche Beschwerde nicht frivol war.

Dies hebt ein zugrundeliegendes – nicht ausgesprochenes, aber vorherrschendes – Gefühl hervor, daß die Autoren unsicher sind, ob sie die Legitimität des deutschen Staates und seiner Verfassung anerkennen, oder ob sie sich als in revolutionärer Gegnerschaft dazu betrachten. An einer Stelle erwähnen sie, daß das, was sie den „Flüchtlingstsunami“ nennen, „das Wachstum behindern“ wird. Anscheinend wissen die Autoren nicht, daß der Drang nach mehr „Wachstum“ und die nie endenden Behauptungen und Gegenbehauptungen von Establishment-Politikern, daß die eine oder andere Partei gut oder schlecht für das „Wachstum“ ist, ein Schlüsselaspekt der Globalisierung und ein Mantra des internationalen Kapitalismus ist, daß das überhaupt erst die Triebkraft hinter der Massenmigration ist. Die Verfasser nehmen an, daß die Behinderung des „Wachstums“ an sich etwas Schlechtes ist, geben aber keine Erklärung dafür, warum sie denken, daß das so sein sollte. Zumindest in diesem Punkt stimmen sie mit Angela Merkel überein, deren wirtschaftliche Argumente aus wenig mehr als der Behauptung bestehen, daß ihre Regierung „das Wachstum sichert“, zu dem die „neuen Bürger“ wie es heißt, ordentlich beitragen werden. Das Gerede von den Vorteilen der Massenmigration betont das „Wachstum“ als etwas von der Migration Angetriebenes; in ähnlicher Weise lautet ein bedeutendes Pro-EU-Argument, das gegen Britanniens Austritt aus der Europäischen Union verwendet wurde, daß der Austritt „schlecht für das Wachstum“ sein wird.

Die Unsicherheit hinsichtlich der Legalität läuft auf ein ungelöstes Dilemma in Europas Dämme bersten hinaus, ein Dilemma, das keineswegs einzigartig für dieses Buch ist, zwischen dem, was man eine verfassungsgemäße und eine revolutionäre Reaktion auf das nennen könnte, was die Autoren als geplanten Ethnozid betrachten. Dieses Dilemma ist ein entscheidendes, aber nicht leicht zu lösen. Jeder, der gegen die fortlaufende revolutionäre ethnische Umwandlung Europas ist, muß sich fragen, ob er gegen diese Entwicklungen als tödliche Symptome einer politischen und wirtschaftlichen Ordnung ist, die selbst zerstört werden muß, oder ob er gegen Ereignisse ist, die – wie schrecklich sie auch immer sein mögen – innerhalb der legitimen und akzeptierten Strukturen des Systems selbst angefochten und umgekehrt werden könnten und sollten. Die Autoren selbst scheinen unglücklich zwischen diesen beiden Positionen zu schwanken. Jedoch ist ihnen klar, daß es „in zunehmendem Maß eine Tendenz zu einer Verweigerung von Gerechtigkeit“ seitens des Staates gibt, und die Bemerkung „zwei gegnerische Fronten kommen in Sicht“ stellt eine Frage, die in diesem Buch nicht beantwortet wird: Wird dem Leser, der ihrem Narrativ zustimmt, hier eines geboten, das zwangsläufig auf einer Seite in diesem Krieg steht?

So viel von dem Buch befaßt sich mit Legalität und Illegalität, daß man denken könnte, daß die Autoren glauben, es gäbe immer noch einen verfassungsmäßigen Weg zur Umkehrung der Ereignisse, aber ein wiederkehrendes Beharren auf Widerstand weist in die andere Richtung. Ein nichtdeutscher Leser könnte amüsiert darüber sein, daß die Autoren sich einige Mühe machen, ihren Lesern zu versichern, daß in der deutschen Verfassung ein „Grundrecht“ auf politischen Widerstand verankert ist! Militante Identitäre werden zweifellos erleichtert sein, das zu erfahren.

Ungeachtet dessen, ob sie Zweifel über die Art haben, wie man aktiv werden sollte, haben die Autoren keinen Zweifel darüber, was auf dem Spiel steht. „Deutschland und Europa“, schreiben sie, „befinden sich nicht bloß in einer Krise, sondern stehen kurz vor ihrer Abschaffung.“ (S. 309) Die Verwendung des Wortes Abschaffung ist wahrscheinlich eine bewußte Anspielung auf Thilo Sarrazins Deutschland schafft sich ab, ein 2010 veröffentlichtes Buch, das argumentierte, daß Merkels Politik logischerweise zum Verschwinden des deutschen Volkes und Deutschlands als Heimat dieses Volkes führen würde. Die Autoren präsentieren jedoch kein so dunkles Bild, daß ein Leser sich gezwungen fühlen könnte, sich in ein schändliches Ende der Zivilisation zu fügen, da die Autoren spezifisch erklären, daß Verzweiflung unbegründet ist:

Man sollte nicht zulassen, daß eine Endzeitvision zu einem Gefühl der Verzweiflung oder Resignation führt. Im Gegenteil, es bietet ihre letzte historische Chance, dem vorherrschenden System zu widerstehen, den Volksaustausch zu stoppen und die Einwanderung von Fremden umzukehren. Der jüngste Aufstieg nicht-parlamentarischer Bewegungen sind ein Anzeichen eines nachhaltigen Nationalbewußtseins in Europa, zum ersten Mal seit 1945. (S. 310)

Die Autoren erwähnen die Prager Erklärung von 2016 zugunsten einer Festung Europa, die von einer großen Zahl von Bewegungen unterzeichnet wurde. Appelle an die Legalität gehen mit einem Kapitel weiter, das die Rechte indigener Völker nach der Menschenrechtscharta behandelt. Dies ist kein schwarzer Humor (das Buch glänzt nicht mit Humor), sondern eine nüchterne Andeutung, daß man in der nicht allzu fernen Zukunft, innerhalb der Lebensspanne vieler heute lebender Menschen, wohl erwarten kann, daß die indigenen Völker mancher europäischer Länder eine Minderheit der Gesamtbevölkerung ihrer Länder ausmachen werden und somit Anspruch auf Schutz nach der UNO-Charta hätten. Fünf Seiten des Buches werden langen Zitaten aus der UNO-Charta gewidmet.

Die Autoren vermeiden die Andeutung irgendeiner tiefen, fortlaufenden Verschwörung, die in die Nebel der Vergangenheit zurückreicht; dennoch argumentieren sie überzeugend, daß die Ereignisse nicht spontan stattgefunden haben, und sie glauben, daß die seit 1945 getroffenen einwanderungsfreundlichen Entscheidungen westlicher Führer keine „Fehler“ waren, sondern Teil eines Planes sind. Für diejenigen, die von einer harmonischen, multirassischen Demokratie träumen, sind die Einwanderungsmaßnahmen vernünftig und Teil einer langfristigen Strategie zur Veränderung des Antlitzes von Europa, und letztendlich des gesamten Globus, im Streben nach der Einführung einer neuen Weltordnung.

Der Konflikt, der, wie die Autoren sagen, „mit immer größerer Klarheit zutage tritt“, findet – wie der Leser schlußfolgern muß, nachdem es hier nicht in so vielen Worten festgestellt wird – zwischen denjenigen statt, die Identität als eine im Wesentlichen erbliche Sache verstehen, und denjenigen, die Identität als im Wesentlichen eine Sache der persönlichen Entscheidung verstehen. Es ist der Unterschied, der von David Goodhart in seinem wichtigen Werk The Road to Somewhere umrissen wird; aber die Unterscheidung wurde nicht von Goodhart als erster identifiziert. Josef Joffe, der Verleger der internationalistischen Wochenzeitschrift Die Welt, schrieb das Folgende:

Jahrhundertelang war Deutschsein an Herkunft gekettet: Abstammung, Glauben, Sprache. Dieses Land entwickelt gerade ein modernes Verständnis von Nationalität: Deutsch ist nicht „sein“, sondern „werden“, nicht „bio“, sondern Willensakt – so wie Abermillionen Amerikaner, Australier, Kanadier geworden sind. Herkunft verblasst zugunsten von Zukunft. Lassen wir Angela Merkel das letzte Wort: „Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“ (S. 319)

http://anonym.to/?http://www.zeit.de/2015/37/willkommenskultur-deutschland-fluechtlinge-zeitgeist

So weit, so deutlich. Aber was sollte der Leser dieses Buches tun, um dem Lauf der Ereignisse entgegenzuwirken? Wie so viele Bücher seiner Art ist es stark bei den Fakten und Argumenten, aber schwach bei Empfehlungen. Es ist nicht so, daß ein Leser von Werken wie diesem erwarten sollte, daß sie ihm ein Programm für politisches Handeln bieten, obwohl das Buch doch eine Kurzdarstellung einiger Aktionen liefert, die von der richtigen Art von Regierung erwartet werden könnte. Die Autoren zitieren Peter Scholl-Latour, der vermutlich rhetorisch die Frage stellte: „Wird die Ehre des weißen Mannes aus nichts weiter bestehen als einer Darstellung seiner eigenen Vernichtung?“ Die Autoren schlagen wunschdenkend eine Repatriierung von „Ausländern“ (ein mehrdeutiger Begriff in multirassischen Gesellschaften und in Zeiten doppelter Staatsbürgerschaft) in ihre Herkunftsländer vor, was, wie sie – mit komischer Untertreibung – erklären, „eine Änderung des Denkens in der Lösung regionaler Probleme“ erfordern wird. Das wird es in der Tat.

Es gibt in Europas Dämme bersten keine Orientierung auf Aktivität hin, kein Nennen von Namen und keine Hinweise darauf, was ein Leser persönlich als ersten Schritt zum Engagement für die Veränderung der Welt tun könnte. Die „andere Seite“ lädt nicht zur Passivität ein. Die von diesen gutfinanzierten Organisationen hinausgetrommelte Botschaft an diejenigen, die eine neue Welt wollen, ist sehr deutlich: „Ihr könnt euren Teil zur Veränderung der Welt beitragen. Werdet aktiv.“ Der fehlende Impuls zum Aktivismus ist umso bedauerlicher, weil das Buch zu einer Zeit erschienen ist, wie es selbst zugibt, in der Opposition tatsächlich in vielen verschiedenen Formen aufkommt: manchmal traditionell politisch, manchmal in Form von Protestgruppen oder Vereinigungen und Publikationen, die alle auf ihre eigene Weise den Konsens der Gleichgültigkeit und Akzeptanz herauszufordern suchen, der die Invasion von 2015 möglich machte, und nicht zuletzt den Defätismus und die Gleichgültigkeit herausfordern, die die Wahl und Wiederwahl von sinistren Mittelmäßigkeiten wie Merkel überhaupt erst zulassen.

Diejenigen, die sich der wahren Bedeutung der Ereignisse bewußt sind, können nun hinter einen Rauchvorhang schauen, der immer dünner wird, teils dank der Handlungen der Globalisten selbst, und sollten nicht mit einem bloßen Narrativ oder einer Erläuterung zufrieden sein. Statistiken und Fakten sind gut für die Argumentation, aber sie sollten in diesem Lichte gesehen werden und nicht als etwas, das für sich genommen genügt. Ein Merkmal unserer Zeit, für das dieses Buch ein Beispiel ist, ist, daß öffentliche Angelegenheiten mehr ereignisgetrieben als ideologiegetrieben worden sind. Ich meine nicht, daß ich glaube, wir hätten das Stadium erreicht, wie manche Autoren wie Alain de Benoist behaupten, wo der Populismus die Ideologie ersetzt hat, insbesondere die Rechts-Links-Unterteilung, aber ich glaube doch, daß die Gesellschaft sich in die Richtung einer populistischen Teilung zwischen denjenigen bewegt, die für den globalen Plan sind, und jenen, die gegen ihn sind. Dies ist keine These, sondern eine Beschreibung eines laufenden Kampfes, der jeden Tag in zahllosen Formen vor unseren Augen stattfindet, und eine Beschreibung dieser Formen fehlt in diesem Buch. Es gibt zum Beispiel eine Notwendigkeit pragmatischer Allianzen wie die erfolgreiche Demonstration für Redefreiheit, die im März am Hyde Park Corner in London stattfand, die Brexit-Abstimmung, Donald Trumps Wahl und die riesige Niederlage der einwanderungsfreundlichen Parteien in Italien dieses Jahr. Dieses Buch beschreibt, wie der Damm Risse bekommt, bietet aber zu wenige Ratschläge dazu, wie der Damm repariert werden kann. Es gibt buchstäblich keine Erwähnung von Kultur. Es ist vielsagend, daß, während Konrad Windischs Europas Dämme bersten weitverbreitet von Deutschsprachigen im Internet beworben wird, seine Gedichte vergriffen sind. Um sein Geld dorthin zu geben, wo sein Mund ist, hat Ihr Rezensent gerade die einzige verfügbare gebrauchte Sammlung seines Buches Gefängnislieder. Gedichte gekauft!

Aber obwohl sie zur Passivität neigen, sind die Autoren letztendlich nicht pessimistisch:

Die Menschen sind angesichts der Bedrohung aktiver geworden. Die Demonstrationen in europäischen Städten lassen zur Bestürzung der herrschenden Klasse nicht nach. Alternative, nationale Medien schießen überall wie Pilze empor, und die bewährte Praxis des Totschweigens ist nicht mehr wirksam. Sie haben bereits die Kontrolle der Medien verloren. … Die herrschende Klasse kann die Migrantenmassen nicht so schnell integrieren, daß sie als bereitwilliges Stimmvieh benutzt werden können, um die etablierte Klasse an der Macht zu halten, wenn die indigene Bevölkerung sich jetzt Identitätsbewegungen zuwendet. … Zur selben Zeit wird passiver Widerstand eine wichtige Rolle in Form von zivilem Ungehorsam spielen, einschließlich der Verzögerung oder Verschleppung von Vorschriften und Richtlinien. (S. 311)

Ein Leser sollte nach der Lektüre dieses Buches weder von einer Beschreibung der von einer Kanzlerin herbeigeführten Verheerung deprimiert sein, die anscheinend beachtsichtigt, ihr Volk in die völlige Vernichtung zu führen, noch durch Untertreibungen oder fantasievollen Optimismus, der mit „an dem Tag, wenn…“ beginnt, ins Wunschdenken eingelullt werden. Vielmehr sollte er danach ein Gefühl haben, daß der Optimismus des Buches und die Leistungen seines Herausgebers nachahmenswert sind. Falls das Buch den Leser überhaupt zu verstehen ermutigt, daß Engagement dem Denken folgen sollte, dann werden Europas Dämme bersten und andere Bücher dieser Art sich als schreibenswert, lesenswert und rezensionswert erweisen.

Fußnote:

[1] Christian Schreiber, „Nicht immer nur bare Münzen,” Junge Freiheit, 9. März 2018.

Kommentare aus dem Originalstrang auf „Counter-Currents“:

German:

„Zwanzig Millionen sind zweifellos eine Übertreibung…“

Nein, ist es nicht. Diese Zahl stammt aus offiziellen Statistiken, und die Zahl wurde in Wirklichkeit vor kurzem überschritten (um die 21 Millionen, auswendig gesagt). Sie bezieht sich auf Einwohner mit „Migrationshintergrund“, und Nachkommen sind inkludiert. Daher ist ein Viertel von Deutschlands gegenwärtiger Bevölkerung nichtdeutsch.

R_Moreland:

Die strategische Frage lautet: wer ist für das Brechen von Europas „Dämmen“ verantwortlich? Dies ist von entscheidender Bedeutung, denn Nationalisten müssen nicht nur wissen, gegen wen sie kämpfen, sondern auch, welche Rangstufe der Macht erobert werden muß, um den Sieg zu konsolidieren.

Betrachten wir es in Orwell’schen Begriffen.

Wir haben eine ziemlich gute Vorstellung, wer die Äußere Partei ausmacht: die Prestigemedien, die NGOs, die Neocon-Denkfabriken, die UNO- und EU-Bürokratien, die Mandarine der Eliteuniversitäten, die gekauften und bezahlten Politiker, die Teleprompter-Skripten ablesen, die liberalen Intellektuellen, die die Propaganda befördern, die ideologischen Konformitäten durchsetzen und die Verkehrspolizisten stellen, die die Drittwelthorden in die westliche Welt leiten.

Aber was ist mit der Inneren Partei, der tatsächlichen feindlichen Elite, die die Fäden zieht? Reden wir von den sogenannten 1 %? Gary Allens Insider? Bilderberger? Die Direktoren des Internationalen Währungsfonds? George Soros? Die gegenwärtige Mannschaft, die die IT-Firmen leitet? Arbeiten sie nach einem überlegten Plan zusammen, oder verstehen sie bloß ein gemeinsames Klasseninteresse?

Es muß wirklich eine bessere Sammlung von Informationen über sie geben. Man kann Ziele der Inneren Partei aus Fernsehausschnitten und den tatsächlichen Ergebnissen politischer Maßnahmen zusammensetzen, die Malmö, Calais und London wie so viele Raketenbomben verwüsten. Globalisierung bedeutet Konsolidierung der Weltmacht für die Innere Partei, mit genug Aufputschmittel für die Äußere Partei, um die Apparatschiks auf Linie zu halten. Unter ihnen gibt es ein neues globales Proletariat ohne Heimatländer außer endlosen Zyklen von Produktion und Konsum, das durch endlose Massenmigrationen, Hassredegesetze, Ausschaltung von Dissidenten und endlose Siege für eine neue Weltordnung quer durch Ozeanien, Eurasien und Ostasien runtergedrückt werden soll.

Effektiv sind die feindlichen Eliten überall und nirgends und präsentieren keinen einzelnen Schwerpunkt wie eine nationale Hauptstadt oder ein geheimes Hauptquartier nach Art eines James-Bond-Schurken. Aber es gibt Zerbrechlichkeiten. Der Inneren Partei fehlt die Art von organischer Basis, die die Eliten der älteren Nationalstaaten besaßen, die Verbindung zu ihren eigenen Völkern. Wurzellos, können sie isoliert werden. Durch ihre Öffnung der Grenzen wird eine Reaktion ausgelöst, die die Form verschiedener nationalistischer Bewegungen annimmt.

Es ist ein Zweifrontenkrieg. Auf taktischer Ebene gilt es, die Drittweltinvasoren in der westlichen Welt abzuwehren. Solch ein Kampf kann einen Radikalisierungseffekt zur Mobilisierung von mehr nationalistischer Stärke haben. Denkt im Sinne der Einrichtung einer alternativen Parteiinfrastruktur mit Abteilungen für Info-Operationen, Lawfare, Mittelaufbringung, Wählerstimmenwerbung, Selbstverteidigung und Straßenaktivismus.

Auf strategischer Ebene arbeitet die nationalistische Aktion auf die Zurückgewinnung der Kontrolle über Länder hin, die dann als Stützpunkte für die Vollendung der Isolation der feindlichen Eliten und ihre Entfernung von der Macht benutzt werden können.

Einst hatten die Sozialisten ihre „Internationalen“ für gemeinsames Handeln. Denkt stattdessen an ein globales Netzwerk nationalistischer Bewegungen.

*   *   *   *   *   *   *   *

Siehe auch:

Merkel verletzt den NATO-Vertrag von Patrick Cloutier

Der Weg zum „Heerlager der Heiligen“: Ein chronologischer Überblick von mir

„Way of hope“: die interkulturellen christlichen Bereicherungsförderer von mir

Der Votivkirchenschwindel: Kirche, Caritas und Diakonie packeln mit der Asylmafia von mir

Die jüdischen Ursprünge der Bewegung für offene Grenzen von Andrew Joyce

Israel unterstützt offiziell die Invasion aus der Dritten Welt von Rosemary Pennington

Zwischen den Zeilen lesen: „Erfrorene Flüchtlinge“ von Colin Liddell

Feinde hier, Feinde dort, Feinde überall von Duke of Qin

Gedanken von Eva Herman zum Flüchtlingsstrom…

Haben die Türken Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut?

Dolmetscher, Ärzte & Co.: Jeder Asylwerber kostet 24.455 Euro

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