Überlegungen zum Verhalten bei Katastrophen

Ein hochinteressanter Bericht über Erfahrungen im Rahmen der Katrina-Katastrophe, den ich (Lucifex / Deep Roots) seinerzeit bei Noricus gefunden und am 9. Januar 2012 auf „As der Schwerter“ nachveröffentlicht habe:

 

Die folgenden Informationen wurden von einer Person per Email versendet, die stark vom Hurrikan Katrina und der Katastrophe in New Orleans betroffen war. Ich bin nicht der Autor dieser Zeilen.

Erste Nachricht: Seit Sonntag beherberge ich über 30 Evakuierte, die vor dem Hurrikan Katrina Richtung Süden geflohen sind. Nur zwei Familien waren Freunde von mir. Sie erzählten anderen Freunden, daß sie einen Fluchtpunkt wüßten, so daß eine größere Gruppe hier eintraf. Mir machte das wenig aus, weil es 6 Wohnmobile und Wohnwagen waren. So gab es genügend Platz. Trotzdem, ich hatte die Gelegenheit zu sehen, was von den persönlichen Evakuierungsplänen, Notfallausrüstungen, etc., funktionierte und was nicht. Ich denke, ein paar der Lektionen, die wir gelernt haben, sollten hier mitgeteilt werden.

1. Jederzeit sollte man eine Fluchtausrüstung bereit haben. Viele der Leute packten in allerletzter Minute alles ein, von dem sie glaubten, daß es notwendig wäre. Unnötig zu betonen, daß sie etliche wichtige Dinge vergaßen, wie verschreibungspflichtige Medikamente, wichtige Dokumente, Baby-Utensilien, Windeln, usw. Manche dieser Dinge (z.B. manche Medikamente) können nicht auf Lager gehalten werden. Aber man kann wenigstens eine Liste in der Notfallausrüstung haben, auf der die Dinge stehen, die man unbedingt mitnehmen muß, bevor man aufbricht.

2. Regelmäßiges Ersetzen von Zubehör im Fluchtgepäck. Batterien verlieren mit der Zeit ihre Ladung, Nahrungsmittel haben ein Verfallsdatum, wie auch Medikamente. Kleidung kann schimmeln oder schmutzig werden, wenn sie nicht ordentlich gelagert wird. Alle der Leute, die Notfall- oder Fluchtutensilien besaßen, hatten solche Probleme.

3. Planen Sie sehr viel mehr Ausrüstung ein, als sie glauben, daß Sie brauchen werden. Ich hatte unerwartet 30 schlecht ausgerüstete Leute auf dem Gelände. Die Läden waren im wahrsten Sinne des Wortes überschwemmt von Flüchtlingen, die alles aufkauften, was erhältlich war. Ich hatte genügend Vorräte, um mich selbst für 30 Tage zu versorgen. Raten Sie mal, wie lange das vorhielt? Diese Vorräte reichten für die gut 30 Personen für 2 Tage. Ich weiß jetzt, daß ich jetzt damit rechnen muß, nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere Notleidende voraus zu planen. Ich hätte natürlich egoistisch sagen können: „Nein, das gehört mir!“ – aber was würde das während einer echten Katastrophe bringen? Jemand würde einfach versuchen, sich selbst zu bedienen, und dann hätten wir alle die daraus folgenden Unannehmlichkeiten. Viel besser ist es, einiges an Extra-Vorräten für andere Leute auf Lager zu haben, während man seine eigene „Eiserne Reserve“ intakt und bevorzugt verborgen vor neugierigen Augen aufbewahrt.

4. In einem echten Notfall: vermeiden Sie Einkäufe auf den letzten Drücker. Wie ich schon erwähnte, waren die Läden überschwemmt von Tausenden von Flüchtlingen, wie auch von Einheimischen, die ihre Last-Minute-Vorräte kaufen wollten. Hätte ich meine Notfallvorräte nicht schon auf Lager gehabt, wäre ich niemals fähig gewesen, sie in letzter Minute zu kaufen. Hätte ich fliehen müssen, wäre es noch schlimmer geworden. Ich wäre Teil eines Stromes von Flüchtlingen gewesen, von denen die meisten schnell noch eingekauft (oder gestohlen) hätten, so wären die Regale leer gewesen, bevor ich den Laden überhaupt erreicht hätte.

5. Seien Sie sicher, daß ihr Fahrzeug genug Platz hat um ihre wichtigsten Ausrüstungsgegenstände zu befördern. Einige der Leute, die bei mir ankamen, hatten versucht, ihre Fahrzeuge mit enormen Mengen Zeug zu beladen, nur um dann herauszufinden, daß sie für sich selbst nicht mehr genügend Platz hatten. Haustiere sind ein spezielles Problem. Sie brauchen Luft und Licht und können nicht in irgendwelche Ecken gestopft werden. Wenn Sie viel Ausrüstung und einige Leute transportieren müssen, dann investieren Sie in einen kleinen Gepäckanhänger oder etwas Ähnliches (oder einen kleinen Wohnanhänger) – das lohnt sich spätestens dann, wenn die Scheiße den Ventilator erreicht.

6. Große Fluchtfahrzeuge können hinderlich sein.

Einige der Leute kamen mit großen Pick-Ups oder SUVs an – mit angehängten großen Wohnanhängern. Nun – auf einigen Evakuierungsstrecken kamen diese großen Kombinationen nicht um die Kurven oder waren so schwierig zu wenden, daß sie mit anderen Dingen zusammenstießen (einschließlich anderen Fahrzeugen, die im Streß der Evakuation eben KEINEN Platz machten!). Das führte zu heftigen Gefühlsausbrüchen, groben Worten und mindesten einer Schlägerei. Es wäre eine gute Idee, kleinere, besser manövrierfähige Fahrzeuge und kleinere Wohnanhänger zu haben, so daß man sich in dichtem Verkehr noch durchquetschen kann. Ein anderer Punkt ist, daß große Pick-Ups und SUVs eine Menge Sprit brauchen. Das ist schlecht, wenn es keinen Sprit mehr gibt! (Siehe Punkt 10.)

7. Haben Sie einen Fluchtort in der Hinterhand. Ich hatte glücklicherweise genug Fläche (einige Hektar) damit die Leute ihre Wohnmobile und Wohnwagen abstellen konnten und genug Platz für 11 kleine Kinder in meinem Wohnzimmer, so daß Sonntag Nacht die Erwachsenen etwas Schlaf bekamen; nach den vielen Stunden im Stau und zähfließenden Verkehr. Trotzdem – hätte ich den Platz nicht gehabt, hätte ich nicht gezögert, den unerwarteten „Gästen“ zu empfehlen, sich einen anderen Platz zu suchen – auch wenn es diese Nacht keinen anderen Platz gegeben hätte. Auch die Parkplätze von Einkaufszentren wie Wal-Mart und K-Mart waren von Wohnmobilen und -anhängern belegt, was etliche „Last-Minute-Einkäufer“ enorm ärgerte. Auf meinem Grundstück hatte ich keine Abwasser-Anschlüsse für die Wohnmobile, so mußte ich die Eigentümer bitten, daß sie, wenn sie ihre Toiletten und Duschen benutzen, ihre Fahrzeuge woanders hin bewegen müssen, um ihre Schmutzwassertanks abzulassen.

Wären die Leute nicht an diesem Tag weitergefahren, hätten sie sehr, sehr lange Schlangen vor den Zufahrten der Trailer-Parks gebildet, wo schon Tausende anderer Leute ihre Brauchwassertanks leeren wollten. Etliche Trailer-Parks erlaubten Durchreisenden wegen der enormen Überlastung die Entleerung der Tanks in ihren Anlagen gar nicht.

8. Sorgen sie für Ablenkung und Unterhaltung für kleinere Kinder. Einige der Familien hatten kleine Kinder (von 3 Monaten bis 11 Jahre). Sie hatten DVDs, Videospiele, usw. aber keinen Strom in ihren Wohnmobilen, um sie zu benutzen. Sie hatten keine Malbücher, Spielsachen, Gesellschaftsspiele, usw. um sie beschäftigt zu halten. Das war ein großer Fehler.

9. Packen Sie erst Notwendiges ein, dann die Luxusgüter. Viele der Leute hatten die Matratzen ihrer Betten dabei, Bettdecken, Kissen, Bademäntel, usw. Die Fahrzeuge waren weit überladen. Was fehlte, waren echt notwendige Dinge wie Kerzen, haltbare Lebensmittel, usw. Eine Familie (beide Eltern Gourmet-Köche) hatten achtzehn (ja, ACHTZEHN!!!) spezielle Töpfe und Pfannen eingepackt, die sie auf einem Campingofen mit zwei Brennern benutzen wollten. Die waren von meiner Empfehlung entsetzt, daß unter solchen Umständen ein Edelstahl-Camping-Kochset aus ineinanderstellbaren Teilen wesentlich praktischer wäre. „Was? Keine Omelett -Pfanne?“ Puhhhh…

10. Erwarten Sie nicht, daß es auf ihrer Fahrstrecke noch Treibstoff gibt. Etliche Besucher hatten ernsthafte Probleme, an Treibstoff zu kommen. Es braucht enorme Mengen Sprit, wenn Tausende von Fahrzeugen sich – Bug an Heck – auf mehreren Spuren der Autobahn entlangquälen. Wenn man dann endlich eine Tankstelle findet, dann findet man auch raus, daß sie ausverkauft ist – oder exorbitante Preise verlangt, weil man weiß, daß die Kunden keine andere Wahl haben als das zu zahlen, was verlangt wird. Viel besser ist es, wenn man mit einem vollen Tank aufbricht – und genügend Ersatzkanistern, damit man während der Fahrt nachfüllen kann, wenn man muß, um sein Ziel zu erreichen.

11. Tragen sie genügend Bargeld für ca. 2 Wochen mit sich. Viele der Ankömmlinge hatten sehr wenig Bargeld und verließen sich auf Scheckbücher und Kreditkarten für ihre Einkäufe. Was passierte? Deren kleine Banken, unten in Louisiana, waren alle offline, und die Konten konnten nicht geprüft werden. Viele Läden lehnten also deren Schecks und Kreditkarten ab, weil sie keine elektronische Überprüfung vornehmen konnten. Auch an lokalen Banken wurden zuerst die Schecks nicht eingelöst, da sie den Finanzstatus nicht online prüfen konnten. Später (und sehr widerwillig) erlaubten die Banken die Einlösung von Schecks zwischen 50-100$ (abhängig von der Bank). Glücklicherweise habe ich immer einen angemessenen Bargeldbetrag zu Hause, so daß ich in der Lage war, einigen der Leute zu helfen. Ich werde nach dieser Erfahrung meine Bargeldreserven aufstocken. Noch ein Tipp: Nehmen Sie nicht nur große Scheine mit. Viele Tankstellen, Lebensmittelläden usw. nehmen keine Scheine über 20$ an. Einige meiner Gäste hatten etliche 100$-Scheine, konnten damit aber nichts kaufen.

12. Seien Sie sich nicht sicher, daß die Katastrophe nur kurz andauert. Meine Freunde sind jetzt weiter in den Süden nach Baton Rouge gefahren. Sie wollen näher an der Heimat sein, wenn es ihnen wieder erlaubt wird, zurückzukehren. Leider hat der Gouverneur die komplette Evakuierung von New Orleans angeordnet, so daß keiner weiß, wann sie wieder zurück können. Es wird sicher etliche Wochen, kann aber auch einige Monate dauern. In dieser Zeit sind ihre wichtigen Dokumente und ihre Kleidung alles was sie haben. Sie müssen Ärzte finden, um Rezepte zu bekommen, einen Platz zum Leben (einen FEMA-Trailer, wenn sie Glück haben. Tausende von Familien werden sich um einen Trailer bemühen); sie brauchen einen Job für den Lebensunterhalt (ihre Jobs sind mit New Orleans baden gegangen und ihre Arbeitgeber werden ihnen auch keine Gehälter zahlen, wenn sie selbst keine Geschäfte machen können), und so weiter …

13. Verlassen Sie sich nicht auf Notfallunterkünfte der Behörden, wenn möglich. Ihre Waffen werden auf jeden Fall konfisziert (ja, auch die Taschenmesser, Küchenmesser und Multitools wie Leatherman); Sie werden zusammengepackt mit allen und jedem (eingeschlossen einige nette Leute, aber auch Drogenabhängigen, entlassenen Strafgefangenen, Gang-Typen und Ähnlichem).

Sie werden sich unter der Befehlsgewalt der Leute befinden, die diese Unterkunft betreiben, diese werden sich auf Polizei und Militärpersonal verlassen, um Ordnung zu halten (und Sie auch vom Verlassen des Lagers abzuhalten, auch wenn Sie das möchten). Es ist sehr viel besser, einen eigenen Fluchtpunkt zu haben, einen Plan, wie man dorthin kommt und Ausrüstung, mit der man eine Zeit lang ohne Not auskommt.

14. Erlauben Sie ihren Freunden nicht, noch andere mitzubringen. Ich hatte zwei Freunden angeboten, mit ihren Familien zu mir zu kommen. Ohne mir Bescheid zu geben,  luden sie noch ein halbes Dutzend andere Familien ein, ebenfalls zu kommen – „Er ist ein guter Kerl. Ich bin sicher es macht ihm nichts aus!“. DOCH – es machte mir was aus … aber da die Umstände für mich persönlich nicht gefährlich waren, erlaubte ich die Anwesenheit der Leute. Trotzdem – wenn die Umstände katastrophaler gewesen wären, hätte ich mich deren Freunden gegenüber sehr unangenehm verhalten (und noch unangenehmer meinen Freunden gegenüber, weil sie Leute eingeladen haben, ohne das vorher mit mir zu klären). Wenn Sie einen Platz für Ihre Freunde haben, dann machen Sie klar, daß das NUR für Ihre Freunde gilt und für niemanden sonst. Umgekehrt, wenn Sie jemanden haben, der ihnen eine Zuflucht anbietet, dann erwarten Sie keine Gastfreundschaft, wenn Sie mit anderen eintreffen.

15. Sammeln Sie Kontendaten, Kontaktadressen und Telefonnummern für alle wichtigen Personen und Einrichtungen. Meine Freunde brauchen alle neue Postanschriften und müssen andere Leute über ihre Ärzte, Versicherungsgesellschaften (Krankenversicherung, Haftpflicht, KFZ und Hausrat), Banken, Händler, Telefongesellschaften, usw. verständigen. Also jeden, der einem Rechnungen schickt, jedem dem Sie Geld schulden oder der Ihnen Geld schuldet. Keiner meiner Freunde hatte diese Informationen bei sich. Wenn man jetzt die Postadresse wechselt, Versicherungsansprüche anmeldet, usw. wie können die das machen, wenn sie ihre Kontodaten nicht wissen, keine Telefonnummern und/oder Adressen, usw. haben?

16. Halten Sie Waffen und Munition bereit. Nur zwei meiner Freunde waren bewaffnet und einer von ihnen hatte nur eine Pistole. Der andere hatte eine Pistole für sich, eine für seine Frau, eine Schrotflinte und eine „Evil-Black-Rifle“ (gemeint ist wahrscheinlich ein ziviles AR-15 oder eine ähnliche halbautomatische Waffe) – sehr viel besser! Ich wurde von einigen der anderen Familien – die Fernsehberichte über Plünderungen in New Orleans gesehen hatten – gefragt, ob ich ihnen Waffen leihen könnte. Das lehnte ich ab, da keiner von ihnen vorher mit einer Feuerwaffe zu tun hatte und die Gefahr, sich selbst oder andere unschuldige Personen damit zu verletzen, größer war, als die effektive Verteidigung gegen die Plünderer. Noch etwas – Sie müssen kein ganzes Arsenal mitschleppen. Schußwaffen für Selbstverteidigung kommen zuerst, dann Waffen für die Jagd (Jagdmesser nicht vergessen!). Eine Angelausrüstung könnte ebenfalls eine gute Idee sein. Ansonsten, lassen Sie den Rest ihrer Waffen im Safe (Sie haben doch einen Waffensafe, sicher im Boden verankert, oder?), ebenso die gesamte unbenötigte Munition. Nehmen Sie genug Munition für ihre Sicherheit mit, aber nicht mehr. Wenn Sie wirklich viel derartige Ausrüstung benötigen, dann sollte die an ihrem Fluchtort auf Sie warten. Sonst verbraucht sie nur unnötig Platz (und schwer ist das Zeug ja auch noch) im Auto. (Für Leute, die in meine Richtung fliehen … Munitionsversorgung ist KEIN Problem).

Zweite Nachricht:

Hier ein paar zusätzliche Ideen:

1. Die Streckenauswahl ist außerordentlich wichtig. Meine Freunde (und deren Freunde) warfen einfach einen Blick auf die Karte, fanden die kürzeste Route zu mir (I-10 nach Baton Rouge und Lafayette, dann die I-49 hoch nach Alexandria), und folgten dem Weg sklavisch. Das war eine sehr schlechte Idee, da etwa über eine halbe Million Leute dieselbe Route benutzten. Einige von denen brauchten 12 Stunden für eine Entfernung, für die man normalerweise höchstens 4 Stunden braucht. Hätten sie ihre Köpfe gebraucht, dann hätten sie gesehen (und aus dem Radio gehört), daß die Fahrt nach Norden über die Interstate 55 nach Mississippi sehr viel schneller gegangen wäre. Auf der Strecke war weniger Verkehr und sie hätten, wenn sie dann links abgefahren wären, bequem Natchez, MS und dann LA über die Route 84 nehmen können.

2. Ein paar soziale Implikationen zu Katastrophen-Situationen. Informationen von meinen Kontakten in der LSP (Polizei!) und anderen Stellen sind sehr beunruhigend. Sie bestehen auf der Tatsache, daß ausschließlich die „sozial benachteiligte“ Klasse (fast ausschließlich Schwarze und „Gang-Member“) für die Plünderungen verantwortlich ist. Sie berichten von Äußerungen wie „Ich habe ANSPRUCH auf das Zeug“, „Das ist die Rache dafür, was die Weißen uns angetan haben!“ und „Das ist die Reparation für die Sklaverei!“. Außerdem schieben sie die konfuse Katastrophenhilfe auf den Rassismus. „Wirklich, wenn die Weißen hier im Dome (dem Stadion) sitzen und auf Hilfe warten würden, die müßten nicht so lange warten wie wir!“ Nein, diese Kommentare habe ich mir nicht ausgedacht … die wurden mir von Freunden so berichtet. Das beunruhigt mich sehr. Wenn wir tatsächlich eine derartige Kluft unter unseren Bürgern haben, dann werden wir in einer Extremsituation sicher des Rassismus, Bevormundung, der Unterdrückung und anderer Verbrechen beschuldigt, nur weil wir Gesetz und Ordnung bewahren wollen. Wenn wir uns als Individuen und Familien selbst für Notfälle vorbereiten und nicht mit anderen teilen wollen (egal, welche Hautfarbe), weil wir auch nicht genug haben, um über die Runden zu kommen, dann werden wir des Rassismus beschuldigt, statt des Pragmatismus. Raub und Plünderungen können dann (und werden sicher) begründet mit „Das Weißbrötchen kriegt jetzt sein Fett weg!“ Ich bin absolut kein Rassist, aber die rassistischen Implikationen machen mir große Sorgen. Leute wie Jesse Jackson, Al Sharpton, und die „Reparationen für die Sklaverei“-Brigade haben anscheinend die Innenstadt-Meinung derart polarisiert, daß diese Leute (meiner Meinung nach) nicht mehr fähig, sind klare Gedanken zu Themen wie Plündern und Katastrophenhilfe zu fassen, usw

3. Sicherheits-Implikationen. Wenn man es erfolgreich aus der Gefahrenzone geschafft hat, dann wird man sich in einem Bereich befinden, der mehr oder weniger stark mit anderen Evakuierten bevölkert ist. Wie viele von denen sind mit dem Nötigsten versorgt? Wie viele davon werden sich darauf verlassen, daß sie von anderen versorgt werden? Ohne sofortige Hilfe des Staates oder von Katastrophenschutz-Organisationen – wie viele von diesen Leuten würden sich „berechtigt“ fühlen, sich das Nötige zu beschaffen – bis hin zu Plünderung, Mord und Totschlag?

Große Sammelplätze für Flüchtlinge erscheinen plötzlich sehr viel weniger wünschenswert … und wenn man auf sich allein gestellt ist, oder an einem isolierten Ort mit der Familie wohnt, erscheint auch das weniger sicher. Man muß auch mal schlafen und während man schläft, ist man ungeschützt. Auch wenn man Frau und Kinder hat, mag das nicht genug sein … es wird immer Gefahren geben. Man kann schwerlich aufmerksam bleiben, wenn man gerade die Kinder badet oder Liebe macht! Ein Team-Ansatz wäre eine praktikable Lösung. (Siehe Punkt 6).

4. „Zu viele Häuptlinge – nicht genug Indianer“ sind in New Orleans im Moment unterwegs. Der Bürgermeister hat sich schon den Kopf über den Dammbruch zerbrochen. Er behauptet, daß er einen Plan hatte, um das schon gestern abend zu reparieren, wurde aber überstimmt vom Bürgermeister von Baton Rouge, der Leute schickte, um etwas anderes zu machen. Das kann wahr sein, oder auch nicht. Meine Bekannten bei der LSP [Louisiana State Police] informierten mich, daß sie widersprüchliche Aufträge und/oder Anweisungen von den unterschiedlichsten Personen und Organisationen bekamen. Eine schickte eine Gruppe aus, die eine bestimmte Gegend nach Überlebenden absuchen soll. Als diese Gruppe am Einsatzort eintraf, fanden sie niemanden vor, erfuhren aber später, daß eine andere Gruppe die Gegend bereits überprüft und geräumt hatte. Leider wurden wegen dem Fehlen einer zentralen Kommando- und Organisationsstelle die Informationen der einzelnen Rettungsteams nicht koordiniert. Außerdem gab es einen Konflikt zwischen den städtischen Offiziellen und staatlichen Funktionären, bei dem beide Seiten behaupteten, daß sie zuständig wären, während einige Leute vom Roten Kreuz oder der FEMA und anderen Gruppen sich anscheinend geweigert haben, Anweisungen von irgend einer Seite anzunehmen und statt dessen (anscheinend) ihre eigene Show abgezogen haben. Das hat angeblich eine katastrophale Konfusion, eine unnötige Verdopplung der Anstrengungen, möglicherweise sogar höhere Opferzahlen verursacht, weil einige Orte in der betroffenen Gegend überhaupt keine Hilfe bekamen. (Ich weiß nicht, ob es in Mississippi und/oder Alabama ähnliche Probleme gab. Es würde mich nicht wundern, wenn das der Fall war.) Das alles taucht nicht in den offiziellen Berichten auf, aber das wundert mich nicht. Die Moral von der Geschichte: Wenn Sie überleben wollen, dann verlassen Sie sich nicht auf die Behörden oder die Hilfskräfte (oder private Hilfsorganisationen, wenn wir schon dabei sind), wenn Sie gerettet werden wollen. Ihr Überleben liegt in Ihrer eigenen Verantwortung – lassen Sie sich das nicht aus der Hand nehmen.

5. Langzeit-Vorhersage. So etwas scheint derzeit leider nicht vorhanden zu sein. Jeder ist fixiert auf die sofortige, nächstliegende Aufgabe, Überlebende zu retten. Trotzdem gibt es da lauernde monumentale Probleme, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern, was aber anscheinend übersehen wird. Z. Bsp.: Der Hafen von Louisiana ist der fünftgrößte der Welt und lebenswichtig für die Wirtschaft. Die Küstenwache sagte aber (im Fernsehen), daß sie den Hafen innerhalb der nächsten 3-6 Monate nicht zum Laufen bringen können, weil ihre Hauptaufgabe derzeit bei Such- und Rettungsaufgaben und danach der Katastrophenhilfe liegt. Warum zieht man die Küstenwache nicht aus diesen Aufgaben raus und beauftragt sie mit dieser ebenfalls sehr kritischen Situation? Es gibt derzeit genug Militärkräfte, die die Rettungsaufgaben übernehmen können.

Ein weiteres Beispiel sind die über eine Million Flüchtlinge aus dem Umkreis von New Orleans, die sich im Land befinden. Die brauchen Unterkünfte und Nahrung, sicher, aber die meisten von denen sind arbeitslos und werden für die nächsten 6 bis 12 Monate kein Einkommen haben. Es gibt nicht annähernd genug Jobs in der Gegend, um diese Arbeitskraft aufzufangen. Was wird getan, um eine Beschäftigung für die Leute zu finden – auch in Staaten, die von dem Unglück nicht betroffen sind? Die Behörden werden sicher nicht genug Unterstützung liefern, damit die Bürger ihre Rechnungen zahlen können. Was ist mit Hypotheken und Krediten für die Besitztümer, die jetzt unter Wasser stehen? Die Besitzer können und werden nichts zahlen, die Kreditgeber werden aber auf Zahlung bestehen. Das wird mit massiven Zwangsvollstreckungen von wertlosem Besitz enden und viele Leute zurücklassen, die zwar Schulden, aber keine oder nur beschädigte Häuser haben. Was wird getan, um damit umzugehen und das Problem soweit wie möglich zu entschärfen? Ich hätte angenommen, daß die staatlichen Behörden und die FEMA wenigstens einen groben Notfallplan für solche Fälle haben, aber das scheint nicht der Fall zu sein. Warum wurden diese Dinge nicht in der ruhigen Zeit vor der Katastrophe bedacht, statt das das jetzt ungeplant und unbedacht in den Raum zu werfen?

6. Persönliche Notfallplanung. Das führt mich jetzt dazu, meine eigene Notfallvorbereitung zu überdenken. Ich hatte geplant, eine Evakuierung abzudecken und relativ problemlos zwischen 2 Wochen und einem Monat zu überleben. Aber was, wenn mich dieses Durcheinander voll erwischt hätte? Was hätte ich gemacht, um zu überleben, Schulden zu bezahlen, etc.? Wenn ich mich nicht auf den Staat verlassen kann, dann muß ich mich verdammt nochmal auf mich selbst verlassen! Ich muß meine Versicherungs-Policen überprüfen, damit, falls die Katastrophe zuschlägt, meine Hypotheken und Kredite abgezahlt werden oder ich genug Geld bekomme, um das selbst zu tun. Ich muß außerdem auf meine körperliche Sicherheit achten und muß dafür sorgen, daß ich Material, Fähigkeiten und Wissen habe, das ich gegen Geld in einer Nach-Katastrophen-Situation vermarkten kann. Die Idee eines Teams von Freunden mit (oder zu) denen man fliehen kann, erscheint mir immer besser. Ein Teil des Teams könnte sich um die Unterkunft kümmern (sogar wenn’s ein Campingplatz wäre), nach den Kindern schauen, für grundsätzliche Sicherheit sorgen, usw. Andere könnten sich mit der Suche nach Ausrüstung und Handelsware beschäftigen. Auch können einige für das ganze Team arbeiten, indem sie ihre Fähigkeiten einsetzen. Auf diese Weise könnten alle mittel- bis langfristig für ein gemeinsames Überleben und Sicherheit sorgen. Das Leben mag weniger komfortabel sein als vor der Katastrophe, aber hey, wir haben noch ein Leben! Es lohnt sich, das zu überdenken und ich werde in meiner Nähe „Team-Kontakte“ mit ähnlichdenkenden Leuten aufbauen.

7. Das „Bank-Problem“. Bedenkenswert. Ich war heute morgen bei meiner Bank, um Schecks einzulösen, die mir meine Besucher für Bargeld übergeben haben. Der Bankangestellte warnte mich ganz offen, daß es Wochen dauern könnte, bevor diese Schecks auf meinem Konto gutgeschrieben werden können, da es derzeit keine Kommunikation mit den überschwemmten Banken gäbe. Er sagte mir auch, daß es massenhaft Leute gäbe, die erfolglos versuchen, an ihr Vermögen auf Banken in Süd-Louisiana heranzukommen. Etliche dieser örtlichen Banken würden wohl zusammenbrechen, da sie keine einzige Filiale über Wasser hätten und die Kunden und Firmen dieser Banken ebenfalls nicht mehr existieren. Diese Schecks könnten sich als wertlos erweisen. Auch einige größere Regionalbanken, die ihre Hauptniederlassung in New Orleans hatten, können nicht mehr auf ihre Daten zugreifen. Ich denke, es macht Sinn, ein „Fluchtkonto“ bei einer großen, überregionalen Bank zu haben, so daß man überall, wo diese Bank eine Filiale hat, auf das Konto zugreifen kann. Das natürlich zusätzlich zu dem „Fluchtkapital“ in bar.

8. Freunden zu helfen kann teuer werden. Grob überschlagen habe ich über $ 1000 ausgegeben. Teilweise, weil alle meine Vorräte verbraucht sind, teilweise, weil ich meinen Freunden mit Bargeld ausgeholfen habe, weil sie ihre Schecks nirgendwo einlösen konnten. Kann sein, daß ich einen Teil des Geldes zurückbekomme, vielleicht aber auch nicht. Spielt aber keine Rolle, wäre ich in einer ähnlichen Situation, dann würde ich auch hoffen, daß ich mich gleichermaßen auf meine Freunde verlassen kann, aber ich habe keine Aufzeichnungen für eine Abrechnung gemacht. Das werde ich für die Zukunft berücksichtigen, genauso wie ich eine Beteiligung für die Leute anbieten werde, die mir Unterschlupf gewähren.

Dritte Nachricht:

Im heutigen Tagesüberblick hörte ich von einigen unserer Vertreter, die in der Katastrophenzone arbeiten, von den Berichten meiner Kontakte bei der Louisiana State Police, und über diese auch von der Mississippi State Police. Diese Email sammelt die Erfahrungen und Lektionen.

1. Vorbereitete Leute wurden häufig von Personen bedroht, die unvorbereitet waren. Dazu gibt es wenigstens 7 Berichte. Fünf in Mississippi und zwei in Louisiana (Ich nehme an, daß in Louisiana so wenig passiert ist, liegt daran, daß jeder vernünftige Mensch Dodge City verlassen hat, bevor der Sturm zuschlug). In jedem berichteten Fall hatte die betroffene Person/Familie ordentliche Ausrüstung und Unterkunft, usw., für den Fall der Fälle vorbereitet. Einige hatten Stromgeneratoren in Bereitschaft.

Wie auch immer, deren unvorbereitete Nachbarn rannten ihnen die Türen ein und verlangten Nahrung, Wasser und Unterkunft von ihnen. Wenn sich die vorbereiteten Familien weigerten, u. a. mit der Begründung, daß sie selbst sehr wenig hätten, gab es etliche aggressive Zwischenfälle, versuchte Angriffe oder Diebstahl ihrer Ausrüstung. Einige mußten Waffen zum Schutz einsetzen, in einigen Fällen wurde geschossen. In zwei Fällen sollen Angreifer/Diebe erschossen worden sein. Es wird ebenfalls berichtet, daß in allen diesen Fällen die vorbereiteten Familien Vergeltungsdrohungen von ihren Nachbarn erhalten, die deren Weigerung zu teilen als einen Akt des Egoismus und/oder der Aggression werten und es ihnen heimzahlen wollen. Das wird so häufig berichtet, daß die betroffenen Familien sich überlegen, in andere Gegenden zu ziehen, um mit anderen Nachbarn – neu anzufangen.

Ähnliche Zwischenfälle wurden von Familien berichtet, die die Stadt rechtzeitig verlassen haben und darauf vorbereitet waren, sich ein paar Tage um sich selbst zu kümmern. Diese Leute berichten, daß sie  bei der Rast auf einem Autobahnparkplatz oder einem einsamen Punkt neben dem Highway recht aggressiv von Leuten angegangen wurden, die Nahrungsmittel, Treibstoff oder andere lebensnotwendige Güter verlangten. Manchmal mußten die Vorbereiteten recht aggressiv werden, um diese Forderungen abzuwehren. Zwei Familien berichten von Diebstahlversuchen ihrer Ausrüstung (in einem Fall sogar des Autos), während sie auf einem Rastplatz übernachteten. Beide Gruppen richteten daraufhin bewaffnete Patrouillen ein, bei denen ein oder mehrere Familienmitglieder das Umfeld überwachten, während die anderen schliefen. Diese Informationen scheinen mir ein gutes Argument für ein “Flucht-Team” mit Gleichgesinnten bzw. sicherheitsbewußten Freunden in der Gegend, so daß alle Betroffenen gemeinschaftlich für Sicherheit und Back-Up sorgen können.

Ich kann die Familien, die ihre Güter nicht teilen wollten, gut verstehen, vor allem wenn man nicht weiß, wie lange die eigenen Vorräte halten und wann wieder welche verfügbar sein werden. Das unterstreicht meine Mail von letzter Woche, daß man weit mehr einplanen soll, als man selber braucht. Hätten diese Familien etwas mehr Wasser und Nahrung in Reserve gehabt, dann hätten sie ihre Nachbarn damit versorgen können und weiterhin gute nachbarschaftliche Beziehungen pflegen können, während ihre eigenen Vorräte gut versteckt und geschützt gewesen wären. Aber ein Generator ist laut und unter diesen Umständen durch das Geräusch und elektrisches Licht sehr auffällig. Das kann schon eine unausgesprochene Einladung mit der Bedeutung sein: “Dieses Haus hat Nachschub,  kommt und holt es euch!”. Ich schätze, daß Kerzen, Kerosin/Petroleumlampen und Taschenlampen „nachbarnsicherer” sind, wenn man selbst von Überlebenden umgeben ist.

2. Wenn Hilfe eintrifft, dann kann es sein, daß man Hilfe bekommt, ob man sie nun will oder nicht.

 

Es gibt zahlreiche Berichte aggressiven und anmaßenden Verhaltens von den Rettungskräften, die zuerst am Katastrophenort eintrafen. Das läßt sich grob folgendermaßen beschreiben: „Ich bin hier um Sie zu retten!” „Ich habe das Kommando!“ „Tun Sie was ich sage, wenn Sie es nicht tun, muß ich Sie erschießen!” Es scheint, daß die Leute sich am meisten über mittlere Staatsfunktionäre und Rot-Kreuz-Personal (letztere natürlich ohne den „Erschießen-Aspekt”) beschwerten. In einem Fall wurde einer bestens vorbereiten Familie befohlen (sie wurden nicht gebeten) auf einen Lastwagen zu steigen, nur mit den Kleidern, die sie am Leibe trugen. Als sie widersprachen, wurden sie bedroht. Sie hatten Haustiere und wollten wissen, was mit denen geschehen sollte und sie berichteten, daß ein uniformierter Mann (von einer unbekannten Dienststelle) sein Gewehr auf die Tiere richtete mit den Worten: „Darum kümmere ich mich schon!” Der Ehemann richtete dann seine eigene Schrotflinte auf den Mann und erklärte ihm mit einem einsilbigen Wort, was passieren würde, wenn er die Tiere erschießen würde. Die gesamte „Rettungs-Truppe” verließ das Haus mit der Androhung von düsteren Konsequenzen für die gesamte Familie (eingeschlossen der Drohung, daß sie deren Haus anzünden, wenn sie später zwangsevakuiert würden). Die Familie konnte die Staatspolizei kontaktieren, berichtete über den Zwischenfall, und ist jetzt entschlossen, daß sie, egal wie viel Druck ausgeübt wird, nicht ausziehen wird. Die Familie hat einen Lieferdienst eingerichtet, so daß alle paar Tage einige von ihnen Vorräte in einer unbetroffenen Gegend einholen, während der Rest der Familie die Heimstatt verteidigt.

Ein weiterer Aspekt ist, daß selbstverantwortliche, selbstversorgende Familien von den Rettungskräften wie Verdächtige behandelt werden. Die Rettungskräfte scheinen anzunehmen, daß jemand, der eine Katastrophe besser übersteht als das durchschnittliche Opfer, das nur kann, indem er sich das nötigste durch Stehlen besorgt, oder auf andere Weise einen unfairen Vorteil erlangt hat. Ich kann das nicht erklären, aber man sollte das im Hinterkopf behalten.

3. Es scheint einen zunehmenden psychologischen Effekt auf Überlebende zu geben. Das geschieht auch denen oder besonders denen,  die sich auf eine Katastrophe vorbereitet haben. Während und kurz nach der Katastrophe waren diese Leute auf ihrem Leistungshöhepunkt. Sie kamen mit den Schäden zurecht, bauten Hilfs-Unterkünfte auf, sorgten für Licht, Nahrungsmittel, usw. Trotzdem, nach einigen Tagen in der Hitze und den Trümmern (das Schlimmste war wahrscheinlich der Gestank der verwesenden Leichen in der Nähe), fanden viele dieser Leute heraus, daß ihre Fähigkeit, positiv zu denken, und ihre positive Anspannung am Limit angelangt waren. Es gibt zahlreiche Berichte davon, daß die Leute depressiv und verbissen wurden, sowie sich innerlich zurückzogen. Das passierte auch den stärksten Persönlichkeiten. Die Ankunft von Rettungskräften scheint kurzfristig aufzubauen, aber erstmal evakuiert, verfallen viele Leute in eine Art „After-Action Shell-Shock-Haltung” (Posttraumatisches Überlastungs-Syndrom). Ich vermute, daß es eine große Rolle spielt, daß man festsitzt, es gibt keinen Antrieb, sich anzustrengen, sich um das Überleben zu kümmern, sich um die Gruppe zu kümmern, und man ist ständig umgeben von den auffälligen Zeichen der Verwüstung. Wer in den Resten seines früheren Lebens bleibt, ist für psychische Probleme sehr viel anfälliger.

4. Es gibt eine umfassende Frustration wegen fehlender Kommunikation und schlechtem Einfühlungsvermögen bei den Rettungskräften und den lokalen sowie den Staats-Behörden. Der Grund ist teilweise das Fehlen der Elektrizität, so daß Informationen durch Fernsehen und Radio nicht empfangen werden konnten, aber auch wegen der „Nicht-Kommunikation” der Rettungskräfte. Viele Evakuierte wollten wissen, wohin sie der Bus oder das Flugzeug bringt, als Antwort bekamen sie meist nur ein: „Wissen wir nicht!” oder „Zu einem besseren Platz als diesem!”. Manche Leute fanden sich weit weg von Zuhause wieder. Andere Familien wurden bei der Rettung und/oder Evakuierung getrennt und über zwei oder drei Staaten verteilt.

5. Erwarten Sie, daß Rettungskräfte (Polizeibehörden eingeschlossen) in Katastrophenfällen eine ausgesprochen ungesetzliche Autorität ausüben können. Das wird sehr oft berichtet und ist sehr beunruhigend. Aus vielen Staaten habe ich Berichte, daß, wenn Evakuierte in Auffanglagern ankommen, sie und ihre Besitztümer ohne Gesetzesgrundlage durchsucht wurden, und jegliche persönlichen Dinge, die potenziell verdächtig erschienen (eingeschlossen Waffen, verschreibungspflichtige Medikamente), ohne Entschädigung konfisziert wurden. Ich kann den Standpunkt der zuständigen Behörden verstehen, aber sie agieren illegal, und ich nehme an, daß das gerichtliche Nachspiele haben wird. Eine weitere häufige Handlungsweise im Katastrophengebiet war, daß Bürgern die Evakuierung befohlen wurde, ohne Rücksicht auf deren Wünsche und Bedürfnisse. Auch die Leute, die bestens vorbereitet waren und in bester Kondition überlebt haben. Wenn diese Leute Bedenken äußerten, wurden sie oft bedroht und drangsaliert, um sie dazu zu bringen, ihre Häuser und Haustiere aufzugeben. Lektion daraus: Erwarten Sie nicht, daß nach legalen und gesetzlichen Normen gehandelt wird. Wenn Sie es auf ihre eigene Weise schaffen, dann tun Sie es. Verlassen Sie sich nicht auf ein wenig mitfühlendes und anmaßendes Rettungssystem, das Sie und ihr Schicksal kontrollieren will.

6. Erwarten Sie nicht, daß Mitglieder von Rettungskräften alle Ritter in glänzender Rüstung sind, die ihr Eigentum respektieren. Es gibt etliche Berichte über Personen, die sich beiläufig Gegenstände  aneigneten, auf die ihr Auge fiel, wenn sie Häuser nach Überlebenden durchsuchten. Manchmal sogar unverhohlen vor den Augen von Zuschauern. Wurde protestiert, war die Reaktion drohend oder ein beiläufiges: „Wer wird das schon vermissen?” Einige unserer Feldagenten berichteten, daß solche Dinge direkt vor ihren Augen passierten. Ein anderer Aspekt ist die Beschädigung von Häusern durch Rettungskräfte. Ich habe Berichte, daß Haustüren eingetreten und Fenster eingeschlagen wurden, statt zu versuchen, mit so wenig Schaden wie möglich einzudringen; Berichte, daß mit schweren, genagelten Stiefeln auf saubere, hochglanzpolierte Tische gestiegen wurde, um an die Klappe für den Dachbodenzugang zu kommen, um dort nach Überlebenden zu suchen. Beim Verlassen der Häuser wurden oft Türen und Fenster offen gelassen, als eine Einladung für Plünderer, statt daß Fenster und Türen geschlossen oder gar gesichert worden wären. Wenn die betroffenen Familien heimkommen, werden sie nicht wissen, wer den Schaden angerichtet hat, aber sie werden definitiv nicht darüber erfreut sein. Es wäre vielleicht eine gute Idee, wenn Evakuierte eine gut sichtbare Nachricht anbringen würden, daß alle Bewohner das Haus verlassen haben. Andererseits könnte so etwas es den Plünderern einfacher machen. Vom Regen in die Traufe!

Vierte Nachricht:

Hier geht es um weiterführende Themen, als in kritischen Situationen einfach abzuhauen. Über die letzten paar Wochen habe ich das ganze Evakuierungs- und Rettungsdrama genau verfolgt und mich sehr aktiv bei den Hilfestellungen beteiligt, um daraus für die Zukunft zu lernen. Es gibt Entwicklungen, die einem nicht gleich in den Sinn kommen, die aber direkt für die eigene Sicherheit und den friedlichen Besitz unserer Heime relevant sind. Einiges davon wurde bereits in den vorigen Nachrichten genannt, aber die sollten wiederholt werden, da ich eine Menge neuer Berichte zu den Themen habe.

1. Wenn Sie sich entschließen zu helfen, können Sie in einen bürokratischen und gesetzestechnischen Albtraum geraten. Beispiel: eine örtliche Kirche bot in der Anfangszeit der Krise ihre Räumlichkeiten als Unterkunft für Evakuierte an. Lokale und staatliche Behörden füllten diese Räume prompt mit über 100 Leuten. Deren „soziale Fertigkeiten” stellten sich als extreme Herausforderung dar. Toiletten wurden verstopft und schmutzig hinterlassen, Graffiti wurden an die  Wände gemalt oder gekratzt, häufige Streitereien und Mißverständnisse (oft gegenseitiges Anbrüllen, gelegentlich Tätlichkeiten). Evakuierte trieben sich in der Nachbarschaft herum (was zu Berichten über Diebstahl und Vandalismus führte). Kirchenmitarbeiter wurden Opfer von aggressiven Forderungen und Bitten. Anfragen an die Behörden, daß besserer Schutz und administrative Hilfe notwendig wären, stießen auf taube Ohren. Die Krise war derart weitläufig und überwältigend, daß eine derart kleine Einrichtung wohl eine sehr niedrige Priorität auf der Liste hatte. Nach zwei Tagen, in denen die Nachbarn zunehmend ungehaltener wurden, informierte die Kirche die offiziellen Stellen, daß sie die Evakuierten sofort entfernt haben möchte – am Besten noch schneller. Damit gerieten die Kirchenmitarbeiter auf den bürokratischen Amtsweg (eingeschlossen Drohungen, daß die versprochenen Entschädigungen für die Aufwendungen der Kirchen-Gemeinde nicht ausgezahlt würden). Dazu kamen Klage-Drohungen für die Behauptung, daß die Evakuierten wohl einer niedrigen sozialen Klasse angehören würden, für Rassismus, üble Nachrede und generell politische Unkorrektheit. Weiterhin Drohungen der negativen Publicity, daß die offiziellen Stellen eine Pressemitteilung vorbereiten, in der die Kirchengemeinde als elitär und unkooperativ in Krisenzeiten dargestellt werden würde. Die Kirche knickte zwar vorerst ein und erlaubte den Evakuierten zu bleiben, aber nach ein paar Tagen wurde der Druck der Nachbarn und der eigenen Kirchenmitglieder so unerträglich, daß sie darauf bestanden, daß die Evakuierten in eine Rot-Kreuz-Unterkunft überführt werden. Ich wurde darüber informiert, daß die Reparatur der Räumlichkeiten über 10.000 Dollar kosten wird. Das ist nur eins von vielen Beispielen, die ich zitieren könnte. Die Lehre daraus ist klar. Wenn Sie Ihre Räumlichkeiten den Behörden anbieten, unterwerfen Sie sich selbst (bis zu einem gewissen Grad) deren Kontrolle, und Sie sind potenziell haftbar und verantwortlich gegenüber schwerfälligen, unsensible Bürokraten und deren Launen. Wer in derselben Position wie diese Kirchenorganisation ist, wird das bedenken müssen.

2. Probleme mit den Vollzugsbehörden (Polizei, Bürokratie, etc.) werden von den Verantwortlichen oft heruntergespielt und/oder ignoriert. Viele Städte, die Evakuierte beherbergen, melden ein signifikantes Ansteigen der Kriminalität. Alle Polizeidienststellen und Verantwortlichen leugnen das oder spielen das als “temporäres Problem” herunter. Das ist vielleicht gut für die Publicity, ignoriert aber das erhöhte Risiko für die Bürger. Ich habe mich durch meine Kontakte zur Polizei mit den Kriminalmeldungen von einem Dutzend Städten beschäftigt. Alle Beamten, mit denen ich gesprochen habe, melden „ohne Ausnahme”, daß die Kriminalität (eingeschlossen Vergewaltigung, Körperverletzung, Raub, Ladendiebstahl, Vandalismus, Banden-Aktivitäten, usw.) erheblich zugenommen hat. Trotzdem wird man solche Nachrichten in den Medien nicht finden, statt dessen sieht man Interviews mit höheren Beamten, die alles abstreiten. Die normalen Polizeibeamten sind deswegen wütend und verbittert, wagen es aber nicht, das öffentlich zu machen, weil ihre Jobs sonst auf dem Spiel stünden. Mir wurde berichtet, daß die Polizisten einige Kategorien von Zwischenfällen überhaupt nicht mehr melden sollen, um das „öffentliche Bild” nicht zu beschädigen. Ich habe Berichte aus Texas, Alabama und Tennessee erhalten, in denen von brandneuen High-End Automobilen (Cadillacs, Lincolns, BMWs, etc). die Rede ist. Ausgestattet mit Händler-Kennzeichnungen aus New Orleans wurden diese Fahrzeuge in verschiedenen Städten gesichtet. Die Fahrer wurden als „Gang-Bangers” (und anderen, deutlicheren, Begriffen) beschrieben. Es gibt natürlich keine Diebstahlberichte aus New Orleans, da es dort niemanden gibt, der die Händlerlisten überprüfen könnte oder Diebstahlmeldungen machen könnte. Es gibt dort auch keine funktionierenden Computer, mit denen man die Daten in die Datenbank für gestohlene Fahrzeuge eingeben könnte. Die Polizeibeamten hatten keine Wahl, als diese Fahrzeuge weiterfahren zu lassen. Ziehen Sie ihre eigenen Schlüsse!

3. Ihre persönlichen und/oder betrieblichen Ausstattungen und Einrichtungen können ohne Warnung, Beleg oder Entschädigung eingezogen werden. Ich habe zahlreiche Berichte von Personen (Bootsbesitzer, Bauern mit Scheunen, Traktoren, etc.) und Firmen (Betriebe mit Baufahrzeugen, Kirchenorganisationen mit eigenen Gebäuden) in und nahe der Krisenzone, daß offizielle Stellen die Benutzung ihrer Einrichtungen und Ausrüstung forderten. Wer Einspruch erhob, wurde darauf hingewiesen, daß dies eine Notfall-Situation sei und ihre Mitarbeit gefordert, „nicht erbeten” werde. Einige der Betroffenen haben ihre Ausrüstung auf diese Weise verloren. Sie wissen nicht, wo ihr Besitz ist, noch den Zustand und wann (wenn überhaupt) sie ihn zurückbekommen. Inzwischen können sie ohne ihre Fahrzeuge ihr normales Geschäft nicht weiterführen. Andere wurden effektiv enteignet und deren Land und Einrichtungen den Rettungskräften zur Verfügung gestellt. In einigen Fällen sogar in Abwesenheit der Besitzer. Das Eigentum der betroffenen Individuen und Gruppen (z.B. Benzin und Dieselkraftstoff, das Inventar von Fahrzeug- und Lebensmittelhändlern, Zeltherstellern) wurde von Polizei und Hilfskräften ohne Genehmigung, Beleg oder Entschädigung, requiriert und benutzt. Protesten wurde mit Leugnen, Verhaftungsdrohungen und Anschuldigungen wegen gefühllosen und unkooperativen Handelns begegnet. Gehen Sie in Krisensituationen davon aus, daß Sie, wenn Sie das besitzen, was die offiziellen Kräfte brauchen, nicht auf ihre gesetzlich verbrieften Rechte und den Schutz ihres Eigentums bauen können. Sicher, Sie können hinterher klagen, aber wenn Sie Ihre Waren und Einrichtungen für Ihr eigenes Überleben brauchen, sind Sie derjenige, der in die Röhre schaut. Diejenigen von uns, die das Nötige für solche Fälle bevorraten, sollten sich überlegen, ihre Vorräte zu verstecken oder zu tarnen, um eine Konfiszierung zu vermeiden, vor allem, wenn man die Ausrüstung selbst täglich braucht. (Traktoren, Generatoren, usw.). Es könnte sonst sein, daß Sie es sehr schwer haben, ihr Eigentum zurückzubekommen. Das Problem trifft auch auf Hilfskräfte zu. Ich habe mehrere Berichte von privaten Hilfskräften (Leute, die z.B. von ihren Kirchengemeinden geschickt wurden), deren Fahrzeuge und Einsatzmittel von „offiziellen” Hilfskräften requiriert wurden, ohne daß die Betroffenen dafür eine Entschädigung oder Quittung erhalten hätten. Noch besser: Diese privaten Helfer wurden gezwungen, das Katastrophengebiet zu verlassen, und davor gewarnt, wieder zurückzukommen. Die Tatsache, daß die privaten Hilfskräfte mehr zustande brachten als die offiziellen Hilfskräfte, war anscheinend unwichtig.

4. Wenn Sie so aussehen, als wüßten Sie, was Sie tun, könnten Sie ein Ziel für die Leute werden, die schlecht oder gar nicht vorbereitet sind. Es gibt viele, sehr viele Berichte von Leuten, die mehr oder weniger vorbereitet waren, denen von unvorbereiteten Leuten nachgestellt wurde. Die Zwischenfälle rangieren von Diebstahl von Ausrüstung, über Versuche, uneingeladen mit vorbereiteten Leuten zu fliehen, bis hin zu Gewaltakten. Es ist ernsthaft beängstigend, von solchen Zwischenfällen zu hören. Speziell die Einstellung von Leuten, die den vorbereiteten Personen/Gruppen nachstellen, weil sie glauben, wer Schritte unternommen hat, um sich selbst und seine Angehörigen zu schützen, hat das auf ihre Kosten getan. Die Unvorbereiteten fühlen sich daraufhin „berechtigt”, sich das, was sie brauchen von den Leuten zu holen, die vorgesorgt haben. Dafür gibt es keine logische Erklärung, außer man schiebt es auf die übliche „Versorgungsmentalität” in unserem Wohlfahrtsstaat, der sozialen Sicherung, medizinischen Versorgung, usw. Da solche Leute sich immer von anderen abhängig gemacht haben und das als ihr „Recht” betrachten, scheinen diese im Katastrophenfall automatisch anzunehmen, daß sie ein „Recht” auf das haben, was Sie besitzen! In einem Fall wurde das Familienhündchen mit einem Messer an der Kehle als Geisel genommen, bis die Familie Geld und Ausrüstung herausrückte. In zwei Fällen wurden Familien mit der Vergewaltigung der weiblichen Familienmitglieder bedroht, bis sie mit den Erpressern kooperierten. Es gibt auch etliche Berichte über Verbrechen während der Flucht von Bürgern. Familien die auf Autobahnrastplätzen übernachteten, waren bevorzugte Ziele, einschließlich dem Abzapfen des Treibstoffes aus ihren Fahrzeugen, Angriffe, usw. Die Lehren daraus sind offensichtlich. Eine einzelne Familie kann sich nur schwer gegen solche Bedrohungen absichern. Am besten, man bildet aus Nachbarn und Freunden ein Team, um die gesamte Nachbarschaft abzusichern, statt als Einzelkämpfer von den Leuten umringt zu sein, die völlig unvorbereitet sind. Ist man in letzterer Situation, dürfte das „Verschanzen” eine schlechte Option sein. Ein Fluchtplan dürfte lebenswichtig sein. Wer flieht, ist natürlich nicht sicher, man muß permanent wachsam sein.

5. Diejenigen, die dachten, sie wären sicher vor der Katastrophe, waren oft nicht sicher vor den Flüchtlingen. Es gab viele Berichte von kleineren Städten, Bauernhöfen usw. am Rand des Katastrophengebietes, die von Hilfesuchenden überrannt wurden. In vielen Fällen wurde Hilfe nicht erbeten, sondern einfach gefordert. Es wurde von Diebstahl, Plünderungen und Vandalismus berichtet. Wer also denkt, er ist vor Katastrophen gefeit, mag nicht vor den Folgen sicher sein.

6. Wer autark oder eigenständig ist, zieht anscheinend den Verdacht der Obrigkeit auf sich. Das habe ich bereits weiter oben erwähnt, aber ich habe viele neue Berichte darüber von Leuten, die überlebten oder vorher flohen. Deshalb sollte das noch einmal unterstrichen werden. Aus unbekannten und unbegreiflichen Gründen hegen die Rettungskräfte Verdacht gegen Leute, die Vorbereitungen für ihre Sicherheit getroffen hatten und in guter Verfassung überlebten oder flohen. Anscheinend eine Kombination aus: „Wie konnten die damit fertig werden, wenn so viele das nicht konnten?”, „Die müssen sich einen Vorteil über andere verschafft haben, damit sie so gut weggekommen sind!” und „Wir sind jetzt den ganzen langen Weg gekommen um zu helfen, wie können Sie es wagen, nicht unsere Hilfe nicht zu benötigen?” Ich habe keine Ahnung, warum das so ist, aber es gibt mehr als genug Berichte darüber, so daß es als ein umfassendes Problem erscheint.

7. Hilfskräfte aus anderen Regionen und Staaten kennen oft die örtlichen Gesetze nicht. Das ist vor allem dann ein Problem, wenn es um Waffen geht. Ich habe etliche Berichte über Polizisten aus anderen Staaten wie New Jersey, Kalifornien usw., die auf den Straßen versuchten, Feuerwaffen zu konfiszieren, obwohl nach dem örtlichen Gesetz der Waffenbesitz und das Waffentragen völlig legal ist. In der Hitze des Moments kann man natürlich nicht mit Beamten diskutieren, und als Ergebnis verloren eine Anzahl von Personen ihre Waffen und haben sie immer noch nicht zurückbekommen. Im Chaos einer Krisensituation werden viele ihr Eigentum auch nicht mehr zurückerhalten, da so normale Handlungen, wie Aufzeichnungen der Konfiszierung und ordnungsgemäße Beschriftung und Aufbewahrung der Waffen vermutlich nicht stattgefunden haben. Nach einigen solcher Fälle wurde den Patrouillen ein lokaler Beamter beigegeben, um die Polizisten aus anderen Gegenden darüber zu informieren, was legal ist und was nicht. In Louisiana wird das Gesetz etwas anders gehandhabt als in manchen anderen Staaten, und aushelfende Polizisten aus diesen Staaten verhielten sich weit dominanter und aggressiver, als es hier üblich und nötig ist. Wer sich also in einer Katastrophenzone wiederfindet, wird feststellen, daß die Hilfskräfte nicht über lokale Gegebenheiten und Regeln informiert sind oder sich auch gar nicht dafür  interessieren. Seien Sie vorsichtig!

8. Hilfsorganisationen haben ihre eigenen bürokratischen Anforderungen, die mit Ihren Bedürfnissen kollidieren können. Ein gutes Beispiel ist das Rote Kreuz. Aus über 3 Staaten verteilten Fällen habe ich Berichte, daß hilfesuchende Bürger aufgefordert wurden, sich erst bei einer speziellen Rot-Kreuz-Unterkunft oder Meldestelle zu registrieren. Die Hilfe kam nicht zu den Leuten, sondern umgekehrt. Wer auf seinem eigenen Grundstück bleiben wollte, dem wurde oft die Hilfe verweigert und wurde statt dessen aufgefordert, eine RK-Unterkunft zu beziehen, da man sonst keine Unterstützung bekäme. Hilfe wurde auch oft nur denen gewährt, die persönlich kamen. Wer also loszog, um Hilfsmittel für seine Familie einzuholen, dem wurde die Hilfe verweigert, weil es keinen Beweis für die Existenz einer Familie gab. Nur die Personenzahl, die persönlich von den Hilfskräften (die aber nicht zu einem kamen, sondern erwartete, daß man zu ihnen ging) bestimmt werden konnte, zählte und bekam Nahrungsmittel. Unnötig zu sagen, daß das viel Ärger und Ablehnung erzeugte.

Ich hoffe, daß diese „Lektionen” hilfreich für Sie sind. Ich bin mehr und mehr davon überzeugt, daß ich mich im Falle einer Katastrophe auf mich selbst und ein paar Freunde verlassen muß und mich nie auf die Behörden oder eine Hilfsorganisation verlassen darf. Außerdem muß ich weit genug fliehen, damit ich nicht in die Komplikationen gerate, die in der näheren Gegend auftreten können. Nochmal: wir sehen, daß man sich für die eigene Sicherheit und Geborgenheit nicht auf andere verlassen sollte – schon gar nicht auf Staat oder Behörden, sonst handelt man sich noch mehr Komplikationen oder gar Katastrophen ein.

Zum Schluß ein paar Tipps, die einem das Leben vor, während und nach einer Krise leichter machen können:

– Den Benzintank immer voll machen, wenn der Spiegel unter die Hälfte abgesunken ist. Das verhindert, daß man im Notfall ohne Sprit da steht.

– Lernen Sie die Nebenstraßen kennen. Im Notfall werden die Autobahnen verstopft sein.

– Halten Sie Dosennahrung auf Lager. Vorzugsweise Ware, die man auch ohne Kochen essen kann.

– Halten Sie einige Dutzend Liter Wasser in Kanistern oder großen Plastikflaschen in der Kühltruhe auf Lager. Das kostet fast nichts und ist im Notfall Gold wert.

Fr. Frog’s Regeln des Katastrophen-Survival

  1. Sie werden keine Probleme haben, wenn Sie auf welche vorbereitet sind! (Außer die Obrigkeit kommt vorbei, um zu helfen!)
  2. Man sollte genügend Mittel auf Lager haben, um mindestens 3 Tage davon leben zu können, besser mehr!

3.Wohnen Sie an vernünftigen Orten!

  1. Planen Sie voraus!

(Noricus’ Quelle: HSP – Human Survival Project – sehr empfehlenswert!!)

*  *  *  *  *  *  *

Ergänzende Anmerkungen von Deep Roots:

Der aktuelle Anlaß für die Nachveröffentlichung dieses Artikels auf Morgenwacht sind natürlich die Ereignisse um den Hurrikan „Irma“, der gegenwärtig Florida heimsucht. Inzwischen wird euch klar sein, warum ich auch die Kategorie „Rasserealismus“ in die Tags dieses Artikels aufgenommen habe, oder? Nicht nur das dreiste bis kriminelle Verhalten gegenüber anderen, besser vorbereiteten Betroffenen seitens der „sozial benachteiligten Klasse“ (d. h. Neger und Mestizos) ist bezeichnend, sondern auch die krasse Undankbarkeit gegenüber denen, die ihnen in solch einer Situation helfen, wie im Beispiel der Kirchengemeinschaft in 4.1). Letzteres Beispiel hat mich an den in Jean Seberg: Eine weiße Liberale wird geschaffen geschilderten Fall erinnert, wo Jean Seberg in ihrer Heimatstadt Marshalltown ein zweistöckiges Haus mit fünf Schlafzimmern gekauft hatte, um schwarze Sportler unterzubringen, die die örtliche Volkshochschule besuchten: „Die Leute von Marshalltown zeigten anfänglich Begeisterung für die Idee, spendeten Leintücher, Betten und Möbel, aber es gab bald Beschwerden wegen lauter Musik und Parties“. Darüber hinaus wurde Jean Seberg von den schwarzen Nationalisten, die sie unterstützte, in undankbarster Weise ausgenutzt. Eine weitere Parallele zum oben beschriebenen Fall der Kirchengemeinde ist das, was Oriana Fallaci in Die Wut und der Stolz über das Verhalten der Somalis schrieb, die einmal drei Monate lang auf der Piazza del Duomo (Domplatz) in Florenz kampierten.

Heute wurde in der „Zeit im Bild“ des ORF erwähnt, daß mit dem Zurückgehen der Wassermassen in den betroffenen Städten Floridas bereits die ersten Plünderer aktiv werden, und in den dazu gezeigten Szenen waren ausschließlich Neger zu sehen. Demgegenüber ist mir bei der Berichterstattung über „Irma“ sowie den vorherigen Hurrikan und auch schon zu früheren Katastrophen in Amerika aufgefallen, daß die Hilfs- und Rettungskräfte weit überwiegend aus Weißen bestehen

Einiges vom geschilderten Verhalten der Polizei- und Hilfskräfte kann man sicher auch darauf zurückführen, daß sie in solchen Krisensituationen auch viel mit nichtweißem Gesocks umgehen müssen, das häufig eine etwas rüdere Vorgangsweise erfordert (zwischen Weißen und anderen „diskriminieren“ dürfen oder wollen sie ja nicht!). Und ich kann mir vorstellen, daß Hilfs- und Polizeikräfte, die sich durch Diebereien und Inkompetenz in der Problembewältigung „auszeichneten“, überdurchschnittlich häufig selber solche Farbigen sind, die per Affirmative Action zu ihren jeweiligen Jobs gekommen sind.

Schlußendlich zeigt sich auch anhand der oben beschriebenen Tendenzen zu egoistischem, rücksichtslosem Verhalten in Krisensituationen, wie schädlich es ist, wenn ein Land von einer „diversen“ Bevölkerung bewohnt wird anstatt von einem ethnisch homogenen Volk, das sich als Schicksals- und Solidargemeinschaft versteht.

In diesem Ausmaß sind das zwar sicherlich amerikanische Besonderheiten, die sich in europäischen Ländern noch nicht so krass auswirken werden (mit Ausnahme stark „diversifizierter“ Ballungsgebiete), aber die Tendenz geht deutlich dorthin und wird sich in den Krisen- und Katastrophenfällen kommender Jahre immer mehr auswirken. Nachfolgend daher noch zwei Karten als Übersicht:

Islamisierungsgrad in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Stand 2004)

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2 Kommentare

  1. Wanda Sakrotzki

     /  September 12, 2017

    http://www.blancheurope.com/2017/09/09/apres-le-devastateur-ouragan-irma-les-negres-pillent-et-sattaquent-aux-blancs/
    (Auszugsweise, frei übersetzt von mir):

    Nach den Zerstörungen des Monster-Orkans „Irma“ auf den französischen Antillen plündern die Neger und attackieren die weiße Bevölkerung. Dort lebende Weiße berichten im Netz:
    Auf der Insel Saint Martin haben Schwarze das zerstörte Zollgebäude geplündert und das dort befindliche Waffenlager ausgeräumt. Seit vergangenem Donnerstag durchziehen 10-köpfige Negerbanden, maskiert und mit Kapuzen verhüllt, die Insel, jederzeit bereit, zu schießen für Lebensmittel und Geld (Flachbildschirme tun’s auch, wie an anderer Stelle berichtet wird)
    Die weißen Einwohner verbarrikadieren sich mit Freunden in Häusern, die intakt geblieben sind. Sie berichten im Netz, daß Schwarze versuchen, die Türen einzuschlagen mit dem Ruf „Weiße raus!“
    Die dort lebende Sandrine Ramparan schreibt: „Ich bin durch die ganze Insel gefahren. Trostlos! Kaum einer, der nicht geschädigt wurde. Hier herrscht jetzt das Gesetz des Dschungels! Was macht unsere Regierung?? Auf der holländischen Seite der Insel: Militärpolizei überall, Soldaten, Polizei an jeder Straßenecke – Ausgeh-Verbot ab 17 Uhr, um die Straßen von Plünderern zu reinigen.
    Auf der französischen Seite: ganze Busse werden mit mit geplündertem Gut gefüllt: Spielzeug, Waschmaschinen … unter ständiger Streiterei: „wer stiehlt was!“
    T I E R E !“

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