Muttertag: Denk es!

Denk es!

Von Osimandia ursprünglich auf „As der Schwerter“ veröffentlicht.

Wenn deine Mutter alt geworden
Und älter du geworden bist,
Wenn ihr, was früher leicht und mühlos
Nunmehr zur Last geworden ist,

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Wenn ihre lieben, treuen Augen
Nicht mehr, wie einst, ins Leben seh’n,
Wenn ihre müd’ geword’nen Füße
Sie nicht mehr tragen woll’n beim Geh’n,

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Dann reiche ihr den Arm zur Stütze,
Geleite sie mit froher Lust;
Die Stunde kommt, da du sie weinend
Zum letzten Gang begleiten mußt!

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Und fragt sie dich, so gib ihr Antwort,
Und fragt sie wieder, sprich auch du!
Und fragt sie nochmals, steh’ ihr Rede,
Nicht ungestüm, in sanfter Ruh’!

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Und kann sie dich nicht recht versteh’n,
Erklär’ ihr alles froh bewegt;
Die Stunde kommt, die bitt’re Stunde,
Da dich ihr Mund nach nichts mehr frägt.

Es gibt immer wieder Zufälle, die etwas zu Tage fördern, was Jahrzehnte lang verborgen geblieben ist.

Im alten Gebetbuch einer Holsterhausener Familie flog beim Durchblättern ein 11 x 14 cm großes Abreißblatt heraus, auf dem mit Bleistift in kleiner Sütterlinschrift ein Gedicht stand. Der Überschrift nach hat dieses Gedicht Adolf Hitler 1923 verfasst. Die Holsterhausenerin hat es wohl abgeschrieben und in ihrem Gebetsbuch verwahrt.

Ein schönes Beispiel für unseren Vorschlag Wissen bewahren

Wir haben das Gedicht auch in das Poesiealbum von As der Schwerter aufgenommen.

* * *

Nachtrag von Lucifex: Dieses Gedicht stammt in Wirklichkeit offenbar von Georg Runsky, erschienen 1906 unter dem Titel „Habe Geduld“ in dessen Gedichtband „Blüthen des Herzens“; am 14. Mai 1938 wurde es in der österreichischen Wochenzeitschrift „Agrarische Post“ unter dem Titel „Denke es“ veröffentlicht und später Hitler zugeschrieben.

*     *     *

Neue Kommentarpolitik auf „Morgenwacht“: Wie bereits hier unter Punkt 1 angekündigt, am Schluß dieses Kommentars wiederholt als Absicht geäußert und in diesem Kommentar endgültig festgelegt, werden neue Kommentatoren nicht mehr zugelassen und sind die Kommentarspalten nur noch für die bereits bekannte Kommentatorenrunde offen.

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Ein Kommentar

  1. pils

     /  Mai 14, 2017

    Ja, das ist der Weg da müssen wir durch und dann kommt die Heilung.

    Antworten

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