Die Entführung Jesu auf dem Weg zur Apokalypse

Von Penelope Thornton, übersetzt von Deep Roots.

Das Original Hijacking Jesus on the Way to the Apocalypse erschien am 14. Juni 2010 bei „The Occidental Observer“.

Legen Sie Ihre Splitterschutzweste an. Vergewissern Sie sich, daß Ihr Sicherheitsgurt angelegt ist. Ziehen Sie sich die Schutzbrille über die Augen. Und vergessen Sie Ihre Ohrstöpsel nicht.

Atmen Sie tief ein und machen Sie sich bereit! Bereit? Okay, wir gehen ins Kino.

Erster Zwischenstop: 2012“

Kein Grund, sich um die Zukunft zu sorgen, denn es gibt keine.

Das Ende ist nahe; das Ende ist da, und es ist kein schöner Anblick. Paps, der wieder in seine Vaterrolle eingesetzte Verlierer, zischt mit halsbrecherischer Geschwindigkeit dahin, während er seine Familie rettet und die Autobahn in LA unter ihnen Falten wirft. Aber es ist nicht nur Kalifornien, das auseinanderfällt und einstürzt. Es ist der ganze Planet. Die heilige Mutter Erde ist erledigt, aufgrund einer seltsamen Kombination aus globaler Erwärmung und Magnetpolverlagerung.

Natürlich beginnt der Trend in Kalifornien. Alle Trends beginnen in Kalifornien. Aber es geht darum, nach Shangri-La oder Tibet zu gelangen, um gerettet zu werden! Wir haben das schon mal gehört. Das sind gute Nachrichten für Buddhisten, aber was ist mit uns anderen? Traurigerweise werden die meisten von uns nicht gerettet. Aber Präsident Morgan Freeman — St. Morgan (alias America’s Spiritual Presence-in-Chief) für die meisten von uns — entschließt sich dazu, bei den Nicht-Auserwählten zu bleiben und verschwindet mit uns anderen unter dem Flugzeugträger USS John F. Kennedy, der das plattmacht, was von Washington DC noch übrig ist [Anm. d. Ü.: hier irrt die Autorin. In diesem Film spielt Danny Glover den schwarzen Präsidenten; Morgan Freeman hatte diese Rolle in „Deep Impact“]. Das Bild des weisen, altruistischen schwarzen Präsidenten, der sich als Mitglied der Elite hätte retten können, aber mit dem Schiff untergeht, ist eines der eindringlichsten Bilder des Films.

Warnung: Dieser Film ist sehr anstrengend. Sie werden sich daher vielleicht noch einige Vitamine einwerfen wollen, bevor Sie sich 2012“ ansehen.

Die politischen Botschaften sind interessant. Wir werden von einem heiligmäßigen schwarzen Präsidenten in unseren unvermeidlichen Untergang geführt. Die zwei Gebäude, die man völlig einstürzen sieht, sind der US-Kongreß und der Petersdom in Rom. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die katholische Kirche müssen verschwinden? [Anm. d. Ü.: Laut Roland Emmerich war auch die Zerstörung einer Moschee sowie der Kaaba in Mekka geplant; aus Furcht vor radikalen Moslems hätte man aber darauf verzichtet. An die umstürzende Christus-Statue auf dem Corcovado sei auch noch erinnert!]

Die Chinesen sind diejenigen, die die Technologie zur Rettung einiger weniger Auserwählter zur Verfügung stellen, einschließlich ein paar Weißer.

Der Film richtet sich an Weiße, nachdem die Hauptfiguren, gespielt von John Cusack und Amanda Peet, und ihr Familienleben den Großteil des menschlichen Elements der Geschichte liefern. Aber die Weißen leben in einer Welt, in der indische Wissenschaftler das Problem erkannt haben, die Chinesen die Technologie besitzen, um der Katastrophe zu entkommen, und in der es einen schwarzen Präsidenten der USA gibt. Auch wenn sie einen zentralen Platz im emotionalen Teil der Geschichte haben, im großen Ganzen sind sie Kleindarsteller.

Und es wird in der Zukunft nicht mehr viele Weiße geben. Das sub-saharische Afrika ist die einzige Landmasse, die nach der Katastrophe übrig ist, und es ist das Ziel der Archen, nachdem sich die Dinge beruhigen. Also, ich weiß nicht, ob das ein Bezug auf das Thema vom Garten Eden ist, oder von Afrika als Geburtsstätte der Menschheit, oder einfach darauf, daß die Chinesen eine Menge in die Ressourcen Afrikas investieren.

Aber die Welt wird in Afrika neu beginnen, sodaß die Afrikaner die große Mehrheit aller Menschen ausmachen werden. Vermutlich werden sie alle wie Präsident Morgan Freeman sein — Brunnen der Weisheit und Vorbilder an Altruismus und Moralität. Die Welt wird bestimmt ein besserer Ort sein, als sie es jetzt ist.

„Legion“

Kinder, hört mir zu, ich werde euch die Furcht vor dem Herrn lehren.

Psalm 23

So beginnt der Film Legion“.

Der Regen prasselt auf die graue Erde hernieder. Ein verrückter Hund bellt, als er herniederkommt. Und wer ist es, der da herniederkommt?

Derjenige, der zwei Polizisten tötet und hinter dem die Lichter ausgehen, als er in die Dunkelheit entschwindet.

Er ist der Erzengel Michael, aber nicht so, wie wir ihn uns im allgemeinen vorstellen.

Der Engel wird von einem anderen Engel konfrontiert, oder ist es ein Dämon? Oder ist es Satan?

Eine Szene beginnt mit der üblichen erschreckenden Brutalität. Er schneidet sich die Flügel ab.

Wird er sich hier einleben? So weit erinnert mich der Film an Blade Runner“.

Er ist in das Amerika von heute gekommen, das Amerika der Ghettoschwarzen und der ungebildeten, armen und demoralisierten Weißen.

Währenddessen ist das Imbißlokal mit dem angemessenen Namen Paradise Falls voll mit den Gefallenen. Mutter Maria, die ein Kind unter dem Herzen trägt, ist eine schlampenhafte Kellnerin. Ihr Möchtegernfreund ist notgeil und schwach. Die nette kleine alte Dame stellt sich als unflätiger böser Geist heraus, der an der Decke krabbelt und schwierig zu töten ist.

Die „im Imbißlokal versammelten verlorenen Seelen“ sind ein altes Thema, das neu aufbereitet wurde mit dem, was nun die populären Klischees der verschiedenen Typen amerikanischer verlorener Seelen sein dürfen.

Und Maria ist natürlich eine Hure.

„‘Und warum ist Gott zornig auf seine Kinder?’ habe ich meine Mutter immer gefragt, als sie mich ins Bett steckte” sagt Charlie, die Mutter des ungeborenen Kindes. „Ich weiß nicht, ich schätze, er hat den ganzen Bockmist einfach satt.“

Michael, der Erzengel, ist gefallen. Er ist zur Erde gekommen in Ungehorsam gegenüber Gottes letztem Befehl, der lautete, uns „abzumurksen“, weil „er den Bockmist einfach satt hat.“ Gott hat genug, daher macht er uns den Garaus.

Michael hat es also auf sich genommen, die Menschheit zu retten, und das tut er, indem er an die Leute im Imbißlokal etliche wirksame High-Tech-Waffen verteilt. Er tut das, damit sie Gottes Engelscharen abwehren können, wenn sie kommen, um die Menschheit zu erledigen.

Viele Scharen und Mengen von Blut, alles begleitet vom Brummen, scheppernden Metall und tiefen Pochen der Filmmusik. Später fliehen „Maria” und „Josef” in einem SUV, der mit einem ziemlichen Waffenarsenal beladen ist. Es bleibt den Erzengeln Michael und Gabriel überlassen, es hier auf Erden auszukämpfen. Noch mehr Schwermetall und noch mehr Blut.

Ich sage nichts mehr, für den Fall, daß Sie es sich ansehen wollen.

Ein Hauptthema ist die clevere Vermengung der Apokalypse mit der Weihnachtsgeschichte. Eine Menge Dinge werden auf den Kopf gestellt. Der erste Angriff kommt von einem Eisverkäufer. Der Eisverkäufer kommet? Die Engel bewohnen die Körper von Menschen, ziemlich so, wie es die Außerirdischen neuerdings getan haben.

Der einzige gute Engel ist ein gefallener Engel, der die Menschheit vor dem Zorn Gottes retten will. Es gibt also eine Menge Neuauslegung alter Geschichten.

Das Baby ist nicht gekommen, um die Menschheit zu retten; vielmehr wird die Menschheit sicher sein, so lange das Kind am Leben ist. Man könnte das einfach so auffassen, daß wir überleben werden, solange wir weiter Kinder haben – definitiv eine gute Botschaft. Der Erzengel Gabriel war der Bote Gottes, der gekommen war, um der Jungfrau [Maria] zu sagen, daß sie ein Kind unter dem Herzen trüge. Diesmal ist er gekommen, um das Kind zu töten; nicht allzu engelhaft, zumindest nach traditionellen Maßstäben.

Positiv ist, daß die Weihnachtsgeschichte über die Apokalypse triumphiert. Und in diesen ach-so-apokalyptischen Zeiten sind das in der Tat gute Neuigkeiten. Aber was genau ist die Botschaft dieses Films? Ist sie christlich? Falls sie es ist, dann ist das eine verdrehte Art von Christentum.

Es gibt eine Neubearbeitung eines alten Themas von Michael und Gabriel, verstrickt in einen ewigen Kampf. Die beiden Erzengel, die zur Erde herabgekommen sind, sind sehr irdisch. Sie kämpfen es aus wie zwei Führer von Motorradbanden, in einer Bar irgendwo am Rande der Mojave-Wüste. Sogar das eingesetzte Waffenarsenal ist brutal. Das streitkolbenartige Ding, das Gabriel führt, kommt direkt aus dem Mittelalter oder aus Mad Max. Und es ist interessant anzumerken, daß es als das Gute dargestellt wird, das gegen das Gute kämpft, nicht als Gut, das gegen Böse kämpft, denn normalerweise assoziieren wir einen Engel mit dem Guten. Ich weiß wirklich nicht, was das bedeutet, und ob es ein Teil des subtilen Subtexts ist oder was.

Der gefallene Engel Michael ist nicht böse. Er ist nicht satanisch. Er hilft der Menschheit. Er ist sogar bereit, sein Leben zu opfern, um die Menschheit zu retten. Also ist er eine Art Christusfigur. Es ist Gabriel, der Bote Gottes, der böse und grausam und gefühllos ist. Und es ist Gabriel, der das Werk Gottes tut, wodurch Gott also böse wäre.  Also wird es in einer sehr verdrehten Art zu einem Kampf zwischen Gut und Böse.

Hier haben wir also die Weihnachtsgeschichte, wiederbelebt, um Gott schlechtzumachen. Die Apokalypse wird rückgängig gemacht, und die Engel, die wiederkehren, sind Dämonen, keine Retter der Menschheit. Da habt ihr sie also, die aktualisierte, hippe Twisted-Sister-Version. Seltsame Geschichten in seltsamen Zeiten.

Nur für Mädels: Michael ist reizvoll, und das meine ich nicht nur in spiritueller Weise.

Warnung: Dieser Film wird schwangeren Frauen nicht empfohlen.

Eli kommt, versteck’ dein Herz, Liebling.

Ja, auch wenn ich wandle im Tal des Todesschattens

So fürchte ich nicht das Böse

Das Ende ist gekommen und vorübergegangen, und wir befinden uns 30 Jahre nach dem „Blitz“. Ja, es ist noch ein apokalyptischer Film. Dieser heißt „The Book of Eli“.

Eli, gespielt von Denzel Washington, wandelt auf dem Pfad. Er wandelt auf dem Pfad durch die Welt nach dem Krieg, nach dem Blitz, nachdem das große Loch im Himmel erzeugt wurde und die Sonne hereingeströmt ist, diesmal nicht wie Honig, sondern Tod verabreichend. Jeder trägt jetzt Augenschutz, denn die Sonne macht blind.

Es scheint, als ob die Ozonschicht komplett verschwunden ist. Eli marschiert also durch die riesige Weite dessen, was einmal ‚America the Beautiful’ war. Programmieren wir wieder mal. Wir wissen, daß wir atomisiert werden sollen; wir wissen, daß wir ausgelöscht werden sollen.  Wir wissen es, weil sie es uns ständig sagen.

Laßt alle Hoffnung fahren, die ihr ins Cineplex eintretet.

Als erstes begegnet er einer Bande von Schlägern, die eine Frau als Köder benutzen, die sie der Wüstensonne ausgesetzt haben, um Arglose anzulocken. Der Held Eli, eine Art schwarzer Jesusgestalt, wird von einer Bande brutaler, dumpfer Untermenschen angefallen, die zufällig alles weiße Männer sind. Aber er wird vom Herrn beschützt, oder er ist ein Mordsschütze, denn er trifft jeden einzelnen von ihnen.

Also diese post-apokalyptische Welt läßt Mad Max im Vergleich optimistisch erscheinen. Kannibalismus ist jetzt die Norm.

Eli gelangt in eine Stadt, die von einem von Gary Oldman gespielten Bösewicht geführt wird. Carnegie beherrscht seine Stadt verdeckt. Er weiß, wo das Wasser ist, und er verrät es nicht. Nein, denn er benutzt seine Kontrolle über die Wasserressourcen, um die Menschen zu kontrollieren. Kalt und berechnend, ist Carnegie, der kriecherische alte Schlangenölverkäufer, das personifizierte Böse. Und interessanterweise ist er ein kränklicher, pockennarbiger weißer Mann. Schon der Name Carnegie suggeriert Macht und ihren Mißbrauch. Und in Entsprechung des Stereotyps vom bösen weißen Mann mißhandelt er seine Frau und schickt ihre Tochter auf den Strich. Er ist davon besessen, ein bestimmtes Buch zu bekommen.

Also, die Bibel ist das gute Buch, und der gute Schwarze Mann Eli trägt sie bei sich. Carnegie will sie, weil sie hypnotisieren und Menschen durch ihre Worte kontrollieren kann. Seine Kampftiere sind physisch abstoßend, gewalttätig, und bis auf den letzten Mann weiß.

Der Held Eli wandelt seit 30 Jahren auf Erden; dieselbe Zahl von Jahren, die Jesus Christus auf Erden ging, bevor er gekreuzigt wurde. Und sicher, Eli wird gekreuzigt werden. Oder vielmehr von dieser Bande weißer Unmenschen angegriffen und niedergeschossen werden, während er versucht, seinen Weg nach Westen fortzusetzen, nur geleitet von den Stimmen in seinem Kopf und begleitet von Solara, dem unschuldigen Mädchen, das vor den Rohlingen fliehen muß.

Die Farbtönung ist Sepia, und der Ton ein hochfrequentes Kreischen und heulende Winde. Aber dies ist ja das Tal des Todesschattens.

Eli und das arme kleine weiße Mädchen, das davongelaufen ist, um nicht von seinem Daddy fertiggemacht und dem Mob vorgeworfen zu werden, auch wenn er gar nicht ihr Daddy ist, machen sich auf die Reise zu ihrem Bestimmungsort. Und dann gibt es ein komisches Zwischenspiel.

Allein in der flachen Wüste steht ein heruntergekommenes, hölzernes altes Farmhaus. Die Farbe ist vor langer Zeit abgeblättert. Es ist die Verkörperung des Verfalls. Die beiden gehen darauf zu. Sie betreten die Veranda, klopfen zweimal und fallen sofort durch eine Falltür.

Ein altes Paar hat irgendwie diese vielen Jahre überlebt und serviert ihnen Tee in Porzellantassen. Sie zieht ihre alte Victrola auf. Wohlgemerkt, der „Blitz“ fand im Zeitalter von MP3 statt, aber trotzdem zieht diese elegante alte Dame die Victrola auf, bevor sie die Gäste kannibalisiert. Aber zur Hölle, wißt ihr, sie sind Weiße!

Aber gerade im letzten Augenblick tauchen die bösen Kerle auf, und der alte Carnegie will seine Tochter für seine bösen Henker von ihrem schwarzen Beschützer zurückfordern. Aber vor allem will er das Buch.

Es gibt eine westernmäßige Schießerei mit schwerer Artillerie, und Eli wird niedergeschossen und händigt die Bibel aus, aber sie machen weiter. Er bandagiert sich selbst. Also, er hat ein Loch von der Größe eines Golfballes in seiner Brust, aber Gott ist groß, was soll ich sagen?

Sie schaffen es bis zum Ziel, sie schaffen es nach Alcatraz, das jetzt eine Bibliothek ist, und Eli diktiert das Buch. An dieser Stelle erkennt man, daß er ohne Augenlicht durch das Tal des Todesschattens marschiert ist.

Die einzigen guten Charaktere in dem Film, außer dem Kind in Banana-Republic-Klamotten, sind ihre Mutter und Eli, die beide blind sind. Blind gegenüber dem Bösen um sie herum?

Und man muß verstehen, daß der böse Carnegie, der Schlangenölverkäufer, die Bibel nur will, damit er den Mob hypnotisieren und für seine bösen Zwecke benutzen kann.

Die Schlußszene des Films zeigt das Buch. Man sieht es in einem Bücherregal, und auf seinem Rücken stehen die Worte „King James Bible“. Und daneben ist ein Buch, auf dessen Rücken „Tanach“ steht, die hebräische Bezeichnung des Alten Testaments.

Denzel Washington schrieb den Film zusammen mit Joel Silver, einem jüdischen Drehbuchautor und Produzenten. Wieder einmal wird uns ein Lieblingsthema vorgesetzt: ein nobler schwarzer Mann wird uns mit den Worten von Gottes auserwähltem Volk aus der Finsternis des weißen Mannes führen. Juden und Schwarze arbeiten zusammen, um die bösen Weißen im Interesse der Schaffung einer moralisch erhebenden Zivilisation zu vernichten.

Nachgedanken

Die Themen dieser Filme sind unerbittlich mißmutig. Die gesamte Bildsprache ist düster. Und in zweien der Filme wird die optimistische Botschaft des Christentums auf den Kopf gestellt und als Untergangsprophezeiung vorgesetzt. In „The Book of Eli ist das Verhängnis die Wüste, zu der die Welt geworden ist. In Legion“ sind die Szenen der Schießerei in der Bar unerbittlich grausig. Die Geschichte selbst ist eine kranke Verdrehung der Weihnachtsgeschichte. Sie zeigt Erzengel, die einander mit Streitkolben niedermachen. Dieser Film beginnt mit einer kalten, düsteren Nacht, mit einem verrückten Hund, der hinter einem Kettenzaun bellt. Dann gibt es noch die Darstellung von Amerika als Nation der Gettos und Imbißlokale, oder noch schlimmer, als Wüste  voller Kannibalen.

Und das Komische ist, daß Amerika so wird. Die Zersetzung der Gesellschaft ist ein fortlaufendes Projekt. Das ist es, womit die Leute ihre Zeit verbringen. Sie gehen in diese verrückten, hyperventilierten, überdrehten Sci-fi Slug*-Festivals, die man Unterhaltung nennt. [* Anm. d. Ü.: „Slugs“ in diesem Sinne sind Flintenlaufgeschosse]

Und all dieses Zeug wird tagaus, tagein in unsere Hirne gefüllt.

Es gibt kein Nachlassen bei der Gewalt, aber dazu kommt noch diese vorrangige Beschäftigung mit „dem Ende“. „2012“ ist die Hollywood-Version der Maya-Prophezeiung, und Legion“ und „The Book of Eli“ sind Hollywood-Versionen der Offenbarung. Die Förderung und Kultivierung von Furcht ist ein Hauptprodukt von Hollywood, indem es Abwandlungen alter Themen benutzt. In 2012“ kommt die Heimsuchung durch den Tod nicht vom Himmel, sondern statt dessen von der Erde unter den eigenen Füßen, die während des ganzen Films Falten wirft und Eruptionen hat. Und wie in Independence Day“ sind die Helden wiederum ein Schwarzer und ein Jude — in diesem Fall ein schwarzer Wissenschaftler und ein Präsidentenberater, der als Jude erscheint. Zusammen leiten sie die Neue und Bessere Welt ein.  Der weiße Vorstadtvater in „2012“ ist natürlich ein Verlierer, aber dennoch wird er schließlich gerettet. Der von Tom Cruise in War of the Worlds“ gespielte Antiheld und geplagte Vater ist eine weitere Version derselben Standardfigur.

Und abgesehen davon, daß in „The Book of Eli“ eine schwarze Christusgestalt vorkommt, sind die Weißen dort einheitlich untermenschlich, primitiv und für jede Rettung verloren. Bis zum letzten Mann sind sie absolut abstoßend. Hier ist keine unterschwellige Programmierung am Werk! Hollywoods Krieg gegen den weißen Mann geht unvermindert weiter.

Und dann ist da noch der Ton. Wie wir wissen, macht der Soundtrack den Film. Das trübsinnige Trommeln des Regens und der heulende Hund in Legion“; und das hohe Summen und der heulende Wind nerven einen während des ganzen Book of Eli“. Es ist alles in häßlicher Weise aufreibend. Ich weiß, daß ich die Rezensionen mit ironischem Unterton geschrieben habe, aber ich meine es ernst, wenn ich sage, daß man erschöpft aus diesen Filmen geht, aller Gefühle leer.

Ich kann mich erinnern, wie ich als Mädchen ins Kino ging und beim Hinausgehen aufgekratzt war und einfach die Straße entlang tanzen wollte. Meine Moral war gehoben. Die freudige Stimmung hielt Stunden an.

Diese Filme abzusitzen ist anstrengend. Obwohl ich dort bin, will ich nicht dort sein. Die Geräusche sind irritierend. Der Großteil der Bildsprache ist düster und hässlich. Es ist schwer zu glauben, daß das als Unterhaltung betrachtet wird.

Und noch unglaublicher, daß Hollywood versucht, diese Filme als christlich auszugeben.

Die ständige Darstellung des Lebens als brutal, als endloser Kampf wird wieder und wieder ausgewalzt. Ich denke an die Szenen mit diesen erbärmlichen Menschen in „The Book of Eli“, die darauf reduziert sind, einander zu kannibalisieren. All die unterschwellige Programmierung. Was sage ich? Die Botschaft ist so unterschwellig wie eine Tonne Ziegelsteine.

Was ist der Zweck von all dem?  Um was geht es bei der ständigen Stichelei der Hollywood-Moguln wirklich?  Statt geistlose Unterhaltung zu servieren, machen sie Filme, die voller sehr durchdachter Propaganda und Programmierung sind.

Man sagt uns wieder und wieder, daß unsere Zivilisation ein Fehlschlag sei und zusammenbrechen oder zerstört werden wird. Man sagt uns, daß es Zeit sei, daß sie verschwindet. Die Maya-Prophezeiung sagt uns, daß es unvermeidlich ist. Der Film „2012“ sagt uns, daß die neue Welt in Afrika beginnt. „Legion“ sagt uns, daß unsere Welt bis ins Mark verfault ist und nicht wert, gerettet zu werden. Das Christentum wird so dargestellt, als sei es in Selbstzerstörung begriffen. „The Book of Eli“ beschreibt eine Welt, die von der Technologie des Westens zerstört worden ist, was heißen soll, von Weißen.

Die Guten sind in „2012“ ein schwarzer und ein indischer Wissenschaftler, und im „Book of Eli“ ein christusartiger schwarzer Mann. Der männliche weiße Hauptdarsteller in „2012“ ist ein verantwortungsloser, selbstsüchtiger, geschiedener Vater. Die Weißen in „Legion“ sind einheitlich böse. Die alte Dame ist ein Monster, das schwangere Mädchen eine Schlampe, und ihr Freund ist ein Nerd. Aber „The Book of Eli“  stellt weiße Männer als entweder böse oder untermenschlich dar. Viel schlimmer kann’s nicht mehr werden!  Ich bin nicht sicher, ob Hollywood die Weißen, und besonders die weißen Männer, beseitigen will, oder ob es sie nur ganz unten in den Haufen tun will.

Was tut dieses kranke Ding, das man Unterhaltung nennt, den Menschen an? Es verändert wirklich die Art, wie die Leute sind, und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, daß es die Menschen in Tiere verwandelt, nur daß Tiere sich weit besser benehmen. Es strebt sicherlich danach, unsere Gesellschaft zu zerstören, und es hat Erfolg damit.

Jedenfalls stimmt das mit meiner zentralen These überein, daß es keine Realität gibt – nur das, was wir im Kino und im Fernsehen sehen. Die Medien sind so groß und überwältigend, daß sie wirklich Realität erzeugen. Sie sind eine gigantische Saugvorrichtung, die Menschen einsaugt und so werden läßt wie sie.

Man denke nur an die Veränderungen in der Gesellschaft: die Grobheit, die als Höhepunkt des Coolseins gilt, und die Brutalität, die die Leute nicht mal mehr in Frage stellen.

Hollywood hat vor mehreren Jahrzehnten ernstlich damit angefangen, das Christentum schlechtzumachen. Aber jetzt scheint es, als sei ein Christentum im Schlepptau um einiges nützlicher.

„Legion“ belehrt uns, daß Gott uns schließlich so satt hat, daß er seine Schöpfung, die menschliche Rasse, vernichten muß. Interessanterweise ist einer der Gründe unser „Rassismus“. Nicht als Gründe genannt werden Mord, Vergewaltigung, Brandstiftung und Raub. Der Subtext ist anscheinend, daß die Christen nie wirklich das Christentum praktiziert hätten. Der Film benutzt die Themen des Christentums, ohne die Religion jemals wirklich zu befürworten. Die zentralen Themen und Bilder des Christentums wie die Erzengel und die Jungfrau Maria werden in solch herabsetzender Weise präsentiert, daß der Film nicht als Befürwortung des Christentums verstanden werden kann.

Ich glaube, die Botschaft ist die, daß die Christen nie wirklich christlich waren. Gleichzeitig setzen die Präsentation der Themen und Bilder des Christentums die Religion herab.

In „The Book of Eli“ sagt man uns, daß nur die Schwarzen wahrhaft das Christentum praktizieren, während Weiße es als Mittel zur Gesellschaftskontrolle benutzen und als Weg, die gewöhnlichen Leute zu täuschen und auszubeuten. Die letzte Szene von dem Bücherregal, mit den beiden Büchern, der King James Bible und dem Tanach Seite an Seite, sagt uns, daß Christentum und Judentum von gleichem Wert seien.

Ein politisch korrektifiziertes Christentum soll jetzt toleriert werden. Besser das Publikum einlullen, damit es glaubt, seine Religion wäre nicht der letzte Witz und hätte etwas Würde zurückgewonnen. Besser das erledigen, was von unserer Zivilisation noch übrig ist, indem man das Christentum als den Schlüsselblumenweg benutzt.

Penelope Thornton ist eine freischaffende Schriftstellerin und ernsthafte Studentin der Medien und ihrer Spiele.

*   *   *

Siehe auch die Artikelreihe Star Dreck von „As der Schwerter“ sowie:

„Avatar“ – der neueste anti-westliche Film aus Hollywood von Fjordman

Star Trek und die multirassische Zukunft von Jonathan Pyle

Fiktive schwarze Helden: Star Trek von Hunter Wallace

Star Trek: Beyond von Greg Johnson

Star Wars, Episode VII: Das Erwachen der Macht von Greg Johnson

Hollywood-Humbug „Dolphin Tale“: Morgan Freeman darf wieder einmal einen numinosen Neger spielen von Paul Kersey

Rote Leitwerke und Lügengeschichten von Paul Kersey

Angry Birds – Der Film von Gregory Hood

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Ein Kommentar

  1. Novaris

     /  April 2, 2017

    Das 3. Geheimnis von Fatima. (Die Geschichte begann am 13. Mai 1917 und endete am 13. Oktober 1917 – Einmal im Monat erschien den 3 Hirtenkindern eine weiße Frau)
    Wegen der Schwere der Prophezeiung hier nur die „Diplomatische Fassung“ :
    „Ein großes Strafgericht wird über die ganze Menschheit ergehen. In keinem Erdteil herrscht Ordnung, und Satan regiert in den wichtigsten Amtsgeschäften und bestimmt den Lauf der Ereignisse. Es wir ihm gelingen, sich in die höchsten Kirchenämter einzuschleichen. Er wird den Geist bedeutender Wissenschaftler zur Erfindung von Waffen verführen, mit denen die gesamte Menschheit in wenigen Minuten ausgelöscht werden kann. Die Politiker in den höchsten Machtpositionen werden dann für die Herstellung ungeheurer Mengen solcher Waffen sorgen. Ein großer Krieg wird ausbrechen. Feuer und Rauch werden vom Himmel fallen. Das Wasser der Ozeane wird verdampfen und eine Gischt aufsteigen, die alles vernichten und bedecken wird. Millionen und Abermillionen von Menschen werden von Stunde zu Stunde umkommen, und die Überlebenden werden die Toten beneiden. Wohin man auch immer seinen Blick wendet, wird Angst und Elend herrschen, und in allen Ländern werden nur Trümmer sein. Diese Zeit ist nicht mehr fern und der Abgrund klafft immer unüberwindlicher. Die Guten werden zusammen mit den Bösen, die Großen und die Kleinen, die Kirchenfürsten mit ihren Gläubigen und Regierungsoberhäupter mit ihren Völkern ums Leben kommen. Überall werden Tod und Vernichtung aufgrund der Fehler sein, welche von den unbesonnenen Anhängern Satans begangen wurden, der dann tatsächlich über die ganze Welt herrschen wird. Aber am Ende werden die Übriggebliebenen, denen die Geschehnisse nichts anhaben konnten, von neuem den Ruhm Gottes verkündigen und ihm wieder dienen, wie sie es einst taten, als die Welt nicht der Finsternis verfallen war.“

    Fazit : Kein Katastrophen-Film kann die hier prophezeiten Geschehnisse auch nur annähernd darstellen !! Man traute sich nicht, stürzenden Moscheen zu zeigen ? „In allen Ländern werden nur Trümmer sein !!“
    Das 3. Geheimnis von Fatima ist erschreckend aktuell. Es fehlt nur noch das Finale, an dem z.Zt. mächtig von den satanischen Eliten gearbeitet wird !

    Antwort

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