Caribbean Project 4: Freie Neger in Hayti (1859)

Die Freiheit ist in der ersten schwarzen Republik der Welt gescheitert.

Die Freiheit ist in der ersten schwarzen Republik der Welt gescheitert.

Von Hunter Wallace, übersetzt von Deep Roots. Das Original Caribbean Project: Free Negroes In Hayti (1859) erschien am 3. Mai 2012 im Rahmen von Hunter Wallaces Artikelserie „Caribbean Project“ auf Occidental Dissent. Zuvor hier veröffentlicht:

Caribbean Project 1: Gescheiterte Freiheit – Die Ausnahme von Barbados

Caribbean Project 2: Haitis Kultur der Vergewaltigung

Caribbean Project 3: Das haitianische Erdbeben von 1842

W. W. Wrights “Free Negroes in Haiti” erschien in der Ausgabe November 1859 von DeBow’s Review.

Es ist schwierig, die Wirkung in Dixie zu beschreiben, die vorhergehende gescheiterte Experimente in der Abolition in der Karibik auf rassische Einstellungen in den Südstaaten und auf die Evolution der südstaatlichen republikanischen Theorie in der Zeit vor dem Sezessionskrieg hatten.

Der „Kongo der Antillen“ bot ein Schauspiel, das illustrierte, warum „schwarzer Republikanismus“ um jeden Preis bekämpft werden mußte:

Kein Land war günstiger gelegen, um diesen Segen zu empfangen, als die Königin der Antillen. Ihre Unabhängigkeit, die Anfang dieses Jahrhunderts erlangt wurde, jeder Feind von ihrem Boden verbannt oder ausgelöscht, im Fokus der Zivilisation stehend, auf halbem Weg zwischen den beiden größten Nationen der Erde, der Anziehungspunkt für zigtausende freundliche Augen, das Objekt der Gebete der Christenheit, der Fleck unter allen anderen auf Erden, der den Philanthropen jeder Nation gebieten könnte, im Besitz einer Erde von unbegrenzter Fruchtbarkeit, ein Korps von Arbeitern, die im Anbau jener Artikel wohl unterwiesen sind, welche immer die lukrativsten Preise erzielen, und ein Klima, das besser als jedes andere zur Konstitution seiner Bewohner paßt – mit all diesen Vorteilen war zu erwarten, daß das Reich von Hayti bald einen bedeutenden Rang in der Familie der Nationen einnehmen würde, oder zumindest eine respektable Stellung als Land fleißiger, moralischer und erfolgreicher Menschen besetzen würde.

Im Jahr 2012 ist Haiti immer noch der Anziehungspunkt für Millionen freundliche Augen, das Objekt der Gebete der Christenheit, und der eine Fleck auf Erden unter allen anderen, der über die Aufmerksamkeit von Philanthropen jeder Nation gebietet, wie Sean Penn und Amanda Kijera.

Und tatsächlich waren das die Erwartungen der Freunde der Negerrasse. Laßt sie nur einmal frei sein, entfernt die deprimierenden Ketten der Sklaverei, bindet ihre Arme los, sagten sie, und bald werden wir eine Rasse sehen, die den Weißen völlig gleich ist; die Landwirtschaft wird Fortschritte machen, der Handel wird gepflegt werden, und die Sache der Bildung und Religion vorangebracht werden; Euklids sollten den Bergen entspringen, Äsops und Dumas’ sollten in den Tälern Verse und Romane schreiben, und die goldenen Ufer der Region Artibonite sollten einen ländlichen Frieden und Glück erleben, ohnegleichen im glücklichen Tal von Amhara oder im berühmten Utopia der Jesuiten, an den Ufern des Paraná!“

Die Yankee-Abolitionisten Amerikas hatten ähnliche Vorhersagen über die Überlegenheit „freier Arbeitskräfte“ gegenüber der „Sklavenarbeit“. Es wurde zu der Zeit zuversichtlich verkündet, daß „Sklavenarbeit“ den landwirtschaftlichen Fortschritt des Südens relativ zum Norden bremsen würde. Manch ein Carpetbagger traf während des Wiederaufbaus im Süden ein, um diese Ideen von „freier Arbeitskraft“ auszuprobieren, nur um schnell bankrott zu gehen, nachdem sie erkannten, daß der freie Neger als landwirtschaftlicher Arbeiter wertlos war.

Wie sind diese Erwartungen erfüllt worden? Was ist das Ergebnis dieses fünfzigjährigen Versuchs unter den günstigsten Umständen gewesen, die man sich vorstellen kann?“

W. W. Wright schrieb diesen Artikel in DeBow’s Review aus der Perspektive des 55. Jahres der Freiheit in Haiti. Sir Spenser St. John schrieb aus der Perspektive des 81. Jahres der Freiheit in Haiti. Hesketh Pritchard schrieb im 96. Jahr der Freiheit. Wir beobachten Haiti aus der Perspektive des 208. Jahres der Freiheit.

Es könnte autark sein, und doch braucht es wie ein Kleinkind in der Wiege ständige Hilfe. Es braucht von der ganzen Welt Artikel erstrangiger Notwendigkeit. Unser altes St. Domingo, das 40.000.000 Pfund Zucker exportierte, erzeugt nun nicht genug für die Bedürfnisse seiner Invaliden; und, um die Wahrheit zu sagen, die einzige Arbeit, die auf der Insel blüht, ist die Herstellung von Rum!“

Ich finde, daß dies auf Haiti heute immer noch zutrifft: es hängt in seiner Grundversorgung von der Wohltätigkeit der Welt ab, es ist immer noch „wie ein Kleinkind in der Wiege“, es braucht immer noch „ständige Hilfe“.

„Sogar die superben Straßen und Fernstraßen von St. Domingo gibt es nicht mehr. Vom Kap bis Gonaires, von Port-au-Prince bis Jacmel“, fährt dieser Autor fort, „sind all die Routen, die ich bereiste, nichts weiter als fast unbenutzbare Pfade, und oft sogar gefährlich. Die Brücken über die Flüsse sind in einem solch schlechten Zustand, daß es notwendig ist, vom Pferd abzusteigen, um sie zu überqueren. Pferde und Esel sind gegenwärtig die einzigen Transportmittel in Hayti.“

Es klingt wie eine Szene aus “Deadliest Journeys: Congo.” Die meisten Haitianer sind Kongolesen, die auf die Antillen transportiert wurden.

*   *   *   *   *   *

Nächster Teil: Caribbean Project 5: Warum ist Haiti Haiti?

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