Die dunkle Seite der Bürgerrechtsbewegung

Von Luke Wolfe; Original: The Dark Side of the Civil Rights Movement, erschienen am 20. Februar 2017 auf „The Occidental Observer“.

Übersetzung: Lucifex

Das vorherrschende Narrativ über die Bürgerrechtsbewegung ist eine Geschichte über selbstlose Weiße, die die Ungerechtigkeit im Süden bekämpften. Üblicherweise wird die Bewegung als aus frommen Christen und Freiheitskämpfern bestehend dargestellt, die gegen die Vorurteile der Südstaaten-Weißen zu kämpfen hatten. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die Realität ist, dass die Bürgerrechtsbewegung von denselben Kräften heimgesucht wurde, die jedes Umfeld heimsuchen, wo Weiße und Schwarze sich mischen: Gewalt, Diebstahl, Kriminalität, Ressentiments und sexuelle Dominanz.

Weiße Bürgerrechtsaktivisten, die den Norden verließen, um den Widerstand gegen die Rassentrennung im Süden zu organisieren, gingen mit religiösem Eifer an ihre Aufgaben heran. Eine weiße Frau hält diesen Geist so fest: „Es gibt meiner Meinung nach keinen Zweifel, dass diese Sache es wert ist, dafür zu sterben. … Diese Liebe wächst jeden Tag und wird sich weiter ausdehnen und ausdehnen, bis sie allen Hass überall auf der Welt besiegt“ (Rothschild 1982, S. 133). Bitte beachten Sie die messianische Mentalität der Frau: sie möchte „allen Hass überall auf der Welt“ besiegen.“

Weiße Bürgerrechtsaktivisten waren schockiert zu entdecken, dass örtliche Schwarze in Mississippi die weiße Vorherrschaft in der Bürgerrechtsbewegung übelnahmen und Widerstand gegen sie leisteten. Nach dem Graswurzelprinzip agierende Schwarze wollten eine örtliche schwarze Kontrolle über Bürgerrechtsorganisationen und suchten sicherzustellen, dass weiße Männer und Frauen sich in einer untergeordneten, machtlosen Position befanden (Rothschild 1982, S. 132). Schwarze glaubten, dass Weiße eingebildet seien und gegenüber Schwarzen überlegen taten (Watson 2010, S. 267). Andererseits betrachteten weiße Bürgerrechtsaktivisten Schwarze schließlich als im Grunde faul und dumm (Watson 2010, S. 267). Weiße Freiwillige stießen auf Argwohn und Misstrauen.

Viele Bürgerrechtsorganisationen brachen wegen rassischer und Geschlechterdifferenzen auseinander. Zum Beispiel gingen viele Teilnehmer einer Konferenz des Student Non-Violent Coordinating Committee (SNCC) wegen der brutalen Feindseligkeit zwischen Weißen und Schwarzen hinaus (Watson 2010, S. 268). Teilnehmende weiße Bürgerrechtler sprachen mit einer Freimütigkeit über Rasse, wegen der sie im heutigen Europa wegen Hassrede strafrechtlich verfolgt würden. Sie bezeichneten Schwarze als „bullshitting Negroes“ (Watson 2010, S. 268). Schwarze ihrerseits weigerten sich einfach, Befehle von Weißen entgegenzunehmen (Watson 2010, S. 268). Der Groll zwischen Weißen und Schwarzen kulminierte damit, dass das SNCC alle weißen Mitglieder aus der Organisation ausschloss (Watson 2010, S. 269).

Der für weiße weibliche Freiwillige vielleicht störendste Aspekt der Bürgerrechtsbewegung war der „Sexualtest“ (Rothschild 1982, S. 137). Männliche schwarze Organisationsangestellte benutzten ihre Machtposition, um weiße Frauen zum Geschlechtsverkehr mit ihnen zu zwingen (Rothschild 1982, S. 137). Dies war sehr verbreitet. Zwei Freiwillige beschrieben es als ein „Initiationsritual, bevor Frauen als ernsthafte Mitarbeiterinnen betrachtet werden konnten“ (Rothschild 1982, S. 137). Wie ein Autor berichtet, „zählte es jeder schwarze SNCC-Mitarbeiter, mit vielleicht ein paar Ausnahmen, als eine Kerbe in ihrem Bettpfosten, wenn sie mit einer weißen Frau geschlafen hatten – mit so vielen wie möglich“ (Watson 2010, S. 230). Was war das Ergebnis dieser rassischen Fraternisierung? Geschlechtskrankheiten verbreiteten sich überall in den Reihen des SNCC und des Council of Federated Organizations (COFO) (Watson 2010, S. 230).

Schwarze betrachteten befreite weiße Frauen aus dem Norden als leicht zu kriegen. Weil weiße Frauen aus dem Norden Make-up, Ohrringe und weite Halsausschnitte trugen, betrachteten schwarze Bürgerrechtsaktivisten sie als promiskuitiv (Watson 2010, S. 230). Weiße Bürgerrechtsaktivistinnen entsprachen manchmal den Erwartungen ihrer schwarzen Kollegen, indem sie Sex mit so vielen schwarzen Männern wie möglich hatten. Mary King erinnert sich daran, wie weiße Frauen „wie Schmetterlinge von einem Rendezvous zum anderen flatterten“ (Watson 2010, S. 230). Viele weiße Frauen schliefen mit schwarzen Männern, weil sie sich wegen des Rassismus schuldig fühlten und ihre Loyalität gegenüber schwarzen Männern beweisen wollten (Rothschild 1982, S. 137).

Schwarze ihrerseits waren von Feindseligkeit gegenüber weißen Frauen erfüllt. Trainer für Bürgerrechtsorganisationen warnten weiße Frauen vor der Feindseligkeit, die die Schwarzen gegen sie empfanden (Rothschild 1982, S. 138). Schwarze misshandelten und beschimpften oft weiße Frauen (Rothschild 2010, S. 139). Schwarze fanden großes Vergnügen darin, in weißen Gegenden von Jackson, Mississippi, auf dem Rücksitz ihrer Autos Sex mit weißen Frauen zu haben (Rothschild 1982, S. 139). Gelegentlich wurden weiße Frauen auch von schwarzen Männern in der Bewegung überfallen und vergewaltigt (Rothschild 1982, S. 139). Manchmal schlug ein Schwarzer bis zu drei weiße Frauen gleichzeitig und versuchte sie zu vergewaltigen (Rothschild 1982, S. 139). Wenn weiße Frauen sich über diese Behandlung beschwerten, wurden sie einfach nach Hause geschickt, und der schwarze Mann erhielt überhaupt keine Bestrafung (Rothschild 1982, S. 138 – 139). Wie eine weiße Frau schrieb: „Es ist ganz offensichtlich, dass sie hinter einer weißen Frau her sind. … Ich bin da ziemlich desillusioniert“ (Rothschild 1982, S. 138). Ein weißer Mitarbeiter erklärt die Feindseligkeit eines schwarzen angestellten Mitarbeiters gegenüber Frauen: „Er hatte einen wirklich tief sitzenden emotionalen Hass … und Bitterkeit gegen Weiße. Sodass er die meisten der Mädchen hasste, die weiß waren, und die meisten der Kerle, die weiß waren, aber er ließ diesen Hass an den Mädchen aus“ (Rothschild 1982, S. 139).

Schwarze Bürgerrechtler taten mehr, als weiße Mitarbeiter sexuell und körperlich zu misshandeln. Manchmal versuchten sie tatsächlich, sie zu töten. Eine weiße Mitarbeiterin beschwerte sich über einen Schwarzen, der zahlreiche weiße Frauen angegriffen hatte. Der Schwarze griff sie mit einem Beil an. Die Frau beschreibt den Angriff in ihren eigenen Worten: „Er hielt ein Beil, und er sagte: ‚Ich werde dich gut verprügeln.‘ Und ich sagte: ‚Nur zu.‘ Daher begann er mir mit dem Beil auf den Kopf zu schlagen, und ich hielt meine Hand hoch. Und das Beil hatte eine Umhüllung, aber die bedeckte nicht die Schneide, und die Schneide traf meine Hand, und meine Hand wurde aufgeschnitten. Das ist wirklich das, was passierte.“ (Rothschild 1982, S. 140). Was war die Reaktion der weißen Frau auf diese Misshandlung? Sie gab den Weißen die Schuld am Verhalten des Schwarzen: „Seine emotionale Unruhe ist ein Ergebnis dessen, das die Weißen ihm angetan haben“ (Rothschild 1982, S. 141). Die meisten weißen Frauen beschwerten sich nicht über Gewalt oder Vergewaltigung, um dem Erfolg der Bewegung zu helfen (Rothschild 1982, S. 142). Man muss die Frage stellen: wenn Schwarze diese Dinge Weißen antun, die quer durch das Land reisen, um ihnen zu helfen, was werden sie mit denjenigen von uns tun, die bloß in Ruhe gelassen werden wollen?

Das ungezügelte sexuelle Interesse, das Schwarze gegenüber weißen Frauen zeigten, verursachte tiefe Zerwürfnisse in der Bürgerrechtsgemeinschaft. Schwarze Frauen verübelten sehr die Aufmerksamkeit, die männliche Schwarze weißen Frauen schenkten (Watson 2010, S. 267). Wie eine schwarze Frau anmerkte, „fühlen die Negermädchen sich vernachlässigt, weil die weißen Mädchen die Aufmerksamkeit bekommen“ (Watson 2010, S. 267).

Schwarze tranken oft und misshandelten weiße Mitarbeiterinnen (Rothschild 1982, S. 144). Manchmal machten tapfere weiße Nordstaatler bei der Misshandlung weißer Frauen mit (Rothschild 1982, S. 144). Eine Frau beschreibt, wie es war: „Sie schütteten all ihren Hass – Rassenhass – über uns aus. Es war einfach so schmerzlich. Es zerriss mich innerlich“ (Rothschild 1982, S. 144). Das Erstaunliche ist, dass diese Frauen sich freiwillig meldeten, um im Süden zu arbeiten, und während der ganzen Misshandlung blieben!

Ein paar tapfere weiße Frauen beklagten sich doch über die Misshandlungen – anonym. Ruby Doris Smith Robinson übermittelte dem SNCC-Stab während einer Personalklausur 1964 eine Liste der Misshandlungen zwecks Besserung. Die Führung spottete herzlos über das Papier. Stokely Carmichaels Reaktion war besonders aufschlussreich: „Die Position von Frauen im SNCC sollte eine liegende sein“ (Rothschild 1982, S. 146).

Schwarze frönten auch einer Kleinkriminalität, die viele weiße Freiwillige schockierte. Ein weißer Mitarbeiter schrieb (Rothschild 1982, S. 73):

Die Disziplin der Angestellten und Freiwilligen ist so weit zusammengebrochen, dass es im Hauptquartier des Bundesstaates mehrere Rassenunruhen gegeben hat, weiße Mitarbeiter sind oft schwerer rassischer Beschimpfung und sogar Gewalt von Neger-Mitarbeitern ausgesetzt, Angestellte und freiwillige Mitarbeiter haben Kollegen angegriffen, Schecks eingelöst (für ihren eigenen persönlichen Gebrauch), Kleider und Versorgungsgüter im Gesamtwert von mehreren tausend Dollars sind gestohlen worden. Weiße Mitarbeiter tun häufig gegenüber Neger-Mitarbeitern schön und schauen auf sie herab; Jugendkriminalität scheint manchmal bestimmte Büros übernommen zu haben. … Viele Mitarbeiter fahren mit Autos so schnell sie können und rechnen damit, dass das COFO ihre Strafen bezahlen und ihnen einen Anwalt besorgen wird, egal was sie tun. Ehemalige SNCC-Angestellte, die nach Tougaloo gehen, stehlen im Büro in Jackson und führen sich wie Rowdys auf, etc. …

Dieses Zitat könnte aus jedem von Schwarzen dominierten Bereich stammen: einer Schule, einem Gefängnis oder einem Bürgermeisteramt.

Die Bürgerrechtsbewegung wurde von rassischem Groll, Gewalt und sexueller Misshandlung überschwemmt. Die Misshandlung geht heute in Schulen, Straßen und Gefängnissen im ganzen Land – und überall auf der Welt – weiter. Wenn Freiwillige aus dem Norden, die leidenschaftlich an ihre Sache glaubten, den Multikulturalismus nicht zum Funktionieren bringen konnten, dann wird er nicht funktionieren, wenn normale Leute ihn umsetzen. Der Multikulturalismus begann im Scheitern. Er endet im Scheitern. Wir sollten unsere Argumentation gegen den Multikulturalismus nicht in Begriffen der rassischen Vorherrschaft abstecken, sondern im Sinne der Vereinigungsfreiheit. Wir sollten Schwarze und Braune so behandeln, wie sie behandelt werden wollen: lasst sie ihre Gemeinschaften so führen, wie sie es für geeignet halten, und wir können dasselbe tun. Es gibt einen universalen Wunsch nach Souveränität quer durch alle Gemeinschaften und Volksgruppen. Daher ist Identitarianismus ein Universalismus.

Literaturverweise:

Rothschild, Mary Aickin. (1982). A case of black and white: Northern volunteers and the Southern freedom summers, 1964–1965. Westport, CT: Greenwood Press.

Watson, Bruce. (2010). Freedom summer. New York, NY: Penguin Books.

*    *    *

Siehe auch:

Amy Biehl: Eine weiße Linke auf dem Dunklen Erdteil von Irmin Vinson

Das Amy-Biehl-Syndrom von Christopher Donovan

Wir sind nicht eure Waffen, wir sind Frauen von Amanda Kijera

Ein weißer Lehrer spricht Klartext von Christopher Jackson

Bekenntnisse eines Pflichtverteidigers von Michael Smith

Die Bestie als Heiliger: Die Wahrheit über Martin Luther King von Kevin Alfred Strom

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