Nach rechts hauen

Von Greg Johnson, übersetzt von Deep Roots. Das Original Punching Right erschien am 7. Dezember 2016 auf Counter-Currents Publishing.

(Audioversion hier bzw. herunterladbare MP3 hier)

Das Ziel des weißen Nationalismus ist es, souveräne Heimatländer für alle weißen Nationen zu schaffen, die die Selbstbestimmung anstreben. Was nichts weniger bedeutet, als die globalisierenden und homogenisierenden Trends zu stoppen und umzukehren, die den ganzen Planeten packen und in seinen Untergang zerren. Wir versuchen, der Welt eine Wende zu geben, das gesamte kulturelle und politische Spektrum in unsere Richtung zu verschieben.

Archimedes behauptete, er könnte die Welt bewegen, wenn man ihm einen Hebel gäbe und einen Platz, wo er stehen konnte. Wo wir stehen, das ist unser Grundziel: das Überleben und Gedeihen der Weißen. Darin kann es keinen Kompromiß geben. Unser Hebel ist die Bewegung selbst. Obwohl unser letztendliches Ziel absolut und unveränderlich ist, müssen unsere Mittel maximal biegsam und pragmatisch sein. Im Grunde: mit allen notwendigen Mitteln.

Wir leben in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft, in der es viele verschiedene Gruppen und Meinungsschattierungen gibt, die alle in gewissem Ausmaß zählen (obwohl manche offenkundig mehr zählen als andere). Daher müssen wir, um die gesamte weiße Welt in unsere Richtung zu verschieben, Leinen des Einflusses zu jeder weißen Gruppierung und Meinungsschattierung legen. Wir müssen jede Nische im kulturellen und politischen Ökosystem mit pro-weißen Alternativen kolonisieren. Dann müssen wir sie einholen. [Anm. d. Ü.: damit sind wohl die Leinen gemeint.]

Sobald wir einmal die Hegemonie pro-weißer Ideen in der gesamten Kultur herstellen, wird das politische System sich von Natur aus anpassen. Wir werden das übliche Spektrum von Parteien und die üblichen politischen Debatten haben. Aber es wird nicht wirklich zählen, welche Partei ins Amt gelangt, weil pro-weiße Werte sakrosankt sein werden. Politische Vorgangsweisen, die die die Zersetzung und Zerstörung unserer Rasse fördern, werden einfach keine Optionen mehr sein.

Dies bedeutet, daß die pro-weiße Bewegung so pluralistisch sein sollte wie die Gesellschaft, die wir zu verändern versuchen. Wir werden durch unser gemeinsames Ziel der rassischen Rettung geeint sein. Aber wir werden alle Arten von Differenzen zu weniger wesentlichen Fragen, wie Stil und Taktiken, haben, wie auch die unvermeidlichen Zusammenstöße von Persönlichkeiten haben.

Wie gehen wir also mit diesen Meinungsverschiedenheiten um?

Ein Vorschlag in unseren Kreisen lautet, daß wir nie untereinander kämpfen sollten. Wir sollten nie „nach rechts hauen“ oder uns voneinander distanzieren, sondern stattdessen der Welt eine geeinte Front darbieten. Dies erscheint vernünftig. Wenn man angegriffen wird, sollte man danach streben, das eigene Lager zu vereinen und Zwietracht unter seinen Feinden säen.

Aber da gibt es wichtige Vorbehalte.

Erstens gibt es einen Unterschied zwischen dem physischen Kampf und dem Kampf der Ideen. Wenn Leute angegriffen, gedoxt oder vom Staat strafrechtlich verfolgt werden, sollten wir uns immer zu ihrer Hilfe versammeln, ungeachtet Differenzen der Persönlichkeit oder des Prinzips.

Aber auch hier gibt es einen Vorbehalt: unsere Ressourcen sind begrenzt, und unsere Sache ist ernst. Wir dürfen daher keine Geiseln der leichtsinnigsten und egoistischsten unter uns sein, von Leuten, die Verbrechen begehen oder grundlegende Prinzipien der operationellen Sicherheit mißachten. Solidarität gegenüber solchen Leuten zu zeigen, belohnt den Fehler und bestraft die Tugend. Geheimdienste distanzieren sich regelmäßig von Spionen, die abtrünnig werden oder sich schnappen lassen. Wir sollten uns selbst genauso ernst nehmen und gleichermaßen rücksichtslos gegenüber dem Versagen sein.

Zweitens hat es im Kampf der Ideen keinen Sinn zu fordern, daß wir eine geeinte Front präsentieren, insbesondere in Fragen, wo es echte prinzipielle Meinungsverschiedenheiten gibt. Noch einmal, unser Ziel ist die Hegemonie pro-weißer Ideen. Wir möchten das gesamte kulturelle und politische Spektrum verändern. Was erfordert, daß wir das gesamte kulturelle und politische Spektrum angehen. Was bedeutet, daß wir nicht in jeder Frage miteinander übereinstimmen können; genausowenig können wir unsere Meinungsverschiedenheiten verbergen. Tatsächlich ist die Darlegung unserer Meinungsverschiedenheiten die Art, wie wir unsere Haltungen vor der Öffentlichkeit differenzieren.

Außerdem ermöglicht die Präsentation einer geeinten Front, wie sowohl Ramzpaul als auch Andy Nowicki argumentiert haben, daß die Bewegung von den rücksichtslosesten Elementen gekapert wird. Wenn jemand erklärt, daß weiße Nationalisten alles Satanisten oder Nazis seien, dann wäre es, wenn man anderer Meinung ist, dumm, aufgrund des Prinzips „nicht nach rechts hauen“ zu schweigen, weil jeder annehmen würde, daß das Schweigen Zustimmung bedeutet.

Ich habe argumentiert, daß unsere Bewegung viele verschiedene Stimmen kultivieren muß, die sich an viele verschiedene Publikumskreise richten und viele verschiedene Strategien anwenden. Daher können sie offenkundig nicht alle dasselbe sagen. Wir müssen einander offen widersprechen. Wir müssen offen Grenzen ziehen. Wir müssen einander offen kritisieren. Offen und freimütig bezüglich unserer Meinungsverschiedenheiten zu sein, ist daher wesentlich für das Wachstum unserer Sache.

Aber es gibt gute und schlechte Arten, Meinungsverschiedenheiten auszusprechen. Die gute Art ist, einen höflichen und freundlichen Ton anzuschlagen, einer gegensätzlichen Position die möglichst großzügigste Lesart zu geben und dann vernünftige Gründe (Fakten und stichhaltige Argumente) für die Überlegenheit der eigenen Sichtweise anzugeben. Die schlechte Art ist, einen paranoiden und aggressiven Ton anzuschlagen, gegnerische Positionen in zynischer Weise zu lesen und schnell vorzugehen und bei Fakten und Logik zu verlieren.

Vielleicht das schlimmste Laster in unseren Kreisen ist es, seine Gegner ohne angemessenen Beweis zu beschuldigen, „kontrollierte Opposition“ oder feindliche Agenten zu sein. Mike Cernovich hat es über Richard Spencer gesagt. Ramzpaul und Colin Liddell haben es über Andrew Anglin gesagt. Weev hat es über Nathan Damigo gesagt. Gavin McInnes wirft ebenfalls mit der Anschuldigung um sich.

Üblicherweise geht das Argument so: X ist ein bekannter feindlicher Agent, und Y verhält sich genau wie X. Daher ist Y ein feindlicher Agent. Aber das folgt nicht daraus. Feindliche Agenten sagen dumme Sachen, begehen Verbrechen, bringen Gerüchte in Umlauf und sabotieren Organisationen. Aber leider tun das auch eine Menge aufrichtiger Leute. Die Tatsache, daß manche Leute unbestreitbar kontrollierte Opposition sind, ist kein Beweis dafür, daß irgendeine bestimmte Person kontrollierte Opposition ist, nur weil einem ihre Art nicht gefällt. Daher braucht man mehr als nur Verdächtigungen und Analogien, um in verantwortungsvoller Weise zu erklären, daß jemand für den Feind arbeitet.

„Nicht nach rechts hauen“ ist ein absurdes Prinzip, aber Leute ohne Beweis als Informanten zu bezeichnen, sollte ebenfalls ein absolutes Tabu sein – genau wie das Doxen unserer eigenen Leute, um kleinliche Rechnungen zu begleichen -, da es das Vertrauen untergräbt, das die Grundlage jeder funktionierenden Bewegung ist. Der Feind wendet sehr viel Zeit dafür auf, in unseren Reihen Mißtrauen zu säen. Daher sollte die Verdächtigung, ein feindlicher Agent zu sein, auf jeden zurückfallen, der ohne Beweis mit dieser Anschuldigung um sich wirft. Sie werden durch ihre eigenen unsoliden Beweisstandards überführt. Und wenn wir lang genug darauf hinweisen, könnten wir dieses Verhalten vielleicht überhaupt beenden.

Es ist dokumentiert, daß ich der Substanz der Kritik von Liddell und Ramzpaul an Anglins Ansatz zum weißen Nationalismus zustimme (hier, hier und hier). Aber ich habe keinen Grund zu glauben, daß Anglin unaufrichtig ist. Und es gibt nichts, was Liddell oder Ramzpaul sagen können, um ihn zum Verschwinden zu bringen. Daher könnten wir genausogut einen Weg finden, um zu koexistieren und tatsächlich voneinander zu profitieren. Laßt uns unsere Meinungsverschiedenheiten wie zivilisierte Männer kundtun, sodaß Anglin mich gemäßigter und vernünftiger aussehen lassen kann und ich ihn schärfer und radikaler aussehen lassen kann. Solange wir unser jeweiliges Publikum näher an das weiße Überleben bringen, ist Vielfalt im Sinne von Strategien und Stil tatsächlich eine Stärke.

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