Das Gesicht der Revolution: Betrachtungen zur Roten Rosa

Von Tobias Langdon, übersetzt von Deep Roots. Das Original The Face of Revolution: Reflections on Red Rosa erschien am 12. Januar 2017 auf „The Occidental Observer.“

Die polnisch-jüdische Revolutionärin Rosa Luxemburg (1871 – 1919) war etwas Seltenes: eine sympathische Marxistin. Anders als Lenin, Stalin, Trotzki und die einander befehdenden Revolutionäre unserer eigenen Zeit schien ihre Politik nicht hauptsächlich von Machtgelüsten, Egomanie und Hass befeuert gewesen zu sein. Sie war gegen die bolschewistische Tyrannei und verteidigte die Redefreiheit mit dem klassischen Satz „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“. Sie liebte die Natur, wollte, daß der Ruf der Blaumeise auf ihrem Grabstein eingraviert würde und hatte sogar eine Schwäche für Wespen.

„In ihr Gesicht geschrieben…“

Wäre sie sympathisch geblieben, wenn sie in der Revolution der Arbeiterklasse an die Macht gekommen wäre, zu der sie in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg aufzuwiegeln versuchte? Wir werden es nie wissen, weil sie 1919 in Berlin von rechten Freikorps-Soldaten ermordet wurde. Eines erscheint jedoch sicher: Wenn Marxisten in Deutschland an die Macht gekommen wären, dann hätten sie eine Tyrannei à la Lenin geschaffen, nicht Freiheit à la Luxemburg. Das ist es, was zur selben Zeit in Ungarn während der katastrophalen, aber glücklicherweise kurzen „kommunistischen Republik“ geschah, die vom jüdischen Marxisten Béla Kun (d. h., Cohen) regiert wurde. Anders als Kun kam Luxemburg nie an die Macht, und ihr Märtyrertod hat ihr einen besonderen Platz in der marxistischen Hagiographie gesichert. Man könnte sie den Bonnie Prince Charlie der progressiven Politik nennen, aber mit einem wichtigen Vorbehalt: sie war nicht bonny [schön].

Das Gesicht der Revolution: Rosa Luxemburg

Das Gesicht der Revolution: Rosa Luxemburg

Stattdessen hatte sie entschieden jüdische Gesichtszüge. Man kann sie auf fast jeder Seite von Kate Evans‘ Red Rosa: A Graphic Biography of Rosa Luxemburg (Verso, 2015) sehen. Evans akzeptiert nicht bloß Luxemburgs Jüdischkeit: man könnte sagen, daß sie darauf beharrt. Sie zitiert aus einem Brief von Luxemburg: „Ich habe in meinem Herzen keinen besonderen Platz für das Ghetto. Ich fühle mich überall zu Hause, wo es Wolken und Vögel und menschliche Tränen gibt.“ (15) Zur Veranschaulichung dieser Empfindungen porträtiert Evans Luxemburg im Profil, wie sie eine Schwalbe durch das Fenster einer Synagoge betrachtet. Der Text darunter fährt fort: „Rosas Mangel an religiösem Glauben kann ihr keine Freiheit erkaufen. Ihre kulturelle Identität ist ihr ins Gesicht geschrieben. Sie wird immer als Jüdin gesehen werden.“

Zerschlagt die Tafel

Als revolutionäre Sozialistin glaubt Evans zweifellos an die tabula rasa, nämlich, daß menschliche Wesen eine „leere Tafel“ oder ein unbeschriebenes Blatt sind, auf das eine neue Kultur und neue Verhaltensformen geschrieben werden können, so wie es uns (oder unseren marxistischen Herren) gefällt. Aber ihr Bilderroman legt in Wirklichkeit Zeugnis für die gegenteilige Theorie ab: die tabula Rosa, nämlich, daß menschliche Wesen überhaupt keine unbeschriebenen Blätter sind. Die kulturelle Identität ist in der Tat „ins Gesicht geschrieben“, weil Kultur sich auf die Genetik auswirkt und menschliche Gesichtszüge stark genetisch bestimmt sind.

redrosa

Rosa Luxemburg hatte ein unverkennbar jüdisches Gesicht, wie Evans selbst zugibt. Aber Luxemburg hatte auch ein unverkennbar jüdisches Gehirn, wie Evans nicht zugeben würde. Ein menschliches Gesicht ist so ziemlich wie der Umschlag zu einem Buch: es sagt uns etwas über das dahinter befindliche Gehirn und über die Genetik der Person, die es trägt. Wie eine Eingeborene von Fidschi oder Tibet hatte Rosa Luxemburg eine Nase, einen Mund, ein Kinn, Augen und so weiter. Aber sie hätte nie mit einer Eingeborenen von Fidschi oder Tibet verwechselt werden können: ihr menschliches Gesicht hatte rassische Variationen, die es deutlich als jüdisch kennzeichneten.

Das ist nicht kontroversiell. Kontroversiell ist es zu sagen, daß ihr Gehirn ebenfalls eindeutig jüdisch war. Wie das einer Fidschianerin oder Tibeterin hatte es Frontallappen, Hippocampi, Mandelkerne, ein Kleinhirn und so weiter. Aber ihr menschliches Gehirn hatte rassische Variationen, die es deutlich als jüdisch kennzeichneten. Man könnte sagen, daß ihr Gehirn „jüdische Züge“ hatte, genauso wie das Gehirn eines Individuums aus einer anderen Rasse Merkmale hat, die für diese Rasse charakteristisch sind:

Modellierung der 3D-Geometrie der Hirnrindenoberfläche mit der genetischen Abstammung

  • Die Geometrie der menschlichen Hirnrindenoberfläche enthält reichhaltige Informationen über die Abstammung
  • Die aufschlußreichsten Merkmale sind regionale Muster der Hirnrindenfaltung und der Hirnwindungen
  • Diese Studie liefert Einsichten in den Einfluß der Bevölkerungsstruktur auf die Gestaltung des Gehirns

… Hier demonstrieren wir, daß die dreidimensionale Geometrie der Hirnrindenoberfläche die genetische Abstammung von Individuen in Westafrika, Europa, Ostasien und Amerika sehr gut vorhersagt, wenngleich ihr genetischer Hintergrund durch mehrfache Wellen von Migrations- und Vermischungsereignissen geformt worden ist. Die Geometrie der Hirnrindenoberfläche enthält reichere Informationen über die Abstammung als die Flächenvariabilität der Hirnrindenoberfläche, unabhängig von den Gesamtvolumina der Gehirne. Neben der Erklärung von mehr Abstammungsvarianz als andere bildgebende Hirnmessungsverfahren charakterisiert die 3D-Geometrie der Hirnrindenoberfläche auch weiters unterschiedliche regionale Muster in den Faltungen und Windungen des menschlichen Gehirns, die mit jeder Abstammungslinie verbunden sind. (Modeling the 3D Geometry of the Cortical Surface with Genetic Ancestry, Current Biology, Band 25, Ausgabe 15, 3. August 2015)

Das Opium der Intelligenzia

Zu den jüdischen Merkmalen dieses Gehirns gehörten ihre hohe Intelligenz und literarische Fähigkeit. Die Juden sind das Volk des Buches, mit einer langen Geschichte der Alphabetisierung und des verbesserten Fortpflanzungserfolgs für diejenigen, die am besten zur Beherrschung komplexer religiöser Texte wie des Talmuds in der Lage waren. Die jüdische Kultur hat die jüdische Genetik geformt: beide haben Luxemburg für ein Leben ausgestattet, das mit dem Studium, der Schaffung und Bearbeitung komplexer Texte in mehreren Sprachen verbracht wurde. Dies ist der Grund, warum Evans mit der Aussage falsch liegt, daß es Luxemburg an „religiösem Glauben“ mangelte. Sie mag den traditionellen Judaismus ihres Rabbi-Großvaters abgelehnt haben (15), aber sie nahm Karl Marx‘ Umarbeitung dieses Judaismus an. Leszek Kołokowski, der große polnische Philosoph und intellektuelle Historiker, faßt Luxemburgs Psychologie in Main Currents of Marxism (1978) so zusammen:

Rosa Luxemburg ist ein hervorragendes Beispiel für die Art von Geist, auf den man oft in der Geschichte des Marxismus stößt und der von der marxistischen Sichtweise besonders angezogen zu werden scheint. Er ist gekennzeichnet von sklavischer Unterwerfung unter eine Autorität, zusammen mit einem Glauben, daß in dieser Unterwerfung die Werte des wissenschaftlichen Denkens bewahrt werden könnten. Keine Doktrin war so gut wie der Marxismus dafür geeignet, diese beiden Haltungen zu befriedigen oder eine Mystifizierung zu bieten, die extremen Dogmatismus mit dem Kult des ‚wissenschaftlichen‘ Denkens kombinierte, worin der Schüler geistigen und spirituellen Frieden finden konnte. Der Marxismus spielte somit die Rolle einer Religion für die Intelligenzia, was manche davon, wie Rosa Luxemburg selbst, nicht davon abhielt zu versuchen, das Glaubensgut durch Rückkehr zu Grundprinzipien zu verbessern und dadurch ihren eigenen Glauben zu stärken, daß sie unabhängig von einem Dogma seien. („Rosa Luxemburg and the Revolutionary Left,” Kapitel III, S. 94–5 von Main Currents of Marxism: Its Rise, Growth and Dissolution, Band II, „The Golden Age”, Oxford University Press, 1978)

Wie das Christentum war der Marxismus eine universalistische Umarbeitung der partikularistischen Religion des Judaismus. Wie das Christentum erwies er sich als sehr erfolgreich und gewann Macht über viele Millionen Nichtjuden. Aber die Hohepriester des Marxismus kamen überproportional aus den Reihen der Juden, mit ihrer verbalen Geschicklichkeit und ihrem Geschmack sowohl an der Ausübung von Autorität als auch daran, sich dieser zu beugen. Wie Kevin MacDonald in Die Kultur der Kritik erläutert hat, ist die jüdische intellektuelle Geschichte der Neuzeit voll von charismatischen Krypto-Rabbis, um die sich Schüler gesammelt haben, um komplexe (aber letztendlich gehaltlose) Denksysteme wie den Marxismus und den Freudianismus zu erlernen.

Der Rote Rebbe

MacDonald beschreibt, wie jüdische Studenten in seiner Studentenzeit an der University of Wisconsin „historisch bedeutende jüdische Linke wie Leon Trotzki, Rosa Luxemburg und Herbert Marcuse vergötterten.“ Kurz, sie war ein weiblicher Krypto-Rabbi im marxistischen Kult. Sie wurde auch in Britannien vergöttert: sie wurde zu einer der Inspirationen des Trotzkisten Yigael Gluckstein (1917 – 2000), der unter dem Pseudonym Tony Cliff die Socialist Workers Party (SWP) in Britannien gründete. Wie Luxemburg schrieb und redete Gluckstein unermüdlich für die Sache der Revolution. Jemand, der ihn gut kannte, hat ihn so beschrieben:

Eine Sache, die an Cliff sofort offensichtlich war, so sehr er auch ein lebenslanger Atheist und Antizionist war, war, wie zutiefst jüdisch er war. Man erkannte das allein schon an seinem Sprechrhythmus. Da war ein breiter Zug des Borschtschgürtelkomikers drin (wenn ich den Witz über den Rabbi und die Ziege einmal gehört habe, habe ich ihn ein Dutzend Mal gehört); wenn man die Augen schloß, konnte man sich Cliff auch bärtig und mit einem shtrayml [Pelzhut] in der Rolle eines chassidischen Rebbe vorstellen, wie er seiner fanatischen Bande von Anhängern seine mystische Interpretation der Toyre darlegt. Aber es ist eine breitere kulturelle Sache. Wenn ich sage, daß Cliff ein Talmudist war, meine ich das nicht als Beleidigung. Sie wissen natürlich alle, daß der Talmud eine Kodifizierung der halokhe oder des jüdischen religiösen Gesetzes ist, aber das ist bei weitem nicht alles, was er ist. Der Talmud besteht auch aus etwa fünftausend Seiten voller rabbinischer Weiser, die einander eins auswischen, wobei sie nicht nur halokhische Gelehrsamkeit einsetzen, sondern auch Kalauer, Beleidigungen, schlechte Witze, Klatsch und Anekdoten von zweifelhafter Relevanz. Klingt das bekannt? Man versetze Cliff zwei Jahrtausende in die Vergangenheit zurück und lasse ihn Aramäisch sprechen, und er hätte genau reingepaßt. („The most unforgettable person I’ve ever met in my life,” Splintered Sunrise, 28. August 2011)

Der Rote Rebbe: Tony Cliff (geb. Yigael Gluckstein)

Der Rote Rebbe: Tony Cliff (geb. Yigael Gluckstein)

Rosa Luxemburg hätte vor zweitausend Jahren kein Rabbi sein können, aber sie hätte als jüdische Feministin in den 1960ern und 1970ern oder als jüdische Akademikerin heutzutage „genau reingepaßt“. Ich meine, daß sie eine weniger widerwärtige Version von „die-weiße-Rasse-ist-das-Krebsgeschwür-der-menschlichen Geschichte“-Susan Sontag hätte sein können; noch jemand, dessen Gehirn „jüdische Züge“ hatte.

Uneingeschränktes Eisen

Aber wenn Luxemburg auch nicht so widerwärtig war wie Sontag, so hatte sie doch Sontags starken Willen und Entschlossenheit bei der Verfolgung ihrer Ziele gemeinsam. Wie Leszek Kołokowski anmerkt: In ihrem Pamphlet über die russische Revolution drängte sie Lenin dazu, die uneingeschränkte Demokratie einzuführen und gleichzeitig alle nationalistischen Bewegungen mit eiserner Hand zu zermalmen, wobei sie keinen Moment lang ahnte, daß es eine Inkonsistenz in diesen beiden Forderungen geben könnte.“ (Aus oben zitiertem Werk, S. 96) Der wahre Test von Luxemburgs Charakter hätte stattgefunden, wenn die Revolution, die sie in Deutschland anstrebte, erfolgreich einen marxistischen Staat errichtet hätte. Wäre sie gegen die Tyrannei aufgetreten, die dann gefolgt wäre, oder hätte sie sie stillschweigend gebilligt?

Sie stand nie vor dieser Probe. Stattdessen wurden sie und Karl Liebknecht, laut Kołokowski (65) die beiden „hauptsächlichen Kommunistenführer“ in Deutschland, von Freikorpssoldaten in Berlin gefangengenommen und in der Nacht vom 15. zum 16. Januar 1919 ermordet. Das Ende von Luxemburgs Leben ist der stärkste Abschnitt von Red Rosa: Kate Evans bildet die Freikorpssoldaten ab, wie sie ihre Leiche zur Entsorgung unter den wachsamen Augen des Mondes in einen Kanal werfen. Oder vielmehr: den Augen des Mondes, die Evans Luxemburgs Gesicht gegeben hat.

Märtyrerblick: Bild aus Red Rosa

Märtyrerblick: Bild aus Red Rosa

Nachdem sie von einer Brücke in den Kanal geworfen worden war, trieb Luxemburg mit dem Gesicht nach oben (176) und starrte zum Mond zurück hinauf, in einem visuellen Echo der Pose, die sie am Beginn des Buches als Baby in der polnischen Stadt Zamość erhalten hatte (S. 3). Kate Evans ist eine geschickte Zeichnerin, aber ihre wiederholten Bilder von Luxemburgs Gesicht sagen mehr, als sie begreift. Rosa Luxemburg war das jüdische Gesicht der Revolution, weil sie ein jüdisches Gehirn für Revolution hatte, das hohe Intelligenz und verbale Geschicklichkeit mit Willenskraft und Feindseligkeit gegenüber der breiteren nichtjüdischen Gesellschaft und ihren Institutionen kombinierte.

Außenseiter als Unterdrücker

Ich denke nicht, daß Evans selbst Jüdin ist, aber sie echot in ihrer Biographie von Luxemburg typische Themen der jüdischen Linken. Die Gesellschaft ist grausam, korrupt und unterdrückerisch. Schöne nichtjüdische Mädchen in Red Rosa haben keine schönen Charaktere: sie verhalten sich verächtlich gegenüber Rosa (S. 7, S. 39), und sie scheren sich nicht so um die Armen, wie es Rosa tut (S. 9-10). Aber Luxemburg war nicht bloß eine Außenseiterin in der Politik, weil sie eine Jüdin war: sie war auch eine Außenseiterin als Frau und als Opfer dessen, was Evans als „angeborene Hüftdysplasie“ diagnostiziert (S. 4). Aber ich denke nicht, daß irgendetwas davon die Folgen aufgeweicht hätte, falls der Marxismus in Deutschland triumphiert hätte. Die bolschewistische Revolution demonstriert, was geschieht, wenn ethnische Außenseiter an die Macht kommen. Wir sollten uns alle daran erinnern, da weiße Länder überall demographische Veränderungen durchmachen, die Weiße noch in diesem Jahrhundert zu Minderheiten machen werden.

Rosa Luyemburg war dieser rara avis [seltene Vogel] – eine sympathische Marxistin -, weil der Marxismus kein sympathisches Glaubensbekenntnis ist. Sie erlebte den Triumph Stalins nicht mehr, aber der Stalinismus war die logische Kulminierung ihres eigenen Werkes und ihrer Ideen.

Das Paradox der Biologieverleugnung

Stalin hatte ein weiteres Gesicht der Revolution: „auf robuste Weise gutaussehend“, wie Orwell es in Nineteen Eighty-Four (1949) ausdrückte. Wie der teilweise jüdische Lenin und die Volljuden Trotzki und Luxemburg war er ein weiterer marxistischer Außenseiter, ein Georgier aus der gebirgigen und von Fehden geplagten Region, die als Kaukasus bekannt ist. Dieser ist auch die Heimat der bekannt aggressiven und kriegerischen Tschetschenen, deren berühmteste moderne Vertreter die Boston Bombers sind. Die menschliche Evolution hat in ähnlichen Regionen ähnliche Wege genommen, und Stalins „kulturelle Identität“ der Aggression und des Kampfes „stand ihm ins Gesicht geschrieben“, genauso wie es Luxemburgs jüdische Identität war.

Josef Stalin (geb. Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili)

Josef Stalin (geb. Iosseb Bessarionis dse Dschughaschwili)

In früheren Zeiten wäre Stalin vielleicht ein erfolgreicher Banditenhäuptling geworden; im zwanzigsten Jahrhundert haben ihn seine angeborene Gerissenheit und Grausamkeit an die höchste Macht über ein riesiges Imperium gebracht. Der Marxismus, der die Macht der Biologie verleugnet, ist in Wirklichkeit reichlich mit Beispielen für die Wichtigkeit der Biologie ausgestattet, von der sympathischen Roten Rosa bis zum unsympathischen Roten Zaren. Man könnte es das Paradox der Biologieverleugnung nennen, und Kate Evans‘ graphische Biographie von Rosa Luxemburg ist ein schönes Beispiel für dieses Paradox. Die Rote Rosa blühte aus demselben Grund auf wie die Blume, nach der sie benannt wurde: weil sie die richtige Genetik in der richtigen Umwelt hatte.

Das ist eine Blasphemie für orthodoxe Historiker und Anthropologen von heute, aber Geschichte und Anthropologie sind nicht immun gegen die heterodoxen Kräfte, die jetzt im Westen im Aufstieg sind. Die Biopolitik wird eine Revolution sein, die auf solider Realität beruht, nicht auf heiligen Texten. Sie wird auch auf schwammiger Realität beruhen: dem menschlichen Gehirn in seinem knöchernen Gehäuse.

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4 Kommentare

  1. Deep Roots

     /  Januar 14, 2017

    „Aber die Hohepriester des Marxismus kamen überproportional aus den Reihen der Juden, mit ihrer verbalen Geschicklichkeit und ihrem Geschmack sowohl an der Ausübung von Autorität als auch daran, sich dieser zu beugen.“

    Da sehe ich schon wieder eine Parallele zu einer entsprechenden Sorte von Frauen, was eine weitere Bestätigung der These ist, daß die Juden eine feminine Rasse sind.

    Hier sind noch drei von mir übersetzte Kommentare aus dem TOO-Originalstrang zu diesem Artikel:

    Peter:

    Ein interessanter Artikel, aber mich würde Rosa Luxemburgs revolutionäre Aktivität in Deutschland während des Krieges interessieren. So wie ich das verstehe, half sie während des Ersten Weltkriegs Proteste und Krawalle zu organisieren. Ich vermute, daß dies durch die Tatsache, daß viele Deutsche wegen der britischen Blockade verhungerten, viel leichter gemacht wurde. Noch einmal, ich vermute nur, aber lag ihre Ermordung teilweise an ihren regierungsfeindlichen Aktivitäten während des Krieges? War dies nicht ein Teil dessen, was manche Deutsche als „Stich in den Rücken“ bezeichneten? Ich stelle mir vor, daß der Hass loyaler Deutscher auf solche Leute heftig gewesen sein muß, insbesondere weil Deutschland den Krieg verlor. Ich glaube, viele Deutsche hatten das Gefühl, daß Deutschland den Ersten Weltkrieg hätte gewinnen können, wenn Luxemburg und andere Juden nicht gewesen wären, die als Verräter betrachtet wurden.

    Wenn man bedenkt, daß viele Amerikaner immer noch einen Groll gegen „Hanoi Jane“ hegen, kann ich mir nur vorstellen, daß viele Deutsche aus dieser Generation einen 100mal so starken Groll gegen Luxemburg und andere gehegt haben müssen.

    Tom Sunić:

    Rosa Luxemburg und ihr Gefährte Karl Liebknecht, die von modernen Antifas in den Himmel gelobt werden, wurden im Januar 1919 von den deutschen Weltkrieg-1-Veteranen, dem Freikorps, getötet, die versuchten, im chaotischen, bürgerkriegszerrisenen Deutschland etwas Ordnung zu schaffen. Die Worte „Faschismus“ und „Nationalsozialismus“ existierten damals noch nicht einmal. Die deutsche NSDAP entstand erste später, im Jahr 1920.

    Waldemar Pabst, der den Befehl zu den Tötungen gab, stand vor diesen in Telefonkontakt mit dem Reichsminister für Verteidigung Gustav Noske. Noske war ein hochrangiges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei, wurde „Bluthund“ genannt und sehr von dem von Moskauer Bolschewiken geführten deutschen terroristischen Spartakusbund und dessen „pazifistischen“ Häuptlingen Rosa und Karl gehasst. (Übrigens, klingt das nicht bekannt bezüglich des heutigen Black Lives Matter?) Moderne Antifa-Gelehrte betreiben Selbstverleugnung; sie schweigen auch gern zu den tausenden ehemaligen Spartakisten, die, desillusioniert vom Bolschewismus, später der NSDAP beitraten.

    Lothar von Trotha:

    Ich glaube keinen Augenblick, daß die sanfte Rosa einen „netten“ Kommunismus eingeführt hätte. Ich denke auch nicht, daß sie in der Lage gewesen wäre, irgendwas anzuführen, und daß sie beiseitegewischt worden wäre wie Alexandra Kollontai oder Emma Goldman. Es gibt einen Grund, warum Julius Martov verlor und Lenin gewann, und das ist die Art von Grund (Murphys Gesetz + Starkes Pferd), der erklärt, warum all die Theorien des Marxismus-Leninismus letztendlich trotz all der hehren Rhetorik solch abscheuliches Elend begründeten. Linkes Eiferertum tendiert dazu, über die Vernunft zu siegen, und die Letztere muß immer eine Allianz mit dem Ersteren schließen, um etwas zu erreichen. Das ist auch der Grund, warum Herbert Gutman und seine Typen in den 1960ern die Schwarzen aufzuwiegeln versuchten und schließlich von der Bühne geschrien wurden, wenn sie zu sprechen versuchten. „Oy vey“ machte „ooga booga“ Platz, das winzige russische Proletariat wurde gegen die russische Landbevölkerung gewandt, die Frauenbefreiungsbewegung machte shock art, blauem Haar und „feministischem Skandieren“ Platz, wo man wie Pudel kläffte. Beim Angriff auf die „Irrationalität“ von Institutionen, die die Tradition unterstützten, führten die Rationalisten und Materialisten wahre dionysische Kräfte des Chaos herbei.

    Daß die Gemeinde der „Skeptiker“ von ganzem Herzen dogmatische Rasseblindheit unterstützt, Pseudowissenschaft als „Wissenschaft“ bezeichnet und Wissenschaft als „Pseudowissenschaft“, ist ein erstrangiges Beispiel. Ich bin sicher, daß Rushton und andere, die mit diesem Widerspruch zu tun hatten, davon endlos geärgert wurden, so wie es sicherlich bei Jared Taylor der Fall ist, wenn seine Tatsachen auf taube Ohren stoßen und jeder auf Lügen hereinfällt. Am Ende geht es nicht um Rationalität oder Empirie, sondern um Menschen mit verschiedenen Agenden, die ihre selektiven Interpretationen der Realität forcieren und Abkürzungen dorthin nehmen; leben als ewiger Kampf.

    Die Ironie, daß Linke nun wegen des Bedarfs nach Import billig auszubeutender Unterschichten für den Dienst am Großkapital für „Gleichheit“ argumentieren, weil etwas anderes „rassistisch“ wäre, sollte wenigen entgehen.

    Was Rosas jüdisches Erscheinungsbild betrifft, so tendiert man dazu, es in den idealisierenden Porträts nicht zu sehen, die ihre Unterstützer verwenden, aber die Wirklichkeit zeigt ein plumperes, hakennasigeres Schimpfmaul als ihre öfter gezeigten Gemälde:

    Antwort
  2. Hat dies auf idistaviso rebloggt und kommentierte:
    Rosa Luxemburg Heldin für die antideutschen Linken

    Antwort
  3. Hat dies auf INTERNETZEL rebloggt.

    Antwort

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