Mañana, mañana: Weißer Nationalismus heute

manana

Von Spencer Quinn; Original: Mañana, Mañana: White Nationalism Today, erschienen am 8. November 2016 auf Counter-Currents Publishing.

Übersetzung: Lucifex

Einer der Unterschiede zwischen einem kindischen Geist und einem reifen Geist ist, dass der kindische Geist Schwierigkeiten hat, zwischen dem zu unterscheiden, was er will, und dem, was ist. Ich versuche diese Dichotomie zu verwenden, wenn ich über den weißen Nationalismus nachdenke. Weißer Nationalismus ist nicht so sehr das, was ich will, sondern das, wovon ich weiß, dass es ist und sein muss.

Sicher, ein weißer Ethnostaat in Nordamerika wäre aus einer Vielzahl von Gründen großartig, aber zu wissen, dass das sehr leicht um den Preis eines weiteren Bürgerkriegs zustandekommen könnte, dämpft meinen Enthusiasmus dafür ein wenig. Weißer Nationalismus ist erschreckend, besonders, wenn man Kinder hat. Angesichts dessen, dass diese Kinder höchstwahrscheinlich diejenigen sein werden, die in diesem Krieg kämpfen, auf den wir uns jeden Tag näher hinbewegen, und auch angesichts der Tatsache, dass Krieg in der Tat die Hölle ist, hoffe ich, dass ihr alle meine Besorgnisse verstehen könnt.

Dennoch ist die Richtung, in die wir unterwegs sind, die richtige – in Wirklichkeit die einzige -, ob nun ein Krieg am Ende jenes weiß-nationalistischen Tunnels auf uns wartet oder nicht. Wir müssen dorthin. Nichtweiße Einwanderung und demographische Trends beleuchten den Weg für uns. Gestiegene Raten der Kriminalität und des Terrors drängen uns dorthin. Genauso unverfrorene, staatlich sanktionierte Akte des antiweißen Rassismus und der Bevorzugung von Nichtweißen. Am heimtückischsten ist die allgegenwärtige Political Correctness, die es für Weiße beinahe tabu macht, sich als weiß zu identifizieren und Gemeinschaften, Berufe, Institutionen, Städte und Nationen auf der Grundlage solch einer natürlichen rassischen Identität zu gründen.

Dies ist der Grund, warum der weiße Nationalismus existiert und weiterhin existieren wird. Davon wegzudriften oder zu stagnieren ist gleichbedeutend mit Ethnoselbstmord. Und Selbstmord ist für gesunde Individuen, wie wir uns alle einig sein können, unnatürlich. Daher ist es völlig natürlich und gerechtfertigt, sich dem Selbstmord in Form von Ethnonationalismus zu widersetzen. Des weiteren gibt Ethnonationalismus uns wenigstens eine gewisse Chance. In der Tat sind unsere kulturmarxistischen, islamofaschistischen, negrophilen Feinde wahrlich verabscheuungswürdig und totalitär. Daher ist es nicht so, als hätten wir nicht die Gerechtigkeit auf unserer Seite.

Der weiße Nationalismus ist ganz einfach, ungeachtet dessen, ob wir wollen, dass er existiert, oder nicht. In mancher Weise ist er wie ein heranziehender Sturm auf einer ausgedörrten Ebene. Er könnte den Boden wiederbeleben und uns retten, oder er könnte uns ertränken. So oder so wird er nicht um unsere Erlaubnis fragen, auf unser Land niederkrachen zu dürfen, daher könnten wir uns genauso gut auf ihn vorbereiten.

Ich glaube wirklich, dass das Aufschieben einer der universalen menschlichen Wesenszüge ist. Dies wurde in humorvoller Weise in George Orwells klassischen Memoiren Homage to Catalonia dargestellt, einer Chronik seiner Zeit, als er während des Spanischen Bürgerkriegs für die Linken kämpfte. Es schien, als sei das Lieblingswort der spanischen Offiziellen, mit denen er zu tun hatte, „mañana“ [„morgen“], und Orwell machte daraus das ganze Buch hindurch einen Dauerscherz. Mañana war die Antwort auf alles. Du musst deine Papiere ansehen lassen, weil du verwundet bist und nicht kämpfen kannst? Mañana. Wann wird dieser Lazarettzug endlich nach Barcelona abfahren? Mañana. Dein vorgesetzter Offizier ist auf dem Weg an die Front irrtümlich verhaftet worden, und du musst ihn sofort sehen? Erraten, Mañana. In diesem letzteren Fall musste Orwell endlich sagen: nein, nicht mañana. Jetzt!

Für die meisten Weißen, die einigermaßen eine Ahnung von rassischer Identität haben, ist der weiße Nationalismus ewig mañana. Warum sich mit all den Sorgen und dem Hader befassen, wenn man wie Balu der Bär sein und sich seine bloßen Lebensnotwendigkeiten zu Hause abdecken lassen kann? Im Ernst, weißer Nationalismus ist für die meisten Weißen heute ein Nettoverlust: Verlust von Freunden, Einkommen, Karriere, Ruf. Warum also jetzt hingehen, wenn man sich mañana darum sorgen kann?

Nun, ein großer Grund ist, dass es kindisches Denken ist. Ein Weißer mag den weißen Nationalismus in der Theorie akzeptieren und sich in seinen Träumen danach sehnen. Er fühlt sich vielleicht unwohl in der Nähe seiner asiatischen Nachbarn oder ist abgestoßen von den schwarzen Punks, die die Schule seiner Kinder heimsuchen, oder ärgert sich vielleicht über die Vorzugsbehandlung, die Nichtweiße im Büro bekommen. Aber sozialer Druck bringt ihn dazu, zu grinsen und das alles zu ertragen, statt Stellung zu beziehen. Und oftmals ist dieses Grinsen echt. In anderen Worten, bei all dessen Schwierigkeiten will er nicht, dass der weiße Nationalismus eine unmittelbare Notwendigkeit ist. Also puff, er ist keine.

Ein weiterer Grund ist, dass Shir Khan letztendlich Balu die Scheiße aus dem Leib geprügelt hat und ihn getötet hätte, wenn Mogli nicht mit der „roten Blume des Menschen“ am Ende eines brennenden Astes gefuchtelt hätte. So ist es also.

Eines Tages jedoch werden uns die mañanas ausgehen. Das Morgen wird zu heute werden, und die Weißen werden gezwungen werden, sich zu entscheiden. Wenn unser multirassisches amerikanisches Experiment zu scheitern beginnt (was es höchst sicherlich tun wird), wird die Wahrheit schnell über uns kommen, und Zeit wird kein Luxus mehr sein. Weiße in Texas und Oklahoma und Kansas bis hinaus nach Montana werden sich mit der Hilfe verschiedener Milizen, Polizeien und der Nationalgarde abspalten. Die Juden, Asiaten und andere akademische, technische und Medieneliten werden entweder zur Ostküste oder in ihre Heimatländer fliehen. Bewaffnete und gut vorbereitete weiße Nationalisten werden Moslems und Schwarze zu Zigtausenden töten und Nichtweiße zu Hunderttausenden verjagen. Auf Land, das von der Bundesregierung kontrolliert wird, wird es reichlich Gesetzlosigkeit geben, mit Schwarzen und Moslems, das aus den „roten“ Bundesstaaten herbeiströmen und randalieren und blutige Vergeltung an hilflosen Weißen üben. Mexiko wird Streifen von Land in New Mexico und Arizona annektiert haben und nach Kalifornien hinein sondieren und ihre Landsleute in Amerika in ihren Pattsituationen mit den Gringos bewaffnen. Unter solch kritischen Umständen, bevor Washington auch nur eine militärische Reaktion koordinieren kann (das heißt, falls ein immer noch großteils weißes Militär überhaupt gewillt ist, seine Hand gegen die Rebellion zu erheben), was soll eine weiße Person in Michigan oder Oregon oder Maryland tun? Sich auf die Seite der zerbröckelnden Vereinigten Staaten schlagen und sich und die eigene Familie dem sofortigen Minderheitenstatus überantworten, während ihre braunhäutigen Nachbarn sie täglich zu Opfern machen? Aus der Nation und ihrem Schicksal als Flüchtlinge fliehen, die um Almosen betteln? Oder sich der weißen Rebellion für eine Chance auf Selbstbestimmung anschließen.

Vielleicht das beste Beispiel dafür, was ich zu beschreiben versuche, erscheint im Film Deliverance („Beim Sterben ist jeder der Erste“). Erinnert ihr euch an diese großartige Szene, in der Lewis, brillant gespielt von Burt Reynolds, seine Mit-Camper davon zu überzeugen versucht, die Leiche des Mannes zu vergraben, den sie gerade getötet hatten? Der Mann hatte gerade einen aus ihrer Gruppe vergewaltigt und hatte höchstwahrscheinlich tiefe Verbindungen in der nahegelegenen ländlichen Gemeinde. Lewis war nicht sicher, ob es klug wäre, wie gute Staatsbürger zu den Behörden zu gehen, in Anbetracht dessen, dass es sehr leicht sein konnte, dass die Verwandten dieses Mannes unter den Geschworenen säßen, wenn sie vor Gericht gingen. Dies kommt bei dem sensibleren und zivilisierten Drew jedoch nicht gut an. Er fummelt mit seiner Brille, womit er an Piggy in Der Herr der Fliegen erinnert, und argumentiert dann, dass ein Verstecken der Leiche sie einer Mordanklage aussetzen würde. Er will das Gesetz nicht brechen und beharrt darauf, die Tötung als gerechtfertigtes Tötungsdelikt zu melden. Ed, der Hauptcharakter und Erzähler im Roman, liefert die finale Stimme. Er härt Drews leidenschaftlichen und wohlüberlegten Argumenten zu und sagt einfach: „Ich stimme Lewis zu.“

Er lieferte keine Erklärung. Er verteidigte seine Position nicht. Er erkannte einfach, dass man, wenn man zur Erwägung erster und letzter Dinge gezwungen ist, sich auf das Gesetz der Natur vor dem Gesetz des Menschen verlassen muss. Lewis, mit seinem kriegerischen Aspekt und mit Pfeil und Bogen ist sicherlich ein Mann der Natur. Auf der anderen Seite ist Drew, mit seiner Brille und Gitarre der Mann, nun, des Menschen. Unter verzweifelten Umständen gibt es in Wirklichkeit keine Wahl zwischen den beiden.

Man beachte, dass ich drei Absätze zuvor kein Fragezeichen an das Ende des letzten Satzes „Oder sich der weißen Rebellion für eine Chance auf Selbstbestimmung anschließen“ gesetzt habe. Dies deshalb, weil es keine Frage ist. Es ist eine Feststellung. Es ist das, was die meisten Weißen tun werden, wenn sie zur Entscheidung gezwungen werden. Das heißt, Partei für ihre eigene Seite ergreifen. Es wird entweder das sein, oder Selbstmord, welchen wir bereits als unnatürlich festgestellt haben. Niemand wird sich im das Gesetz oder um Bürgerrechte sorgen, wenn Dutzende von Schwarzen oder Moslems in ihre Nachbarschaft eindringen und anfangen, Molotowcocktails durch ihre Fenster zu werfen. Niemand wir The Autobiography of Malcolm X oder Ta-Nehisi Coates zitieren, während er sie bittet, aufzuhören. Niemand wird sich fragen, warum. Sie werden etwas erkennen, das unsere alten Vorfahren recht gut wussten, dass der Kampf um das Überleben der Kampf ist. Der einzige Kampf. Man lebt entweder, oder man stirbt. Das ist der Punkt, an dem alle Weißen sich in weiße Nationalisten verwandeln werden. Und das ist der Punkt, an dem der weiße Nationalismus, wie wir ihn kennen, zu existieren aufhören wird. Denn bis dahin werden wir bereits eine Nation sein, eine Diaspora vielleicht, aber dennoch eine Nation, ob wir es begreifen oder nicht.

Weißer Nationalismus heute ist die moralischste Position, die man haben kann, weil er die einzige Position ist, die solch ein weitverbreitetes Trauma abzuwenden verspricht. Und zu wünschen, dass er auf kurze Sicht weniger erschreckend oder angenehmer sein möge, wird das nicht ändern. So wie wir die menschliche Natur und Geschichte kennen, wird es eine Abrechnung zwischen den Rassen geben. Keine Zivilisation, die aus sehr unterschiedlichen Rassen besteht, die so eng zusammenleben, kann lange überleben. Dies ist der Grund, warum die meisten weißen Nationalisten sich von Sklaverei und weißer Vorherrschaft und weißem Imperialismus und weißem Kolonialismus distanzieren. Dies wurde versucht, und es ist gescheitert. Die Rassen müssen sich zum großen Teil voneinander trennen und nach ihren eigenen Bestimmungen entsprechend ihrer einzigartigen genetischen und biologischen Erfordernisse streben. Danach gibt es keinen Grund, warum wir nicht Frieden und Kooperation und kulturellen Austausch haben können.

Aber erst danach.

Dies ist die Zukunft, die der weiße Nationalismus sich vorstellt. Und es ist eine gute Zukunft. Aber um sie mit der geringsten Menge von Blutvergießen zu verwirklichen, müssen wir alle heute weiße Nationalisten werden, und nicht mañana.

*     *     *

Siehe auch diese Artikel von Spencer Quinn:

Rassenkarte, Genderkarte, Trump(f)-Karte

We Need to Move: An Alt Right Take on the 2016 Election

Do We Need Enemies? Introducing the Amoeba Model of Political Change

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2 Kommentare

  1. Danke Lucifex.
    Dem spanischen „mañana“ entspricht das russische Всё бу́дет (Alles wird [in Zukunft] (schon)). Dies hört man dort laufend in allen möglichen Situationen. In Russland wird dieses Aufschieben aber eher im Unterschied zu o.g. „mañana“ mit der Hoffnung „Alles wird schon (ohne mein Zutun – irgendwie von alleine) gut“

    Antworten
    • Weiß nicht recht. Mañana heißt wohl Pflaumenpfingsten oder St.Nimmerlein. Bestenfalls gemach, gemach.
      Vsjo budjet entspricht eher dem Spruch der seit >2000 Jahren von den anderen germanischen Srämmen zu recht verachteten Ubier: Es hät immer noch jutgejänge…

      Antworten

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