Zur Erinnerung an Jörg Haider

Cernunnos' Insel

Von Osimandia, ursprünglich am 11. Oktober 2012 auf „As der Schwerter“ veröffentlicht.  

Heute vor vier Jahren, in den ersten Stunden des 11. Oktober 2008 starb der Kärnter Landeshauptmann Dr. Jörg Haider. Zu seinen Lebzeiten hatte ich mich nicht übermäßig für ihn interessiert, aber weil ich durch ein Internetforum, das ich damals besuchte, mit in das Detektivspielen zu seinem Tod hineingezogen wurde, erfuhr ich zwangsläufig – unter anderem auch von dort anwesenden Kärntnern, die ihn persönlich gekannt hatten – dass er ein großartiger Mensch gewesen sein musste. Er war darüberhinaus (eine solche Einschätzung sei mir ausnahmsweise gestattet, da es Männer in umgekehrten Fällen ja auch tun) ein sehr schöner Mann, der gleichermaßen Lebensfreude wie Geborgenheit ausstrahlte.

Er ist es wert, dass einmal wieder an ihn erinnert wird. Wir sollten uns sowieso insgesamt bemühen, nicht so schnell zu vergessen. Das ist meiner Ansicht nach eine der Schwächen unserer Rasse…

Ursprünglichen Post anzeigen 4.682 weitere Wörter

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8 Kommentare

  1. v. Korsch

     /  Oktober 12, 2016

    Vielen Dank für diesen sehr umfangreichen Aufsatz !
    Ich muß gestehen, daß der Fall Jörg Haider bei mir gedanklich nicht mehr so arg präsent war – zum damaligen Zeitpunk ward mir die rote Pille noch nicht angeboten – wohl aber die Causa Möllemann, in der ich mir im Jahr 2003 bei diversen Diskussionen bereits eine blutige Nase geholt hatte. Die Parallelen zum Tode Jürgen Möllemanns drängten sich mir bei der Lektüre des Essays förmlich auf.

    Im Hinblick auf die jüngsten politischen Entwicklungen und dem Erstarken unserer Sache im Lande wäre ich wenig erstaunt, ereilte einen der führenden Köpfe ein Unglück in, man sehe mir meinen Zynismus nach, möllemann´scher oder auch haider´scher Lesart.

    Persönlich denke ich, daß @Boro Recht hat: wir Leser und Kommentatoren sind zu leise, zu unwichtig für derartige Aktionen. „Wir“ sind geduldete Opposition.
    Aber wir sind Legion.

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  2. Deep Roots

     /  Oktober 12, 2016

    @ von Korsch:
    Hier in Österreich hat der Tod von Jörg Haider natürlich viel höhere mentale und mediale Wellen verursacht, und ich war mir – wie viele andere Patrioten – damals schon ziemlich sicher, daß dieser Unfall arrangiert war.

    Neben den Parallelen zu den Fällen Barschel und Möllemann gibt es auch welche zum angeblichen Selbstmord der Jugendrichterin Kirsten Heisig, anläßlich dessen ich damals auf AdS (das zu der Zeit noch „Counterjihad – Fjordman auf Deutsch“ hieß) einen Artikel mit dem Titel „An Jörg Haiders ‚Unfall’ort“ veröffentlicht, in dem ich auch den Fall Heisig kurz angesprochen hatte (ein Link zu einem von Manfred Kleine-Hartlages Artikeln zu dem Fall, wo dann weitere verlinkt sind, ist ebenfalls enthalten).

    Ich hatte zunächst vorgehabt, diesen Beitrag anläßlich des Jahrestags von Jörg Haiders Tod zur Nachveröffentlichung zur Verfügung zu stellen, was ich mir dann doch wieder anders überlegt hatte, weil er für heutige Blogleser vielleicht doch zu sehr Schnee von vorgestern sein könnte.

    Nachdem Dir aber Osimandias Gedenkartikel so gut gefallen hat und Du geschrieben hast, daß Du dem Fall damals nicht so große Bedeutung beigemessen hast wie heute (was auf nicht wenige andere Leser ebenfalls zutreffen könnte), wäre es wohl doch sinnvoll, ihn nachträglich als zusätzlichen Gedenk- sowie Nostalgiebeitrag zu bringen.

    Ich glaube ebenfalls, daß Privatleute wie wir – Kommentatoren und sogar Betreiber von Blogs wie AdS und ähnlichen – den JWO-Systemkräften zu unwichtig sind, um uns zu „haidern“ oder um sich auch nur ernsthaft hinter unsere Ausforschung zwecks gerichtlicher Verfolgung zu klemmen. Das soll nicht heißen, daß wir unvorsichtig werden sollten. Aber die NSA, der BRD-Verfassungsschutz oder die Stapo in Österreich (die sich inzwischen ebenfalls „Verfassungsschutz“ nennt) haben kein besonderes Interesse an uns. Denen genügt es, uns in die Anonymität des Internets auf kleinen Blogs zu zwingen, die nur ein paar tausend Leute lesen, wodurch der Effekt der „Parallelweltrealität“ entsteht, die Osimandia in ihrem obigen Artikel beschrieben hat und die im Gegensatz zur „Tagesschau-Realität“ keine öffentliche Wirkung hat. Denen liegt nur daran, daß wir möglichst unbekannt bleiben, weshalb auch die Auskenner unter unseren jüdischen/linken Gegnern keinen Wind um uns machen, damit neugierige und in ihrer Natur nicht böse Fußvolk-Linke und -Guties nicht zu uns finden und hier überraschend angenehme, intelligente und gebildete Leute vorfinden statt der klischeehaften Gruselnazis und Aluhelmspinner, als die sie sich uns vorgestellt haben. Dann könnten nämlich einige von ihnen länger hier verweilen, statt gleich wieder entsetzt rückwärts rauszukippen, und dann könnten sie sich Gedanken zu machen und ihr bisheriges Weltbild zu hinterfragen beginnen.

    Das sieht man auch daran, daß AdS oder ähnliche Blogs auf linken Watchblogs praktisch nicht erwähnt werden, und daß auf PI statt eines Verdammungszirkus Stillschweigen über uns herrscht und Verlinkungen oder Hinweise zensiert werden. Dabei wußten einige jüdische PI-Blogwächter von uns und haben sogar ein paarmal bei uns kommentiert, z. B. epistemology (von der ich nicht mehr weiß, wie sie sich da genannt hat), oder Zahal. Auch die Israelin Ruth (Beersheba) hat auf AdS mehrmals kommentiert und mich einmal gefragt, ob Antisemitismus denn jetzt zu unserer Linie gehöre, worauf ich mit „Ja“ geantwortet habe.

    Und die Normalbullen sind wohl zu stümperhaft und haben nicht die Mittel der „Dienste“, und sie sind wohl teils auch nicht so brennend an uns interessiert. Jedoch sollten wir uns hüten, ihnen mit Aufforderungen zu Straftaten oder durch Holosuitenbeschädigung Anlässe zu liefern, denen sie nachgehen müssen und wo man nicht sicher sein kann, daß sie einen nicht doch drankriegen.

    Aber auch wenn uns die wirklich öffentlichkeitswirksame Präsenz versperrt bleibt, ist uns doch eine stillere Untergrundwirkung möglich. Wie branfendigaidd in einem seiner letzten Kommentare auf AdS geschrieben hat, sind wir wie Gräser, die bei Wind ihren Samen weit werfen. Und wir auf AdS haben bemerkt, daß uns die anderen Namhaften in unserer Szene alle lesen: MKH, die Sezzis, das Insekt und sein Imker, um nur ein paar zu nennen. Da haben wir schon auch einen gewissen gedanklichen Einfluß auf Multiplikatoren ausgeübt, auch wenn beim Insektengiftspritzer der Wert davon fraglich ist.

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    • Kleiner Eisbär

       /  Oktober 12, 2016

      Ich danke Dir, daß Du beide Artikel zur Nachveröffentlichung zur Verfügung gestellt hast Deep Roots.

      Es sind diese Morde, die mich seit Ende der 80er gedanklich nicht losgelassen haben. Die Liste kann nur unvollständig bleiben, aber zu den bereits Genannten gehören für mich unbedingt auch Herrhausen, Rohwedder und Schirrmacher. Wenn wir über den deutschsprachigen Raum hinaus gehen, wird die unvollständige Liste wohl kaum abschließend zu benennen sein.

      Ich kannte den damaligen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Kieler Landtag, als die „Barschel – Affäre“ begann.

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  3. Deep Roots

     /  Oktober 12, 2016

    P.S.: Hier ist das wenige Tage vor Jörg Haiders Tod aufgenommene Musikvideo, in dem er zusammen mit dem Männerdoppelsextett Klagenfurt das Lied „Pfiat Gott, liabe Alm“ singt und das am Schluß von Osimandias Artikel eingefügt ist, wo sie zu den Zeilen „Bald deckt di der Herrgott / blüaweiß und warm zu“ geschrieben hat: „Möge der Herrgott das getan haben.“

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  4. Der von Deep Roots erwähnte Artikel ist jetzt drin:

    An Jörg Haiders „Unfall“ort

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  5. Zu der Liste der seltsamen Tode müssen in Europa auch folgende hinzugefügt werden, wobei diese Liste nicht vollständig ist:
    Alfred Herrhausen
    Björn Barschel
    Sämtliche Zeugen im Falle Dutroux
    ….

    All diese Tode sind nicht einfach nur verdächtig. Sie stinken zum Himmel. Und niemand kümmert es noch weiter. Und doch zeigen sie die Richtung, die Europa genommen hat. Wir beobachten anhand dieser Beispiele das „Game of thrones“. Hier manifestiert sich das, was als „tiefer Staat“ bezeichnet werden kann. Hier ist das Grundübel zu finden und festzumachen. Aber wie soll man all die Schlafenden darauf aufmerksam machen? Wie bringt man das in ihre gemütlichen Träume?

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    • Na sowas. Ich habe gerade an dich gedacht.

      Argumentieren bringt nicht viel. Bring den Menschen in eine Gemeinschaft, in der die entsprechenden Vorstellungen existieren und er wird sie schließlich übernehmen. Wenn das nicht geht, such dir einen anderen Menschen. Pick dir die wohlschmeckensden Eigenschaften raus und werbe damit.

      Am nicht mehr zeitgemäßen Beispiel AdS wäre der Hinweis „da werden gesellschaftliche Themen fundiert und unaufgeregt diskutiert“ geeigneter als „über Juden musst du das wissen …, siehe AdS.“

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  6. Sorry….Uwe Barschel….ich habe schon zu weit vorgedacht und Björn Höcke rumliegen sehen.

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