Vorbereitung auf Ragnarök

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Von Fjordman, übersetzt von Deep Roots

Das Original Preparing for Ragnarök erschien am 2. Mai 2011 auf „Gates of Vienna“.

 

Die Vorhersage der Zukunft ist eine schwierige Sache.

De civitate Dei („Vom Gottesstaat“) wurde von Augustinus von Hippo geschrieben, kurz nachdem Rom im Jahr 410 von den Westgoten geplündert wurde. Dies schockte ihn und seine Zeitgenossen, und doch verstand er offenbar nicht, daß das, was er sah, der Tod einer ganzen Zivilisation war. Augustinus selbst starb, während die Vandalen im Begriff waren, seine Stadt zu plündern.

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Der schottische Ökonom Adam Smith veröffentlichte sein Buch „The Wealth of Nations“ im Jahr 1776 während des Frühstadiums der industriellen Revolution in Großbritannien, und doch sah er diese historische Umgestaltung nicht kommen. Augustinus und Smith waren beides sehr kluge Männer, aber nicht einmal sie konnten die nahe Zukunft vorhersehen oder die volle Kraft der Veränderungen verstehen, die zu ihrer eigenen Lebenszeit im Gange waren. Individuen, die viel klüger waren als ich, haben sich spektakulär hinsichtlich der Zukunft geirrt. Es besteht ein sehr großes Risiko, daß ich jetzt denselben Fehler machen werde, aber ich werde es versuchen.

Mir ist zunehmend der Verdacht gekommen, daß die westliche Zivilisation nicht bloß bedroht ist, sondern daß sie eigentlich schon tot ist. Sie starb wahrscheinlich vor vielen Jahren; wir haben es damals nur nicht bemerkt. Der Westen befindet sich gegenwärtig in einem solch fortgeschrittenen Stadium des Niedergangs, daß irgendeine Art von Kollaps nicht länger vermieden werden kann. Der vorhandene Bewegungsimpuls ist zu groß, und die herrschenden Oligarchen versuchen nicht einmal, auf die Bremse zu treten. Ein Kollaps wird stattfinden. Es ist nur eine Frage dessen, wie wir damit fertigwerden, und ob es uns gelingt, hinterher ein wohlbemessenes Heimatland für unser Volk zu erkämpfen.

Ich glaube, daß die Europäische Union sich innerhalb der kommenden Generation auflösen wird, daß die USA in ihrer gegenwärtigen Form dieses Jahrhundert nicht überleben wird und daß uns innerhalb der kommenden Generation eine volle strukturelle, politische, ideologische und wirtschaftliche Krise bevorsteht, gefolgt von schweren gesellschaftlichen und ethnischen Konflikten. Während das zwanzigste Jahrhundert das blutigste Jahrhundert der bisherigen menschlichen Geschichte war, fürchte ich, daß das einundzwanzigste Jahrhundert es schließlich übertreffen wird, allein schon aus dem Grund, daß die Welt heute viel bevölkerungsreicher ist, als sie es 1914 oder 1939 war.

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Wie Jacques Barzun, der in Frankreich geborene amerikanische Lehrer, Autor und Ideenhistoriker, es in „From Dawn to Decadence“ ausdrückt: „Wie eine Revolution aus einem gewöhnlichen Ereignis heraus ausbricht – eine Flutwelle aus Wellengekräusel – ist Ursache für endloses Staunen. Weder Luther im Jahr 1517 noch die Männer, die sich 1789 in Versailles versammelten, beabsichtigten zunächst, was sie schließlich hervorbrachten. Noch weniger sahen die russischen Liberalen, die die [Februar-] Revolution von 1917 durchführten, das voraus, was folgte. Alle waren so unwissend wie alle anderen darüber, wie viel zerstört werden sollte. Genausowenig konnten sie erraten, welche fieberhaften Gefühle, welches seltsame Verhalten folgt, wenn eine Revolution, sei sie groß oder kurzlebig, in der Luft liegt.“ Mr. Barzun erinnert uns auch daran, daß „wenn Menschen Sinnlosigkeit und das Absurde als normal akzeptieren, die Kultur dekadent ist. Der Begriff ist keine Verunglimpfung, sondern ein technischer Begriff. Eine dekadente Kultur bietet hauptsächlich dem Satiriker Chancen.“ Der Westen heute ist eindeutig dekadent.

Der in Rußland geborene Autor Alexander Boot promovierte an der Moskauer Universität unter dem kommunistischen System des Kalten Krieges in Philologie und lehrte englische und amerikanische Literatur, bevor er Schwierigkeiten mit dem KGB bekam, der Geheimpolizei der Sowjetunion. Er wanderte 1973 in den Westen aus, nur um zu entdecken, daß der Westen, den er bewunderte und suchte, nicht mehr existierte. Dies inspirierte ihn zu einer lebenslangen Suche nach einer Erklärung, wovon einiges in seinem Buch „How the West Was Lost” ausführlich beschrieben wird. Er sieht die westliche Geschichte als einen anhaltenden inneren Kampf zwischen zwei verschiedenen Wesen, die er Modman und Westman nennt. Sankt Paulus war ein griechisch-römischer Christ und der erste Westman. Modman sah sich als nahe dem Göttlichen; Jesus Christus, Gott als Mensch, war durch Modman als Gott ersetzt worden, aber der alte Gott mußte zuerst sterben.

Er glaubt, daß die nichteuropäischen Einwanderer als geschützte Klasse dienen, die von den herrschenden Eliten als Rammbock benutzt wird, um die Nationalstaaten des weißen Westens systematisch zu zerschmettern und zu demolieren. Gesetze gegen „Rassismus“ sind daher nicht dazu gedacht, kriminelle Handlungen zu bestrafen, sondern dazu, jede Opposition unter Europäern einzuschüchtern, indem man die Weißen ständig in Furcht und geistig in der Defensive hält. „Sie stehen in den Büchern, um die Macht des Staates zu bekräftigen, nicht nur die Handlungen der Bürger zu kontrollieren, sondern, was noch wichtiger ist, ihre Gedanken.” Boot warnt, daß „ein Staat, der in der Lage ist, eine Person wegen ihrer Gedanken zu bestrafen, gleichermaßen in der Lage ist, Tausende zu bestrafen, und das vorhersehbarerweise tun wird, wenn er seine Macht ausreichen konsolidiert hat, um mit jeder Freveltat durchzukommen.“ Aus diesem Grund, sagt der Autor voraus, „werden immer mehr Menschen in Westeuropa und Nordamerika nicht für etwas in Gefängnis gesteckt werden, das sie getan haben, sondern für etwas, das sie gesagt haben.“

Alexander Boots grundsätzliche Schlußfolgerung ist die, daß der Westen tot ist, aber als Christ glaubt er an die Auferstehung und die Möglichkeit eines Lebens nach dem Tod. Vielleicht ist das keine schlechte Zusammenfassung.

Laut dem französischen Autor Guillaume Faye wird die Menschheit zum ersten Mal als Ganzes von einer kataklysmischen Krise bedroht, die wahrscheinlich im Jahrzehnt vor 2020 beginnen soll – einer Krise, die vom Verfall der Ökosysteme und von geopolitischen Auseinandersetzungen um knappe Ressourcen wie landwirtschaftlichen Flächen, Öl und vor allem Wasser provoziert wird; durch die Zerbrechlichkeit einer internationalen Wirtschaftsordnung, die auf Spekulation und massiver Verschuldung demokratischer Staaten beruht; durch die Rückkehr von Epidemien; durch die Zunahme von Terrorismus und nuklearer Proliferation; durch die wachsende Aggressivität der Weltoffensive des Islams und durch das dramatische Altern der europäischen Populationen, deren unter dem Erhaltungsniveau liegende Geburtenraten mit schnell wachsenden Massen junger Leute in den dysfunktionalen Ländern des globalen Südens konfrontiert sind, gepaart mit Massenmigrationen in den Norden.

Dieses Zusammenkommen von Katastrophen wird den Übergang von einer Ära in eine andere markieren. Die USA werden höchstwahrscheinlich bis Mitte des Jahrhunderts aufhören, die führende Weltmacht sein, und vielleicht überhaupt in ihrer gegenwärtigen Form zu existieren aufhören. Das globale Machtzentrum wird sich dann zurück nach Eurasien verlagern, wo es früher fast immer gewesen ist. Die stärkste Macht wird wahrscheinlich China sein, oder das, was Faye „Eurosibirien“ nennt – eine föderative Allianz zwischen den Völkern Europas plus Rußlands. Er glaubt nicht, daß dies buchstäblich das Ende der Welt ist, sondern bloß der Welt wie wir sie kennen. Etwas Neues mag aus diesen Ereignissen hervorgehen, nachdem Europa eine Zivilisation der Metamorphose ist.

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Faye sagt zwei Möglichkeiten für die europäische Zivilisation im kommenden Jahrhundert voraus: Regeneration, beruhend auf einem Wiederaufleben von Werten der Ahnen, oder Verschwinden. Europa, besonders die westliche Hälfte des Kontinents, steht gegenwärtig unter Invasion. Dies ist gepaart mit einem unglaublichen Masochismus seitens der Europäer selbst. Nur eine schreckliche Krise kann sie aufwecken, und Krieg ist die gnadenloseste aller Selektivkräfte; ein Volk, das seinen Willen zur Macht aufgibt, geht unweigerlich zugrunde. Ein „geistiges AIDS“, ein Virus des Nihilismus, hat ihre natürlichen Abwehrkräfte ernsthaft geschwächt. Infolgedessen sind die Europäer der Selbstauslöschung erlegen. Das Hauptsymptom davon ist „Xenophilie“, eine systematische Bevorzugung des Anderen gegenüber dem Selbst.

Der gegenwärtige fortgeschrittene Zustand der Dekadenz ist sehr der Säkularisierung der christlichen Nächstenliebe zu verdanken, und ihrem modernen, egalitären Ableger, den Menschenrechten. Im weitestmöglichen Sinne war es derselbe zivilisatorische Genius, der der Welt die Konzepte der universalen Gravitation und der universalen Menschenrechte schenkte. Nach dem beispiellosen Erfolg der wissenschaftlichen Revolution verliebten sich die aufgeklärten Europäer so sehr in die Macht ihrer eigenen Ideen, daß sie schließlich ihre ganze Existenz als eine große Idee definierten, und so wurde das Konzept einer „ideellen Nation” oder „Willensnation” geboren. Führend hierbei waren die Amerikaner und die Franzosen, deren Revolutionen in den späten 1700ern ihre Länder schließlich als universale Republiken ansahen. Dieses Ideal wurde zu dieser Zeit nicht verwirklicht und konnte es auch nicht werden, aber zwei Jahrhunderte später setzte es sich gepaart mit dem Aufstieg der globalen Kommunikation gegenüber der ethnischen Identifikation durch.

Faye glaubt, daß Europa jetzt einer in seiner Geschichte beispiellosen Gefahr gegenübersteht und sich weigert, sie zu sehen. Es ist von Völkern aus dem Süden kolonisiert worden. Diese nichteuropäische Invasion begann in den 1960ern und war weitgehend selbst verursacht, durch mit marxistischen Ideen verseuchte Politiker, eine Arbeitgeberklasse, die nach billigen Arbeitskräften gierte, und durch utopisch-humanitäre Ideale oder unangebrachte post-koloniale Schuldgefühle. Illegale Einwanderer/fremde Kolonisatoren werden sehr selten repatriiert, sondern erhalten großzügige Sozialleistungen, die von den anti-weißen Kräften an sie verteilt werden, die den Staat kontrollieren.

Ein Rassenkrieg ist jetzt in mehreren europäischen Ländern absehbar, ein Untergrundkrieg, der weit zerstörerischer sein wird als „Terrorismus.“ Die weiße Bevölkerung wird verdrängt, eine Art Genozid wird unter Komplizenschaft oder Enthaltung der herrschenden Klasse, der Medien und Politiker gegen sie betrieben, denn die Ideologie, die diese kollaborierenden Eliten hochhalten, ist von einem krankhaften Hass auf ihr eigenes Volk und einer morbiden Leidenschaft für die Rassenvermischung erfüllt. Der utopische Plan des Staates für „republikanische Integration“ ist dennoch gescheitert, weil er annahm, daß friedliche Koexistenz zwischen Ausländern und Einheimischen, zwischen Weißen und Nichtweißen auf einem einzigen Territorium möglich ist. Unsere Herrscher haben Aristoteles nicht gelesen, der lehrte, daß keine Stadt demokratisch und geordnet sein kann, wenn sie nicht ethnisch homogen ist… die europäischen Gesellschaften von heute sinken in ein unbeherrschbares ethnisches Chaos ab.

Er glaubt, daß eine Wiedergeburt der europäischen Zivilisation in einer anderen Form möglich, aber nicht unvermeidlich ist. Ob diese Verwandlung stattfindet oder nicht, hängt davon ab, in welchem Ausmaß es die Europäer schaffen, unter Rückgriff auf ihr eigenes historisches Gedächtnis gesunde Gesellschaften wiederherzustellen, statt sich islamische Werte aufzwingen zu lassen. Er denkt, daß sie eine Politik des „Europa zuerst“ übernehmen müßten. Andere kümmern sich zuerst und vor allem um ihre eigenen Probleme, Weiße müssen lernen, dasselbe zu tun. Es ist ihre zukünftige Existenz, die bedroht ist, nicht die der Afrikaner oder Pakistanis:

Das einundzwanzigste Jahrhundert wird ein Jahrhundert des Eisens und der Stürme sein. Es wird nicht jenen harmonischen Zukünften ähneln, wie sie bis in die 1970er vorhergesagt wurden. Es wird nicht das von Marshall MacLuhan 1966 prophezeite globale Dorf sein, oder Bill Gates’ planetarisches Netzwerk, oder Francis Fukuyamas Ende der Geschichte: eine liberale globale Zivilisation, die von einem universalen Staat dirigiert wird. Es wird ein Jahrhundert konkurrierender Völker und ethnischer Identitäten sein. Und paradoxerweise werden die siegreichen Völker jene sein, die den Werten und Wirklichkeiten ihrer Vorfahren treu bleiben oder zu ihnen zurückkehren – welche biologisch, kulturell, ethisch, sozial und spirituell sind – und die gleichzeitig die Techno-Wissenschaft meistern werden. Das einundzwanzigste Jahrhundert wird dasjenige sein, in dem die europäische Zivilisation, prometheisch und tragisch, aber äußerst zerbrechlich, eine Metamorphose durchmachen oder in ihr unabänderliches Zwielicht eingehen wird.

Der These des amerikanischen Politikwissenschaftlers Samuel Huntington vom „Kampf der Kulturen“ [„Clash of Civilizations“] aus den 1990ern ist Simplifizierung vorgeworfen worden, aber man sollte ihm zubilligen, daß er die Bedeutung ethnokultureller Blöcke auf den Radarschirm der globalen Politik gebracht hat. Er hat auch recht, wenn er darauf hinweist, daß diese Ära von einem Westen mit schwindendem Einfluß charakterisiert wird. Die tektonischen Platten der globalen Macht verschieben sich. Zukünftige Historiker könnten diesem Zeitalter das Etikett „Rückzug der westlichen Weltordnung“ geben. Der Westen ist nicht mehr stark genug, um den Rest der Welt auf seinen Schultern zu tragen. Wir werden Generationen des Aufruhrs erleben, bis ein neues Gleichgewicht gefunden wird. Diese massiven Veränderungen und die wahrgenommene Schwäche einer Zivilisation, die jahrhundertelang global dominant gewesen ist, könnten sehr wohl einen neuen Weltkrieg entfachen. Multikulturalismus und die Unfähigkeit oder Unwilligkeit westlicher Nationen, ihre Grenzen vor Infiltration aus dem Ausland zu schützen, werden von anderen als Einladung zum Angriff gesehen und als Signal, daß der Westen schwach und reif für die Eroberung ist.

Dieses Jahrhundert könnte sehr wohl von einem Wiederaufleben ethno-kultureller Blöcke beherrscht werden. Die Europäer müssen mit dem „Gegenwartismus“ brechen, in dem sie zur Zeit versunken sind, und sich wieder (wie es so viele andere tun) als ein „langlebiges Volk“ zu sehen lernen, als Träger einer großen Vergangenheit und hoffentlich auch einer großen Zukunft. Die zur Herbeiführung dieses Wandels der europäischen Einstellungen nötige geistige Revolution ist nur durch eine gigantische Krise möglich, einen gewaltsamen Schock, der bereits unterwegs ist. Das gegenwärtige System ist auf einem Glauben an Wunder und einen Mythos des unbegrenzten Fortschritts begründet. Es muß zusammenbrechen, aber wir sollten uns daran erinnern, daß die Geschichte ergebnisoffen ist und viele unerwartete Drehungen und Wendungen präsentiert. Es werden sich Chancen ergeben. Wir müssen in der Lage sein, sie zu ergreifen.

Ich habe versucht, Jahrhunderte vorauszudenken hinsichtlich dessen, was für das europäische Überleben nötig ist. Das Fazit ist: Wir brauchen wieder unsere eigenen Territorien, unsere eigenen Länder. Die Geschichte hat uns gezeigt, zum Beispiel in Lateinamerika oder in Teilen von Zentralasien, daß, sobald der Prozentsatz europäischer Gene unter eine bestimmte Schwelle sinkt, die resultierende Population weder wie Europäer aussieht noch wie solche handelt. Die Erfahrung sagt uns auch, daß zwei oder mehr verschiedene Populationen, wenn sie dasselbe Land bewohnen, sich schließlich vermischen werden. Zusammengenommen bedeutet das, daß die einzige Art, wie die europäische Zivilisation auf lange Sicht gedeihen kann, darin besteht, daß wir große Territorien haben, die spezifisch für Menschen von überwiegend europäischer Abstammung bestimmt sind. In jenen Fällen, wo dies verlorengegangen ist, muß es wiederhergestellt werden. Ideen sind wichtig, aber Kultur folgt primär den Genen.

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Alle Nationen überall auf der Welt versuchen, ihr Volkstum zu bewahren. Nur in mehrheitlich weißen westlichen Ländern führen die Behörden einen vorsätzlichen demographischen und kulturellen Krieg gegen die Mehrheitsbevölkerung. Dies ist böse, und die Europäer haben jedes Recht, sich gegen diese böse Politik zu wehren. Die Weißen haben die Fähigkeit bewiesen, Gesellschaften und Sozialsysteme zu schaffen, die die engen Grenzen des Clans, Stammes und ethnischen Nepotismus überschreiten. Dies ist in vieler Hinsicht ein großartiger Charakterzug, aber es kann auch unsere Achillesferse sein, wenn es als Waffe gegen uns eingesetzt wird. Wir müssen erkennen, daß wir ungewöhnlich sind und daß unsere Werte weit davon entfernt sind, universal geteilt zu werden.

Weiße Westler haben anderen Völkern, einschließlich aktiv feindseliger Stämme, die nötigen Mittel gegeben, um sich über ihre heimischen Möglichkeiten hinaus zu vermehren, die nötigen Verkehrsmittel, um in unsere Länder zu reisen, die nötigen Menschenrechtsgesetze, um sich hier anzusiedeln, und die nötigen Wohlfahrtsstaaten, um uns auszunutzen.

Diese Situation wird durch die Tatsache intensiviert, daß die Globalisierung der Kommunikation und des Verkehrs, die ironischerweise weitgehend durch westliche Erfindungen geschaffen wurde, unsere Nationen in einer Weise starkem Druck aussetzt, wie es vor ein paar Generationen undenkbar war. Als die christlichen Evangelien am Ende des ersten nachchristlichen Jahrhunderts niedergeschrieben wurden, lag die Bevölkerung des Römischen Reiches bei vielleicht 60 Millionen Menschen. Dies ist weniger als das jährliche Bevölkerungswachstum im frühen einundzwanzigsten Jahrhundert. In anderen Worten: Die Weltbevölkerung wächst jedes einzelne Jahr um mehr als ein weiteres Römisches Reich. Unser System war nicht darauf ausgelegt, mit solchen Zahlen fertigzuwerden.

Die verschiedenen Kulturen und Religionen der Welt haben die Zeit auf verschiedene Weise erlebt. Wir sind großteils an ein lineares System gewöhnt, das sich aus der jüdisch-christlichen Tradition ableitet, welche ein klares Fortschreiten von der Schöpfung der Welt durch eine lange Reihe von Ereignissen zu einer Endzeit sieht, einem Tag des Gerichts und einem Ende aller Geschichte. Die moderne Wissenschaft neigt auch dazu, von einem zu einem spezifischen Zeitpunkt, dem „Urknall“, geschaffenen Universum auszugehen, obwohl sein Ende noch ungewiß ist.

Wie Parkes in „Gods and Men – The Origins of Western Culture“ sagt, „war jedoch ihre Sicht der Geschichte das bedeutendste Merkmal des jüdischen Erbes. Andere alten Völker hatten an ein Goldenes Zeitalter geglaubt, es aber immer in der Vergangenheit am Beginn der Zeit angesiedelt. Israel allein schaute nach vorne auf ein Goldenes Zeitalter in der Zukunft und interpretierte die Geschichte als eine sinnvolle und progressive Bewegung hin zur messianischen Vollendung. Die messianische Hoffnung, die der Stammesloyalität entsprang und die Entschlossenheit eines schwachen Volkes widerspiegelte, seine Identität trotz Eroberung und Sklaverei beizubehalten, erhielt durch die Propheten universale Geltung und wurde zum Ziel, auf das sich alle irdischen Ereignisse zu bewegten. In verschiedenen Manifestationen, religiös und säkular, spirituell und materialistisch, wurde sie zu einem jener dynamischen Gesellschaftsmythen, die dem menschlichen Leben Bedeutung und Richtung geben und die mehr Einfluß auf das menschliche Handeln haben als jede rationale Philosophie. Sofern ihre Bedeutung nicht verstanden wird, wird die Entwicklung nicht nur des jüdischen Volkes, sondern auch der ganzen westlichen Welt unverständlich.

Ragnarök („Untergang der Götter“ oder „Gericht der Mächte“), das Ende der Welt, wie wir sie kennen, wird den Tod des Hauptgottes Odin und seines Sohnes Thor bedeuten. Dies wird in der isländischen Völuspá („Der Seherin [Völva] Weissagung“) beschrieben, dem ersten Gedicht der Lieder-Edda und eine unserer wichtigsten Quellen zur nordischen Mythologie, obwohl sie in christlicher Zeit niedergeschrieben wurde. Odin wird sein Ende gegen den Riesenwolf Fenrir finden. Thor wird gegen Jörmungandr („Mächtige Schlange“) kämpfen, eine riesige Meereskreatur, auch Midgardschlange genannt, die sich selbst in den Schwanz beißt und die Menschenwelt, genannt Midgard oder Mittelerde, umgibt. Thor wird heldenhaft kämpfen und die Bestie bezwingen, aber nachdem er neun Schritte gegangen ist, durch deren Gift tot umfallen. Und doch wird, nachdem all diese Zerstörung und das moralische Chaos geendet hat, eine neue Welt aus dem Meer aufsteigen. Manche der Götter werden überleben, wie auch zwei Menschen, die dann die Erde neu bevölkern werden.

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Während Ragnarök das Ende der Welt ist, wie wir sie kennen, ist es nicht „das Ende der Geschichte“ im jüdisch-christlichen Sinne. Eine neue Welt wird aus ihrer Asche entstehen. Unser Ziel sollte es sein, Samenkörner zu säen, die in der Zukunft zu starken Bäumen heranwachsen können, die gute Früchte tragen. Ob diese post-katastrophale Zukunft – die höchstwahrscheinlich eine andere Mythologie und vielleicht damit einhergehend ein anderes Konzept der Moral haben wird, als wir jetzt haben – eine wieder belebte Version der westlichen Zivilisation sein wird oder eine gänzlich neue Version der europäischen Zivilisation, weiß ich nicht, aber ich neige dazu, letzteres zu vermuten. Es ist schwer, solche Dinge vorherzusagen, aber eine entscheidende Herausforderung wird es sein, mit der Mentalität des „Fortschritts“ in Richtung „Gleichheit“ zu brechen, nachdem eine giftige Kombination dieser beiden Konzepte uns unter gefährlichen und biologisch nicht aufrechtzuerhaltenden egalitären Idealen begräbt.

Der kommende Crash wird allermindestens zu einer ideologischen Paradigmenverschiebung und zum Aufstieg einer neuen Mythologie führen, die das „Selbstmordparadigma“ des mißverstandenen Antinazismus und gestörten Altruismus aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg ersetzen wird. Im schlimmsten Fall wird die Diskontinuität so lang und schwer sein, daß das, was am anderen Ende herauskommt, eine völlig neue Zivilisation sein wird, eine weitere Generation der europäischen Zivilisation, so wie das, was während des Mittelalters entstand, eine andere Zivilisation war als jene der griechisch-römischen Antike. Der Übergang von der ersten zur zweiten Generation der europäischen Geschichte dauerte Jahrhunderte. Die Geschichte verläuft jetzt schneller als damals, aber ich vermute, daß solch ein Übergang dennoch mehrere Generationen dauern wird.

Wie eine neue Zivilisation aussehen würde, weiß ich nicht. Die mittelalterlichen Europäer verwendeten verschiedene Elemente des griechisch-römischen Erbes in kreativer Weise und fügten Innovationen hinzu. Generation Zwei der europäischen Zivilisation enthielt Aspekte von Generation Eins, hatte aber auch Elemente scharfer Diskontinuität. Dies wird wahrscheinlich auch beim nächsten Mal der Fall sein.

Wie Geoffrey Parker uns in „The Cambridge History of Warfare“ erinnert, war das allgemeine Ziel westlicher Strategie „fast immer die totale Niederlage und Vernichtung des Feindes, und dies stand in krassem Gegensatz zur militärischen Praxis vieler anderer Gesellschaften.“ Er betont die Kombination aus technologischer Innovation und Disziplin als Schlüsselmerkmale der westlichen Militärtradition. Es stimmt nicht, daß Europäer besonders ethnozentrisch sind; wenn überhaupt, ist es der totale Mangel an Ethnozentrismus, der heute unser größtes Problem darstellt. Es stimmt jedoch, daß wir zusätzlich dazu, große Forscher, Künstler und Wissenschaftler zu sein, auch große Krieger gewesen sind, wenn die Umstände es erforderten. Dieses spezielle kulturelle Merkmal ist in unserem Zeitalter der Dekadenz, des Verrats und der selbstmörderischen Toleranz zugegebenermaßen sehr gut verborgen, aber es kann wieder hervorgeholt werden.

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Wir werden höchstwahrscheinlich in eine ausgedehnte Periode großer Turbulenzen und Umbrüche eintreten; die Blase der „Sicherheit von der Wiege bis zum Grab“ des Sozialstaates steht kurz vor dem Platzen. Dieser Prozeß wird schmerzlich, aber notwendig sein, und ist inzwischen ohnehin mehr oder weniger unvermeidlich. 1911 beherrschten die Westeuropäer immer noch den Großteil der Welt. 2011 beherrschen wir nicht einmal mehr die Vorstädte in unseren eigenen Großstädten, und manche gebildeten Beobachter sagen ernsthaft überhaupt das Ende der europäischen Zivilisation voraus.

Dies impliziert auch, daß wir zum ersten Mal seit Jahrhunderten die Underdogs sind. Es gibt viele historische Beispiele, von den Perserinvasionen der Antike bis zu den moslemischen Invasionen später, wo wir Europäer uns am besten geschlagen haben, wenn wir die Underdogs waren. Vielleicht können wir dasselbe wieder tun, sobald der multikulturelle Wahnsinn zurückgeht. Wir müssen jedoch sicherstellen, daß jene, die die giftigen Ideen des Multikulturalismus und der Masseneinwanderung fremder Stämme verfochten, zusammen mit ihm verschwinden. Wenn das geschieht, dann können wir unseren Nachkommen einen frischen Start ermöglichen und die Grundlagen für eine neue Renaissance schaffen, in der die europäische Zivilisation erneut aufblühen kann.

*     *     *

Siehe auch:

Umkehr ist möglich, ein langer „Gates of Vienna“-Diskussionsstrang

Mars und Hephaistos: Die Rückkehr der Geschichte von Guillaume Faye

Paulus: der Erfinder des Christentums von Michael Zick (von wegen „Sankt Paulus war ein griechisch-römischer Christ“)

Christentum und europäische Identität von Greg Johnson

Das Wesentliche von Kevin Alfred Strom

Warum wir schreiben von Alex Kurtagić

Was auf dem Spiel steht von Deep Roots

Alle Artikel zum Thema Krisenvorsorge und Großer Crash

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Ein Kommentar

  1. boro

     /  Oktober 11, 2016

    Man muß nicht klug( KLUK) sein um zu sehen was hier abläuft- man muß nur auf sein Herz hören- dann sieht man, daß das was derzeit abläuft, das Ragnarök unseres Volkes und unserer Rasse ist. Da stellt sich die Frage ob man dagegen angeht oder sich ins Unvermeidliche fügt und dann wieder aufbaut. Als bekennender Heide weiß ich daß Ragnarök unvermeidbar und gegeben ist- als ansatzweise denkender Bestandteil meines Volkes wehrt sich jede Faser in mir gegen den abzusehenden Untergang- also was tun?
    Warten wir darauf daß sich unsere lebensbejahenden Götter melden und Zeichen setzen oder schlagen wir los gegen dieses alles vernichtende System?
    Egal- irgendwann werden die Zeichen unverkennbar stehen- bis dahin üben wir uns in Abwarten und aktiver Vorbereitung- so mäg.

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