Libertarianismus und weißer rassischer Nationalismus

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Von Kevin MacDonald, übersetzt von Deep Roots. Das Original Libertarianism and White Racial Nationalism erschien am 17. Mai 2011 in The Occidental Quarterly.

 

Anmerkung der Redaktion [von TOQ; d. Ü.]: Dies ist der Einleitungsartikel der Frühjahrsausgabe 2011 von The Occidental Quarterly. Um die ganze Ausgabe zu lesen, kaufen Sie bitte ein Abonnement.

Greg Johnson, der vorherige Chefredakteur von TOQ, hatte die wunderbare Idee einer Ausgabe darüber, wie sich der Libertarianismus mit Fragen des weißen rassischen Nationalismus überschneidet. Dies ist ein wichtiges Thema. Anders als ausdrückliche Behauptungen weißer Identität und Interessen wird der Libertarianismus als Teil des konservativen Mainstreams betrachtet. Er verärgert die multikulturellen Machthaber nicht. Tatsächlich ist der Libertarianismus, wie in mehreren der Artikel hier diskutiert – besonders im Artikel von Simon Krejsa -, eine Ideologie der nationalen Auflösung, die die aus der Einwanderung resultierenden Probleme sehr verschärfen würde.

 

IGNORIEREN DER REALEN WELT: LIBERTARIANISMUS ALS UTOPISCHE METAPHYSIK

Mehrere prominente Libertäre haben offene Grenzen befürwortet, außer für Einwanderer, die eindeutig darauf aus sind, persönliche oder Eigentumsrechte zu verletzen. Wie Krejsa anmerkt, ignorieren Libertäre die Realität, daß die Völker, die unsere Küsten bedrängen, oft starke ethnische Bindungen haben, und daß sie typischerweise in gut finanzierten, aggressiven ethnischen Organisationen organisiert sind. Diese ethnischen Organisationen haben ein vitales Interesse an einer starken Zentralregierung, die in der Lage ist, ihre Interessen in einem weiten Bereich von Gebieten zu fördern, von Wohlfahrtszahlungen bis zur Außenpolitik. In anderen Worten, sie handeln weit mehr als gemeinsame Einheit, als es eine Anzahl isolierter Individuen tun würde. Weiters ignoriert die von den Libertären befürwortete Einwanderungspolitik die Realität rassischer und ethnischer Unterschiede in einem breiten Spektrum von Eigenschaften, die für den Erfolg in zeitgenössischen Gesellschaften entscheidend sind, insbesondere IQ, Kriminalität und Impulsivität. Gesellschaftlicher Nutzen bildet keinen Teil des Denkens des Libertarianismus.

Beim Lesen dieser Artikel fällt einem auf, daß der Libertarianismus im Endeffekt eine Metaphysik ist. Das heißt, er postuliert einfach eine minimale Anzahl von Rechten (auf das Eigentum am eigenen Körper, auf das Eigentum am Privatbesitz und die Freiheit, Verträge einzugehen) und folgt diesem Konzept unnachgiebig bis zu seinem logischen Schluß. Der einzige Zweck einer Regierung ist es, den „physischen Übergriff“ gegen die Person oder das Eigentum eines anderen zu unterbinden. Es ist eine utopische Philosophie, die auf dem beruht, was sein sollte, anstatt auf einem nüchternen Verständnis dessen, wie Menschen sich wirklich verhalten. Es überrascht nicht, wie Simon Lote und Farnham O’Reilly hervorheben, daß es niemals irgendwelche reinen libertären Gesellschaften gegeben hat. Dafür gibt es starke Gründe.

In der Tat erinnert mich die Philosophie des Libertarianismus an Kants kategorischen Imperativ, der besagt: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Der Imperativ definiert ein Konzept moralischer Verpflichtung, aber daraus folgt bestimmt nicht, daß andere sich auf moralische Weise verhalten werden. Man wäre in der Tat naiv anzunehmen, daß eine Philosophie moralischer Verpflichtungen die Menschen netter machen würde. Kant hätte nie gesagt, daß wir die Gesellschaft nach der Annahme arrangieren sollten, daß Menschen sich nach dem verhalten werden, wozu sie moralisch verpflichtet sind.

In ähnlicher Weise ist die libertäre Idee, daß wir die Regierung so verändern sollten, als ob die Regierten ein atomistisches Universum von Individuen wären, sich der Tatsache nicht bewußt, daß sehr viele Menschen sich weiterhin auf der Grundlage ihrer Gruppenidentität verhalten werden, ob diese nun auf Volkszugehörigkeit oder einer freiwilligen Vereinigung wie einer Firma beruht. Sie werden weiterhin Netzwerkerei betreiben (oft mit Volksangehörigen), und sie werden Maßnahmen verfolgen, die auf die Förderung ihres Eigeninteresses abzielen, wie es durch die Gruppenzugehörigkeit bedingt ist. Wenn sie Zugang zu den Medien haben, werden sie Medienbotschaften gestalten, die auf die Bekehrung anderer zu ihrer Sichtweise abzielen – Botschaften, die die wahrscheinlichen Ergebnisse politischer Entscheidungen nicht akkurat darzustellen brauchen. Medienmächtige Gruppen könnten auch Botschaften gestalten, die die natürliche Neigung der Menschen hin zu ihrem eigenen Profit ohne Rücksicht auf die Schwächen anderer ausnutzen – eine Form der Freisetzung Darwin’scher Konkurrenz wie nachfolgend beschrieben.

Diese Minimalliste menschlicher Interessen begründet sich weder in Theologie noch Naturwissenschaft. Ein Schwerpunkt von Trudie Perts Essay ist der Konflikt zwischen der libertären Philosophie und dem traditionellen katholischen Kollektivismus mit seiner Funktion des Gruppenschutzes, die auf dem Konzept des Naturrechts beruht. Vom Standpunkt der Evolutionsbiologie würde eine Gesellschaft, die nach der libertären Ideologie konstruiert ist, einen Darwin’schen Konkurrenzkampf zwischen Individuen und Gruppen entfesseln. Nachdem es, wie Vitman Tänka anmerkt, in der libertären Ideologie nichts gibt, das freiwillige Vereinigungen verhindert, würden die Menschen sich in einer libertären Gesellschaft natürlicherweise zusammenschließen, um ihre Interessen zu fördern. Solche Gruppen würden ihre eigenen Interessen am besten durch eine starke Regierung befriedigt sehen, die auf ihrer Seite ist.

Das libertäre Utopia wäre daher chronisch instabil. Tatsächlich zitiert Krejsa Peter Brimelow, der anmerkt, daß eine libertäre Gesellschaft mit völlig offenen Grenzen einen enormen Druck hin zu starker staatlicher Kontrolle zur Folge hätte – Einwanderung als „Viagra des Staates“: „Einwanderer, vor allem Einwanderer, die sich rassisch und kulturell von der Gastgeberpopulation unterscheiden, sind wandelnde Werbeanzeigen für Sozialarbeiter und Regierungsprogramme und für die Regulierung der politischen Rede – soll heißen, die Unterdrückung der völlig natürlichen Einwände der Gastgeberpopulation.“

Ein libertäres Utopia würde auch die Ausbeutung der Schwachen und Unorganisierten durch die Starken und gut Organisierten entfesseln. Sowohl Pert als auch Krejsa heben hervor, daß eine libertäre Gesellschaft in Verletzungen normativer moralischer Intuitionen resultieren würde. Zum Beispiel könnten Eltern ihre Kinder in die Sklaverei verkaufen. Solches Verhalten wäre in der Tat schlecht angepaßt, weil ihre Fortpflanzungschancen den Launen ihres Herrn ausgeliefert wären. Aber solch eine Option könnte für manche Eltern reizvoll sein, die infolge genetischer oder umweltbedingter psychiatrischer Beeinträchtigung, manipulativen Medieneinflusses oder von Drogen in einer Gesellschaft ohne soziale Kontrolle von Drogen verursachter Stumpfheit andere Dinge höher schätzen als ihre Kinder.

Weiters würden im libertären Eden die Regulierungen von Ehe und Sexualverhalten verschwinden, sodaß reiche Männer in der Lage wären, Dutzende Ehefrauen und Konkubinen zu haben, während viele Männer keine Möglichkeit der Ehe hätten. Sexuelle Konkurrenz unter Männern würde daher in die Höhe schießen.

Tatsächlich hat die soziale Durchsetzung der Monogamie im Westen riesige vorteilhafte Konsequenzen für die Gesellschaft als Ganzes gehabt, einschließlich einer größeren Investition in Kinder und der Ermöglichung eines demographischen Profils mit niedrigem Druck, das über historische Zeit kumulative Investitionen und steigende Reallöhne zur Folge hatte. [1]  In anderen Worten, Fortschritt.

Zugegebenerweise sind Vorteile für die Gesellschaft als Ganzes für Libertäre ohne Belang. Aber aus evolutionärer Perspektive sollten sie das sein. Ein evolutionärer Ansatz hat den Vorteil, solide auf einer Wissenschaft von menschlichen Interessen, sowohl expliziter als auch impliziter, begründet zu sein, wohingegen sich der Libertarianismus auf metaphysische Behauptungen stützt. Tatsache ist, daß dysfunktionale Gesellschaften letztendlich nicht lebensfähig sind und wahrscheinlich von funktionsfähigeren Gruppen beiseite gedrängt werden. Ohne die wirtschaftliche Expansion, die durch die Sozialkontrollen des Sexualverhaltens herbeigeführt wurde, hätte es leicht sein können, daß der Westen sich nicht zu der im 15. Jahrhundert beginnenden Expansion und Kolonisation aufgemacht hätte. Letztendlich nützten die Sozialkontrollen des Sexualverhaltens der großen Mehrheit der Weißen.

Dasselbe kann von Sozialkontrollen des Sexualverhaltens gesagt werden. Gesellschaftliche Unterstützung von Elternschaft mit hoher Investition ist bis zur sexuellen Revolution der 1960er immer ein entscheidendes Merkmal der westlichen Gesellschaftsstruktur gewesen. Seit damals sind alle Kennzeichen für Familienstabilität den Bach runtergegangen – einschließlich Scheidungsraten und außerehelicher Geburten bei allen Rassen und Volksgruppen. (Trotzdem gibt es sehr große Unterschiede zwischen Rassen und Volksgruppen, in Übereinstimmung mit J. Philippe Rushtons Lebenswerk der Theorie der Rassenunterschiede. [2])

Aber dieser relative Mangel an gesellschaftlicher Unterstützung für die Ehe hat sehr verschiedene Auswirkungen gehabt, abhängig von Merkmalen wie IQ. Zum Beispiel zeigt eine bekannte Studie der Verhaltensgenetik, daß die Erblichkeit des Alters beim ersten Geschlechtsverkehr nach der sexuellen Revolution der 1960er dramatisch zunahm. [3]  In anderen Worten, nachdem die gesellschaftliche Unterstützung für die traditionelle Sexualität verschwand, wurden genetische Einflüsse wichtiger. Vor der sexuellen Revolution galt die traditionelle Sexualmoral für jedermann. Nach der Revolution zählten die Gene mehr. Menschen mit höherem IQ waren in der Lage, stabilere Familien und Ehen hervorzubringen, aber Menschen mit niedrigerem IQ neigten weniger dazu. Diese Trends sind durch das gegenwärtige Wirtschaftsklima verschärft worden. Der Triumph der „Culture of Critique“ resultierte daher in einem libertäreren Klima für das Sexualverhalten, das dazu neigte, familiäre Pathologie am unteren Ende der IQ-Glockenkurve hervorzubringen, besonders eine Zunahme der Elternschaft mit niedriger Investition. Dies hat seinerseits wahrscheinlich die Lebensfähigkeit der Gesellschaft als Ganzes vermindert. [4]

 

KÖNNTE DAS EINTRETEN FÜR WEISSE DAS ERGEBNIS FREIWILLIGER VEREINIGUNGEN SEIN?

Es ist interessant darüber nachzudenken, ob eine dynamische Bewegung für weiße Interessen das Ergebnis freiwilliger Vereinigungen in einer nach libertären Richtlinien konstruierten Gesellschaft sein könnte, wie von Tänka vorgeschlagen, der die Amish als Beispiel verwendet. Das heißt, Weiße könnten schließlich erkennen, daß sie ein natürliches Interesse daran haben, eine freiwillige Vereinigung zur Förderung ihrer Interessen als Weiße zu bilden, ziemlich wie es die Juden seit der Aufklärung getan haben. (In traditionellen Gesellschaften wurden jüdische Gruppen streng kontrolliert, um Abtrünnigkeit und „Betrug“ zu verhindern, d. h. sich an Akten zu beteiligen, die jüdische Monopole untergruben, oder andere Juden zu denunzieren, was als schädlich für die jüdische Gemeinschaft als Ganzes erachtet wurde. Die traditionelle jüdische Gesellschaft war die Antithese des Libertarianismus.)

Solch ein Ergebnis ist theoretisch möglich, würde aber (wie der Rest der libertären Wunschliste) in der realen Welt unwahrscheinlich sein. In der realen Welt würden medienmächtige Gruppen und Gruppen, die in der Lage sind, prestigereiche akademische Institutionen zu dominieren, die Menschen dagegen indoktrinieren, sich als Weiße zu identifizieren, die weiße Interessen verfolgen, so wie sie es jetzt tun. In der realen Welt gäbe es finanzielle Anreize, den Einsatz für Weiße zu vermeiden, einschließlich gut bezahlter Karrieren bei der Bekämpfung weißer Interessenvertretung, und wirtschaftliche Konsequenzen, die von mächtigen freiwilligen Vereinigungen ausgeteilt werden, besonders von Vereinigungen, die von Nichtweißen dominiert werden, die weißer Identität und Interessen feindlich gesinnt sind – was jetzt ebenfalls der Fall ist. Eine Bewegung zur Vertretung weißer Interessen würde daher ein großes Maß an Trägheit zu überwinden haben.

Und doch sind freiwillige Vereinigungen der einzige Weg, wie sich eine starke Bewegung zur weißen Interessenvertretung entwickeln könnte. Wir sehen die Anfänge solcher Bewegungen, besonders in Europa mit dem Aufstieg explizit antimoslemischer und einwanderungsfeindlicher Parteien.

Falls jedoch eine Bewegung für weiße Interessen die Macht gewinnt, so wäre sie in der Tat töricht, wenn sie eine libertäre politische Struktur der minimalen Regierung beibehalten würde. Wie von Farnham O’Reilly angemerkt, müssen die Rechte des Individuums dem Wohlergehen der Gruppe untergeordnet bleiben. Falls weiße Interessen tatsächlich verteidigenswert sind, dann muß die Förderung dieser Interessen erste Priorität haben. Das würde bedeuten, gegen medienmächtige Interessen zu handeln, die Botschaften produzieren, die der weißen Identität entgegenwirken, und gegen freiwillige Vereinigungen (wie das Southern Poverty Law Center und die Anti-Defamation League) zu handeln, die wirtschaftliche Bestrafungen für Weiße austeilen, die sich als Weiße identifizieren und ihre Interessen als Weiße zu verfolgen wünschen. (Es ist erwähnenswert, daß von den neun Autoren dieser Ausgabe von TOQ sieben Pseudonyme verwenden. Die Ausnahmen, Robert Griffin und ich, haben beide eine unkündbare Festanstellung und haben daher geschützte Positionen.)

Tatsächlich könnte man anmerken, daß derzeit das größte Hindernis für den Triumph einer weißen Interessenbewegung ist, daß die gegenwärtigen westlichen Gesellschaften nach (unvollkommen) libertären Richtlinien organisiert sind. Das heißt, die westliche Hingabe an den wirtschaftlichen Individualismus (der riesige Konzentrationen von Reichtum durch Individuen ermöglicht), kombiniert mit der Legitimität, diesen Reichtum zu benutzen, um die Regierungspolitik zu beeinflussen, Medienbotschaften zu kontrollieren und Weißenfürsprecher zu bestrafen, hat die Schaffung einer semi-darwin’schen Welt ermöglicht, wo sehr mächtige Interessen sich gegen die Vertretung weißer Interessen verbündet haben. Dies führt seinerseits zu natürlicher Selektion gegen Weiße, während sie demographisch durch Nichtweiße überwältigt werden. In solch einer Welt werden Weiße, besonders solche, die nicht der Elite angehören, schließlich der Gnade feindseliger nichtweißer Gruppen mit einem historischen Groll gegen sie ausgeliefert sein – eine Kategorie, die allermindestens Juden, Schwarze und Mexikaner einschließt. Wiederum gibt es überhaupt keinen Grund anzunehmen, daß eine nach libertären Richtlinien konstruierte Gesellschaft Vereinigungen verhindern würde, die auf ethnischen/rassischen Bindungen beruhen. Die Rassifizierung der amerikanischen Politik in der halb-libertären Gegenwart ist weit fortgeschritten, in der über 90 % der republikanischen Stimmen von Weißen kommen und steigende Prozentzahlen der Weißen republikanisch wählen.

 

DER LIBERTARIANISMUS PASST ZUR EVOLUTIONÄREN PSYCHOLOGIE DER WEISSEN

Trotzdem muß, nachdem auf die Fallgruben des Libertarianismus hingewiesen wurde, gesagt werden, daß die individuelle Freiheit, die das Kennzeichen des Libertarianismus ist, sich für uns Europäer „gut anfühlt“, wie von Simon Lote und Robert Griffin betont wurde. Wenn alles gleich wäre, würden wir lieber in einer Gesellschaft mit minimalen Einschränkungen des persönlichen Verhaltens leben.

(Es könnten jedoch nicht alle Dinge gleich sein, wie Simon Krejsa aufzeigt, nachdem die große Mehrheit der Weißen lieber in einer nicht-libertären Gesellschaft leben würde, die vorwiegend weiß wäre, als in einer libertären Gesellschaft, die vorwiegend schwarz wäre. Rasse zählt.)

Meiner Ansicht nach ist Individualismus ein ethnisches Merkmal der Europäer – der einzigen Gruppe, die individualistische Gesellschaften erfunden hat. (Ironischerweise könnte die semi-libertäre Struktur der zeitgenössischen westlichen Gesellschaft aus den oben dargelegten Gründen letztendlich der Untergang des Westens sein.) Diese Beurteilung beruht auf einer Vielzahl von Daten.[5]  Zum Beispiel weisen die europäischen Familienmuster darauf hin, daß die Europäer weit mehr als andere Gruppen fähig gewesen sind, sich von der clan-basierten Gesellschaftsstruktur (einer Form von Kollektivismus) zu befreien und Gesellschaften mit einem hohen Maß an öffentlichem Vertrauen zu entwickeln, das für die Schaffung moderner Volkswirtschaften nötig ist.

Deshalb ist es vielleicht für viele von uns so aufregend gewesen, Ayn Rand zu lesen, wie von Gregory Hood in seinem preisgekrönten Essay betont. Wir sind erregt von der Vorstellung talentierter, produktiver, kompetenter Menschen, die in der Lage sind, ihre eigenen Welten zu schaffen und nicht durch die kleinlichen Konventionen der Gesellschaft gebunden sind – die überlebensgroß erscheinen. Es ist, wie Hood hervorhebt, eine weiße Welt, bevölkert von heroischen Nordischen, mit „einem arischen Code der Leistung, Wertschätzung von Hierarchie und einer robust verteidigten Philosophie der Größe“; es ist „eine Welt, in der einzigartig westliche Werte wie Individualismus, Rechtsstaatlichkeit und beschränkte Regierung selbstverständlich sind.“

Ich bekenne, daß ich, als ich in der High School erstmals Atlas Shrugged las, sehr davon angetan war. Leser ihres Werkes versetzen sich natürlicherweise in die Rolle von John Galt oder einer ähnlichen Rand’schen Superperson. Ihre Charaktere sprechen unsere Eitelkeit und unseren natürlichen Wunsch an, frei von lästigen Einschränkungen und völlig Herren unseres Schicksals zu sein. Ich erinnere mich daran, wie ich, kurz nachdem ich es gelesen hatte, durchs Land fuhr und besonders auf all die Schilder namengebender Firmen aufmerksam wurde – Johnson’s Lumber Co., Hansens’s Furniture, Mario’s Pizza, Ford Automobiles. Alle waren die Schöpfungen von Individuen mit Antriebskraft und Ehrgeiz – von Menschen, die ihre eigenen Welten schufen.

Es ist ein attraktives Bild, aber als Evolutionsforscher verstehe ich, daß Menschen im Sinne des größeren Bildes denken müssen – was Frank Salter „ethnische genetische Interessen“ nennt. [6]  Und um unsere ethnischen Interessen wirksam zu fördern, müssen wir die reale Welt in Rechnung ziehen und die Notwendigkeit von Einschränkungen für das Verhalten der Menschen wie oben angeführt akzeptieren. Die gute Nachricht ist, daß, wie Hood anmerkt (siehe auch Tänkas Essay), der Weg zu einem Gefühl des Eintretens für Weiße und ein Gefühl, daß Weiße Interessen haben, oft mit Ayn Rand und Libertarianismus beginnt.

Die europäische Tendenz zum Individualismus geht auch einher mit moralischem Universalismus (im Gegensatz zu moralischem Partikularismus, bekannterweise „Ist es gut für die Juden?“) und Wissenschaft (z. B. Nachforschung frei von Eigengruppe-Fremdgruppe-Tendenzen, wobei jeder Wissenschaftler ein unabhängig Agierender ohne Verbindung zu irgendeiner Eigengruppe ist). Die Tendenz zu moralischem Partikularismus ist besonders wichtig, wenn man über den Libertarianismus nachdenkt. Die europäische Tendenz zu moralischem Universalismus impliziert eine starke Verpflichtung zu prinzipientreuer Moral – das heißt, moralische Prinzipien, an die man sich unabhängig des Preises für einen selbst oder die Familie hält. [7]  Dies kontrastiert mit nichteuropäischen Gesellschaften, wo es eine viel stärkere Tendenz dazu gibt, daß Familien- und Sippenbindungen moralische Urteile einfärben.[8]

Diese Hingabe an prinzipientreue Moral tritt am meisten in der puritanischen Tradition der amerikanischen Kultur in Erscheinung – wahrscheinlich das Resultat langdauernder Evolution in kleinen, exogamen, egalitären Gruppen in Nordeuropa. [9]  Ein arges Beispiel ist der Oberste Bundesrichter John Paul Stevens, der kürzlich den Gerichtshof räumte und zuließ, daß Präsident Obama ihn durch Elena Kagan ersetzte, eine mittelmäßige Absolventin der juristischen Fakultät, die sehr von jüdisch-ethnischer Netzwerkerei profitierte und die wahrscheinlich die Werte der breiten linksliberalen jüdischen Gemeinde widerspiegeln wird.

Stevens ist daher der ultimative nicht-ethnische Akteur, der sich während einer demokratischen Administration ersetzen läßt, bei der es sehr unwahrscheinlich ist, daß sie jemanden wie ihn ernennt. Dieser Mangel an ethnischem Gespür spiegelt sich in seinen Schriften:

„Die Ideen der Freiheit und Gleichheit sind eine unwiderstehliche Kraft gewesen, indem sie Führer wie Patrick Henry, Susan B. Anthony und Abraham Lincoln motivierten, Schullehrer wie Nathan Hale und Booker T. Washington, die Philippine Scouts, die bei Bataan kämpften, und die Soldaten, die die Klippe von Omaha Beach erklommen,“ schrieb er in einem ungewöhnlich lyrischen Einspruch [in einem Flaggenverbrennungsfall von 1989]. „Wenn diese Ideen es wert sind, dafür zu kämpfen – und unsere Geschichte beweist, daß sie das sind – dann kann es nicht stimmen, daß die Flagge, die ihre Macht in einzigartiger Weise symbolisiert, nicht selbst schützenswert ist.“ [10]

Ideen sind es wert, dafür zu kämpfen, aber Stevens hat kein Interesse daran, die Sache der WASPs als ethnische Gruppe zu fördern. Hier idealisiert er nichtweiße Filipinos, die an der Seite von Weißen für die Sicherstellung einer Reihe von Prinzipien kämpfen. Er hat keine Sorge, daß es in absehbarer Zukunft keine WASPs mehr im Bundesgerichtshof geben wird, vermutlich weil er glaubt, worauf es ankommt, sei, daß bestimmte Ideen weiterhin das Land leiten.

Die multikulturelle Linke sollte für Stevens und David Souter, der ebenfalls von einem republikanischen Präsidenten ernannt und in einer demokratischen Administration durch eine Nichtweiße [Sonia Sotomayor] ersetzt wurde, Statuen errichten als Helden der hoffentlich nichtweißen Zukunft. Ihr prinzipielles Gefühl, daß Ideen zählen und daß Rasse und Volkstum überhaupt nicht wichtig sind, ist genau das Verhalten, das die multikulturelle Linke sich von allen Weißen wünscht – daß WASPS als die Willens-Volksgruppe Vorboten sind für Amerika als die Willensnation.

Diese Hingabe an universalistische Ideen ist eine starke Tendenz in der liberalen WASP-Subkultur, die solch eine wichtige Strähne der amerikanischen intellektuellen Geschichte gewesen ist.[11]  (Die Ausnahme war während der 1920er, als die protestantische Elite mit dem Rest Amerikas gemeinsame Sache machte und den Kampf zur Inkraftsetzung des Einwanderungsbeschränkungsgesetzes von 1924 anführte, das die Einwanderung drastisch einschränkte und ausdrücklich den ethnischen Status quo von 1890 zu erreichen versuchte. Selbst damals gab es eine bedeutende Zahl von WASPs, die gegen Einwanderungsbeschränkung waren.)

Im 19. Jahrhundert konnte man diese liberale WASP-Tradition an ihrer Hingezogenheit zu utopischen Gemeinden und ihrem starken moralischen Abscheu gegen die Sklaverei sehen, der die Sache der Abolition beseelte.[12]  Ideen zählen und sind es wert, dafür zu kämpfen, auch wenn mehr als 600.000 Weiße im Kampf starben – „Let us die to make men free“, wie die „Battle Hymn of the Republic“ drängte. Sie hatten die Vorstellung, daß Menschen in der Lage sind, moralische Ideale zu formen und sie dann als Ergebnis politischen Aktivismus’ ins Leben zu rufen, eine Ansicht, die sicherlich durch die zeitgenössische Psychologie erhärtet wird.[13]  Sie waren Individualisten, die die Welt nicht in Begriffen von Eigengruppen und Fremdgruppen sahen, sondern als aus einzigartigen Individuen bestehend. Ihr relativ lauwarmer Ethnozentrismus und ihre ethnische Neigung zu moralischem Universalismus machte sie zu willigen Verbündeten der aufsteigenden Klasse jüdischer Intellektueller, die mindestens ab der 1930er den intellektuellen Diskurs zu dominieren begannen. Sogar ab der 1920er bedeutete der Triumph der Boas’schen Anthropologie, daß Appelle an die Volkszugehörigkeit der WASPs in der akademischen Welt auf taube Ohren stoßen würden.

Der Libertarianismus paßt daher gut zu dieser Tradition. Tatsächlich etikettiert Eric Kaufmann eine der liberalen amerikanischen Traditionen des 19. Jahrhunderts als „libertären Anarchismus“, verkörpert von Benjamin Tucker, dem Herausgeber von „Liberty“ einem Journal, das sich dem ungehemmten Individualismus widmete und gegen Einschränkungen nicht-invasiven Verhaltens war („freie Liebe“, etc.). Außerdem ist der Libertarianismus, wie oben angemerkt, nichts, wenn er nicht sehr prinzipienfest ist. Tatsächlich ist der Libertarianismus süchtig nach seinen fundamentalen Prinzipien der individuellen Freiheit, egal, welche praktischen Kosten daraus für einen selbst, für andere oder die Gesellschaft als Ganzes resultieren. Das Zeichen prinzipienfesten Verhaltens ist, daß andere Interessen, prototypischerweise Eigeninteressen (was im Falle des Libertarianismus ziemlich paradox ist), irrelevant sind, und das ist beim Libertarianismus gewiß der Fall.

 

IST DER LIBERTARIANISMUS EINE JÜDISCHE INTELLEKTUELLE BEWEGUNG?

Schlußendlich müssen wir fragen: „Ist es gut für die Juden?“ Simon Lote merkt an, daß Libertäre dazu tendieren, „kosmopolitische weiße Männer zu sein, die von einer kleineren, aber bedeutenderen Gruppe von Juden angeführt werden, die aus ganz anderen Gründen zu der politischen Philosophie hingezogen werden.“ Juden werden vom Libertarianismus angezogen, weil

[der] kosmopolitische Universalismus [der den Kern des Libertarianismus ausmacht] eine mächtige ideologische Waffe zur Schwächung der weißen Identität und Loyalität ist und so sicherstellt, daß jüdische Interessen besser gewahrt und gefördert werden. Immerhin würde, wenn man Eigentumsrechte als heilig betrachtet, die Idee, den jüdischen Würgegriff über die Medien durch Antitrust-Gesetze der Regierung zu brechen, als abscheulich betrachtet werden. Libertäre neigen auch dazu, für massive nichtweiße Einwanderung zu sein, die auch von Juden als ethnische Strategie bevorzugt wird, die darauf abzielt, den politischen und kulturellen Einfluß der Weißen zu verringern.[14]

Tatsächlich beginnt Trudie Pert ihren Essay mit dem folgenden Zitat aus The Culture of Critique:

Juden profitieren von offenen, individualistischen Gesellschaften, in denen die Barrieren gegen Aufwärtsmobilität entfernt sind, in denen Menschen als Individuen gesehen werden statt als Mitglieder von Gruppen, und in denen der intellektuelle Diskurs nicht von Institutionen wie der katholischen Kirche vorgegeben wird, die nicht von Juden dominiert werden.[15]

Der Libertarianismus wurde nicht als jüdische intellektuelle Bewegung der Culture of Critique besprochen, obwohl die Diskussion der Frankfurter Schule als jüdische Bewegung in Kapitel 5 betont, daß sie die Gruppenbindungen von Nichtjuden pathologisierte, während sie es gleichwohl verabsäumte, eine ähnliche Kritik an jüdischer Gruppenbindung zu liefern. Darin hieß es, daß

ein gemeinsamer Bestandteil des Antisemitismus unter Akademikern während der Weimarer Zeit [in Deutschland] eine Auffassung war, daß Juden das patriotische Engagement und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft zu untergraben versuchten. Tatsächlich war die Auffassung, daß die jüdische kritische Analyse der nichtjüdischen Gesellschaft darauf abzielte, die Bande des Zusammenhalts innerhalb der Gesellschaft aufzulösen, unter gebildeten nichtjüdischen Deutschen einschließlich Universitätsprofessoren verbreitet… Ein Akademiker bezeichnete die Juden als „die klassische Partei der nationalen Zersetzung.“

Im Zuge dessen entwickelte sich der Nationalsozialismus als zusammenhängende nichtjüdische Gruppenstrategie in Opposition zum Judentum, eine Strategie, die das Ideal der Aufklärung von einer atomisierten Gesellschaft, die auf Individualrechten in Opposition zum Staat beruht, völlig ablehnte. Wie ich in Separation and Its Discontents, Kap. 5, argumentiert habe, war der Nationalsozialismus in dieser Hinsicht ziemlich wie das Judentum, das seine ganze Geschichte hindurch im Grunde ein Gruppenphänomen gewesen ist, in dem die Rechte des Individuums in die Interessen der Gruppe eingetaucht waren.

Weiters:

Die Vorgabe, daß… die Gesellschaft eine soziale Organisation annimmt, die auf radikalem Individualismus beruht, wäre in der Tat eine exzellente Strategie für den Fortbestand des Judaismus als zusammenhängende, kollektivistische Gruppenstrategie. Die Forschung… über interkulturelle Unterschiede in Individualismus und Kollektivismus deutet darauf hin, daß der Antisemitismus in individualistischen Gesellschaften am niedrigsten wäre statt in Gesellschaften, die kollektivistisch und homogen sind, abgesehen von den Juden. Ein Thema von Kap. 8 [in A People That Shall Dwell Alone] ist, daß europäische Gesellschaften (mit den bemerkenswerten Ausnahmen der nationalsozialistischen Zeit in Deutschland und der mittelalterlichen Periode der christlichen religiösen Hegemonie – beides Zeiten des intensiven Antisemitismus) unter den wirtschaftlich fortgeschrittenen traditionellen und modernen Kulturen der Welt in ihrer Hingabe an den Individualismus einzigartig gewesen sind… Die Präsenz des Judaismus als höchst erfolgreiche und auffallende Gruppenstrategie provoziert anti-individualistische Reaktionen seitens Nichtjuden. Kollektivistische Kulturen [wie der Judaismus]… betonen die Ziele und Bedürfnisse der Eigengruppe viel stärker als individuelle Rechte und Interessen. Kollektivistische Kulturen entwickeln eine „unhinterfragte Bindung“ an die Eigengruppe, einschließlich „der Auffassung, daß die Normen der Eigengruppe universal gültig sind (eine Form von Ethnozentrismus), automatischen Gehorsams gegenüber den Autoritäten der Eigengruppe und einer Bereitschaft, für die Eigengruppe zu kämpfen und zu sterben.[16]  Diese Eigenschaften sind üblicherweise verbunden mit Mißtrauen gegenüber Fremdgruppen und einem Unwillen, mit ihnen zu kooperieren.“ In kollektivistischen Gruppen wird Moral so konzipiert, daß sie der Gruppe nützt, und Aggression und Ausbeutung von Fremdgruppen akzeptabel sind.[17]

Im Gegensatz dazu zeigen Menschen in individualistischen Kulturen wenig emotionale Bindung an Eigengruppen. Persönliche Ziele haben Priorität, und die Sozialisierung betont die Wichtigkeit von Selbständigkeit, Unabhängigkeit, individueller Verantwortung und „Selbstfindung“.[18] Individualisten haben positivere Haltungen gegenüber Fremden und Mitgliedern von Fremdgruppen und verhalten sich Fremden gegenüber wahrscheinlicher in prosozialer, altruistischer Weise. Weil sie sich der Grenzen zwischen Eigengruppe und Fremdgruppen weniger bewußt sind, haben Menschen in individualistischen Kulturen weniger wahrscheinlich negative Einstellungen gegenüber Mitgliedern von Fremdgruppen.[19]  Sie sind oft mit Maßnahmen der Eigengruppe nicht einverstanden, zeigen wenig emotionale Bindung oder Loyalität gegenüber Eigengruppen und haben kein Gefühl der Schicksalsgemeinschaft mit anderen Mitgliedern der Eigengruppe. Opposition gegenüber Fremdgruppen kommt in individualistischen Gesellschaften vor, aber die Opposition ist „rationaler“ in dem Sinne, daß es weniger Tendenz gibt anzunehmen, daß alle Mitglieder der Fremdgruppe für die Missetaten von ein paar wenigen strafbar sind. Individualisten bilden milde Bindungen an viele Gruppen, wohingegen Kollektivisten eine intensive Bindung und Identifikation mit ein paar wenigen Eigengruppen haben.[20]

Es ist zu erwarten, daß Individualisten weniger zu Antisemitismus neigen werden und wahrscheinlicher jegliches anstößige jüdische Verhalten als Resultat von Verfehlungen einzelner Juden sehen werden anstatt als stereotypischerweise auf alle Juden zutreffend. Jedoch sehen Juden als Mitglieder einer kollektivistischen Subkultur, die in einer individualistischen Gesellschaft lebt, ihrerseits die Unterscheidung zwischen Juden und Nichtjuden mit größerer Wahrscheinlichkeit als extrem auffallend und entwickeln stereotypisch negative Ansichten über Nichtjuden.

Perts Artikel weist darauf hin, daß der Libertarianismus zumindest für einige seiner jüdischen Hauptproponenten als jüdische intellektuelle Bewegung funktionierte. (Niemand sagt, daß der Libertarianismus eine jüdische Bewegung in dem Ausmaß ist, wie es, sagen wir, die Psychoanalyse in ihren frühen Jahren war, als buchstäblich alle, die sie praktizierten, Juden waren. Aus den oben angedeuteten Gründen ist der Libertarianismus für Europäer sehr attraktiv.) Damit sich eine Bewegung als jüdische Bewegung qualifiziert, müssen die Teilnehmer eine jüdische Identität haben und ihre Arbeit als jüdische Interessen fördernd sehen. Besonders interessant ist die Animosität, die von Ludwig von Mises gegenüber dem Christentum und besonders der katholischen Kirche als Feinde der Freiheit gezeigt wurde. (Man könnte auch anmerken, daß Ayn Rands einseitige und leidenschaftliche Verteidigung Israels und ihre Anprangerungen von Arabern als rassistische Mörder unschuldiger Juden auf eine starke jüdische Identität hindeuten und auf einen Widerwillen, jüdischen Kollektivismus zu verdammen, ob in Israel oder in traditionellen und in beträchtlichem Ausmaß in zeitgenössischen jüdischen Diaspora-Gesellschaften. Sie beschwert sich auch über den „Rassismus“ der U.S.-Außenpolitik vor FDR, was wiederum auf Ansichten hindeutet, die für den jüdischen Mainstream höchst charakteristisch sind.[21])

Aus den oben angegebenen Gründen gibt es wenig Zweifel, daß das Judentum von einer libertären Gesellschaftsordnung profitieren würde. Zusätzlich dazu, daß er anti-jüdische Einstellungen vermindern würde, merkt Pert an, daß Juden als gut organisierte, stark vernetzte Elite wahrscheinlich in der Lage wären, Nichtjuden wirtschaftlich auszubeuten, weil Nichtjuden vom Staat nicht geschützt wären und weil es nicht wahrscheinlich ist, daß Nichtjuden in der Lage wären, ohne staatliche Beteiligung zusammenhaltende Schutzgruppen zu bilden. Ich habe angeregt, daß im 4. Jahrhundert um die katholische Kirche zentrierte freiwillige Vereinigungen eine Schutzfunktion gegen jüdische wirtschaftliche Dominanz erfüllten, besonders die Versklavung von Nichtjuden durch Juden.[22] Wie erwartet, versuchte diese Schutzgesellschaft dann (womit sie erfolgreich war), politische Macht zu erhalten, indem sie die Kontrolle des Staates übernahm.

In anderen Worten, diese Katholiken kämpften aktiv gegen eine Gesellschaftsordnung, in der es keine Absicherungen gegen die Ausbeutung von Nichtjuden durch Juden gab. (In dem Ausmaß, wie sie die Versklavung von Nichtjuden durch Juden zuließ, war die vorherige Gesellschaftsordnung libertär.) Die libertäre Rationalisierung freiwilliger Knechtschaft ist besonders bemerkenswert angesichts der Realität jüdischer wirtschaftlicher Dominanz in mehreren historischen Epochen.

1 Kevin MacDonald, “What Makes Western Culture Unique?” The Occidental Quarterly 2(2), S. 9 – 38, 2002. http://www.toqonline.com/archives/v2n2/TOQv2n2MacDonald.pdf;

Kevin MacDonald, “The Establishment and Maintenance of Socially Imposed Monogamy in Western Europe.” Politics and the Life Sciences 14, S. 3 – 23, 1995. http://www.csulb.edu/~kmacd/Monogamy1995.pdf

2 J. Philippe Rushton, Race, Evolution, and Behavior (New Brunswick, NJ, Transaction, 1994).

3 M. P. Dunne, N. G. Martin, D. J. Statham, W. S. Slutske, S. H. Dinwiddie, K. K. Bucholz, P. A. F. Madden, and A. C. Heath, “Genetic and environmental contributions to variance in age at first sexual intercourse.” Psychological Science 8 (S. 211 – 216, 1997).

4 Kevin MacDonald, “The Dissolution of the Family among Non-Elite Whites.” The Occidental Observer (9. April 2010). http://www.theoccidentalobserver.net/2010/04/kevin-macdonald-the- dissolution-of-the-family-among-non-elite-whites/

5 MacDonald, “What Makes Western Culture Unique?”; Kevin Mac Donald, “Eric P. Kaufmann’s The Rise and Fall of Anglo-America.” The Occidental Observer (July 29, 2009). http://www.theoccidentalobserver.net/articles/MacDonald-Kaufmann.html

6 Frank K. Salter, On Genetic Interests: Family, Ethny and Humanity in an Age of Mass Migration (New Brunswick, NJ: Transaction, 2006; ursprünglich veröffentlicht von Peter Lang [Frankfurt am Main, 2003]).

7 Kevin MacDonald, “Evolution and a Dual Processing Theory of Culture: Applications to Moral Idealism and Political Philosophy.” Politics and Culture (2010 [Ausgabe 1], April). http://www.politicsandculture.org/2010/04/29/evolution-and-a-dual-processing-theory-of-culture-applications-to-moral-idealism-and-political-philosophy/

8 Kevin MacDonald, “Psychology and White Ethnocentrism.” The Occidental Quarterly 6(4) (Winter, 2006–07, S. 7 – 46). http://www.kevinmacdonald.net/WhiteEthnocentrism.pdf J. G. Miller and D. M. Bersoff, “Culture and Moral Judgment: How Are Conflicts Between Justice and Interpersonal Responsibilities Resolved?” Journal of Personality and Social Psychology 62 (S. 541 – 554, 1992).

9 MacDonald, “What Makes Western Culture Unique?”

10 Jeffrey Toobin, “After Stevens: What Will the Supreme Court Be Like without Its Liberal Leader?” The New Yorker (23. März 2010). http://www.newyorker.com/reporting/2010/03/22/100322fa_fact_toobin?curr entPage=all#ixzz0tJXKtDE6

11 Mac Donald, “Eric P. Kaufmann’s The Rise and Fall of Anglo-America.

12 Kevin MacDonald, “American Transcendentalism: An Indigenous Culture of Critique.” The Occidental Quarterly 8(2) (Sommer 2008, S. 91 – 106). http://www.kevinmacdonald.net/Gura-Transcendentalism.pdf

13 Kevin MacDonald, “Evolution and a Dual Processing Theory of Culture.”

14 Kevin MacDonald, The Culture of Critique (Blooomington, IN: Authorhouse, 2002; ursprünglich veröffentlicht von Praeger [Westport, CT, 1998]), Kapitel 7.

15 Ebd., xxix.

16 Harry C. Triandis, “Cross-cultural studies of individualism and collectivism.” Nebraska Symposium on Motivation 1989: Cross Cultural Perspectives (Lincoln: University of Nebraska Press, 1990), S. 55.

17 Ebd.

18 Harry C. Triandis. “Cross-cultural differences in assertiveness/competition vs. group loyalty/cohesiveness.” In Cooperation and Prosocial Behavior (Hrsg. R. A. Hinde & J. Groebel; Cambridge: Cambridge University Press, 1991), S. 82.

19 Ebd. S. 80.

20 Triandis, “Cross-cultural studies of individualism and collectivism,” S. 61.

21 “Ayn Rand on Israel and the Middle East.” YouTube-Video eines öffentlichen Interviews von 1979. http://www.youtube.com/watch?v=2uHSv1asFvU

22 Kevin MacDonald, Separation and Its Discontents: Toward an Evolutionary Theory of Anti-Semitism. (Bloomington, IN: 1stbooks Library, 2004; zuerst veröffentlicht von Praeger [Westport, CT, 1998]), Kapitel 3.

*     *     *

Siehe auch:

Frei zu verlieren: Juden, Weiße und der Libertarianismus von Brenton Sanderson

Der freie Markt und Einwanderung: Zwei Gedankenspiele von Ted Sallis

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